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Brauchen wir Raumfahrt 'mit' Menschen zum Überleben 'der' Menschen jetzt?
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Brauchen wir Raumfahrt 'mit' Menschen zum Überleben 'der' Menschen jetzt?
Nein, erst mal nicht
59%
 59%  [ 34 ]
ja, brauchen wir
40%
 40%  [ 23 ]
Stimmen insgesamt : 57

Autor Nachricht
mat-in
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Beitrag(#2066215) Verfasst am: 31.08.2016, 06:52    Titel: Re: Nein - kein Mensch braucht bekörperte Raumfahrt Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Ja gewiss – und die Anspielung auf das große Artensterben beispielsweise im Kambrium oder zur Zeit der Dinos ist ja deutlich – nur,
was nützt hier die Flucht auf Planeten mit nur geringer Atmosphäre – wo Gesteinsbrocken aus dem All heftiger einschlagen als bei uns – und es daher gefährlicher wäre, sich dort niederzulassen. Jenseits dessen – das man erst mal ziemlich aufwendig eine Infrastruktur für Leben dort schaffen müsste.
Na, ich vermute mal, daß es verdammt unwahrscheinlich ist, das es auf zwei Planeten, (in zwei Unterschiedlichen Sonnensystemen wenn wir gründlich sind) zeitgleich einen Einschlag gibt. Da erhöht es die Sicherheit schon enorm noch auf dem Mars oder besser Proxima b ein par Kuppeln stehen zu haben die unsere Spezies retten (und wenns mal groß genug ist vielleicht ein Backup vom ganzen Ökosystem bieten).

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Ich glaube – auf dem Mond ging so einiges in seinem Oberstübchen kaputt – denn wie viele Menschen gedenkt er den ‚auszuerden’ mit seinem Milliardenprogramm?
Ein ad hominem als Argument? Ehrlich? Sind doch hier nicht am Stammtisch tief im Taunus ;-P

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Er aber will lieber Milliarden und aber Milliarden in die Raumfahrt stecken – damit ein paar glückselige Menschen auf irgendeinem öden Fleck im All eine neue Menschheit gestalten können.
Das wir unsere "überproduktion" von Menschen nicht mal mittelfristig mit einem Exportprogramm in den Griff bekommen ist klar. So wie zu mindest die Übersetzung bei Heise zu verstehen ist die Du verlinkt hast geht es aber darum gar nicht. Er möchte, daß wir nachhaltiger wirtschaften, uns neue Ressourcen erschließen und neue Populationen gründen. Da steht kein Wort von "das Überbevölkerungsproblem mit Raumfahrt lösen".

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Wie viel Ressourcen sind denn nötig – um überhaupt Mensch und Technik ins All zu schießen, Raketen zu bauen, die Menschen transportieren können, etc.
Du scheinst dich nicht viel damit beschäftigt zu haben? Wir haben die Technologie (zu mindest für den Marsflug und einen dauerhaften Aufentalt) schon seit Jahren. Wir geben sogar gerade die ressourcen für Raumflug aus, die nötig wären, um zum Mars zu kommen, aber aus forschungs-politischen Gründen für ganz andere Sachen (bestehende NASA Gruppen weiter fördern statt das Programm umstellen auf ein Ziel). Hier mal ein par (neue?) Argumente und Hintergründe:

https://www.youtube.com/watch?v=IIivGO_1lZQ
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Ahriman
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Beitrag(#2066229) Verfasst am: 31.08.2016, 11:17    Titel: Antworten mit Zitat

mat-in hat folgendes geschrieben:
Wir haben die Technologie (zu mindest für den Marsflug und einen dauerhaften Aufentalt) schon seit Jahren.

Na, das bestimmt noch lange nicht. Das träumst du aber nur.
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mat-in
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Beitrag(#2066242) Verfasst am: 31.08.2016, 14:54    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
mat-in hat folgendes geschrieben:
Wir haben die Technologie (zu mindest für den Marsflug und einen dauerhaften Aufentalt) schon seit Jahren.

Na, das bestimmt noch lange nicht. Das träumst du aber nur.
Was fehlt denn noch? Wir sind in einer Aludose ohne Computer zum Mond geflogen...
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Ahriman
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Beitrag(#2066251) Verfasst am: 31.08.2016, 17:54    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn die Raumstation da oben so weit ausgebaut ist, daß man für die Insassen keinerlei Proviant mehr hinaufschicken muß, dann sind wir ein gutes Stück weiter.
Der Fahrt (man redet fälschlich immer von "fliegen") dauert monatelang hin und zurück. Käme noch ein Aufenthalt hinzu: Wie soll man Proviant für so eine lange Zeit mitführen? Jedes Kilo Nutzlast stellt Probleme und kostet fürchterlich viel Geld! Das Raumschiff braucht unter anderem eine Art Gewächshaus, in dem die Besatzung ihre Nahrung anbauen kann. Da braucht man unterwegs Energie, und nicht zu knapp.
Beispielsweise muß in der Raumstation die Atmosphäre permanent umgewälzt werden, sonst würden die Insassen ersticken: Ohne Schwerkraft keine Konvektion. (Demgemäß herrscht da oben auch ein Riesenlärm.) Das kostet Strom, der hier nahe an der Sonne noch gut zu haben ist. Aber wenn man so weit von ihr hinwegfliegt?
Und ein ebensolches Gewächshaus muß man auf dem Mars als erstes errichten, wenn da längere Zeit Forscher leben sollen. Und das muß ein sehr großes Gewächshaus sein, denn da ist verdammt wenig Sonnenenergie/Sonnenstrahlung im Vergleich zu unserem Planeten! Und dann muß man wohl einige Tonnen Luft mitnehmen um es zu füllen. Oder man muß noch einige Quadratkilometer Sonnenkollektoren mitnehmen, wenn man am Ort eine Atmosphäre herstellen will - falls man vielleicht Eis findet. Oder man nimmt einen Atomreaktor mit. Der ist aber auch nicht grade leicht.
Ein entsprechender Versuch, so ein in sich geschlossenes Lebens- bezw. Ökosystem zu betreiben wurde schon mal gemacht - vielleicht weiß einer hier noch, wie man das nannte. Auf jeden Fall ging es voll in die Hose, so viel ich weiß war das Ding nicht dicht zu kriegen.
Das Grundproblem ist, Menschen in so einer winzigen künstlichen Umwelt lange Zeit - wirklich sehr lange Zeit - am Leben zu erhalten. Und deshalb sind Roboter auf dem Gebiet vorläufig nicht zu schlagen.
Wernher von Braun wollte eine Raumstation in Form eines sich drehenden Rades. Da hätte die Fliehkraft als Pseudo-Schwerkraft gewirkt. Könnte man auch mit einem Raumschiff machen? Tja, so ein Ding muß sehr sehr solide gebaut werden, daß es die Fliehkraft nicht zerreißt. Das kostet Gewicht und damit Geld.
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Ahriman
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Beitrag(#2066253) Verfasst am: 31.08.2016, 18:03    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habs gefunden:
https://de.wikipedia.org/wiki/Biosph%C3%A4re_2
Genau so ein Ding (allerdings ein funktionierendes) müßten wir auf die Reise schicken und auf dem Mars errichten.
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



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Beitrag(#2066255) Verfasst am: 31.08.2016, 18:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
...
Ein entsprechender Versuch, so ein in sich geschlossenes Lebens- bezw. Ökosystem zu betreiben wurde schon mal gemacht - vielleicht weiß einer hier noch, wie man das nannte. Auf jeden Fall ging es voll in die Hose, so viel ich weiß war das Ding nicht dicht zu kriegen.
...

@ Ahriman Daumen hoch! gute Zusammenfassung.

Die Versuchsprojekte zu demThema hießen Biosphäre3 und Biospähre2.

Zufällig hat gerade einer meiner Söhne zu diesem Thema gespielt.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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DonMartin
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Beitrag(#2066258) Verfasst am: 31.08.2016, 19:01    Titel: Antworten mit Zitat

Und dann waere da noch die Sache mit der Strahlung im Weltraum, cosmics plus Protonen von der Sonne.
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mat-in
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Beitrag(#2066259) Verfasst am: 31.08.2016, 19:33    Titel: Antworten mit Zitat

Zu sagen wir sollten jetzt nicht hinfliegen, weil wir noch keine eigenständige Biospähre über 10 Jahre stabil halten können ist ein bischen... den 3. Schritt vor dem 1. gemacht, oder? Das ist ein wenig wie "Wir schicken keine Siedler nach Amerika, denn das Problem wie wir drüben eine Eisenbahn bauen sollen um an die Westküste zu kommen ist ungelöst"... Klar, das ist ein Ziel, wenn man sich dort dauerhaft etabliert hat auch einen Teil Ökosystem mit zu nehmen, aber wenn wir so denken, daß wir unter dem 2500-meter-Raumschiff mit eigener Biosphäre nichts losschicken, kommen wir nie hin.

Was die Strahlung angeht, macht es wohl keinen Spaß aber mit dem Raumkapseldesign aus dem Video hat man eine relativ gute Abschirmung und man muß einfach die direktere Route nehmen, nicht die sparsame. Dann dauerts auch keine 3 Jahre.

Beides keine unüberwindbaren Hindernisse mit aktueller Technologie. Die Herrausforderung mit Raketentechnik die es gerade so in eine Erdumlaufbahn schafft auf dem Mond zu landen war deutlich größer.
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Beitrag(#2066261) Verfasst am: 31.08.2016, 20:01    Titel: Antworten mit Zitat

mat-in hat folgendes geschrieben:
Zu sagen wir sollten jetzt nicht hinfliegen, weil wir noch keine eigenständige Biospähre über 10 Jahre stabil halten können ist ein bischen... den 3. Schritt vor dem 1. gemacht, oder? Das ist ein wenig wie "Wir schicken keine Siedler nach Amerika, denn das Problem wie wir drüben eine Eisenbahn bauen sollen um an die Westküste zu kommen ist ungelöst"... Klar, das ist ein Ziel, wenn man sich dort dauerhaft etabliert hat auch einen Teil Ökosystem mit zu nehmen, aber wenn wir so denken, daß wir unter dem 2500-meter-Raumschiff mit eigener Biosphäre nichts losschicken, kommen wir nie hin.

Was die Strahlung angeht, macht es wohl keinen Spaß aber mit dem Raumkapseldesign aus dem Video hat man eine relativ gute Abschirmung und man muß einfach die direktere Route nehmen, nicht die sparsame. Dann dauerts auch keine 3 Jahre.

Beides keine unüberwindbaren Hindernisse mit aktueller Technologie. Die Herrausforderung mit Raketentechnik die es gerade so in eine Erdumlaufbahn schafft auf dem Mond zu landen war deutlich größer.

Du hast Ahrimans Zusammenfassung in den falschen Hals bekommen:
Das grundsätzliche Problem besteht darin, dass Du ein System etablieren musst, das mit stabilen Kreisläufen arbeitet, weil sonst die Materialmengen, die Du mitnehmen musst, auch so groß werden, dass Du Dein 2500-meter-Raumschiff brauchst. D.h. solange Du dieses stabile System nicht hast, ist jeder Flug eine Einbahngeschichte ohne viel Überlebenszeit. Da bekomme mal Leute für.

Biosphäre2 war dafür für den Anfang mit Sicherheit nicht der richtige Ansatz - da war die ältere und erheblich kompaktere Biosphäre3 (sie hat diesen Namen nachträglich bekommen, deshalb gibt die Zählernummer nicht die zeitliche Reihenfolge wieder) der Russen schon realitätstauglicher. Aber auch ihre Probleme wurden bisher nicht gelöst.
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mat-in
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Beitrag(#2066263) Verfasst am: 31.08.2016, 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

Biosphäre 2 müssen wir erstmal da hoch bekommen... Traurig

Kurzzusammenfassung der Idee aus der Doku: Die beiden Lockheed-Martin Ingenieure aus dem Video schlagen vor, einen unbemannten Flug mit Treibstoff für den Hinflug hin zu senden, dort macht der dann aus mars-material und Sonne Treibstoff für den Rückflug. Danach fliegt man mit dem gleiche Vehikel noch mal hin, nimmt das zu erst gelandete voll getankt mit zurück oder - falls was schief geht - betankt sein eigenes so schnell wie möglich. Die Idee ist wohl einen Kreislauf aus billigen Flügen auf der kürzeren Flugbahn und mit halbem Treibstoff zu machen, so daß man sogar von der Erde starten kann. Man erkundet und baut bei jeder Mission ein wenig mehr bis man eine Basis hat die sich versorgen kann... angeblich wohl sogar mit dem aktuellen Budget machbar, wenn man es auf so ein Ziel bündelt statt jede Menge kleine Forschungsgruppen zu finanzieren die an Zukunfts-Zukunfts-Technologie wie einer Raumschiffwerft im Orbit bauen.

So dumm finde ich die Idee jetzt nicht und auch wenn es so nicht geht, es gibt kein *grundlegendes* Problem, das wir nicht lösen könnten. Das wäre ein Kreislauf, der nach und nach mehr Material rauf schafft während wir forschen und irgend wann ist es dann so weit das es auf eigenen Beinen steht.
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DonMartin
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Beitrag(#2066269) Verfasst am: 31.08.2016, 21:29    Titel: Antworten mit Zitat

mat-in hat folgendes geschrieben:

Was die Strahlung angeht, macht es wohl keinen Spaß aber mit dem Raumkapseldesign aus dem Video hat man eine relativ gute Abschirmung und man muß einfach die direktere Route nehmen, nicht die sparsame. Dann dauerts auch keine 3 Jahre.

"Kein Spass" trifft es nicht so ganz. Während einer Marsmission sammelt man locker ein mehrfaches
der erlaubten Lebensarbeitsdosis eines Kernkraftwerkers auf - in nur 2 oder 3 Jahren statt in 40.
Das hat Folgen. Die meisten werden es evtl überleben, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit erheblicher Gesundheitsschäden.

Eine wirklich gute Abschirmung gibt es bisher nicht, jedenfalls keine, die mit den Gewichtsbeschränkungen der Raumfahrt kompatibel wäre.
Mit allerlei Gedöns kann man die Dosis zwar reduzieren, aber eben nicht genug, um das ganze einigermassen ungefährlich zu machen.
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DonMartin
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Beitrag(#2066270) Verfasst am: 31.08.2016, 21:37    Titel: Antworten mit Zitat

mat-in hat folgendes geschrieben:
Das ist ein wenig wie "Wir schicken keine Siedler nach Amerika, denn das Problem wie wir drüben eine Eisenbahn bauen sollen um an die Westküste zu kommen ist ungelöst"

Das trifft es nicht so ganz. Siedler in Amerika konnten davon ausgehen, ihr gewohntes Leben dort fortzusetzen. Es gab ja auch was zu holen, das versüsst das Risiko.
Auf dem Mars, einer staubigen, verrosteten Planetenleiche, gibt es nichts zu holen.
Der Vergleich auf der Erde wäre eine Antarktis-Expedition, sportlich interessant, aber wirklich
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Beitrag(#2066279) Verfasst am: 31.08.2016, 23:08    Titel: Antworten mit Zitat

ich empfehle dazu das 12 h hörbuch der marsianer auf youtube. das ist genau das richtige für erbsenzähler.
der film ist weit weniger detailiert.
kernreaktoren ins all zu schießen ist kein problem, hatten viele radarsatelliten.
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Critic
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Beiträge: 14001
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Beitrag(#2066284) Verfasst am: 01.09.2016, 00:04    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
mat-in hat folgendes geschrieben:

Was die Strahlung angeht, macht es wohl keinen Spaß aber mit dem Raumkapseldesign aus dem Video hat man eine relativ gute Abschirmung und man muß einfach die direktere Route nehmen, nicht die sparsame. Dann dauerts auch keine 3 Jahre.

"Kein Spass" trifft es nicht so ganz. Während einer Marsmission sammelt man locker ein mehrfaches
der erlaubten Lebensarbeitsdosis eines Kernkraftwerkers auf - in nur 2 oder 3 Jahren statt in 40.
Das hat Folgen. Die meisten werden es evtl überleben, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit erheblicher Gesundheitsschäden.

Eine wirklich gute Abschirmung gibt es bisher nicht, jedenfalls keine, die mit den Gewichtsbeschränkungen der Raumfahrt kompatibel wäre.
Mit allerlei Gedöns kann man die Dosis zwar reduzieren, aber eben nicht genug, um das ganze einigermassen ungefährlich zu machen.
Nichtsdestotrotz gibt es ja Abenteurer - oder Hasardeure -, die bereit wären, das Risiko zu tragen. Es sind ja bei Weltraummissionen schon etliche Astronauten umgekommen. Die meisten Leute würden wahrscheinlich nicht mehr nach Spanien in Urlaub fliegen, hätten sie eine Sterbewahrscheinlichkeit wie die Astronauten, und trotzdem fliegen die Astronauten ja rauf. Das war anfänglich aber auch mit Reisen in die neue Welt nicht anders, viele der ersten Siedler haben ja durchaus mal den ersten Winter nicht überlebt. Es haben sich aber immer genug Leute gefunden, es weiter zu versuchen. Hat wohl auch mit dem Mythos zu tun.

Eine gewisse Autarkie ist wohl erforderlich, insbesondere je weiter man von der Erde entfernt ist: Man muß sehen, daß man Wasser und Sauerstoff generiert, Nährstoffe für die Pflanzen, Baumaterial, Werkzeuge, Treibstoff, ... . Sonst bräuchte ja nur mal der Versorgungsflug auszufallen (Raketen explodieren heutzutage immer noch manchmal, s.o.) und die Forschungsstation würde zugrundegehen. Es scheint aber sogar wahrscheinlicher zu sein zu scheitern, je komplexer das umgebende System ist, um so mehr mögliche Fehlerquellen es eben auch gibt. Insofern waren diese Biosphäre-Experimente schon auch - im Edison'schen Sinne - "erfolgreich", weil sie gezeigt haben, wie es (noch) nicht geht. Es ist ja so die Frage: Was ist das einfachste System, das sich selbst tragen könnte? Und dann halt das Problem, wie man das kontrolliert: schon die Einführung eines neuen Keims, der zum Beispiel die Algen angreift, die den Sauerstoff produzieren, könnte zum Umkippen des Systems führen. Am Kopf kratzen
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Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

"Wahrheit läßt sich nicht zeigen, nur erfinden." (Max Frisch)


Zuletzt bearbeitet von Critic am 01.09.2016, 08:12, insgesamt einmal bearbeitet
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diskordianerpapst
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Beitrag(#2066289) Verfasst am: 01.09.2016, 05:45    Titel: Antworten mit Zitat

mat-in hat folgendes geschrieben:

(...)
Was fehlt denn noch? Wir sind in einer Aludose ohne Computer zum Mond geflogen...


Aludose kommt in etwa hin aber das war auch ein Problem man hatte schon realtiv viel Schwein,
das da keiner total verstrahlt wurde.
Aber sowohl das Kommandomodul als auch der Lander hatten (den selben) Rechner an Bord.

https://de.wikipedia.org/wiki/Apollo_Guidance_Computer

Mehr Details und Bilder in der englischen Version des Artikels

Hier, damit kannste ihn nachbauen (naja, ganz so einfach wirds nicht):
http://klabs.org/history/ech/agc_schematics/index.htm

Der Code:
https://github.com/chrislgarry/Apollo-11/

Die Software wurde von einem Team unter Leitung von Margaret Hamilton erstellt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Margaret_Hamilton_(Wissenschaftlerin)

Das Foto auf dem sie neben dem Stapel der ausgedruckten Software steht (in etwa so gross wie sie selbst)
hab ich jetzt nicht gefunden, ging aber noch kürzlich durch die Presse)

Edith, hab das Bild noch gefunden. Die erste Nerdin zwinkern :



Zuletzt bearbeitet von diskordianerpapst am 01.09.2016, 07:02, insgesamt einmal bearbeitet
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mat-in
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Beitrag(#2066290) Verfasst am: 01.09.2016, 05:47    Titel: Antworten mit Zitat

Der Marsianer als Hörspiel.... muß ich mich mal auf die Suche machen. Danke.

Strahlung - Flugzeit: Wir benötigen im Moment 200-450 Tage für den Flug, weil wir die am wenigsten Treibstoff verbrauchende Route nehmen und unser Sonnensystem den Rest machen lassen. Es gibt Flugbahnen, die nicht von der Stellung der Planeten abhängig sind und immer um 290 Tage brauchen. Der Magnet-Plasma Antrieb der im Moment (Oktober 2017 soll der letzte Test starten, 100 Tage Dauerbetrieb) in der letzten Phase der Erprobung ist bevor man 2018 einen Weltraumtauglichen Prototyp bauen will würde die Zeit auf unter 40 Tage verkürzen. Und daran, die Strahlung weiter zu reduzieren wir auch gearbeitet, z.B. sind Wasserbeutel, die aus Urin wieder Wasser aufbereiten und eine sehr gute Abschirmung bieten würden 2011 schon getestet worden auf der ISS.

Wie Critic sagt: Selbst wenn es nicht so sicher ist wie ein Transatlantikflug, wird es Leute geben, die den Trip machen wollen. Schaut euch mal an, wieviele Meldungen es für den Einbahnstraßenflug zum Mars gab! Wenn wir uns auf dem Mars mal eine Höhle gebuddelt haben und Wasser und Sauerstoff mit Solarenergie dort herstellen bekommen wir den Rest schon nach und nach in den Griff.
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diskordianerpapst
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Beitrag(#2066292) Verfasst am: 01.09.2016, 06:31    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
mat-in hat folgendes geschrieben:
Das ist ein wenig wie "Wir schicken keine Siedler nach Amerika, denn das Problem wie wir drüben eine Eisenbahn bauen sollen um an die Westküste zu kommen ist ungelöst"

Das trifft es nicht so ganz. Siedler in Amerika konnten davon ausgehen, ihr gewohntes Leben dort fortzusetzen. Es gab ja auch was zu holen, das versüsst das Risiko.
Auf dem Mars, einer staubigen, verrosteten Planetenleiche, gibt es nichts zu holen.
Der Vergleich auf der Erde wäre eine Antarktis-Expedition, sportlich interessant, aber wirklich
wohnen möchte man da nicht und zu holen gibt's auch nichts. Eiswürfel gibt's hier billiger Smilie


Es gibt aber auch versnobte Reiche die sich für ihre Partys das Eis für den Whisky aus der Arktis einfliegen lassen.

Wenn die Kumulation von Kohle in wenigen Händen so weitergeht, gibts vielleicht irgendwann auch
Start-Ups die solche Dienstleistungen für Mars-Eis anbieten. Um das ganze noch attraktiver zu
machen und einen grösseren Kundenkreis zu erschliessen könnten sie noch behaupten es wirke Potenzsteigernd.

Das passende Werbejingle ham wir schon in unserer Jugend gesungen:
Mars macht mobil-
die Eier und den Stiel.
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DonMartin
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Beitrag(#2066293) Verfasst am: 01.09.2016, 07:01    Titel: Antworten mit Zitat

Casual3rdparty hat folgendes geschrieben:
ich empfehle dazu das 12 h hörbuch der marsianer auf youtube. das ist genau das richtige für erbsenzähler.
der film ist weit weniger detailiert.

Ein Hollywoodschinken als Nachhilfe in Weltraumwissenschaften?
Wie wär's dann mit dem neuen Ben Hur als Geschichtsstunde?
Casual3rdparty hat folgendes geschrieben:

kernreaktoren ins all zu schießen ist kein problem, hatten viele radarsatelliten.

Mir scheint Du verwechselst Kernreaktoren mit Plutoniumbatterien.
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DonMartin
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Beitrag(#2066294) Verfasst am: 01.09.2016, 07:03    Titel: Antworten mit Zitat

diskordianerpapst hat folgendes geschrieben:

Das passende Werbejingle ham wir schon in unserer Jugend gesungen:
Mars macht mobil-
die Eier und den Stiel.
Sehr glücklich
Kenn ich auch noch einen:
Warum braucht man für den Mars nur halb so viel Treibstoff?
Mars bringt verbrauchte Energie sofort zurück.
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diskordianerpapst
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Beiträge: 4402

Beitrag(#2066295) Verfasst am: 01.09.2016, 07:14    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
diskordianerpapst hat folgendes geschrieben:

Das passende Werbejingle ham wir schon in unserer Jugend gesungen:
Mars macht mobil-
die Eier und den Stiel.
Sehr glücklich
Kenn ich auch noch einen:
Warum braucht man für den Mars nur halb so viel Treibstoff?
Mars bringt verbrauchte Energie sofort zurück.


Ich kenn den mit "keinen Atommüll auf den Mars!"
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DonMartin
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Beitrag(#2066296) Verfasst am: 01.09.2016, 07:37    Titel: Antworten mit Zitat

mat-in hat folgendes geschrieben:
Der Magnet-Plasma Antrieb der im Moment (Oktober 2017 soll der letzte Test starten, 100 Tage Dauerbetrieb) in der letzten Phase der Erprobung ist bevor man 2018 einen Weltraumtauglichen Prototyp bauen will würde die Zeit auf unter 40 Tage verkürzen.

Dieser magische Antrieb wird genauso in der Tonne landen wie die notorischen Propagandafilmchen
der NASA, ESA oder irgendwelcher privaten Anbieter. Kenn ich im Dutzend.
"Im Prinzip" sind immer alle Probleme gelöst und "demnächst" soll es dann los gehen.
Wobei das "demnächst" irgendwie immer 20 oder 30 Jahre in der Zukunft liegt.
mat-in hat folgendes geschrieben:

Und daran, die Strahlung weiter zu reduzieren wir auch gearbeitet, z.B. sind Wasserbeutel, die aus Urin wieder Wasser aufbereiten und eine sehr gute Abschirmung bieten würden 2011 schon getestet worden auf der ISS.

Ein paar cm Pinkelwasser sind keine "sehr gute Abschirmung" sondern so gut wie überhaupt nichts.
Eine wirklich gute Abschirmung wären 10m, soviel Wasseräquivalent hat die Erdatmosphäre.
mat-in hat folgendes geschrieben:

Wie Critic sagt: Selbst wenn es nicht so sicher ist wie ein Transatlantikflug, wird es Leute geben, die den Trip machen wollen. Schaut euch mal an, wieviele Meldungen es für den Einbahnstraßenflug zum Mars gab! Wenn wir uns auf dem Mars mal eine Höhle gebuddelt haben und Wasser und Sauerstoff mit Solarenergie dort herstellen bekommen wir den Rest schon nach und nach in den Griff.

Darauf wird es bestenfalls hinauslaufen: man erhöht die Grenzwerte und hofft, genug Verrückte zu finden, die sich nicht vorstellen können, wie übel Strahlenkrankheiten sein können.
Kann die NASA nur hoffen, dass sie hinterher dann keiner deswegen verklagt.
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Ahriman
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Beitrag(#2066303) Verfasst am: 01.09.2016, 11:10    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
mat-in hat folgendes geschrieben:

Was die Strahlung angeht, macht es wohl keinen Spaß aber mit dem Raumkapseldesign aus dem Video hat man eine relativ gute Abschirmung und man muß einfach die direktere Route nehmen, nicht die sparsame. Dann dauerts auch keine 3 Jahre.

"Kein Spass" trifft es nicht so ganz. Während einer Marsmission sammelt man locker ein mehrfaches
der erlaubten Lebensarbeitsdosis eines Kernkraftwerkers auf - in nur 2 oder 3 Jahren statt in 40.
Das hat Folgen. Die meisten werden es evtl überleben, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit erheblicher Gesundheitsschäden.

Eine wirklich gute Abschirmung gibt es bisher nicht, jedenfalls keine, die mit den Gewichtsbeschränkungen der Raumfahrt kompatibel wäre.
Mit allerlei Gedöns kann man die Dosis zwar reduzieren, aber eben nicht genug, um das ganze einigermassen ungefährlich zu machen.

Das ist auch noch eine Frage der Sonnen-Aktivität, die bekanntlich alle elf Jahre lebhaft wird. Ein einziges ordentliches Aufzucken und unsere Raumfahrer sind hin.
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DonMartin
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Beitrag(#2066305) Verfasst am: 01.09.2016, 11:23    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:

Das ist auch noch eine Frage der Sonnen-Aktivität, die bekanntlich alle elf Jahre lebhaft wird. Ein einziges ordentliches Aufzucken und unsere Raumfahrer sind hin.

Klaro. Eine ordentlich steife Brise Sonnenwind und die Hanseln da oben werden gegrillt.
Wimre gab es mal Überlegungen, für diesen Fall eine Art Ministrahlenbunker im Raumschiff einzurichten in den sich die Leute dann verkriechen würden bis der Ausbruch vorbei ist.
Ist vermutlich am Gewicht gescheitert, da oben zählt wirklich jedes Gramm.
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Ahriman
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Beitrag(#2066308) Verfasst am: 01.09.2016, 11:37    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Ahriman hat folgendes geschrieben:

Das ist auch noch eine Frage der Sonnen-Aktivität, die bekanntlich alle elf Jahre lebhaft wird. Ein einziges ordentliches Aufzucken und unsere Raumfahrer sind hin.

Klaro. Eine ordentlich steife Brise Sonnenwind und die Hanseln da oben werden gegrillt.
Wimre gab es mal Überlegungen, für diesen Fall eine Art Ministrahlenbunker im Raumschiff einzurichten in den sich die Leute dann verkriechen würden bis der Ausbruch vorbei ist.
Ist vermutlich am Gewicht gescheitert, da oben zählt wirklich jedes Gramm.

Robert A. Heinlein schildert in einem seiner Romane genau dieses Problem ausführlich. Deutscher Titel "Bürgerin des Mars", erschienen bei Goldmann. Bei ihm verkrochen sich die Passagiere solange in das Zentrum des Raumschiffes, das offenbar nach dem Zwiebelschalen-Prinzip konstruiert war. Mir hat die Lekture lebhafte Erinnerungen an die Bomben-Nächte 1945 im Luftschutzkeller geweckt.
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DonMartin
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Beitrag(#2066312) Verfasst am: 01.09.2016, 12:03    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
Mir hat die Lekture lebhafte Erinnerungen an die Bomben-Nächte 1945 im Luftschutzkeller geweckt.

Exakt.
Und auf dem Mars angekommen duerfte es ungefaehr so lustig werden wie auf der Erde nach einem Atomkrieg:
den Rest des Lebens im Bunker hocken, weil der Strahlenpegel an der Marsoberflaeche immer noch 30 bis 50% des freien
Weltraums betraegt.
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Casual3rdparty
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Beitrag(#2066319) Verfasst am: 01.09.2016, 16:12    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Casual3rdparty hat folgendes geschrieben:
ich empfehle dazu das 12 h hörbuch der marsianer auf youtube. das ist genau das richtige für erbsenzähler.
der film ist weit weniger detailiert.

Ein Hollywoodschinken als Nachhilfe in Weltraumwissenschaften?
Wie wär's dann mit dem neuen Ben Hur als Geschichtsstunde?
Casual3rdparty hat folgendes geschrieben:

kernreaktoren ins all zu schießen ist kein problem, hatten viele radarsatelliten.

Mir scheint Du verwechselst Kernreaktoren mit Plutoniumbatterien.


https://de.wikipedia.org/wiki/RORSAT

die russen sind da recht schmerzfrei...
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DonMartin
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Beitrag(#2066322) Verfasst am: 01.09.2016, 16:30    Titel: Antworten mit Zitat

Casual3rdparty hat folgendes geschrieben:

https://de.wikipedia.org/wiki/RORSAT

die russen sind da recht schmerzfrei...

logisch, der Dreck kommt ja nicht bei denen runter.
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diskordianerpapst
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Beitrag(#2066323) Verfasst am: 01.09.2016, 16:34    Titel: Antworten mit Zitat

Casual3rdparty hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Casual3rdparty hat folgendes geschrieben:
ich empfehle dazu das 12 h hörbuch der marsianer auf youtube. das ist genau das richtige für erbsenzähler.
der film ist weit weniger detailiert.

Ein Hollywoodschinken als Nachhilfe in Weltraumwissenschaften?
Wie wär's dann mit dem neuen Ben Hur als Geschichtsstunde?
Casual3rdparty hat folgendes geschrieben:

kernreaktoren ins all zu schießen ist kein problem, hatten viele radarsatelliten.

Mir scheint Du verwechselst Kernreaktoren mit Plutoniumbatterien.


https://de.wikipedia.org/wiki/RORSAT

die russen sind da recht schmerzfrei...


Das ist allerdings wirklich ein Reaktor, im Gegensatz zu einer Nuklidbatterie
https://de.wikipedia.org/wiki/Radionuklidbatterie
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mat-in
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Beitrag(#2066332) Verfasst am: 01.09.2016, 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

diskordianerpapst hat folgendes geschrieben:
Edith, hab das Bild noch gefunden. Die erste Nerdin zwinkern
Danke für das Bild, ich wußte nur das es eine Programmiererin war. Nerd triffts gut Sehr glücklich

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Dieser magische Antrieb wird genauso in der Tonne landen wie die notorischen Propagandafilmchen der NASA, ESA oder irgendwelcher privaten Anbieter. Kenn ich im Dutzend. "Im Prinzip" sind immer alle Probleme gelöst und "demnächst" soll es dann los gehen. Wobei das "demnächst" irgendwie immer 20 oder 30 Jahre in der Zukunft liegt.
Das Problem ist wohl eher ein politisches, die beiden Ingenieure in der Doku rechnen ohne diesen neuen Antrieb und sagen es wäre problemlos möglich.

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Ein paar cm Pinkelwasser sind keine "sehr gute Abschirmung" sondern so gut wie überhaupt nichts. Eine wirklich gute Abschirmung wären 10m, soviel Wasseräquivalent hat die Erdatmosphäre.
Wer spricht denn von ein par Zentimetern, wenn man das Wasser für 4 Leute mitnimmt und es nur um eine Art Schutzraum in dem genau diese 4 Platz haben müssen rum reicht? Plus Metallhülle... Wenn man nur halb so gut abschirmt wie es di Atomspähre tut kann man das noch gut verkraften. Dümmer ist, das dem Schiff ein Magnetfeld fehlen wird...

Jaja, das Risiko mit Atombatterien und Minireaktoren ist ja nicht, dass es nicht im Weltraum funktioniert, sondern nur, das es runterfallen könnte...
_________________
Holz ist ein nachwachsender Rohstoff - auch in den Köpfen der Leute.
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



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Beitrag(#2066342) Verfasst am: 01.09.2016, 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

diskordianerpapst hat folgendes geschrieben:
mat-in hat folgendes geschrieben:

(...)
Was fehlt denn noch? Wir sind in einer Aludose ohne Computer zum Mond geflogen...


Aludose kommt in etwa hin aber das war auch ein Problem man hatte schon realtiv viel Schwein,
das da keiner total verstrahlt wurde.
Aber sowohl das Kommandomodul als auch der Lander hatten (den selben) Rechner an Bord.
....

Nee. zwinkern Beide hatten den gleichen Rechner an Bord (aber vom selben Typ.). freakteach Der selbe bedeutet eine echte Identität, der selbe, das ist immer nur einer.
_________________
Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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