Falschmeldungen
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Freigeisterhaus -> Kultur und Gesellschaft

#1: Falschmeldungen Autor: vrolijkeWohnort: Stuttgart BeitragVerfasst am: 20.04.2017, 10:36
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In der Stuttgarter Nachrichten war heute einen Bericht über die zunehmende Zahl der Falschmeldungen.

Zitat:
Die Polizei muss sich in Stuttgart immer wieder mit angeblichen Straftaten beschäftigen, die es gar nicht gegeben hat. Die erfundenen Verbrechen finden mitunter weite Verbreitung – doch wie lassen sich solche Fake News in Kriminalfällen erkennen?


Ein paar schöne Beispiele sind aufgeführt.

U.A.:

Prügelei in der Stadtbahn

Drogenhändler im Haus

Vergewaltiger am Bahnsteig

Noch lustig dabei ist der Bericht:

Das verschwundene Schaf

Zitat:
In Meßstetten im Zollernalbkreis, Sitz der Landeserstaufnahmestelle, macht seit zwei Jahren das Gerücht die Runde, Flüchtlinge hätten aus dem Streichelzoo ein Schaf gestohlen, geschlachtet und verspeist. Der Schäfer Peter Deufel weiß es freilich besser: „Ich hatte die Schafe ins Winterquartier genommen, und alle sind wohlauf.“ Doch selbst aus der Jägerschaft sei er auf die angebliche Schlachtung angesprochen worden. Als seine Frau im Wartezimmer einer Arztpraxis einer älteren Dame habe widersprechen wollen, hätte die unbeeindruckt gesagt: „Ich weiß es aber ganz sicher.“


Was bewegt Menschen dazu, Falschmeldungen in die Welt zu setzen?
Wieso hält man, trotz Aufklärung, so vehement daran fest?

#2: Re: Falschmeldungen Autor: BravopunkWohnort: Edo BeitragVerfasst am: 20.04.2017, 10:45
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vrolijke hat folgendes geschrieben:

Was bewegt Menschen dazu, Falschmeldungen in die Welt zu setzen?
Wieso hält man, trotz Aufklärung, so vehement daran fest?


Meine Vermutung dazu ist zwar auch nur eine potentielle Falschmeldung, aber nach meiner Beobachtung ist es meistens so (jetzt hab ich da einen ganzen Haufen Weasel Words eingebaut Verlegen ), dass man, wenn man bei einer Lüge oder einer Fehlinterpretation der Realität ertappt wird, meist aus Schamgefühl daran festhält.

Oft ist gewiss aber auch eine gewisse Autosuggestion am Werk, dass man sich, um der eigenen Beobachtung Wert und Gewicht zu verleihen, aus Selbstschutz heraus eben einredet, dass es genauso gewesen sein muss, wie man überzeugt ist, dass es gewesen war... oder so. Am Kopf kratzen

Wie gesagt: Nur eine Vermutung meinerseits.

Man will sich halt nicht blamieren, indem man zugibt, dass man sich geirrt hat oder u. U. will nur das eigene Unterbewusstsein einen davor schützen sich durch Relativierungen selbst bloßstellen zu müssen und reproduziert dann eben falsche Erinnerungen und Wahrnehmungen zu diesem Zweck.

#3: Re: Falschmeldungen Autor: Ratio BeitragVerfasst am: 20.04.2017, 10:46
    —
vrolijke hat folgendes geschrieben:


Das verschwundene Schaf

Zitat:
In Meßstetten im Zollernalbkreis, Sitz der Landeserstaufnahmestelle, macht seit zwei Jahren das Gerücht die Runde, Flüchtlinge hätten aus dem Streichelzoo ein Schaf gestohlen, geschlachtet und verspeist. Der Schäfer Peter Deufel weiß es freilich besser: „Ich hatte die Schafe ins Winterquartier genommen, und alle sind wohlauf.“ Doch selbst aus der Jägerschaft sei er auf die angebliche Schlachtung angesprochen worden. Als seine Frau im Wartezimmer einer Arztpraxis einer älteren Dame habe widersprechen wollen, hätte die unbeeindruckt gesagt: „Ich weiß es aber ganz sicher.“


Was bewegt Menschen dazu, Falschmeldungen in die Welt zu setzen?
Wieso hält man, trotz Aufklärung, so vehement daran fest?


In die Welt setzen: In dem Fall womöglich um der eigenen Sache Vorschub zu leisten und Vorurteile zu schüren.

Wieso hält man daran fest: An der Stellle würde ich nicht verallgemeinern und von dem Beispiel der einen senilen Frau auf alle Weiterverbreiter schließen. Der Großteil wird einfach nicht zur Fraktion derer gehören, die ihre Quellen prüfen. Erst recht nicht, wenn die Story erzählenswert ist und für Aufmerksamkeit im Umfeld sorgt.

#4: Re: Falschmeldungen Autor: sünnerklaasWohnort: Da, wo noch Ruhe ist BeitragVerfasst am: 20.04.2017, 12:02
    —
vrolijke hat folgendes geschrieben:


Was bewegt Menschen dazu, Falschmeldungen in die Welt zu setzen?
Wieso hält man, trotz Aufklärung, so vehement daran fest?


In der Regel sind solche Leute kleine Lichter mit großem Geltungsbedürfnis und miesen Charakterzügen. Man will AUCH mal wichtig sein, will AUCH mal was zu sagen haben. Und wird man erwischt und überführt, bleiben sie dann kleinkindhaft-trotzig bei ihrer Behauptung. Manche werden dann sogar gewalttätig.
Ich halte so ein Verhalten für patholigisch. Früher war man schneller dran, solche Leute einer amtsärztlich-psychiatrischen Begutachtung zuzuführen und ggf. eine richterliche Unterbringung zu veranlassen.

#5: Re: Falschmeldungen Autor: Ratio BeitragVerfasst am: 20.04.2017, 12:20
    —
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:


In der Regel sind solche Leute kleine Lichter mit großem Geltungsbedürfnis und miesen Charakterzügen...

...Ich halte so ein Verhalten für patholigisch. Früher war man schneller dran, solche Leute einer amtsärztlich-psychiatrischen Begutachtung zuzuführen und ggf. eine richterliche Unterbringung zu veranlassen.


That escalated quickly...

#6:  Autor: diskordianerpapst BeitragVerfasst am: 20.04.2017, 12:25
    —
Das dran festhalten ist ja besonders dann zu beobachten wenn so eine Meldung mal wieder das eigene
Weltbild stützt. Das hinterfragt ja keiner gern, ist halt durch jahrelange "Erfahrung" entstanden
und durch confirmation bias oft bombengefestigt.

Das sich das im Moment besonders ausgeprägt zeigt ist vermutlich wirklich auf den "Facebook-
Algorithmus" zurückzuführen der es den Leuten gar nicht mehr bewusst werden lässt das sie sich
in einer dauern selbstverstärkenden Echokammer bewegen.

Jedenfalls war das die Erklärung vieler Politiker und (Online-)Medienschaffenden gestern in der
Sendung "Die nervöse Republik" (oder so, hab da zufällig reingezappt, sehr interessant übrigens der
Bld.de-Chef: Durchaus selbstkritisch, aber: Die wissen sehr genau was sie da machen).

#7:  Autor: sünnerklaasWohnort: Da, wo noch Ruhe ist BeitragVerfasst am: 20.04.2017, 13:58
    —
diskordianerpapst hat folgendes geschrieben:
Das dran festhalten ist ja besonders dann zu beobachten wenn so eine Meldung mal wieder das eigene
Weltbild stützt. Das hinterfragt ja keiner gern, ist halt durch jahrelange "Erfahrung" entstanden
und durch confirmation bias oft bombengefestigt.

Das sich das im Moment besonders ausgeprägt zeigt ist vermutlich wirklich auf den "Facebook-
Algorithmus" zurückzuführen der es den Leuten gar nicht mehr bewusst werden lässt das sie sich
in einer dauern selbstverstärkenden Echokammer bewegen.

Jedenfalls war das die Erklärung vieler Politiker und (Online-)Medienschaffenden gestern in der
Sendung "Die nervöse Republik" (oder so, hab da zufällig reingezappt, sehr interessant übrigens der
Bld.de-Chef: Durchaus selbstkritisch, aber: Die wissen sehr genau was sie da machen).


Sehr interessant und aufschlussreich war da der Markwort vom Focus... Der ist ja der Hoax, Gabriel würde ganz schnell zu gunsten von Olaf Scholz zurücktreten, aufgesessen und hat die dann mit großém Verve vorgetragen.

Aber: ohne die Algorithmen würde das Geschäftsmodell von Facebooks nicht funktionieren. Wenn den Leuten in ihrer Timeline auf dem Smartphone nicht das angezeigt wird, was ihnen gefällt, funzt der Verkauf von Werbung dort nicht mehr. Und nicht wenige glauben ja inzwischen, Facebook sei "Das Internet".

#8:  Autor: unquestWohnort: 2311 N. Los Robles Avenue in Pasadena BeitragVerfasst am: 20.04.2017, 18:48
    —
Die Geschichte der Fake News wird überschätzt.

Beispiel:

Am 25.10.1946 trafen im Kings College Mitglieder des Moral Science Club mit Russell, Wittgenstein und Popper zusammen. Ohne Übertreibung lässt sich sagen, dass hier Menschen zusammen saßen, die einen großen Teil ihres Lebens der Erkenntnistheorie widmeten. Fest steht allerdings auch, dass die erzählten Versionen darüber, was an diesem Abend mit dem Feuerhaken geschah, die Anzahl der teilnehmenden Personen weit übersteigt. Lachen

#9:  Autor: vrolijkeWohnort: Stuttgart BeitragVerfasst am: 19.07.2017, 11:18
    —
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
Passt Irgendwie in den Zusammenhang mit G20 und Hamburg:

Jugendlich vs. Polizei.
Zitat:

Als ein Tatverdächtiger wegen gefährlicher Körperverletzung festgenommen wurde, widersetzte sich dieser der Festnahme. Laut Polizei solidarisierten sich daraufhin zahlreiche Personen mit dem Festgenommenen.

Mehrere Beamte mussten in Schutzausstattung die Festnahme abschirmen, um einen Angriff zu verhindern. Als sich die Polizisten zurückzogen, wurden sie erneut mit Flaschen beworfen.

Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen Deutschen, so Sprecher Krötz zur WELT.
Quelle: a.a.O.


Bestätigt wiederum meine These, dass auf uns noch ein extrem heftiger Generationskonflikt zurollt.


Das passt überhaupt nicht zu G20 und Hamburg. Deshalb beantworte ich das hier.

Am letzten Tag des Stadtfest in Schorndorf
Schowo: Zweifel am Ausmaß der Krawalle


Zitat:
Nach und nach äußern Offizelle in Schorndorf Widerspruch gegen diese Darstellung, die in den vergangenen Tagen so viele Medien auf die Stadt aufmerksam gemacht hat – auch Fernsehsender und über Deutschland hinaus. „Es gab keine verletzten Polizisten, wenig Verletzte unter den Beteiligten, keine schweren sexuellen Straftaten und keine hunderte randalierende Jugendliche“, stellt der Oberbürgermeister Matthias Klopfer klar. „Der klare Auslöser“ sei für ihn die Meldung des Polizeipräsidiums Aalen, abgeschickt am späten Sonntagnachmittag.


Zitat:
Diese Darstellung deckt sich mit der anderer Beteiligter. „Hier wurde wieder einmal aufgebauscht, was in den letzten 20 Jahren keine Sau interessiert hat“, schreibt eine Frau in der Internetplattform Facebook. „Besoffen pöbelnde Jugendliche hat es auf der Schowo schon immer gegeben.“ Auch an die sexuellen Übergriffe erinnere sie sich aus ihrer Jugend – nur, dass solche Dinge jetzt anders gewichtet würden.


Zitat:
Auch Jugendliche, die sich in der Nacht zum Samstag im Park am Schloss befanden, geben zu Protokoll, von schweren Ausschreitungen gar nichts mitbekommen zu haben. Gegen 1 Uhr in der Nacht habe man den Schlosspark „unbehelligt und völlig entspannt“ durchqueren können, schildert eine andere Frau.


So werden Fürze aufgeblasen, durch Leute, die es in den Kram passt.

#10:  Autor: sünnerklaasWohnort: Da, wo noch Ruhe ist BeitragVerfasst am: 19.07.2017, 11:52
    —
vrolijke hat folgendes geschrieben:
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
Passt Irgendwie in den Zusammenhang mit G20 und Hamburg:

Jugendlich vs. Polizei.
Zitat:

Als ein Tatverdächtiger wegen gefährlicher Körperverletzung festgenommen wurde, widersetzte sich dieser der Festnahme. Laut Polizei solidarisierten sich daraufhin zahlreiche Personen mit dem Festgenommenen.

Mehrere Beamte mussten in Schutzausstattung die Festnahme abschirmen, um einen Angriff zu verhindern. Als sich die Polizisten zurückzogen, wurden sie erneut mit Flaschen beworfen.

Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen Deutschen, so Sprecher Krötz zur WELT.
Quelle: a.a.O.


Bestätigt wiederum meine These, dass auf uns noch ein extrem heftiger Generationskonflikt zurollt.


Das passt überhaupt nicht zu G20 und Hamburg. Deshalb beantworte ich das hier.

Am letzten Tag des Stadtfest in Schorndorf
Schowo: Zweifel am Ausmaß der Krawalle


Zitat:
Nach und nach äußern Offizelle in Schorndorf Widerspruch gegen diese Darstellung, die in den vergangenen Tagen so viele Medien auf die Stadt aufmerksam gemacht hat – auch Fernsehsender und über Deutschland hinaus. „Es gab keine verletzten Polizisten, wenig Verletzte unter den Beteiligten, keine schweren sexuellen Straftaten und keine hunderte randalierende Jugendliche“, stellt der Oberbürgermeister Matthias Klopfer klar. „Der klare Auslöser“ sei für ihn die Meldung des Polizeipräsidiums Aalen, abgeschickt am späten Sonntagnachmittag.


Zitat:
Diese Darstellung deckt sich mit der anderer Beteiligter. „Hier wurde wieder einmal aufgebauscht, was in den letzten 20 Jahren keine Sau interessiert hat“, schreibt eine Frau in der Internetplattform Facebook. „Besoffen pöbelnde Jugendliche hat es auf der Schowo schon immer gegeben.“ Auch an die sexuellen Übergriffe erinnere sie sich aus ihrer Jugend – nur, dass solche Dinge jetzt anders gewichtet würden.


Zitat:
Auch Jugendliche, die sich in der Nacht zum Samstag im Park am Schloss befanden, geben zu Protokoll, von schweren Ausschreitungen gar nichts mitbekommen zu haben. Gegen 1 Uhr in der Nacht habe man den Schlosspark „unbehelligt und völlig entspannt“ durchqueren können, schildert eine andere Frau.


So werden Fürze aufgeblasen, durch Leute, die es in den Kram passt.


Inzwischen sehe ich das genauso, wie Du.
Aber es ist interessant, wie inzwischen ZWEI Feindbilder von einigen ausgemacht wurden: "Der Ausländer" und "Die Jugend". AfD, aber auch CDU/CSU zielen in erster Linie auf die Wähler der "Älteren Generation" dazu kommt, dass man sich als "Beschützer der Kinder" aufspielt. Ich finde diese Tendenz sehr interessant, beobachte ich sie doch schon via meiner beruflichen Berührungspunkte schon seit längerem. Wenn darauf hingewiesen wird, dass es vor allem in ländlichen Regionen im Vergleich zu Angeboten für Rentner und Kinder im Grundschulalter praktisch kaum Angebote für die erwerbstätige Bevölkerung gibt, kommt oft sehr schnell ein sehr ärgerlich angeführtes Argument, die hätten gefälligst Geld zu verdienen, man habe einen Rentenanspruch erworben. Die Betonung liegt - natürlich - auf ANSPRUCH.

#11:  Autor: Margrethe BeitragVerfasst am: 19.07.2017, 22:51
    —
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
Aber es ist interessant, wie inzwischen ZWEI Feindbilder von einigen ausgemacht wurden: "Der Ausländer" und "Die Jugend". AfD, aber auch CDU/CSU zielen in erster Linie auf die Wähler der "Älteren Generation" dazu kommt, dass man sich als "Beschützer der Kinder" aufspielt. Ich finde diese Tendenz sehr interessant, beobachte ich sie doch schon via meiner beruflichen Berührungspunkte schon seit längerem. Wenn darauf hingewiesen wird, dass es vor allem in ländlichen Regionen im Vergleich zu Angeboten für Rentner und Kinder im Grundschulalter praktisch kaum Angebote für die erwerbstätige Bevölkerung gibt, kommt oft sehr schnell ein sehr ärgerlich angeführtes Argument, die hätten gefälligst Geld zu verdienen, man habe einen Rentenanspruch erworben. Die Betonung liegt - natürlich - auf ANSPRUCH.


Ich wohne ja nun auch seit einigen Jahren auf dem Dorf, richtig schön ländliche Region, Kreisstadt ca. 10 km entfernt, und ich gehöre zu den ältesten Semestern. Weder kann ich bestätigen, dass es für die erwerbstätige Bevölkerung kaum Angebote gäbe, noch dass Berufstätige von Rentnern mit dem Hinweis auf ihren sauer erworbenen Rentenanspruch abgeschmettert würden. Wir haben hier auf dem Dorf ein sehr reges Vereinsleben, und das wird sowohl von Berufstätigen als auch von Ruheständlern, eindeutig überwiegend aber von Leuten gestemmt, die auch im Beruf gefordert werden. Die einen ergänzen die anderen recht gut. Wenn ich mir die Veranstaltungspläne, gerade jetzt unmittelbar vor den Ferien so anschaue, dann kommt die erwerbstätige Bevölkerung ganz bestimmt nicht zu kurz.
Zutreffend ist, dass Berufstätige und nicht mehr Berufstätige zuweilen andere Interessen haben, und dass viele Angebote nicht überall und in jedem Kaff gemacht werden, sondern dass es örtliche Schwerpunkte gibt. Berufstätige mit ihrer größeren Mobilität sind da Rentnern gegenüber klar im Vorteil, mindestens gegenüber denen, die, aus welchen Gründen auch immer, auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind, der vor allem in den Abendstunden ausgedünnt ist. Komme ich mit dem Bus noch problemlos um 20 Uhr zur Volkshochschule oder zu welcher Veranstaltung auch immer in der Kreisstadt, dann wird's mit dem Nachhausekommen nach 22 Uhr schon umständlicher. Dasselbe an Wochenenden - nicht dass es ausgeschlossen wäre, irgendwie kommt man immer irgendwo hin, aber da muss man schon tüfteln und zusätzliche Zeit einplanen.

Aber offen gesagt, sehe ich jetzt den Zusammenhang zwischen Angeboten für die erwerbstätige Bevölkerung auf dem Land und der Berichterstattung über die SchoWo nicht. Schorndorf ist zwar ein hübsches Fachwerkstädtchen, aber ganz gewiss nicht mehr als "ländlicher Raum" anzusehen, und zur SchoWo kommste aus allen Ecken und Enden des Großraums Stuttgart mit der S-Bahn.

#12:  Autor: Ratio BeitragVerfasst am: 20.07.2017, 11:59
    —
Ob der Schorndorf-Vorfall im Falschmeldungsthread den rechten Platz gefunden hat sei mal so dahingestellt:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/schorndorf-polizei-praezisiert-angaben-zu-randale-bei-volksfest-a-1158825.html

#13:  Autor: Margrethe BeitragVerfasst am: 20.07.2017, 21:09
    —
Jedenfalls ging es heute hoch her im Stuttgarter Landtag.

Mei, hat sich der Meuthen aufgeblasen!
Interessantes Detail am Rande: Der Rems-Murr-Kreis, zu dem Schorndorf gehört, entsendet neun Abgeordnete in den Landtag. Acht davon treffen sich in regelmäßigen Abständen mit Bürgermeistern und anderen Vertretern der Kommunen, der neunte ward da noch nie gesichtet. Dreimal dürft Ihr raten, wer der neunte ist: "Herr Meuthen, wo ist Ihr Wahlkreis?" - (Backnang, Zweitmandat).

Der Gedeon, offiziell fraktionslos, meldete sich auch zu Wort: "Wir sind gegen Gewalt von Tieren gegen Menschen." Ich hab's erst gar nicht kapiert, wie bitte, was meint er? Ich glaub's ja nicht ... (2:22:40) Mit den Augen rollen

#14:  Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 20.07.2017, 21:43
    —
Ratio hat folgendes geschrieben:
Ob der Schorndorf-Vorfall im Falschmeldungsthread den rechten Platz gefunden hat sei mal so dahingestellt:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/schorndorf-polizei-praezisiert-angaben-zu-randale-bei-volksfest-a-1158825.html


Klar ist das hier am rechten Platz:

Schorndorfs OB hat folgendes geschrieben:
Da waren vielleicht 20 gegen 20 unterwegs. Nicht gut, keine Frage. Aber es gibt keine Verletzten bei der Polizei. Es wurde auch sonst keine schweren Körperverletzungen gemeldet, allenfalls Schnittverletzungen. Es gibt keine Tatverdächtigen, die festgenommen wurden.
...
Die Polizei ist mittlerweile selber zurückgerudert und spricht jetzt selbst nicht mehr vom Großteil mit Migrationshintergrund. Wo sie generell ihre Einschätzung her hat, ist unklar. Denn sie hat sich ja an dem Abend zunächst zurückgezogen. Logischerweise haben dann auch viele das Gelände verlassen.

http://www.fr.de/politik/stadtfest-mit-krawallen-schorndorfs-ob-widerspricht-afd-und-boris-palmer-a-1316052

#15:  Autor: DonMartin BeitragVerfasst am: 20.07.2017, 22:44
    —
schtonk hat folgendes geschrieben:

Klar ist das hier am rechten Platz

Nö, die SPON-Meldung ist neueren Datums und klingt durchaus nicht harmlos:
Zitat:
Auch die Gewalt gegen Polizeibeamte habe eine Qualität erreicht, "die zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar war und die es noch nie in Schorndorf gegeben hatte", teilte die Polizei mit.

#16:  Autor: tillich (epigonal) BeitragVerfasst am: 20.07.2017, 23:54
    —
Gegenüber dem, was zwischendurch draus gemacht wurde, ist es sehr harmlos.

#17:  Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 21.07.2017, 00:04
    —
DonMartin hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:

Klar ist das hier am rechten Platz

Nö, die SPON-Meldung ist neueren Datums und klingt durchaus nicht harmlos:
Zitat:
Auch die Gewalt gegen Polizeibeamte habe eine Qualität erreicht, "die zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar war und die es noch nie in Schorndorf gegeben hatte", teilte die Polizei mit.


Ja klar, die SPON-Meldung von vor 3 Tagen, die du hier verlinkt hattest, klang auch "durchaus nicht harmlos", schon vergessen?

DonMartin hat folgendes geschrieben:

[...]
Was gibt es da schwer zu verstehen:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/schorndorf-krawalle-und-sexuelle-uebergriffe-bei-volksfest-in-baden-wuerttemberg-a-1158282.html
Zitat:

"Die Gewalt gegenüber den Beamten war erschreckend", sagte der Sprecher. Es sei üblich, dass sich während des Volksfests viele Jugendliche träfen. Die Aggression aber sei neu gewesen.

Das klingt doch sehr nach Hamburg.
Ein bisschen "Kölner Silvester" scheint auch dabei zu sein.


Soso DonMartin, "Kölner Silvester". Hattest du nicht den Mumm, das Original zu verlinken?

Hetzseite hat folgendes geschrieben:
Was in der Millionenstadt Köln Silvester vor über eineinhalb Jahren aufgrund islamischer Massenmigration möglich war, ist jetzt auch in den gleichen Dimensionen in deutlich kleineren Städten Deutschlands Realität. Im baden-württembergischen Schorndorf schossen, randalierten, begrapschten, zerstörten und leisteten über 1.000 Invasoren Widerstand gegen die Staatsgewalt.


Code:
http://www.pi-news.net/taharrush-mob-und-krawalle-in-schorndorf/

#18:  Autor: DespitefulWohnort: Stoapfalz BeitragVerfasst am: 21.07.2017, 04:53
    —
http://faktenfinder.tagesschau.de/inland/falsches-antifa-foto-101.html

Zitat:
Eine Frau, ein Pflasterstein, dahinter die Rote Flora: Dieses Motiv kursiert derzeit im Netz. Auch die AfD teilt es, als vermeintlichen Beweis für linke Militanz. Doch die angebliche Aktivistin gehört zur Jungen Union. Der AfD ist das egal.

...

Allerdings zeigt das Foto keineswegs eine Aktivistin der Antifaschistischen Aktion (Antifa) - sondern Antonia Niecke von der Jungen Union (JU), der Jugendorganisation der CDU. Die 26-jährige Studentin ist inzwischen Vorsitzende der JU in Hamburg und meilenweit davon entfernt, mit der Roten Flora zu sympathisieren. Allerdings: das Foto von ihr mit dem Stein in der Hand vor der Flora ist echt, nachträglich dazu montiert sind jedoch Slogan und Antifa-Logo.

...

Auf Nachfrage, warum die AfD den Tweet geteilt hat, sagt deren Pressesprecher Christian Lüth: "Das Bild zeigt, wie krawallbereit die Antifa ist." Nur stellt die Fotomontage nun eben das nicht dar. Lüth war das allerdings nicht bewusst, wie er gegenüber dem ARD-faktenfinder zugibt. "Wir können ja nicht die Tweets von anderen überprüfen." Dafür sei keine Zeit.
In dem fingierten Bild sieht er kein Problem. "Es geht um die Message." Wer da wen dargestellt und was derjenige für einen persönlichen Hintergrund hat, spiele keine Rolle. "Wenn die Message stimmt, ist uns eigentlich egal, woher das Ganze kommt oder wie es erstellt wurde. Dann ist es auch nicht so tragisch, dass es Fake ist."

...

Auch Julia Klöckner teilt das Bild
Und nicht nur die AfD macht sich das vermeintliche Aktivistenbild zu eigen. Auch die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner teilt einen Beitrag des Publizisten Hugo Müller-Vogg, der das fingierte Foto geteilt hat. JU-Funktionärin Niecke muss nun also auch in der eigenen Partei klarstellen, dass es sich um ein Fake handelt:

#19:  Autor: DonMartin BeitragVerfasst am: 21.07.2017, 09:18
    —
schtonk hat folgendes geschrieben:

Ja klar, die SPON-Meldung von vor 3 Tagen, die du hier verlinkt hattest, klang auch "durchaus nicht harmlos", schon vergessen?

Nein, und es ist ja immer noch nicht harmlos, also was ist Dein Problem?
schtonk hat folgendes geschrieben:

Soso DonMartin, "Kölner Silvester". Hattest du nicht den Mumm, das Original zu verlinken?

Seit wann ist pi-news eine verlinkungswürdige Nachrichtenseite?
Von Übergriffen war in allen seriösen Quellen die Rede. Das hat dann schon was von Köln.
Wenn auch nicht in der Menge, aber Schorndorf ist halt kleiner als Köln oder Hamburg.

#20:  Autor: tillich (epigonal) BeitragVerfasst am: 21.07.2017, 12:06
    —
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Von Übergriffen war in allen seriösen Quellen die Rede. Das hat dann schon was von Köln.
Wenn auch nicht in der Menge, aber Schorndorf ist halt kleiner als Köln oder Hamburg.

Die sexuellen Übergriffe waren aber - wie es sich jetzt rausstellt - eben nicht mit den Situationen verknüpft, wo die Polizei Probleme hatte, und sie waren von der Quantität, aber auch von der Qualität her von einer völlig anderen Dimension als in Köln.

Das ist mE eher was, was bei Volks- und Schützenfesten immer schon passieren konnte, nur dass vieles davon früher einfach nicht angezeigt wurde.

#21:  Autor: Margrethe BeitragVerfasst am: 21.07.2017, 13:59
    —
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Das ist mE eher was, was bei Volks- und Schützenfesten immer schon passieren konnte, nur dass vieles davon früher einfach nicht angezeigt wurde.


Dazu braucht's nicht mal Volks- oder Schützenfeste.
Autounfall - Auto nicht mehr fahrtüchtig, Richtung Werkstatt abgeschleppt - irgendwann gegen 23 Uhr am menschenleeren Schorndorfer Bahnhof auf die letzte Bahn nach Stuttgart gewartet. Naja, nicht ganz menschenleer, ausser mir lungerten da noch zwei Typen rum. Ziemlich besoffen und sehr aufdringlich. Ich habe die damals nicht angezeigt, wo auch? Ich bin nicht mal auf die Idee gekommen, dass ich sowas anzeigen könnte. Das war im September 1978.

#22:  Autor: schtonk BeitragVerfasst am: 21.07.2017, 22:41
    —
DonMartin hat folgendes geschrieben:
[...]
Seit wann ist pi-news eine verlinkungswürdige Nachrichtenseite?
Von Übergriffen war in allen seriösen Quellen die Rede. Das hat dann schon was von Köln.
Wenn auch nicht in der Menge, aber Schorndorf ist halt kleiner als Köln oder Hamburg.

Frag doch nicht so scheinheilig noc

#23:  Autor: unquestWohnort: 2311 N. Los Robles Avenue in Pasadena BeitragVerfasst am: 22.07.2017, 01:07
    —
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Gegenüber dem, was zwischendurch draus gemacht wurde, ist es sehr harmlos.

Sag das mal Boris Palmer.



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