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Der etwas andere Blick auf die Affaire Harvey Weinstein.
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Tarvoc
Combie



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 34791
Wohnort: Bonn

Beitrag(#2126548) Verfasst am: 01.03.2018, 19:12    Titel: Antworten mit Zitat

Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Lebensnebel hat folgendes geschrieben:

Das führt wieder zur Frage:
Zitat:
Wie ist eigentlich womöglicher Sex einzustufen, wenn beide total hacke waren?


Ich wuerde es unter "vergebliche Liebesmueh" einordnen.
Im Ernst: wozu sich abstrampeln, wenn sich hinterher keiner mehr dran erinnert?


Ich hatte da eine juristische Einordnung im Sinn.


Uh... ich bin kein Rechtsexperte. Ich vermute mal, das wird auf die genauen Umstände ankommen.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 38075
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2126561) Verfasst am: 01.03.2018, 21:56    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
Du meinst Rohypnol?

Unter anderem, zum Beispiel. Die englische Wikipedia führt auch Alkohol als Date Rape Drug auf. Ein großes Problem besteht ja darin, dass bei exzessivem Alkoholkonsum bis zur Grenze der Bewusstlosigkeit oder auch nur des Erinnerungsverlusts die Grenze zwischen konsensuellem und nichtkonsensuellem Sex tendenziell bis zur Unnachvollziehbarkeit verschwimmt, und solche Situationen sind ganz grundsätzlich zu vermeiden. Es wäre darüber zu reden, ob Sex mit einem Partner, von dem man weiss, dass er oder sie so besoffen ist, dass ein Filmriss nicht unwahrscheinlich ist, nicht schon von vorne herein als Übergriff zu werten ist. In einigen US-Bundesstaaten sind vergleichbare Regelungen auch schon geltendes Recht.



Eben. Man muss nur sehen, dass dies prinzipiell fuer beide Seiten gilt. Sind beide Seiten angetrunken, dann steht der fehlenden Konsensfaehigkeit auf der einen die fehlende Schuldfähigkeit der anderen Seite gegenüber. Ausserdem dürfte sich dann ohnehin schwer nachvollziehen lassen, wer den Sex initiiert hatte, wer "Vergewaltiger ist" und wer "vergewaltigt wurde". Oft wissen das hinterher beide nicht mehr. Insofern ist es realitätsblind hier nachträglich Straftatsbestaende zu konstruieren. Wer da hinterher meint, dass er/sie was gemacht hat, was er/sie nicht wollte, der sollte nicht versuchen nachträglich per Strafrecht eventuelle eigene Dummheiten zu korrigieren, sondern sich ganz einfach vornehmen, beim naechsten date den Alkohol wegzulassen.

Richtig eindeutig ist es eigentlich nur, wenn entweder von einer Seite gezielt Alkohol oder andere Mittel eingesetzt wurden um sich die andere Seite gefügig zu machen, was natuerlich erst bewiesen werden muss oder wenn sich die eine Seite in opportunistischer Weise ueber eine Person hergemacht hat, die bereits beim Zusammentreffen erkennbar nicht konsensfaehig war ("sturzbesoffen", bewusstlos, geistig behindert etc....)
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Lebensnebel
Gieraffe



Anmeldungsdatum: 06.02.2016
Beiträge: 1705

Beitrag(#2127461) Verfasst am: 13.03.2018, 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Zuhören alleine reicht nicht mehr.
http://www.zeit.de/2018/11/metoo-maenner-schweigen-zurueckhaltung
Zitat:
Nach #MeToo sind alle so kleinlaut geworden. Männer hören Frauen erst einmal nur zu. Eine gefährliche Stille macht sich da breit.


Zitat:
Es wäre keineswegs unwahrscheinlich, dass das Patriarchat, dessen Showdown sich seit rund hundert Jahren in historischen Etappen vollzieht, zum Ende hin noch einmal zum großen Gegenangriff ausholt. Macht ist noch nie gerne und ohne Widerstand abgetreten. Warum sollte ausgerechnet die der Männer eine Ausnahme sein? Ob sie es wollen oder nicht: In ihrem Schweigen liegt etwas bedrohlich Zähneknirschendes. Es erinnert an das Schweigen der Verlierer, die mit der geballten Faust in der Tasche hinter der Fensterscheibe stehen und zusehen, wie die Sieger durch die Straße marschieren. Es muss nicht, aber es kann das Schweigen kompensierter Aggression sein, die auf den Moment der Rache sinnt. Wer schweigt, äußert ja nicht nichts. Er lässt das Gegenüber wissen, dass er sich nicht zu erkennen geben möchte, und behält sich damit jene Form passiver Machtausübung vor, die in der Unkenntlichkeit liegt.


Patriarchat wird gleichgesetzt mit Männerherrschaft.
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Bravopunk
Unvollender



Anmeldungsdatum: 08.03.2008
Beiträge: 25725
Wohnort: Edo

Beitrag(#2127462) Verfasst am: 13.03.2018, 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
Zuhören alleine reicht nicht mehr.
http://www.zeit.de/2018/11/metoo-maenner-schweigen-zurueckhaltung
Zitat:
Nach #MeToo sind alle so kleinlaut geworden. Männer hören Frauen erst einmal nur zu. Eine gefährliche Stille macht sich da breit.


Zitat:
Es wäre keineswegs unwahrscheinlich, dass das Patriarchat, dessen Showdown sich seit rund hundert Jahren in historischen Etappen vollzieht, zum Ende hin noch einmal zum großen Gegenangriff ausholt. Macht ist noch nie gerne und ohne Widerstand abgetreten. Warum sollte ausgerechnet die der Männer eine Ausnahme sein? Ob sie es wollen oder nicht: In ihrem Schweigen liegt etwas bedrohlich Zähneknirschendes. Es erinnert an das Schweigen der Verlierer, die mit der geballten Faust in der Tasche hinter der Fensterscheibe stehen und zusehen, wie die Sieger durch die Straße marschieren. Es muss nicht, aber es kann das Schweigen kompensierter Aggression sein, die auf den Moment der Rache sinnt. Wer schweigt, äußert ja nicht nichts. Er lässt das Gegenüber wissen, dass er sich nicht zu erkennen geben möchte, und behält sich damit jene Form passiver Machtausübung vor, die in der Unkenntlichkeit liegt.


Patriarchat wird gleichgesetzt mit Männerherrschaft.


Ich hab jetzt den Artikel nicht gelesen, sondern nur das, was du zitiert hast und ich muss dazu eine Sache mal ganz dringend loswerden:

Was ist das denn für eine paranoide Spinnerei? Pillepalle

Ich weiß ja, dass Menschen paranoide Wesen sind. Das bringt der naturgegebene Solipsismus eines vereinzelten Bewusstseins mit sich. Aber sowas ist mir dann doch zu blöd. Mit den Augen rollen Ich seh gar nicht ein, dass mit dem menschlichen Naturell zu entschuldigen. nee

edit: Vor allem: Es geht doch um Gleichberechtigung und dass man Menschen allgemein nicht misshandelt und zu Dingen zwingt, die sie eigentlich nicht wollen. Warum gibt es da auf einmal Gewinner und Verlierer? Ohnmacht
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Skeptiker
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Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 13593
Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2127463) Verfasst am: 13.03.2018, 14:06    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
Zuhören alleine reicht nicht mehr.
http://www.zeit.de/2018/11/metoo-maenner-schweigen-zurueckhaltung
Zitat:
Nach #MeToo sind alle so kleinlaut geworden. Männer hören Frauen erst einmal nur zu. Eine gefährliche Stille macht sich da breit.


Zitat:
Es wäre keineswegs unwahrscheinlich, dass das Patriarchat, dessen Showdown sich seit rund hundert Jahren in historischen Etappen vollzieht, zum Ende hin noch einmal zum großen Gegenangriff ausholt. Macht ist noch nie gerne und ohne Widerstand abgetreten. Warum sollte ausgerechnet die der Männer eine Ausnahme sein? Ob sie es wollen oder nicht: In ihrem Schweigen liegt etwas bedrohlich Zähneknirschendes. Es erinnert an das Schweigen der Verlierer, die mit der geballten Faust in der Tasche hinter der Fensterscheibe stehen und zusehen, wie die Sieger durch die Straße marschieren. Es muss nicht, aber es kann das Schweigen kompensierter Aggression sein, die auf den Moment der Rache sinnt. Wer schweigt, äußert ja nicht nichts. Er lässt das Gegenüber wissen, dass er sich nicht zu erkennen geben möchte, und behält sich damit jene Form passiver Machtausübung vor, die in der Unkenntlichkeit liegt.


Patriarchat wird gleichgesetzt mit Männerherrschaft.


Ich hab jetzt den Artikel nicht gelesen, sondern nur das, was du zitiert hast und ich muss dazu eine Sache mal ganz dringend loswerden:

Was ist das denn für eine paranoide Spinnerei? Pillepalle

Ich weiß ja, dass Menschen paranoide Wesen sind. Das bringt der naturgegebene Solipsismus eines vereinzelten Bewusstseins mit sich. Aber sowas ist mir dann doch zu blöd. Mit den Augen rollen Ich seh gar nicht ein, dass mit dem menschlichen Naturell zu entschuldigen. nee

edit: Vor allem: Es geht doch um Gleichberechtigung und dass man Menschen allgemein nicht misshandelt und zu Dingen zwingt, die sie eigentlich nicht wollen. Warum gibt es da auf einmal Gewinner und Verlierer? Ohnmacht


Da steckt bestimmt der Satan dahinter. Oder der Russe. Denn die schweigen ja auch immer und lugen nur immer hinter der Gardine hervor, um ihre Hörner zu verbergen, die man ja sonst sehen würde.

Das kann gar nicht anders sein, Schwääästerrrrn. Haltet zusammen gegen die männliche Weltverschwörung! Böse
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Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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beachbernie
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Beitrag(#2127485) Verfasst am: 13.03.2018, 18:54    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
Zuhören alleine reicht nicht mehr.
http://www.zeit.de/2018/11/metoo-maenner-schweigen-zurueckhaltung
Zitat:
Nach #MeToo sind alle so kleinlaut geworden. Männer hören Frauen erst einmal nur zu. Eine gefährliche Stille macht sich da breit.


Zitat:
Es wäre keineswegs unwahrscheinlich, dass das Patriarchat, dessen Showdown sich seit rund hundert Jahren in historischen Etappen vollzieht, zum Ende hin noch einmal zum großen Gegenangriff ausholt. Macht ist noch nie gerne und ohne Widerstand abgetreten. Warum sollte ausgerechnet die der Männer eine Ausnahme sein? Ob sie es wollen oder nicht: In ihrem Schweigen liegt etwas bedrohlich Zähneknirschendes. Es erinnert an das Schweigen der Verlierer, die mit der geballten Faust in der Tasche hinter der Fensterscheibe stehen und zusehen, wie die Sieger durch die Straße marschieren. Es muss nicht, aber es kann das Schweigen kompensierter Aggression sein, die auf den Moment der Rache sinnt. Wer schweigt, äußert ja nicht nichts. Er lässt das Gegenüber wissen, dass er sich nicht zu erkennen geben möchte, und behält sich damit jene Form passiver Machtausübung vor, die in der Unkenntlichkeit liegt.


Patriarchat wird gleichgesetzt mit Männerherrschaft.


Ich hab jetzt den Artikel nicht gelesen, sondern nur das, was du zitiert hast und ich muss dazu eine Sache mal ganz dringend loswerden:

Was ist das denn für eine paranoide Spinnerei? Pillepalle

Ich weiß ja, dass Menschen paranoide Wesen sind. Das bringt der naturgegebene Solipsismus eines vereinzelten Bewusstseins mit sich. Aber sowas ist mir dann doch zu blöd. Mit den Augen rollen Ich seh gar nicht ein, dass mit dem menschlichen Naturell zu entschuldigen. nee

edit: Vor allem: Es geht doch um Gleichberechtigung und dass man Menschen allgemein nicht misshandelt und zu Dingen zwingt, die sie eigentlich nicht wollen. Warum gibt es da auf einmal Gewinner und Verlierer? Ohnmacht



Als ob es beim Feminismus um Gleichberechtigung ginge. Es geht um Macht! Um nichts anderes! Und wenn sich hier selbsternannte "Sieger" bereits vor veraengstigten Männern hinter Fensterscheiben durch die Strassen paradieren sehen, dann wird dies alles auf einmal sehr klar.
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Tarvoc
Combie



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Beitrag(#2127491) Verfasst am: 13.03.2018, 21:15    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Als ob es beim Feminismus um Gleichberechtigung ginge. Es geht um Macht! Um nichts anderes!

Als ob... als ob sich das gegenseitig ausschlösse!

In der Politik geht's natürlich immer auch um Macht und Machtausübung. Die Apartheid in Südafrika wurde ja z.B. auch nicht dadurch beendet, dass die Schwarzen lieb gefragt haben, ob man nicht doch bitte damit aufhören könne, sondern indem sie angefangen haben, politisch und gesellschaftlich Gegenmacht aufzubauen. Nichts leichter, als aus dieser Tatsache den billigen Vorwurf abzuleiten, "es ginge doch nur" um Macht - und "Macht" und Machtausübung ist bekanntlich ganz unabhängig von den mit ihr verfolgten Zwecken schon an sich ganz, ganz doll böse. (This is what liberal centrists actually believe.) Es ist nur dummerweise einfach so eine generelle Anti-Macht-Einstellung, die von den Zwecken abstrahiert, per se verheuchelt ist. Auch in deinem Antifeminismus geht es um Macht.
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Zuletzt bearbeitet von Tarvoc am 13.03.2018, 22:05, insgesamt einmal bearbeitet
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Tarvoc
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Beitrag(#2127493) Verfasst am: 13.03.2018, 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
edit: Vor allem: Es geht doch um Gleichberechtigung und dass man Menschen allgemein nicht misshandelt und zu Dingen zwingt, die sie eigentlich nicht wollen. Warum gibt es da auf einmal Gewinner und Verlierer? Ohnmacht

Weil man Leute, die andere Menschen misshandeln oder zu Dingen zwingen, die diese eigentlich nicht wollen, dazu zwingen muss, das zu lassen. Natürlich werden sie das, wenn es gelingt, als Niederlage wahrnehmen. Es ist ja auch eine für sie.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2127497) Verfasst am: 14.03.2018, 00:32    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
edit: Vor allem: Es geht doch um Gleichberechtigung und dass man Menschen allgemein nicht misshandelt und zu Dingen zwingt, die sie eigentlich nicht wollen. Warum gibt es da auf einmal Gewinner und Verlierer? Ohnmacht

Weil man Leute, die andere Menschen misshandeln oder zu Dingen zwingen, die diese eigentlich nicht wollen, dazu zwingen muss, das zu lassen. Natürlich werden sie das, wenn es gelingt, als Niederlage wahrnehmen. Es ist ja auch eine für sie.



Hier geht es aber weniger um die Wahrnehmung der Maenner als vielmehr das triumphalistische Gehabe einer Feministin in der Zeit.


Weil Du hier den unpassenden Vergleich mit der Überwindung der Apartheid in Südafrika bringst.....von einem Nelson Mandela ist mir solch ein triumphalistisches Gesuelze nicht bekannt, mal ganz davon abgesehen, dass er gegen voellig ungebrochene Apartheidstrukturen ankämpfen musste und nicht gegen die letzten kleinen Restbestaende eines Patriarchats, das vielleicht im 19. Jahrhundert noch den Anschein der Unueberwindbarkeit erweckte, im 20. Jahrhundert (zumindest in den westlichen Induustriegesellschaften) Stück fuer Stück geschleift wurde und im 21. Jahrhundert höchstens noch in den Koepfen feministischer Aktivisten seinen Schrecken entfaltet, als Popanz zur Entfaltung solche alberner Phantasien wie der vorliegenden. (Auch hier zumindest in unseren Gesellschaften)
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Tarvoc
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Beiträge: 34791
Wohnort: Bonn

Beitrag(#2127510) Verfasst am: 14.03.2018, 10:35    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Hier geht es aber weniger um die Wahrnehmung der Maenner als vielmehr das triumphalistische Gehabe einer Feministin in der Zeit.

Was soll damit sein?

beachbernie hat folgendes geschrieben:
von einem Nelson Mandela ist mir solch ein triumphalistisches Gesuelze nicht bekannt

Kann sein. Na und? Der Kampf gegen den Rassismus in Südafrika ist ja auch noch lange nicht gewonnen.

Aber im Ernst, wofür ist das überhaupt ein Argument?

beachbernie hat folgendes geschrieben:

[...] die letzten kleinen Restbestaende eines Patriarchats, das vielleicht im 19. Jahrhundert noch den Anschein der Unueberwindbarkeit erweckte, im 20. Jahrhundert (zumindest in den westlichen Induustriegesellschaften) Stück fuer Stück geschleift wurde [...]

Eben. Genau daher ja das Triumphgefühl.

beachbernie hat folgendes geschrieben:

und im 21. Jahrhundert höchstens noch in den Koepfen feministischer Aktivisten seinen Schrecken entfaltet, als Popanz zur Entfaltung solche alberner Phantasien wie der vorliegenden. (Auch hier zumindest in unseren Gesellschaften)

Ich sage nicht, dass an dieser Behauptung von dir nicht was dran ist. Nur dummerweise wird sie immer wieder durch deine eigenen Ansichten und Verhaltensweisen konterkariert.

Im Übrigen lässt sich auch kaum bestreiten, dass es diesbezüglich derzeit auf politischer und kultureller Ebene einen Rollback gibt - auch in "unseren" Gesellschaften.
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AdvocatusDiaboli
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Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 22643
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Beitrag(#2127512) Verfasst am: 14.03.2018, 11:28    Titel: Antworten mit Zitat

Danke, Tarvoc. Die Auseinandersetzung des Feminismus mit den Geschlechterverhältnissen hat eine historische Phase erreicht, in der es wirklich ans „Eingemachte“ geht. Die subtile sexuelle Diskriminierung, die sich in vermeintlich natürlichen Verhaltensweisen manifestiert. In den Körpern, in den unsichtbaren Normen und Regeln, nicht alltäglich zugänglichen verinnerlichten Haltungen. Was BB als Errungenschaften des Feminismus erkennt, sorgte allenfalls für rechtliche Gleichstellung und kratzten an der Oberfläche. Wahlrecht, Scheidungsrecht, Arbeitsrecht. Das hat mit der allgemeinen Demokratisierung der Gesellschaft zu mehr Freiheitsgraden für Frauen geführt. Doch halten sich hartnäckige Mythen um die biologische Geschlechtsidentität, bei beiden Geschlechtern. Insbesondere, was die Mutterrolle angeht oder die angeblich natürlichen weiblichen Merkmale wie Sanftheit oder Friedlichkeit. Um da heran zu kommen bedarf es den wissenschaftlichem Diskurs aus Neurowissenwchsft, Soziologie, Philosophie oder auch Linguistik. Die Untersuchung der sozialen und kulturellen Prägungen in unserem Verständnis der fundamentalen menschlichen Kategorie Geschlecht. Das ist in unserer Mediengesellschaft ein heißes Eisen. Aber die Vehemenz mit der in Sozialen Medien, die Geschlechterfrage behandelt und verhandelt wird, zeigt wie notwendig die wissenschaftliche Auseinandersetzung damit ist. Ja, nicht jede Feministin ist dabei hilfreich. Aber das gilt auch für...
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Was dem Ockham sein Rasiermesser, ist dem Addi sein Hackebeil.

"Wir kriegen auch den letzten Schniedel-Ötzi!" (Addis feministischer Wahlspruch)
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Bravopunk
Unvollender



Anmeldungsdatum: 08.03.2008
Beiträge: 25725
Wohnort: Edo

Beitrag(#2127513) Verfasst am: 14.03.2018, 11:29    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
edit: Vor allem: Es geht doch um Gleichberechtigung und dass man Menschen allgemein nicht misshandelt und zu Dingen zwingt, die sie eigentlich nicht wollen. Warum gibt es da auf einmal Gewinner und Verlierer? Ohnmacht

Weil man Leute, die andere Menschen misshandeln oder zu Dingen zwingen, die diese eigentlich nicht wollen, dazu zwingen muss, das zu lassen. Natürlich werden sie das, wenn es gelingt, als Niederlage wahrnehmen. Es ist ja auch eine für sie.


Ach. Und das sind alle Männer, die da dann so akkurat beschrieben werden können?

Lebensnebel hat folgendes geschrieben:

http://www.zeit.de/2018/11/metoo-maenner-schweigen-zurueckhaltung
Zitat:
Nach #MeToo sind alle so kleinlaut geworden. Männer hören Frauen erst einmal nur zu. Eine gefährliche Stille macht sich da breit.


Zitat:
Es erinnert an das Schweigen der Verlierer, die mit der geballten Faust in der Tasche hinter der Fensterscheibe stehen und zusehen, wie die Sieger durch die Straße marschieren.



Mir kommt da übrigens Max Liebermann in den Sinn, wenn ich das lese. Ungustiöses im Blickfeld

Außerdem muss man niemanden zwingen. Das ist reine Autokratie. Bei der Auflösung negativer Machtstrukturen, die dazu genutzt werden z. B. Sex von Untergebenen zu erzwingen, ist der Aufbau neuer Machtstrukturen generell und ganz besonders in der Form, dass sie selbst auch wieder mit Zwang operieren, die schlechteste aller möglichen Wege.

Die Wegnahme von zur Unterdrückung, zur Gewalt und zum Missbrauch genutzten Macht ist völlig ausreichend um einen Fortgang dieser Taten zu vermeiden. Diese Macht anderen zuzuschieben, die sie genauso verwenden, ist kontraproduktiv. Das die neuen Machtinhaber Frauen sind ändert an dem in beiden Geschlechtern vorrangig in mächtigen Ämtern durch "natürliche" Selektion vorkommenden Charakteristika, die dieses Verhalten aufweisen, rein gar nichts. Man täuscht sich lediglich vor etwas verändert zu haben. In Wahrheit ist der Missbrauch nur an den nächsten weitergereicht worden.

Und Leuten, die ihren "Triumph" dann in solche Worte fassen, wie hier, glaube ich nicht, dass sie nicht auch solche Charakteristika aufweisen.

Ein scharfer Skeptizismus ist gegenüber allen, die nach Macht streben, stets mehr als angebracht und zu empfehlen.
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Lebensnebel
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Anmeldungsdatum: 06.02.2016
Beiträge: 1705

Beitrag(#2127514) Verfasst am: 14.03.2018, 11:35    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:

Im Übrigen lässt sich auch kaum bestreiten, dass es diesbezüglich derzeit auf politischer und kultureller Ebene einen Rollback gibt - auch in "unseren" Gesellschaften.


Woran erkennt man den "Rollback"? Ich kann so etwas nicht wahrnehmen.
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 28694

Beitrag(#2127521) Verfasst am: 14.03.2018, 13:55    Titel: Antworten mit Zitat

Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
Zuhören alleine reicht nicht mehr.
http://www.zeit.de/2018/11/metoo-maenner-schweigen-zurueckhaltung
Zitat:
Nach #MeToo sind alle so kleinlaut geworden. Männer hören Frauen erst einmal nur zu. Eine gefährliche Stille macht sich da breit.


Zitat:
Es wäre keineswegs unwahrscheinlich, dass das Patriarchat, dessen Showdown sich seit rund hundert Jahren in historischen Etappen vollzieht, zum Ende hin noch einmal zum großen Gegenangriff ausholt. Macht ist noch nie gerne und ohne Widerstand abgetreten. Warum sollte ausgerechnet die der Männer eine Ausnahme sein? Ob sie es wollen oder nicht: In ihrem Schweigen liegt etwas bedrohlich Zähneknirschendes. Es erinnert an das Schweigen der Verlierer, die mit der geballten Faust in der Tasche hinter der Fensterscheibe stehen und zusehen, wie die Sieger durch die Straße marschieren. Es muss nicht, aber es kann das Schweigen kompensierter Aggression sein, die auf den Moment der Rache sinnt. Wer schweigt, äußert ja nicht nichts. Er lässt das Gegenüber wissen, dass er sich nicht zu erkennen geben möchte, und behält sich damit jene Form passiver Machtausübung vor, die in der Unkenntlichkeit liegt.



Das erinnert mich an das betretene Schweigen im Raum, nachdem jemand in einem Wutanfall gefordert hat, alle anderen sollen endlich mal die Klappe halten. Wenn dann endlich Schweigen herrscht, ist es dem "Gewinner" auch nicht recht.
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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 34791
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Beitrag(#2127539) Verfasst am: 14.03.2018, 15:54    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
edit: Vor allem: Es geht doch um Gleichberechtigung und dass man Menschen allgemein nicht misshandelt und zu Dingen zwingt, die sie eigentlich nicht wollen. Warum gibt es da auf einmal Gewinner und Verlierer? Ohnmacht

Weil man Leute, die andere Menschen misshandeln oder zu Dingen zwingen, die diese eigentlich nicht wollen, dazu zwingen muss, das zu lassen. Natürlich werden sie das, wenn es gelingt, als Niederlage wahrnehmen. Es ist ja auch eine für sie.


Ach. Und das sind alle Männer, die da dann so akkurat beschrieben werden können?


Ich kann mich natürlich irren, aber so wie ich das sehe, bist du der einzige hier, der eine Obsession für den Allquantor hat.

Zu der Naivität, mit der du an das Thema Macht herangehst, sage ich nachher noch was, wenn ich wieder an meinem PC bin. (Schreibe gerade auf dem Handy.)
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Tarvoc
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Beitrag(#2127546) Verfasst am: 14.03.2018, 17:13    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Außerdem muss man niemanden zwingen. Das ist reine Autokratie.

Nein, das ist nicht zwingend Autokratie. Autokratie ist eine bestimmte Form gesellschaftlicher Machtausübung, nicht ein Synonym für Machtausübung überhaupt. Es ist auch kein Synonym für Zwangsausübung überhaupt - auch Demokratien üben Zwang aus.

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Bei der Auflösung negativer Machtstrukturen, die dazu genutzt werden z. B. Sex von Untergebenen zu erzwingen, ist der Aufbau neuer Machtstrukturen generell und ganz besonders in der Form, dass sie selbst auch wieder mit Zwang operieren, die schlechteste aller möglichen Wege.

Quatsch. Wie kommst du nur auf die Idee, dass der Einsatz von Zwangsmitteln gegen Leute, die von anderen Leuten Sex erpressen, eine schlechte Idee ist?

(Dass das nicht für sich allein stehen kann, sondern nur als ein Teilbestandteil von Strategien gesellschaftlicher Veränderung in Frage kommt, ist geschenkt. Aber trotzdem.)

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Die Wegnahme von zur Unterdrückung, zur Gewalt und zum Missbrauch genutzten Macht ist völlig ausreichend, um einen Fortgang dieser Taten zu vermeiden.

Wie genau nimmt man denn Macht weg, ohne dabei Macht einzusetzen? Was ist denn überhaupt Macht?

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Diese Macht anderen zuzuschieben, die sie genauso verwenden, ist kontraproduktiv.

Das ist doch ein Schreckgespenst. Wirklich niemand plädiert dafür, einfach die selben Machtstrukturen zu erhalten und einfach nur andere Leute in die entsprechenden Positionen zu hieven. Es geht genau um die Veränderung der Machtstrukturen selbst. Insgesamt ist Macht nicht eine Eigenschaft oder ein Eigentum einzelner Individuen, sondern etwas, das zwischen den Individuen stattfindet - in den Beziehungen, Verhältnissen, Organisationen, Institutionen und gesellschaftlichen Strukturen. Wenn wir sagen, dass jemand "Macht hat", dann meinen wir damit, dass er das primäre aktive Subjekt in einem bestimmten Machtverhältnis ist. Ein solches Machtverhältnis aufzubrechen erfordert wieder Macht. Macht wird nur durch Gegenmacht gebrochen. Diese Gegenmacht kann aber inhaltlich und strukturell ganz anders aussehen, z.B. weil sie eine andere Geschichte hat und zu anderen Zwecken ausgeübt wird. Da, wo das nicht so ist, wird sie tendenziell eher in die bestehenden Machtverhältnisse integriert als dass sie sie bricht, was ja oft genug vorkommt.

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Das die neuen Machtinhaber Frauen sind ändert an dem in beiden Geschlechtern vorrangig in mächtigen Ämtern durch "natürliche" Selektion vorkommenden Charakteristika, die dieses Verhalten aufweisen, rein gar nichts. Man täuscht sich lediglich vor etwas verändert zu haben. In Wahrheit ist der Missbrauch nur an den nächsten weitergereicht worden.

Das stimmt genau dann, wenn sich die Veränderung darauf beschränkt, die Strukturen so zu lassen, wie sie sind, und einfach nur andere Leute in bestimmte Positionen zu hieven. Es stimmt, dass das eine legitime Kritik an z.B. Quotenregelungen ist, die ich u.A. auch hier im Forum selbst schon artikuliert habe. Darauf lässt sich aber der Feminismus nicht beschränken.

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Ein scharfer Skeptizismus ist gegenüber allen, die nach Macht streben, stets mehr als angebracht und zu empfehlen.

Nur leider ist das mehr eine Phrase als ein theoretisches Konzept. Ganz generell kann man überhaupt nicht abstrakt "nach Macht streben", sondern immer nur nach bestimmten Machtverhältnissen.
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Beitrag(#2127559) Verfasst am: 14.03.2018, 19:53    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Danke, Tarvoc. Die Auseinandersetzung des Feminismus mit den Geschlechterverhältnissen hat eine historische Phase erreicht, in der es wirklich ans „Eingemachte“ geht. Die subtile sexuelle Diskriminierung, die sich in vermeintlich natürlichen Verhaltensweisen manifestiert. In den Körpern, in den unsichtbaren Normen und Regeln, nicht alltäglich zugänglichen verinnerlichten Haltungen. Was BB als Errungenschaften des Feminismus erkennt, sorgte allenfalls für rechtliche Gleichstellung und kratzten an der Oberfläche. Wahlrecht, Scheidungsrecht, Arbeitsrecht. Das hat mit der allgemeinen Demokratisierung der Gesellschaft zu mehr Freiheitsgraden für Frauen geführt. Doch halten sich hartnäckige Mythen um die biologische Geschlechtsidentität, bei beiden Geschlechtern. Insbesondere, was die Mutterrolle angeht oder die angeblich natürlichen weiblichen Merkmale wie Sanftheit oder Friedlichkeit. Um da heran zu kommen bedarf es den wissenschaftlichem Diskurs aus Neurowissenwchsft, Soziologie, Philosophie oder auch Linguistik. Die Untersuchung der sozialen und kulturellen Prägungen in unserem Verständnis der fundamentalen menschlichen Kategorie Geschlecht. Das ist in unserer Mediengesellschaft ein heißes Eisen. Aber die Vehemenz mit der in Sozialen Medien, die Geschlechterfrage behandelt und verhandelt wird, zeigt wie notwendig die wissenschaftliche Auseinandersetzung damit ist. Ja, nicht jede Feministin ist dabei hilfreich. Aber das gilt auch für...



Soso. Passives und aktives Wahlrecht, ungehinderter Zugang zu höchsten politischen Ämtern, ungehinderter Zugang zu höherer Bildung, weitestgehend ungehinderter Zugang zu praktisch allen Berufen, völlige rechtliche Gleichstellung, vollständige Geschäftsfähigkeit, Selbstbestimmung ueber die eigene Reproduktion + Sexualität etc.....dieses alles nur ein "Kratzen an der Oberfläche"? Pillepalle


Und welches "Eingemachte" soll da jetzt noch kommen? Dass jedem Mann sofort der Schwanz abfault, wenn er es wagt sich im Pronomen zu vergreifen? Sehr glücklich


Die Gleichberechtigung ist weitestgehend erreicht. Was jetzt noch kommt ist vor allem Machtprojektion. Daher auch die Triumpzugphantasie, um die es hier geht.

Ich glaube wir beide leben auf verschiedenen Planeten.
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2127567) Verfasst am: 14.03.2018, 21:36    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Danke, Tarvoc. Die Auseinandersetzung des Feminismus mit den Geschlechterverhältnissen hat eine historische Phase erreicht, in der es wirklich ans „Eingemachte“ geht. Die subtile sexuelle Diskriminierung, die sich in vermeintlich natürlichen Verhaltensweisen manifestiert. In den Körpern, in den unsichtbaren Normen und Regeln, nicht alltäglich zugänglichen verinnerlichten Haltungen. Was BB als Errungenschaften des Feminismus erkennt, sorgte allenfalls für rechtliche Gleichstellung und kratzten an der Oberfläche. Wahlrecht, Scheidungsrecht, Arbeitsrecht. Das hat mit der allgemeinen Demokratisierung der Gesellschaft zu mehr Freiheitsgraden für Frauen geführt. Doch halten sich hartnäckige Mythen um die biologische Geschlechtsidentität, bei beiden Geschlechtern. Insbesondere, was die Mutterrolle angeht oder die angeblich natürlichen weiblichen Merkmale wie Sanftheit oder Friedlichkeit. Um da heran zu kommen bedarf es den wissenschaftlichem Diskurs aus Neurowissenwchsft, Soziologie, Philosophie oder auch Linguistik. Die Untersuchung der sozialen und kulturellen Prägungen in unserem Verständnis der fundamentalen menschlichen Kategorie Geschlecht. Das ist in unserer Mediengesellschaft ein heißes Eisen. Aber die Vehemenz mit der in Sozialen Medien, die Geschlechterfrage behandelt und verhandelt wird, zeigt wie notwendig die wissenschaftliche Auseinandersetzung damit ist. Ja, nicht jede Feministin ist dabei hilfreich. Aber das gilt auch für...



Soso. Passives und aktives Wahlrecht, ungehinderter Zugang zu höchsten politischen Ämtern, ungehinderter Zugang zu höherer Bildung, weitestgehend ungehinderter Zugang zu praktisch allen Berufen, völlige rechtliche Gleichstellung, vollständige Geschäftsfähigkeit, Selbstbestimmung ueber die eigene Reproduktion + Sexualität etc.....dieses alles nur ein "Kratzen an der Oberfläche"? Pillepalle


Und welches "Eingemachte" soll da jetzt noch kommen? Dass jedem Mann sofort der Schwanz abfault, wenn er es wagt sich im Pronomen zu vergreifen? Sehr glücklich


Die Gleichberechtigung ist weitestgehend erreicht. Was jetzt noch kommt ist vor allem Machtprojektion. Daher auch die Triumpzugphantasie, um die es hier geht.

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Marsbernie, ich grüß dich von der Erde!

Schwarze werden ja bekanntlich auch seit Jahren nicht mehr diskriminiert, weil sie jetzt im Bus neben Weißen sitzen dürfen und sogar an der Uni studieren. Gleichberechtigung erreicht! Aber danke, dass du meine These bestätigst, dass es wirklich ans "Eingemachte" geht. Genau das, was für dich so schwierig zu erkennen ist, ist das Problem, was gelöst werden muss. Dass dies zu Machtkämpfen führt, geschenkt, das hat schon Tarvoc erklärt.

Ein Fundstück aus dem Netz:

Zitat:
http://www.die-wahlpruefsteine.de/subtile-formen-der-diskriminierung-von-frauen/
Eine subtile Spielart von Diskriminierung ist beispielsweise ein positiver-Sexismus, der Frauen in einem ‚mütterlich-warmherzigen‘ Rollenbild beschreibt und sie so in eine Rolle drängt, die nicht jeder Frau entspricht. Was planen Sie, um die Entwicklung moderner Rollenbilder zu tun?

Die Grünen:

"Frauen haben sich in viele Bereiche unserer Gesellschaft vorgearbeitet, sich rechtliche Gleichheit erkämpft und sich vieler dumpfer Rollenklischees entledigt. Doch das Ziel ist leider noch lange nicht erreicht. Frauen in den Chefsesseln, Männer am Herd, Mädels auf dem Mathe-Lehrstuhl, Kerls im Erziehungsjob: Es ändert sich was, doch es ändert sich nur langsam. Machtkämpfe sind aufreibend und langwierig, Rollenklischees hartnäckig. Und so sind Frauen heute immer noch wirtschaftlich und politisch benachteiligt, schlechter sozial abgesichert, mit weniger Chancen, größeren Widerständen und falschen Stereotypen konfrontiert. Die grüne Frauenpolitik hat umfangreiche Vorschläge zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit, gegen Gewalt und für das Selbstbestimmungsrecht von Frauen vorgelegt."


Ach Bernie, wir werden das den nächsten Generationen überlassen, die Geschlechterrollen abzulegen... Du kannst deinen Lümmel noch weiterhin streicheln, dir wird er schon nicht abfaulen.
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Lebensnebel
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Beitrag(#2127571) Verfasst am: 14.03.2018, 21:56    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Insbesondere, was die Mutterrolle angeht oder die angeblich natürlichen weiblichen Merkmale wie Sanftheit oder Friedlichkeit.


In der Hinsicht ist dieses Forum fortschrittlich. Wer glaubt hier schon an weibliche Sanftheit und Friedlichkeit? Höchstens ein paar Feministen.
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2127577) Verfasst am: 14.03.2018, 22:35    Titel: Antworten mit Zitat

Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Insbesondere, was die Mutterrolle angeht oder die angeblich natürlichen weiblichen Merkmale wie Sanftheit oder Friedlichkeit.


In der Hinsicht ist dieses Forum fortschrittlich. Wer glaubt hier schon an weibliche Sanftheit und Friedlichkeit? Höchstens ein paar Feministen.


Kennst du hier Feministen im Forum, die das behaupten? Oder erfindest du deine Projektionen aus dem Nebel?
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Lebensnebel
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Beitrag(#2127580) Verfasst am: 14.03.2018, 22:53    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Insbesondere, was die Mutterrolle angeht oder die angeblich natürlichen weiblichen Merkmale wie Sanftheit oder Friedlichkeit.


In der Hinsicht ist dieses Forum fortschrittlich. Wer glaubt hier schon an weibliche Sanftheit und Friedlichkeit? Höchstens ein paar Feministen.


Kennst du hier Feministen im Forum, die das behaupten? Oder erfindest du deine Projektionen aus dem Nebel?


Da ist nichts neblig.
Lies mal diesen Thread durch und Du wirst wissen, was ich meine.
http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?t=34108
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



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Beitrag(#2127582) Verfasst am: 14.03.2018, 22:58    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Danke, Tarvoc. Die Auseinandersetzung des Feminismus mit den Geschlechterverhältnissen hat eine historische Phase erreicht, in der es wirklich ans „Eingemachte“ geht. Die subtile sexuelle Diskriminierung, die sich in vermeintlich natürlichen Verhaltensweisen manifestiert. In den Körpern, in den unsichtbaren Normen und Regeln, nicht alltäglich zugänglichen verinnerlichten Haltungen. Was BB als Errungenschaften des Feminismus erkennt, sorgte allenfalls für rechtliche Gleichstellung und kratzten an der Oberfläche. Wahlrecht, Scheidungsrecht, Arbeitsrecht. Das hat mit der allgemeinen Demokratisierung der Gesellschaft zu mehr Freiheitsgraden für Frauen geführt. Doch halten sich hartnäckige Mythen um die biologische Geschlechtsidentität, bei beiden Geschlechtern. Insbesondere, was die Mutterrolle angeht oder die angeblich natürlichen weiblichen Merkmale wie Sanftheit oder Friedlichkeit. Um da heran zu kommen bedarf es den wissenschaftlichem Diskurs aus Neurowissenwchsft, Soziologie, Philosophie oder auch Linguistik. Die Untersuchung der sozialen und kulturellen Prägungen in unserem Verständnis der fundamentalen menschlichen Kategorie Geschlecht. Das ist in unserer Mediengesellschaft ein heißes Eisen. Aber die Vehemenz mit der in Sozialen Medien, die Geschlechterfrage behandelt und verhandelt wird, zeigt wie notwendig die wissenschaftliche Auseinandersetzung damit ist. Ja, nicht jede Feministin ist dabei hilfreich. Aber das gilt auch für...



Soso. Passives und aktives Wahlrecht, ungehinderter Zugang zu höchsten politischen Ämtern, ungehinderter Zugang zu höherer Bildung, weitestgehend ungehinderter Zugang zu praktisch allen Berufen, völlige rechtliche Gleichstellung, vollständige Geschäftsfähigkeit, Selbstbestimmung ueber die eigene Reproduktion + Sexualität etc.....dieses alles nur ein "Kratzen an der Oberfläche"? Pillepalle


Und welches "Eingemachte" soll da jetzt noch kommen? Dass jedem Mann sofort der Schwanz abfault, wenn er es wagt sich im Pronomen zu vergreifen? Sehr glücklich


Die Gleichberechtigung ist weitestgehend erreicht. Was jetzt noch kommt ist vor allem Machtprojektion. Daher auch die Triumpzugphantasie, um die es hier geht.

Ich glaube wir beide leben auf verschiedenen Planeten.


Marsbernie, ich grüß dich von der Erde!

Schwarze werden ja bekanntlich auch seit Jahren nicht mehr diskriminiert, weil sie jetzt im Bus neben Weißen sitzen dürfen und sogar an der Uni studieren. Gleichberechtigung erreicht! Aber danke, dass du meine These bestätigst, dass es wirklich ans "Eingemachte" geht. Genau das, was für dich so schwierig zu erkennen ist, ist das Problem, was gelöst werden muss. Dass dies zu Machtkämpfen führt, geschenkt, das hat schon Tarvoc erklärt.

Ein Fundstück aus dem Netz:

Zitat:
http://www.die-wahlpruefsteine.de/subtile-formen-der-diskriminierung-von-frauen/
Eine subtile Spielart von Diskriminierung ist beispielsweise ein positiver-Sexismus, der Frauen in einem ‚mütterlich-warmherzigen‘ Rollenbild beschreibt und sie so in eine Rolle drängt, die nicht jeder Frau entspricht. Was planen Sie, um die Entwicklung moderner Rollenbilder zu tun?

Die Grünen:

"Frauen haben sich in viele Bereiche unserer Gesellschaft vorgearbeitet, sich rechtliche Gleichheit erkämpft und sich vieler dumpfer Rollenklischees entledigt. Doch das Ziel ist leider noch lange nicht erreicht. Frauen in den Chefsesseln, Männer am Herd, Mädels auf dem Mathe-Lehrstuhl, Kerls im Erziehungsjob: Es ändert sich was, doch es ändert sich nur langsam. Machtkämpfe sind aufreibend und langwierig, Rollenklischees hartnäckig. Und so sind Frauen heute immer noch wirtschaftlich und politisch benachteiligt, schlechter sozial abgesichert, mit weniger Chancen, größeren Widerständen und falschen Stereotypen konfrontiert. Die grüne Frauenpolitik hat umfangreiche Vorschläge zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit, gegen Gewalt und für das Selbstbestimmungsrecht von Frauen vorgelegt."


Ach Bernie, wir werden das den nächsten Generationen überlassen, die Geschlechterrollen abzulegen... Du kannst deinen Lümmel noch weiterhin streicheln, dir wird er schon nicht abfaulen.



Das ist genau die Sorte Bullshit, die mich schon in meiner Zeit bei den Grünen so angewidert hat.

Hier geht's naemlich nicht um Gleichberechtigung oder um die Abschaffung von irgendwelchen "dumpfen Rollenklischees", sondern um eine ganz banale Umkehr Letzterer oder wie die drei Tornados schon vor fast einem halben Jahrhundert ueber feministisch angehauchte Grüne spotteten: "Rollentausch bringt vollen Rausch!". Wer einfach nur die Rollen vertauscht, der ändert nichts an den Verhältnissen, der kehrt sie nur um und ersetzt eine Unterdrückung durch eine andere. Ich erinnere mich noch mit Entzücken der fassungslosen Empörung grüner Feministinnen, wenn sie mit Frauen konfrontiert wurden, die aus voellig freien Stücken zu einer Rollenverteilung in ihrer Familie kamen, die rein zufällig der tradierten entsprach und sich auch noch erdreisteten sich dabei wohl zu fühlen.

Wer in den Chefsessel soll oder hintern Herd, wer auf den Mathelehrstuhl oder in den Kindergarten soll rein gar nichts mehr damit zu tun haben, was ihm zwischen den Beinen baumelt oder auch nicht, sondern ausschliesslich damit wer dazu befähigt ist, sich dazu berufen fuehlt, sich damit begnügen will oder wem grad nix Besseres einfällt, unabhängig vom Geschlecht.

Und weisst Du was, das ist sogar heute schon ganz normal, zumindest bei den Juengeren. Da erwartet keiner mehr, dass er im Chefsessel landet bloss weil er Mann ist und dass die Kollegin, die mit ihm zusammen angefangen hat, ihm in Zukunft den Kaffee bringt. Zu erwarten, dass es automatisch umgekehrt laufen soll, ist kein Fortschritt, sondern die Rückkehr zu längst ueberwundenen praemanzipatorischen Verhältnissen. Und nein, das wollen wir nicht mehr, weder in die einer noch in die andere Richtung. Wir sind da schon weiter.

Und inwiefern sind Frauen heute immer noch "wirtschaftlich und politisch benachteiligt"? Ohne dass dies mit konkreten Beispielen illustriert wird, sind das blosse wohlfeile Sprechblasen. Die paar Fälle von ungleichem Lohn fuer gleiche Arbeit, die es leider immer noch gibt, geben es nicht her davon zu sprechen, dass bisher nur "an der Oberfläche gekratzt" wurde. Inzwischen ist es sogar so, dass in manchen Bereichen bereits die Maenner das benachteiligte Geschlecht sind, z.B. was Sorgerechtsfragen angeht oder wenn prinzipienreiterische Quotenkackerei in manchen Bereichen jungen Männern jede Chance auf berufliches Fortkommen verbaut, weil nicht mehr Qualifikation bei der Einstellung zählt, sondern nur noch das "richtige" Geschlecht.
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Bravopunk
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Beitrag(#2127601) Verfasst am: 15.03.2018, 08:18    Titel: Antworten mit Zitat

Du sprichst mir aus der Seele, bb. Ich liebe es...

Dazu passend ein Zitat von mir selbst aus einem anderen Thread:

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Fast verblüfft hat mich die eigentlich triviale Erkenntnis, die mir kam, dass sich jene, die eine Gesellschaft durch ihre Gesetze und Regeln zu Asozialen stempelt, zwangsweise in dieser Gesellschaft ein an ihren Werten gemessen asoziales Verhalten an den Tag legen müssen. So sehr sich Montag (Anm. v. mir: Der Protagonist aus "Fahrenheit 451") eigentlich immer mehr wie ein normaler Mensch verhält, je mehr er diesen Regeln entflieht, so asozial und aneckend, so unerträglich wirkt er doch für all jene, die nach diesen Regeln dieser Gesellschaft gerne leben und deren Einhaltung als Glück empfinden (sei es nun, weil es so wirklich auf sie wirkt oder weil sie es lang genug haben eingetrichtert bekommen).

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Kaguya-hime
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2127607) Verfasst am: 15.03.2018, 10:33    Titel: Antworten mit Zitat

Bernie weiß, was Frauen wollen! Den Männern die Macht nehmen! Denn benachteiligt sind nur Feministen im Kopp.

http://www.zeit.de/2014/41/alleinerziehende-armut-hartz-iv
Zitat:
Rund 40 Prozent von ihnen beziehen Hartz IV, das eigentlich Arbeitslosengeld II heißt. Das sind 625.000 Haushalte. In neun von zehn Fällen ist der alleinerziehende Elternteil die Frau. Mutter zu sein ohne Partner bedeutet in Deutschland meist eines: den Abstieg in die Armut.


90% Frauen und dem von jedem Wissen befreiten Bernie platzt die Sprechblase. Und bravopunks Seele schämt sich fremd für ihren Besitzer. zwinkern
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Kramer
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Beitrag(#2127618) Verfasst am: 15.03.2018, 14:32    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Bernie weiß, was Frauen wollen! Den Männern die Macht nehmen! Denn benachteiligt sind nur Feministen im Kopp.

http://www.zeit.de/2014/41/alleinerziehende-armut-hartz-iv
Zitat:
Rund 40 Prozent von ihnen beziehen Hartz IV, das eigentlich Arbeitslosengeld II heißt. Das sind 625.000 Haushalte. In neun von zehn Fällen ist der alleinerziehende Elternteil die Frau. Mutter zu sein ohne Partner bedeutet in Deutschland meist eines: den Abstieg in die Armut.


90% Frauen und dem von jedem Wissen befreiten Bernie platzt die Sprechblase. Und bravopunks Seele schämt sich fremd für ihren Besitzer. zwinkern


Zwar ergeben 625.000 Haushalte nicht 90% der Frauen, aber gefühlt stimmt die Zahl mit meinen Erfahrungen überein. Als ich ein ein Kind war, bestand mein Umfeld zu Grossteil aus Familien ohne Väter. Ich hatte unheimlich viele Tanten, aber kaum Onkels. Nur waren die meisten von den Frauen nicht geschieden - wie meine Mutter - sondern Witwen. Die meisten von den Vätern sind entweder im Krieg gefallen oder an Staublunge gestorben. Das waren Generationen, in denen mal als Mann noch der Herr im Haus war - wenn man denn noch lebte.
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Bravopunk
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Beitrag(#2127619) Verfasst am: 15.03.2018, 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Bernie weiß, was Frauen wollen! Den Männern die Macht nehmen! Denn benachteiligt sind nur Feministen im Kopp.

http://www.zeit.de/2014/41/alleinerziehende-armut-hartz-iv
Zitat:
Rund 40 Prozent von ihnen beziehen Hartz IV, das eigentlich Arbeitslosengeld II heißt. Das sind 625.000 Haushalte. In neun von zehn Fällen ist der alleinerziehende Elternteil die Frau. Mutter zu sein ohne Partner bedeutet in Deutschland meist eines: den Abstieg in die Armut.


90% Frauen und dem von jedem Wissen befreiten Bernie platzt die Sprechblase. Und bravopunks Seele schämt sich fremd für ihren Besitzer. zwinkern


Zwar ergeben 625.000 Haushalte nicht 90% der Frauen, aber gefühlt stimmt die Zahl mit meinen Erfahrungen überein. Als ich ein ein Kind war, bestand mein Umfeld zu Grossteil aus Familien ohne Väter. Ich hatte unheimlich viele Tanten, aber kaum Onkels. Nur waren die meisten von den Frauen nicht geschieden - wie meine Mutter - sondern Witwen. Die meisten von den Vätern sind entweder im Krieg gefallen oder an Staublunge gestorben. Das waren Generationen, in denen mal als Mann noch der Herr im Haus war - wenn man denn noch lebte.


90 % der Alleinerziehenden sind Frauen. Nicht 90 % der Frauen sind 625.000. Diese 90 % der Alleinerziehenden sind aber eben 625.000 Haushalte.
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Kramer
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Beitrag(#2127623) Verfasst am: 15.03.2018, 15:30    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
90 % der Alleinerziehenden sind Frauen. Nicht 90 % der Frauen sind 625.000. Diese 90 % der Alleinerziehenden sind aber eben 625.000 Haushalte.


Ich weiss. Die Zahl stand nur so schön plakativ im Raum. Das roch schon recht merkwürdig.
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Beitrag(#2127624) Verfasst am: 15.03.2018, 15:32    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Die meisten von den Vätern sind entweder im Krieg gefallen oder an Staublunge gestorben. Das waren Generationen, in denen mal als Mann noch der Herr im Haus war - wenn man denn noch lebte.

Mein Vater hat alles überlebt. Mit 90 ist er dann gestorben.
Das mit "Herr im Haus" war er allerdings nicht.
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Bravopunk
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Beitrag(#2127626) Verfasst am: 15.03.2018, 15:36    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
90 % der Alleinerziehenden sind Frauen. Nicht 90 % der Frauen sind 625.000. Diese 90 % der Alleinerziehenden sind aber eben 625.000 Haushalte.


Ich weiss. Die Zahl stand nur so schön plakativ im Raum. Das roch schon recht merkwürdig.


Aso. Verlegen Ich dacht nur, ich sags dir, bevor er es tut.
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2127629) Verfasst am: 15.03.2018, 15:58    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
90 % der Alleinerziehenden sind Frauen. Nicht 90 % der Frauen sind 625.000. Diese 90 % der Alleinerziehenden sind aber eben 625.000 Haushalte.


Ich weiss. Die Zahl stand nur so schön plakativ im Raum. Das roch schon recht merkwürdig.


Das war wohl dein Rasierwasser, was so roch. zwinkern

Es war ausnahmsweise keine Absicht, plakativer zu wirken als beabsichtigt. Was ich sagen wollte: Insbesondere dort, wo Frauen auch heute noch auf „traditionelle“ Rollen zurückfallen, werden sie eher benachteiligt. Und nein, das soll nicht bedeuten, dass Probleme von Alleinerziehenden nur Geschlechterfragen betreffen: Auch Männer leiden unter der Armutsstigmatisierung.

Hier in einer Doku über Alleinerziehende aus dieser Woche:
https://www.zdf.de/dokumentation/37-grad/37-erst-die-kinder-dann-ich-100.html

Zitat:
Alleinerziehende unerwünscht
Viele sind Arbeitgebern ein Dorn im Auge. Sie gelten als nicht flexibel genug. Andere Betroffene finden keine bezahlbare Wohnung, weil Vermieter aus Angst vor ungezogenem Nachwuchs kinderlose Paare vorziehen. Alleinerziehend - meistens ein Leben am Limit.

Manuel S. ist Vater von drei Söhnen (13, 12 und 9 Jahre alt). Die Familie lebt in beengten Verhältnissen auf dem Land und sucht seit über vier Jahren eine Wohnung. Doch bezahlbarer Wohnraum ist knapp, und die meisten Vermieter wehren ab: Alleinerziehende seien nicht erwünscht, hier sei keine Nachbarschaft für Asoziale. Weil er niemanden hatte, der seine Kinder betreute, wenn sie krank waren und er deshalb nicht zur Arbeit kommen konnte, verlor er seinen Job. Eine neue, familientaugliche Arbeit zu finden ist schwer. Teilzeitjobs gibt es kaum.

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