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Genitalverstümmelung
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Uriziel
Herpiderpi



Anmeldungsdatum: 22.12.2007
Beiträge: 1728

Beitrag(#914905) Verfasst am: 21.01.2008, 08:21    Titel: Re: Genitalverstümmelung Antworten mit Zitat

notkerbakker hat folgendes geschrieben:
Ärzte entdecken das Beschneidungs-Geschäft

Zitat:
Die Genitalverstümmelung von kleinen Mädchen ist in Afrika kaum auszurotten. Doch immer mehr Familien schienen sich dieser folgenschweren Tradition lösen zu können. «Glücklicherweise gegen immer mehr Beschneiderinnen ihren Beruf auf», erzählt Efua Dorkenoo, Mitarbeiterin einer Frauenrechtsorganisation aus Mali. Doch nun springen Mediziner in die Bresche.



Das ist an Perversion nicht zu überbieten...
Mit dem Verstümmeln von Kindern auch noch "Geld" zu machen... das ist mindestens genauso schlimm wie Kinderpornos...

Vor allem war da doch mal ne Geschichte, das man den Frauen (Mädchen) "nur" die Klitoris rausschneidet, oder?

So nach dem Motto "Die Frau brauch beim Sex keinen Spass zu haben. Nur der Mann" ...


Es ist also auf unverschämteste Weise pure Menschen/Frauen-Verachtung, widerlich. Vor allem hat es den Anschein, als wenn "Frauen unrein/unperfekt" wären und man sie "nachträglich verbessern" müsse.
Total widerlich, gehässig ist sowas. Reine Frauenverachtung...


Das ist ja glatt, als das sie dafür "bestraft" werden, Frauen zu sein.

Solchen "Ärzte" würde man hierzulande den Kopf einschlagen und dann wäre Ruhe und Abschreckung im Karton...
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 1303

Beitrag(#2018651) Verfasst am: 02.09.2015, 19:24    Titel: Brustbügeln in Kamerun Antworten mit Zitat

http://www.brigitte.de/frauen/gesellschaft/brustbuegeln-1254270/ schrieb:

Zitat:
In Kamerun werden die Brüste junger Mädchen mit heißen Werkzeugen "gebügelt", damit sie für Männer möglichst lange unattraktiv bleiben.


Und das noch von der eigenen Mutter!

Zitat:
Das "Brustbügeln" ist eine weitgehend unbekannte Form der Genitalverstümmelung, obwohl laut der "Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit" (GIZ) jedes zehnte Mädchen in Kamerun diese Prozedur erleiden muss.


(Fettung von mir)
_________________
Besondere Ergebnisse des G20-Gipfels in China: http://german.china.org.cn/txt/2016-09/08/content_39261108.htm
G20 Leaders' Communique Hangzhou Summit: http://www.g20.org/English/Dynamic/201609/t20160906_3396.html
http://www.un.org/en/index.html
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Desperadox
Nischenprodukt



Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 2240
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2018670) Verfasst am: 02.09.2015, 21:06    Titel: Re: Brustbügeln in Kamerun Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
http://www.brigitte.de/frauen/gesellschaft/brustbuegeln-1254270/ schrieb:

Zitat:
In Kamerun werden die Brüste junger Mädchen mit heißen Werkzeugen "gebügelt", damit sie für Männer möglichst lange unattraktiv bleiben.


Und das noch von der eigenen Mutter!

Zitat:
Das "Brustbügeln" ist eine weitgehend unbekannte Form der Genitalverstümmelung, obwohl laut der "Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit" (GIZ) jedes zehnte Mädchen in Kamerun diese Prozedur erleiden muss.


(Fettung von mir)
Mir war nicht klar, dass Brüste zu den Genitalien zählen.Ist das wirklich so?
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 1303

Beitrag(#2018690) Verfasst am: 02.09.2015, 23:05    Titel: Antworten mit Zitat

Die weiblichen Brüste zählen nicht zu den Genitalien.
Es ist allerdings Drüsengewebe, welches vom Mann sexuell wahrgenommen wird (sekundäre Geschlechtsmerkmale der Frau, Sexualdimorphismus).
Deshalb passt es zum Thema.
Ich wollte deswegen nicht einen eigenen Thread aufmachen.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, Postfeminist



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Beiträge: 34306
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Beitrag(#2018692) Verfasst am: 02.09.2015, 23:34    Titel: Antworten mit Zitat

Es macht hier ja auch nicht wirklich einen Unterschied ob man Brueste zu den Genitialien zaehlt oder nicht.

Die beschriebene Praxis ist extrem barbarisch und steht einer Genitalienverstuemmelung im engeren Sinne an Grausamkeit kaum nach.
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Naastika
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Beitrag(#2018713) Verfasst am: 03.09.2015, 10:10    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Es macht hier ja auch nicht wirklich einen Unterschied ob man Brueste zu den Genitialien zaehlt oder nicht.

Die beschriebene Praxis ist extrem barbarisch und steht einer Genitalienverstuemmelung im engeren Sinne an Grausamkeit kaum nach.



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Desperadox
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Beitrag(#2018830) Verfasst am: 03.09.2015, 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

Naastika hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Es macht hier ja auch nicht wirklich einen Unterschied ob man Brueste zu den Genitialien zaehlt oder nicht.

Die beschriebene Praxis ist extrem barbarisch und steht einer Genitalienverstuemmelung im engeren Sinne an Grausamkeit kaum nach.



Geschockt Geschockt Geschockt

yepp
Selbstverständlich.Ich war nur drüber gestolpert, das es im Artikel als Genitalverstümmelung bezeichnet wurde.Ich wollte das nicht verharmlosen.
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beachbernie
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Beitrag(#2018849) Verfasst am: 03.09.2015, 23:47    Titel: Antworten mit Zitat

Naastika hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Es macht hier ja auch nicht wirklich einen Unterschied ob man Brueste zu den Genitialien zaehlt oder nicht.

Die beschriebene Praxis ist extrem barbarisch und steht einer Genitalienverstuemmelung im engeren Sinne an Grausamkeit kaum nach.



Geschockt Geschockt Geschockt

yepp



Idee

Jetzt verstehe ich wie Dein "Schockzustand" gemeint ist....

Mit "Genitalienverstuemmelung" meine ich die grausame Praxis der Klitorisentfernung bei Maedchen, die ja eigentliches Thema der Threaderoeffnung ist. Das ist durchaus mit dem "Brustwegbuegeln", von dem jetzt die Rede ist, vergleichbar, weil beides geschlechsspezifische Organe so verstuemmelt, dass deren biologische Funktion stark eingeschraenkt wird.

Die Beschneidungspraxis bei Jungen durch Moslems und Juden zaehle ich demgegenueber nicht zu den "Genitalienverstuemmelungen", weil dieser Eingriff vergleichsweise harmlos ist. Letztlich wuerde ich auch diese Praxis gerne verschwinden sehen (zumindest bei unmuendigen Kindern, was Erwachsene freiwillig mit ihren diversen Hautlaeppchen machen ist deren Sache und geht mich nichts an), allerdings nicht durch strafrechtliche Eingriffe, sondern durch Ueberzeugungsarbeit innerhalb der betreffenden Religionsgemeinschaften.
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Naastika
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Beitrag(#2018867) Verfasst am: 04.09.2015, 08:25    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:

Die Beschneidungspraxis bei Jungen durch Moslems und Juden zaehle ich demgegenueber nicht zu den "Genitalienverstuemmelungen", weil dieser Eingriff vergleichsweise harmlos ist.



Ich glaube, zu dieser Behauptung wurde hier anlässlich entsprechenden BT-Beratung ausführlich Stellung genommen, mit abweichendem Ergebnis. Weinen
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Samson83
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Beitrag(#2018873) Verfasst am: 04.09.2015, 10:04    Titel: Antworten mit Zitat

Naastika hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Die Beschneidungspraxis bei Jungen durch Moslems und Juden zaehle ich demgegenueber nicht zu den "Genitalienverstuemmelungen", weil dieser Eingriff vergleichsweise harmlos ist.



Ich glaube, zu dieser Behauptung wurde hier anlässlich entsprechenden BT-Beratung ausführlich Stellung genommen, mit abweichendem Ergebnis. Weinen

Es gab kein "Ergebnis".
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Naastika
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Beitrag(#2018876) Verfasst am: 04.09.2015, 10:21    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Die Beschneidungspraxis bei Jungen durch Moslems und Juden zaehle ich demgegenueber nicht zu den "Genitalienverstuemmelungen", weil dieser Eingriff vergleichsweise harmlos ist.



Ich glaube, zu dieser Behauptung wurde hier anlässlich entsprechenden BT-Beratung ausführlich Stellung genommen, mit abweichendem Ergebnis. Weinen

Es gab kein "Ergebnis".



Ok, ich habe für mich als nicht unmittelbar Betroffene mitgenommen, dass genannte Praxis schmerzhaft und im Ergebnis gesundheitlich problematisch ist.

Wobei, was heisst schon, "vergleichsweise harmlos".?
Den kleinen Finger abgeschnitten zu bekommen ist im Vergleich zu Verlust des Daumens auch "vergleichsweise harmlos".

Ah, Mindunrung der sexuellen Empfingunngsfähigkeit im Erwachsenenalter kommt auch noch hinzu!
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Desperadox
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Beitrag(#2018972) Verfasst am: 04.09.2015, 20:54    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:

Die Beschneidungspraxis bei Jungen durch Moslems und Juden zaehle ich demgegenueber nicht zu den "Genitalienverstuemmelungen", weil dieser Eingriff vergleichsweise harmlos ist.
Ist natürlich alles relativ.Trotzdem ist mir unbegreiflich, wie man das Entfernen eines Teils der Genitalien, nicht als verstümmelung ansehen kann.Es bringt aber nichts, dieses Fass hier wieder aufzumachen.
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Lebensnebel
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Beiträge: 434

Beitrag(#2045792) Verfasst am: 24.02.2016, 17:18    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.tagesspiegel.de/wissen/debatte-um-genitalverstuemmelung-ein-symbolischer-schnitt/13006444.html
Zitat:
Und nun das: Im „Journal of Medical Ethics“ schlagen die Gynäkologin Kavita Shah Arora aus Cleveland in Ohio und ihr New Yorker Kollege Allan Jacobs vor, liberale Gesellschaften sollten „kultursensibler“ werden und zumindest kleine, eher symbolische Eingriffe tolerieren. Und sie sollten die Sprache überdenken, in der sie darüber reden. Werde etwa die Vorhaut der Klitoris nur teilweise beschnitten, so solle das nicht als Verstümmelung, sondern als „Veränderung“ (Alteration) bezeichnet werden: FGA statt FGM. Dafür brauche man eine neue Kategorisierung der Eingriffe, die sich an den Ergebnissen für die Frauen orientiere.
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Hebart
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Anmeldungsdatum: 09.12.2015
Beiträge: 431

Beitrag(#2045823) Verfasst am: 24.02.2016, 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
http://www.tagesspiegel.de/wissen/debatte-um-genitalverstuemmelung-ein-symbolischer-schnitt/13006444.html
Zitat:
Und nun das: Im „Journal of Medical Ethics“ schlagen die Gynäkologin Kavita Shah Arora aus Cleveland in Ohio und ihr New Yorker Kollege Allan Jacobs vor, liberale Gesellschaften sollten „kultursensibler“ werden und zumindest kleine, eher symbolische Eingriffe tolerieren. Und sie sollten die Sprache überdenken, in der sie darüber reden. Werde etwa die Vorhaut der Klitoris nur teilweise beschnitten, so solle das nicht als Verstümmelung, sondern als „Veränderung“ (Alteration) bezeichnet werden: FGA statt FGM. Dafür brauche man eine neue Kategorisierung der Eingriffe, die sich an den Ergebnissen für die Frauen orientiere.


Kompromisse einzugehen, um irgendwie einen besseren Zustand zu erreichen ist oftmals keine schlechte Handlungsweise. In dieser Thematik bin ich nicht kompromissfähig Schulterzucken
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Critic
oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 13826
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#2045875) Verfasst am: 24.02.2016, 23:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hebart hat folgendes geschrieben:
Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
http://www.tagesspiegel.de/wissen/debatte-um-genitalverstuemmelung-ein-symbolischer-schnitt/13006444.html
Zitat:
Und nun das: Im „Journal of Medical Ethics“ schlagen die Gynäkologin Kavita Shah Arora aus Cleveland in Ohio und ihr New Yorker Kollege Allan Jacobs vor, liberale Gesellschaften sollten „kultursensibler“ werden und zumindest kleine, eher symbolische Eingriffe tolerieren. Und sie sollten die Sprache überdenken, in der sie darüber reden. Werde etwa die Vorhaut der Klitoris nur teilweise beschnitten, so solle das nicht als Verstümmelung, sondern als „Veränderung“ (Alteration) bezeichnet werden: FGA statt FGM. Dafür brauche man eine neue Kategorisierung der Eingriffe, die sich an den Ergebnissen für die Frauen orientiere.


Kompromisse einzugehen, um irgendwie einen besseren Zustand zu erreichen ist oftmals keine schlechte Handlungsweise. In dieser Thematik bin ich nicht kompromissfähig Schulterzucken

(1) Sagen wir so: In vielen Menschen ist die Vorstellung noch verwurzelt, eine unbeschnittene Frau könne keinen guten Mann finden und keine Kinder bekommen, sei "unrein", "unehrenhaft" oder ähnliches. Ist nur die Frage, ob es den Mädchen hilft, schwache Formen der Beschneidung nicht als Verstümmelung anzusehen. Einerseits könnte man natürlich sagen, wenn die jeweilige Gruppe akzeptieren würde, daß z.B. nur ein kleiner Schnitt beigebracht wird, der von selbst bald wieder heilt, wäre das "besser".


(2a) Andererseits ist das aber doch eher ein Problem der fehlenden Information: Es ist doch vieles von dem, was traditionell geglaubt wird, schon objektiv nicht haltbar.

(2b) Es schien mir aber auch so, daß auch versucht werden soll - oder es zumindest ein Nebeneffekt der Argumentation ist -, die Beschneidung bei Jungen argumentativ zu "retten". Sprich: indem man definiert, daß eine Beschneidung bei Mädchen, die von der Eingriffigkeit mit der bei Jungen vergleichbar ist (etwa, indem Gewebe weggeschnitten wird, das aus dem gleichen Keim hervorgeht, was der definitorisch kleinsten Stufe der FGM entspricht), keine Verstümmelung mehr sein soll, damit eben auch denen widersprochen werden soll, die die Beschneidung bei Jungen als Verstümmelung ansehen.


(3) Die letzten Posts von 2015 im Thread bezogen sich ja gerade auf die Formulierung, die Beschneidung bei Jungen sei "weniger schlimm". In der Nachlese fand ich da auch: Den Vergleich zwischen Finger und ganzer Hand könnte man auch anbringen. Dann könnte man ja nix sagen, wenn in Saudi-Arabien einem Jugendlichen, der ein belegtes Brötchen genommen hat, ohne zu bezahlen, nur ein Finger und nicht die ganze Hand abgehackt würde, denn das sei ja "weniger schlimm" Schulterzucken. Die Tatsache ist aber, daß (außerhalb der "Glaubenswahrheit") niemand die Leute dazu zwingt, sich das eine ODER das andere auszusuchen oder zu verhängen. Sondern die Religion hat da ein Problem geschaffen, das man ohne sie nicht hätte: Sie sind frei, Körperteile nicht mehr abzuhacken. Und ich finde, wenn man das jetzt so relativiert, dann relativiert man nicht nur, daß Jungen sehr wohl unter der Beschneidung leiden können, sondern man relativiert dasselbe auch bei Mädchen.


(4) Wenn man anläßlich der "Beschneidungsdebatte" einige Argumente von Befürwortern der Beschneidung bei Jungen hörte oder las, konnte man schon denken: Genau dasselbe sagen doch die Befürworter der Beschneidung auch: Das sei besser für die Hygiene, dann sei man "rein", sonst müsse die Gemeinschaft den Menschen leider, leider ausgrenzen, Unbeschnittene könnten nicht jüdisch heiraten etc., das sei geradezu die Voraussetzung für ein gesundes und glückliches Leben. Und es gibt meiner Erinnerung nach eben auch eine Studie: Es gebe demnach keine Kultur, in der Mädchen beschnitten würden, in der nicht auch Jungen beschnitten wurden. Nicht alle Kulturen, in denen Jungen beschnitten würden, würden auch Mädchen beschneiden. Aber es gebe eben auch keine Kultur, in der Mädchen beschnitten würden, Jungen aber nicht. Insofern wäre ja auch zu fragen, ob das nicht gewissermaßen "kulturell" zusammenhängt.
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Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

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Kramer
postvisuell



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 25745

Beitrag(#2045881) Verfasst am: 25.02.2016, 01:11    Titel: Antworten mit Zitat

Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
http://www.tagesspiegel.de/wissen/debatte-um-genitalverstuemmelung-ein-symbolischer-schnitt/13006444.html
Zitat:
Und nun das: Im „Journal of Medical Ethics“ schlagen die Gynäkologin Kavita Shah Arora aus Cleveland in Ohio und ihr New Yorker Kollege Allan Jacobs vor, liberale Gesellschaften sollten „kultursensibler“ werden und zumindest kleine, eher symbolische Eingriffe tolerieren. Und sie sollten die Sprache überdenken, in der sie darüber reden. Werde etwa die Vorhaut der Klitoris nur teilweise beschnitten, so solle das nicht als Verstümmelung, sondern als „Veränderung“ (Alteration) bezeichnet werden: FGA statt FGM. Dafür brauche man eine neue Kategorisierung der Eingriffe, die sich an den Ergebnissen für die Frauen orientiere.


Aus dem gleichen Artikel:

Zitat:
„Absolutisten, die einen solchen Kompromiss ablehnen, könnten Kindern dagegen weiteren Schaden zufügen.“


Das erinnert mich an die aktuelle Debatte über den Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverband und die Reaktion des Spiegel-Redakteurs Guido Kleinhubbert darauf. Siehe http://www.heise.de/tp/news/Pssst-nicht-ueber-die-Armut-in-Deutschland-reden-bitte-3116540.html Über Armut in Deutschland darf man nicht sprechen, weil das Munition für die rechten Bauernfänger se3in könnte, Verstümmelung an Kindern darf man nicht Verstümmelung nennen, weil man damit den betroffenen Kindern schadet.

Nichts gegen Kompromisse, aber Kompromisse kann man nicht auf Kosten anderer machen. Das ist kein Kompromiss, sondern ein mieses Geschäft. Was die Beschneidung von Mädchen angeht, ist die deutsche Rechtsprechung eindeutig. Aber bei den Jungen ist man kompromissbereit. Das ist Irrsinn, den man hat eigentlich schon erkannt, dass die Beschneidung von Genitalien bei Kindern ein Unrecht ist, aber man traut sich nicht, diese Erkenntnis letztendlich durchzusetzen. Und der Grund dafür ist eben nicht, dass eine Beschneidung bei einem Mädchen immer schlimmer ist, als bei einem Jungen. Der Grund dafür ist, dass die Beschneidung von Jungen etablierter ist und man diejenigen, die das wollen, nicht als Wähler vergraulen will.
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fwo
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Beitrag(#2045886) Verfasst am: 25.02.2016, 03:19    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Die Beschneidungspraxis bei Jungen durch Moslems und Juden zaehle ich demgegenueber nicht zu den "Genitalienverstuemmelungen", weil dieser Eingriff vergleichsweise harmlos ist.



Ich glaube, zu dieser Behauptung wurde hier anlässlich entsprechenden BT-Beratung ausführlich Stellung genommen, mit abweichendem Ergebnis. Weinen

Es gab kein "Ergebnis".

Du meinst, dass es keinen wirklichen politischen Konsens gab. Auf der medizinischen Seite ist das Thema schon lange eindeutig entschieden, und zwar gegen die Beschneidung. Da gab es nur kurzfristige Irritationen wegen Empfehlungen der American Academy of Pediatrics (AAP), die nicht rechtzeitg beantwortet werden konnten.

Ich bedaure immer noch, dass da einige Abgeordnete zwar anders abgestimmt haben, aber nicht die Kraft aufbrachten, genügend Stimmen für eine Normenkontrolle zu sammeln.
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astarte
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Beitrag(#2045888) Verfasst am: 25.02.2016, 07:10    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Auf der medizinischen Seite ist das Thema schon lange eindeutig entschieden, und zwar gegen die Beschneidung. ...

Und die Risiken des Eingriffes dürften bei Mädchen vergleichbar sein.

Für mich sind Bescheidung von Klitorisvorhaut sowie von Penisvorhaut (ohne medizinische Indikation), unnötige, chirurgische Eingriffe in gesundes Gewebe. Und und wegen des Risikos, der Schmerzhaftigkeit und der möglichen negativen Folgen, als nicht dem Kindeswohl dienlich, abzulehnen.
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zelig
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Beitrag(#2045894) Verfasst am: 25.02.2016, 08:55    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Auf der medizinischen Seite ist das Thema schon lange eindeutig entschieden, und zwar gegen die Beschneidung. ...

Und die Risiken des Eingriffes dürften bei Mädchen vergleichbar sein.

Für mich sind Bescheidung von Klitorisvorhaut sowie von Penisvorhaut (ohne medizinische Indikation), unnötige, chirurgische Eingriffe in gesundes Gewebe. Und und wegen des Risikos, der Schmerzhaftigkeit und der möglichen negativen Folgen, als nicht dem Kindeswohl dienlich, abzulehnen.


Ja. Ich finde daher die Einforderung von größerer "Kultursensibilität" unglücklich. Die Sensibilität sollte den Beschnittenen gelten. Auch ist es unglücklich von "symbolischen Eingriffen" zu sprechen, da man diese Formulierung so verstehen könnte, als sei damit gemeint, daß rein symbolische Handlungen, und keine Eingriffe vorgenommen würden. Als wäre der Eingriff gleichzusetzen mit reiner Symolik. Das stimmt nicht. Die Handlung ist zwar symbolisch aufgeladen, aber sie hat zugleich massive Auswirkungen auf das Leben der Beschnittenen. Auch den Appell an "liberale Gesellschaften" ruft bei mir Ablehnung hervor. Warum sollen liberale Gesellschaften größeren Abstand zu ihren eigenen Standards nehmen, als illiberale Gesellschaften.
Das wäre meine Kritik, wohl wissend, daß sie vielleicht als unvereinbar mit meinem Standpunkt zur gesetzlichen Regelung wahrgenommen werden kann. Ich finde sie steht dazu nicht im Widerspruch.
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Beitrag(#2045900) Verfasst am: 25.02.2016, 09:40    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Auf der medizinischen Seite ist das Thema schon lange eindeutig entschieden, und zwar gegen die Beschneidung. ...

Und die Risiken des Eingriffes dürften bei Mädchen vergleichbar sein.

Für mich sind Bescheidung von Klitorisvorhaut sowie von Penisvorhaut (ohne medizinische Indikation), unnötige, chirurgische Eingriffe in gesundes Gewebe. Und und wegen des Risikos, der Schmerzhaftigkeit und der möglichen negativen Folgen, als nicht dem Kindeswohl dienlich, abzulehnen.


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astarte
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Beiträge: 36335

Beitrag(#2045924) Verfasst am: 25.02.2016, 11:33    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Auf der medizinischen Seite ist das Thema schon lange eindeutig entschieden, und zwar gegen die Beschneidung. ...

Und die Risiken des Eingriffes dürften bei Mädchen vergleichbar sein.

Für mich sind Bescheidung von Klitorisvorhaut sowie von Penisvorhaut (ohne medizinische Indikation), unnötige, chirurgische Eingriffe in gesundes Gewebe. Und und wegen des Risikos, der Schmerzhaftigkeit und der möglichen negativen Folgen, als nicht dem Kindeswohl dienlich, abzulehnen.


Ja. Ich finde daher die Einforderung von größerer "Kultursensibilität" unglücklich. Die Sensibilität sollte den Beschnittenen gelten. Auch ist es unglücklich von "symbolischen Eingriffen" zu sprechen, da man diese Formulierung so verstehen könnte, als sei damit gemeint, daß rein symbolische Handlungen, und keine Eingriffe vorgenommen würden. Als wäre der Eingriff gleichzusetzen mit reiner Symolik. Das stimmt nicht. Die Handlung ist zwar symbolisch aufgeladen, aber sie hat zugleich massive Auswirkungen auf das Leben der Beschnittenen. Auch den Appell an "liberale Gesellschaften" ruft bei mir Ablehnung hervor. Warum sollen liberale Gesellschaften größeren Abstand zu ihren eigenen Standards nehmen, als illiberale Gesellschaften.
....

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Beitrag(#2045933) Verfasst am: 25.02.2016, 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

Yepp Daumen hoch!

Unbegreiflich, dass SO WAS überhaupt zur Disskusion steht. Wollen die sich profilieren, oder was sollte das... zornig
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Beitrag(#2045939) Verfasst am: 25.02.2016, 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

Naastika hat folgendes geschrieben:
Yepp Daumen hoch!

Unbegreiflich, dass SO WAS überhaupt zur Disskusion steht. Wollen die sich profilieren, oder was sollte das... zornig

Habt Ihr so ein schlechtes Gedächtnis?
http://www.focus.de/politik/deutschland/religionsfreiheit-gruenen-politiker-beck-fordert-akzeptanz-fuer-religioeses-schaechten-und-beschneidung_id_5155816.html
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Naastika
RL rulez<->auf Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 23.11.2003
Beiträge: 5730
Wohnort: an der Fütterungsstelle der Eichhörnchen

Beitrag(#2045944) Verfasst am: 25.02.2016, 13:12    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:
Yepp Daumen hoch!

Unbegreiflich, dass SO WAS überhaupt zur Disskusion steht. Wollen die sich profilieren, oder was sollte das... zornig

Habt Ihr so ein schlechtes Gedächtnis?
http://www.focus.de/politik/deutschland/religionsfreiheit-gruenen-politiker-beck-fordert-akzeptanz-fuer-religioeses-schaechten-und-beschneidung_id_5155816.html



K.A., wer was vergessen hat, aber von Politikern jeglichen Couleures ist mensch einges gewöht, doch von Gynäkologen... skeptisch
_________________
www.saekulare-gruene.de

Lebe besser, helfe öfter, staune mehr
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 18292
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2045949) Verfasst am: 25.02.2016, 13:45    Titel: Antworten mit Zitat

Naastika hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:
Yepp Daumen hoch!

Unbegreiflich, dass SO WAS überhaupt zur Disskusion steht. Wollen die sich profilieren, oder was sollte das... zornig

Habt Ihr so ein schlechtes Gedächtnis?
http://www.focus.de/politik/deutschland/religionsfreiheit-gruenen-politiker-beck-fordert-akzeptanz-fuer-religioeses-schaechten-und-beschneidung_id_5155816.html



K.A., wer was vergessen hat, aber von Politikern jeglichen Couleures ist mensch einges gewöht, doch von Gynäkologen... skeptisch

Tut mir leid, wenn ich jetzt Dein besonderes Verhältnis zu Deinem Gynäkologen berühre, aber aus meiner Arbeit im Medinzinbetrieb (und aus den Erfahrungen meiner Frau) habe ich die Aussage mitgenommen, dass es eine Ausnahme ist, wenn sich ein guter Mediziner in die Gynäkologie verirrt. Da sitzen mehr Dienstleister an der Frauenseele (Ein Schelm, wer jetzt an Korkenzieher denkt).

Was allgemeinmedizinische Bildung angeht, nähern die sich mit den Praxisjahren wahrscheinlich dem Politiker. Und auch Mediziner müssen sich normalerweise in diese Thematik erst einlesen, weil die wesentlichen Aussagen, die das Verhältnis der Medizin zu diesem Thema geändert haben, noch nicht so alt sind.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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Hebart
auf eigenen Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 09.12.2015
Beiträge: 431

Beitrag(#2045954) Verfasst am: 25.02.2016, 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Naastika hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:
Yepp Daumen hoch!

Unbegreiflich, dass SO WAS überhaupt zur Disskusion steht. Wollen die sich profilieren, oder was sollte das... zornig

Habt Ihr so ein schlechtes Gedächtnis?
http://www.focus.de/politik/deutschland/religionsfreiheit-gruenen-politiker-beck-fordert-akzeptanz-fuer-religioeses-schaechten-und-beschneidung_id_5155816.html



K.A., wer was vergessen hat, aber von Politikern jeglichen Couleures ist mensch einges gewöht, doch von Gynäkologen... skeptisch


Mediziner als wesentliche Stütze in umstrittenen ethischen Fragen? Ich weiß nicht, aber da wäre ich mittlerweile auch ziemlich vorsichtig. Es spricht sich ja wohl seit einiger Zeit herum, m.E. nicht ganz unberechtigt, ihnen sei der Geldbeutel näher als der hippokratische Eid, bzw. ethisch wertvolle Medizin.

Gerade vor kurzem bin ich über so eine Doku gestolpert, wonach wir die höchsten Amputationen haben, dies aber nicht aus medizinischer Notwendigkeit, sondern wegen finanziellen Motiven. Das ist schon einigermaßen schockierend.
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 1303

Beitrag(#2085028) Verfasst am: 06.02.2017, 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/genitalverstuemmelung-50-000-betroffene-frauen-in-deutschland-a-1133379.html

Zitat:
In Deutschland leben schätzungsweise 47.000 Opfer weiblicher Genitalverstümmelung. Das geht aus der ersten Studie zur nationalen Verbreitung der Beschneidung von Frauen hervor, die das Bundesfamilienministerium am Montag vorgestellt hat.


200 Mio. Mädchen und Frauen z. B. aus Eritrea, Äthiopien, Mali, Irak, Indonesien und Mauretanien sind betroffen.
In Ägypten, Somalia, Guinea und Dschibuti sind es sogar 90% betroffene Frauen und Mädchen.

Eine solche Verstümmelung sehe ich als einen Grund von Verfolgung aufgrund des Geschlechtes an.
Insofern ist weibliche Beschneidung ein Fluchtgrund und ein Grund für die Gewährung von Asyl in Deutschland.
Ein Verbot der weiblichen Beschneidung gilt seit Ende 2016 in Deutschland, auch für das Ausland.

Medizinische, ethische oder religiöse Gründe für diese grausame Tradition gibt es nicht.
Die Uno hat sich zum Ziel gesetzt, die Praxis der weiblichen Beschneidung bis 2030 zu beenden.
_________________
Besondere Ergebnisse des G20-Gipfels in China: http://german.china.org.cn/txt/2016-09/08/content_39261108.htm
G20 Leaders' Communique Hangzhou Summit: http://www.g20.org/English/Dynamic/201609/t20160906_3396.html
http://www.un.org/en/index.html
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