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Drogen legalisieren?
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Despiteful
Freizeit-Schizo



Anmeldungsdatum: 26.03.2017
Beiträge: 1250
Wohnort: Stoapfalz

Beitrag(#2113963) Verfasst am: 12.11.2017, 01:24    Titel: Antworten mit Zitat

schtonk hat folgendes geschrieben:
Nachtrag für Leute, die nicht wissen, wie man mit einem Buch umgeht:


http://www.huffingtonpost.de/2014/11/28/intelligente-menschen-drogen_n_6235438.html

http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-9095082.html

Es gibt natürlich noch viel mehr Smilie

Heinrich Böll, zB

http://www.spiegel.de/einestages/von-pervitin-bis-breaking-bad-die-karriere-der-droge-crystal-meth-a-951122.html

Zitat:
Am 20. Mai 1940 etwa schrieb er: "Vielleicht könntet Ihr mir noch etwas Pervitin für meinen Vorrat besorgen?" Schon eine Pille machte ihn so wach wie sonst nur literweise starker Kaffee. Mehr noch, alle Sorgen schienen dann wie weggeblasen, für ein paar Stunden war er richtig glücklich.

Der junge Mann, der in zahlreichen Briefen um Pervitin bettelte, war nicht irgendein Soldat. Es war der Schriftsteller Heinrich Böll. Und das von ihm geforderte Mittel ist heute illegal - und berüchtigt. Sein Name: Crystal Meth.


Die Tabletten der Wehrmacht enthielten ca 3 - 5 mg Crystal. Am Tag vor meiner Therapie hab ich mir die 200-fache Dosis gespritzt. Im Artikel heißt es weiter unten, dass auch die 1000-fache Dosis keine Seltenheit ist.
_________________
"Die Philosophen haben den Nihilismus immer nur überwunden, es kömmt darauf an, ihn zu vollenden."

- Ludger Lütkehaus


Murphy was here Cool
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 10150

Beitrag(#2113980) Verfasst am: 12.11.2017, 09:56    Titel: Antworten mit Zitat

Despiteful hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
@Despiteful

Wieso hattest du nicht den folgenden Satz aus deinem Zitat gefettet: " dass die orale Darreichungsform zu einer sehr viel langsameren und geringer dosierten Aufnahme des Stoffes führte, wodurch starke Rauschzustände und Abhängigkeit in der Regel ausblieben."

Bayer hatte Heroin als oral einzunehmendes Mittel vermarktet, wieso wird eine Zweckentfremdung(per Spritze) als Abwertung für ein Mittel genutzt? Bewertungsmaßstab muß doch eigentlich die vorgegebene Anwendungsform sein, alles andere wär ein Verbot weil ein Mittel (auch) zweckentfremdet wird(wie wenn man Klebstoffe/Lösemittel verbieten würde weil sie auch zum 'schnüffeln' zweckentfremdet wurden).

Weil es um die Ausbreitung von Abhängigkeiten ging und nicht um Zweckentfremdung von Substanzen. Substanzen, die sich zweckentfremden lassen, werden bei gleicher Verfügbarkeit häufiger missbraucht als Substanzen, mit denen das nicht möglich ist.

Die mögliche Zweckentfremdung könnte ich mir aber bei anderen (verschreibungspflichtigen) Hustenmitteln auch vorstellen (ich rede da nicht von dem frei verkäuflichen Zeug).

Aufgrund einer Zweckentfremdung ein Hustenmittel zu verteufeln ist schräg, die Beurteilung sollte doch aufgrund der vom Hersteller vorgeschriebenen Darreichungsform ausgehen.

Zitat:
Im Übrigen wurden und werden Lösemittel oder solche Sachen auch eingeschränkt/ersetzt, wenn sie sich missbrauchen ließen. Oder wo findet man heute noch einen Sahnespender mit Lachgas?

Es gab mal Sahnespender mit Lachgas, und einige haben sich die Sahne reingezogen wegen dem Lachgas? Überrascht
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DonMartin
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Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 3928

Beitrag(#2113981) Verfasst am: 12.11.2017, 10:10    Titel: Antworten mit Zitat

Despiteful hat folgendes geschrieben:
Am Tag vor meiner Therapie hab ich mir die 200-fache Dosis gespritzt.

Danach warst Du Deinem Avatar vermutlich nicht unähnlich.

Aber mal was anderes, da Du ja "Experte" bist:
bei den üblichen Horrorgeschichten über diese Droge werden immer wieder Leute gezeigt, die physisch völlig heruntergekommen sind. Liegt das an der Illegalität des Milieus bzw an den abenteuerlichen Rezepturen, mit denen das Zeux in Kellerlabors zusammengebraut wird, also der mangelnden Reinheit? Oder ist es unvermeidliche Folge des Dauerkonsums?
Immerhin wird über solche Symptome bei Ex-Landsern ja nicht berichtet.
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sehr gut
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Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 10150

Beitrag(#2113985) Verfasst am: 12.11.2017, 10:52    Titel: Antworten mit Zitat

Despiteful hat folgendes geschrieben:
Vielleicht ist Heroin auch ein schlechtes Beispiel. Interessanter und aufschlussreicher wäre vermutlich der Opiumkonsum, der sowohl in China bis zu den Opiumkriegen als auch in den USA legal gewesen zu sein scheint und in weiten Teilen wohl einer grassierenden Epidemie gleichkam.

Die Opiumkriege waren nicht gegen Opium gerichtet sondern dadurch erst wurde der Handel in China richtig möglich, das war ein pro-Opium-Krieg, geführt erst von Grossbritannien, dann auch Frankreich. Pro-Opiumhandel.

»Was im kollektiven Gedächtnis der Chinesen und anderer Völker der Region bis heute unvergessen bleibt, sind die eingesetzten Mittel der europäischen Großmächte, mit denen die Öffnung Chinas erfolgte: mit militärischer Gewalt erzwungener Opiumimport zur Durchsetzung der kolonialen Wirtschaftsinteressen. Nach der Niederlage musste China den Drogenhandel wieder zulassen und Hongkong abtreten.« (Wikipedia)


Eugene Jarecki vom Film "The house i live in" zu US-Opiumverbot: https://www.youtube.com/watch?v=4OqBPtkTfQ0#t=44s
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Despiteful
Freizeit-Schizo



Anmeldungsdatum: 26.03.2017
Beiträge: 1250
Wohnort: Stoapfalz

Beitrag(#2114010) Verfasst am: 12.11.2017, 15:32    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:

Aber mal was anderes, da Du ja "Experte" bist:
bei den üblichen Horrorgeschichten über diese Droge werden immer wieder Leute gezeigt, die physisch völlig heruntergekommen sind. Liegt das an der Illegalität des Milieus bzw an den abenteuerlichen Rezepturen, mit denen das Zeux in Kellerlabors zusammengebraut wird, also der mangelnden Reinheit? Oder ist es unvermeidliche Folge des Dauerkonsums?
Immerhin wird über solche Symptome bei Ex-Landsern ja nicht berichtet.

Das ist ein schwieriges Thema, weil einerseits möchte ich das Zeug nicht verharmlosen, andererseits ist es schwer so plumper und zum Teil dümmlicher Propaganda wie der von der DEA nicht zu widersprechen.

Also zunächst mal: Die Leute aus meinem Umfeld und später auf Therapie sahen eigentlich alle ganz normal aus, keine 'Faces of Meth'. Was ich aber gesehen habe ist, dass zB recht junge User nach dem Konsum tatsächlich so aufgeploppt sind, überall Pickel hatten und sich die dann blutig gekratzt haben, so dass sie aussahen wie ein Streuselkuchen, das passiert aber längst nicht bei allen. Was ich auch gesehen habe, war, dass zB Leute mit Mitte Dreißig nur noch zwei, drei Zähne im Mund hatten, das waren hauptsächlich solche Leute, die das Zeug geraucht hatten.

Allgemeiner kann man vielleicht sagen, dass es der Lebensstil eines Süchtigen ist, der einen so herunterkommen lässt. Die Leute putzen sich nicht mehr die Zähne und kriegen Zahnprobleme, sie waschen sich seltener und haben unreine Haut, schwitzen dazu viel und wenn man nach einer Woche wach wieder runterkommt, dann hat man auch Augenringe. Es gibt aber (leider) auch mehr als genug Beispiele, denen man es überhaupt nicht ansieht, im Gegenteil, wenn jemand recht erholt ist und dann was nimmt, dann wirkt er oft sogar vielleicht charismatischer, man 'leuchtet', weil man voller Energie ist, sehr glücklich, sehr zufrieden und das dann auch ausstrahlt.

Die 'Faces of Meth' halte ich für sehr problematisch. Zum einen, weil sie zum Teil ganz simpel und auch deutlich erkennbar gefaked sind, obwohl es sicher genügend Beispiele gäbe, die man nicht zu faken bräuchte, zum anderen, weil es eben lange nicht jedem so geht und wenn man dann in Kontakt mit dem Zeug kommt und sich das als riesen Bullshit erweist, der Schritt nicht mehr so groß ist zu sagen, die gesamte Aufklärung über diese Droge ist Bullshit, gerade wenn man am Anfang noch sehr positive Erfahrungen damit macht, die den ganzen Horrorszenarien aufgrund eigener Erfahrungen zunächst mal widersprechen.

Insgesamt würde ich sagen, es ist vielleicht ein bisschen so wie mit den Schockbildern auf den Zigarettenpackungen. Das gibt es, klar, aber es begegnet einem im Normalfall nicht und darum sind die Leute allzu oft versucht sich darüber lustig zu machen und den Ernst der Lage zu verkennen. Ähnlich beim Alkohol, 'Faces of Alcohol' wären sicher mindestens ebenso schlimm wie 'Faces of Meth', aber es sind halt eher die Ausnahmen als die Regel und sie bilden nicht die Lebenswirklichkeit der Konsumenten ab, deshalb frage ich mich schon, ob das wirklich die richtige Strategie ist die Leute aufzuklären.
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- Ludger Lütkehaus


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sehr gut
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Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 10150

Beitrag(#2114028) Verfasst am: 12.11.2017, 17:31    Titel: Antworten mit Zitat

Despiteful hat folgendes geschrieben:
, andererseits ist es schwer so plumper und zum Teil dümmlicher Propaganda wie der von der DEA nicht zu widersprechen.
Despiteful hat folgendes geschrieben:
Die 'Faces of Meth' halte ich für sehr problematisch. Zum einen, weil sie zum Teil ganz simpel und auch deutlich erkennbar gefaked sind,

Überrascht

Zitat:
Also zunächst mal: Die Leute aus meinem Umfeld und später auf Therapie sahen eigentlich alle ganz normal aus, keine 'Faces of Meth'.

Kann man das 'Landser'-Zeug mit dem heutigen vom Schwarzmarkt vergleichen? Das eine kam aus einer 'legalen' Fabrik, das andere aus illegaler Herstellung mit teilweise wohl improvisierten Inhaltsstoffen oder unhygienischer Herstellung...
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DonMartin
registrierter User



Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 3928

Beitrag(#2114042) Verfasst am: 12.11.2017, 20:32    Titel: Antworten mit Zitat

Despiteful hat folgendes geschrieben:

Das ist ein schwieriges Thema, weil einerseits möchte ich das Zeug nicht verharmlosen, andererseits ist es schwer so plumper und zum Teil dümmlicher Propaganda wie der von der DEA nicht zu widersprechen.

... aber es sind halt eher die Ausnahmen als die Regel und sie bilden nicht die Lebenswirklichkeit der Konsumenten ab, deshalb frage ich mich schon, ob das wirklich die richtige Strategie ist die Leute aufzuklären.

Vielen Dank fuer die erschoepfende Auskunft. So ungefaehr hatte ich es mir auch gedacht.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, Postfeminist



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 35856
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2114063) Verfasst am: 13.11.2017, 06:31    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Despiteful hat folgendes geschrieben:
, andererseits ist es schwer so plumper und zum Teil dümmlicher Propaganda wie der von der DEA nicht zu widersprechen.
Despiteful hat folgendes geschrieben:
Die 'Faces of Meth' halte ich für sehr problematisch. Zum einen, weil sie zum Teil ganz simpel und auch deutlich erkennbar gefaked sind,

Überrascht

Zitat:
Also zunächst mal: Die Leute aus meinem Umfeld und später auf Therapie sahen eigentlich alle ganz normal aus, keine 'Faces of Meth'.

Kann man das 'Landser'-Zeug mit dem heutigen vom Schwarzmarkt vergleichen? Das eine kam aus einer 'legalen' Fabrik, das andere aus illegaler Herstellung mit teilweise wohl improvisierten Inhaltsstoffen oder unhygienischer Herstellung...



Ein grosser Unterschied ist auch wie der Dreck eingenommen wird. Besonders uebel scheint es zu sein, wenn Crystal Meth geraucht wird. Dabei entsteht wohl ein Verbrennungsprodukt, was vor allem die Schleimhaeute im Mund stark angreift. Ich weiss nicht mehr wo ich das gelesen habe.

Die Landser hatten damals das Zeug in Tablettenform geschluckt, wobei dieses Verbrennungsprodukt nicht entsteht. Die hatten dann keinen "Meth mouth" aber andere Wirkungen dieses Zeugs betrafen sie genauso.
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 1759

Beitrag(#2114142) Verfasst am: 14.11.2017, 00:00    Titel: Antworten mit Zitat

Despiteful hat folgendes geschrieben:
Beim SPIEGEL gab es mal einen Reporter, der jahrelang Heroinabhängig war und aufgrund seines Einkommens seinen Lebensstil halten konnte, der hat dann darüber geschrieben. Auch Eddi Vedder oder Iggy Pop waren Jahre, jahrzehntelang abhängig, hatten aber genug Geld, so dass sie der Stress der Beschaffung nicht kaputt machte und sie sich auch relativ sauberen Stoff leisten konnten.

Das ist ein wichtiger Punkt.
Je billiger die üblichen Suchtmittel, desto mehr sind diese gestreckt (durch mehr Zwischenhändler).
Die Streckmittel können aus Glas-Staub, Rattengift, Mehl, Zucker, und was weiß ich alles bestehen, was irgendwie der Droge ähnlich sieht und was den Profit erhöht.
Den Händlern ist es fast egal, wie es den Süchtigen nach dem Konsum geht, so lange sie wieder kommen.
Das macht die Süchtigen entsprechend kranker.
Die Alternative wäre eine kontrollierte Abgabe durch Ärzte mit entsprechend reinem Stoff und kontinuierlicher Reduzierung der Dosis.
So eine Therapie wäre natürlich ein riesiger Aufwand, der entsprechend teuer und schwer zu kontrollieren wäre.
Der Süchtige muss sich seine Sucht eingestehen und aufhören wollen.
Wenn er aber die Droge gratis bekommt, entfällt der Leidensdruck als Motiv für das Aufhören.
Die Liste der Musiker, die durch Suchtmittel ein frühes Ende fanden, ist ellenlang, obwohl oder weil das Geld vorhanden war, jedoch der Wille zum aufhören gefehlt hat.
Der Leidensweg wird länger, wenn der Stoff reiner ist.
Das Ende bleibt gleich.
_________________
72. Generalversammlung der Vereinten Nationen, Presse-Mitteilung
http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 1759

Beitrag(#2114827) Verfasst am: 20.11.2017, 17:02    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.nrz.de/panorama/5000-mal-so-stark-wie-heroin-neue-droge-in-nrw-aufgetaucht-id212597821.html schrieb:
Zitat:
Zweckentfremdet ist der meist in China produzierte Stoff eine Designerdroge, die rasend schnell tödliche Wirkung hat und oft im Darknet gehandelt wird. Carfentanyl ist 10 000 Mal so wirksam wie Morphium und 5000 Mal so stark wie Heroin. Das synthetische Opioid hat vor allem deswegen so schnell tödliche Folgen, weil es günstiger ist als viele andere Drogen und häufig mit minderwertigem Heroin gemixt wird.

Das verschärft natürlich das Problem der illegalen Drogen, und wir werden mit mehr Drogen-Toten rechnen müssen.
Umso mehr gilt, dass eine staatlich und ärztlich kontrollierte Abgabe an Süchtige das Drogen Problem mindern kann.
Denn das Darknet ist nicht kontrollierbar, und die Zwischen-Händler auch nicht.
Auch die Süchtigen entziehen sich in der Illegalität der Kontrolle.
Also gleich drei Unbekannte Faktoren, die bei einer Legalisierung unter Kontrolle wären.
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sehr gut
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Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 10150

Beitrag(#2114856) Verfasst am: 20.11.2017, 19:55    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
https://www.nrz.de/panorama/5000-mal-so-stark-wie-heroin-neue-droge-in-nrw-aufgetaucht-id212597821.html schrieb:
Zitat:
Zweckentfremdet ist der meist in China produzierte Stoff eine Designerdroge, die rasend schnell tödliche Wirkung hat und oft im Darknet gehandelt wird. Carfentanyl ist 10 000 Mal so wirksam wie Morphium und 5000 Mal so stark wie Heroin. Das synthetische Opioid hat vor allem deswegen so schnell tödliche Folgen, weil es günstiger ist als viele andere Drogen und häufig mit minderwertigem Heroin gemixt wird.

Das verschärft natürlich das Problem der illegalen Drogen, und wir werden mit mehr Drogen-Toten rechnen müssen.
Umso mehr gilt, dass eine staatlich und ärztlich kontrollierte Abgabe an Süchtige das Drogen Problem mindern kann.
Denn das Darknet ist nicht kontrollierbar, und die Zwischen-Händler auch nicht.
Auch die Süchtigen entziehen sich in der Illegalität der Kontrolle.
Also gleich drei Unbekannte Faktoren, die bei einer Legalisierung unter Kontrolle wären.

Nur, mit welcher Regierung würde sowas umgesetzt?
Welche Lobby haben die potentiellen Drogen-Toten?
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wolle
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Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 1759

Beitrag(#2114871) Verfasst am: 20.11.2017, 21:54    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:

Nur, mit welcher Regierung würde sowas umgesetzt?
Welche Lobby haben die potentiellen Drogen-Toten?

Man muss globale Regelungen finden, die global umgesetzt werden.
Mit Legislative, Judikative und Exekutive.
Die ganze Gesellschaft muss daran interessiert sein, Herstellung, Vertrieb und Konsum von Drogen zu unterbinden, denn nicht nur persönliche, sondern auch volkswirtschaftliche Schäden durch Drogen sind enorm.
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Critic
oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 14012
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#2114882) Verfasst am: 20.11.2017, 23:23    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:
https://www.nrz.de/panorama/5000-mal-so-stark-wie-heroin-neue-droge-in-nrw-aufgetaucht-id212597821.html schrieb:
Zitat:
Zweckentfremdet ist der meist in China produzierte Stoff eine Designerdroge, die rasend schnell tödliche Wirkung hat und oft im Darknet gehandelt wird. Carfentanyl ist 10 000 Mal so wirksam wie Morphium und 5000 Mal so stark wie Heroin. Das synthetische Opioid hat vor allem deswegen so schnell tödliche Folgen, weil es günstiger ist als viele andere Drogen und häufig mit minderwertigem Heroin gemixt wird.

Das verschärft natürlich das Problem der illegalen Drogen, und wir werden mit mehr Drogen-Toten rechnen müssen.
Umso mehr gilt, dass eine staatlich und ärztlich kontrollierte Abgabe an Süchtige das Drogen Problem mindern kann.
Denn das Darknet ist nicht kontrollierbar, und die Zwischen-Händler auch nicht.
Auch die Süchtigen entziehen sich in der Illegalität der Kontrolle.
Also gleich drei Unbekannte Faktoren, die bei einer Legalisierung unter Kontrolle wären.

Nur, mit welcher Regierung würde sowas umgesetzt?
Welche Lobby haben die potentiellen Drogen-Toten?
Ich weiß jetzt nicht, ob das in dem Thread auch schon thematisiert wurde: Die Idee (oder entsprechende Modellstudien) hat es meiner Erinnerung nach schon mal gegeben, Schwerabhängigen, denen die "üblichen Ersatzdrogen" (Metadon o.ä.) nicht helfen und die sich auch nicht entziehen lassen, Heroin abzugeben.

Und auch im allgemeinen: Warum treten eigentlich diese Todesfälle auf? Liegt das hauptsächlich "an der Droge selbst" (wobei ja schon oben erklärt wurde, daß Heroin schon deutlich gefährlicher ist als natürlich vorkommende Opioide), oder auch an unklaren Wirkstoffkonzentrationen (so daß sich Konsumenten mit der Dosierung verschätzen) und teilweise giftigen Streckmitteln und Verunreinigungen? Wenn dem so sein sollte, könnte die kontrollierte Abgabe an (bestimmte Gruppen von) Abhängige(n) (mit begleitender Therapie etc.) ggf. Gesundheitsschäden reduzieren, auch Beschaffungskriminalität etc. verringern oder gar beseitigen.

Und andererseits auch in einem solchen Fall, wenn neue billige und gefährliche Drogen auftauchen, wäre ja ggf. die Frage, was das geringere Übel ist: Warum gehen denn die Leute dazu über? Bloß weil es hier jetzt der "neue Rausch" für eine bestimmte Szene ist, die einen neuen "Kick" sucht, oder weil es billig ist?

(Aber in dem Zusammenhang noch ein anderer Gedankengang: Daß Leute im Sinne des "recreational use" durchaus mal eine Tüte rauchen können, ist mir ja schon bekannt. Ob andererseits wirklich viele Konsumenten Heroin etc. "recreational" nutzen?)
_________________
"Die Pentagon-Gang wird in der Liste der Terrorgruppen geführt"

Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

"Wahrheit läßt sich nicht zeigen, nur erfinden." (Max Frisch)
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Korra
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Anmeldungsdatum: 02.11.2017
Beiträge: 96

Beitrag(#2114937) Verfasst am: 21.11.2017, 18:27    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:

Nur, mit welcher Regierung würde sowas umgesetzt?
Welche Lobby haben die potentiellen Drogen-Toten?

Man muss globale Regelungen finden, die global umgesetzt werden.
Mit Legislative, Judikative und Exekutive.
Die ganze Gesellschaft muss daran interessiert sein, Herstellung, Vertrieb und Konsum von Drogen zu unterbinden, denn nicht nur persönliche, sondern auch volkswirtschaftliche Schäden durch Drogen sind enorm.

Das wird sicherlich funktionieren. Die meisten Drogen werden in Entwicklungsländern angebaut. Dort wissen alle wer wo was anbaut und vertilgt nur die Behörden lassen sich bestechen. Eine Globale Reglung wird da nichts dran ändern.
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Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 10150

Beitrag(#2114939) Verfasst am: 21.11.2017, 18:46    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:

Nur, mit welcher Regierung würde sowas umgesetzt?
Welche Lobby haben die potentiellen Drogen-Toten?

Man muss globale Regelungen finden, die global umgesetzt werden.
Mit Legislative, Judikative und Exekutive.
Die ganze Gesellschaft muss daran interessiert sein, Herstellung, Vertrieb und Konsum von Drogen zu unterbinden, denn nicht nur persönliche, sondern auch volkswirtschaftliche Schäden durch Drogen sind enorm.

Gleich das erste Problem dabei: wer bestimmt was "Droge" ist. Unsere aktuelle Drogenpolitik: (verbotene,..) Droge ist, was Andere oder Fremde an Upper/Downer/Halluzinogene nutzen. Unsere heutige Drogenpolitik basiert auch auf früherer rassistischer Einteilung.

Du machst schon eine Stoff-Einteilung, nach "persönlichen" und "volkswirtschaftlichen Schäden".
Wer bestimmt, was für eine Person schädlich ist, und was für eine Volkswirtschaft? Wo ist da die Grenze zur Religionspolizei oder zum 'reinen Volkskörper'?
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 31762
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2114941) Verfasst am: 21.11.2017, 19:03    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:

Nur, mit welcher Regierung würde sowas umgesetzt?
Welche Lobby haben die potentiellen Drogen-Toten?

Man muss globale Regelungen finden, die global umgesetzt werden.
Mit Legislative, Judikative und Exekutive.
Die ganze Gesellschaft muss daran interessiert sein, Herstellung, Vertrieb und Konsum von Drogen zu unterbinden, denn nicht nur persönliche, sondern auch volkswirtschaftliche Schäden durch Drogen sind enorm.

Gleich das erste Problem dabei: wer bestimmt was "Droge" ist. Unsere aktuelle Drogenpolitik: (verbotene,..) Droge ist, was Andere oder Fremde an Upper/Downer/Halluzinogene nutzen. Unsere heutige Drogenpolitik basiert auch auf früherer rassistischer Einteilung.

Du machst schon eine Stoff-Einteilung, nach "persönlichen" und "volkswirtschaftlichen Schäden".
Wer bestimmt, was für eine Person schädlich ist, und was für eine Volkswirtschaft? Wo ist da die Grenze zur Religionspolizei oder zum 'reinen Volkskörper'?


Völlige Freigabe von Drogen wäre so sinnvoll wie völlige Freistellung von Verkehrsregeln.

Wer nach eine bestimmte Konsummengen von bestimmte Substanzen nicht mehr selbst entscheiden kann, ob er überhaupt noch konsumieren möchte, ist m. E. "persönlich geschädigt".
Die Volkswirtschaft ist geschädigt, wenn solche Leute nicht mehr fähig sind für sichselbst zu sorgen, und von der Gemeinschaft versorgt werden müssen.
_________________
Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 10150

Beitrag(#2114946) Verfasst am: 21.11.2017, 19:28    Titel: Antworten mit Zitat

Critic hat folgendes geschrieben:
Und auch im allgemeinen: Warum treten eigentlich diese Todesfälle auf? Liegt das hauptsächlich "an der Droge selbst" (wobei ja schon oben erklärt wurde, daß Heroin schon deutlich gefährlicher ist als natürlich vorkommende Opioide), oder auch an unklaren Wirkstoffkonzentrationen (so daß sich Konsumenten mit der Dosierung verschätzen) und teilweise giftigen Streckmitteln und Verunreinigungen?

Es gibt verschiedene Gründe für einen Tod wo Heroin irgendwie im Spiel ist:
Überdosis
Hepatitis C (unsaubere Spritzen,..)
...

Übliche Heroin-Streckmittel sind Paracetamol und Koffein.

Problem bei Heroin ist, das die Wirkstoffmenge auf dem Schwarzmarkt kaum bekannt ist. Wer stark gestrecktes Heroin gewöhnt ist und dann an reineres kommt der kann evtl eine tödliche Dosis konsumieren.
Im Prinzip so wie wenn die Wirkstoffmenge bei Tabletten aus der Apotheke nicht bekannt wär, wo es mal Tabletten mit mehr Wirkstoff gibt, mal mit weniger.

Wenn man Heroin-Überdosis-Tote unterteilt in diejenigen die das gezielt machen(Selbstmord) und andere die ungewollt Schwarzmarkt bedingt aufgrund unbekannter Wirkstoffmenge daran sterben, dann dürfte von letzteren bei 'legalem' Markt mit bekanntem standardisiertem Wirkstoffgehalt wohl kaum noch jemand an Überdosis sterben(sehe ich so, man überzeuge mich vom Gegenteil), unsachgemäßer oder unverantwortlicher Umgang mal ausgenommen(das gilt auch für etliche andere Stoffe).
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Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 10150

Beitrag(#2114948) Verfasst am: 21.11.2017, 19:39    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Wer nach eine bestimmte Konsummengen von bestimmte Substanzen nicht mehr selbst entscheiden kann, ob er überhaupt noch konsumieren möchte, ist m. E. "persönlich geschädigt".

Schwierig, bloss weil einige "bestimmte Konsummengen" überschreiten, andere aber nicht, auch für diese gleich diesen Stoff zu verbieten.

Zitat:
Die Volkswirtschaft ist geschädigt, wenn solche Leute nicht mehr fähig sind für sichselbst zu sorgen, und von der Gemeinschaft versorgt werden müssen.

Geht es um einen Stoff oder um [unverantwortlichen,...] Umgang damit?
Weil wenn, dann müsstest du zB auch Zucker oder Salz verbieten, davon essen X zu viel(Krankheiten,..).
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Reklov
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Beiträge: 11

Beitrag(#2114952) Verfasst am: 21.11.2017, 20:02    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:

Völlige Freigabe von Drogen wäre so sinnvoll wie völlige Freistellung von Verkehrsregeln.

Wer nach eine bestimmte Konsummengen von bestimmte Substanzen nicht mehr selbst entscheiden kann, ob er überhaupt noch konsumieren möchte, ist m. E. "persönlich geschädigt".
Die Volkswirtschaft ist geschädigt, wenn solche Leute nicht mehr fähig sind für sichselbst zu sorgen, und von der Gemeinschaft versorgt werden müssen.


Sorry, aber der Vergleich hinkt und das, was danach kommt auch.

Verkehrsregeln dienen in erster Linie nicht dem Schutz der Verkehrsteilnehmer ...

Irgendjemand hat sich auf der ersten Seite dieses Threads die Mühe gemacht und einen Link gepostet, aus dem hervorgeht, dass es in den Niederlanden signifikant weniger Kiffer gibt als im restlichen Europa.
Da meine Tochter in Holland lebt, kann ich das aus meiner eigenen Wahrnehmung bestätigen. Außerdem ist die Kontrolle der Altersbeschränkung wesentlich effizienter. Grund Nummer 1 hierfür ist die Legalität.
Volkswirtschaftlich also ein Gewinn.

MFG
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Reklov
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Anmeldungsdatum: 12.08.2011
Beiträge: 11

Beitrag(#2114955) Verfasst am: 21.11.2017, 20:11    Titel: Antworten mit Zitat

Critic hat folgendes geschrieben:
...(wobei ja schon oben erklärt wurde, daß Heroin schon deutlich gefährlicher ist als natürlich vorkommende Opioide)...


Das wurde erklärt oder geklärt? Ein Bekannter von mir ist Chemiker und er mahnt zur Vorsicht beim Spritzen von Alkohol oder Niktotin in ähnlicher Reinheit. Er rät darüber hinaus dazu, niemals Zigaretten oder Tabak zu essen!

Smilie

quote gerichtet. vrolijke
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vrolijke
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Beitrag(#2114961) Verfasst am: 21.11.2017, 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:

Geht es um einen Stoff oder um [unverantwortlichen,...] Umgang damit?
Weil wenn, dann müsstest du zB auch Zucker oder Salz verbieten, davon essen X zu viel(Krankheiten,..).


Es kommt relativ selten vor, dass Leute, die an zucker kommen wollen, das anstellen, was Drogenkonsumenten anstellen um an ihren Stoff zu kommen. Und das sie irgend welche Randale anstellen, oder fürchterliche Schmerzen bekommen, wenn sie es nicht konsumieren.
Du brauchst nicht weit zu suchen. Sogar hier im Forum hat jemand über seine eigene Erfahrung berichtet.
Hast Du auch solche Erfahrungsberichte, von Leute, denen Zucker oder Salz fehlt?

Was für eine verquerte Denke muß man haben, das Zeugs zu verharmlosen?
_________________
Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



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Beitrag(#2114962) Verfasst am: 21.11.2017, 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

Korra hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:

Nur, mit welcher Regierung würde sowas umgesetzt?
Welche Lobby haben die potentiellen Drogen-Toten?

Man muss globale Regelungen finden, die global umgesetzt werden.
Mit Legislative, Judikative und Exekutive.
Die ganze Gesellschaft muss daran interessiert sein, Herstellung, Vertrieb und Konsum von Drogen zu unterbinden, denn nicht nur persönliche, sondern auch volkswirtschaftliche Schäden durch Drogen sind enorm.

Das wird sicherlich funktionieren. Die meisten Drogen werden in Entwicklungsländern angebaut. Dort wissen alle wer wo was anbaut und vertilgt nur die Behörden lassen sich bestechen. Eine Globale Reglung wird da nichts dran ändern.

Man sollte das Bargeld international abschaffen und die Geld-Ströme komplett überwachen.
Damit könnte man verfolgen, wer am Drogen-Handel verdient.
_________________
72. Generalversammlung der Vereinten Nationen, Presse-Mitteilung
http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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Korra
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Beiträge: 96

Beitrag(#2114963) Verfasst am: 21.11.2017, 22:21    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
Korra hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:

Nur, mit welcher Regierung würde sowas umgesetzt?
Welche Lobby haben die potentiellen Drogen-Toten?

Man muss globale Regelungen finden, die global umgesetzt werden.
Mit Legislative, Judikative und Exekutive.
Die ganze Gesellschaft muss daran interessiert sein, Herstellung, Vertrieb und Konsum von Drogen zu unterbinden, denn nicht nur persönliche, sondern auch volkswirtschaftliche Schäden durch Drogen sind enorm.

Das wird sicherlich funktionieren. Die meisten Drogen werden in Entwicklungsländern angebaut. Dort wissen alle wer wo was anbaut und vertilgt nur die Behörden lassen sich bestechen. Eine Globale Reglung wird da nichts dran ändern.

Man sollte das Bargeld international abschaffen und die Geld-Ströme komplett überwachen.
Damit könnte man verfolgen, wer am Drogen-Handel verdient.

Das wird sicherlich funktionieren. Wenn die Afrikaner auf den Märkten in ihren Dörfern mit Kreditkarte zahlen oder man selbst hier in Deutschland man beim Autokauf zum Notar geht, damit die Überweisung am Ende auch garantiert ankommt. Mit den Augen rollen
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DonMartin
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Beiträge: 3928

Beitrag(#2114971) Verfasst am: 21.11.2017, 23:04    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:

Völlige Freigabe von Drogen wäre so sinnvoll wie völlige Freistellung von Verkehrsregeln.

Um die Leute vorm Drogenkonsum zu "beschützen", wirft man sie ins Gefängnis?
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 31762
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2114973) Verfasst am: 21.11.2017, 23:07    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Völlige Freigabe von Drogen wäre so sinnvoll wie völlige Freistellung von Verkehrsregeln.

Um die Leute vorm Drogenkonsum zu "beschützen", wirft man sie ins Gefängnis?


Das ist keine gute Idee.
Die Konsumenten sollten nicht eingesperrt werden. Nur die Dealer.
Ich behaupte auch nicht, dass ich eine Lösung in der Tasche habe.
Mich nervt nur die ständige Verharmlosung.
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Critic
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Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#2114974) Verfasst am: 21.11.2017, 23:09    Titel: Antworten mit Zitat

Reklov hat folgendes geschrieben:
Critic hat folgendes geschrieben:
...(wobei ja schon oben erklärt wurde, daß Heroin schon deutlich gefährlicher ist als natürlich vorkommende Opioide)...


Das wurde erklärt oder geklärt? Ein Bekannter von mir ist Chemiker und er mahnt zur Vorsicht beim Spritzen von Alkohol oder Niktotin in ähnlicher Reinheit. Er rät darüber hinaus dazu, niemals Zigaretten oder Tabak zu essen!

Smilie

quote gerichtet. vrolijke


Mal sehen, ob es klappt, ein png-Bild aus Wikimedia:



Daß Alkohol und Zigaretten nicht sehr gesund sind (man sieht das ja an den Zahlen, wieviele Menschen infolge des Konsums krank werden und/oder sterben), ist natürlich auch hinreichend bekannt.

Oben zitiert wurde jedenfalls ein Artikel, in dem dargestellt wurde, daß zunächst aufgrund gelungener Lobbyarbeit der Pharmaindustrie bestimmte Drogen verboten wurden, damit man das eigene synthetische Produkt ("Heroin") besser vermarkten konnte - und in der Folge viel mehr Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums kaputtgingen.
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Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

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Kramer
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Beitrag(#2114975) Verfasst am: 21.11.2017, 23:10    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:

Weil wenn, dann müsstest du zB auch Zucker oder Salz verbieten, davon essen X zu viel(Krankheiten,..).


Die nerven aber ihre Mitmenschen nicht, wenn sie ihre Dröhnung hatten.
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sehr gut
im Hamsterrad



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Beiträge: 10150

Beitrag(#2115055) Verfasst am: 22.11.2017, 19:35    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:

Geht es um einen Stoff oder um [unverantwortlichen,...] Umgang damit?
Weil wenn, dann müsstest du zB auch Zucker oder Salz verbieten, davon essen X zu viel(Krankheiten,..).


Es kommt relativ selten vor, dass Leute, die an zucker kommen wollen, das anstellen, was Drogenkonsumenten anstellen um an ihren Stoff zu kommen. Und das sie irgend welche Randale anstellen, oder fürchterliche Schmerzen bekommen, wenn sie es nicht konsumieren.
Du brauchst nicht weit zu suchen. Sogar hier im Forum hat jemand über seine eigene Erfahrung berichtet.
Hast Du auch solche Erfahrungsberichte, von Leute, denen Zucker oder Salz fehlt?

Was für eine verquerte Denke muß man haben, das Zeugs zu verharmlosen?

DU hattest den Punkt eingebracht: "Die Volkswirtschaft ist geschädigt, wenn solche Leute nicht mehr fähig sind für sichselbst zu sorgen, und von der Gemeinschaft versorgt werden müssen."

Das ist doch nicht nur bezogen auf "Droge"..., das heisst nicht das man bestimmte Stoffe "verharmlost", hier geht es um deine eigene Einteilung.
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 10150

Beitrag(#2115056) Verfasst am: 22.11.2017, 19:48    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Völlige Freigabe von Drogen wäre so sinnvoll wie völlige Freistellung von Verkehrsregeln.

Um die Leute vorm Drogenkonsum zu "beschützen", wirft man sie ins Gefängnis?


Das ist keine gute Idee.
Die Konsumenten sollten nicht eingesperrt werden. Nur die Dealer.
Ich behaupte auch nicht, dass ich eine Lösung in der Tasche habe.
Mich nervt nur die ständige Verharmlosung.

Das sagt jemand der in Stuttgart wohnt, wo die Ländle-Luft am dreckigsten ist. x-mal Grenzwert Überschreitungen, wen juckts. Blöd, wenn man von den Dealern(Auto-Hersteller) abhängig ist, da muß die EU mit einer Klage drohen.
Wir können ja mal über diese Verharmlosung und Schädigung reden.
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
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Beitrag(#2115060) Verfasst am: 22.11.2017, 19:59    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:

Weil wenn, dann müsstest du zB auch Zucker oder Salz verbieten, davon essen X zu viel(Krankheiten,..).


Die nerven aber ihre Mitmenschen nicht, wenn sie ihre Dröhnung hatten.
(ist es bei Zucker nicht anders rum, hibbelig vor Dröhnung zwinkern )

Also noch eine Einteilung auf die Liste: Stoffe, durch die nach Konsum Mitmenschen genervt werden, abwerten.

(nach dem Punkt sieht Alkohol aber schlecht aus)
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