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Piratenpartei
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Xamanoth
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Anmeldungsdatum: 07.04.2006
Beiträge: 7962

Beitrag(#1757468) Verfasst am: 06.06.2012, 14:34    Titel: Antworten mit Zitat

Tecton hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Tecton hat folgendes geschrieben:
Was willst du uns damit sagen? Was trägt das zur Diskussion bei? Falls du aus diesen Berichten etwas ableitest, bereichere uns doch bitte damit, aber hör doch auf, hier +1 Posts zu sammeln.

Ich finde Sermons Arbeit hier ausgesprochen hilfreich.

So gewinnt man nämlich alle wesentlichen news und Kommentare zur Piratenpartei, ohne selbst die entsprechenden Zeitungen durchsuchen zu müssen.


Falls du mit wesentlich eigentlich negativ meinst, dann kann ich das nachvollziehen. Ansonsten kann ich den Nutzen dieses vorgefilterten Mists nicht erkennen.

Welche positiven Nachrichten über die Piratenpartei gab es denn in letzter Zeit so?
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Sermon
panta rhei



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 17252
Wohnort: Sine Nomine

Beitrag(#1757469) Verfasst am: 06.06.2012, 14:40    Titel: Antworten mit Zitat

Tecton hat folgendes geschrieben:
und erwartest von anderen, dass sie jeden Negativpunkt den du im Internet findest, kommentieren und erklären.


Wie kommst Du denn darauf? Meine schlichte Feststellung war: Du wirfst vor und traegst selbst nichts bei. Deine bisherigen Beitaege in diesem Diskussionstrang bestanden aus aggressivem Lamento. Dass Du irgendetwas zu argumentieren vermoechtest, hast Du bisher nicht gezeigt. Solange fuer Dich Dir unliebsame Informationen lediglich Mist duenken, wird sich daran vermutlich nichts aendern. Das ist nicht mein Problem.
_________________
"Der Typ hat halt so seine Marotten" (Sermon über Sermon) Der Typ hat so seine Macken
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Sermon
panta rhei



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 17252
Wohnort: Sine Nomine

Beitrag(#1757472) Verfasst am: 06.06.2012, 14:49    Titel: Antworten mit Zitat

Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Welche positiven Nachrichten über die Piratenpartei gab es denn in letzter Zeit so?


Nachdem der Bundespressesprecher der Piraten zurückgetreten ist, erhebt er schwere Vorwürfe gegen seine Partei: es gebe etliche Fälle von Mobbing, sagte er der F.A.Z. Er selbst sei unter anderem beschimpft und mit einem Lan-Kabel geschlagen worden. Der Abgeordnete weist die Vorwürfe als „totalen Blödsinn“ zurück.

Erst mal sehen, welche fundierte Meinung die Schwarmintelligenz beim 'Liquid Feedback' zur Zuechtigung von Mitarbeitern entwickelt. zynisches Grinsen
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Kramer
wirft das Handtuch



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 22727

Beitrag(#1757488) Verfasst am: 06.06.2012, 15:17    Titel: Antworten mit Zitat

Das hier ist Sermons Thread, da darf man Sermon nicht widersprechen! freakteach
_________________
Vergesst es. Ihr habt Recht.
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Telliamed
registrierter User



Anmeldungsdatum: 05.03.2007
Beiträge: 4646
Wohnort: Wanderer zwischen den Welten

Beitrag(#1757495) Verfasst am: 06.06.2012, 15:36    Titel: Antworten mit Zitat

Sermon hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Welche positiven Nachrichten über die Piratenpartei gab es denn in letzter Zeit so?


Nachdem der Bundespressesprecher der Piraten zurückgetreten ist, erhebt er schwere Vorwürfe gegen seine Partei: es gebe etliche Fälle von Mobbing, sagte er der F.A.Z. Er selbst sei unter anderem beschimpft und mit einem Lan-Kabel geschlagen worden. Der Abgeordnete weist die Vorwürfe als „totalen Blödsinn“ zurück.

Erst mal sehen, welche fundierte Meinung die Schwarmintelligenz beim 'Liquid Feedback' zur Zuechtigung von Mitarbeitern entwickelt. zynisches Grinsen


Das mit dem Lan-Kabel zeigt, dass die Piraten nah an der fortschrittlichen Technik sind. In anderen Parteien weiß man gar nicht, was das ist, geschweige, dass man damit andere Leute schlagen kann. Die denken, dass sich schon überall drahtlose Verbindungen durchgesetzt hätten, und sieh da, bei den Piraten finden sich doch noch Kabel! Komplett von der Rolle
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Ralf Rudolfy
Missionars Nachtmahr



Anmeldungsdatum: 11.12.2003
Beiträge: 24807
Wohnort: Erfurt

Beitrag(#1757497) Verfasst am: 06.06.2012, 15:40    Titel: Antworten mit Zitat

Sermon hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Welche positiven Nachrichten über die Piratenpartei gab es denn in letzter Zeit so?


Nachdem der Bundespressesprecher der Piraten zurückgetreten ist, erhebt er schwere Vorwürfe gegen seine Partei: es gebe etliche Fälle von Mobbing, sagte er der F.A.Z. Er selbst sei unter anderem beschimpft und mit einem Lan-Kabel geschlagen worden. Der Abgeordnete weist die Vorwürfe als „totalen Blödsinn“ zurück.

Das ist ungefähr das, was ich bei Leuten erwarten würde, deren Sozialverhalten im wesentlichen von Computerspielen geprägt wurde. zynisches Grinsen
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Sermon
panta rhei



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 17252
Wohnort: Sine Nomine

Beitrag(#1757502) Verfasst am: 06.06.2012, 15:52    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Das hier ist Sermons Thread, da darf man Sermon nicht widersprechen! freakteach
Trösterchen Ist ja schon gut...
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Anmeldungsdatum: 16.07.2003
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Beitrag(#1757505) Verfasst am: 06.06.2012, 16:01    Titel: Antworten mit Zitat

Piraten schließen Gehälter für Vorstände nicht mehr aus

Zitat:
Nun reagiert die Parteiführung. "Die Bundesspitze ist sich des Handlungbedarfs bewusst", sagte Piratensprecherin Anita Möllering zu SPIEGEL ONLINE. "Wir haben aber schlichtweg kein Geld für eine Riege hauptamtlicher Mitarbeiter." Man bemühe sich verstärkt um Fundraising und Sponsoren, auch wolle man bezahlte Kräfte einstellen, die den Vorstand entlasten. Zugleich verteidigte Möllering das Ehrenamtsprinzip der Parteispitze "Wir setzen auf ein politisch moderierendes Führungsgremium", betonte sie.

Allerdings schloss sie nicht aus, dass es jemals Gehälter für Piratenvorstände geben werde. "Einen bezahlten Vorstand wird es vorerst nicht geben, die Diskussion darüber in der Partei geht aber weiter." Wahrscheinlich werde das Problem beim nächsten Bundesparteitag thematisiert. "Das hängt von der Basis und ihren Anträgen ab, darüber entscheidet nicht der Vorstand." Auch die Diskussion um höhere Mitgliedsbeiträge sei "nicht vom Tisch".


Zitat:
Doch Möglichkeiten, Geld zu sparen oder der Partei mehr Einnahmen zu verschaffen, wurden auf dem vergangenen Parteitag von der Basis abgeschmettert. Auch Mandatsträgerabgaben von Abgeordneten an die Partei lehnen die Piraten ab. Die Wahlerfolge in Düsseldorf und Kiel haben die Geldsorgen der Bundespiraten sogar noch verschärft. Das meiste Geld, das die Piraten durch staatliche Parteienfinanzierung erhalten, wird an die Landesverbände weitergeleitet - besonders viel fließt an die mit hohen Wahlergebnissen.

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Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 10794

Beitrag(#1757514) Verfasst am: 06.06.2012, 16:42    Titel: Antworten mit Zitat

Tecton hat folgendes geschrieben:
Was willst du uns damit sagen? Was trägt das zur Diskussion bei? Falls du aus diesen Berichten etwas ableitest, bereichere uns doch bitte damit, aber hör doch auf, hier +1 Posts zu sammeln.

Die hohlen Phrasen der Piraten scheitern offensichtlich reihenweise an der Realität. Hier der Gedanke, man könnte eine Partei ehrenamtlich führen den andauernden basisdemokratischen Diskussionsprozess der Piraten nur mit ehrenamtlicher Arbeit in eine zielgerichtete Politik umsetzen.
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Sermon
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Anmeldungsdatum: 16.07.2003
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Beitrag(#1757571) Verfasst am: 06.06.2012, 19:37    Titel: Antworten mit Zitat

Piraten-Abgeordneter vergleicht WestLB-Gesetz mit Ermächtigungsgesetz - SPD fordert Klarstellung

Zitat:
Am Ende der Sitzung ergriff dann Kern das Wort und sagte folgenden Satz: "Die mit diesem Ermächtigungsgesetz verbundene Selbstentmachtung des Parlamentes lehne ich strikt ab." In der SPD sorgt diese Formulierung nun für Aufregung.

Die Wortwahl zeige "im besten Fall eine fatale historische Unkenntnis", sagte der Sozialdemokrat Zimkeit am Mittwoch in Düsseldorf. "Im schlimmsten Fall ist dieser Nazi-Vergleich eine unerträgliche Diffamierung." So oder so sei es ein nicht hinnehmbarer Vorgang, dass ein Gesetz der nordrhein-westfälischen Landesregierung mit der Bezeichnung des Gesetzes beleget werde, mit dem die Nationalsozialisten ihre Machtergreifung absicherten.

Zwar könne es sein, dass der Begriff in der Nervosität des ersten Redebeitrags im Landtag gefallen sei. "Dann muss er aber schnellstmöglich öffentlich zurückgenommen werden", forderte Zimkeit.

Darauf will sich Kern allerdings nicht einlassen. "Ich werde ihn nicht zurücknehmen", sagte der Pirat am Mittwoch der Nachrichtenagentur dapd. Mit seinem Redebeitrag habe er die Öffentlichkeit aufrütteln und zeigen wollen, dass er den Vorgang kritisch sehe. Damit meint Kern sowohl das Gesetzgebungsverfahren, das nach der Wahl eilig eingeleitet wurde, als auch die Tatsache, dass mit dem Gesetz noch weitere Mehrausgaben verbunden sein könnten. Aus diesem Grund stehe er auch weiterhin zu seinen Aussagen.

Das am 23. März 1933 vom Reichstag gebilligte sogenannte Ermächtigungsgesetz markiert das Ende der demokratischen Weimarer Verfassung. Mit dem "Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich" sicherte sich der damalige Reichskanzler Adolf Hitler die uneingeschränkte politische Kontrolle. Der Reichstag als demokratische Institution schaffte sich damit quasi selbst ab. Hitler regierte fortan mit diktatorischen Vollmachten.


Wer hatte hier noch kuerzlich die Beobachtung negieren wollen, die Piratenparteiler offenbarten einen erheblichen Mangel an Bildung?
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Anmeldungsdatum: 16.07.2003
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Beitrag(#1757574) Verfasst am: 06.06.2012, 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

Nach dem öffentlichkeitswirksamen Rücktritt von Andreas Winkler wollen sich die Duisburger Piraten zu internem Zoff nicht mehr äußern. Offenbar hat die Partei, die sich so offen und transparent zeigen wollte, inzwischen gelernt, dass völlige Transparenz nicht immer dienlich ist.
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Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 17252
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Beitrag(#1757686) Verfasst am: 07.06.2012, 09:01    Titel: Antworten mit Zitat

Die Mitsprache-Software Liquid Feedback gilt vielen in der Partei als Fehlkonstruktion

Zitat:
Haase vereint derzeit mit über 160 Stimmen mehr als jeder andere Pirat. Somit werden viele Initiativen, die er unterstützt, Erfolge. Er setzt sich für die rechtliche Gleichstellung von Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft ein - es wird beschlossen. Das Gleiche passierte, als sich Haase für das bedingungslose Grundeinkommen einsetzte. Haase gilt manchen als "mächtig", weil er die Software, die "liquid", also "flüssig" sein soll, auszunutzen versteht: "Sie ist eine Mischung aus Delegiertenprinzip und der von der Piratenpartei angestrebten Basisdemokratie." Die Ausnahmen, wie Haases Abstimmungsniederlage von Neumünster, aber weisen auf die Probleme mit der Software hin.

Vor allem im Bund mangelt es an Akzeptanz. Nicht mal ein Drittel der rund 30.000 Mitglieder hat sich registriert und kann abstimmen. Aufgrund technischer Probleme in den vergangenen Monaten hat zudem zunächst weniger als die Hälfte der Neumitglieder seit dem Boom der Berlin-Wahl eine Einladung erhalten. Erst vor Kurzem konnte erst nach Wochen wieder eine Einladungs-Mail verschickt werden - betroffen waren rund 8000 Mitglieder.

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Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 17252
Wohnort: Sine Nomine

Beitrag(#1757688) Verfasst am: 07.06.2012, 09:30    Titel: Antworten mit Zitat

Jammerlappen im Piratenparteivorstand finden sich witzig
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I.R
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Anmeldungsdatum: 08.10.2006
Beiträge: 9142

Beitrag(#1757695) Verfasst am: 07.06.2012, 11:16    Titel: Antworten mit Zitat

Sermon hat folgendes geschrieben:
Piraten-Abgeordneter vergleicht WestLB-Gesetz mit Ermächtigungsgesetz - SPD fordert Klarstellung

Zitat:
Am Ende der Sitzung ergriff dann Kern das Wort und sagte folgenden Satz: "Die mit diesem Ermächtigungsgesetz verbundene Selbstentmachtung des Parlamentes lehne ich strikt ab." In der SPD sorgt diese Formulierung nun für Aufregung.

Die Wortwahl zeige "im besten Fall eine fatale historische Unkenntnis", sagte der Sozialdemokrat Zimkeit am Mittwoch in Düsseldorf. "Im schlimmsten Fall ist dieser Nazi-Vergleich eine unerträgliche Diffamierung." So oder so sei es ein nicht hinnehmbarer Vorgang, dass ein Gesetz der nordrhein-westfälischen Landesregierung mit der Bezeichnung des Gesetzes beleget werde, mit dem die Nationalsozialisten ihre Machtergreifung absicherten.

Zwar könne es sein, dass der Begriff in der Nervosität des ersten Redebeitrags im Landtag gefallen sei. "Dann muss er aber schnellstmöglich öffentlich zurückgenommen werden", forderte Zimkeit.

Darauf will sich Kern allerdings nicht einlassen. "Ich werde ihn nicht zurücknehmen", sagte der Pirat am Mittwoch der Nachrichtenagentur dapd. Mit seinem Redebeitrag habe er die Öffentlichkeit aufrütteln und zeigen wollen, dass er den Vorgang kritisch sehe. Damit meint Kern sowohl das Gesetzgebungsverfahren, das nach der Wahl eilig eingeleitet wurde, als auch die Tatsache, dass mit dem Gesetz noch weitere Mehrausgaben verbunden sein könnten. Aus diesem Grund stehe er auch weiterhin zu seinen Aussagen.

Das am 23. März 1933 vom Reichstag gebilligte sogenannte Ermächtigungsgesetz markiert das Ende der demokratischen Weimarer Verfassung. Mit dem "Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich" sicherte sich der damalige Reichskanzler Adolf Hitler die uneingeschränkte politische Kontrolle. Der Reichstag als demokratische Institution schaffte sich damit quasi selbst ab. Hitler regierte fortan mit diktatorischen Vollmachten.


Wer hatte hier noch kuerzlich die Beobachtung negieren wollen, die Piratenparteiler offenbarten einen erheblichen Mangel an Bildung?

Es war tillich, der Dich darauf hinwies, dass der durch Dich hier eingebrachte Beitrag die Behauptung durch nichts, aber auch gar nichts, untermauert.

Darüber hinaus finde ich es lustig, dass ausgerechnet die durch Dich hier zitierte Scheibe-online in einem anderen Beitrag die These des Piraten zumindest begrifflich durchaus stützt:

Auch kurz vor ihrer Abwicklung sorgt die WestLB noch für hitzige Debatten im Düsseldorfer Landtag. Die Landesregierung muss sich die Ermächtigung für eine weitere Milliarde einholen. Die Opposition fühlt sich getäuscht.
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Ralf Rudolfy
Missionars Nachtmahr



Anmeldungsdatum: 11.12.2003
Beiträge: 24807
Wohnort: Erfurt

Beitrag(#1757712) Verfasst am: 07.06.2012, 14:14    Titel: Antworten mit Zitat

I.R hat folgendes geschrieben:
Darüber hinaus finde ich es lustig, dass ausgerechnet die durch Dich hier zitierte Scheibe-online in einem anderen Beitrag die These des Piraten zumindest begrifflich durchaus stützt:

Auch kurz vor ihrer Abwicklung sorgt die WestLB noch für hitzige Debatten im Düsseldorfer Landtag. Die Landesregierung muss sich die Ermächtigung für eine weitere Milliarde einholen. Die Opposition fühlt sich getäuscht.

Zwischen Ermächtigung und Ermächtigungsgesetz sehe ich durchaus einen Unterschied. Letzteres ist eindeutig einem historischen Ereignis zuzuordnen, ersteres nicht.
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Telliamed
registrierter User



Anmeldungsdatum: 05.03.2007
Beiträge: 4646
Wohnort: Wanderer zwischen den Welten

Beitrag(#1757713) Verfasst am: 07.06.2012, 14:27    Titel: Antworten mit Zitat

I.R hat folgendes geschrieben:
Sermon hat folgendes geschrieben:
Piraten-Abgeordneter vergleicht WestLB-Gesetz mit Ermächtigungsgesetz - SPD fordert Klarstellung

Zitat:
Am Ende der Sitzung ergriff dann Kern das Wort und sagte folgenden Satz: "Die mit diesem Ermächtigungsgesetz verbundene Selbstentmachtung des Parlamentes lehne ich strikt ab." In der SPD sorgt diese Formulierung nun für Aufregung.

Die Wortwahl zeige "im besten Fall eine fatale historische Unkenntnis", sagte der Sozialdemokrat Zimkeit am Mittwoch in Düsseldorf. "Im schlimmsten Fall ist dieser Nazi-Vergleich eine unerträgliche Diffamierung." So oder so sei es ein nicht hinnehmbarer Vorgang, dass ein Gesetz der nordrhein-westfälischen Landesregierung mit der Bezeichnung des Gesetzes beleget werde, mit dem die Nationalsozialisten ihre Machtergreifung absicherten.

Zwar könne es sein, dass der Begriff in der Nervosität des ersten Redebeitrags im Landtag gefallen sei. "Dann muss er aber schnellstmöglich öffentlich zurückgenommen werden", forderte Zimkeit.

Darauf will sich Kern allerdings nicht einlassen. "Ich werde ihn nicht zurücknehmen", sagte der Pirat am Mittwoch der Nachrichtenagentur dapd. Mit seinem Redebeitrag habe er die Öffentlichkeit aufrütteln und zeigen wollen, dass er den Vorgang kritisch sehe. Damit meint Kern sowohl das Gesetzgebungsverfahren, das nach der Wahl eilig eingeleitet wurde, als auch die Tatsache, dass mit dem Gesetz noch weitere Mehrausgaben verbunden sein könnten. Aus diesem Grund stehe er auch weiterhin zu seinen Aussagen.

Das am 23. März 1933 vom Reichstag gebilligte sogenannte Ermächtigungsgesetz markiert das Ende der demokratischen Weimarer Verfassung. Mit dem "Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich" sicherte sich der damalige Reichskanzler Adolf Hitler die uneingeschränkte politische Kontrolle. Der Reichstag als demokratische Institution schaffte sich damit quasi selbst ab. Hitler regierte fortan mit diktatorischen Vollmachten.


Wer hatte hier noch kuerzlich die Beobachtung negieren wollen, die Piratenparteiler offenbarten einen erheblichen Mangel an Bildung?

Es war tillich, der Dich darauf hinwies, dass der durch Dich hier eingebrachte Beitrag die Behauptung durch nichts, aber auch gar nichts, untermauert.

Darüber hinaus finde ich es lustig, dass ausgerechnet die durch Dich hier zitierte Scheibe-online in einem anderen Beitrag die These des Piraten zumindest begrifflich durchaus stützt:

Auch kurz vor ihrer Abwicklung sorgt die WestLB noch für hitzige Debatten im Düsseldorfer Landtag. Die Landesregierung muss sich die Ermächtigung für eine weitere Milliarde einholen. Die Opposition fühlt sich getäuscht.


Zweite Zeile oben: "Ermächtigungsgesetz". Aber noch andere Formulierungen, auch des Berichts, lassen einen ins Grübeln kommen. Eine "Selbstentmachtung" des Reichstages 1933 ist angesichts des inzwischen einsetzenden Terrors, des zur Kapitulation zwingenden Kräfteverhältnisses, des Verbots der KPD nach dem Reichstagsbrand, ebenso eine verharmlosende Beschreibung, wie die "Machtergreifung" des Berichts ursprünglich reiner NS-Jargon war.
Wenn man stattdessen von "Machtübergabe" oder "Machtübertragung" spricht, gehen die Diskussionen erst recht los.
Merke: auch in diesen aktuellen politischen Auseinandersetzungen um Banken/Sparkassen sind Nazivergleiche außerordentlich unglücklich plaziert, und distanzierende Berichterstattung macht die Sache mitunter auch nicht viel besser.
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I.R
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Anmeldungsdatum: 08.10.2006
Beiträge: 9142

Beitrag(#1757714) Verfasst am: 07.06.2012, 14:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
I.R hat folgendes geschrieben:
Darüber hinaus finde ich es lustig, dass ausgerechnet die durch Dich hier zitierte Scheibe-online in einem anderen Beitrag die These des Piraten zumindest begrifflich durchaus stützt:

Auch kurz vor ihrer Abwicklung sorgt die WestLB noch für hitzige Debatten im Düsseldorfer Landtag. Die Landesregierung muss sich die Ermächtigung für eine weitere Milliarde einholen. Die Opposition fühlt sich getäuscht.

Zwischen Ermächtigung und Ermächtigungsgesetz sehe ich durchaus einen Unterschied. Letzteres ist eindeutig einem historischen Ereignis zuzuordnen, ersteres nicht.
Ist es das? Nur weil Du (und Sermon) lediglich von einem Ermächtigungsgesetz weisst?

Aber über mangelnde Bildung der Piraten aufregen!
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Anmeldungsdatum: 12.04.2006
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Beitrag(#1757715) Verfasst am: 07.06.2012, 14:51    Titel: Antworten mit Zitat

a) "Eine Ermächtigung einholen müssen" und "durch ein Gesetz im Voraus zu allem ermächtigt sein" ist nun mal ziemlich genau das Gegenteil, die Bezeichnung vom ersterem als "Ermächtigungsgesetz" also auch sachlich völliger Blödsinn. Und dementsprechend schreibt die Welt eben auch nicht von "Ermächtigungsgesetz", sondern "Ermächtigung".

b) Bestimmte Worte haben nun mal, auch wenn sie durch die Wortbildung theoretisch vieles bedeuten könnten, durch die Geschichte eine eindeutige Bedeutung angenommen. Das zu ignorieren, ist schlichte Idiotie.
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I.R
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Anmeldungsdatum: 08.10.2006
Beiträge: 9142

Beitrag(#1757730) Verfasst am: 07.06.2012, 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
a) "Eine Ermächtigung einholen müssen" und "durch ein Gesetz im Voraus zu allem ermächtigt sein" ist nun mal ziemlich genau das Gegenteil, die Bezeichnung vom ersterem als "Ermächtigungsgesetz" also auch sachlich völliger Blödsinn. Und dementsprechend schreibt die Welt eben auch nicht von "Ermächtigungsgesetz", sondern "Ermächtigung".

Wenn du meinen Beitrag liest, dann habe ich mich in erster Linie darüber amüsiert, dass ausgerechnet das selbe Blatt diese Wortwahl wählte.

Da Du nun aber mit mir in den Clinch gehen willst, schlage ich Dir vor, im Gesetzentwurf selbst nachzulesen, wie oft darin wer zu was ermächtigt werden soll.

Und wenn jemand per Gesetz ermächtigt wird, ist es kein sachlicher Blödsinn, dieses Gesetz dann auch so zu nennen.

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
b) Bestimmte Worte haben nun mal, auch wenn sie durch die Wortbildung theoretisch vieles bedeuten könnten, durch die Geschichte eine eindeutige Bedeutung angenommen. Das zu ignorieren, ist schlichte Idiotie.


Dies schreibst Du im Wissen, dass es allein in der deutschen Geschichte mehr als ein Ermächtigungsgesetz gegeben hat?
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Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 12545
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Beitrag(#1757775) Verfasst am: 07.06.2012, 19:15    Titel: Antworten mit Zitat

These dazu:

Es hat schon mehr Ermächtigungsgesetze gegeben, auch in der Weimarer Zeit. Damit waren Gesetze gemeint, die - zeitlich begrenzt, aber bei dem letzten und folgenreichsten Ermächtigungsgesetz war das ja nur eine Formalität - der Regierung - beschränkte, denn der Reichstag hätte die beschlossenen Gesetze schon ggf. aufheben können - legislative Rechte übertrugen. Das Grundgesetz sieht aber keine Ermächtigungsgesetze bzw. keine Übertragung von Rechten mehr vor. Der Begriff scheint damit so festzustehen, daß man durch Gebrauch letztlich darstellt, daß man ein Gesetz für verfassungswidrig hält. Er scheint aber auch so überformt zu sein, daß man im engeren Sinne das Nazi-Gesetz meint (Link) - damit aber auch den Widerspruch gegen das Gesetz angreifen kann, weil im Land ja Konsens besteht, daß es solche Gesetze nicht gibt. Wenn man solche Begriffe gebraucht, kann das also "backfiren" Am Kopf kratzen.

Andere Beispiele für den Gebrauch des Begriffs: Ein Kommentar zum Europäischen Stabilitätsmechanismus (Link); Kommentar eines CDU-Politikers über Forderungen nach Mindestlöhnen (Link).

Ein anderer Begriff: Wolfgang Thierse meinte, PID sei eine "Selektion" von Leben (Link). Ebenfalls ein mit dem Nazi-Reich assoziierter Begriff.
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Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

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Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 10794

Beitrag(#1757866) Verfasst am: 07.06.2012, 23:57    Titel: Antworten mit Zitat

I.R hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
a) "Eine Ermächtigung einholen müssen" und "durch ein Gesetz im Voraus zu allem ermächtigt sein" ist nun mal ziemlich genau das Gegenteil, die Bezeichnung vom ersterem als "Ermächtigungsgesetz" also auch sachlich völliger Blödsinn. Und dementsprechend schreibt die Welt eben auch nicht von "Ermächtigungsgesetz", sondern "Ermächtigung".

Wenn du meinen Beitrag liest, dann habe ich mich in erster Linie darüber amüsiert, dass ausgerechnet das selbe Blatt diese Wortwahl wählte.

Da Du nun aber mit mir in den Clinch gehen willst, schlage ich Dir vor, im Gesetzentwurf selbst nachzulesen, wie oft darin wer zu was ermächtigt werden soll.

Und wenn jemand per Gesetz ermächtigt wird, ist es kein sachlicher Blödsinn, dieses Gesetz dann auch so zu nennen.

Ja, in dem Gesetzentwurf wird das Finanzministerium ziemlich oft "ermächtigt". Das sind aber alles rein exekutive Handlungen. Zu exekutiven Handlungen wird die Regierung als Teil der Exekutive aber in sehr vielen Gesetzen "ermächtigt", ob es nun in dieser Wortwahl drinsteht oder nicht. Das ist ein völlig normaler Vorgang, und deswegen nennt man noch lange nicht alle diese Gesetze "Ermächtigungsgesetze".

Die so benannten "Ermächtigungsgesetze" hatten dagegen zum Inhalt, dass eine Regierung auch selbst Gesetze erlassen darf o.Ä., also zu Dingen "ermächtigt" wird, die nicht im Bereich der Exekutive, sondern der Legislative liegen. Das tut das hier in Rede stehende Gesetz zur WestLB aber selbstverständlich nicht. Deswegen ist es inhaltlich sehr wohl Blödsinn, es so zu nennen, auch wenn man geschichtsblind so tun will, als würde nicht jeder dabei sofort an das eine bekannte Ermächtigungsgesetz von 1933 denken.

"Ermächtigungsgesetz" ist nun mal in der Wortbedeutung spezieller als "Gesetz, das x zu y ermächtigt", wie so oft in der Semantik. Sonst wäre ein Lehrer, der öfter mal diktiert, auch ein Diktator.

I.R hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
b) Bestimmte Worte haben nun mal, auch wenn sie durch die Wortbildung theoretisch vieles bedeuten könnten, durch die Geschichte eine eindeutige Bedeutung angenommen. Das zu ignorieren, ist schlichte Idiotie.

Dies schreibst Du im Wissen, dass es allein in der deutschen Geschichte mehr als ein Ermächtigungsgesetz gegeben hat?

Ja, genau in dem Wissen habe ich das geschrieben. Bis 1933 hat es allerlei "Ermächtigungsgesetze" gegeben. Nach 1933 war das Wort mit diesem einen Ermächtigungsgesetz assoziiert.

Wenn dir solche Veränderungen im Sprachgebrauch irrelevant vorkommen, kannst du ja mal versuchen, jemandem, der dir in irgendeinem Zusammenhang eine Anweisung geben kann, mit "Jawohl, mein Führer!" zu antworten. Die Erklärung "Hej, es hat in der deutschen Geschichte ganz viele 'Führer' von diesem und jenem gegeben, nicht nur den einen, manche waren Supertypen" dürfte auf begrenztes Verständnis stoßen.
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Beitrag(#1757897) Verfasst am: 08.06.2012, 08:15    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Wenn dir solche Veränderungen im Sprachgebrauch irrelevant vorkommen, kannst du ja mal versuchen, jemandem, der dir in irgendeinem Zusammenhang eine Anweisung geben kann, mit "Jawohl, mein Führer!" zu antworten. Die Erklärung "Hej, es hat in der deutschen Geschichte ganz viele 'Führer' von diesem und jenem gegeben, nicht nur den einen, manche waren Supertypen" dürfte auf begrenztes Verständnis stoßen.

Genau, oder für irgendwas eine Endlösung vorschlagen ....

Ich verstehs echt nicht. Selbst wenn man die Piratenpartei und was sie wollen und überhaupt alles an denen ganz super findet, warum kann man dann trotzdem nicht zugeben, daß dieser Typ blöde Scheiße geredet hat, anstatt das mit argumentativer Akrobatik auch noch zu versuchen zu rechtfertigen?
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Ralf Rudolfy
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Beitrag(#1757898) Verfasst am: 08.06.2012, 08:18    Titel: Antworten mit Zitat

I.R hat folgendes geschrieben:
Und wenn jemand per Gesetz ermächtigt wird, ist es kein sachlicher Blödsinn, dieses Gesetz dann auch so zu nennen.

Doch Blödsinn. Jedes Gesetz ermächtigt irgendwen zu irgendwas. Im Gegensatz zu dem Gesetz, das als Ermächtigungsgesetz bekannt ist, tut es dies aber in einem konkret vorgegebenen und umgrenzten Rahmen.
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I.R
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Beitrag(#1758818) Verfasst am: 11.06.2012, 11:33    Titel: Antworten mit Zitat

Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Wenn dir solche Veränderungen im Sprachgebrauch irrelevant vorkommen, kannst du ja mal versuchen, jemandem, der dir in irgendeinem Zusammenhang eine Anweisung geben kann, mit "Jawohl, mein Führer!" zu antworten. Die Erklärung "Hej, es hat in der deutschen Geschichte ganz viele 'Führer' von diesem und jenem gegeben, nicht nur den einen, manche waren Supertypen" dürfte auf begrenztes Verständnis stoßen.

Genau, oder für irgendwas eine Endlösung vorschlagen ....

Ich verstehs echt nicht. Selbst wenn man die Piratenpartei und was sie wollen und überhaupt alles an denen ganz super findet, warum kann man dann trotzdem nicht zugeben, daß dieser Typ blöde Scheiße geredet hat, anstatt das mit argumentativer Akrobatik auch noch zu versuchen zu rechtfertigen?
Die argumentative Akrobatik, ein Gesetz, welches ermächtigt, nicht Ermächtigungsgesetz nennen zu dürfen, ist schon enorm, vor allem, wenn es nur darum geht, jemandem, der, soweit ich das einschätzen kann, recht sachlich Kritik am Gesetz geübt und dabei mehr Benimm gezeigt hat, als die ständig dazwischenzickende Ministerpräsidentin, irgendwie an die Karre zu pissen.

Und wenn Du jemandem wie mir, der weder die Piratenpartei, noch das, was sie wollen, noch irgendwas sonst an denen ganz super findet, sondern so ziemlich das Gegenteil, wie Du hier leicht nachlesen könntest, mit so einer Kasperunterstellung kommst, brauchen wir nicht lange überlegen, ob es Dir um die Sache oder ums Anpissen geht.
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I.R
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Beitrag(#1758820) Verfasst am: 11.06.2012, 11:39    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Ja, genau in dem Wissen habe ich das geschrieben. Bis 1933 hat es allerlei "Ermächtigungsgesetze" gegeben. Nach 1933 war das Wort mit diesem einen Ermächtigungsgesetz assoziiert.

Wenn dir solche Veränderungen im Sprachgebrauch irrelevant vorkommen, kannst du ja mal versuchen, jemandem, der dir in irgendeinem Zusammenhang eine Anweisung geben kann, mit "Jawohl, mein Führer!" zu antworten. Die Erklärung "Hej, es hat in der deutschen Geschichte ganz viele 'Führer' von diesem und jenem gegeben, nicht nur den einen, manche waren Supertypen" dürfte auf begrenztes Verständnis stoßen.

Deshalb wurde in der DDR der Führerschein auch durch die Fahrerlaubnis ersetzt und der Spielführer durch den Mannschaftskapitän.

Und Heil-Praktiker gab es gar keine!

Ermächtigungsgesetz! Wie konnte er nur die Holocoustopfer mit diesem unpassenden Vergleich so verhöhnen!
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Fake
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Beitrag(#1758828) Verfasst am: 11.06.2012, 12:24    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Zwar könne es sein, dass der Begriff in der Nervosität des ersten Redebeitrags im Landtag gefallen sei. "Dann muss er aber schnellstmöglich öffentlich zurückgenommen werden", forderte Zimkeit.

Da muss gar nichts zurückgenommen werden. Wendehälse und Ja-Sager haben wir schon genug in der Politik. Wenn die Piraten dieses Spiel mitspielen, können sie sich auch gleich wieder auflösen.

Scheiss auf political correctness. Es geht um eine Sachfrage, die zu lösen ist. Ich erwarte von meinen Volksvertretern, dass sie ihre Arbeit machen. Wer mit solchen Nebelkerzen Entscheidungsprozesse verlangsamt, sollte wegen der Verschwendung von Steuergeldern belangt werden.
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tillich (epigonal)
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Beitrag(#1758851) Verfasst am: 11.06.2012, 13:42    Titel: Antworten mit Zitat

I.R hat folgendes geschrieben:
Deshalb wurde in der DDR der Führerschein auch durch die Fahrerlaubnis ersetzt und der Spielführer durch den Mannschaftskapitän.

Dass es Worte gibt, bei denen dieser Effekt nicht so stark auftritt, weil sie nicht so spezifisch mit einem bestimmten Sache verbunden werden, und deswegen evtl. Ersetzungen eher albern wirken, ändert nichts daran, dass es andere Worte gibt, bei denen genau das der Fall ist. Auf die Beispiele "Jawohl, mein Führer!" und "Endlösung" gehst du ja merkwürdigerweise auch gar nicht ein ...

I.R hat folgendes geschrieben:
Die argumentative Akrobatik, ein Gesetz, welches ermächtigt, nicht Ermächtigungsgesetz nennen zu dürfen, ist schon enorm, [...]

Das ist keine "argumentative Akrobatik", das ist ein völlig normaler sprachlicher Vorgang. Ein abgeleitetes Wort hat - und auch das ignorierst du trotz mehrmaliger Erläuterung geflissentlich - eben häufig eine andere, idR spezifischere Bedeutung als das Grundwort. (Bsp: oben: diktieren - Diktator.)

Zum Wort "Ermächtigungsgesetz" habe ich das oben beschrieben, gerade auch am Beispiel der von dir in die Debatte gebrachten, nun aber wieder ignorierten anderen, früheren Ermächtigungsgesetze. Nicht jedes Gesetz, das die Regierung zu irgendetwas ermächtigt, ist ein "Ermächtigungsgesetz", sondern eines, das sie zu etwas ermächtigt, das ihr normalerweise wegen der Gewaltenteilung grundsätzlich nicht zustehen dürfte, an diesem Punkt also den demokratischen Rechtsstaat außer Kraft setzt. Das ist einfach die Bedeutung des Wortes "Ermächtigungsgesetz". Schon allein deswegen ist es sowohl sachlich falsch als auch für eine demokratische Regierung beleidigend, es auf das aktuelle Gesetz anzuwenden.

Es ist deswegen auch nicht zufällig so, dass man beim Wort "Ermächtigungsgesetz" an das eine von 1933 denkt, abgesehen von der prägenden Bedeutung des Ereignisses. Die finale Außerkraftsetzung von Rechtsstaat und Demokratie, die dieses Gesetz bewirkt hat, wurde ja dadurch mit ermöglicht, dass im Weimarer Staatsrechtsverständnis solche Ermächtigungsgesetze, die die Gewaltenteilung (da noch begrenzt) aufhoben, möglich waren. Beim Wort "Ermächtigungsgesetz" an das eine Ermächtigungsgesetz zu denken, hat also auch einen sachlichen Grund, weil die Gefahr der völligen Aufhebung von Rechtsstaat und Demokratie - im Rückblick erkennbar - in der Sache selbst schon angelegt war. Genau deswegen ist die Sache "Ermächtigungsgesetz" (in der allgemeineren Bedeutung) ja heute auch vom Grundgesetz ausgeschlossen.

I.R hat folgendes geschrieben:
Ermächtigungsgesetz! Wie konnte er nur die Holocoustopfer mit diesem unpassenden Vergleich so verhöhnen!

Auf die wiederholten sachlichen Argumente, warum die Wortwahl sowohl unangemessen als auch beleidigend ist, gehst du schlicht nicht ein. Vermutlich deswegen flüchtest du in Polemik. Von Holocaustopfern zB hat bisher niemand gesprochen. Auf die Idee, diese zu instrumentalisieren, sind also weder der Pirat noch seine Kritiker gekommen, das ist nun allein dein Verdienst.

Mit welcher Ausdauer du hier diese dumme Scheiße schönredest, obwohl du die Piraten nicht gut findest, ist wirklich in ganz hohem Maße erstaunlich. Da hat halt ein unerfahrener Idiot ganz tief ins Klo gegriffen - warum kann es nicht einfach dabei bleiben?

EDIT Bisschen an der Formulierung gefeilt.
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Zuletzt bearbeitet von tillich (epigonal) am 11.06.2012, 14:02, insgesamt 3-mal bearbeitet
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tillich (epigonal)
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Beitrag(#1758853) Verfasst am: 11.06.2012, 13:46    Titel: Antworten mit Zitat

Fake hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Zwar könne es sein, dass der Begriff in der Nervosität des ersten Redebeitrags im Landtag gefallen sei. "Dann muss er aber schnellstmöglich öffentlich zurückgenommen werden", forderte Zimkeit.

Da muss gar nichts zurückgenommen werden. Wendehälse und Ja-Sager haben wir schon genug in der Politik. Wenn die Piraten dieses Spiel mitspielen, können sie sich auch gleich wieder auflösen.

Scheiss auf political correctness. Es geht um eine Sachfrage, die zu lösen ist. Ich erwarte von meinen Volksvertretern, dass sie ihre Arbeit machen. Wer mit solchen Nebelkerzen Entscheidungsprozesse verlangsamt, sollte wegen der Verschwendung von Steuergeldern belangt werden.

Die Nebelkerze und die eben nicht sachliche Auseinandersetzung mit der Sachfrage war die Verwendung des Worts Ermächtigungsgesetz. Genau die Verwendung solcher sachlich falscher und beleidigender Polemiken behindert doch wohl die Lösung von Sachfragen.

Dass du ein eingeschworener Feind von sachlich angemessenen Umgangsformen, Verzicht auf Beleidigungen und Respekt vor dem Gegner bist - auch zusammenfassbar als: Political Correctness - brauchst du freilich nicht besonders zu betonen.
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Kramer
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Beitrag(#1758855) Verfasst am: 11.06.2012, 13:55    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Mit welcher Ausdauer du hier diese dumme Scheiße schönredest, obwohl du die Piraten nicht gut findest, ist wirklich in ganz hohem Maße erstaunlich. Da hat halt ein unerfahrener Idiot ganz tief ins Klo gegriffen - warum kann es nicht einfach dabei bleiben?


So, liebe Piraten, redet man über Politik. Davon könnt Ihr Euch ruhig eine Scheibe abscheiden - oder zwei. Und lasst was für die Haie übrig. Cool
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Beitrag(#1758856) Verfasst am: 11.06.2012, 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Mit welcher Ausdauer du hier diese dumme Scheiße schönredest, obwohl du die Piraten nicht gut findest, ist wirklich in ganz hohem Maße erstaunlich. Da hat halt ein unerfahrener Idiot ganz tief ins Klo gegriffen - warum kann es nicht einfach dabei bleiben?

So, liebe Piraten, redet man über Politik. Davon könnt Ihr Euch ruhig eine Scheibe abscheiden - oder zwei. Und lasst was für die Haie übrig. Cool

Sachliches Argument?
Nur die harte abschließende Wertung rausgreifen und kritisieren ist natürlich einfacher als sich mit den vorhergehenden Argumenten zu beschäftigen ...
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