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Freigeisterhaus -> Politik und Geschichte

#511:  Autor: beachbernieWohnort: Haida Gwaii BeitragVerfasst am: 06.11.2016, 20:10
    —
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
Nach der Entscheidung des britischen High Courts, dass bei einem Brexit das Parlament zu befragen sei und das Nutzen irgendwelcher King's Rights in der Frage unzulässig wäre, eskaliert der Brexit-Konflikt in GB.

Boris Johnson und Nigel Farage hatten hoch und heilig versprochen, dass der Brexit und das "Alle-Osteuropäer-Raus!" bei einer Zustimmung garantiert käme.
Premierministerin May hatte hoch und heilig versprochen, dass es keinen Exit aus dem Brexit gäbe und dass das Parlament auch nicht mit bestimmen dürfte.
All das ist jetzt wie eine Seifenblase geplatzt. In GB macht sich bei den Brexit-Befürwortern Wut und Hass breit. Man fühlt sich betrogen. Und einige britische Medien schlagen martialische Töne an.




Was eine Ueberraschung. Man waehlt rechtspopulistisch und bekommt hinterher nicht, was man vorher erzaehlt bekommt.

Wer haette das gedacht! Gröhl...

#512:  Autor: Klaus-Peter BeitragVerfasst am: 06.11.2016, 20:22
    —
Die Richter vom "High-Court" sehen zwar aus wie Grusel-Clowns an Halloween, scheinen aber offenbar doch mehr Hirn zu haben als das Sprachrohr des Pöbel namens "Tagespost" und die anderen Schmierfinken.

#513:  Autor: AdvocatusDiaboliWohnort: München BeitragVerfasst am: 06.11.2016, 21:01
    —
Klaus-Peter hat folgendes geschrieben:
Die Richter vom "High-Court" sehen zwar aus wie Grusel-Clowns an Halloween, scheinen aber offenbar doch mehr Hirn zu haben als das Sprachrohr des Pöbel namens "Tagespost" und die anderen Schmierfinken.


Irrigerweise bezeichnet niemand von der Pöbel-Bürger-Fraktion diese Dreckspostillen als Lügenpresse. Dabei verdienen diese Schmierblätter die Bezeichnung wirklich. Vor allem Murdochs Sun und die Daily Mail.

#514:  Autor: sünnerklaasWohnort: Da, wo noch Ruhe ist BeitragVerfasst am: 06.11.2016, 21:57
    —
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Klaus-Peter hat folgendes geschrieben:
Die Richter vom "High-Court" sehen zwar aus wie Grusel-Clowns an Halloween, scheinen aber offenbar doch mehr Hirn zu haben als das Sprachrohr des Pöbel namens "Tagespost" und die anderen Schmierfinken.


Irrigerweise bezeichnet niemand von der Pöbel-Bürger-Fraktion diese Dreckspostillen als Lügenpresse. Dabei verdienen diese Schmierblätter die Bezeichnung wirklich. Vor allem Murdochs Sun und die Daily Mail.


Die schreiben den Besorgtbürger eben nach dem Mund. Und der Besorgtbürger dankt es, indem er den Verlegern sein Geld gibt...
Und die Verleger freut es sicherlich, wenn dann die Besorgtbürger so richtig ausrasten und möglicherweise so richtig schwere Straftaten begehen. Denn das macht AUCH Auflage und generiert Klicks und Leads. "Bad news are good news" - das sollte man nicht vergessen.

#515:  Autor: unquestWohnort: 2311 N. Los Robles Avenue in Pasadena BeitragVerfasst am: 07.11.2016, 10:12
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sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Klaus-Peter hat folgendes geschrieben:
Die Richter vom "High-Court" sehen zwar aus wie Grusel-Clowns an Halloween, scheinen aber offenbar doch mehr Hirn zu haben als das Sprachrohr des Pöbel namens "Tagespost" und die anderen Schmierfinken.


Irrigerweise bezeichnet niemand von der Pöbel-Bürger-Fraktion diese Dreckspostillen als Lügenpresse. Dabei verdienen diese Schmierblätter die Bezeichnung wirklich. Vor allem Murdochs Sun und die Daily Mail.


Die schreiben den Besorgtbürger eben nach dem Mund. Und der Besorgtbürger dankt es, indem er den Verlegern sein Geld gibt...
Und die Verleger freut es sicherlich, wenn dann die Besorgtbürger so richtig ausrasten und möglicherweise so richtig schwere Straftaten begehen. Denn das macht AUCH Auflage und generiert Klicks und Leads. "Bad news are good news" - das sollte man nicht vergessen.


Dazu fällt mir ein Beispiel zur deutschen Berichterstattung zum Brexit von Broder ein.

Zitat:
Gegen Ende der Sendung, bei 24:38, wendet sich Marietta Slomka den „Folgen des Brexit für Großbritannien“ zu. Die Folgen seien „umstritten“, die einen sagen so, die anderen so. Viele der drei Millionen EU-Bürger, die in GB leben und arbeiten, „fragen sich, ob es überhaupt noch Sinn macht, in Großbritannien zu bleiben“. Einer dieser Ex-Patriots habe „diese Frage für sich negativ beantwortet“, der Deutsche Martin Roth, wenn auch nicht „aus Sorge um seinen Job“. Seine Kündigung habe in London „wie eine Bombe“ eingeschlagen. Das heute journal hat ihn bei seinem letzten Arbeitstag begleitet.

Was dann folgt, ist ein Fallbeispiel aus der Abteilung Desinformation und Propaganda. Die Bombe ist keine V2, abgefeuert in Peenemünde, nicht einmal ein Bömbchen. „Das erste deutsche Opfer des Brexit“ ist der Direktor des Albert&Victoria Museums, er geht nach fünf Jahren Arbeit in London zurück nach Deutschland. Die „letzten Minuten im Direktorenbüro“ sind voller Dramatik. Martin Roth klappt seinen Koffer zu und gibt seinem Nachfolger die Hand. Was wird nun aus dem Mann, der seine Kollegen aufgefordert hat, „das Wort gegen den Nationalismus zu erheben“? Er will als „Präsident des Instituts für Auslandbeziehungen wirksam werden“. Am 21. Juni 2016 wurde er in das Amt gewählt. Zwei Tage vor der Abstimmung über den Brexit.


Stellt sich die Frage: Arbeitet das heute Journal mit jenen die lauthals "Lügenpresse" rufen eng zusammen oder wieso macht man es sich in den Redaktionsstuben so leicht ihnen Argumente zu geben?

#516:  Autor: sünnerklaasWohnort: Da, wo noch Ruhe ist BeitragVerfasst am: 07.11.2016, 20:04
    —
In GB drohen womöglich Neuwahlen. Premierministerin Theresa May - sie hatte ja lautstark ausgerufen, Brexit bedeute Brexit - erst recht nicht Boris Johnson und Nigel Farage können erklären, wie sie den Brexit denn nun bewerkstelligen wollen.
May hat sich mit dem eiligst aus dem Hut gezauberten Königsrecht, bei dem das Parlament nicht befragt werden bräuchte und das nun der High-Court einkassiert hat, in eine Sackgasse begeben, die sich auch noch als Einbahnstraße heraus stellt.

Zitat:
Mit all ihren Hohlsätzen - Brexit heißt Brexit - täuscht die Premierministerin über die Tatsache hinweg, dass sie vor einem unlösbaren Problem steht: Welcher Brexit soll es denn sein? Und woher will sie die Mehrheit dafür nehmen? May kann beide Fragen nicht beantworten.

Quelle


Oder Kurz gesagt: die britische Regierung hat sich selbst als eine Regierung der absoluten Dilletanten und Dummschwätzer entlarvt.
Dass der Upperclass twit of the year bis zu seinem finalen Ende tatsächlich zur Aufführung kommt, hätte ich jetzt wirklich nicht gedacht.

Die zentrale Frage wird aber sein:
Wie werden die dauerbesoffenen englischen Hohlbirnen reagieren, wenn sie irgendwann merken, dass sie da von der Upperclass so richtig verarscht worden sind?

#517:  Autor: DonMartin BeitragVerfasst am: 07.11.2016, 21:53
    —
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:

May hat sich mit dem eiligst aus dem Hut gezauberten Königsrecht, bei dem das Parlament nicht befragt werden bräuchte und das nun der High-Court einkassiert hat, in eine Sackgasse begeben, die sich auch noch als Einbahnstraße heraus stellt.

Ziemlich dreist die Tante. Ich gehe mal davon aus, dass auch in Kleinbritannien Parlamentarier nur ihrem Gewissen und ihrer (hoffentlich noch vorhandenen) Vernunft verantwortlich sind, und nicht der Order des Regierungschefs oder dem Gebrüll des Pöbels.

Hat natürlich nicht dasselbe Kaliber, aber irgendwie erinnert mich das ganze daran, wie Europa vor 100 Jahren in WK1 geschlittert ist. Jeder glaubte damals, irgendwelchen hohlen Vorstellungen von Ehre und Nibelungentreue folgen zu müssen. Was wären schon ein paar gebrochene Bündnisversprechen gewesen gegen die Katastrophe, die dann folgte.
Beim Brexit ist es nicht anders: ein unverbindliches und ziemlich knappes Votum wird verteidigt wie eine heilige Kuh, jeder Vernunft zum Trotze.

#518:  Autor: sünnerklaasWohnort: Da, wo noch Ruhe ist BeitragVerfasst am: 08.11.2016, 17:30
    —
DonMartin hat folgendes geschrieben:
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:

May hat sich mit dem eiligst aus dem Hut gezauberten Königsrecht, bei dem das Parlament nicht befragt werden bräuchte und das nun der High-Court einkassiert hat, in eine Sackgasse begeben, die sich auch noch als Einbahnstraße heraus stellt.

Ziemlich dreist die Tante. Ich gehe mal davon aus, dass auch in Kleinbritannien Parlamentarier nur ihrem Gewissen und ihrer (hoffentlich noch vorhandenen) Vernunft verantwortlich sind, und nicht der Order des Regierungschefs oder dem Gebrüll des Pöbels.

Hat natürlich nicht dasselbe Kaliber, aber irgendwie erinnert mich das ganze daran, wie Europa vor 100 Jahren in WK1 geschlittert ist. Jeder glaubte damals, irgendwelchen hohlen Vorstellungen von Ehre und Nibelungentreue folgen zu müssen. Was wären schon ein paar gebrochene Bündnisversprechen gewesen gegen die Katastrophe, die dann folgte.
Beim Brexit ist es nicht anders: ein unverbindliches und ziemlich knappes Votum wird verteidigt wie eine heilige Kuh, jeder Vernunft zum Trotze.


In dem Artikel heißt es:
Zitat:

Der führende Kopf der Brexit-Befürworter, Nigel Farage von der europafeindlichen Partei Ukip, warnte, die Bevölkerung werde mit "Wut" reagieren, falls das Parlament die Entscheidung des Volkes auszuhöhlen versuche. Es werde dann "politische Wut" aufkommen, wie sie "niemand zuvor zu unseren Lebzeiten in diesem Land gesehen hat", sagte Farage.


Kurz gesagt: Farage droht mit Mord und Totschlag. Einige von seinen Gefolgsleuten ganz unten werden sich schon finden, die aus einer angeblichen "Verzweiflung" dann um sich schießen, Abgeordnete ermorden oder sich mit dem Sprengstoffgürtel in die Luft sprengen. Das wäre freilich der Todesstoß für GB.
ALLERDINGS: Im Fall des High-court-Urteils zeigt sich die fundamentale Schwäche des britischen Systems und vor allem des Fehlens einer schriftlich fixierten Verfassung.

#519:  Autor: DonMartin BeitragVerfasst am: 14.12.2016, 14:06
    —
An die Mehrzeller unter den Briten: bitte nachmachen

#520:  Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 04.01.2017, 22:48
    —
Zitat:
Rücktritt des britischen EU-Botschafters
...
Für die britische Premierministerin ist der zornige Abschied ihres EU-Botschafters Ivan Rogers doppelt peinlich. Er zeigt: Regierung und Beamtenapparat sind nicht auf einer Linie - und Theresa May fehlt ein Brexit-Plan.
...
Nun hat er sich vorzeitig als britischer Chefdiplomat aus Brüssel verabschiedet, wegen der katastrophalen, chaotischen Brexit-Politik der Regierung und wegen Meinungsverschiedenheiten mit Theresa May. Seinen Leuten trug er in einer Abschiedsmail auf, sie sollten weiterhin "schlecht begründete Standpunkte und wirres Denken" aus London entlarven und auch künftig Politikern die Wahrheit ins Gesicht sagen, auch wenn sie unbequem ist. Das war eine donnernde Breitseite gegen all jene Brexit-Enthusiasten auf der Insel, die noch immer glauben, die EU werde ihnen ein Freihandelsabkommen auf Knien servieren.
...
Seine Kündigung stellt Theresa May auf peinliche Weise bloß. Schließlich hatte May noch vor drei Tagen in ihrer Neujahrsrede einen sanfteren Ton angeschlagen und versucht, die Brexit-Gegner auf ihre Seite zu ziehen. Sie wollte davon ablenken, dass ihre Regierung noch immer keine Ideen für die Verhandlungen vorgelegt hat. Diese Strategie ist nun empfindlich torpediert worden.
...

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ivan-rogers-ruecktritt-des-eu-botschafters-peinlich-fuer-theresa-may-a-1128545.html


Rogers`Rücktritt wird hier noch relativ zurückhaltend kommentiert. Er hat aber eine ziemliche politische Sprengkraft.

#521:  Autor: SkeptikerWohnort: 129 Goosebumpsville BeitragVerfasst am: 05.01.2017, 20:32
    —
Zitat:
Theresa May fügt dem Brexit-Chaos ein weiteres Projekt hinzu: Die Kündigung der Europäischen Menschenrechtskonvention

Es könnte also durchaus als taktische Maßnahme der Ablenkung betrachtet werden, wenn May nun verstärkt ein anderes Thema in den Mittelpunkt stellt: Die Kündigung der Europäischen Menschenrechtskonvention durch das Vereinigte Königreich. Die nach Weihnachten sorgfältig lancierte Indiskretion, die Kündigung könne „gegebenenfalls erst nach Abschluss des Brexit“ erfolgen, zeigt: Die Pläne sind sehr konkret. Und sie liegen auf einer Linie mit dem Nationalismus, der die Tories mehrheitlich erfasst hat.

Denn bereits im April des vergangenen Jahres hatte May, damals noch Innenministerin, die Konvention hart angegriffen. Begründung: Sie „bindet die Hände des Parlaments, mehrt nicht unseren Wohlstand, dient nicht unserer Sicherheit, weil sie daran hindert, gefährliche Ausländer zu deportieren – und ändert nichts an der Haltung von Regierungen wie die Russlands, wenn es um Menschenrechte geht“. (...)

Seitdem Theresa May Premier ist, könnte daraus bitterer Ernst werden. Nicht nur, dass im Oktober die Tonlage verschärft wurde. Die Konvention stehe britischen Streitkräften im Weg, weil sie sich zu einer „ärgerlichen Industrie von Klagen gegen Soldaten“ entwickelt habe. Sondern weil sich die Menschenrechte dazu eignen, von den schweren Zeiten abzulenken, die Großbritannien in wirtschaftlicher wie politischer Hinsicht bevorstehen. Eine tiefgreifende Debatte um Grundfreiheiten und deren Umsetzung würde vor allem die Teile der Zivilgesellschaft binden, die sich für einen Verbleib im Europäischen Kontext ausgesprochen haben.


https://www.freitag.de/autoren/jseidl/ausweitung-der-britischen-kampfzone


Die westlichen *Demokratien* möchten gerne auch formal die Menschenrechte abstoßen. Diese habe ja ohnehin im wesentlichen den Rang von bloßen Lippenbekenntnissen. GB ist im Prinzip nur relativ offen im Umgang mit diesem für die dortigen Oligarchen ohnehin lästigen *Balast* der Menschenrechte ...-

#522:  Autor: sünnerklaasWohnort: Da, wo noch Ruhe ist BeitragVerfasst am: 17.01.2017, 12:56
    —
Die britische Regierung tendiert wohl zu einem harten Brexit:
Aufkündigung der Rechtsprechung des EUGH, Austritt aus der Zollunion.

Wie der Austritt aus der Zollunion bei gleichzeitiger Garantie des freien und ungehinderten Warenverkehrs funktionieren soll, ist mir im Moment schleierhaft.

Den Plan, das Land zu einer Steueroase zu machen, dürften insbesondere diejenigen, die in den englischen Armutregionen leben und die den Brexit lautstark bejubelt haben, sehr teuer bezahlen: durch stark steigende Verbraucherpreise infolge drastischer Erhöhungen der Verbrauchssteuern.

Für die übrigen EU-Staaten sehe ich übrigens weniger negative Folgen. Bei einem harten Brexit mit Zollschranken werden britische Wirtschaft und EU-Wirtschaft komplett entflochten. Ein beachtlicher Teil der heute in GB durchgeführten Endfertigung von Produkten für den EU-Markt dürfte in die EU verlagert werden. Die Zollgrenzen werden nach vollzogenem Brexit lediglich Halbfertigproukte überschreiten.

#523:  Autor: NaastikaWohnort: an der Fütterungsstelle der Eichhörnchen BeitragVerfasst am: 24.01.2017, 10:46
    —
" 24. Januar 2017, 10:42 Uhr

Die britische Regierung muss die Zustimmung des Parlaments einholen, bevor sie den Austritt des Landes aus der Europäischen Union erklärt. Das hat das höchste britische Gericht entschieden. Mehr in Kürze hier auf ZEIT ONLINE "

#524:  Autor: lucWohnort: Nice. Paris. Köln BeitragVerfasst am: 24.01.2017, 11:02
    —
Naastika hat folgendes geschrieben:
" 24. Januar 2017, 10:42 Uhr

Die britische Regierung muss die Zustimmung des Parlaments einholen, bevor sie den Austritt des Landes aus der Europäischen Union erklärt. Das hat das höchste britische Gericht entschieden. Mehr in Kürze hier auf ZEIT ONLINE "


Das wird wahrscheinlich zu einem softeren Brexit führen, weil die Mehrheit der Abgeordneten eher europafreundlich sind aber Brexit bleibt Brexit, auch wenn die Briten langsam merken, was für Probleme auf sie zukommen.

#525:  Autor: Marcellinus BeitragVerfasst am: 24.01.2017, 13:32
    —
luc hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:
" 24. Januar 2017, 10:42 Uhr

Die britische Regierung muss die Zustimmung des Parlaments einholen, bevor sie den Austritt des Landes aus der Europäischen Union erklärt. Das hat das höchste britische Gericht entschieden. Mehr in Kürze hier auf ZEIT ONLINE "


Das wird wahrscheinlich zu einem softeren Brexit führen, weil die Mehrheit der Abgeordneten eher europafreundlich sind aber Brexit bleibt Brexit, auch wenn die Briten langsam merken, was für Probleme auf sie zukommen.


Oh, Himmel, nein! Werden wir die Engländer denn nie los?

#526:  Autor: lucWohnort: Nice. Paris. Köln BeitragVerfasst am: 24.01.2017, 14:14
    —
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:
" 24. Januar 2017, 10:42 Uhr

Die britische Regierung muss die Zustimmung des Parlaments einholen, bevor sie den Austritt des Landes aus der Europäischen Union erklärt. Das hat das höchste britische Gericht entschieden. Mehr in Kürze hier auf ZEIT ONLINE "


Das wird wahrscheinlich zu einem softeren Brexit führen, weil die Mehrheit der Abgeordneten eher europafreundlich sind aber Brexit bleibt Brexit, auch wenn die Briten langsam merken, was für Probleme auf sie zukommen.


Oh, Himmel, nein! Werden wir die Engländer denn nie los?

Engländer, Deutsche, Franzosen, Spanier, Italiener, Griechen .... usw... wir sind nun mal eine schrecklich nette Familie. Geschockt

#527:  Autor: sünnerklaasWohnort: Da, wo noch Ruhe ist BeitragVerfasst am: 24.01.2017, 14:36
    —
luc hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:
" 24. Januar 2017, 10:42 Uhr

Die britische Regierung muss die Zustimmung des Parlaments einholen, bevor sie den Austritt des Landes aus der Europäischen Union erklärt. Das hat das höchste britische Gericht entschieden. Mehr in Kürze hier auf ZEIT ONLINE "


Das wird wahrscheinlich zu einem softeren Brexit führen, weil die Mehrheit der Abgeordneten eher europafreundlich sind aber Brexit bleibt Brexit, auch wenn die Briten langsam merken, was für Probleme auf sie zukommen.


Das Urteil hat enorme politische Sprengkraft. Möglich, dass das Land am Brexit zerbricht.

#528:  Autor: Er_Win BeitragVerfasst am: 24.01.2017, 20:26
    —
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:
" 24. Januar 2017, 10:42 Uhr

Die britische Regierung muss die Zustimmung des Parlaments einholen, bevor sie den Austritt des Landes aus der Europäischen Union erklärt. Das hat das höchste britische Gericht entschieden. Mehr in Kürze hier auf ZEIT ONLINE "


Das wird wahrscheinlich zu einem softeren Brexit führen, weil die Mehrheit der Abgeordneten eher europafreundlich sind aber Brexit bleibt Brexit, auch wenn die Briten langsam merken, was für Probleme auf sie zukommen.


Oh, Himmel, nein! Werden wir die Engländer denn nie los?


Doch - "wir" überlassen sie Trump ... freakteach

Donald Trump will offer Britain a quick and “fair” trade deal with America within weeks of taking office to help make Brexit a “great thing”.

#529:  Autor: DonMartin BeitragVerfasst am: 22.02.2017, 22:36
    —
Die Brexioten, die keine EU-Fremdarbeiter wollten, müssen wohl ihre Kartoffeln und Rüben bald selber ausbuddeln, wenn sie nicht verhungern wollen:
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Ohne-EU-Arbeiter-wird-Essen-verrotten-article19713974.html

#530:  Autor: DonMartin BeitragVerfasst am: 23.02.2017, 15:50
    —
und es wird noch "besser":
http://www.spiegel.de/karriere/brexit-aerztemangel-in-grossbritannien-als-folge-a-1135968.html
d.h. die ohnehin Reichen werden sich weiter Medizin leisten koennen, der Brexit-Trash bleibt draussen.

#531:  Autor: sünnerklaasWohnort: Da, wo noch Ruhe ist BeitragVerfasst am: 23.02.2017, 15:54
    —
DonMartin hat folgendes geschrieben:
und es wird noch "besser":
http://www.spiegel.de/karriere/brexit-aerztemangel-in-grossbritannien-als-folge-a-1135968.html
d.h. die ohnehin Reichen werden sich weiter Medizin leisten koennen, der Brexit-Trash bleibt draussen.


Da können die Reichen eine Masse Geld sparen: der NHS ist vielen aus der Upper Class ja eh ein Dorn im Auge.

#532:  Autor: sünnerklaasWohnort: Da, wo noch Ruhe ist BeitragVerfasst am: 23.02.2017, 16:01
    —
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Die Brexioten, die keine EU-Fremdarbeiter wollten, müssen wohl ihre Kartoffeln und Rüben bald selber ausbuddeln, wenn sie nicht verhungern wollen:
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Ohne-EU-Arbeiter-wird-Essen-verrotten-article19713974.html


Zumal der British Trash überwiegend dem Saufen, nicht aber dem Arbeiten zugeneigt ist.
Ich meine aber: Reisende soll man nicht aufhalten. Lachen

#533: White british Trash Autor: Religionskritik-WiesbadenWohnort: Wiesbaden BeitragVerfasst am: 20.03.2017, 15:28
    —
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Die Brexioten, die keine EU-Fremdarbeiter wollten, müssen wohl ihre Kartoffeln und Rüben bald selber ausbuddeln, wenn sie nicht verhungern wollen:
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Ohne-EU-Arbeiter-wird-Essen-verrotten-article19713974.html


Zumal der British Trash überwiegend dem Saufen, nicht aber dem Arbeiten zugeneigt ist.
Ich meine aber: Reisende soll man nicht aufhalten. Lachen
gefettet von mir

Dazu zählen aber auch für mich die Horden englischer Studenten,
die in Prag oder Riga 'einfallen'.
Die gehen auch nicht für ein paar Pfund auf die Felder,
wobei ich mir vorstellen könnte, dass auch dort der im Vergleich zu D höhere Mindestlohn gilt (kann das mal jemand recherchieren).

#534: BBC: Meet the family leaving Britain because of Brexit Autor: Religionskritik-WiesbadenWohnort: Wiesbaden BeitragVerfasst am: 20.03.2017, 15:31
    —
BBC Bericht über die ersten,
die das Land verlassen. Diesmal eine deutsch-britische Familie und ihre Katze Enzo.

Meet the family leaving Britain because of Brexit

https://www.youtube.com/watch?v=an1Bvw4Yxl4

#535: Re: BBC: Meet the family leaving Britain because of Brexit Autor: QuéribusWohnort: Avaricum BeitragVerfasst am: 20.03.2017, 17:16
    —
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
BBC Bericht über die ersten,
die das Land verlassen. Diesmal eine deutsch-britische Familie und ihre Katze Enzo.

Meet the family leaving Britain because of Brexit

https://www.youtube.com/watch?v=an1Bvw4Yxl4


Wundert mich eigentlich nicht besonders... die Briten sind von Populisten wie Farage verar...t worden und müssen nun die Suppe auslöffeln, die die ihnen eingebrockt haben. Das wird wohl vielen kräftige Verdauungsbeschwerden bereiten.

Falls hier in Frankreich Le Pen die Wahl gewinnen sollte (was ich nicht hoffe,aber wenn sich genug Dumme finden, die für die Tussi stimmen...), könnte ich mir auch vorstellen, wieder nach Deutschland zu ziehen...

#536: Re: BBC: Meet the family leaving Britain because of Brexit Autor: sünnerklaasWohnort: Da, wo noch Ruhe ist BeitragVerfasst am: 20.03.2017, 17:46
    —
Quéribus hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
BBC Bericht über die ersten,
die das Land verlassen. Diesmal eine deutsch-britische Familie und ihre Katze Enzo.

Meet the family leaving Britain because of Brexit

https://www.youtube.com/watch?v=an1Bvw4Yxl4


Wundert mich eigentlich nicht besonders... die Briten sind von Populisten wie Farage verar...t worden und müssen nun die Suppe auslöffeln, die die ihnen eingebrockt haben. Das wird wohl vielen kräftige Verdauungsbeschwerden bereiten.

Falls hier in Frankreich Le Pen die Wahl gewinnen sollte (was ich nicht hoffe,aber wenn sich genug Dumme finden, die für die Tussi stimmen...), könnte ich mir auch vorstellen, wieder nach Deutschland zu ziehen...


Für die meisten in GB lebenden Westeuropäer dürfte es wohl kein Problem sein, in einem anderen EU-Land Fuß zu fassen. Auf die Visegrad-Staaten dürfte allerdings ein Riesenproblem zurollen. In Polen, Ungarn, der Slowakei und den Baltischen Staaten gibt es für Rückkehrer keine Arbeit.

#537:  Autor: diskordianerpapst BeitragVerfasst am: 31.03.2017, 19:15
    —
Nach dem Motto "alles hat ein Ende nur die Extrawurst hat zwei"...
da gibts ja noch Gibraltar zynisches Grinsen

https://www.theguardian.com/world/2017/mar/31/future-of-gibraltar-at-stake-in-brexit-negotiations

#538:  Autor: wolle BeitragVerfasst am: 18.04.2017, 16:40
    —
Die britische Premierministerin Theresa May beruft Neuwahlen für den 8. Juni ein:
Vielleicht kommt der Brexit doch nicht?
Das britische Pfund ist immerhin schon auf ein zwei-Monats-Hoch gestiegen.
http://www.stern.de/news/britische-premierministerin-beruft-neuwahlen-ein-7416840.html

#539:  Autor: DonMartin BeitragVerfasst am: 18.04.2017, 17:53
    —
wolle hat folgendes geschrieben:

Vielleicht kommt der Brexit doch nicht?

Um es mit einem bekannten TV-Prof zu sagen:
Der Mensch kommt erst dann auf die vernuenftigste Loesung, wenn er alle unvernuenftigen durchprobiert hat.

#540:  Autor: AdvocatusDiaboliWohnort: München BeitragVerfasst am: 30.04.2017, 00:32
    —
Ein äußerst aufschlussreicher Beitrag von Simon Tilford auf SPON:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/brexit-das-maerchen-von-der-britischen-einzigartigkeit-gastbeitrag-a-1145134.html

Zitat:
Die britische Elite hält ihr Land für dermaßen außergewöhnlich, dass es den Rest Europas nicht braucht. So war ihre Einstellung zur EU, so kam es zum Brexit. Und so wird es zu einer Demütigung der Briten kommen.

Die meisten Länder halten sich für etwas Besonderes. Aber nur wenige haben sich dazu hinreißen lassen, aus diesem Gefühl heraus ihre Interessen in dem Maße zu schädigen wie es Großbritannien momentan tut. Britische Politiker, Wirtschaftsvertreter und Leitartikler sind bemerkenswert zuversichtlich, dass Großbritannien außerhalb der EU gedeihen wird. Natürlich kritisieren auch Franzosen und Deutsche die EU, doch sind sie nicht ernsthaft der Ansicht, dass die EU es ihnen erschwert, ihre jeweiligen nationalen Interessen zu verfolgen. Die britische Überheblichkeit ist nicht zu rechtfertigen - das Vereinigte Königreich braucht die EU ebenso sehr wie Deutschland oder Frankreich.



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