Kirchenaustritt - Kosten und Nutzen
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Freigeisterhaus -> Heidenspaß statt Höllenqual

#61:  Autor: Kerzenlicht BeitragVerfasst am: 01.01.2016, 15:41
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Normalerweise kostet das bei uns nur eine Unterschrift beim Gemeindeamt der Stadt!
Jedenfalls war es bei mir so.

#62:  Autor: Marcellinus BeitragVerfasst am: 01.01.2016, 17:47
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Nordseekrabbe hat folgendes geschrieben:
Ich trage mich mit dem Gedanken herum, aus der Kirche auszutreten - denn für mich als Erwerbsminderungsrentner und Grundsicherungsempfänger sind 33 € Kirchgeld (soviel kostet mich das jedes Jahr) ohne irgendeine adäquate Gegenleistung zu bekommen, schon sehr viel Geld, die woanders meinerseits sinnvoller eingesetzt wären.

Nun ist es aber so, daß die Kirche auch gleichzeitig mein Vermieter ist. Außerdem arbeite ich als Beschäftigter, aufgrund Schwerbehinderung, - nicht als Mitarbeiter!! - in einer Werkstatt für behinderte Menschen, die sich in kirchlicher Trägerschaft befindet und werde von eben dieser EInrichtung auch ambulant betreut via Persönliches Budget. Können mir dadurch, daß ich austrete, in dieser Angelegenheit irgendwelche Nachteile entstehen?


Wer bei Kirchens wohnt und arbeitet, sollte aus eigenem Interesse bei Kirchens nicht austreten. Mag einem nicht gefallen, ist aber so. It's an unperfect universe.

#63:  Autor: AhrimanWohnort: 89250 Senden BeitragVerfasst am: 01.01.2016, 19:02
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Nordseekrabbe hat folgendes geschrieben:
Ich trage mich mit dem Gedanken herum, aus der Kirche auszutreten - denn für mich als Erwerbsminderungsrentner und Grundsicherungsempfänger sind 33 € Kirchgeld (soviel kostet mich das jedes Jahr) ohne irgendeine adäquate Gegenleistung zu bekommen, schon sehr viel Geld, die woanders meinerseits sinnvoller eingesetzt wären.

Nun ist es aber so, daß die Kirche auch gleichzeitig mein Vermieter ist. Außerdem arbeite ich als Beschäftigter, aufgrund Schwerbehinderung, - nicht als Mitarbeiter!! - in einer Werkstatt für behinderte Menschen, die sich in kirchlicher Trägerschaft befindet und werde von eben dieser EInrichtung auch ambulant betreut via Persönliches Budget. Können mir dadurch, daß ich austrete, in dieser Angelegenheit irgendwelche Nachteile entstehen?

Darauf möchte ich fast wetten. Man würde dir nicht gleich kündigen, Mietvertrag wie Arbeitsplatz. Die Kirchenleute haben da feinere Methoden, die machen das subtiler. Spüren würdest du es, bestimmt.

#64:  Autor: Easy FlamingoWohnort: zwischen gestern und morgen BeitragVerfasst am: 20.03.2017, 12:21
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Was müsste man denn rein theoretisch tun, um exkommuniziert zu werden?
Wie bekommt die Kirche mit, dass man etwas tut, was die Exkommunikation zur Folge hätte, wenn man den Verein so gut wie nie besucht und die einen somit auch nicht kennen?

#65:  Autor: QuéribusWohnort: Avaricum BeitragVerfasst am: 20.03.2017, 12:50
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Easy Flamingo hat folgendes geschrieben:
Was müsste man denn rein theoretisch tun, um exkommuniziert zu werden?
Wie bekommt die Kirche mit, dass man etwas tut, was die Exkommunikation zur Folge hätte, wenn man den Verein so gut wie nie besucht und die einen somit auch nicht kennen?


Exkommunikation bedeutet aber nicht etwa, dass die dich aus dem Verein rausschmeissen zwinkern

du bist weiterhin zahlendes Mitglied, du darfst nur nicht mehr am allgemeinen Hostienknabbern teilnehmen... Auf den Arm nehmen

#66:  Autor: DonMartin BeitragVerfasst am: 20.03.2017, 12:59
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Easy Flamingo hat folgendes geschrieben:
Was müsste man denn rein theoretisch tun, um exkommuniziert zu werden?
Wie bekommt die Kirche mit, dass man etwas tut, was die Exkommunikation zur Folge hätte, wenn man den Verein so gut wie nie besucht und die einen somit auch nicht kennen?

In D: keine Kirchensteuer mehr zahlen. Oder eine Abtreibung durchführen.

Aber ehrlich gesagt verstehe ich Deine Frage nicht: wenn Du mit der Kirche nix mehr am Hut hast dann tritt einfach aus und gut is.

#67:  Autor: DonMartin BeitragVerfasst am: 20.03.2017, 13:03
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Quéribus hat folgendes geschrieben:
du darfst nur nicht mehr am allgemeinen Hostienknabbern teilnehmen... Auf den Arm nehmen

höchstens falls man dem Pfarrer als entlaufenes Schaf persönlich bekannt ist.
In einer fremden Kirche interessiert es keine Sau.

#68:  Autor: AhrimanWohnort: 89250 Senden BeitragVerfasst am: 20.03.2017, 13:14
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Easy Flamingo hat folgendes geschrieben:
Was müsste man denn rein theoretisch tun, um exkommuniziert zu werden?
Wie bekommt die Kirche mit, dass man etwas tut, was die Exkommunikation zur Folge hätte, wenn man den Verein so gut wie nie besucht und die einen somit auch nicht kennen?

Der Liebe Gott weiß es aber, der ist bekanntlich selbst sein eigener Stasi. Wenn du also nach einem Ehebruch exkommuniziert bist und dann trotzdem zum Abendmahl gehst, so ist das ungültig und unwirksam, wahrscheinlich sogar eine weitere Sünde. Vermutlich verwandelt sich die Hostie bei dir dann gleich zurück zu Brot.

#69:  Autor: fwoWohnort: nicht fest BeitragVerfasst am: 20.03.2017, 22:12
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Ahriman hat folgendes geschrieben:
.... Vermutlich verwandelt sich die Hostie bei dir dann gleich zurück zu Brot.

Das wäre aber doch schon mal was sehr nützliches, wenn man auf die Art aus ollen Oblaten Brot machen könnte.

#70:  Autor: Easy FlamingoWohnort: zwischen gestern und morgen BeitragVerfasst am: 21.03.2017, 12:40
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DonMartin hat folgendes geschrieben:
Easy Flamingo hat folgendes geschrieben:
Was müsste man denn rein theoretisch tun, um exkommuniziert zu werden?
Wie bekommt die Kirche mit, dass man etwas tut, was die Exkommunikation zur Folge hätte, wenn man den Verein so gut wie nie besucht und die einen somit auch nicht kennen?

In D: keine Kirchensteuer mehr zahlen. Oder eine Abtreibung durchführen.

Aber ehrlich gesagt verstehe ich Deine Frage nicht: wenn Du mit der Kirche nix mehr am Hut hast dann tritt einfach aus und gut is.


Ein Teilnehmer hatte gehofft, automatisch keine Kirchensteuer mehr bezahlen zu müssen, wenn er exkommuniziert wird und auf diesem Weg auch die 30 € Bearbeitungsgebühren sparen zu können. Diese Rechnung geht offenbar nich auf.
Völlig unabhängig davon, interessierte es mich an dieser Stelle ganz allgemein, wie man eine Exkommunikation provozieren kann. Es sagt nichts über meine eigene Position zu irgendeiner Kirche aus. Ich bin nirgendwo Mitglied.

#71:  Autor: fwoWohnort: nicht fest BeitragVerfasst am: 21.03.2017, 13:14
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Easy Flamingo hat folgendes geschrieben:
....
Völlig unabhängig davon, interessierte es mich an dieser Stelle ganz allgemein, wie man eine Exkommunikation provozieren kann. ....

In Wikipedia wird Dir (bei der katholischen Kirche) der Tipp gegeben, zuerst an einem Abendmahl teilzunehmen und dabei die Oblate einmal unter der Schuhsole zu drehen und den Wein dem Pfaffen ins Gesicht zu kippen und anschließend auch formal auszutreten. Wenn sie dann immer noch nicht wollen, kannst Du ihnen anbieten, den Abendmahlspaß regelmäßig zu wiederholen.

Wenn jemand fragt, was das soll, gäbe es mit "Protest gegen die Konstruktion, dass Du gegen Gebühr aus einem Verein austreten musst, in den Du nie bewusst eingetreten bist" sogar eine gute Begründung.

Man muss aber wohl eine ziemliche Spaßsucht haben, um sowas durchzuziehen. Ich halte Austreten und Vergessen für effektiver.

#72:  Autor: DonMartin BeitragVerfasst am: 21.03.2017, 13:41
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fwo hat folgendes geschrieben:
Easy Flamingo hat folgendes geschrieben:
....
Völlig unabhängig davon, interessierte es mich an dieser Stelle ganz allgemein, wie man eine Exkommunikation provozieren kann. ....


Ich bezweifle mal, dass das so funktioniert. Exkommunikation ist heutzutage ein eher virtueller Akt.
Im Jenseits hingegen haette man die A-Karte, falls die Kirche doch recht hat. Dein Risiko.
Ich bezweifle auch, dass der betreffende Pfarrer zum Amt laeuft, und fuer Dich die Aufhebung der Kirchensteuer beantragt.

#73:  Autor: Easy FlamingoWohnort: zwischen gestern und morgen BeitragVerfasst am: 21.03.2017, 13:47
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DonMartin hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Easy Flamingo hat folgendes geschrieben:
....
Völlig unabhängig davon, interessierte es mich an dieser Stelle ganz allgemein, wie man eine Exkommunikation provozieren kann. ....


Ich bezweifle mal, dass das so funktioniert. Exkommunikation ist heutzutage ein eher virtueller Akt.
Im Jenseits hingegen haette man die A-Karte, falls die Kirche doch recht hat. Dein Risiko.
Ich bezweifle auch, dass der betreffende Pfarrer zum Amt laeuft, und fuer Dich die Aufhebung der Kirchensteuer beantragt.


Kein Risiko. Nochmal: Es war eine allgemeine Frage. Aber gut is.
Mit virtuellem Akt kann ich in diesem Zusammenhang nichts anfangen. Symbolisch auch nicht.
Für die Betroffenen, die das was angeht und die daran zu knabbern haben, hat das ganz sicher sehr praktische Auswirkungen. Mir ginge es sonst wo vorbei.

#74:  Autor: AhrimanWohnort: 89250 Senden BeitragVerfasst am: 21.03.2017, 17:58
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fwo hat folgendes geschrieben:
Easy Flamingo hat folgendes geschrieben:
....
Völlig unabhängig davon, interessierte es mich an dieser Stelle ganz allgemein, wie man eine Exkommunikation provozieren kann. ....

In Wikipedia wird Dir (bei der katholischen Kirche) der Tipp gegeben, zuerst an einem Abendmahl teilzunehmen und dabei die Oblate einmal unter der Schuhsole zu drehen und den Wein dem Pfaffen ins Gesicht zu kippen

Gar nicht zu empfehlen. Das gibt mindestens eine saftige Geldstrafe. Noch haben wir den § 166 im StGB - wenn ich nicht irre, hihihi.
Es genügt völlig, einige Glaubensartikel wie etwa die Jungfrauengeburt oder die Unbefleckte Empfängnis abzulehnen. Soweit ich mich an den Katechismus erinnere führt schon der Unglaube zur Exkommunikation. Es ist eine rein geistige, religiöse Angelegeheit, oder wie man es auch nennen mag. Wer nicht glaubt ist draußen. Die rechtliche irdische Seite bleibt davon unberührt.
An sich ist das merkwürdig und seltsam, weil man doch einen Glauben nicht befehlen kann, weil zu glauben kein Willensakt sein kann. Versucht es doch selber: Augen zu und dann sich gesagt: Okay, ab jetzt glaube ich wieder dran! - Es geht einfach nicht. Damit hängt wohl auch die manchmal panikartige Reaktion gläubiger Menschen zusammen (z.B. Ohren zuhalten und singen), wenn man ihnen mit logischen Argumenten zusetzt, Zweifel sät.

#75:  Autor: Margrethe BeitragVerfasst am: 10.04.2017, 16:04
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Easy Flamingo hat folgendes geschrieben:

Ein Teilnehmer hatte gehofft, automatisch keine Kirchensteuer mehr bezahlen zu müssen, wenn er exkommuniziert wird und auf diesem Weg auch die 30 € Bearbeitungsgebühren sparen zu können. Diese Rechnung geht offenbar nich auf.
Völlig unabhängig davon, interessierte es mich an dieser Stelle ganz allgemein, wie man eine Exkommunikation provozieren kann. Es sagt nichts über meine eigene Position zu irgendeiner Kirche aus. Ich bin nirgendwo Mitglied.


Tja, da hat er Pech gehabt. Exkommunikation ist nicht gleich Rauswurf aus der Kirche. So wie Zimmerarrest oder "in der Ecke stehen" für ungehorsame Kinder kein Rauswurf aus der Familie ist.

Der einfachste Weg, um in Deutschland eine Quasi-Exkommunikation zu provozieren, ist der Kirchenaustritt. Nicht einmal wiederverheiratete Geschiedene sind exkommuniziert. Und den Kirchenaustritt gibt es nicht umsonst. Die Bearbeitungsgebühr wird von der bearbeitenden staatlichen Behörde erhoben, und die behält auch der Staat. 30 Euronen könnte einem der Spaß der Exkommunikation aber auch wert sein, oder?

Die Wahl komplizierterer Provokationsmethoden führt möglicherweise bis wahrscheinlich nicht zum Erfolg.


Zuletzt bearbeitet von Margrethe am 10.04.2017, 20:28, insgesamt einmal bearbeitet

#76:  Autor: AhrimanWohnort: 89250 Senden BeitragVerfasst am: 10.04.2017, 16:48
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Zitat:
30 Euronen könnte einem der Spaß der Exkommunikation aber auch wert sein, oder?

Bei den Evangelischen wurde 10% der Lohnsteuer kassiert, weiß nicht wie der Satz heute ist. Ich bin ausgetreten, als die Kirche von mir in einem Monat mehr bekam als der ADAC in einem Jahr. War so um 1970 rum.
30 Euro - könnte bei so manchen ein Monatsbeitrag sein. Was soll also das Gejammer?



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