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Erster Weltkrieg
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Religionskritik-Wiesbaden
homo est creator Dei



Anmeldungsdatum: 04.11.2008
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Beitrag(#1970163) Verfasst am: 07.12.2014, 00:30    Titel: Der Weltkrieg twittert Antworten mit Zitat

Der erste Weltkrieg hat auch einen Twitter,
da erfährt man immer auf dem schnellsten und aktuellstem Weg,
was vor 100 Jahren passierte.

https://twitter.com/RealTimeWW1

na,
da bin ich aber ganz hibbelig,
wer da wohl gewinnt,
wer da wohl verliert?

Die Spannung wächst. - Was noch fehlt, eine kleine 4 Jährige Kicktipprunde entlang der Frontlininen.
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#1970164) Verfasst am: 07.12.2014, 00:44    Titel: Re: Der Weltkrieg twittert Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Der erste Weltkrieg hat auch einen Twitter,
da erfährt man immer auf dem schnellsten und aktuellstem Weg,
was vor 100 Jahren passierte.

https://twitter.com/RealTimeWW1

na,
da bin ich aber ganz hibbelig,
wer da wohl gewinnt,
wer da wohl verliert?

Die Spannung wächst. - Was noch fehlt, eine kleine 4 Jährige Kicktipprunde entlang der Frontlininen.


zynisches Grinsen
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Was dem Ockham sein Rasiermesser, ist dem Addi sein Hackebeil.
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Religionskritik-Wiesbaden
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Beitrag(#1970171) Verfasst am: 07.12.2014, 01:16    Titel: Twitter WK1 kann kein russisch Antworten mit Zitat

Ach,
belgische Hunde und ihre Freunde,

noch ebbes früher twitterte 1WK dieses feine Kinoplakat aus der noch nicht Kriegspartei USA:



Ansonsten erschienen in den USA traurig gestimmte Artikel über den Untergang ihrer Kur- und Wellnesstädte im alten Europa,
den Artikel dazu habe ich nicht verlinkt, der erwähnt nämlich nur Baden-Baden, Nauheim, Karlsbad und Co, aber nicht Wiesbaden Böse

Ansonsten, auffallend selten twittert der 1WK auf russisch Smilie
Dort weinte man bestimmt um meine Stadt. Weinen
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#1970174) Verfasst am: 07.12.2014, 01:23    Titel: Re: Twitter WK1 kann kein russisch Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Ach,
belgische Hunde und ihre Freunde,

noch ebbes früher twitterte 1WK dieses feine Kinoplakat aus der noch nicht Kriegspartei USA:



Ansonsten erschienen in den USA traurig gestimmte Artikel über den Untergang ihrer Kur- und Wellnesstädte im alten Europa,
den Artikel dazu habe ich nicht verlinkt, der erwähnt nämlich nur Baden-Baden, Nauheim, Karlsbad und Co, aber nicht Wiesbaden Böse

Ansonsten, auffallend selten twittert der 1WK auf russisch Smilie
Dort weinte man bestimmt um meine Stadt. Weinen


Waren Russen früher also häufig in Wiesbaden? Vor dem ersten Weltkrieg war Europa schon weiter als heute... dieser Kriegswahnsinn...
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Was dem Ockham sein Rasiermesser, ist dem Addi sein Hackebeil.
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Religionskritik-Wiesbaden
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Anmeldungsdatum: 04.11.2008
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Beitrag(#1970180) Verfasst am: 07.12.2014, 01:50    Titel: Re: Twitter WK1 kann kein russisch Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
USA (...)

Ansonsten, auffallend selten twittert der 1WK auf russisch Smilie
Dort weinte man bestimmt um meine Stadt. Weinen


Waren Russen früher also häufig in Wiesbaden? Vor dem ersten Weltkrieg war Europa schon weiter als heute... dieser Kriegswahnsinn...

jiip,
eigentlich auch noch vor der Fürstenhochzeit,
als die angeheiratete russische Prinzessin früh verstarb,
wurde die Mitgift in diese russich orthodoxe Kirche investiert,
die über der Stadt am Neroberg gelegen ist:



Ansonsten kamen Zar und Zarin, allerlei russischer Adel und der eine oder andere Schriftsteller und Maler nach Wiesbaden.
Der ukrainische Nationalist und Interimsdiktator 1918 im von Deutschland eingerichteten ukrainischen Staat - Hetman Skoropadskyj, wurde in Wiesbaden geboren!,
Zum Glück kam noch niemand auf die Idee, nach dem eine Straße oder einen Platz zu benennen.
Der Maler Jawlenski ist zutiefst mit meiner Stadt verbunden - und mit der Deinen ja auch. Bei uns verbrachte er seine Jahre nach dem 1WK bis zu seinem Tode. Begraben liegt er auf dem russischen Friedhof unserer Stadt.
Dostojewskis Spieler spielt wahrscheinlich bei uns - kurz - Roulettenburg,
aber es gibt auch andere hessische Städte, die dies behaupten - mit einer ähnlichen russischen Infrastruktur (Bad Homburg).

Der 1WK ruinierte unsere Stadt, Wiesbaden wurde kurz nach Kriegsbeginn von einer Weltkurstadt zur Lazarettstadt.

2007 fand der Petersburger Dialog in Wiesbaden statt!
(mit zuviel Juristen und Wirtschaftlern)

und natürlich findet bei uns das Festivall zum Osteuropäischen Film - GoEast statt.

Vor dem 1WK ließen allerdings die Einwohner etliche Chancen auf Attentate auf den europäischen Hochadel verstreichen.
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Religionskritik-Wiesbaden
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Beitrag(#1971203) Verfasst am: 12.12.2014, 02:43    Titel: Re: Twitter WK1 kann kein russisch Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
USA (...)

Ansonsten, auffallend selten twittert der 1WK auf russisch Smilie
Dort weinte man bestimmt um meine Stadt. Weinen


Waren Russen früher also häufig in Wiesbaden? Vor dem ersten Weltkrieg war Europa schon weiter als heute... dieser Kriegswahnsinn...

jiip,
eigentlich auch noch vor der Fürstenhochzeit,
als die angeheiratete russische Prinzessin früh verstarb,
wurde die Mitgift in diese russich orthodoxe Kirche investiert,
die über der Stadt am Neroberg gelegen ist:



Ansonsten kamen Zar und Zarin, allerlei russischer Adel und der eine oder andere Schriftsteller und Maler nach Wiesbaden.
Der ukrainische Nationalist und Interimsdiktator 1918 im von Deutschland eingerichteten ukrainischen Staat - Hetman Skoropadskyj, wurde in Wiesbaden geboren!,
Zum Glück kam noch niemand auf die Idee, nach dem eine Straße oder einen Platz zu benennen.
Der Maler Jawlenski ist zutiefst mit meiner Stadt verbunden - und mit der Deinen ja auch. Bei uns verbrachte er seine Jahre nach dem 1WK bis zu seinem Tode. Begraben liegt er auf dem russischen Friedhof unserer Stadt.
Dostojewskis Spieler spielt wahrscheinlich bei uns - kurz - Roulettenburg,
aber es gibt auch andere hessische Städte, die dies behaupten - mit einer ähnlichen russischen Infrastruktur (Bad Homburg).

Der 1WK ruinierte unsere Stadt, Wiesbaden wurde kurz nach Kriegsbeginn von einer Weltkurstadt zur Lazarettstadt.

2007 fand der Petersburger Dialog in Wiesbaden statt!
(mit zuviel Juristen und Wirtschaftlern)

und natürlich findet bei uns das Festivall zum Osteuropäischen Film - GoEast statt.

Vor dem 1WK ließen allerdings die Einwohner etliche Chancen auf Attentate auf den europäischen Hochadel verstreichen.


ganz vergessen,
einer der größten Anbieter von russischem Fernsehen via Internet in Deutschland hat natürlich seinen Sitz bei uns am Medienstandort Wiesbaden:

http://www.kartina.tv/news.php?id=527

eventuell schon bald einer der Hauptsponsoren vom SV Wehen Wi.
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Beitrag(#1971204) Verfasst am: 12.12.2014, 03:01    Titel: Frauendienst - und dann? Antworten mit Zitat

1. WK in der FAZ vom 11.12:

http://www.faz.net/aktuell/politik/der-erste-weltkrieg/historisches-e-paper/e-paper-11-12-1914-das-frauendienstjahr-13302615.html

Zitat:
Das Frauendienstjahr

(...)


lohnenswerter Artikel,
denn wir alle wissen, nach dem verlorenen Krieg kam das Frauenwahlrecht!
und ohne den Einsatz der 'Frauen' an der Heimatfront,
ohne ihren Einsatz an zuvor von 'Männern' besetzten Arbeitsstellen - hätte es vermutlich noch Jahrzehnte bis zur Einführung des Frauenwahlrechtes gedauert.

Der Artikel von 1914 geht natürlich noch nicht so weit. Autorin des Artikels ist: Else Hildebrandt
zu ihr fand ich jetzt u.a. nur dies, sofern sie das ist, wobei sich der Name nicht so nachlaufen wird:

Zitat:
Titel Die Grenzboten, Band 77,Teil 1
Verlag F.L. Herbig, 1918




Aber bis 1918 ist noch ein bisschen hin.

Edit 2:25: Aus Elfe wird Else - der Fehler in der FAZ bleibt aber bei den Freunden der Fraktur stehen Smilie

Link gekürzt - astarte
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Beitrag(#1972043) Verfasst am: 16.12.2014, 01:11    Titel: Hitler hört schon damals nicht auf seinen katholischen Führer Antworten mit Zitat

Wie gut, dass die Hauptkriegsparteien im 1 WK alles christliche Staaten waren (wenn man mal bei England ignoriert - dass sie über weit mehr Menschen anderen Glaubens regieren, auch die Franzosen schneiden hier nicht so gut ab - aber das ändert sich ja dann später zwinkern )



Quelle:
http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19141215&seite=25&zoom=31

Tja,
auch interessant - wer da nicht mitfeiern möchte.

Der dann irgendwie doch zu Stande gekommene Weihnachtsfrieden von 1914 fand vor allem zwischen Deutschen und Briten statt.

Einer jedoch aus den unteren Chargen schießt mal wieder quer,
gönnt seinen Kameraden nicht mal einen schussfreien Tag.

Zitat:
Doch nicht alle sind mit der Verbrüderung einverstanden. So etwas dürfe nicht zugelassen werden, protestiert ein österreichischer Gefreiter. Er heißt Adolf Hitler.


Quelle:
http://www.stern.de/politik/geschichte/erster-weltkrieg-als-die-soldaten-frieden-schlossen-533766.html

Das Hitler schon damals nicht auf seinen katholischen Führer hört,
sollte einem zu denken geben - Smilie
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Beitrag(#1973638) Verfasst am: 22.12.2014, 21:49    Titel: November 1916 - Polen wird unabhängig als Königreich Antworten mit Zitat

brachte zwar nicht viel,
zeigte aber schon mal, wohin der Weg für viele noch 'staatenlose' Völker in Europa hingeht:



Viele Polen reagierten auf die Gründung dieses Scheinstaates durch 'fernbleiben' - soweit man dies eben als besetzte kann Smilie ,
Piłsudzki macht zwar Anfangs mit - jedoch vieles kritisierend. Im Juli 1917 verweigerten er und tausende polnische Soldaten den Eid auf einen 'künftigen polnischen König' mit Bündnis zu Deutschland und Österreich-Ungarns sowie deren Verbündeter.
Piłsudzki wurde nun erstmal bis November 1918 in Magdeburg interniert. Die eidverweigernden Polen kamen in Kriegsgefangenenlager.
Letztlich befreiter die Revolution im November 1918 die Polen aus deutscher Gefangenschaft und ermöglichte so die Wiedergründung des polnischen Staates bereits im November 1918.
Insofern,
die negative Sicht vieler Ausstellungen auf den 1WK unterschlägt halt häufig, das gerade für viele Völker durch die Niederlage Deutschlands und Österreich-Ungarns sowie durch die Niederlage und Revolution in Russland vielen Völkern ein historisches Fenster zur Unabhängigkeit geöffnet wurde.

Der Versuch von 1916 - Polen als ein Königreich entstehen zu lassen - verdeutlich noch mal die Plan- und Ratlosigkeit der deutschen und habsburgischen Führung. Bruderstaaten konnte man sich monarchisch vorstellen - nicht als Republiken. Insbesondere Polen dachte man sich fromm und monarchisch - doch gerade der Massenadel der Szlachta und das polnische Wahlkönigtum trug schon die Elemente einer künftigen nichtmonarchischen Republik. Und im ausgehenden 19. Jahrhundert hatten sozialistische Strömungen beim relevant aktiven Teil der Bevölkerung einen immer größeren Zuspruch und zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es dann nur noch 2 entscheidende Lager - ein nationalistisch - republikanisches und ein sozialistisch - republikanisches.
Piłsudzki stand dem sozialistischen Republikanern nahe.
Eine Monarchie war 1914 und dann 1916 eigentlich nur noch ein Thema bei Salon- und Spiegelsaalpolen - jenem Adel, der sich schon lange an die Teilungsmächte verkauft hat und der kein Ansehen mehr im Volk besaß.
Nun ja,
vielleicht hätten sich ja Piłsudzki und Co auch übergangsweise mit einem schwachen Monarchen abgefunden - aber die Bündnistreue an dem Untergang geweihte Staaten ließ ja dann die Entscheidung gegen den Eid leicht fallen.
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Religionskritik-Wiesbaden
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Beitrag(#1973907) Verfasst am: 24.12.2014, 12:06    Titel: Re: Hitler hört schon damals nicht auf seinen katholischen Führer Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Wie gut, dass die Hauptkriegsparteien im 1 WK alles christliche Staaten waren (wenn man mal bei England ignoriert - dass sie über weit mehr Menschen anderen Glaubens regieren, auch die Franzosen schneiden hier nicht so gut ab - aber das ändert sich ja dann später zwinkern )



Quelle:
http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ptb&datum=19141215&seite=25&zoom=31

Tja,
auch interessant - wer da nicht mitfeiern möchte.

Der dann irgendwie doch zu Stande gekommene Weihnachtsfrieden von 1914 fand vor allem zwischen Deutschen und Briten statt.

Einer jedoch aus den unteren Chargen schießt mal wieder quer,
gönnt seinen Kameraden nicht mal einen schussfreien Tag.

Zitat:
Doch nicht alle sind mit der Verbrüderung einverstanden. So etwas dürfe nicht zugelassen werden, protestiert ein österreichischer Gefreiter. Er heißt Adolf Hitler.


Quelle:
http://www.stern.de/politik/geschichte/erster-weltkrieg-als-die-soldaten-frieden-schlossen-533766.html

Das Hitler schon damals nicht auf seinen katholischen Führer hört,
sollte einem zu denken geben - Smilie


weil heute mehrfach durch den DLF es strömte,
jedoch kein einzig mal ich vernahm die froh kund,
dass der Vatikan Vater dieser Friedensinitiative war.
Auf den Österreicher Herrn H. jedoch wurde verwiesen.

Letum hat dann natürlich diesen seichten Film im Ukraine Thread hineingewurschtelt:

http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=1973627&highlight=#1973627

Der Film Joyeux Noël ist Unterhaltung für Menschen - für die auch Guido Knopp die erste Quelle ist.

Kleiner Tipp - wenn es um den 1WK geht - Black Adder schauen.
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Religionskritik-Wiesbaden
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Beitrag(#1994480) Verfasst am: 06.04.2015, 18:48    Titel: Des Kaisers schmutzige Wäsche Antworten mit Zitat

Noch bis Dienstag - 23 Uhr X gibt es diese Doku bei Arte+7 in der Mediathek,
die ich Euch mal empfehle - zwar gibt es was zu nörgeln, aber verglichen mit vielem anderen ist sie durchaus sehenswert.

http://www.arte.tv/guide/de/044052-000/des-kaisers-schmutzige-waesche

Zitat:
Des Kaisers schmutzige Wäsche
Wilhelm II., Deutschlands letzter Kaiser, steht bis heute für die konservative, militarisierte und patriarchalisch-preußische Gesellschaft der Jahre vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Was jedoch kaum bekannt ist: Er führte ein schwärmerisches Doppelleben in einer homosexuellen Männerrunde um seinen Freund und Berater Philipp Fürst zu Eulenburg-Hertefeld.


Wer noch keine Lust hat - sie Heute oder Morgen zu sehen - kann sie hier noch bis morgen herunterladen (wie eigentlich alles in der Mediathek zwinkern )

http://artestras.vo.llnwd.net/v2/am/HBBTV/044052-000-A_SQ_1_VOA-STA_01746465_MP4-2200_AMM-HBBTV.mp4

Wie schon oben gesagt - insgesamt sehr sehenswert - auch wenn die Autoren die Doku durch Montagen in die länge streckten und die Historiker - ja tatsächlich werden hier Historiker im Gegensatz zu ZDF - Altherrengeschichtssendungen und Bombast-TV-Montagen - nicht nur als Stichwortgeber von Laienspielgruppen nachgestellten Historienszenen benutzt - sondern eben tatsächlich als 'Historiker'.
Gut einiges ist redundant erzählt - aber ansonsten recht schön - und wie schon oben gesagt - durchaus wohltuend langsam - man hätte auch das ganz in 30min abfrühstücken können.

Nun ja - kritisch muss man natürlich schon sehen - das hier der Junker Eulenburg ebbes zu gut wegkommt -
aber dass der Vorwärts seine Breitseite abbekommt - ist schon fein.

Ich hätte diese Doku auch im Homophobiethread posten können - aber zur Not können ja historische Debatten im Vorfeld von 1WK auch hier dann geführt werden - schließlich explodiert dieser Thread ja nicht gerade.
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Samson83
Gegenaufgeklärt



Anmeldungsdatum: 18.01.2013
Beiträge: 4240

Beitrag(#1994489) Verfasst am: 06.04.2015, 19:53    Titel: Re: Des Kaisers schmutzige Wäsche Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Noch bis Dienstag - 23 Uhr X gibt es diese Doku bei Arte+7 in der Mediathek,
die ich Euch mal empfehle - zwar gibt es was zu nörgeln, aber verglichen mit vielem anderen ist sie durchaus sehenswert.

http://www.arte.tv/guide/de/044052-000/des-kaisers-schmutzige-waesche

Zitat:
Des Kaisers schmutzige Wäsche
Wilhelm II., Deutschlands letzter Kaiser, steht bis heute für die konservative, militarisierte und patriarchalisch-preußische Gesellschaft der Jahre vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Was jedoch kaum bekannt ist: Er führte ein schwärmerisches Doppelleben in einer homosexuellen Männerrunde um seinen Freund und Berater Philipp Fürst zu Eulenburg-Hertefeld.


Wer noch keine Lust hat - sie Heute oder Morgen zu sehen - kann sie hier noch bis morgen herunterladen (wie eigentlich alles in der Mediathek zwinkern )

http://artestras.vo.llnwd.net/v2/am/HBBTV/044052-000-A_SQ_1_VOA-STA_01746465_MP4-2200_AMM-HBBTV.mp4

Wie schon oben gesagt - insgesamt sehr sehenswert - auch wenn die Autoren die Doku durch Montagen in die länge streckten und die Historiker - ja tatsächlich werden hier Historiker im Gegensatz zu ZDF - Altherrengeschichtssendungen und Bombast-TV-Montagen - nicht nur als Stichwortgeber von Laienspielgruppen nachgestellten Historienszenen benutzt - sondern eben tatsächlich als 'Historiker'.
Gut einiges ist redundant erzählt - aber ansonsten recht schön - und wie schon oben gesagt - durchaus wohltuend langsam - man hätte auch das ganz in 30min abfrühstücken können.

Nun ja - kritisch muss man natürlich schon sehen - das hier der Junker Eulenburg ebbes zu gut wegkommt -
aber dass der Vorwärts seine Breitseite abbekommt - ist schon fein.

Ich hätte diese Doku auch im Homophobiethread posten können - aber zur Not können ja historische Debatten im Vorfeld von 1WK auch hier dann geführt werden - schließlich explodiert dieser Thread ja nicht gerade.

Hierzu empfehle ich den erstaunlich historisch präzisen Nazipropagandafilm "Die Entlassung"; den man durch googeln voll im Netz findet; der Kaiser und Eulenburg (wie auch Bismarck) sollen dort historisch ziemlich akkurat dargestellt sein. (wenn man mal von Sprüchen wie "Der Sozialismus kann nur national funktionieren" absieht).
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"Ich halte das fuer fake, habe aber nichts dagegen das so zu verbreiten als ob's echt waere. Macht Trump genauso."
Beachbernie
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 9661

Beitrag(#1994495) Verfasst am: 06.04.2015, 20:12    Titel: Re: Des Kaisers schmutzige Wäsche Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Noch bis Dienstag - 23 Uhr X gibt es diese Doku bei Arte+7 in der Mediathek,
die ich Euch mal empfehle - zwar gibt es was zu nörgeln, aber verglichen mit vielem anderen ist sie durchaus sehenswert.

http://www.arte.tv/guide/de/044052-000/des-kaisers-schmutzige-waesche

Interessant - der §175 trug dazu bei das der Einfluss des Militärs auf den Kaiser grösser wurde.
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Religionskritik-Wiesbaden
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Beitrag(#1998999) Verfasst am: 01.05.2015, 10:17    Titel: Re: Des Kaisers schmutzige Wäsche Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
(...)

Zitat:
Des Kaisers schmutzige Wäsche

(...)


Hierzu empfehle ich den erstaunlich historisch präzisen Nazipropagandafilm "Die Entlassung"; den man durch googeln voll im Netz findet; der Kaiser und Eulenburg (wie auch Bismarck) sollen dort historisch ziemlich akkurat dargestellt sein. (wenn man mal von Sprüchen wie "Der Sozialismus kann nur national funktionieren" absieht).


Der Film wurde ja auch in der Doku sehr häufig verwendet - statt wie sonst üblich Szenen mit Laiendarstellern fürs Fernsehen zu inszenieren.
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Beitrag(#1999002) Verfasst am: 01.05.2015, 10:44    Titel: Giftgas und der Weltkrieg als Befreier Antworten mit Zitat

Nachtrag:
Jubel bei der Deutschen Chemischen Industrie - 100 Jahre Giftgaseinsatz im 1 WK,
nämlich am 25.04 - also natürlich muss man da dann ein paar Tage abziehen.

Zitat:
Frankfurter Zeitung
25.04.1915 Die Offensive in Flandern
Seit dem 22. April tobt die zweite Ypernschlacht. Deutschland bringt dabei eine neue, besonders heimtückische, Waffe zum Einsatz. Die Frankfurter Zeitung berichtet am 25. April 1915 über die neue Entwicklung.

http://www.faz.net/aktuell/politik/der-erste-weltkrieg/historisches-e-paper/frankfurter-zeitung-30-04-1915-eine-fahrt-nach-bruegge-13467648.html

Nachtrag von Gestern:

Dort wo die Deutschen sind,
geht es Pferd und Menschen gut:

Zitat:
Eine Fahrt nach Brügge

Runzelige Felsschichten, enge Taleinschnitte hin zu flachem, lehmigem Land – von Herbestal nach Brügge. Die Frankfurter Zeitung publiziert am 30. April 1915 einen Bericht über eine Fahrt nach Brügge.

http://www.faz.net/aktuell/politik/der-erste-weltkrieg/historisches-e-paper/frankfurter-zeitung-30-04-1915-eine-fahrt-nach-bruegge-13467648-p5.html?printPagedArticle=true#pageIndex_5

Es gibt darin aber interessante Beobachtungen - hier zur Klöppelkunst:

Zitat:
Die Weiblein werfen die Klöppel durcheinander, als dringe kein irdisches Ereignis mehr in das gottselige Verdämmern ihres Lebens. Seltsame Muster entstehen unter den klappernden Stäben, sein wie der Ausdruck von Blutdruckmessungen; es lohnt sich, eine halbe Stunde daneben zu stehen, um den blassen Fäden zuzuschauen.
(...)
das tote Flandern mit seinen schweigsamen Kulturüberlieferungen, das Belgien vor dem Krieg mit seiner sozialen Gewissenlosigkeit und seiner Unfähigkeit, für alle Landesbewohner ein Stückchen 20. Jahrhundert wohnlich zu machen, - dann muß man zwei Worte über die flandrische Spitze sagen.

Sie entsteht nur in den Beginenhöfen von Gent, Brügge, Mecheln, Alost, den alten flandrischen und bravantischen Städten, oder in den Spitzenschulen, die den Beginenhöfen angegliedert sind, von Nonnen geleitet werden, die Mädchen im Alter von sechs bis sieben Jahren aufnehmen, ihre völlige Erziehung übernehmen und sie bis mindestens zum 18. Jahr unterrichten. Worin? Man kann sich das Restchen Zeit vorstellen, das Spitze und Religion übrig lassen, wenn man weiß, die Mädchen brauchen 5 bis 6 Jahre, um die Valenciennes, 6 bis 8 Jahre, um die Mechelner Spitzen zu erlernen. Also ein Studium, wie unsere Gymnasialzeit. Und was haben sie dann erreicht? Daß sie ungefähr 80 bis 100 Zentimeter gewöhnlicher Spitze täglich (in zehn bis zwölf Stunden) herstellen können, die ihnen mit ungefähr 90 Centimes bezahlt werden!
eine ganze Jugend, vom sechsten Jahre ab, keine Schulbildung, sondern religiös verbrämte Dressur auf eine Fertigkeit, zwölfstündige Arbeitszeit bis zum Armenhaus oder Beginenhof; Gewinn: ein knapper Frank täglich, wenn nicht gar, wie in Ypern und Dixmuiden, Naturalbezahlung!

Dies das Schicksal von rund 20 000 Frauen und Kindern in vlamischen Landen, während es vor 30 Jahren noch das Schicksal von 150 000 war. Die alte Kunst der Spitze geht verloren; mag sie´s, wenn sie seit Jahrhunderten ihre Muster nur aus armseligen, bleichen, freudlosen Lebensfäden klöppelte!


Was übrigens bei den Zeitungsberichten fehlt - ist der innere Wandel den auch die rückständigen Regionen in Deutschland durch den Krieg erfahren haben - sieht man mal von Eifel, Hunsrück und Westerwald ab zwinkern
Diese Außenperspektive lieferten meist Kriegsgefangene - die in Deutschland in den Jahren des Krieges als 'Ersatzmänner' auf dem Lande eingesetzt wurden.
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Beitrag(#2033958) Verfasst am: 03.12.2015, 11:06    Titel: Eschborns wunderbare Welt der Kriegsgefangenenschaft Antworten mit Zitat

und zum Kriegsgefangene dann der Bericht über russische Kriegsgefangene in Eschborn:

Zitat:
Der Russe war ein sehr anstelliger Kerl
50 Kriegsgefangene kamen im Ersten Weltkrieg als Zwangsarbeiter ins Dorf Eschborn. Sie ersetzten Bauern und Bäcker, die an der Front dienten. Einige Häftlinge waren sehr froh im Dorf zu sein.
(...)
Über die Namen der zumeist aus der Ukraine stammenden Männer und deren Verbleib ist nichts bekannt; leider sei das Preußische Heeresarchiv in Berlin 1945 ausgebrannt, alle detaillierten Akten früherer Jahre seien verlorengegangen. Nachweislich seien sie aber alle in ihre Heimat zurückgekehrt, weder auf Todesfälle noch auf Hinrichtungen wiesen die Eschborner Dokumente, berichtet Raiss.

(...)

Raiss stützte sich für seine Recherche auch auf spärliche Berichte von Zeitzeugen:

(...)


Geschockt

na denn,
können wir uns ja den Weg in russische Archive sparen,
haben wir doch ein paar dünne Zeitzeugenberichte, die eben nur die deutsche Seite spiegelt.
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Beitrag(#2050385) Verfasst am: 28.03.2016, 00:50    Titel: Vor 100 Jahren - die Pickelhauben SPD putzt sich kaiserlich Antworten mit Zitat

Am 27. März erinnert die FAZ an ihren Artikel vor 100 Jahren,

nämlich:

http://www.faz.net/aktuell/politik/der-erste-weltkrieg/historisches-e-paper/frankfurter-zeitung-27-03-1916-spaltung-der-sozialdemokraten-13935175.html

Zitat:
Spaltung der Sozialdemokraten

Die Spaltung der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion scheint unumgänglich. Über den Bruderkampf der Partei berichtet die Frankfurter Zeitung am 27. März 1916.

(...)
Der Verleger des „Lübecker Volksboten“, Th. Schwarz, der zu den radikalen 18 gehört, sieht bereits die Spaltung der Partei als vollzogen an, denn er schreibt: „Nunmehr ist die Spaltung der Partei endgültig vollzogen, da es ja völlig ausgeschlossen ist, daß eine Partei zwei Fraktionen besitzen kann. Der Bruderkampf ist damit in die Partei hineingetragen, die bisher mit Recht so stolz sein konnte auf ihre Einigkeit und Geschlossenheit. Schwere innere Kämpfe werden uns bevorstehen; aber sie müssen durchgefochten werden.“


18,
das waren die Kriegsgegner, welche die Partei SPD im März 1916 ausschloß. Nun waren die Pickelhauben wieder unter sich. Partei des Burgfriedens säuberte sich von jeder Friedensopposition.
Es siegten die Pickelhauben.
Bereits zuvor wurden SPD-ler auf Seiten des Friedens verfolgt. Liebknecht und Co ausgeschlossen.

Die FAZ erinnert heute an ein weiteres Kriegstreiben der SPD-ler vor 100 Jahren, an eine weitere innerparteiliche 'Säuberung' gegen Friedensaktivisten,
indem sie eben diesen Artikel auswählte.

Heute erinnert die Tagesschau an den Osteraufstand in Irland vor 100 Jahren. Da legt man andere Schwerpunkte.
Man könnte aber auch an Spartakus erinnern,
wenn man wollte.
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Beitrag(#2052916) Verfasst am: 18.04.2016, 13:15    Titel: Englands Kindersoldaten in der Fabrik Antworten mit Zitat

Englands Kindersoldaten in der Fabrik

Immer mal wieder irre ich von der FAZ Erinnerungsseite auf den Twitterdienst zum 1WK,

https://twitter.com/RealTimeWW1

der Aufgrund seines universellen Durcheinanders sehr anregend ist.

Letztens bin ich dann im März auf einen Tweet des Imperial War Museums gestoßen.

Zu sehen ein Kind, das in einer Munitionsfabrik arbeitet.



Im Museum selbst gibt es auch einen kurzen Film aus dieser Zeit,
der Kinder / noch nicht kriegstaugliche Jugendliche in der Munitionsfabrik zeigt.
Die, die hier dieser gefährlichen Arbeit ausgesetzt werden, sind Jungen.

Hier der Link zur Videoseite:
http://www.iwm.org.uk/collections/item/object/1060005359

Zitat:
'WOMEN WINNING THE WAR: Women and boys working in munition factories replace men who are able to join the colours. Working on capstan lathes and large vertical drilling machines'. A brief scene of a boy working on a capstan lathe (as there is no footage of women, the item is presumably incomplete).


Filme von Frauen in Fabriken zu der Zeit gibt es massig - aber ich erinnere mich keines mit einer so deutlichen Darstellung von Jungen bei der Arbeit.
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Beitrag(#2052925) Verfasst am: 18.04.2016, 16:16    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn er in einer Fabrik arbeitet, ist er kein Soldat, also auch kein Kindersoldat.
Außerdem scheint mir das zwar ein Jugendlicher zu sein, aber kein Kind - ich denke, der ist ohne weiteres in einem arbeitsüblichen Alter.
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Beitrag(#2057271) Verfasst am: 28.05.2016, 17:35    Titel: Antworten mit Zitat

Dies ist eine Antwort aus dem thread "Flüchtlinge".

Casual3rdparty hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Die Russen haben allerdings auch Deutsche "erlebt", bereits 1941 als wir mordbrennend nach Moskau marschierten.

Ja - das Deutsche in beiden Weltkriegen (Russland-) Angreifer waren scheint etlichen nicht mehr so bewusst zu sein.

die deutschen waren in beiden weltkriegen russlandangreifer?
im 1.weltkrieg schlugen die deutschen einen russischen angriff zurück und schlossen danach frieden mit russland.


Na, zuvor, am 1. August 1914 hat Deutschland dem Zarenreich erst mal den Krieg erklärt und rund zwei Wochen später griffen zwei russische Armeen Gebiete Ostpreußens an.

Doch dieser Angriff war zuvor bewusst provoziert und auch herbei gesehnt worden. Der deutsche Imperialismus, der nach dem Verlust der alten Kolonien neue Kolonien im Osten anstrebte und die Grenzen Russlands bis auf Moskau zurück werfen wollte, hatte den Russen eine Falle gestellt - und auch insbesondere der SPD, welche nämlich aufgrund der propagandistischen Ausschlachtung des russischen Aufmarsches für die Kriegskredite stimmte und damit den Beginn des 1. Weltkrieges durch Deutschland mit unterstützte.

Zitat:
Die Frage eines Krieges gegen Russland spielte in den Kalkulationen der zivilen Reichsleitung aus außen- und innenpolitischen Gründen eine weit größere Rolle als in den Überlegungen der auf Frankreich fixierten Militärs, die zuletzt sogar von einer Kriegserklärung an Russland abrieten.

Abgesehen von dem Umstand, dass der Kreis um Bethmann Hollweg ohnehin Russland für die größere Bedrohung der deutschen Machtstellung in Europa hielt, kam es dem Reichskanzler in der Julikrise vor allem auf eine diplomatisch tragfähige Absicherung des offensiven deutschen Vorgehens im Westen und die Erschwerung, günstigstenfalls die Verhinderung eines britischen Kriegseintritts an.

Dazu aber musste Russland in die Position des Angreifers manövriert werden, der Krieg also „aus dem Osten“ kommen, wie der Kanzler schon am 8. Juli gegenüber Kurt Riezler anmerkte. Gottlieb von Jagow umriss die Logik, die am 1. August 1914 – nachdem die russische Regierung zwar mobilisiert, der deutschen aber „nicht den Gefallen getan hatte, den Krieg zu beginnen“ – zur deutschen Kriegserklärung an Russland führte, 1926 in einem Schreiben an einen Mitarbeiter des Reichsarchivs folgendermaßen:

„Die Aufgabe der Politischen Leitung bestand demnach darin, dieses kriegerische Vorgehen einzuleiten und zu rechtfertigen, und zwar in einer Form, die uns als die 'Angegriffenen' erscheinen lassen konnte, der Angreifer war Russland. Mit Frankreich hatten wir keinen Streit. (...) Mit Belgien lag aber gar kein Konflikt vor, die beabsichtigte Neutralitätsverletzung dieses Landes ließ sich nur durch den Krieg mit Frankreich, und dieser wiederum nur durch den Krieg mit Russland motivieren. Das Vorgehen Russlands war also die Basis, auf der allein das Vorgehen – auch nach Westen – zu begründen war. (...) Der Einmarsch in Belgien ließ sich nur durch den Krieg mit Frankreich, dieser nur durch den Krieg mit Russland rechtfertigen. War kein Krieg mit Russland, so bestand überhaupt kein Anlass für uns zum Kriege im Westen.“


https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ostfront_(Erster_Weltkrieg)&oldid=154029261


Siehe zu den deutschen Kriegszielen auch:

Zitat:
Einflussreiche Wirtschaftsorganisationen und nationale Verbände sowie hoch stehende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens forderten umfangreiche Gebietsabtretungen der Feindmächte zugunsten des Reichs. So sollte im Westen Frankreich ein wichtiges Industriegebiet in der Grenzregion Lothringen abgeben. Gegenüber Russland wurden Kriegsziele ins Auge gefasst, die auf die Errichtung einer deutschen Vormachtstellung hinausliefen. Dabei wurde an großräumige Umsiedlungen von Bevölkerungsteilen gedacht.

http://geschichtsverein-koengen.de/Weltkrieg1.htm


Die Sehnsüchte des deutschen Imperialismus in Richtung Osten sind übrigens nicht erst 1914 entstanden, sondern bereits Ende des 19. Jahrhunderts:

Zitat:
Bereits am 10. Dezember 1887 hatte ein junger Diplomat, kein anderer als der damals in St. Petersburg als Botschaftsrat amtierende spätere Staatssekretär und Reichskanzler Bernhard von Bülow, in einem Bericht an das Auswärtige Amt folgende Gedanken formuliert:

»Wir müssen eventuell dem Russen so viel Blut abzapfen, daß derselbe sich nicht erleichtert fühlt, sondern 25 Jahre außerstande ist, auf den Beinen zu stehen. Wir müssen die wirtschaftlichen Hilfsquellen Rußlands für lange hinaus durch Verwüstung seiner Schwarzerd-Gouvernements, Bombardierung seiner Küstenstädte, möglichste Zerstörung seiner Industrie und seines Handels zuschütten. Wir müßten endlich Rußland von jenen beiden Meeren, der Ostsee und dem Schwarzen Meer, abdrängen, auf denen seine Weltstellung beruht.«

Und 1897 schrieb Paul Rohrbach, einer der führenden außenpolitischen Publizisten seiner Zeit, in seinem Artikel »Durch die Ukraine« leitmotivisch:

»Wenn der Tag kommt, wo Rußland das Schicksal herausfordert, dann, ja dann könnte Rußland zertrümmert werden. Wer Kiew hat, kann Rußland zwingen!«


http://www.ag-friedensforschung.de/themen/1wk/ukraine.html


"Wer Kiew hat, kann Rußland zwingen!" - Klingt merkwürdig aktuell. Am Kopf kratzen

Die Initiative zum Friedensschluss ging im übrigen allein vom revolutionären Russland nach 1917 aus und nicht von Deutschland. Lenin und Trotzki setzten den Waffenstillstand durch

Casual3rdparty hat folgendes geschrieben:
im 2.weltkrieg waren stalin und hitler verbündete und nach 45 beherrschte russland alle nachbaren bis hin zur hälfte deutschlands und in den besetzten gebieten gabs progrome unter anderem auch gegen juden.


Man nennt das auch Geschichtsrevisionismus, was du da versuchst ...- zwinkern
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Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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Beitrag(#2078892) Verfasst am: 08.12.2016, 00:39    Titel: Deutsche Truppen erobern Bukarest Antworten mit Zitat

Heute vor 100 Jahren wurde in der FZ bekanntgegeben:

Zitat:
Deutsche Truppen erobern Bukarest
Ende August hatte Rumänien dem Deutschen Reich den Krieg erklärt. Drei Monate später nehmen deutsche Truppen Bukarest. „Ein historischer Tag“, meint die Frankfurter Zeitung - in ihrer Ausgabe vom 7. Dezember 1916. (...)


http://www.faz.net/aktuell/politik/der-erste-weltkrieg/historisches-e-paper/frankfurter-zeitung-07-12-1916-deutsche-truppen-erobern-bukarest-14464898.html

Wie immer auch mit Original als E-Paper
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Beitrag(#2084353) Verfasst am: 02.02.2017, 21:31    Titel: uneingeschränkter U-Boot Krieg der Deutschen Antworten mit Zitat

Wir verlassen mal das Land,
und blubbern ein bisschen im Ozean herum.

Vor 100 Jahren wurde mit der Verstärkung des 'uneingeschränkten U-Boot Kriegs' der Deutschen die Eintrittskarte für die USA ausgestellt,
auch Teil des Großen Spiels werden.

Zitat:
Uneingeschränkter U-Boot-Krieg geht weiter

Deutschland verschärft erneut den Seekrieg. Eine Note informiert Amerikas Präsidenten Wilson. Auch die Frankfurter Zeitung vom 1. Februar 1917 druckt die Note ab.


Quelle:
http://www.faz.net/aktuell/politik/der-erste-weltkrieg/frankfurter-zeitung-01-02-1917-uneingeschraenkter-u-boot-krieg-geht-weiter-14548208.html

Darin enthalten auch die den Deutschen inne wohnenende Eigenschaft der Friedensliebe,
und auch das teilbesetzte Belgien erfährt die Friedensliebe der Deutschen.

Unabhängig davon -
Aufgrund der durch die Seeblokade ausgehungerten Deutschen Bevölkerung schien ein U-Boot Krieg auch aus dieser Sicht nicht ganz unplausibel,
nur mal so eingeworfen - wenn in den gängigen Diskussionen dieser Aspekt ganz weit nach hinten rutscht - wenn er überhaupt auf Bahn gehalten wird.

Siehe auch dies - zum Steckrübenwinter 1916/1917:
https://de.wikipedia.org/wiki/Steckr%C3%BCbenwinter

Zitat:
Großbritannien hatte nach Kriegsbeginn 1914 ein Handelsembargo gegen Deutschland erlassen und eine zunehmend wirksame Handelsblockade zur See errichtet, die erst 1919 aufgehoben wurde. (...) Im Januar 1917 stoppten schließlich auch die USA den heimlichen Handel mit Deutschland über neutrale Staaten.
(...)

Im Winter 1916/1917 kam es zu einem unerwarteten Kälteeinbruch. Zudem wurden die Wohnungen mangels Kohle kaum mehr beheizt. Die Bevölkerung wurde teilweise durch Suppenküchen notdürftig versorgt.

Im Frühjahr 1917 sank die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln auf ihren Tiefpunkt. Die Ernte im Herbst brachte eine leichte Verbesserung.[18] Allerdings war sie auf die Hälfte eines normalen Ertrags gesunken. Gleichzeitig hatten die zugeteilten Lebensmittel durchschnittlich 1.000 kcal.[4] Die katastrophale Ernährungslage trug zu der Streikwelle bei, die, ausgehend von Berlin und Leipzig, die deutsche Rüstungsindustrie seit April 1917 empfindlich traf.


So pervers es klingen mag,
dem Hunger wohnte wohl ein Zauber innne,
der auch hätte zum Frieden führen können.

Wir werden ja in ein paar Wochen sehen - was in Russland vor 100 Jahren geschah - die Februar Revolution kommt - der Zar muss gehen.

Auf heute umgemünzt,
vielleicht verlängern Unicef und Co durch ihr Welternährungshilfeprogramm das Leiden der Menschen in Unrechtsregimen - weil sie die Folgen autoritärer Herrschaft, die Folgen von Ausbeutung und Unterdrückung, die Folgen von Krieg und Diktatur nur ablindern,
den Volkszorn durch Speisung besänftigen.
Andererseits - wie oft haben 'Hungernde' Potentaten gestürzt - und wie oft blieb es beim alten?

skeptisch
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