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vrolijke
Bekennender Pantheist
Moderator



Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 30516
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2089031) Verfasst am: 19.03.2017, 19:23    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Schlumpf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:

Die LINKE sollte sich hüten, mit so einer reaktionären Kapital-Partei eine Koalition einzugehen. Sie kann dabei nur zerrieben werden und ihr noch halbwegs sozialdemokratisches und ökologisches Profil verlieren ...-

Die Linke ist nur erträglich, solange sie in der Minderheit ist. Eine mächtige Linke in einer Bundesregierung wäre eine Katastrophe.


Ich halte ja den Parlamentarismus sowieso für eine etwas beschränkte Demokratie.

Und wie hättest Du es so vorgestellt?

Ich meine jetzt kein theoretisches Geplänkel, sondern eine Veränderung, womit Du eine Mehrheit der Bevölkerung überzeugen kannst.
_________________
Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 5217

Beitrag(#2089033) Verfasst am: 19.03.2017, 19:40    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Schlumpf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:

Die LINKE sollte sich hüten, mit so einer reaktionären Kapital-Partei eine Koalition einzugehen. Sie kann dabei nur zerrieben werden und ihr noch halbwegs sozialdemokratisches und ökologisches Profil verlieren ...-

Die Linke ist nur erträglich, solange sie in der Minderheit ist. Eine mächtige Linke in einer Bundesregierung wäre eine Katastrophe.


Ich halte ja den Parlamentarismus sowieso für eine etwas beschränkte Demokratie.

Und wie hättest Du es so vorgestellt?

Ich meine jetzt kein theoretisches Geplänkel, sondern eine Veränderung, womit Du eine Mehrheit der Bevölkerung überzeugen kannst.


Wenn die Menschen erst einmal das richtige Bewusstsein haben (nämlich seines), ergibt sich das mit der Mehrheit von ganz alleine. Bis dahin sind ihre falschen Vorstellungen einfach das Ergebnis falscher Verhältnisse, und darauf muss man keine besondere Rücksicht nehmen.
_________________
"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

Friedrich Nietzsche
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater



Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 9624
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2089034) Verfasst am: 19.03.2017, 19:49    Titel: Antworten mit Zitat

Schlumpf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:

Die LINKE sollte sich hüten, mit so einer reaktionären Kapital-Partei eine Koalition einzugehen. Sie kann dabei nur zerrieben werden und ihr noch halbwegs sozialdemokratisches und ökologisches Profil verlieren ...-

Die Linke ist nur erträglich, solange sie in der Minderheit ist. Eine mächtige Linke in einer Bundesregierung wäre eine Katastrophe.


Man sollte auch nicht die Wut der AfD-Anhänger unterschätzen. Dort herrscht schon jetzt nur noch Affengebrüll.
_________________
"Bullshit ist eine dritte Kategorie zwischen Wahrheit und Lüge" (Harry Frankfurt)

Ausser Hypochondrie habe ich alle Krankheiten.

Ich fordere: JEDEM VOLLPFOSTEN SEIN EIGENES "Mimi-Mimi!"
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Schlumpf
registrierter User



Anmeldungsdatum: 17.11.2007
Beiträge: 2263
Wohnort: Ost-Bayern

Beitrag(#2089035) Verfasst am: 19.03.2017, 19:49    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:

Aber je mehr parlamentarische Macht die LINKEN haben, desto mehr Möglichkeiten haben sie, progressive außerparlamentarische Bewegungen zu stärken, sie mit Informationen zu versorgen, zu organisieren, ihr Bewusstsein über politische Zusammenhänge zu fördern, usw.

Der war gut! Du meinst also, das (von mir Gefettete) fehlt uns Bürgern, weil erst die Linken das bewirken könnten? Smilie
Zitat:
.....Verstaatlichung von Gesundheit, Energie, Verkehr, Wohnen, Bildung und Banken,

Einiges gehört mehr reglementiert, das stimmt, aber eine vollkommene staatliche Planwirtschaft würde hier genauso scheitern wie überall.
Zitat:
Abschaffung des Verfassungsschmutzes und Ersetzung durch einen antifaschistischen Geheimdienst gemäß entsprechender Richtlinien und weitgehendster Transparenz

Eine neue, aber transparente Stasi? Geheimdienste können nie transparent sein und ein linker schon gar nicht.
Zitat:
Investitionen in die zivilie Infrastruktur im nationalen und internationalen Rahmen (Städtebau, ökologische Nahrungsmittelversrogung, solidarische Entwicklungspolitik), etc.

Schöne Worte, die kann jede Partei von sich geben, wenn sie weiß, dass sie nie in die Regierungsverantwortung kommt und sich um die Bezahlbarkeit kümmern muß.
Zitat:
Die derzeitige neoliberale Katstrophe kann es nicht und die noch rechteren Köppe wollen gar zurück in die Vergangenheit. Da sticht die LINKE derzeit doch noch als progressive Alternative hervor. Aber es droht auch hier eine Sozialdemokratisierung oder auch Joschka-isierung, wenn man nicht aufpasst ...-

Es gibt auch Linke, die mir gefallen. Bartsch z. B. Aber wenn ich mir vorstelle, dass wir von vielen Wagenknechts und Lafontaines bequatscht werden würden....eine schreckliche Vorstellung! Und dir ist die Linke noch zu sozialdemokratisch.
_________________
I'll make Schlumpfhausen great again
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Skeptiker
gegen toxische Verträge aller Art



Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 12235
Wohnort: Lovetown

Beitrag(#2089040) Verfasst am: 19.03.2017, 20:48    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Schlumpf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Die LINKE sollte sich hüten, mit so einer reaktionären Kapital-Partei eine Koalition einzugehen. Sie kann dabei nur zerrieben werden und ihr noch halbwegs sozialdemokratisches und ökologisches Profil verlieren ...-

Die Linke ist nur erträglich, solange sie in der Minderheit ist. Eine mächtige Linke in einer Bundesregierung wäre eine Katastrophe.


Ich halte ja den Parlamentarismus sowieso für eine etwas beschränkte Demokratie.


Und wie hättest Du es so vorgestellt?

Ich meine jetzt kein theoretisches Geplänkel, sondern eine Veränderung, womit Du eine Mehrheit der Bevölkerung überzeugen kannst.


"Mehr Demokratie wagen!" rief einst Willy Brandt. Aber es war nur heisse Luft. Was heisst denn das, Demokratie?

Heute reden einige Gewerkschafter von "Wirtschaftsdemokratie"; ich habe mehrfach den Begriff "Produktionsdemokratie" verwendet. Auf jeden Fall: in der Produktion spielt die Musik. Wie produziert die Menschheit?

Ich stelle mir vor, dass es Diskussionsgremien gibt, in denen Menschen sich ausgiebig darüber verständigen, was man in Zukunft produzieren möchte. Man könnte sich das als Diskussionsforum wie das FGH vorstellen, nur eben mit realer Wirkung auf die Produktionsentscheidungen.

Ich möchte das nur skizzieren, weil es derzeit ja sowieso utopisch ist angesichts der Eigentumsverhältnisse, wo eben nicht jeder Hans und jede Claudia miteinander ausdiskutieren können, welche Wohnkonzepte in Zukunft wohl die Besten wären oder wie man 100% ökologische Energie und Nahrung ohne viel Arbeitsmühe für Alle herstellen könnte. Hierbei müsste man natürlich entsprechende Fachleute, d.h. Ingenieure, Mathematiker, Programmierer, Ökonomen, Mediziner, Agrarwissenschaftler, etc. mit an den Diskussionstisch holen, damit die Ideen der Leute sozusagen "geerdet" werden und realistisch bleiben; sie müssen auch insgesamt zusammen passen. (Ich nenne dies: "integrierte Konzepte".)

Auf jeden Fall: Mitbestimmung und Mitgestaltung im Kleinen wie im Großen und zwar mit viel Zeit und Ruhe ohne irgend welche Schnellschüsse oder Gewaltkuren. Lieber weniger, aber besser und sorgfältiger mit vielen Modellprojekten, falls man unsicher ist, wie etwas funktionieren könnte.

Wir können heute nur Parteien und Personen wählen. Was wir nicht wählen können, sind Konzepte. Und schon gar nicht können wir Konzepte selbst entwerfen oder mitgestalten.

Deshalb ist unsere Arbeit, das was wir beitragen zur Produktion insgesamt, eine fremdbestimmte Arbeit, bei der zwar auch wohlfeile Dinge entstehen können, auch ein großer Wohlstand, keine Frage. Aber gleichzeitig wird auch vieles zerstört, bleiben viele wichtige Dinge einfach liegen. Da wird lieber in Aufrüstung investiert als in Wohnungen, lieber in giftige Produktion statt in Bildung, lieber in profitable Anlagen statt in nachhaltige Produkte.

Andererseits: Wie sollen sich Menschen *aus dem Volk* an einen Tisch setzen, die so unterschiedliche Denkweisen haben? Wie verstehen sich Gewerkschafter und CDUler? Wie verstehen sich Großunternehmer mit Arbeitern? Und wie verstehen sich Abergläubische mit Wissenschaftlern?

Ich fürchte: die demokratischen Gremien würden unter diesen Bedingungen nicht lange funktionieren können, da die verschiedenen Gruppen unterschiedliche und gegensätzliche Interessen haben.

Und außerdem würde es einigen HERREN und DAMEN an den Schalthebeln der Macht auch nicht gefallen, dass da so etwas wie echte Demokratie heran wächst. Die historische Erfahrung lehrt uns, dass die ersten Versuche einer Rätedemokratie militärisch sofort zerschlagen wurden.

Aber du hast ja auch nicht gefragt, WIE, sondern WAS ...-
_________________
°
"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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vrolijke
Bekennender Pantheist
Moderator



Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 30516
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2089041) Verfasst am: 19.03.2017, 21:26    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Schlumpf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Die LINKE sollte sich hüten, mit so einer reaktionären Kapital-Partei eine Koalition einzugehen. Sie kann dabei nur zerrieben werden und ihr noch halbwegs sozialdemokratisches und ökologisches Profil verlieren ...-

Die Linke ist nur erträglich, solange sie in der Minderheit ist. Eine mächtige Linke in einer Bundesregierung wäre eine Katastrophe.


Ich halte ja den Parlamentarismus sowieso für eine etwas beschränkte Demokratie.


Und wie hättest Du es so vorgestellt?

Ich meine jetzt kein theoretisches Geplänkel, sondern eine Veränderung, womit Du eine Mehrheit der Bevölkerung überzeugen kannst.


"Mehr Demokratie wagen!" rief einst Willy Brandt. Aber es war nur heisse Luft. Was heisst denn das, Demokratie?

Heute reden einige Gewerkschafter von "Wirtschaftsdemokratie"; ich habe mehrfach den Begriff "Produktionsdemokratie" verwendet. Auf jeden Fall: in der Produktion spielt die Musik. Wie produziert die Menschheit?

Ich stelle mir vor, dass es Diskussionsgremien gibt, in denen Menschen sich ausgiebig darüber verständigen, was man in Zukunft produzieren möchte. Man könnte sich das als Diskussionsforum wie das FGH vorstellen, nur eben mit realer Wirkung auf die Produktionsentscheidungen.

Ich möchte das nur skizzieren, weil es derzeit ja sowieso utopisch ist angesichts der Eigentumsverhältnisse, wo eben nicht jeder Hans und jede Claudia miteinander ausdiskutieren können, welche Wohnkonzepte in Zukunft wohl die Besten wären oder wie man 100% ökologische Energie und Nahrung ohne viel Arbeitsmühe für Alle herstellen könnte. Hierbei müsste man natürlich entsprechende Fachleute, d.h. Ingenieure, Mathematiker, Programmierer, Ökonomen, Mediziner, Agrarwissenschaftler, etc. mit an den Diskussionstisch holen, damit die Ideen der Leute sozusagen "geerdet" werden und realistisch bleiben; sie müssen auch insgesamt zusammen passen. (Ich nenne dies: "integrierte Konzepte".)

Auf jeden Fall: Mitbestimmung und Mitgestaltung im Kleinen wie im Großen und zwar mit viel Zeit und Ruhe ohne irgend welche Schnellschüsse oder Gewaltkuren. Lieber weniger, aber besser und sorgfältiger mit vielen Modellprojekten, falls man unsicher ist, wie etwas funktionieren könnte.

Wir können heute nur Parteien und Personen wählen. Was wir nicht wählen können, sind Konzepte. Und schon gar nicht können wir Konzepte selbst entwerfen oder mitgestalten.

Deshalb ist unsere Arbeit, das was wir beitragen zur Produktion insgesamt, eine fremdbestimmte Arbeit, bei der zwar auch wohlfeile Dinge entstehen können, auch ein großer Wohlstand, keine Frage. Aber gleichzeitig wird auch vieles zerstört, bleiben viele wichtige Dinge einfach liegen. Da wird lieber in Aufrüstung investiert als in Wohnungen, lieber in giftige Produktion statt in Bildung, lieber in profitable Anlagen statt in nachhaltige Produkte.

Andererseits: Wie sollen sich Menschen *aus dem Volk* an einen Tisch setzen, die so unterschiedliche Denkweisen haben? Wie verstehen sich Gewerkschafter und CDUler? Wie verstehen sich Großunternehmer mit Arbeitern? Und wie verstehen sich Abergläubische mit Wissenschaftlern?

Ich fürchte: die demokratischen Gremien würden unter diesen Bedingungen nicht lange funktionieren können, da die verschiedenen Gruppen unterschiedliche und gegensätzliche Interessen haben.

Und außerdem würde es einigen HERREN und DAMEN an den Schalthebeln der Macht auch nicht gefallen, dass da so etwas wie echte Demokratie heran wächst. Die historische Erfahrung lehrt uns, dass die ersten Versuche einer Rätedemokratie militärisch sofort zerschlagen wurden.

Aber du hast ja auch nicht gefragt, WIE, sondern WAS ...-

Also nichts weiter als eine Utopie.

Ist es dann nicht lobenswert, wenn ein Kandidat sich wenigstens vornimmt, mehr gegen Armut, und gegen Ungleichheit zu unternehmen?
Du siehst ja, was für ein Ruck dies zustande gebracht hat.
Das letztendlich kaum was davon ad hoc umgesetzt werden wird, weiß ja eigentlich jeder. Es ist aber die Richtung die maßgeblich ist.
Politik funktioniert stets mit kleinen Schritten.

Und im Übrigen finde ich Deine Verhonepiepelung von Schulz Namen immer noch kindisch.
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Beiträge: 12235
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Beitrag(#2089069) Verfasst am: 20.03.2017, 10:24    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Schlumpf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Die LINKE sollte sich hüten, mit so einer reaktionären Kapital-Partei eine Koalition einzugehen. Sie kann dabei nur zerrieben werden und ihr noch halbwegs sozialdemokratisches und ökologisches Profil verlieren ...-

Die Linke ist nur erträglich, solange sie in der Minderheit ist. Eine mächtige Linke in einer Bundesregierung wäre eine Katastrophe.


Ich halte ja den Parlamentarismus sowieso für eine etwas beschränkte Demokratie.


Und wie hättest Du es so vorgestellt?

Ich meine jetzt kein theoretisches Geplänkel, sondern eine Veränderung, womit Du eine Mehrheit der Bevölkerung überzeugen kannst.


"Mehr Demokratie wagen!" rief einst Willy Brandt. Aber es war nur heisse Luft. Was heisst denn das, Demokratie?

Heute reden einige Gewerkschafter von "Wirtschaftsdemokratie"; ich habe mehrfach den Begriff "Produktionsdemokratie" verwendet. Auf jeden Fall: in der Produktion spielt die Musik. Wie produziert die Menschheit?

Ich stelle mir vor, dass es Diskussionsgremien gibt, in denen Menschen sich ausgiebig darüber verständigen, was man in Zukunft produzieren möchte. Man könnte sich das als Diskussionsforum wie das FGH vorstellen, nur eben mit realer Wirkung auf die Produktionsentscheidungen.

Ich möchte das nur skizzieren, weil es derzeit ja sowieso utopisch ist angesichts der Eigentumsverhältnisse, wo eben nicht jeder Hans und jede Claudia miteinander ausdiskutieren können, welche Wohnkonzepte in Zukunft wohl die Besten wären oder wie man 100% ökologische Energie und Nahrung ohne viel Arbeitsmühe für Alle herstellen könnte. Hierbei müsste man natürlich entsprechende Fachleute, d.h. Ingenieure, Mathematiker, Programmierer, Ökonomen, Mediziner, Agrarwissenschaftler, etc. mit an den Diskussionstisch holen, damit die Ideen der Leute sozusagen "geerdet" werden und realistisch bleiben; sie müssen auch insgesamt zusammen passen. (Ich nenne dies: "integrierte Konzepte".)

Auf jeden Fall: Mitbestimmung und Mitgestaltung im Kleinen wie im Großen und zwar mit viel Zeit und Ruhe ohne irgend welche Schnellschüsse oder Gewaltkuren. Lieber weniger, aber besser und sorgfältiger mit vielen Modellprojekten, falls man unsicher ist, wie etwas funktionieren könnte.

Wir können heute nur Parteien und Personen wählen. Was wir nicht wählen können, sind Konzepte. Und schon gar nicht können wir Konzepte selbst entwerfen oder mitgestalten.

Deshalb ist unsere Arbeit, das was wir beitragen zur Produktion insgesamt, eine fremdbestimmte Arbeit, bei der zwar auch wohlfeile Dinge entstehen können, auch ein großer Wohlstand, keine Frage. Aber gleichzeitig wird auch vieles zerstört, bleiben viele wichtige Dinge einfach liegen. Da wird lieber in Aufrüstung investiert als in Wohnungen, lieber in giftige Produktion statt in Bildung, lieber in profitable Anlagen statt in nachhaltige Produkte.

Andererseits: Wie sollen sich Menschen *aus dem Volk* an einen Tisch setzen, die so unterschiedliche Denkweisen haben? Wie verstehen sich Gewerkschafter und CDUler? Wie verstehen sich Großunternehmer mit Arbeitern? Und wie verstehen sich Abergläubische mit Wissenschaftlern?

Ich fürchte: die demokratischen Gremien würden unter diesen Bedingungen nicht lange funktionieren können, da die verschiedenen Gruppen unterschiedliche und gegensätzliche Interessen haben.

Und außerdem würde es einigen HERREN und DAMEN an den Schalthebeln der Macht auch nicht gefallen, dass da so etwas wie echte Demokratie heran wächst. Die historische Erfahrung lehrt uns, dass die ersten Versuche einer Rätedemokratie militärisch sofort zerschlagen wurden.

Aber du hast ja auch nicht gefragt, WIE, sondern WAS ...-


Also nichts weiter als eine Utopie.


Das ist überhaupt keine Utopie, sondern nur "derzeit ... utopisch ist angesichts der Eigentumsverhältnisse", wie ich schrieb. Grundsätzlich wären demokratische Foren selbstverständlich möglich und ein großer Schritt für die Menschheit nach vorne.

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Ist es dann nicht lobenswert, wenn ein Kandidat sich wenigstens vornimmt, mehr gegen Armut, und gegen Ungleichheit zu unternehmen?
Du siehst ja, was für ein Ruck dies zustande gebracht hat.
Das letztendlich kaum was davon ad hoc umgesetzt werden wird, weiß ja eigentlich jeder. Es ist aber die Richtung die maßgeblich ist.
Politik funktioniert stets mit kleinen Schritten.


Ich lehne den Reformismus gar nicht ab, im Gegenteil; ich bezweifle nur, dass die SPD eine Reformpartei ist. DIE LINKE dagegen ist derzeit noch als Reformpartei anzusehen.

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Und im Übrigen finde ich Deine Verhonepiepelung von Schulz Namen immer noch kindisch.


(S)chulz ist meiner Ansicht nach ein eiskalter Machtpolitiker, gehört zum rechten Seeheimer Kreis und seine derzeitigen Wahlversprechen sind entweder nicht ernst gemeint oder völlig unbedeutend.
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