Freigeisterhaus Foren-Übersicht www.artikeldrei.de
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   NutzungsbedingungenNutzungsbedingungen   BenutzergruppenBenutzergruppen   LinksLinks   ChatChat   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   KarteKarte   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Mord aus Raserei
Gehe zu Seite Zurück  1, 2
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen   Drucker freundliche Ansicht    Freigeisterhaus Foren-Übersicht -> Kultur und Gesellschaft
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
jdf
hmm



Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 16636

Beitrag(#2087482) Verfasst am: 01.03.2017, 22:03    Titel: Antworten mit Zitat

Critic hat folgendes geschrieben:
(Wobei: Andererseits gehen aber die weitaus meisten, die eine Straftat begehen, eben davon aus, daß alles gutgeht und sie nicht erwischt werden - (oder denken sie gar nicht darüber nach, ob sie erwischt werden könnten? Da zu differenzieren...)?! Ob eine empfindlichere Strafandrohung da hilft?)

Die Aussicht, den Führerschein lebenslang zu verlieren, dürfte recht wirksam sein...
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
jdf
hmm



Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 16636

Beitrag(#2087483) Verfasst am: 01.03.2017, 22:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe gelesen/gehört (schwedische Wissenschaftler), dass das Urteil der gängigen Rechtsprechung des BGH nicht widerspricht. Ob das tatsächlich so ist, wird sich dann ja zeigen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
DonMartin
registrierter User



Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 4430

Beitrag(#2087484) Verfasst am: 01.03.2017, 22:27    Titel: Antworten mit Zitat

sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
Schadensersatz und Schmerzensgeld können die Täter in der Regel auch nicht zahlen, weil auf die noch die Prozesskosten, die Forderungen der Sozialversicherungen (v.a. der Krankenkassen, der Rentenversicherungen, ggf. auch des Jobcenters) zukommen.

Könnte man zynischerweise einwenden: für jemand, der echt lebenslänglich sitzt, sind das eher theoretische Probleme.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Kramer
postvisuell



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 28036

Beitrag(#2087498) Verfasst am: 02.03.2017, 00:19    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Critic hat folgendes geschrieben:
(Wobei: Andererseits gehen aber die weitaus meisten, die eine Straftat begehen, eben davon aus, daß alles gutgeht und sie nicht erwischt werden - (oder denken sie gar nicht darüber nach, ob sie erwischt werden könnten? Da zu differenzieren...)?! Ob eine empfindlichere Strafandrohung da hilft?)

Die Aussicht, den Führerschein lebenslang zu verlieren, dürfte recht wirksam sein...


Ich bezweifele, dass jemand, der sich nicht um Verkehrsregeln, Geschwindigkeitsbegrenzungen und die Sicherheit seiner Mitmenschen schert, ausgerechnet beim Fahren ohne Fahrerlaubnis plötzlich zu einem verantwortungsvollen Menschen mutiert.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
jdf
hmm



Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 16636

Beitrag(#2087508) Verfasst am: 02.03.2017, 10:46    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt immer noch Menschen, für die Ehre kein hohles Wort ist. Und der Ehrverlust, der mit dem Verlust der Fahrerlaubnis einhergeht, sollte nicht unterschätzt werden.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
vrolijke
Bekennender Pantheist
Moderator



Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 33404
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2087509) Verfasst am: 02.03.2017, 10:54    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Es gibt immer noch Menschen, für die Ehre kein hohles Wort ist. Und der Ehrverlust, der mit dem Verlust der Fahrerlaubnis einhergeht, sollte nicht unterschätzt werden.


Der Entzug der Fahrerlaubnis ist für Autojunkies sowas wie Ausschluss aus der Gesellschaft.

Ich kann mich erinnern an ein ehemaliger Kollege, der sein Führerschein drei Monate abgeben mußte.
Er meinte, jede in der Bahn starrte ihn an, weil er kein Führerschein hätte. (Seine Denkweise: "wieso fährt man Bahn, wenn man einen Führerschein hat").
_________________
Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen


Zuletzt bearbeitet von vrolijke am 02.03.2017, 11:08, insgesamt einmal bearbeitet
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
sponor
registrierter User



Anmeldungsdatum: 16.05.2008
Beiträge: 1481
Wohnort: München

Beitrag(#2087510) Verfasst am: 02.03.2017, 10:57    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
.... echt lebenslänglich ...

Falsches Land (zum Glück!!).

Hinreichend Details dazu gibt es hier.
_________________
Unsere Welt wird noch so fein werden, daß es so lächerlich sein wird, einen Gott zu glauben als heutzutage Gespenster.
(G. Chr. Lichtenberg)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
sünnerklaas
Mietzekatzenkater - treibt den Kessel



Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 10323
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2087512) Verfasst am: 02.03.2017, 12:18    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Es gibt immer noch Menschen, für die Ehre kein hohles Wort ist. Und der Ehrverlust, der mit dem Verlust der Fahrerlaubnis einhergeht, sollte nicht unterschätzt werden.


Der Entzug der Fahrerlaubnis ist für Autojunkies sowas wie Ausschluss aus der Gesellschaft.

Ich kann mich erinnern an ein ehemaliger Kollege, der sein Führerschein drei Monate abgeben mußte.
Er meinte, jede in der Bahn starrte ihn an, weil er kein Führerschein hätte. (Seine Denkweise: "wieso fährt man Bahn, wenn man einen Führerschein hat").


Diese Leute sind meist solche, die stets von sich selbst auf andere schließen.

Ansonsten ist das Auto aber bei vielen DAS Statussymbol überhaupt. Mit dem ausschließlich in der Stadt gefahrenen SUV möchten viele nach außen hin signalisieren, sich einen ganz großen Schlucker leisten zu können. Und mit dem weißen SUV wird signalisiert, dass man das Fahrzeug einfach mal so fährt, obwohl man es eigentlich gar nicht braucht.
_________________
"Bullshit ist eine dritte Kategorie zwischen Wahrheit und Lüge" (Harry Frankfurt)

Ausser Hypochondrie habe ich alle Krankheiten.

Ich fordere: JEDEM VOLLPFOSTEN SEIN EIGENES "Mimi-Mimi!"
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ahriman
boshafter Spötter



Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 15582
Wohnort: 89250 Senden

Beitrag(#2087513) Verfasst am: 02.03.2017, 12:48    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Ich bezweifele, dass jemand, der sich nicht um Verkehrsregeln, Geschwindigkeitsbegrenzungen und die Sicherheit seiner Mitmenschen schert, ausgerechnet beim Fahren ohne Fahrerlaubnis plötzlich zu einem verantwortungsvollen Menschen mutiert.

Als ich mein erstes Motorrad besaß, aber noch keinen Führerschein bin ich natürlich schwarz gefahren. (Der Fahrlehrer hat das sofort gemerkt und mich angeschnauzt.) Aber ich fuhr genau nach Vorschrift und keinesfalls zu schnell - ich wollte doch nicht von einem Bullen angehalten werden.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Critic
oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 14242
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#2126584) Verfasst am: 02.03.2018, 01:37    Titel: Antworten mit Zitat

Der BGH hat das Mordurteil gegen die beiden Berliner Raser kassiert

Könnte man auch sagen, das sei "erwartbar" gewesen? Es reiche zwar aus, den Tod eines Anderen "billigend in Kauf zu nehmen", um wegen Mordes verurteilt werden zu können. Allerdings könne das wohl kaum nachgewiesen werden.

Man könnte natürlich "eigentlich" wissen, daß ein Auto potentiell auch eine tödliche Waffe sein kann, auch ohne es zu wollen: Bei 170 kann es ganz schnell gefährlich werden - für einen selbst oder für den anderen Verkehrsteilnehmer -, wenn jemand einem plötzlich vors Auto läuft oder - wie in dem Fall - fährt, und deswegen läßt man das "eigentlich" bleiben.

Nur: Leute mit 18-25 denken vielleicht nicht so darüber nach. Kann man nicht eher davon ausgehen, daß die Typen, als sie ihr Rennen veranstaltet haben, gar nicht darüber nachgedacht haben, ob sie damit eventuell jemanden gefährden, oder bestenfalls "wird schon nix passieren"?


(Wie damit umgehen, ist natürlich wieder eine andere Sache: Es gibt auch die Position, daß man bei Personen, die an solchen Rennen teilnehmen oder die alkoholisiert fahren, das notwendige Maß an Verantwortung als nicht gegeben ansehen sollte, daß man ihnen also -- auch wenn nichts passiert ist --, Lappen und Auto ggf. ganz wegnehmen sollte. Am Kopf kratzen)
_________________
"Die Pentagon-Gang wird in der Liste der Terrorgruppen geführt"

Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

"Wahrheit läßt sich nicht zeigen, nur erfinden." (Max Frisch)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Ahriman
boshafter Spötter



Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 15582
Wohnort: 89250 Senden

Beitrag(#2126592) Verfasst am: 02.03.2018, 11:53    Titel: Antworten mit Zitat

Es fehlen zuverlässige Prüfmethoden um festrzustellen, ob ein Führerschein-Bewerber überhaupt geistig reif genug ist. Viele werden es nie. Kürzlich ein Dash-Cam-Filmchen gesehen, da kam einer mit einem Beil in der Hand wutschnaubend aus der Karre raus!
Mir hätte man den Führerschein auch erst mit 27 geben dürfen. Möglicherweise ging es nur darum gut, weil damals die Fahrzeuge aus heutiger Sicht völlig untermotorisiert waren. Mein erstes Motorrad hatte 4,5 PS! Ein Ilo-Zweitakter. Damit konnte ich nun wirklich nicht rasen, das Ding machte mit Müh und Not 90 km/h.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Wilson
zwischen gaga und dada



Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 9389
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2126594) Verfasst am: 02.03.2018, 11:54    Titel: Antworten mit Zitat

Critic hat folgendes geschrieben:
Der BGH hat das Mordurteil gegen die beiden Berliner Raser kassiert

Könnte man auch sagen, das sei "erwartbar" gewesen? Es reiche zwar aus, den Tod eines Anderen "billigend in Kauf zu nehmen", um wegen Mordes verurteilt werden zu können. Allerdings könne das wohl kaum nachgewiesen werden.

Man könnte natürlich "eigentlich" wissen, daß ein Auto potentiell auch eine tödliche Waffe sein kann, auch ohne es zu wollen: Bei 170 kann es ganz schnell gefährlich werden - für einen selbst oder für den anderen Verkehrsteilnehmer -, wenn jemand einem plötzlich vors Auto läuft oder - wie in dem Fall - fährt, und deswegen läßt man das "eigentlich" bleiben.

Nur: Leute mit 18-25 denken vielleicht nicht so darüber nach. Kann man nicht eher davon ausgehen, daß die Typen, als sie ihr Rennen veranstaltet haben, gar nicht darüber nachgedacht haben, ob sie damit eventuell jemanden gefährden, oder bestenfalls "wird schon nix passieren"?




(Wie damit umgehen, ist natürlich wieder eine andere Sache: Es gibt auch die Position, daß man bei Personen, die an solchen Rennen teilnehmen oder die alkoholisiert fahren, das notwendige Maß an Verantwortung als nicht gegeben ansehen sollte, daß man ihnen also -- auch wenn nichts passiert ist --, Lappen und Auto ggf. ganz wegnehmen sollte. Am Kopf kratzen)



so sind sie im grunde wegen ihrer, mit verlaub, blödheit bzw dummheit nicht wg. mordes verurteilt worden?
_________________
"als ob"


Zuletzt bearbeitet von Wilson am 02.03.2018, 12:02, insgesamt einmal bearbeitet
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Diligentia
wúxìng



Anmeldungsdatum: 31.12.2017
Beiträge: 205

Beitrag(#2126595) Verfasst am: 02.03.2018, 12:01    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
Es fehlen zuverlässige Prüfmethoden um festrzustellen, ob ein Führerschein-Bewerber überhaupt geistig reif genug ist. Viele werden es nie. ...

Zuverlässige Prüfmethoden gäbe es, wenn es den politischen Willen gäbe, sie zu installieren. Ein erweitertes, polizeiliches Führungszeugnis etwa, unter Einbeziehung der Beurteilung von Sozialämtern und Schulen, die für gewöhnlich ihre Pappenheimer sehr gut kennen.
_________________
|
Meine posts ≠ zwangsläufigem Allgemeingültigkeits-Anspruch
Namensnennung bei Zitaten= © geschuldet + ≠ Personenkult Zitierter

Auch wenn 50 Millionen etwas Dummes sagen,
bleibt es trotzdem eine Dummheit.

Anatole France

Nur weil Descartes einst imstand' war zu denken,
heißt das noch lang' nicht, dass DU bist.

Lisa Eckhart
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen   Drucker freundliche Ansicht    Freigeisterhaus Foren-Übersicht -> Kultur und Gesellschaft Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2
Seite 2 von 2

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.



Disclaimer / Impressum


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group