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Der Moloch – eine kritische Geschichte der USA

 
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M.S.Salomon
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Anmeldungsdatum: 15.09.2003
Beiträge: 389

Beitrag(#83660) Verfasst am: 30.01.2004, 09:26    Titel: Der Moloch – eine kritische Geschichte der USA Antworten mit Zitat

Die Vereinigten Staaten sind als moralische Instanz der „neuen Weltordnung“ immer wieder ins Zwielicht geraten. Dass die Zweifel an der Integrität der USA nicht unberechtigt sind, weist Karlheinz Deschner in seiner penibel recherchierten und dabei äußerst provokanten Auseinandersetzung mit der Geschichte der Vereinigten Staaten nach. Von der Ausrottung der Indianer über die immensen Kriegsgewinne aus den beiden Weltkriegen bis zur „Operation Wüstensturm“ rollt Deschner alle historischen Fakten auf, die „god's own country“ von seiner dunkelsten Seite zeigen: gewalttätig, unmoralisch, heuchlerisch und korrupt.

Die Reaktionen auf Deschners Schrift sind selbst unter Deschnerfreunden gespalten: Stellt Deschner die Geschichte der USA zu einseitig dar? Bedient er mit seinem Werk einen unreflektierten, gar politisch rückwärts gewandten Antiamerikanismus? Oder handelt es sich um eine hellsichtige Analyse der politischen Kultur eines Landes, das auch in Zukunft über Leichen gehen wird, um sich und den Rest der Welt von der eigenen „Auserwähltheit“ zu überzeugen?
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Wir müssen uns Sisyphos
als einen glücklichen Menschen vorstellen."
(Albert Camus)
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NWolf
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Anmeldungsdatum: 27.02.2004
Beiträge: 1

Beitrag(#98790) Verfasst am: 03.03.2004, 20:42    Titel: Geteilte Meinung Antworten mit Zitat

Als ich das Buch "Der Moloch" zum ersten Mal gelesen habe, war ich begeistert. Das Buch erschien mir perfekt recherchiert, und stellte eine unglaubliche Fülle an Informationen zur Verfügung, die sonst kaum so offen dargelegt werden.
Nun, als ich das Buch ein weiteres Mal in die Hand nahm, ist mir aber doch ein gewaltiges Defizit aufgefallen, das für mich die Glaubwürdigkeit des Buches schon deutlich einschränkt: Es fehlt jegliche Art von Quellennachweisen! Zwar verweist Herr Deschner im Text oft auf sehr vertrauliches Material, wie die Tagebücher amerikanischer Präsidenten, aber manche Passagen bleiben völlig unkommentiert. Im Nachwort heißt es dann schlicht, er sei einfach zu vielen Menchen zu Dank verpflichtet, um sie zu nennen. Allerdings, muss ich sagen, dass gerade, bei einer so umstrittenen Schrift, die Nachprüfbarkeit der Aussagen für die Glaubwürdigkeit eine große Rolle spielt.
William Blum, u.A. der Autor des Buches "Rogue State", der sich vergleichbar kritisch mit den USA auseinander setzt, stellt dem Leser am Ende des besagten Titels 30 (!) Seiten Quellenangaben zur Verfügung, und erreicht damit für mich ein deutlich höheres Niveau.
Eine vergleichbar umfassende Erörterung zu Herrn Deschners Angaben in seinem Buch hätten vielleicht manchen Zweifler oder Kritiker überzeugen können.
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Anatoly
registrierter User



Anmeldungsdatum: 21.07.2003
Beiträge: 414

Beitrag(#104460) Verfasst am: 17.03.2004, 15:46    Titel: Re: Geteilte Meinung Antworten mit Zitat

NWolf hat folgendes geschrieben:
Als ich das Buch "Der Moloch" zum ersten Mal gelesen habe, war ich begeistert. Das Buch erschien mir perfekt recherchiert, und stellte eine unglaubliche Fülle an Informationen zur Verfügung, die sonst kaum so offen dargelegt werden.
Nun, als ich das Buch ein weiteres Mal in die Hand nahm, ist mir aber doch ein gewaltiges Defizit aufgefallen, das für mich die Glaubwürdigkeit des Buches schon deutlich einschränkt: Es fehlt jegliche Art von Quellennachweisen! Zwar verweist Herr Deschner im Text oft auf sehr vertrauliches Material, wie die Tagebücher amerikanischer Präsidenten, aber manche Passagen bleiben völlig unkommentiert. Im Nachwort heißt es dann schlicht, er sei einfach zu vielen Menchen zu Dank verpflichtet, um sie zu nennen. Allerdings, muss ich sagen, dass gerade, bei einer so umstrittenen Schrift, die Nachprüfbarkeit der Aussagen für die Glaubwürdigkeit eine große Rolle spielt.
William Blum, u.A. der Autor des Buches "Rogue State", der sich vergleichbar kritisch mit den USA auseinander setzt, stellt dem Leser am Ende des besagten Titels 30 (!) Seiten Quellenangaben zur Verfügung, und erreicht damit für mich ein deutlich höheres Niveau.
Eine vergleichbar umfassende Erörterung zu Herrn Deschners Angaben in seinem Buch hätten vielleicht manchen Zweifler oder Kritiker überzeugen können.

Hmm, hast Du auch die Heyne-Taschenbuchausgabe, überarbeitete Neuausgabe 12/2002? In dieser Ausgabe fehlen tatsächlich sämtliche Quellennachweise. Ich glaube aber, dass das eine Aktion des Verlags war und nichts mit Hrn. Deschner zu tun hat, da in allen anderen Werken von ihm, die ich kenne, sehr umfangreiche Quellennachweise vorhanden sind. Ich kenne leider ältere Ausgaben von "Der Moloch" nicht, aber ich denke, dort werden die Quellennachweise vorhanden sein (kann das vielleicht jemand verifizieren/falsifizieren, der eine ältere Ausgabe dieses Buches besitzt?). Frechheit vom Heyne-Vlg. sich die Quellennachweise zu sparen. Sowas ist nicht gut fürs Image, weder des Verlags noch des Autors.
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Bye,
Anatoly

"..., all das Ringen nach Freiheit sei fingiert, eine Komödie, die der Mensch seinem Narzissmus vorspielt und ihn deshalb veranlasst, ungehalten zu sein, wenn er aus seinem Spiel gerissen wird."
Wilhelm Reich, Libido Konflikte und Wahngebilde in Ibsens 'Peer Gynt'
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M.S.Salomon
registrierter User



Anmeldungsdatum: 15.09.2003
Beiträge: 389

Beitrag(#106554) Verfasst am: 22.03.2004, 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe vor kurzem mit Karlheinz Deschner über die fehlenden Quellenhinweise in "Der Moloch" gesprochen. Wie ihr schon richtig vermutet habt, ist dieser Umstand auf Verlags-Interessen zurückzuführen.

Tragischerweise entstand dieser Konflikt allerdings schon während der Arbeit an der Originalausgabe. Der Verleger wollte das Buch unbedingt schnell veröffentlichen, Deschner hingegen noch Anmerkungen/Quellenhinweise einarbeiten, was eine Verzögerung der Publikation um ca. 4-6 Wochen bedeutet hätte. Der Verleger konnte sich damals durchsetzen, u.a. deshalb, weil Deschner für die Veröffentlichung des Buches bereits einen Vorschuss kassiert hatte.

Nun wäre das nur halb so schlimm, denn Deschner hätte ja die fehlenden Verweise in einer späteren Ausgabe des Buchs noch einarbeiten können. Dies ist aber nicht mehr möglich, da dem Autor sämtliche Exzerpte und Vorarbeiten zu dem Amerika-Buch abhanden kamen (oder um es genauer zu sagen: Er hat sie selbst vernichtet, als er Platz für neue Bücher und Manuskripte schaffen wollte...)

Deschner selbst bedauert dies heute sehr. Der fehlende wiss. Apparat macht das Amerika-Buch natürlich in besonderer Weise angreifbar. Faktisch wurde es aber genauso penibel recherchiert wie die kirchenkritischen Schriften. Dem Buch fehlt nur der letzte Schliff (eben jene 4-6 Wochen Arbeit an Anmerkungen und Literaturhinweisen) - und das wird aller Voraussicht wohl auch so bleiben... Weinen
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Blaubär
Höhlenbewohner



Anmeldungsdatum: 18.07.2003
Beiträge: 1133
Wohnort: Mainufer

Beitrag(#106555) Verfasst am: 22.03.2004, 18:53    Titel: Antworten mit Zitat

M.S.Salomon hat folgendes geschrieben:
Dies ist aber nicht mehr möglich, da dem Autor sämtliche Exzerpte und Vorarbeiten zu dem Amerika-Buch abhanden kamen (oder um es genauer zu sagen: Er hat sie selbst vernichtet, als er Platz für neue Bücher und Manuskripte schaffen wollte...)

Am Kopf kratzen
Schade... hätte er mal was gesagt, ich hätte schon noch ein Plätzchen gefunden... zwinkern
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M.S.Salomon
registrierter User



Anmeldungsdatum: 15.09.2003
Beiträge: 389

Beitrag(#106558) Verfasst am: 22.03.2004, 18:59    Titel: Antworten mit Zitat

Blaubär hat folgendes geschrieben:
M.S.Salomon hat folgendes geschrieben:
Dies ist aber nicht mehr möglich, da dem Autor sämtliche Exzerpte und Vorarbeiten zu dem Amerika-Buch abhanden kamen (oder um es genauer zu sagen: Er hat sie selbst vernichtet, als er Platz für neue Bücher und Manuskripte schaffen wollte...)

Am Kopf kratzen
Schade... hätte er mal was gesagt, ich hätte schon noch ein Plätzchen gefunden... zwinkern


Das hatte ich ihm auch gesagt... Cool
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Fluse
KLERIKERFEINDIN



Anmeldungsdatum: 27.10.2003
Beiträge: 2034
Wohnort: Niedersachsen

Beitrag(#107811) Verfasst am: 25.03.2004, 14:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ich werde mir das Buch trotzdem zulegen, da ich im Moment das Buch von Ralph Giordano " Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte" duchlese, kann ich noch mit den neuen Deschner Buch warten.
Auf einer Seite über Deschner hat man schön die Möglichkeit einige Passagen von seinen Werken zu lesen,um dann zu entscheiden ob ein Buch für einen interessant ist!
So kauft man nicht die Katze im Sack zwinkern
Aber man darf es teilweise nicht zu laut sagen, daß man Deschner gut findet, da wird einem gleich Deschnerhörigkeit vorgeworfen!
Das von Leuten die ihn teilweise überhaupt nicht gelesen haben! Mit den Augen rollen
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Die Bibel ist ein HIRNWEICHSPÜLER und HIRNWEISSFÄRBER mit
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Jesusfreak zahl allein für deine Pfaffen!
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kamelpeitsche
Weapon of Mass Discussion



Anmeldungsdatum: 15.11.2003
Beiträge: 4555
Wohnort: Devil's Dancefloor

Beitrag(#113101) Verfasst am: 06.04.2004, 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe meiner Oma Deschner empfohlen und sie hat sich vorgenommen, was zu bestellen zwinkern
Sie ist eine der wenigen intelektuell interessierten Personen in unserer Familie.
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"Was immer jeder Einzelne mitbringen will an Prägung oder Anderssein - einem kollektiven Imperativ enzieht es sich mit Sicherheit"
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narziss
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Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 21939

Beitrag(#113109) Verfasst am: 06.04.2004, 15:58    Titel: Antworten mit Zitat

kamelpeitsche hat folgendes geschrieben:
Ich habe meiner Oma Deschner empfohlen und sie hat sich vorgenommen, was zu bestellen zwinkern
Sie ist eine der wenigen intelektuell interessierten Personen in unserer Familie.
Das Problem hat meine Familie nicht. zwinkern
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Nergal
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 11433

Beitrag(#118121) Verfasst am: 23.04.2004, 10:25    Titel: Antworten mit Zitat

Deschners "der Moloch", finde ich, ist so geschrieben wie die Kriminalgeschichte, dabei wird ein Land so behandelt wie eine Ideologie bzw ein Welbild.
Es ist wohl das einzige Buch in welchem derart stark verallgemeinert wird, obwohl es wie alle anderen Bücher von Deschner sehr genau und ausführlich ist.
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Dietrich Stahlbaum
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Anmeldungsdatum: 23.05.2004
Beiträge: 31
Wohnort: Recklinghausen NRW

Beitrag(#129072) Verfasst am: 24.05.2004, 13:46    Titel: Gruß nach vorn Antworten mit Zitat

DER MOLOCH

Wer wie Karlheinz Deschner seit 45 Jahren in den Archiven der Weltgeschichte herumstöbert, stößt dabei auf unterdrückte, totgeschwiegene Indizien und Fakten, die das an unseren Schulen und Hochschulen gelehrte, sowie durch alle Medien verbreitete Geschichtsbild in Frage stellen.

Ich kenne die wichtigsten seiner Werke und war anfangs der Faszination seines rigorosen, zupackenden, polemisch anklagenden Stils „erlegen", der Art und Weise, wie er die Dinge fokussiert und „auf den Punkt" bringt; dann aber sagte mir mein psychologischer Sinn, dass es zwar richtig ist, die dunklen Seiten der Geschichte zu beleuchten, dass der Völkerverständigung und dem Friedensgedanken jedoch mehr gedient ist, wenn man die Fakten selber sprechen lässt und auf Kommentare, mehr oder minder offene Schuldzuweisungen verzichtet.

Aufklärung über historische Zusammenhänge tut not. Nur sollte man dabei nicht den Eindruck entstehen lassen, die gesamte Geschichte sei eine Skandalgeschichte und allein aus einem kriminalistischen Blickwinkel zu verstehen.

Allerdings wäre es völlig falsch, Deschner dahin misszuverstehen, dass er deutsche historische Schuld gegen – hier zum Beispiel - US-amerikanische Schuld abwägen und womöglich aufheben wolle. In allen seinen Werken ist kein Versuch, deutsche Geschichte reinzuwaschen.

Auch wenn von Amerikanern politische Verbrechen, Kriegsverbrechen, individuelle und kollektive Schandtaten begangen worden sind, - die historische Last, die wir uns, sei es durch Unkenntnis, Ignoranz, Gleichgültig- und Bequemlichkeit, politische Dummheit und Unachtsamkeit oder durch Hab- und Machtgier, aufgebürdet haben, müssen wir schon selber tragen wie der Sisyphus den Stein. Mit dem Wegsterben meiner (Kriegs-)Generation (Jg. 26) wird dieser Stein zwar leichter - für die Jüngeren; aber sie können daraus lernen, neues Unrecht, neues Unheil zu verhindern und dafür zu sorgen, dass dieser Mahnstein nicht wieder schwerer wird.

Dies (mit Tucholsky) als „Gruß nach vorn"

vom Dietrich aus dem Kohlenpott
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Treverer
registrierter User



Anmeldungsdatum: 06.06.2004
Beiträge: 1
Wohnort: Berlin

Beitrag(#135686) Verfasst am: 07.06.2004, 20:34    Titel: antichristlich, antiamerikanisch - jetzt antisemetisch? Antworten mit Zitat

ich habe "moloch..." mit erheiterung und viel freude gelesen. warum? weil deschner auch dort seine schärfe bewahrt - wie eben bei seinen werken zum thema christentum -, wo andere meinen diplomatisch zu sein.

aber ich fragte mich, ob ihm wegen dieses buches nicht auch die worte "antiamerikanisch" und "antisemitisch" entgegenschallen würden. knapp eine stunde googlen inkl. das lesen vieler "lustiger" sachen, auf einmal ein link, der name bierl, ich denke noch: "den kennst du doch?", und tatsächlich: deschner als antisemit entlarvt.

http://www.gerhardkern.de/antiklerikal.htm

wenn ich keinen humor hätte, ich würde mich aufregen Lachen

und es ist auch klar, daß manche hier den text kennen, sind ja selber gleich mit in die schublade gestopft worden... Mit den Augen rollen

bisher habe ich noch nicht mehr gefunden mit gleichem tenor, aber ist bei deschner auch besonders schwierig. ich hoffe und wünsche ihm, er nimmt es auch mit humor, teuflischem zynisches Grinsen
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giacomo271203
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Anmeldungsdatum: 04.06.2004
Beiträge: 5
Wohnort: West - Österreich

Beitrag(#143517) Verfasst am: 29.06.2004, 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

der moloch ist ohne quellen- und literaturangaben nicht einmal die hälfte wert - wirklich schade dieses missgeschick. ich kann das buch deshalb nicht einmal empfehlen.
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narziss
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Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 21939

Beitrag(#143519) Verfasst am: 29.06.2004, 21:27    Titel: Antworten mit Zitat

Besteht denn die Möglichkeit, dass Deschner das mal nachreicht, oder dass man sich die wichtigsten Sachen per Google noch einmal vor Augen führen kann?
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Faruk Jinsei
Mensch, so ne Art Gott ;)



Anmeldungsdatum: 23.11.2004
Beiträge: 9
Wohnort: Tjo

Beitrag(#218672) Verfasst am: 23.11.2004, 21:51    Titel: Abkürzungen Antworten mit Zitat

Sind denn Literatur- und Quellenangaben nicht eigentlich nur Abkürzungen?
Gut, die Bequemlichkeit der Debattanten leidet darunter.
Man wüßte aber zunächst einmal, wonach man zu suchen hätte. Findet man nicht Deschners Quelle, dann evtl eine andere gleichwertige.

Die 500 Jahre Geschichte (Vorgeschichte und Geschichte der USA; aber natürlich auch einiger der involvierten Länder) wurden was mich angeht jedenfalls ganz und gar nicht umsonst recherchiert und niedergeschrieben.

Und das Hauptanliegen war doch, die Heuchelei aufzudecken, den blinden Pro-Amerikanismus der Deutschen auffliegen zu lassen. Wie mit der Religion, so mit der Politik! Und das Beispiel USA ist nuneinmal aus vielerlei Gründen das beste Exempel, wenn es um Krieg und Heuchelei geht; wie die katholische Kirche das beste kriminelle Exempel unter den Religionen ist.
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Machel
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Anmeldungsdatum: 06.06.2005
Beiträge: 727

Beitrag(#386738) Verfasst am: 16.12.2005, 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ich fand auch dieses Buch von Deschner sehr gut, da es sehr eindringlich die Schattenseiten der USA beschrieb. Rassismus, religiöser Wahn und die große Tugend des Betruges wurden von Deschner wieder einmal gut beschrieben. Dem Märchen USA als große Weltpolizei die, wenn es ihren Interessen nützt, auch aicht davor zurückschreckt, Kriege und Konflikte in aller Welt zu schüren und zu finanzieren, wurde nachhaltig widersprochen. Dazu passt, dass vor 1870 , jede zweite Dollarnote falsch war. So falsch wie das große Idealbild Amerika, dass auf den Leichenbergen anderer errichtet wurde.
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Verzweifler
Saints & Sinners County Sheriff



Anmeldungsdatum: 21.10.2006
Beiträge: 183
Wohnort: Fulda

Beitrag(#816929) Verfasst am: 13.09.2007, 11:12    Titel: Antworten mit Zitat

Habe das buch auch gerade durch Smilie Speziell die Sache mit unserem ehemaligen Bundespräsidenten (Weizäcker) und seiner Verwicklung in den Vietnamkrieg hätte ich gerne mal von anderen Quellen bestätigt. Es erscheint einfach nicht zu dem Saubermannimage zu passen. Wird dieses Kapitel wirklich von ihm (Weizäcker) totgeschwiegen?

Ansonten kann ich den "Moloch USA" jedem empfehlen, der sich kritisch mit unserer Weltordnung auseinandersetzen möchte.

Wer sich weiter interessiert, sollte auch "Arm und Reich" von Diamond gelesen haben. Sehr gut!

** Edit: Sehe gerade, der Thread ist schon 2 Jahre alt. Sorry zwinkern **
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zwinkern Torsten - der Verzweifler

Er singt meine Meinung -> http://www.youtube.com/watch?v=d5YrB7TpT1Y
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Kival
Feminist Ghost



Anmeldungsdatum: 14.11.2006
Beiträge: 24070

Beitrag(#817090) Verfasst am: 13.09.2007, 17:01    Titel: Antworten mit Zitat

Meines Wissens ist es sein schlechtestes Werk: http://www.gkpn.de/pfahl_deschner_usa.pdf
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"A basic literacy in statistics will one day be as necessary for efficient citizenship as the ability to read and write." (angeblich H. G. Wells)
"The consent of the governed is not consent if it is not informed." (Edward Snowden)
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narziss
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Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 21939

Beitrag(#817097) Verfasst am: 13.09.2007, 17:08    Titel: Antworten mit Zitat

All das was bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts passiert, erscheint für mich schlüssig. Allerdings bin ich erst ab Beginn des 20. Jahrhunderts Experte, der Fakten beurteilen kann.

Beinahe alles was Deschner über das 20. Jahrhundert geschrieben hat ist schlecht belegt, VT, politisch fragwürdig, teils nicht skandalös genug etc. Ich hätte ihn gerne beim Schreiben des Buches beraten.
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Sehwolf
registrierter User



Anmeldungsdatum: 26.03.2006
Beiträge: 10077

Beitrag(#817457) Verfasst am: 14.09.2007, 00:30    Titel: Antworten mit Zitat

Verzweifler hat folgendes geschrieben:
Habe das buch auch gerade durch Smilie Speziell die Sache mit unserem ehemaligen Bundespräsidenten (Weizäcker) und seiner Verwicklung in den Vietnamkrieg hätte ich gerne mal von anderen Quellen bestätigt. Es erscheint einfach nicht zu dem Saubermannimage zu passen. Wird dieses Kapitel wirklich von ihm (Weizäcker) totgeschwiegen?

Ansonten kann ich den "Moloch USA" jedem empfehlen, der sich kritisch mit unserer Weltordnung auseinandersetzen möchte.

Wer sich weiter interessiert, sollte auch "Arm und Reich" von Diamond gelesen haben. Sehr gut!

** Edit: Sehe gerade, der Thread ist schon 2 Jahre alt. Sorry zwinkern **


zB: Spiegel Archiv durchforsten, falls du Zugang oder CD-Ausgabe hast.
Der Tod aus Ingelheim vom 05.08.1991
Über den größten Chemieversuch an Menschen (Böhringer/Vietnam)
Eine unselige Geschichte vom 23.11.1992
Selbstkrtitisch revidiert die Firma ihren Dioxin-Vertuschungspolitik und bringt Weizsäcker in Bedrängnis
Attentäter: Das Gesetz des Hantelns vom 06.12.1993
Der Mann der den Präsidenten niederschlug will eine Debatte über dessen Vergangenheit erwzingen
Prozesse: "Auf ein Wort, Herr Präsident!" vom 03.01.1994
Gerhard Mauz über den Mann der den Präsidenten schlug

Hab ich als PDF, falls es wer haben möchte, PN mit Email an mich
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Verzweifler
Saints & Sinners County Sheriff



Anmeldungsdatum: 21.10.2006
Beiträge: 183
Wohnort: Fulda

Beitrag(#872692) Verfasst am: 30.11.2007, 10:18    Titel: Antworten mit Zitat

Kival hat folgendes geschrieben:
Meines Wissens ist es sein schlechtestes Werk: http://www.gkpn.de/pfahl_deschner_usa.pdf


Meiner Meinung nach - und ich habe viele seiner Werke gelesen - ist mit Abstand dieses das schlechteste: http://www.amazon.de/einen-Bissen-Fleisch-Karlheinz-Deschner/dp/3930994100/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1196410618&sr=8-1

Danke für den PDF Link, werde ich studieren Smilie
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zwinkern Torsten - der Verzweifler

Er singt meine Meinung -> http://www.youtube.com/watch?v=d5YrB7TpT1Y
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yxyxyx
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Anmeldungsdatum: 04.01.2008
Beiträge: 1552

Beitrag(#903036) Verfasst am: 07.01.2008, 11:10    Titel: Erinnerung Antworten mit Zitat

Ich traf Deschner einmal Life. Es war auf der Uni Wien Glaube Ende 86, wo er auf Einladung der Initiative Neue Linke und des Ahriman-Verlages, ich glaube "Abermals krähte der Hahn" vorstellte (das Kursbuch zu dieser Veranstaltung vom Rowolt-Verlag besitze ich noch heute.
In der Diskussion kam man no na auch auf seine Einstellung zum Marxismus zu sprechen. Ich kann mich noch an den Wortlaut des Schlusses seines Statements erinnern (es wurde per Tonband von der INL oder des Ahriman-Verlages aufgezeichnet):"aber die gößten Übel des Jahrhunderts wurden von den USA begangen." Es ist daher sogar anzunehmen, auch größere als die der Nazis.
Da sage ich mich nur: "Eine Mauer ist so fest wie der loseste Stein!"
Jemand, der in der Wehrmacht diente -von den Grauen der Nazis und von denen der Stalinisten zumindest peripher gewusst haben musste, und zu solch einem Schluss kommt, über dem erübrigt sich jede weiter Beschäftigung zu diesem Thema!
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Sehwolf
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Anmeldungsdatum: 26.03.2006
Beiträge: 10077

Beitrag(#989273) Verfasst am: 27.04.2008, 16:55    Titel: Antworten mit Zitat

Sehwolf hat folgendes geschrieben:
Verzweifler hat folgendes geschrieben:
Habe das buch auch gerade durch Smilie Speziell die Sache mit unserem ehemaligen Bundespräsidenten (Weizäcker) und seiner Verwicklung in den Vietnamkrieg hätte ich gerne mal von anderen Quellen bestätigt. Es erscheint einfach nicht zu dem Saubermannimage zu passen. Wird dieses Kapitel wirklich von ihm (Weizäcker) totgeschwiegen?

Ansonten kann ich den "Moloch USA" jedem empfehlen, der sich kritisch mit unserer Weltordnung auseinandersetzen möchte.

Wer sich weiter interessiert, sollte auch "Arm und Reich" von Diamond gelesen haben. Sehr gut!

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zB: Spiegel Archiv durchforsten, falls du Zugang oder CD-Ausgabe hast.
Der Tod aus Ingelheim vom 05.08.1991
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Selbstkrtitisch revidiert die Firma ihren Dioxin-Vertuschungspolitik und bringt Weizsäcker in Bedrängnis
Attentäter: Das Gesetz des Hantelns vom 06.12.1993
Der Mann der den Präsidenten niederschlug will eine Debatte über dessen Vergangenheit erwzingen
Prozesse: "Auf ein Wort, Herr Präsident!" vom 03.01.1994
Gerhard Mauz über den Mann der den Präsidenten schlug

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Das Spiegel-Archiv ist inzwischen offen. Links zu den entsprechenden Artikeln, Reihenfolge wie oben:
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jones
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Anmeldungsdatum: 30.04.2008
Beiträge: 1

Beitrag(#992365) Verfasst am: 01.05.2008, 19:10    Titel: Antworten mit Zitat

Eigentlich möchte ich nur eines wissen, da ich einige Verwandte in Nordamerika habe, die sich dafür interessieren: Gibt es das Buch DER MOLOCH auch in englischer Sprache? Ist es jemals übersetzt worden? Und, wenn ja, wie ist der englisch-sprachige Titel der Übersetzung? Kann jemand noch weitere Angaben (Verlag, Bestellnummer, ...) machen, die einem Interessenten in USA/Kanada helfen könnten, dieses Buch in englischer Sprache zu erwerben?
Freundliche Grüße von jones.
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