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Der Fall Duterte auf den Philippinen

 
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater - treibt den Kessel



Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 10105
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2067408) Verfasst am: 08.09.2016, 18:40    Titel: Der Fall Duterte auf den Philippinen Antworten mit Zitat

Auf den Philippinen geht Präsident Duterte mit Gewalt gegen Drogendealer und -abhängige vor. Die Folge des harten Vorgehens durch Polizei und private Bürgerwehren: mehrere tausend Tote, im Schnitt sterben 44 Menschen am Tag. Und nicht nur das: die dem IS nahestehende islamistische Terrororganisation Boko Haram ist wieder auf den Plan getreten.

Trotz des fragwürdigen Vorgehens sollte man Dutertes Politik von zwei Seiten sehen: es ist ihm immerhin gelungen, einen jahrzehntelangen, gewalttätigen Konflikt mit vermeintlich kommunistischen Rebellen durch Verhandlungen zu lösen. Zudem hat Duterte ein umfangreiches Programm zur Therapie von Drogenabhängigen in die Wege geleitet. Ob seine Rechnung allerdings aufgeht, halte ich im Moment für fraglich. Es besteht die Gefahr, dass die Lage in dem Land auf die Dauer auch für Duterte ausser Kontrolle gerät, da weite Teile der alten Elite im Verdacht stehen, an Drogengeschäften massiv beteiligt zu sein.

NTV: Duterte lässt tausende töten - Gemetzel stößt auf Anerkennung.
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"Bullshit ist eine dritte Kategorie zwischen Wahrheit und Lüge" (Harry Frankfurt)

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Zoff
Sternenstaub



Anmeldungsdatum: 24.08.2006
Beiträge: 21400
Wohnort: Frankfurt

Beitrag(#2067418) Verfasst am: 08.09.2016, 19:07    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für den Link.

Der erste einigermaßen differenzierte Artikel, den ich zu dem Thema gelesen habe.
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Wenn ich eine Welt wie Gott geschaffen hätte, wäre ich auch weggezogen. (Federico Fellini)

Tried again, failed again,
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Try again, fail again,
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(Samuel Beckett)
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater - treibt den Kessel



Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 10105
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2067537) Verfasst am: 09.09.2016, 13:56    Titel: Antworten mit Zitat

Zoff hat folgendes geschrieben:
Danke für den Link.

Der erste einigermaßen differenzierte Artikel, den ich zu dem Thema gelesen habe.


Ich bin mal gespannt, wie lange man ihn gewähren lässt. Da geht es um einen Milliarden-Markt. Mitglieder aus den früheren pro-westlichen Regierungen scheinen da ja vermutlich mit involviert gewesen zu sein.
Bemerkenswert ist auch, dass der Konflikt mit Boko Haram komplett hausgemacht ist.
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DonMartin
registrierter User



Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 3606

Beitrag(#2067538) Verfasst am: 09.09.2016, 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

Den Artikel habe ich auch gelesen, wuesste allerdings nicht was es da zu differenzieren gaebe.
Es bestaerkt mich in meinem Verdacht, dass wir im 21. Jh auf dem Weg zurueck in die Barbarei sind,
wo auch das bisschen Gewinn an Zivilisation seit WKII wieder ueber Bord geworfen wird.
Mag ja sein dass die Philipinnen ein Saustall an Korruption sind, aber was da abgeht sollte ein absolutes no-go sein.
Buergerwehren und Armeen die ohne Gerichtsverfahren Leute abknallen - "auf der Flucht erschossen" Lachen
Das beste Mittel gegen Drogenkriminelle ist, Drogen zu legalisieren.
Wo es nix mehr zu verdienen gibt, zieht es auch keine Schmeissfliegen an.
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater - treibt den Kessel



Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 10105
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2067542) Verfasst am: 09.09.2016, 15:28    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Den Artikel habe ich auch gelesen, wuesste allerdings nicht was es da zu differenzieren gaebe.
Es bestaerkt mich in meinem Verdacht, dass wir im 21. Jh auf dem Weg zurueck in die Barbarei sind,
wo auch das bisschen Gewinn an Zivilisation seit WKII wieder ueber Bord geworfen wird.


Fast überall gibt es nur noch stagnierende bzw. schrumpfende Märkte. Man ist in Sachen Wachstum am Ende der Fahnenstange angekommen.

Zitat:
Mag ja sein dass die Philipinnen ein Saustall an Korruption sind, aber was da abgeht sollte ein absolutes no-go sein.


Es besteht durchaus die realistische Gefahr, dass Duterte komplett die Kontrolle verliert. Bürgerwehren waren noch nie eine gute Idee.
Trotzdem scheint er von all den populitischen Vollpfosten der ein kleines bisschen Weitsichtigere zu sein. Den von den bisherigen Regierungen stets am Schwelen gehaltene "Konflikt" mit angeblichen "Kommunisten", mit denen diese vom Problem der Drogenkriminalität versucht haben abzulenken, hat er sehr zügig beendet. Inwieweit die staatlichen Therapieprogramme beim Drogenentzug nachhaltig Wirkung zeigen, bleibt abzuwarten. Immerhin scheint Duterte schon einmal etwas von staatlichen Sozialprogrammen und deren Notwendigkeit gehört zu haben.


Zitat:
Das beste Mittel gegen Drogenkriminelle ist, Drogen zu legalisieren.
Wo es nix mehr zu verdienen gibt, zieht es auch keine Schmeissfliegen an.


Das Problem ist, dass die Gewinnmargen bei einer Drogenlegalisierung sehr schnell einbrechen. Und via Geldwäsche werden die Einnahmen ja oft auch noch ordentlich versteuert...
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, Postfeminist



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2067578) Verfasst am: 09.09.2016, 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

Zoff hat folgendes geschrieben:
Danke für den Link.

Der erste einigermaßen differenzierte Artikel, den ich zu dem Thema gelesen habe.


Was gibt es eigentlich bei einer Regierung, die offen zu Rechtsbruechen aufruft und auch selbst Rechtsbrueche begeht, gross zu differenzieren?

Etwa so wie frueher bei Mussolini, bei dem "die Eisenbahn wieder puenktlich fuhr"?


Dass Populisten zeitweise ueber grosse Popularitaet verfuegen koennen ist auch nichts Neues und beweist keinesfalls, das sie was richtig machen.
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 19686
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2067597) Verfasst am: 09.09.2016, 21:26    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Zoff hat folgendes geschrieben:
Danke für den Link.

Der erste einigermaßen differenzierte Artikel, den ich zu dem Thema gelesen habe.


Was gibt es eigentlich bei einer Regierung, die offen zu Rechtsbruechen aufruft und auch selbst Rechtsbrueche begeht, gross zu differenzieren?

Etwa so wie frueher bei Mussolini, bei dem "die Eisenbahn wieder puenktlich fuhr"?


Dass Populisten zeitweise ueber grosse Popularitaet verfuegen koennen ist auch nichts Neues und beweist keinesfalls, das sie was richtig machen.

Ich halte mich als jemand, der einem idyllischen Rechtsstaat lebt und das betreffende Land nicht kennt, etwas mit Kommentaren zurück. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob der Rechststaat sich in einem Land, das über Banden in Militärstärke und Verquickung mit dem staatlichen Machtapparat verfügt, am eigenen Zopf aus dem Sumpf ziehen kann. Dass aber auch in so einem Fall soetwas sehr problematisch ist und der Übergang in geordnetere Verhältnisse äußerts schwer, wenn die Menschen sich daran gewöhnt haben außerhalb des Gesetzes zu stehen, will damit ich nicht abstreiten.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 35387
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2067613) Verfasst am: 09.09.2016, 23:24    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Zoff hat folgendes geschrieben:
Danke für den Link.

Der erste einigermaßen differenzierte Artikel, den ich zu dem Thema gelesen habe.


Was gibt es eigentlich bei einer Regierung, die offen zu Rechtsbruechen aufruft und auch selbst Rechtsbrueche begeht, gross zu differenzieren?

Etwa so wie frueher bei Mussolini, bei dem "die Eisenbahn wieder puenktlich fuhr"?


Dass Populisten zeitweise ueber grosse Popularitaet verfuegen koennen ist auch nichts Neues und beweist keinesfalls, das sie was richtig machen.

Ich halte mich als jemand, der einem idyllischen Rechtsstaat lebt und das betreffende Land nicht kennt, etwas mit Kommentaren zurück. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob der Rechststaat sich in einem Land, das über Banden in Militärstärke und Verquickung mit dem staatlichen Machtapparat verfügt, am eigenen Zopf aus dem Sumpf ziehen kann. Dass aber auch in so einem Fall soetwas sehr problematisch ist und der Übergang in geordnetere Verhältnisse äußerts schwer, wenn die Menschen sich daran gewöhnt haben außerhalb des Gesetzes zu stehen, will damit ich nicht abstreiten.



Wenn das so ist, dann duerfen wir auch Saudi-Arabien oder den IS nur noch zurueckhaltend kritisieren.
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unquest
Marx und Freudlos



Anmeldungsdatum: 10.10.2010
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Wohnort: 2311 N. Los Robles Avenue in Pasadena

Beitrag(#2067627) Verfasst am: 10.09.2016, 02:06    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Zoff hat folgendes geschrieben:
Danke für den Link.

Der erste einigermaßen differenzierte Artikel, den ich zu dem Thema gelesen habe.


Was gibt es eigentlich bei einer Regierung, die offen zu Rechtsbruechen aufruft und auch selbst Rechtsbrueche begeht, gross zu differenzieren?

Etwa so wie frueher bei Mussolini, bei dem "die Eisenbahn wieder puenktlich fuhr"?


Dass Populisten zeitweise ueber grosse Popularitaet verfuegen koennen ist auch nichts Neues und beweist keinesfalls, das sie was richtig machen.

Ich halte mich als jemand, der einem idyllischen Rechtsstaat lebt und das betreffende Land nicht kennt, etwas mit Kommentaren zurück. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob der Rechststaat sich in einem Land, das über Banden in Militärstärke und Verquickung mit dem staatlichen Machtapparat verfügt, am eigenen Zopf aus dem Sumpf ziehen kann. Dass aber auch in so einem Fall soetwas sehr problematisch ist und der Übergang in geordnetere Verhältnisse äußerts schwer, wenn die Menschen sich daran gewöhnt haben außerhalb des Gesetzes zu stehen, will damit ich nicht abstreiten.



Wenn das so ist, dann duerfen wir auch Saudi-Arabien oder den IS nur noch zurueckhaltend kritisieren.

Nicht unbedingt. Man kann ja in Deutschland bleiben.
Wenn eine Politikerin der Grünen sagt:
Zitat:
"Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich mal dahin komme, aber ich finde, wir können den Dealern nicht die Plätze überlassen", sagte sie mit Blick auf die Drogenkriminalität an Plätzen wie dem Görlitzer Park. "Hier existiert knallharte mafiöse Kriminalität. (...) Da kommst du nicht weiter mit Sozialarbeitern und dem Ordnungsamt."

http://www.welt.de/politik/deutschland/article158029548/Hier-existiert-knallharte-mafioese-Kriminalitaet.html

dann ist ein Einsatz der Bundeswehr im Inneren in den nächsten Jahren auch nicht mehr unwahrscheinlich.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 35387
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2067635) Verfasst am: 10.09.2016, 02:27    Titel: Antworten mit Zitat

unquest hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Zoff hat folgendes geschrieben:
Danke für den Link.

Der erste einigermaßen differenzierte Artikel, den ich zu dem Thema gelesen habe.


Was gibt es eigentlich bei einer Regierung, die offen zu Rechtsbruechen aufruft und auch selbst Rechtsbrueche begeht, gross zu differenzieren?

Etwa so wie frueher bei Mussolini, bei dem "die Eisenbahn wieder puenktlich fuhr"?


Dass Populisten zeitweise ueber grosse Popularitaet verfuegen koennen ist auch nichts Neues und beweist keinesfalls, das sie was richtig machen.

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Wenn das so ist, dann duerfen wir auch Saudi-Arabien oder den IS nur noch zurueckhaltend kritisieren.

Nicht unbedingt. Man kann ja in Deutschland bleiben.
Wenn eine Politikerin der Grünen sagt:
Zitat:
"Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich mal dahin komme, aber ich finde, wir können den Dealern nicht die Plätze überlassen", sagte sie mit Blick auf die Drogenkriminalität an Plätzen wie dem Görlitzer Park. "Hier existiert knallharte mafiöse Kriminalität. (...) Da kommst du nicht weiter mit Sozialarbeitern und dem Ordnungsamt."

http://www.welt.de/politik/deutschland/article158029548/Hier-existiert-knallharte-mafioese-Kriminalitaet.html

dann ist ein Einsatz der Bundeswehr im Inneren in den nächsten Jahren auch nicht mehr unwahrscheinlich.



Ich bezweifle, dass jene "Politikerin der Gruenen" bei ihrer Aeusserung an Soldaten und Gesetzlosigkeit gedacht hat. Wahrscheinlich wollte sie vielmehr sagen, dass man irgendwann mit Sozialarbeitern nicht mehr weiterkommt und stattdessen die Polizei rufen und die Gerichte im Rahmen des Rechtsstaats gegen die Drogendealer taetig werden lassen muss.
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sünnerklaas
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Anmeldungsdatum: 30.09.2006
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Beitrag(#2067649) Verfasst am: 10.09.2016, 09:43    Titel: Antworten mit Zitat

unquest hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Zoff hat folgendes geschrieben:
Danke für den Link.

Der erste einigermaßen differenzierte Artikel, den ich zu dem Thema gelesen habe.


Was gibt es eigentlich bei einer Regierung, die offen zu Rechtsbruechen aufruft und auch selbst Rechtsbrueche begeht, gross zu differenzieren?

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Ich halte mich als jemand, der einem idyllischen Rechtsstaat lebt und das betreffende Land nicht kennt, etwas mit Kommentaren zurück. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob der Rechststaat sich in einem Land, das über Banden in Militärstärke und Verquickung mit dem staatlichen Machtapparat verfügt, am eigenen Zopf aus dem Sumpf ziehen kann. Dass aber auch in so einem Fall soetwas sehr problematisch ist und der Übergang in geordnetere Verhältnisse äußerts schwer, wenn die Menschen sich daran gewöhnt haben außerhalb des Gesetzes zu stehen, will damit ich nicht abstreiten.



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Was soll denn die Bundeswehr da ausrichten? Die ist für solche Einsätze weder ausgebildet, noch ausgerüstet.
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fwo
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Beiträge: 19686
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Beitrag(#2067651) Verfasst am: 10.09.2016, 10:41    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
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Danke für den Link.

Der erste einigermaßen differenzierte Artikel, den ich zu dem Thema gelesen habe.


Was gibt es eigentlich bei einer Regierung, die offen zu Rechtsbruechen aufruft und auch selbst Rechtsbrueche begeht, gross zu differenzieren?

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Wenn das so ist, dann duerfen wir auch Saudi-Arabien oder den IS nur noch zurueckhaltend kritisieren.

Ich habe nur von mir gesprochen. Und ich weiß auch nur wenig, Beim IS weiß ich z.B. nicht mal, dass das ein Staat ist, ich hatte das bisher immer für eine islamistische Räuberbande gehalten. Auch bei Saudiarabien weiß ich nichts von innerstaatlichen Problemen mit der eigenen Verwaltung - ich weiß nur, dass es eine parallele Religions-Polizei gibt, die von den Muftis geführt wird, aber soweit ich weiß ist die im Königshaus wohlgelitten und sind innerhalb der Sharia, die in dem Land gilt. Deshalb fahre ich da nicht hin, und ansonsten liebe ich Saudi-Arabien, weil sich daran so schön zeigen lässt, wo fundamentalistischer Islami hinführt und dass der nicht unbedingt eine Minderheitenangelegenheit ist.

Insofern kann ich mit Deinen beiden Beispielen wenig anfangen. Todesschwadrone sind auch nichts Neues auch sehr unterschiedlich in ihrer Herkunft und darin, won wem sie losgeschickt werden. Es hat sie in Südamerika auch schon mit amerikanischer Unterstützung zur Vernichtung der linken Opposition gegeben, es gab sie auch schon, um gegen Drogenbarone vorzugehen, gege die normalstaatlich nichts mehr funktionierte. Deshalb würde ich die nicht über einen Kamm scheren. Das sind Terrormaßnahmen, wenn sie gegen eine legale Opposition gerichtet sind, es können aber auch verzweifelte Mittel sein, den Staat im positiven Sinn zu erhalten.
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unquest
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Beitrag(#2067662) Verfasst am: 10.09.2016, 12:03    Titel: Antworten mit Zitat

sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
Was soll denn die Bundeswehr da ausrichten? Die ist für solche Einsätze weder ausgebildet, noch ausgerüstet.

Eine Frage der Zeit. Schau dir den Zweck der Gründung des SEK an und ihre heutigen Aufgaben. Allein in NRW knapp 3 Einsätze pro Tag. In manchen Subkulturen wie z.B. der Rockerszene scheint man sie schon für eine einfache Personalienfeststellung zu benötigen.
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sünnerklaas
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Beitrag(#2067707) Verfasst am: 10.09.2016, 22:23    Titel: Antworten mit Zitat

unquest hat folgendes geschrieben:
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
Was soll denn die Bundeswehr da ausrichten? Die ist für solche Einsätze weder ausgebildet, noch ausgerüstet.

Eine Frage der Zeit. Schau dir den Zweck der Gründung des SEK an und ihre heutigen Aufgaben. Allein in NRW knapp 3 Einsätze pro Tag. In manchen Subkulturen wie z.B. der Rockerszene scheint man sie schon für eine einfache Personalienfeststellung zu benötigen.


Das SEK ist eine Polizeitruppe. Das sind Polizisten und keine Soldaten.
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beachbernie
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Beitrag(#2067708) Verfasst am: 10.09.2016, 22:26    Titel: Antworten mit Zitat

sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
unquest hat folgendes geschrieben:
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
Was soll denn die Bundeswehr da ausrichten? Die ist für solche Einsätze weder ausgebildet, noch ausgerüstet.

Eine Frage der Zeit. Schau dir den Zweck der Gründung des SEK an und ihre heutigen Aufgaben. Allein in NRW knapp 3 Einsätze pro Tag. In manchen Subkulturen wie z.B. der Rockerszene scheint man sie schon für eine einfache Personalienfeststellung zu benötigen.


Das SEK ist eine Polizeitruppe. Das sind Polizisten und keine Soldaten.



...und ausserdem duerfen die nur im Rahmen bestehender Gesetze operieren und koennen nicht einfach mal so Verdaechtige erschiessen um die Planvorgaben an toten "Drogendealern", die der Praesident vollmundig angekuendigt hat, zu erfuellen.
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Skeptiker
linksunten



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Beitrag(#2067754) Verfasst am: 11.09.2016, 10:11    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
unquest hat folgendes geschrieben:
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
Was soll denn die Bundeswehr da ausrichten? Die ist für solche Einsätze weder ausgebildet, noch ausgerüstet.

Eine Frage der Zeit. Schau dir den Zweck der Gründung des SEK an und ihre heutigen Aufgaben. Allein in NRW knapp 3 Einsätze pro Tag. In manchen Subkulturen wie z.B. der Rockerszene scheint man sie schon für eine einfache Personalienfeststellung zu benötigen.


Das SEK ist eine Polizeitruppe. Das sind Polizisten und keine Soldaten.


...und ausserdem duerfen die nur im Rahmen bestehender Gesetze operieren und koennen nicht einfach mal so Verdaechtige erschiessen um die Planvorgaben an toten "Drogendealern", die der Praesident vollmundig angekuendigt hat, zu erfuellen.


Die Polizei hat die Aufgabe, für *Sicherheit und Ordnung* zu sorgen und bei der Aufklärung von Kriminalität durch Ermittlungen vor Ort zu helfen, durch Zeugenvernehmung, Beweissicherung, etc.

Die Armee sucht und bekämpft Feinde, dafür ist sie konstituiert.

Deswegen sind Schäubles Wahnideen bzgl. eines Bundeswehteinsatzes im Inneren eine Kriegserklärung etwa gegen soziale Bewegungen.

Schon beim Münchener Attentäter vor kurzem kamen Rufe nach der Bundeswehr auf. Dabei sind genau für solche und ähnliche Fälle die Sondereinheiten der Polizei geschaffen worden ...-
_________________
°
"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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sünnerklaas
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Beitrag(#2067755) Verfasst am: 11.09.2016, 10:15    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
unquest hat folgendes geschrieben:
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
Was soll denn die Bundeswehr da ausrichten? Die ist für solche Einsätze weder ausgebildet, noch ausgerüstet.

Eine Frage der Zeit. Schau dir den Zweck der Gründung des SEK an und ihre heutigen Aufgaben. Allein in NRW knapp 3 Einsätze pro Tag. In manchen Subkulturen wie z.B. der Rockerszene scheint man sie schon für eine einfache Personalienfeststellung zu benötigen.


Das SEK ist eine Polizeitruppe. Das sind Polizisten und keine Soldaten.



...und ausserdem duerfen die nur im Rahmen bestehender Gesetze operieren und koennen nicht einfach mal so Verdaechtige erschiessen um die Planvorgaben an toten "Drogendealern", die der Praesident vollmundig angekuendigt hat, zu erfuellen.


Solche vollmundigen Ankündigungen kommen aber gerade bei einfachen Leuten sehr gut an. Die ungewollten Konsequenzen solcher politischen Handlungsweise sehen sie dann einfach nicht.

Im Moment mag Dutertes Strategie der Tötung nach Planvorgaben funktionieren. Die Kartelle und deren Paten reagieren überrascht. Aber früher oder später haben sie sich darauf eingestellt - und schlagen zurück. Und dann wird es auf den Philippinen einen Drogenkrieg geben, der dem in Mexiko in nichts nachsteht.
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Beiträge: 9994

Beitrag(#2067763) Verfasst am: 11.09.2016, 11:23    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Die Polizei hat die Aufgabe, für *Sicherheit und Ordnung* zu sorgen und bei der Aufklärung von Kriminalität durch Ermittlungen vor Ort zu helfen, durch Zeugenvernehmung, Beweissicherung, etc.

Die Armee sucht und bekämpft Feinde, dafür ist sie konstituiert.

Deswegen sind Schäubles Wahnideen bzgl. eines Bundeswehteinsatzes im Inneren eine Kriegserklärung etwa gegen soziale Bewegungen.


Zitat vom Schwiegersohn von Karl Marx, Paul Lafargue, 1883:
"Heute kann niemand mehr über den Charakter der modernen Heere im unklaren sein; sie werden nur deshalb auf Dauer aufrechterhalten, um den »inneren Feind« niederzuhalten. So sind die Festungen von Paris und Lyon nicht gebaut worden, um die Stadt nach außen zu verteidigen, sondern um Revolten zu unterdrücken. Ein Beispiel, gegen das es keinen Widerspruch gibt, ist Belgien, dieses Schlaraffenland des Kapitalismus. Seine Neutralität ist von den europäischen Mächten verbürgt, und trotzdem ist seine Armee, im Verhältnis zur Bevölkerungszahl, eine der stärksten. Die glorreichen Schlachtfelder der tapferen belgischen Armee aber sind die Ebenen des Borinage und von Charleroi; in dem Blute von unbewaffneten Bergleuten und Arbeitern pflegt der belgische Offizier seinen Degen zu taufen und Abzeichen zu sammeln. Die europäischen Nationen haben keine Volks-, sondern Söldnerarmeen zum Schutze der Kapitalisten gegen die Wut des Volkes, das diese zu zehnstündiger Gruben- und Fabrikarbeit verdammen will."
(Quelle)
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Beitrag(#2067915) Verfasst am: 12.09.2016, 10:47    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Die Polizei hat die Aufgabe, für *Sicherheit und Ordnung* zu sorgen und bei der Aufklärung von Kriminalität durch Ermittlungen vor Ort zu helfen, durch Zeugenvernehmung, Beweissicherung, etc.

Die Armee sucht und bekämpft Feinde, dafür ist sie konstituiert.

Deswegen sind Schäubles Wahnideen bzgl. eines Bundeswehteinsatzes im Inneren eine Kriegserklärung etwa gegen soziale Bewegungen.


Zitat vom Schwiegersohn von Karl Marx, Paul Lafargue, 1883:
"Heute kann niemand mehr über den Charakter der modernen Heere im unklaren sein; sie werden nur deshalb auf Dauer aufrechterhalten, um den »inneren Feind« niederzuhalten. So sind die Festungen von Paris und Lyon nicht gebaut worden, um die Stadt nach außen zu verteidigen, sondern um Revolten zu unterdrücken. Ein Beispiel, gegen das es keinen Widerspruch gibt, ist Belgien, dieses Schlaraffenland des Kapitalismus. Seine Neutralität ist von den europäischen Mächten verbürgt, und trotzdem ist seine Armee, im Verhältnis zur Bevölkerungszahl, eine der stärksten. Die glorreichen Schlachtfelder der tapferen belgischen Armee aber sind die Ebenen des Borinage und von Charleroi; in dem Blute von unbewaffneten Bergleuten und Arbeitern pflegt der belgische Offizier seinen Degen zu taufen und Abzeichen zu sammeln. Die europäischen Nationen haben keine Volks-, sondern Söldnerarmeen zum Schutze der Kapitalisten gegen die Wut des Volkes, das diese zu zehnstündiger Gruben- und Fabrikarbeit verdammen will."
(Quelle)


Dank @sehr gut für das Zitat. Das passt ja auf verblüffende Weise ...- Daumen hoch!
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°
"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 9994

Beitrag(#2067954) Verfasst am: 12.09.2016, 14:13    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Dank @sehr gut für das Zitat. Das passt ja auf verblüffende Weise ...- Daumen hoch!

Bitte schön - ist aber erschreckend wenn man evtl ein anklagendes Zitat aus dem 19. Jahrhundert inhaltlich auf das 21. Jahrhundert übertragen könnte.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, Postfeminist



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 35387
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2070446) Verfasst am: 30.09.2016, 22:32    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Zoff hat folgendes geschrieben:
Danke für den Link.

Der erste einigermaßen differenzierte Artikel, den ich zu dem Thema gelesen habe.


Was gibt es eigentlich bei einer Regierung, die offen zu Rechtsbruechen aufruft und auch selbst Rechtsbrueche begeht, gross zu differenzieren?

Etwa so wie frueher bei Mussolini, bei dem "die Eisenbahn wieder puenktlich fuhr"?


Dass Populisten zeitweise ueber grosse Popularitaet verfuegen koennen ist auch nichts Neues und beweist keinesfalls, das sie was richtig machen.

Ich halte mich als jemand, der einem idyllischen Rechtsstaat lebt und das betreffende Land nicht kennt, etwas mit Kommentaren zurück. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob der Rechststaat sich in einem Land, das über Banden in Militärstärke und Verquickung mit dem staatlichen Machtapparat verfügt, am eigenen Zopf aus dem Sumpf ziehen kann. Dass aber auch in so einem Fall soetwas sehr problematisch ist und der Übergang in geordnetere Verhältnisse äußerts schwer, wenn die Menschen sich daran gewöhnt haben außerhalb des Gesetzes zu stehen, will damit ich nicht abstreiten.



Zitat:
...Selbst wenn der Vergleich historisch nicht korrekt war - erschreckend war er schon: "Hitler hat drei Millionen Juden massakriert. Wir haben hier etwa drei Millionen Drogensüchtige - ich würde sie mit Freuden abschlachten." Die Nationalsozialisten haben sechs Millionen Juden vernichtet.

Duterte sieht sich auf jedem Fall einem historischen Vorbild nahe, wie er bei einer Pressekonferenz in seiner Heimatstadt Davao erläuterte: "Wenn Deutschland Hitler hatte, dann haben die Philippinen…" Und hier deutete er auf sich selbst....



http://www.tagesschau.de/ausland/philippinen-drogenkriminalitaet-105.html


Geschockt Geschockt Geschockt



Der Typ nazikeult sich der Einfachheit halber gleich selbst.

Haeltst Du Dich eigentlich immer noch mit Deinen Kommentaren zurueck "im idyllischen Rechtsstaat"? Oder meinst Du nicht doch, dass die Filipinos Besseres verdient haben als einen neuen Hitler, der einen veritablen Massenmord in der Groessenordnung des Holocaust ankuendigt?
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 22055

Beitrag(#2070449) Verfasst am: 30.09.2016, 22:50    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Der Typ nazikeult sich der Einfachheit halber gleich selbst.


Hitler und sein Faschismus scheinen in einigen Regionen eine Art Kult-Status zu haben. Je entfernter räumlich und zeitlich der Blick auf den Faschismus, desto mehr wird er zur Klamotte. Die grausame Realität, die sich dahinter verbirgt, wird missachtet, rückt in den Hintergrund.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, Postfeminist



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 35387
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2070450) Verfasst am: 30.09.2016, 22:54    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Der Typ nazikeult sich der Einfachheit halber gleich selbst.


Hitler und sein Faschismus scheinen in einigen Regionen eine Art Kult-Status zu haben. Je entfernter räumlich und zeitlich der Blick auf den Faschismus, desto mehr wird er zur Klamotte. Die grausame Realität, die sich dahinter verbirgt, wird missachtet, rückt in den Hintergrund.



Ich werde dies jedoch nie akzeptieren koennen und immer anprangern. Die Nazi-Diktatur war keine Folklore und wer sich selbst in der Nachfolge eines Adolf Hitler sieht kann nie ein akzeptables Staatsoberhaupt sein, nirgendwo!!!
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Samson83
Gegenaufgeklärt



Anmeldungsdatum: 18.01.2013
Beiträge: 4486

Beitrag(#2070469) Verfasst am: 01.10.2016, 01:02    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Der Typ nazikeult sich der Einfachheit halber gleich selbst.


Hitler und sein Faschismus scheinen in einigen Regionen eine Art Kult-Status zu haben. Je entfernter räumlich und zeitlich der Blick auf den Faschismus, desto mehr wird er zur Klamotte. Die grausame Realität, die sich dahinter verbirgt, wird missachtet, rückt in den Hintergrund.



Ich werde dies jedoch nie akzeptieren koennen und immer anprangern. Die Nazi-Diktatur war keine Folklore und wer sich selbst in der Nachfolge eines Adolf Hitler sieht kann nie ein akzeptables Staatsoberhaupt sein, nirgendwo!!!

Wieso ist relevant was du anprangerst und für akzeptabel hältst?
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Kramer
postvisuell



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 26008

Beitrag(#2070478) Verfasst am: 01.10.2016, 02:02    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:

Wieso ist relevant was du anprangerst und für akzeptabel hältst?


Wieso ist Deine Frage relevant?
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 35387
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2070484) Verfasst am: 01.10.2016, 03:47    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Der Typ nazikeult sich der Einfachheit halber gleich selbst.


Hitler und sein Faschismus scheinen in einigen Regionen eine Art Kult-Status zu haben. Je entfernter räumlich und zeitlich der Blick auf den Faschismus, desto mehr wird er zur Klamotte. Die grausame Realität, die sich dahinter verbirgt, wird missachtet, rückt in den Hintergrund.



Ich werde dies jedoch nie akzeptieren koennen und immer anprangern. Die Nazi-Diktatur war keine Folklore und wer sich selbst in der Nachfolge eines Adolf Hitler sieht kann nie ein akzeptables Staatsoberhaupt sein, nirgendwo!!!

Wieso ist relevant was du anprangerst und für akzeptabel hältst?



Relevanter als die Stil- und Gaderobenfragen, die Du so als Lebensinhalt ansiehst, ist das allemal.

Der eine regt sich halt darueber auf, wenn irgendwo Morde passieren, der andere mehr wenn der Schnuersenkel farblich nicht zum Schlips passt. Schulterzucken
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Critic
oberflächlich



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Beitrag(#2070491) Verfasst am: 01.10.2016, 08:55    Titel: Antworten mit Zitat

Es mag ja sein, daß der Mann ein phantastisches Omelett brät und seiner Tochter auch immer Gute-Nacht-Geschichten vorgelesen hat. Aber das kann man beim besten Willen nicht "differenziert betrachten".

Es wird hier suggeriert, man könne die Probleme des Landes lösen, indem man Krieg gegen die Schwachen führt. Und wie es so aussieht, werden so einige Leute auch losgehen, um ihnen bekannte Drogensüchtige umzubringen. Und nicht etwa, um den Mann endlich abzusetzen. (Und, so würde ich denken, daß derartige Äußerungen, würden sie in Deutschland getätigt, durchaus justiziabel sein könnten?)
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Samson83
Gegenaufgeklärt



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Beiträge: 4486

Beitrag(#2070586) Verfasst am: 01.10.2016, 22:16    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Der Typ nazikeult sich der Einfachheit halber gleich selbst.


Hitler und sein Faschismus scheinen in einigen Regionen eine Art Kult-Status zu haben. Je entfernter räumlich und zeitlich der Blick auf den Faschismus, desto mehr wird er zur Klamotte. Die grausame Realität, die sich dahinter verbirgt, wird missachtet, rückt in den Hintergrund.



Ich werde dies jedoch nie akzeptieren koennen und immer anprangern. Die Nazi-Diktatur war keine Folklore und wer sich selbst in der Nachfolge eines Adolf Hitler sieht kann nie ein akzeptables Staatsoberhaupt sein, nirgendwo!!!

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sünnerklaas
Mietzekatzenkater - treibt den Kessel



Anmeldungsdatum: 30.09.2006
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Beitrag(#2073116) Verfasst am: 20.10.2016, 21:29    Titel: Antworten mit Zitat

Duterte vollzieht den Bruch mit den USA und wendet sich China zu. Nebenher wird ein uralter Konflikt mit den Chinesen beigelegt. Irgendwie gibt es Punkte, in denen mich Duterte imponiert. Allerdings dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, wie lange die USA und die Drogenkartelle seinem Treiben noch zuschauen. Für die USA sind die Philippinen geopolitisch äusserst wichtig. Und mit seiner hanebüchenden Drogenpolitik macht Duterte sich keine Freunde...
Abzuwarten dürfte allerdings sein, wann sich ein weiterer neuer Freund von Duterte findet: Vladimir Putin.
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater - treibt den Kessel



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Beiträge: 10105
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Beitrag(#2084325) Verfasst am: 02.02.2017, 16:24    Titel: Antworten mit Zitat

Neues von den Philippinen (Hervorhebung von mir):
Zitat:

Duterte hatte eigentlich versprochen, bereits im Dezember 2016 das Drogenproblem auf den Philippinen gelöst, d.h. ausgelöscht zu haben. Dann hatte er den Termin auf März 2017 verlängert, sieht aber wohl ein, dass das auch nichts wird, weswegen er nun bis Ende der Präsidentschaft 2022 gegen die Drogen kämpfen werde. Das Drogenproblem sei doch ein wenig komplexer, als er gedacht habe.

Die Armee wandte sich an Duterte mit der Bitte, doch offiziell beim Kampf gegen korrupte Polizisten mithelfen zu dürfen. Dann würden also Soldaten gegen Polizisten und beide gegen Drogenhändler und -konsumenten kämpfen. Duterte scheint den "Vorschlag" aufgreifen zu wollen und kündigte ein entsprechendes Dekret an.
Quelle


Polizisten gegen Soldaten, beide gegen Drogenhändler - das dürfte ausgesprochen erfolgreich werden...
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