Atheisten auf dem Sterbebett
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Freigeisterhaus -> Heidenspaß statt Höllenqual

#841:  Autor: AhrimanWohnort: 89250 Senden BeitragVerfasst am: 20.03.2018, 16:12
    —
Ich erinnere mich, daß die Frage im Konfirmandenunterricht auftauchte, was denn nun mit den Menschen wäre, die nie was von Jesus gehört hätten, also ohne eigene Schuld nicht an ihn glauben. Wir dachten da so an Neger im tiefsten Afrika, wo noch nie ein Missionar war, gab's damals vermutlich noch welche, und damals durfte man die noch Neger nennen. Der Superintendent sagte dazu, die bekämen nach ihrem Tod natürlich noch eine Chance, sich zum richtigen Glauben zu bekehren.

#842:  Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 20.03.2018, 16:54
    —
vrolijke hat folgendes geschrieben:

[...]

Meine Frau gehört zum beispiel zu eine von den Leute, die nur ganz "am Rande" was von Religion mitbekommen haben.
Für sie ist die "Gottesfrage" überhaupt nicht relevant. Es ist tatsächlich sowas wie die Frage nach irgend welche Märchengestallten.

Ich bestreite, dass man in unserer christianisierten Gesellschaft von Religion "nur am Rande" etwas mitbekommt.
Aber da du für deine Frau sprichst, höre ich hier gleich wieder auf, ich kann ja nicht mit ihr drüber reden.

#843:  Autor: vrolijkeWohnort: Stuttgart BeitragVerfasst am: 20.03.2018, 18:09
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schtonk hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

[...]

Meine Frau gehört zum beispiel zu eine von den Leute, die nur ganz "am Rande" was von Religion mitbekommen haben.
Für sie ist die "Gottesfrage" überhaupt nicht relevant. Es ist tatsächlich sowas wie die Frage nach irgend welche Märchengestallten.

Ich bestreite, dass man in unserer christianisierten Gesellschaft von Religion "nur am Rande" etwas mitbekommt.
Aber da du für deine Frau sprichst, höre ich hier gleich wieder auf, ich kann ja nicht mit ihr drüber reden.

Warum denn gleich so pampig?
Meine Frau ist in der DDR aufgewachsen. Die Gesellschaft war nicht "christianisiert". Wenn sie in irgend eine Art sich damit auseinander setzen wollte, wäre sie hier angemeldet. Ist sie aber nicht. Es interessiert ihr schlichtweg nicht.
(Diese Konversation habe ich ihr vorgelesen, Sie ist mit meine Erklärung einverstanden.)

#844:  Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 20.03.2018, 18:38
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vrolijke hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

[...]

Meine Frau gehört zum beispiel zu eine von den Leute, die nur ganz "am Rande" was von Religion mitbekommen haben.
Für sie ist die "Gottesfrage" überhaupt nicht relevant. Es ist tatsächlich sowas wie die Frage nach irgend welche Märchengestallten.

Ich bestreite, dass man in unserer christianisierten Gesellschaft von Religion "nur am Rande" etwas mitbekommt.
Aber da du für deine Frau sprichst, höre ich hier gleich wieder auf, ich kann ja nicht mit ihr drüber reden.

Warum denn gleich so pampig?
Meine Frau ist in der DDR aufgewachsen. Die Gesellschaft war nicht "christianisiert". Wenn sie in irgend eine Art sich damit auseinander setzen wollte, wäre sie hier angemeldet. Ist sie aber nicht. Es interessiert ihr schlichtweg nicht.
(Diese Konversation habe ich ihr vorgelesen, Sie ist mit meine Erklärung einverstanden.)

Du nennst es pampig, wenn ich nicht über jemandes Ansichten reden will, die du hier einführst, weil ich mich nicht mit ihr direkt auseinandersetzen kann?
Merkwürdige Auffassung. Das ist doch korrekt und legitim.

Auch ein einem sozialistischen Staat wie der DDR spielte die Kirche eine sehr viel größere Rolle, als manche gemeinhin annehmen:

Zitat:
Auf der anderen Seite war Atheismus Bestandteil der marxistisch-leninistischen Staatsdoktrin, zum Beispiel in der Sowjetunion und in der Deutschen Demokratischen Republik, so dass Formen der Religionsausübung in den staatlich gelenkten Erziehungseinrichtungen keinen Ort hatten und politisch bekämpft wurden. Die Entkirchlichung Ostdeutschlands wird von Richard Schröder als die wohl wirksamste Hinterlassenschaft des SED-Regimes angesehen. Seinen Angaben zufolge waren im Jahre 1950 noch 91,5 Prozent der DDR-Bürger Kirchenmitglieder, 1964 noch 67,4 Prozent und am Ende der DDR etwa 25 Prozent.

https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus

fett v mir

Diese Zahlen sprechen wohl eine deutliche Sprache.
Ebenso die Tatsache, dass die Leute, die sich oppositionell verhielten, in großer Anzahl Unterschlupf unter kirchlichen Dächern fanden.

Von einer Randerscheinung kann ich hier nichts erkennen.

#845:  Autor: Lebensnebel BeitragVerfasst am: 20.03.2018, 18:40
    —
vrolijke hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
Kat hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:

Und wie nennst du Menschen, die einfach noch nichts von einem Gott gehört haben, sich also gar nicht entscheiden konnten?

Keine Ahnung, ob es eine Bezeichnung für sie gibt.


Die können durchaus von Gott gehört haben. Ich denke da an die vielen Atheisten in der ehem. DDR. Die nicht getauft sind, keinen Religionsunterricht hatten, von den Eltern auch nichts in diese Richtung mitbekommen haben.

Für die ist Religion einfach ein Märchen wie viele andere auch.

Warum sollten die sich bewußt gegen Gott entschieden haben?

...

Weil sie nachgedacht und eine Entscheidung getroffen haben:
Entweder zugunsten naturwissenschaftlicher Logik oder pragmatischer Institutionsräson (als FDJ-Mitglied komme ich weiter als als Kirchenmitglied).


Meine Frau gehört zum beispiel zu eine von den Leute, die nur ganz "am Rande" was von Religion mitbekommen haben.
Für sie ist die "Gottesfrage" überhaupt nicht relevant. Es ist tatsächlich sowas wie die Frage nach irgend welche Märchengestallten.


Aber man macht sich Gedanken, ob es nach dem Tod noch etwas gibt? Wenn man die Frage mit "Nichts" beantwortet, hat man sich damit gegen den christl. Gott entschieden.

#846:  Autor: narr BeitragVerfasst am: 20.03.2018, 20:24
    —
schtonk hat folgendes geschrieben:

Ich bestreite, dass man in unserer christianisierten Gesellschaft von Religion "nur am Rande" etwas mitbekommt.
...

Also ich bin nicht in der DDR aufgewachsen sondern in der BRD - und habe von Religion auch 'nur was am Rande' mitbekommen. Ich wusste natürlich, dass es das gibt und als Kind hat mir sogar das viele Glitzer in kath. Kirchen gefallen, aber weiter spielte das für mich absolut keine Rolle. Meine Eltern belästigten und Kinder nicht mit sowas und ich dachte - wenn ich überhaupt was dazu dachte - es wäre sowas wie Grimms Märchen.

Ich hab mich erst angefangen mit Religion zu beschäftigen, als in der Familie jemand zu so einer amerikanischen evangelikalen Sekte gegangen ist und mich 'mit dem Teufel im Bunde' geschimpft hat, weil ich Bio studiere. Die kamen mir dann mit Junge-Erde-Kreationismus und Dinosaurier-Knochen die Gott als Prüfung vergraben hätte.
Diese 'Árgumente' haben mich so überrumpelt, dass ich völlig fassungslos war. Bis dahin dachte ich echt, Gott-Glaube wäre ein aussterbendes Hobby von ein paar alten Omas.

#847:  Autor: astarte BeitragVerfasst am: 20.03.2018, 21:34
    —
schtonk hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:

[...]
Auch bei Leuten, die sich im Laufe der Zeit zum Atheisten entwickelt haben: die haben oft nicht entschieden 'so, ab heute glaub ich nix mehr,' sondern denen ist durch Zweifel, Hinterfragen, durch Information, Wissen, Erlebnisse die dem widersprachen, oder was immer, oft nicht mehr möglich zu glauben, sogar wenn sie das gar nicht wollten.

Das ist doch völlig widersprüchlich:
Wie anders als "durch Zweifel, Hinterfragen, durch Information, Wissen, Erlebnisse" trifft man denn bewusst Entscheidungen??

Nein. Das ist ein Fehlschluss:
Auch wenn Entscheidungen auch durch Zweifel, Hinterfragen, durch Information, Wissen, Erlebnisse getroffen werden, bedeutet das nicht, dass alles eine bewusste Entscheidung nach sich zieht, was man erlebt, erfährt, hinterfragt, bezweifelt.
Ich sagte es ja: viele beschließen nicht, ab heute dem 23.7.15 glaube ich nicht mehr an Gott. Sondern es ist ihnen mit der Zeit nicht mehr möglich. Auch wenn einzelne sich vielleicht sogar gerne anders entschieden hätten- es ist nicht immer eine bewusste Entscheidung.

#848:  Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 20.03.2018, 21:39
    —
narr hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:

Ich bestreite, dass man in unserer christianisierten Gesellschaft von Religion "nur am Rande" etwas mitbekommt.
...

Also ich bin nicht in der DDR aufgewachsen sondern in der BRD - und habe von Religion auch 'nur was am Rande' mitbekommen. Ich wusste natürlich, dass es das gibt und als Kind hat mir sogar das viele Glitzer in kath. Kirchen gefallen, aber weiter spielte das für mich absolut keine Rolle. Meine Eltern belästigten und Kinder nicht mit sowas und ich dachte - wenn ich überhaupt was dazu dachte - es wäre sowas wie Grimms Märchen.

Ich hab mich erst angefangen mit Religion zu beschäftigen, als in der Familie jemand zu so einer amerikanischen evangelikalen Sekte gegangen ist und mich 'mit dem Teufel im Bunde' geschimpft hat, weil ich Bio studiere. Die kamen mir dann mit Junge-Erde-Kreationismus und Dinosaurier-Knochen die Gott als Prüfung vergraben hätte.
Diese 'Árgumente' haben mich so überrumpelt, dass ich völlig fassungslos war. Bis dahin dachte ich echt, Gott-Glaube wäre ein aussterbendes Hobby von ein paar alten Omas.

Ok, es gibt natürlich sehr individualistische Betrachtungsweisen über den Atheismus.

Aber unabhängig von der jeweils persönlich bezogenen Sicht muss man sich m.E. doch auf gewisse Definitionsstandards einigen.
Sonst wirds doch sehr beliebig, und jedes Baby, jeder Alzheimerkranke, jeder Komatöse ist per Zufall oder Schicksal gottlos.

Zitat:
Atheismus (von altgriechisch ἄθεος átheos „ohne Gott“) bezeichnet die Abwesenheit oder Ablehnung des Glaubens an Gott bzw. Götter (Theismus). Zum Atheismus im weiteren Sinne zählen einige auch den Agnostizismus (agnostischer Atheismus), nach dem die Existenz von Gott bzw. Göttern ungeklärt oder nicht klärbar ist. Im engeren Sinne bezeichnet er jedoch die Überzeugung, dass es Gottheiten nicht gibt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus

fett v mir

Ich bin dann wohl ein Vertreter des engeren Sinnes. Eine Überzeugung kann nur durch (ich muss mich wiederholen) einen bewussten Prozess der Reflektion entstehen.


Zur Unterstützung meiner Position möchte ich noch dies anführen:

Zitat:
Als Atheisten bezeichnet man Menschen, die leugnen, dass es einen persönlichen Gott oder persönliche Götter gibt. Theismus ist der Glaube an einen (persönlichen) Gott, der die Welt nicht nur geschaffen hat, sondern sie auch erhält.
...
Die Verbreitung des Atheismus in der Neuzeit hängt zweifelsohne damit zusammen, dass die Auffassung, der Mensch stehe im Mittelpunkt des Kosmos, aufgegeben werden musste.
...
Zu seiner Vollendung kam der Atheismus bei Ludwig Feuerbach (1804-1872). Er wendete den christlichen Schöpfungsglauben in sein Gegenteil um: Gott hat nicht den Menschen erschaffen, sondern der Mensch erschuf Gott «nach seinem Bilde». Das heißt, dass die Lehre von Gott (Theologie) durch die Lehre vom Menschen (Anthropologie) ersetzt wird: In der Religion hat es der Mensch lediglich mit sich selbst zu tun.

http://www.dober.de/religionskritik/atheismus.html



Summa summarum: Atheist zu sein ist meiner Überzeugung nach kein zufälliger Zustand, sondern ein Ergebnis rationaler Überlegungen.
Man kann das natürlich auch anders sehen und Zufallsoptionen ins Spiel bringen.
Mit Vertretern dieser Variante, die natürlich in einem demokratischen Spektrum ihre Existenzberechtigung haben, werde ich jedoch auch nach hartnäckiger Diskussion nicht einig werden.

#849:  Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 20.03.2018, 21:42
    —
astarte hat folgendes geschrieben:

[...] es ist nicht immer eine bewusste Entscheidung.

Da kann ich küchenpsychologisch nicht mithalten. Ich gebe auf Smilie

#850:  Autor: astarte BeitragVerfasst am: 20.03.2018, 22:14
    —
schtonk hat folgendes geschrieben:
... Eine Überzeugung kann nur durch (ich muss mich wiederholen) einen bewussten Prozess der Reflektion entstehen....

Das wird die Gläubigen aber freuen, dass du es so siehst, dass ihre Überzeugung durch einen bewussten Prozess der Reflektion entstanden ist. : )

#851:  Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 20.03.2018, 22:15
    —
astarte hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
... Eine Überzeugung kann nur durch (ich muss mich wiederholen) einen bewussten Prozess der Reflektion entstehen....

Das wird die Gläubigen aber freuen, dass du es so siehst, dass ihre Überzeugung durch einen bewussten Prozess der Reflektion entstanden ist. : )

Klar, die interpretieren ja alles in ihrem Sinne. Keine Neuigkeit also.

#852:  Autor: astarte BeitragVerfasst am: 20.03.2018, 22:39
    —
schtonk hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
... Eine Überzeugung kann nur durch (ich muss mich wiederholen) einen bewussten Prozess der Reflektion entstehen....

Das wird die Gläubigen aber freuen, dass du es so siehst, dass ihre Überzeugung durch einen bewussten Prozess der Reflektion entstanden ist. : )

Klar, die interpretieren ja alles in ihrem Sinne. Keine Neuigkeit also.

Glaube ist also keine Überzeugung?

#853:  Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 20.03.2018, 23:04
    —
astarte hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
... Eine Überzeugung kann nur durch (ich muss mich wiederholen) einen bewussten Prozess der Reflektion entstehen....

Das wird die Gläubigen aber freuen, dass du es so siehst, dass ihre Überzeugung durch einen bewussten Prozess der Reflektion entstanden ist. : )

Klar, die interpretieren ja alles in ihrem Sinne. Keine Neuigkeit also.

Glaube ist also keine Überzeugung?

Kann man so sehen. Aber Überzeugung ist nicht logischerweise Glaube.

#854:  Autor: sehr gut BeitragVerfasst am: 20.03.2018, 23:09
    —
schtonk hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Theismus ist der Glaube an einen (persönlichen) Gott, der die Welt nicht nur geschaffen hat, sondern sie auch erhält.

Der Satz hats aber in sich zwinkern

Da wird unterschieden in erschaffen und erhalten.
Wie nennt man diejenige die nur von einem Schöpfer überzeugt sind, aber nicht das dieser auch 'die Welt erhält' (und damit auch einen selbst, als Teil der Welt)? Theist ist nach diesem Satz eine unzutreffende Bezeichnung.

#855:  Autor: worseWohnort: Stoapfalz BeitragVerfasst am: 20.03.2018, 23:14
    —
Deist. Das ist Unterstufenwissen. Mit den Augen rollen

#856:  Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 20.03.2018, 23:20
    —
sehr gut hat folgendes geschrieben:
[...]
Wie nennt man diejenige die nur von einem Schöpfer überzeugt sind, aber nicht das dieser auch 'die Welt erhält'(...)

Na wie?

#857:  Autor: astarte BeitragVerfasst am: 20.03.2018, 23:31
    —
schtonk hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
... Eine Überzeugung kann nur durch (ich muss mich wiederholen) einen bewussten Prozess der Reflektion entstehen....

Das wird die Gläubigen aber freuen, dass du es so siehst, dass ihre Überzeugung durch einen bewussten Prozess der Reflektion entstanden ist. : )

Klar, die interpretieren ja alles in ihrem Sinne. Keine Neuigkeit also.

Glaube ist also keine Überzeugung?

Kann man so sehen.

Also durch bewussten Prozess, rational überlegt und entschieden? Nur so entstehen Überzeugungen, hast du vorhin ja geschrieben.
Aber Überzeugungen können zB auch durch Übernahme von Eltern oder Autoritäten, oder durch kulturelle Einbindung entstehen.

Zitat:
Aber Überzeugung ist nicht logischerweise Glaube.

Jo, behauptet ja auch niemand.

#858:  Autor: sehr gut BeitragVerfasst am: 20.03.2018, 23:50
    —
schtonk hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
[...]
Wie nennt man diejenige die nur von einem Schöpfer überzeugt sind, aber nicht das dieser auch 'die Welt erhält'(...)

Na wie?

Jedenfalls nicht "Gläubige", denn da fehlt eine Komponente. Wer meint das ein Gott sei(nur die Schöpfer-Komponente ohne das erhalten) der wird von vielen unter "Gläubige" eingestuft. Für Theist reicht das deinem Zitat nach dann aber nicht.

#859:  Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 21.03.2018, 00:39
    —
sehr gut hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
[...]
Wie nennt man diejenige die nur von einem Schöpfer überzeugt sind, aber nicht das dieser auch 'die Welt erhält'(...)

Na wie?

Jedenfalls nicht "Gläubige", denn da fehlt eine Komponente. Wer meint das ein Gott sei(nur die Schöpfer-Komponente ohne das erhalten) der wird von vielen unter "Gläubige" eingestuft. Für Theist reicht das deinem Zitat nach dann aber nicht.

Wie immer wirfst du Nebelkerzen: Kein Inhalt, diffuse Andeutungen, jammernde Beschwerden, das wars.
Wie soll man dich denn da ernst nehmen?

#860:  Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 21.03.2018, 01:50
    —
astarte hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
... Eine Überzeugung kann nur durch (ich muss mich wiederholen) einen bewussten Prozess der Reflektion entstehen....

Das wird die Gläubigen aber freuen, dass du es so siehst, dass ihre Überzeugung durch einen bewussten Prozess der Reflektion entstanden ist. : )

Klar, die interpretieren ja alles in ihrem Sinne. Keine Neuigkeit also.

Glaube ist also keine Überzeugung?

Kann man so sehen.

Also durch bewussten Prozess, rational überlegt und entschieden? Nur so entstehen Überzeugungen, hast du vorhin ja geschrieben.


Habe ich, ja. Und wenn du das richtig gelesen hättest, im Zusammenhang mit meinem Gesamt-Tenor, hättest du erkannt, dass ich keine manipulativen Prozesse wie

astarte hat folgendes geschrieben:
.. Übernahme von Eltern oder Autoritäten, oder durch kulturelle Einbindung ..


gemeint habe. Ebensowenig wie irrationale Zustände wie die von Babies oder Demenz-Kranken, auf die du dich ja bei der Definition von Atheismus beriefst.

Wenn du diese Definition ins x-Beliebige erweitern möchtest, bitteschön. Dann kannst du auch über Steine, Moose und Flechten in diesem Zusammenhang diskutieren.
Aber ohne mich Smilie

#861:  Autor: astarte BeitragVerfasst am: 21.03.2018, 07:10
    —
schtonk hat folgendes geschrieben:

Aber ohne mich Smilie

Is eh klar.
: )

Weil du nur einen Teil von den Möglichkeiten der Entstehung von Überzeugungen meinen magst, gibts keine anderen. Winken

Dennoch entsteht der Glaube oft so, und es reicht einfach die Ablösung von den Eltern schon um den Glauben zu verlieren. Ob man will oder nicht. Ganz ohne rationale bewusste Entscheidung.

#862:  Autor: astarte BeitragVerfasst am: 21.03.2018, 07:54
    —
Klar, dass Säuglinge, Komatöse oder Demenzkranke Atheisten wären, ist eher flapsig gemeint gewesen, und das kann man natürlich bestreiten.

Dass aber Atheismus und andere Überzeugungen nur durch rationale, bewusste Entscheidung entstehen, ist Quatsch.
Warum sollten Menschen, die einfach feststellen, dass bei ihnen kein Gottesglaube vorhanden ist, keine Atheisten sein?

#863:  Autor: Kat BeitragVerfasst am: 21.03.2018, 08:02
    —
schtonk hat folgendes geschrieben:


Zur Unterstützung meiner Position möchte ich noch dies anführen:

Zitat:
Als Atheisten bezeichnet man Menschen, die leugnen, dass es einen persönlichen Gott oder persönliche Götter gibt.


Sorry, aber hier habe ich aufgehört weiter zu lesen.

Die Zeiten, als man Atheisten als Gottesleugner bezeichnete sollten wohl vorbei sein.

Ist irgendwie wie die Frage eines Staatsanwaltes an den Angeklagte: "Sie leugnen also, den Mord begangen zu haben?"

Kat

#864:  Autor: GreyWohnort: Stadt der Helden BeitragVerfasst am: 21.03.2018, 16:19
    —
astarte hat folgendes geschrieben:
Grey hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Abschied nehmen –
Sterbebegleitung bei Menschen mit Demenz

Der Verlust so vieler Fähigkeiten resultiert in Gefühle wie Angst, Unsicherheit, Hilflosigkeit, Verlassenheit, Verzweiflung, Entwürdigung. Zu den resultierenden Verhaltensweisen, die auch Betreuenden zu schaffen machen, gehören Schreien und Rufen, Kratzen, Schlagen, Jammern, Nahrungsverweigerung, Harn- und Stuhlinkontinenz, gestörter Tages- und Nachtrhythmus. Die Menschen sind willen- und wehrlos.


www.alzheimer-bw.de (110907_Nachlese_bbs_Abschied_nehmen.pdf)

Sie vergessen auch, was sie mal geglaubt haben, oder was nicht. Insofern sind am Ende alle Dementen Atheisten.

Wobei Viele sich durch gewohnte Rituale, Musik, Gebete durchaus beruhigen und entspannen können. Aber das ist wieder unabhängig, ob es mit Religion zu tun hat, oder nicht.


Arbeitest du in einer Pflegeeinrichtung oder für einen Pflegedienst?


Zuletzt bearbeitet von Grey am 22.03.2018, 14:37, insgesamt 2-mal bearbeitet

#865:  Autor: zelig BeitragVerfasst am: 21.03.2018, 16:36
    —
schtonk hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
Grey hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Abschied nehmen –
Sterbebegleitung bei Menschen mit Demenz

Der Verlust so vieler Fähigkeiten resultiert in Gefühle wie Angst, Unsicherheit, Hilflosigkeit, Verlassenheit, Verzweiflung, Entwürdigung. Zu den resultierenden Verhaltensweisen, die auch Betreuenden zu schaffen machen, gehören Schreien und Rufen, Kratzen, Schlagen, Jammern, Nahrungsverweigerung, Harn- und Stuhlinkontinenz, gestörter Tages- und Nachtrhythmus. Die Menschen sind willen- und wehrlos.


www.alzheimer-bw.de (110907_Nachlese_bbs_Abschied_nehmen.pdf)

Sie vergessen auch, was sie mal geglaubt haben, oder was nicht. Insofern sind am Ende alle Dementen Atheisten...

Würde ich so nicht sehen. Atheist zu sein ist eine bewusste Entscheidung und kein durch Krankheit verursachter zufälliger Zustand.


Sehe ich eigentlich auch so. Wenn ein dementer Mensch stirbt, wäre ihm zu wünschen, daß die Beerdigung die Anschauung berücksichtigt, die er hatte, als er noch in der Lage war, eine zu haben. Darin sind wir uns wahrscheinlich einig. Gleichgültig ob er oder sie religiös oder areligiös war.

Warum muss denn überhaupt eine Zuweisung vornehmen? Wenn jemand indifferent ist, kann man es doch einfach so anerkennen. Die Möglichkeiten sich bei dem Thema zu positionieren oder nicht, sind zahlreich wie die Sterne.

#866:  Autor: astarte BeitragVerfasst am: 21.03.2018, 18:25
    —
zelig hat folgendes geschrieben:
....Wenn ein dementer Mensch stirbt, wäre ihm zu wünschen, daß die Beerdigung die Anschauung berücksichtigt, die er hatte, als er noch in der Lage war, eine zu haben. Darin sind wir uns wahrscheinlich einig. Gleichgültig ob er oder sie religiös oder areligiös war.

Sind wir, schrieb ich ja oben auch: http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2128442#2128442
Was ich bestreite steht, hab ich in dem Beitrag ja dargelegt.

#867:  Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 21.03.2018, 18:28
    —
zelig hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
Grey hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Abschied nehmen –
Sterbebegleitung bei Menschen mit Demenz

Der Verlust so vieler Fähigkeiten resultiert in Gefühle wie Angst, Unsicherheit, Hilflosigkeit, Verlassenheit, Verzweiflung, Entwürdigung. Zu den resultierenden Verhaltensweisen, die auch Betreuenden zu schaffen machen, gehören Schreien und Rufen, Kratzen, Schlagen, Jammern, Nahrungsverweigerung, Harn- und Stuhlinkontinenz, gestörter Tages- und Nachtrhythmus. Die Menschen sind willen- und wehrlos.


www.alzheimer-bw.de (110907_Nachlese_bbs_Abschied_nehmen.pdf)

Sie vergessen auch, was sie mal geglaubt haben, oder was nicht. Insofern sind am Ende alle Dementen Atheisten...

Würde ich so nicht sehen. Atheist zu sein ist eine bewusste Entscheidung und kein durch Krankheit verursachter zufälliger Zustand.


Sehe ich eigentlich auch so. Wenn ein dementer Mensch stirbt, wäre ihm zu wünschen, daß die Beerdigung die Anschauung berücksichtigt, die er hatte, als er noch in der Lage war, eine zu haben. Darin sind wir uns wahrscheinlich einig. Gleichgültig ob er oder sie religiös oder areligiös war. (...)

Ja, da sind wir uns einig. Als Pragmatiker könnte man sagen, dass es dem Verstorbenen nichts mehr ausmachen kann, wenn nicht.
Aber von dieser, wie soll ich sagen, kulturell mitgenommenen Ethik kann ich mich nicht befreien. Möchte ich auch gar nicht Smilie

#868:  Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 21.03.2018, 18:56
    —
astarte hat folgendes geschrieben:
...Menschen, die einfach feststellen, ...


Wie schon gesagt:
schtonk hat folgendes geschrieben:

[...]
Da kann ich küchenpsychologisch nicht mithalten. ...


Cool

#869:  Autor: astarte BeitragVerfasst am: 21.03.2018, 19:02
    —
schtonk hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
...Menschen, die einfach feststellen, ...


Wie schon gesagt:
schtonk hat folgendes geschrieben:

[...]
Da kann ich küchenpsychologisch nicht mithalten. ...


Cool

Wie schon gesagt: wenn schtonk das nicht nachvollziehen kann, gibts das nicht. Schon klar.
Nur: Deswegen ist es noch keine Küchenpsychologie.

#870:  Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 21.03.2018, 19:16
    —
astarte hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
...Menschen, die einfach feststellen, ...


Wie schon gesagt:
schtonk hat folgendes geschrieben:

[...]
Da kann ich küchenpsychologisch nicht mithalten. ...


Cool

Wie schon gesagt: wenn schtonk das nicht nachvollziehen kann, gibts das nicht. Schon klar.
Nur: Deswegen ist es noch keine Küchenpsychologie.

Ich stelle jetzt einfach fest, dass doch Sehr glücklich



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