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Strassenkampf / Selbstverteidigung
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 20256
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2102292) Verfasst am: 23.07.2017, 12:36    Titel: Antworten mit Zitat

@ Wolle
Mal abgesehen davon, dass Du Schusswaffen auch zu Hause nicht haben darfst, wenn sie nicht angemeldet sind - das mindeste, was Du brauchst, ist also eine Waffenbesitzkarte (üblicherweise beantragt man das, wenn man sich von einem Erbstück nicht trennen kann), verrennst Du Dich da gerade. Der Waffeneinsatz, von dem Du gerade phantasierst, ist genau der, an dem die USA kranken - das muss man auch nicht weiter ausführen.

Ich kann mir zwar vorstellen, mich mit Nachbarn zusammen vor unser Eigentum zu stellen, ich kann mir auch vorstellen, dabei einen Prügel in der Hand zu haben, um meinen Wille zu zeigen, uns bzw. unser Eigentum auch wirklich zu verteidigen, und den im Fall eines Angriffs auch zu benutzen - aber es lohnt sich nicht, davon zu phantasieren - entweder es passiert spontan oder eben nicht.

Alles, was Du machen kannst, um Dich auf so eine Situation vorzubereiten, ist, Deinen Körper (spielt keine Rolle, ob das mit Kampfsport passiert) in einem Stand zu halten, dass Du überhaupt in der Lage bist, die Möglichkeiten, die sich bieten, auch spontan zu nutzen. Zu phantasieren hilft Dir da nicht.

Und außerdem muss Dir klar sein, dass das Spiel, auf das Du Dich da einlässt, gefährlich ist: Man brauch weniger Kraft als Präzision, um mit wenig Aufwand und ein paar anatomischen Kenntnissen ganz schnell jemanden ernsthaft zu verletzen - und von dem Menschen, der Dir da gegenübersteht kennst Du, wenn Du nicht gerade eine dicke Hornhaut vom Schlagtraining an den Knöcheln siehst, weder seinen Trainingsstand, noch seine Ausbildung. Man sollte als immer davon ausgehen, dass der das auch kann, was man selbst kann.

Wer einen anderen Menschen freiwillig und ohne Not angreift, muss bescheuert sein. - Na gut, was die Sache sehr stark vereinfacht, das zeigt ja auch der schwarze Block, ist das Auftreten in Horden.

Aber - und da komme ich zu dem Polizisten und der Maulschelle zurück: Auch Hordenmitglieder werden in frühen Stadien so eines Angriffs als soziale Aktion ganz schnell wieder ihrer individuellen Gefährdung gewahr, wenn die demonstriert wird. Die heulen dann zwar laut, aber sie gehen den "Schlägern" normalerweise aus dem Weg. (Den Schläger setze ich bei diesem Beispiel in "", weil dieser Polizist nur einmal und sehr genau dosiert hingelangt hat. Er hat auch nicht nachgesetzt, da ging es nur darum, zu zeigen, dass die Grenze zum Ernst erreicht war. Es gibt Videos unkontrollierter polizeilicher Gewalt, aber dieses gehört für mich nicht dazu)

So lange sie noch individuell reagieren, gilt das aber für den Kordon aus Eigentümern genauso wie für den schwarzen Block: Die wenigsten sind bereit, wirklich Nachteile für ihre Haltung in Kauf zu nehmen, was die vom schwarzen Block zur ihre Maske auch öffentlich zeigen.

Wenn Du dich bisher nicht selbst anders erlebt hast, würde ich an Deiner Stelle einfach davon ausgehen, dass Du Dich im Zweifelsfall auch zurückziehst. Es ist grundsätzlich gesünder, die Polizei zu rufen und abzuwarten. Die Situationen, in denen die zu spät kommt, weil irgendwelche Arschlöcher sie behindern, sind bei uns selten.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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smallie
Mädchen.



Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 2364

Beitrag(#2102298) Verfasst am: 23.07.2017, 17:04    Titel: Re: Selbstverteidigung und Notwehr Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:

Es ist eine biologische Tatsache, daß Frauen mehr Eier haben als Männer. Um wirklich sicher zu gehen, trage ich aber noch ein Kleinkaliber in der Hose.

Den Lara Croft Style finde ich zwar sexy, er ist aber in Deutschland zumindest verboten, da geladene Schusswaffen üblicher Weise nicht geführt werden dürfen.

Die drei lols waren wohl zu subtil. Geschockt Der kleine Unterschied ist dir entgangen. Pfeifen

showtime
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tillich (epigonal)
schiebt den Wal



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 15106

Beitrag(#2102302) Verfasst am: 23.07.2017, 17:40    Titel: Antworten mit Zitat

Dein Rang ist neu und auf diesen lustigen Wortwechsel zurückzuführen, oder?
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Gelobt sei der große und allbarmherzige Bananenaufhänger,
der uns die Früchte in die Bäume hängt!
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 1823

Beitrag(#2102307) Verfasst am: 23.07.2017, 19:16    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
@ Wolle
Mal abgesehen davon, dass Du Schusswaffen auch zu Hause nicht haben darfst, wenn sie nicht angemeldet sind - das mindeste, was Du brauchst, ist also eine Waffenbesitzkarte (üblicherweise beantragt man das, wenn man sich von einem Erbstück nicht trennen kann), verrennst Du Dich da gerade. Der Waffeneinsatz, von dem Du gerade phantasierst, ist genau der, an dem die USA kranken - das muss man auch nicht weiter ausführen.

Ich habe keine Schusswaffe zu Hause.
Das Thema hat smallie aufgeworfen, so dass ich es aufgegriffen habe.
Die theoretische Überlegung liegt aber nahe, da seit Silvester in Köln viele zu Hause aufgerüstet haben.
In der Situation mit dem Auto würde ich auch keine Schusswaffe einsetzen, wenn ich eine hätte.
(Obwohl ich es vermutlich dürfte.)

fwo hat folgendes geschrieben:

Ich kann mir zwar vorstellen, mich mit Nachbarn zusammen vor unser Eigentum zu stellen, ich kann mir auch vorstellen, dabei einen Prügel in der Hand zu haben, um meinen Wille zu zeigen, uns bzw. unser Eigentum auch wirklich zu verteidigen, und den im Fall eines Angriffs auch zu benutzen - aber es lohnt sich nicht, davon zu phantasieren - entweder es passiert spontan oder eben nicht.

Bei dem "Prügel" darf es sich streng genommen nicht um eine Hieb-Waffe handeln, wenn diese "geführt wird".
Ein Haushalts-Gegenstand oder Sport-Gerät wäre wohl gesetzlich akzeptiert.
Natürlich muss man sicher sein, dass man einen Kampf gewinnt, bevor man ihn beginnt.
Ein Konflikt kann spontan passieren, ein Kampf sollte das aber nicht.

fwo hat folgendes geschrieben:

Alles, was Du machen kannst, um Dich auf so eine Situation vorzubereiten, ist, Deinen Körper (spielt keine Rolle, ob das mit Kampfsport passiert) in einem Stand zu halten, dass Du überhaupt in der Lage bist, die Möglichkeiten, die sich bieten, auch spontan zu nutzen. Zu phantasieren hilft Dir da nicht.

Sportlich halte ich mich fit mit etwa 1-2 Stunden Training täglich.
Es kann helfen Krisen-Situationen zu visualisieren, um mental vorbereitet zu sein.
Unvorbereiteter Stress im Ernstfall reduziert die Leistungsfähigkeit.

fwo hat folgendes geschrieben:

Und außerdem muss Dir klar sein, dass das Spiel, auf das Du Dich da einlässt, gefährlich ist: Man brauch weniger Kraft als Präzision, um mit wenig Aufwand und ein paar anatomischen Kenntnissen ganz schnell jemanden ernsthaft zu verletzen - und von dem Menschen, der Dir da gegenübersteht kennst Du, wenn Du nicht gerade eine dicke Hornhaut vom Schlagtraining an den Knöcheln siehst, weder seinen Trainingsstand, noch seine Ausbildung. Man sollte als immer davon ausgehen, dass der das auch kann, was man selbst kann.

Sicher darf man nie einen Gegner unterschätzen.
Man sollte auch möglichst einen Kampf vermeiden.
Die Technik kann man am besten im Kampfsport-Verein lernen.
Das Verletzungsrisiko ist dort aber auch recht hoch.

fwo hat folgendes geschrieben:

Wer einen anderen Menschen freiwillig und ohne Not angreift, muss bescheuert sein. - Na gut, was die Sache sehr stark vereinfacht, das zeigt ja auch der schwarze Block, ist das Auftreten in Horden.

Gegen eine Gruppe hat man alleine praktisch keine Chance.
Das sagen alle Kampfsportler.

fwo hat folgendes geschrieben:

Wenn Du dich bisher nicht selbst anders erlebt hast, würde ich an Deiner Stelle einfach davon ausgehen, dass Du Dich im Zweifelsfall auch zurückziehst. Es ist grundsätzlich gesünder, die Polizei zu rufen und abzuwarten. Die Situationen, in denen die zu spät kommt, weil irgendwelche Arschlöcher sie behindern, sind bei uns selten.

Die Polizei kommt praktisch immer zu spät.
Eine halbe Stunde kann man meistens mal rechnen, abhängig vom Standort.
In einer Notwehr Situation geht es aber um Sekunden.
Immer muss man Güter abwägen.
Besser man verliert etwas materielles, als dass man dauerhafte gesundheitliche Schäden zurück behält.
Zur Flucht ist man jedoch nicht verpflichtet.
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72. Generalversammlung der Vereinten Nationen, Presse-Mitteilung
http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 1823

Beitrag(#2102604) Verfasst am: 26.07.2017, 21:48    Titel: Antworten mit Zitat

Poldi hat folgendes geschrieben:
satsche hat folgendes geschrieben:
Für gewisse Notfälle könnte ein Kuhfuß zwischen den Vordersitzen liegen…
Nope, da liegt bei mir ein Bowie ...
Zitat:

Ein Bund Bundbartschlüssel, von denen man zwei oder drei zwischen den Fingern der Faust rausschauen lässt, könnten im Notfall eigene Schläge mit einer nachhaltigen Wirkung versehen…
keine schlechte Idee, aber dabei verletzt man sich eher selbst, als den Gegner ... einfacher Selbstversuch am Sandsack zeigt das ganz gut ...
Zitat:

Waffen führt man ja keine mit sich!
Doch, nennt sich Maglite, die große im Auto (idealer Schlagstock, mit Griff ne spitzen Tonfa) die Mini am Schlüsselbund als Palmstick .. beides vollkommen legal
Zitat:

Vorher gilt, auch wenn Laufen angesagt ist, möglichst schnell:
Erkennen, Entscheiden, AUSFÜHREN!!
Das sowieso ...
Zitat:

Nicht Hilfe, Feuer! rufen, davon fühlt sich jeder bedroht…


Im Gegenteil ... genau DAS sollte man machen, denn das erregt die Aufmerksamkeit der Leute, was viele Täter abschreckt ... genau gesagt, nicht um Hilfe rufen, sondern nur "Feuer" .. Hilferufe werden ignoriert, "Feuer" wird wahrgenommen, denn es könnte entweder Gefahr für den Einzelnen bedeuten und er sieht hin, oder es bricht der "Gaffer" durch, und er guckt auch ...

Was anderes ist es nat. wenn man vorhat den Gegner (final) auszuschalten .. dann will man nat. keine Zeugen Cool


Da ein Bowie-Messer typischer Weise eine Klinge über 12 cm aufweist, darf es nicht geführt werden, es sei denn zu sportlichen Zwecken (Tierjagd mit Jagdschein).
http://www.bussgeldkatalog.net/waffengesetz/messer/
Da die betreffenden Bestimmungen kompliziert sind, sollte man sich vorher informieren, was man mit sich führt.
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http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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smallie
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Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 2364

Beitrag(#2102841) Verfasst am: 29.07.2017, 16:33    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Dein Rang ist neu und auf diesen lustigen Wortwechsel zurückzuführen, oder?

Nope, der Rang steht schon seit dem Schimpansen-Avatar und seit monkey business dort.

Meine Avatare sind immer Ausdruck meines innersten Selbst. Mädchen, ja. Aber haarig!
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 1823

Beitrag(#2103206) Verfasst am: 02.08.2017, 13:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Muster Beispiel von Zivilcourage und Selbstverteidigung findet man hier:

http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Nach-der-Bluttat-von-Hamburg-Eine-ganze-Stadt-feiert-ihre-Helden-id42247716.html schrieb:

Zitat:
Wie Ömer Ünlü, der gerade mit seiner Familie im Auto vorbeifährt und sofort handelt. Und der Bild am Sonntag später sagt: „Ich habe mir eine Eisenstange geschnappt und den Mann mit einem gezielten Schlag niedergestreckt.“


Diese Stelle gefällt mir am besten.
Wie gerne wäre ich an Stelle von Ömer Ünlü dort gewesen.
_________________
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http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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astarte
anderweitig
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 37500

Beitrag(#2103221) Verfasst am: 02.08.2017, 14:36    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
Ein Muster Beispiel von Zivilcourage und Selbstverteidigung findet man hier:

http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Nach-der-Bluttat-von-Hamburg-Eine-ganze-Stadt-feiert-ihre-Helden-id42247716.html schrieb:

Zitat:
Wie Ömer Ünlü, der gerade mit seiner Familie im Auto vorbeifährt und sofort handelt. Und der Bild am Sonntag später sagt: „Ich habe mir eine Eisenstange geschnappt und den Mann mit einem gezielten Schlag niedergestreckt.“


Diese Stelle gefällt mir am besten.
Wie gerne wäre ich an Stelle von Ömer Ünlü dort gewesen.

Deine wieder mal sehr charmante und zartfühlende Ausdrucksweise weckt in mir merkwürdigerweise gar nicht die Assoziation mit Bewunderung für jemandem der den Mut dazu aufbrachte.
Eher entsteht bei mir ein Eindruck des Neides, dass man nicht selber mal die Eisenstange einem Menschen drüber ziehen darf, und leider eine echte Notwehrsituation abwarten muss. Denn dieser Herr Ünlü war ja da, und er hat durch seine Handlung, soviel ich verstanden habe, den Täter gestoppt. Warum sollte man sonst wünschen, es wäre anders gewesen?

Wundert dich hoffentlich nicht?
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Die einen kennen mich, die anderen können mich.
Ein Vorsicht, ein Vorsicht vor Gemütlichkeit
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schtonk
Korinthenliegenlasser
Moderator



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 8310

Beitrag(#2103227) Verfasst am: 02.08.2017, 15:47    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:
Ein Muster Beispiel von Zivilcourage und Selbstverteidigung findet man hier:

http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Nach-der-Bluttat-von-Hamburg-Eine-ganze-Stadt-feiert-ihre-Helden-id42247716.html schrieb:

Zitat:
Wie Ömer Ünlü, der gerade mit seiner Familie im Auto vorbeifährt und sofort handelt. Und der Bild am Sonntag später sagt: „Ich habe mir eine Eisenstange geschnappt und den Mann mit einem gezielten Schlag niedergestreckt.“


Diese Stelle gefällt mir am besten.
Wie gerne wäre ich an Stelle von Ömer Ünlü dort gewesen.

Deine wieder mal sehr charmante und zartfühlende Ausdrucksweise weckt in mir merkwürdigerweise gar nicht die Assoziation mit Bewunderung für jemandem der den Mut dazu aufbrachte.
Eher entsteht bei mir ein Eindruck des Neides, dass man nicht selber mal die Eisenstange einem Menschen drüber ziehen darf, ...

Das ist einfach Hass Schulterzucken
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Es ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von allen. - Karl Valentin
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 1823

Beitrag(#2103234) Verfasst am: 02.08.2017, 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

Etwas Neid ist sicher dabei, dass es mir noch nicht vergönnt wurde, einen Freizeit-Terroristen kunstvoll so zu stoppen, dass er zwar in seinem Blut zu liegen kommt, aber dennoch nur geringe Verletzungen davon trägt.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Hass ist bei mir sicher nicht dabei, eher Mitleid mit dem verwirrten Terroristen.
In diesem Fall hätte ich anschließend sogar erste Hilfe geleistet, da es sich offensichtlich um einen Einzeltäter handelte, und nicht wie bei den Hobby-Terroristen beim G20 Gipfel um organisierte Horden.
Mein tiefer Respekt und Dank gilt allen, die den Täter verfolgt und gestellt haben.
Es waren offenbar vor Allem Leute mit Migrations-Hintergrund, welche die Zivilcourage bewiesen haben.
_________________
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, Postfeminist



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 35987
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Beitrag(#2103274) Verfasst am: 02.08.2017, 22:39    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
Etwas Neid ist sicher dabei, dass es mir noch nicht vergönnt wurde, einen Freizeit-Terroristen kunstvoll so zu stoppen, dass er zwar in seinem Blut zu liegen kommt, aber dennoch nur geringe Verletzungen davon trägt.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Hass ist bei mir sicher nicht dabei, eher Mitleid mit dem verwirrten Terroristen.
In diesem Fall hätte ich anschließend sogar erste Hilfe geleistet, da es sich offensichtlich um einen Einzeltäter handelte, und nicht wie bei den Hobby-Terroristen beim G20 Gipfel um organisierte Horden.
Mein tiefer Respekt und Dank gilt allen, die den Täter verfolgt und gestellt haben.
Es waren offenbar vor Allem Leute mit Migrations-Hintergrund, welche die Zivilcourage bewiesen haben.



Pillepalle


Dich moechte ich mal sehen, wenn Du einem echten Terroristen gegenueberstehst. Du weisst, dass sowas auch uebel enden kann? Dass es nicht zwangslaeufig ist, dass Du hinterher ein gefeierter Held bist? Dass Du genausogut als bedauertes totes Opfer enden kannst? Oder als Nominierung fuer den Darwin-Award hier im FGH, weil Du dort dummerweise vorher Deine unreifen Heldenphantasien gepostet hast? zynisches Grinsen
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“Authoritarian agendas have gone too far.” (Lindsay Shepherd)------------ Stoppt die Bajuwarisierung der Kurpfalz jetzt!
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 1823

Beitrag(#2103310) Verfasst am: 03.08.2017, 13:27    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:

Dich moechte ich mal sehen, wenn Du einem echten Terroristen gegenueberstehst. Du weisst, dass sowas auch uebel enden kann? Dass es nicht zwangslaeufig ist, dass Du hinterher ein gefeierter Held bist? Dass Du genausogut als bedauertes totes Opfer enden kannst? Oder als Nominierung fuer den Darwin-Award hier im FGH, weil Du dort dummerweise vorher Deine unreifen Heldenphantasien gepostet hast? zynisches Grinsen

Einem echten Terroristen gegenüber zu stehen, der gerade mit einem Messer Amok gelaufen ist, wäre natürlich eine tolle Herausforderung, die bedauerlicher Weise höchst selten vorkommt.
Leider so wahrscheinlich wie ein sechser im Lotto mit Zusatz-Zahl.
Klar kann das tödlich enden für Leute, die nicht vorbereitet sind.
Ich bin jedoch vorbereitet, und bereite mich körperlich wie mental jeden Tag etwa zwei Stunden vor.
Nicht umsonst spricht man von der Kunst der Selbstverteidigung.
Kunst kommt von Können.
Das persönliche Können ist abhängig vom eigenen Trainings-Zustand und von der mentalen Verfassung.
Man muss seine Emotionen kontrollieren, seine Angst minimieren, um seinen Verstand auf Hochtouren zu halten.
Angst und Stress vermindern die rationalen Fähigkeiten.
Zudem kann eine emotionale Überreaktion aus z. B. durch Rage in einem Notwehr-Exzess enden, der wiederum rechtlich nicht gedeckt ist.
Risiko Management ist gefragt unter Abwägung aller Umstände.
Wie ist er bewaffnet, welche Mittel habe ich zur Verfügung für Abwehr und Angriff?
Die Auseinandersetzung wäre dann wie ein Wettkampf, auf den ich mich als Sportler seit Jahrzehnten vorbereitet habe, und bei dem ich mir selbst beweise, was ich kann.
Dass ich in den Medien gefeiert würde, wäre mich gleichgültig.
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http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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vrolijke
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Moderator



Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 31924
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2103317) Verfasst am: 03.08.2017, 14:21    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Dich moechte ich mal sehen, wenn Du einem echten Terroristen gegenueberstehst. Du weisst, dass sowas auch uebel enden kann? Dass es nicht zwangslaeufig ist, dass Du hinterher ein gefeierter Held bist? Dass Du genausogut als bedauertes totes Opfer enden kannst? Oder als Nominierung fuer den Darwin-Award hier im FGH, weil Du dort dummerweise vorher Deine unreifen Heldenphantasien gepostet hast? zynisches Grinsen

Einem echten Terroristen gegenüber zu stehen, der gerade mit einem Messer Amok gelaufen ist, wäre natürlich eine tolle Herausforderung, die bedauerlicher Weise höchst selten vorkommt.
Leider so wahrscheinlich wie ein sechser im Lotto mit Zusatz-Zahl.
Pillepalle

wolle hat folgendes geschrieben:
Klar kann das tödlich enden für Leute, die nicht vorbereitet sind.
Ich bin jedoch vorbereitet, und bereite mich körperlich wie mental jeden Tag etwa zwei Stunden vor.
Zwei Stunden täglich, für einen Zustand, der nach aller Wahrscheinlichkeit nie eintreten wird. Ganz schön Zeitverschwendung nenne ich das.

wolle hat folgendes geschrieben:
Nicht umsonst spricht man von der Kunst der Selbstverteidigung.
Kunst kommt von Können.
Das persönliche Können ist abhängig vom eigenen Trainings-Zustand und von der mentalen Verfassung.
Man muss seine Emotionen kontrollieren, seine Angst minimieren, um seinen Verstand auf Hochtouren zu halten.
Mann kann den Verstand dahin trainieren, den möglichst gefahrlosen Fluchtweg zu treffen.

wolle hat folgendes geschrieben:
Angst und Stress vermindern die rationalen Fähigkeiten.
Zudem kann eine emotionale Überreaktion aus z. B. durch Rage in einem Notwehr-Exzess enden, der wiederum rechtlich nicht gedeckt ist.
Risiko Management ist gefragt unter Abwägung aller Umstände.
Wie ist er bewaffnet, welche Mittel habe ich zur Verfügung für Abwehr und Angriff?
Alles Dinge, die nicht gebraucht werden, wenn man den Fluchtweg findet.

wolle hat folgendes geschrieben:
Die Auseinandersetzung wäre dann wie ein Wettkampf, auf den ich mich als Sportler seit Jahrzehnten vorbereitet habe, und bei dem ich mir selbst beweise, was ich kann.
Der Friedhof liegt voll mit solche Leute.

wolle hat folgendes geschrieben:
Dass ich in den Medien gefeiert würde, wäre mich gleichgültig.
Das nehme ich dir nicht ab.
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

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wolle
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Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 1823

Beitrag(#2103325) Verfasst am: 03.08.2017, 16:34    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Dich moechte ich mal sehen, wenn Du einem echten Terroristen gegenueberstehst. Du weisst, dass sowas auch uebel enden kann? Dass es nicht zwangslaeufig ist, dass Du hinterher ein gefeierter Held bist? Dass Du genausogut als bedauertes totes Opfer enden kannst? Oder als Nominierung fuer den Darwin-Award hier im FGH, weil Du dort dummerweise vorher Deine unreifen Heldenphantasien gepostet hast? zynisches Grinsen

Einem echten Terroristen gegenüber zu stehen, der gerade mit einem Messer Amok gelaufen ist, wäre natürlich eine tolle Herausforderung, die bedauerlicher Weise höchst selten vorkommt.
Leider so wahrscheinlich wie ein sechser im Lotto mit Zusatz-Zahl.
Pillepalle

Wann hat man im Leben schon mal eine große körperliche Herausforderung, wenn man diese nicht gerade sucht?
Es gibt allerdings auch Leute, die große körperliche Herausforderungen suchen, zu denen ich aber nicht mehr gehöre.

vrolijke hat folgendes geschrieben:

wolle hat folgendes geschrieben:
Klar kann das tödlich enden für Leute, die nicht vorbereitet sind.
Ich bin jedoch vorbereitet, und bereite mich körperlich wie mental jeden Tag etwa zwei Stunden vor.
Zwei Stunden täglich, für einen Zustand, der nach aller Wahrscheinlichkeit nie eintreten wird. Ganz schön Zeitverschwendung nenne ich das.

Man trainiert ja nicht nur für den Ernstfall, sondern auch, um den eigenen Körper fit zu halten und den eigenen Geist zu beherrschen.
Das macht Spaß und verlängert die eigene Lebensdauer erheblich, was somit nicht verschwendet ist.

vrolijke hat folgendes geschrieben:

wolle hat folgendes geschrieben:
Nicht umsonst spricht man von der Kunst der Selbstverteidigung.
Kunst kommt von Können.
Das persönliche Können ist abhängig vom eigenen Trainings-Zustand und von der mentalen Verfassung.
Man muss seine Emotionen kontrollieren, seine Angst minimieren, um seinen Verstand auf Hochtouren zu halten.
Mann kann den Verstand dahin trainieren, den möglichst gefahrlosen Fluchtweg zu treffen.

Möglich. Aber was, wenn der Fluchtweg abgeschnitten ist?
Dann müsste man doch kämpfen, oder die Opfer-Rolle übernehmen.
Und was, wenn es weitere Opfer durch den Terroristen gibt?
Dann würde man sich vorwerfen oder vorwerfen lassen, dass man nicht genug getan hat, um den Schaden abzuwenden.


vrolijke hat folgendes geschrieben:

wolle hat folgendes geschrieben:
Angst und Stress vermindern die rationalen Fähigkeiten.
Zudem kann eine emotionale Überreaktion aus z. B. durch Rage in einem Notwehr-Exzess enden, der wiederum rechtlich nicht gedeckt ist.
Risiko Management ist gefragt unter Abwägung aller Umstände.
Wie ist er bewaffnet, welche Mittel habe ich zur Verfügung für Abwehr und Angriff?
Alles Dinge, die nicht gebraucht werden, wenn man den Fluchtweg findet.

Ja, wenn, und um den Preis der oben genannten Risiken.

vrolijke hat folgendes geschrieben:

wolle hat folgendes geschrieben:
Die Auseinandersetzung wäre dann wie ein Wettkampf, auf den ich mich als Sportler seit Jahrzehnten vorbereitet habe, und bei dem ich mir selbst beweise, was ich kann.
Der Friedhof liegt voll mit solche Leute.

Der Friedhof liegt auch voll mit untrainierten Leuten, die einfach an Zivilisations-Krankheiten gestorben sind, die sie nicht bekommen hätten, wenn sie trainiert hätten.
Und mit einigen Leuten, die einfach Opfer von Gewalt geworden sind.
Was zum Beispiel, wenn der polnische LKW-Fahrer die Bedrohung durch Anis Amri hätte abwehren können?
Dann wären 11 Menschen am 19. Dez. 2016 nicht gestorben, und 80 Millionen hätten ein friedlicheres Fest gehabt.

vrolijke hat folgendes geschrieben:

wolle hat folgendes geschrieben:
Dass ich in den Medien gefeiert würde, wäre mich gleichgültig.
Das nehme ich dir nicht ab.

Das Bewusstsein, Menschenleben gerettet zu haben, ist mir wichtiger als eine bescheidene Prämie von 500 € und schnell vergänglicher Ruhm in den Medien.
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
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Beitrag(#2103335) Verfasst am: 03.08.2017, 19:38    Titel: Antworten mit Zitat

Im Hotel schau ich immer wo die Notausgänge sind.
Ebenso schau ich im Bus und Bahn, wo der Nothammer und der Feuerlöscher hängt.
Wo die Notbremse ist sowieso.
Das hat schon mehr Leben gerettet wie das beste Training.
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schtonk
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Beiträge: 8310

Beitrag(#2103344) Verfasst am: 03.08.2017, 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn ich mich in die Badewanne setze, gucke ich vorher immer genau, wo der Stöpsel ist Lachen
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2103348) Verfasst am: 03.08.2017, 22:43    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Im Hotel schau ich immer wo die Notausgänge sind.
Ebenso schau ich im Bus und Bahn, wo der Nothammer und der Feuerlöscher hängt.
Wo die Notbremse ist sowieso.
Das hat schon mehr Leben gerettet wie das beste Training.



In Zukunft wirst Du auch darauf achten wo der wolle gerade ist und wenn's knallt in die entgegengesetzte Richtung rennen. Man will ja schliesslich nicht als Kollateralschaden in einem real life Heldenepos enden. Sehr glücklich
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Religionskritik-Wiesbaden
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Beitrag(#2103350) Verfasst am: 03.08.2017, 22:50    Titel: survivalball Antworten mit Zitat

Die Yes-Men haben für Euch das ultimative Überlebenspaket,

den Survivalball

Smilie
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wolle
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Beitrag(#2104442) Verfasst am: 12.08.2017, 23:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe eben einige interessantes Video zum Thema Einordnung von (Klapp)-Messern und Berechtigung zum Führen derselben in Deutschland entdeckt, z. B.
Messer Gesetz - Paragraph 42a https://www.youtube.com/watch?v=-52eCqLrqVI
Das Gesetz ist sehr kompliziert und in der Praxis ergeben sich dennoch Ermessens-Spielräume.
Absurder Weise dürfen demgegenüber feststehende Messer mit weniger als 12 cm Klingen-Länge geführt werden.
Es gibt bei youtube noch mehr gute Videos zum Thema Messer-Recht, die ich aber nicht verlinke, da diese teils Werbung enthalten.
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72. Generalversammlung der Vereinten Nationen, Presse-Mitteilung
http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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fwo
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Beitrag(#2104524) Verfasst am: 14.08.2017, 02:31    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
...
Absurder Weise dürfen demgegenüber feststehende Messer mit weniger als 12 cm Klingen-Länge geführt werden.
...

Nicht ganz richtig: Feststehende Messer, die nicht länger sind als 12cm.

Begründet wird das Verbot der selbstarretierenden Einhandmesser mit der zusätzlichen Möglichkeit der Heimtücke, die das Einhandmesser eröffnet.
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wolle
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Beitrag(#2104537) Verfasst am: 14.08.2017, 09:25    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:
...
Absurder Weise dürfen demgegenüber feststehende Messer mit weniger als 12 cm Klingen-Länge geführt werden.
...

Nicht ganz richtig: Feststehende Messer, die nicht länger sind als 12cm.

Begründet wird das Verbot der selbstarretierenden Einhandmesser mit der zusätzlichen Möglichkeit der Heimtücke, die das Einhandmesser eröffnet.


Nein, das Gesetz bezieht sich eindeutig auf die Klingen-Länge, und nicht auf die Gesamt-Länge.
Wobei es auch nicht nur den geschliffenen Anteil der Klinge betrifft, sondern ab dem Ansatz zum Griff.
Siehe https://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/__42a.html

Was das Waffengesetz völlig außer Acht lässt, sind Angriffe mit Säuren oder Laugen, die mittlerweile nicht nur in Indien vorkommen, sondern zunehmend auch in England, speziell London, und sogar in Deutschland.
2016 wurden alleine in London 224 Säure-Angriffe gezählt.
https://deutsch.rt.com/europa/55364-gesichtsschmelzer-zahl-krimineller-saeureangriffe-in-london-explodiert/
http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Saeure-Attacke-in-Alt-Sachsenhausen-Vom-Taeter-fehlt-jede-Spur;art675,2730146
Solche Angriffe sind besonders infam, da man sich kaum schützen kann, und zudem entstellende Langzeit Schäden am Gesicht und an den Augen die Folge sind, vielfach mit lebenslangen Schmerzen verbunden.
Die Säure ist billig zu besorgen, es gibt praktisch keine Kontrolle, und das mit-führen von Säure ist nicht gesetzlich reglementiert.
Hier muss der Gesetzgeber schnellstens reagieren, damit solche Beispiele nicht Schule machen.
Absurder Weise wurde die Lage erst durch die Reglementierung bei Messern verschärft, da die Verbrecher erst dadurch auf Säure als Waffe ausgewichen sind.
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DonMartin
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Beitrag(#2104538) Verfasst am: 14.08.2017, 09:29    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:

Die Säure ist billig zu besorgen, es gibt praktisch keine Kontrolle, und das mit-führen von Säure ist nicht gesetzlich reglementiert.
Hier muss der Gesetzgeber schnellstens reagieren, damit solche Beispiele nicht Schule machen.

Zumal das bloss als "Körperverletzung" mit lächerlichen Strafen geahndet wird.
Ich wäre dafür, das wie Mord bzw Mordversuch zu ahnden. Für die Opfer ist es das nämlich.
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fwo
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Beitrag(#2104539) Verfasst am: 14.08.2017, 09:52    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:
...
Absurder Weise dürfen demgegenüber feststehende Messer mit weniger als 12 cm Klingen-Länge geführt werden.
...

Nicht ganz richtig: Feststehende Messer, die nicht länger sind als 12cm.

Begründet wird das Verbot der selbstarretierenden Einhandmesser mit der zusätzlichen Möglichkeit der Heimtücke, die das Einhandmesser eröffnet.


Nein, das Gesetz bezieht sich eindeutig auf die Klingen-Länge, und nicht auf die Gesamt-Länge.
Wobei es auch nicht nur den geschliffenen Anteil der Klinge betrifft, sondern ab dem Ansatz zum Griff.
Siehe https://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/__42a.html
....

Es ging mir nicht um Klinge oder Gesamtlänge - Klinge ist natürlich richjtig, sondern um nicht größer als 12cm statt kleiner als 12 cm. Ein stehendes Messer mit einer Klinge von 12 cm kann getragen werden:
Waffengesetz § 42a hat folgendes geschrieben:
Es ist verboten .... feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm zu führen.

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abbahallo
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Beitrag(#2104540) Verfasst am: 14.08.2017, 10:20    Titel: Antworten mit Zitat

Es spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, Säureattentate und Angriffe mit großen Messern als Mordversuche zu ahnden.
Von einer Reglementierung des Mitführen von Säuren verspreche ich mir hinsichtlich einer Erhöhung der Sicherheit allerdings wenig, da Säureattentate oft im häuslichen Bereich vorkommen. Da könnte man auch versuchen Benzin oder die ganzen freiverkäuflichen Haushaltschemikalien, aus denen man leicht Sprengstoffe machen kann, unter Kontrolle zu kriegen.
Als ich mal ein paar Liter hochprozentige Salzsäure brauchte, konnte ich die zwar problemlos in der Apotheke kriegen, mußte mich aber ausweisen und das wurde auch protokolliert. Folgen hatte das keine. Die verbotenen Messer werden in der Regel außer in Schulen auch nicht anlaßlos sichergestellt.
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Lebensnebel
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Beitrag(#2104548) Verfasst am: 14.08.2017, 12:17    Titel: Antworten mit Zitat

abbahallo hat folgendes geschrieben:
Es spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, Säureattentate und Angriffe mit großen Messern als Mordversuche zu ahnden.

Kommt auf die Umstände an. Nur besonders schwere Säureattentate könnten als Mordversuch gewertet werden.

Zitat:
Von einer Reglementierung des Mitführen von Säuren verspreche ich mir hinsichtlich einer Erhöhung der Sicherheit allerdings wenig, da Säureattentate oft im häuslichen Bereich vorkommen. Da könnte man auch versuchen Benzin oder die ganzen freiverkäuflichen Haushaltschemikalien, aus denen man leicht Sprengstoffe machen kann, unter Kontrolle zu kriegen.


Ich glaube nicht, dass Säureattentate in Europa häufig im häuslichen Bereich vorkommen. Die Mehrzahl der Fälle spielt sich wohl auf der Straße ab. Außerdem verstehe ich die Logik nicht: Nur weil etwas häufig im häuslichen Bereich vorkommt, heißt das nicht, dass eine Reglementierung im öffentlichen Bereich wirkungslos wäre.
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abbahallo
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Beitrag(#2104550) Verfasst am: 14.08.2017, 12:53    Titel: Antworten mit Zitat

Okay, den Logikmangel sehe ich ein. Bloß denke ich, praktisch nützen wird das nicht viel, wenn jemand, der schon mal in einer Gewalttäterdatei erfaßt ist, nicht nur nach dem Einkauf überprüft wird, sondern eventuell tatsächlich an einem solchen Einkauf gehindert wird (ist so sicher selbst bei einem entsprechenden Gesetz nicht, die Messer kriegen Gewalttäter schließlich auch) und dann sein Opfer mit Benzin übergießt und anzündet.
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fwo
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Beitrag(#2104551) Verfasst am: 14.08.2017, 12:54    Titel: Antworten mit Zitat

abbahallo hat folgendes geschrieben:
....Die verbotenen Messer werden in der Regel außer in Schulen auch nicht anlaßlos sichergestellt.

Das stimmt leider nicht. Wenn Du beim Googeln zu diesem Thema mal in Messerforen kommst, kannst Du regelmäßig lesen, dass bei einer ganz normalen zufälligen Autokontrolle gefundene selbstarretierende Einhandmesser konfisziert werden. Ich habe so ein Teil, weil ich es beim Klettern einem langen, starren Messer vorziehe (Klettern bedeutet in diesem Fall auf Bäumen - ich bin manchmal in der Landschaftspflege unterwegs) Das heißt für mich, dass ich dieses Teil, wenn ich es im Auto habe, in einer abschließbaren Kiste halten sollte. Ich halte das für überzogen.
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abbahallo
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Beitrag(#2104552) Verfasst am: 14.08.2017, 13:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kam zu meiner Meinung, weil mein Mann beim Nachtangeln ständig gerade noch erlaubte Messer bei sich hatte, regelmäßig auf Alkohol und Warndreieck überprüft wurde (er kaufte sich oft auf dem Rückweg Bier bei einer Tanke), seine Messer nie auch nur angesehen wurden, egal ob er sie am Gürtel oder sonstwo hatte.
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wolle
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Beiträge: 1823

Beitrag(#2104555) Verfasst am: 14.08.2017, 13:41    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Wenn Du beim Googeln zu diesem Thema mal in Messerforen kommst, kannst Du regelmäßig lesen, dass bei einer ganz normalen zufälligen Autokontrolle gefundene selbstarretierende Einhandmesser konfisziert werden. Ich habe so ein Teil, weil ich es beim Klettern einem langen, starren Messer vorziehe (Klettern bedeutet in diesem Fall auf Bäumen - ich bin manchmal in der Landschaftspflege unterwegs) Das heißt für mich, dass ich dieses Teil, wenn ich es im Auto habe, in einer abschließbaren Kiste halten sollte. Ich halte das für überzogen.

Eine rechtmäßige Konfiszierung hängt davon ab, ob es sich um eine Einhand- oder um ein Zweihand-Klappmesser handelt. Zweihand-Klappmesser wären meist unbedenklich. Bei einem unverschlossenen Einhand-Klappmesser über 8,5 cm Klinge mit Arretierung kann eine Ordnungswidrigkeits-Gebühr von 200 € fällig werden.
https://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/anlage_2.html schrieb:
Zitat:
1.4.1
Spring- und Fallmesser nach Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 2 Nr. 2.1.1 und 2.1.2. Hiervon ausgenommen sind Springmesser, wenn die Klinge seitlich aus dem Griff herausspringt und der aus dem Griff herausragende Teil der Klinge -
höchstens 8,5 cm lang ist und
- nicht zweiseitig geschliffen ist;


Bezüglich Säuren/ Laugen habe ich noch mal genauer ins Gesetz geschaut:

https://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/anlage_1.html schrieb:

Zitat:
1.2
Gegenstände,
1.2.1
die unter Ausnutzung einer anderen als mechanischen Energie Verletzungen beibringen (z. B. Elektroimpulsgeräte),
1.2.2
aus denen Reizstoffe versprüht oder ausgestoßen werden, die eine Reichweite bis zu 2 m haben (Reizstoffsprühgeräte),
1.2.3
bei denen in einer Entfernung von mehr als 2 m bei Menschen a)
eine angriffsunfähig machende Wirkung durch ein gezieltes Versprühen oder Ausstoßen von Reiz- oder anderen Wirkstoffen oder
b)
eine gesundheitsschädliche Wirkung durch eine andere als kinetische Energie, insbesondere durch ein gezieltes Ausstrahlen einer elektromagnetischen Strahlung,
hervorgerufen werden kann,


https://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/anlage_2.html schrieb:

Zitat:
Abschnitt 1:
Verbotene Waffen
Der Umgang mit folgenden Waffen und Munition ist verboten:
...
1.3.5
Gegenstände mit Reiz- oder anderen Wirkstoffen, es sei denn, dass die Stoffe als gesundheitlich unbedenklich amtlich zugelassen sind und die Gegenstände -
in der Reichweite und Sprühdauer begrenzt sind und
- zum Nachweis der gesundheitlichen Unbedenklichkeit, der Reichweiten- und der Sprühdauerbegrenzung ein amtliches Prüfzeichen tragen;
1.3.6
Gegenstände, die unter Ausnutzung einer anderen als mechanischen Energie Verletzungen beibringen (z. B. Elektroimpulsgeräte), sofern sie nicht als gesundheitlich unbedenklich amtlich zugelassen sind und ein amtliches Prüfzeichen tragen zum Nachweis der gesundheitlichen Unbedenklichkeit;


Säuren und deren Behältnisse wären also im weiteren Sinn als Waffe anzusehen.


Zum Thema Brandstoffe gibt es auch eine Regelung:
https://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/anlage_1.html schrieb:
Zitat:
Unterabschnitt 2:
Tragbare Gegenstände 1.
Tragbare Gegenstände nach § 1 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe a sind insbesondere
...
1.2.4
bei denen gasförmige, flüssige oder feste Stoffe den Gegenstand gezielt und brennend mit einer Flamme von mehr als 20 cm Länge verlassen,
1.2.5
bei denen leicht entflammbare Stoffe so verteilt und entzündet werden, dass schlagartig ein Brand entstehen kann, oder in denen unter Verwendung explosionsgefährlicher oder explosionsfähiger Stoffe eine Explosion ausgelöst werden kann,


Nur explizit sind Säuren als Waffen im Gesetz nicht genannt.

Übrigens muss eine Säure auf der Haut möglichst schnell mit möglichst viel kaltem Wasser abgewaschen werden, da mit wenig Wasser eine exotherme Reaktion entsteht, welche die Verletzung noch verschlimmern kann.
Ist auf die Schnelle kein Wasser verfügbar, muss schnell abgetupft werden, um die Menge der Säure zu minimieren.
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72. Generalversammlung der Vereinten Nationen, Presse-Mitteilung
http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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abbahallo
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Anmeldungsdatum: 10.12.2012
Beiträge: 1841

Beitrag(#2104558) Verfasst am: 14.08.2017, 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hätte ich dann eine Genehmigung gebraucht, um drei Literflaschen Salzsäure nach hause zu tragen?
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