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Allesfresser gegen Vegetarier
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Ahriman
boshafter Spötter



Anmeldungsdatum: 31.03.2006
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Beitrag(#2003690) Verfasst am: 29.05.2015, 12:32    Titel: Antworten mit Zitat

Casual hat folgendes geschrieben:
schweine sind auch durchaus intelligente und empfindsame Wesen, die in der Mast ihr ganzes leben eingepfercht in einer engen box qualvoll in ihrem eigenen dreck liegen müssen bis sie unter stress irgendwann erlöst werden.

Schon mal gesehen? Ich öfter. Die liegen da wie hingespuckt, grunzen wohlig sonor im Schlaf und pennen - während die Menschen wie die Irren arbeiten. Das macht schon nachdenklich. Und der Stall hat heutzutage Klima-Anlage.
Kival hat folgendes geschrieben:
Als ob Gesundheitsveganismus viel mit den Ursprüngen des Veganismus zu tun hätte. Es geht den meisten (naja, vielleicht nicht mehr aber ursprünglich mal ..) nicht um Gesundheit und Entbehrung, sondern um Ethik und Politik. Kein Wesen ausbeuten und ohne Not leiden lassen. Emanzipation und Befreiung aller.

Dann muß man den Planeten sterilisieren. Anders kann man es dem Löwen nicht abgewöhnen, der Gazelle bei lebendigem Leib den Bauch aufzureißen.
Mad Magic hat folgendes geschrieben:
Fleisch sollten nur die essen dürfen, die die entsprechenden Tiere auch schon einmal geschlachtet haben

Das muß man gelernt haben. Zuschauen genügt. Es hat was für sich: Peng - tot. Beneidenswert. Wenn ich so bedenke, wie wir Menschen in Kliniken und Altersheimen langsam verrecken.
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Ahriman
boshafter Spötter



Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 14925
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Beitrag(#2003691) Verfasst am: 29.05.2015, 12:37    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wollt', ich wär' ein Huhn,
ich hätt' nicht viel zu tun,

ich legte vormittags ein Ei und abends wär' ich frei.
Mich lockte auf der Welt kein Ruhm mehr und kein Geld.
Und fände ich das große Los, dann fräße ich es bloß.
Ich brauchte nie mehr ins Büro. Ich wäre dämlich, aber froh.

Ich wollt', ich wär' ein Huhn,
ich hätt' nicht viel zu tun,
ich legte täglich nur ein Ei und sonntags auch mal zwei.

Der Mann hat's auf der Welt nicht leicht, das Kämpfen ist sein Zweck.
Und hat er endlich was erreicht, nimmt's eine Frau ihm weg.
Er lebt, wenn's hoch kommt, hundert Jahr und bringt's bei gutem Staat
und nur, wenn er sehr fleißig war, zu einem Rauschebart.

Ich wollt', ich wär' ein Huhn,
ich hätt' nicht viel zu tun.
Mich lockte auf der Welt kein Ruhm mehr und kein Geld.
Ich brauchte nie mehr ins Büro.
ich wäre dämlich, aber froh.

Ich wollt', ich wär' ein Huhn,
ich hätt' nicht viel zu tun,
ich legte täglich nur ein Ei und sonntags auch mal zwei.

Ich wollt', ich wär' ein Hahn,
dann würde nichts getan.
Ich legte überhaupt kein Ei und wär' die ganze Woche frei.
Dann lockt mich auf der Welt kein Ruhm mehr und kein Geld.
Ich setz' mich in den Mist hinein und sing' für mich allein.
Ich ginge nie mehr ins Büro,
denn was ich brauchte, kriegt' ich so.

Ich wollt', ich wär' ein Hahn,
dann würde nichts getan.
Ich würd' mit meinen Hühnern gehen, das wäre wunderschön
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Kival
Feminist Ghost



Anmeldungsdatum: 14.11.2006
Beiträge: 24070

Beitrag(#2003709) Verfasst am: 29.05.2015, 14:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
Kival hat folgendes geschrieben:
Als ob Gesundheitsveganismus viel mit den Ursprüngen des Veganismus zu tun hätte. Es geht den meisten (naja, vielleicht nicht mehr aber ursprünglich mal ..) nicht um Gesundheit und Entbehrung, sondern um Ethik und Politik. Kein Wesen ausbeuten und ohne Not leiden lassen. Emanzipation und Befreiung aller.

Dann muß man den Planeten sterilisieren. Anders kann man es dem Löwen nicht abgewöhnen, der Gazelle bei lebendigem Leib den Bauch aufzureißen.


Oder Du liest mal genauer, was sonst geschrieben wurde. Wir sind außerdem ja wohl erstmal für uns verantwortlich und nicht für das Handeln wilder Tiere.
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"A basic literacy in statistics will one day be as necessary for efficient citizenship as the ability to read and write." (angeblich H. G. Wells)
"The consent of the governed is not consent if it is not informed." (Edward Snowden)
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Kival
Feminist Ghost



Anmeldungsdatum: 14.11.2006
Beiträge: 24070

Beitrag(#2003710) Verfasst am: 29.05.2015, 14:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
Casual hat folgendes geschrieben:
schweine sind auch durchaus intelligente und empfindsame Wesen, die in der Mast ihr ganzes leben eingepfercht in einer engen box qualvoll in ihrem eigenen dreck liegen müssen bis sie unter stress irgendwann erlöst werden.

Schon mal gesehen? Ich öfter. Die liegen da wie hingespuckt, grunzen wohlig sonor im Schlaf und pennen - während die Menschen wie die Irren arbeiten. Das macht schon nachdenklich. Und der Stall hat heutzutage Klima-Anlage.


Du glaubst im Ernst, Schweine würden in der Massentierhaltung bei uns ein gutes Leben führen? Selbst bei Biotierhaltung gibt es immer wieder Skandale und auch dort werden Schweine auseinandergerissen, die sich mögen und bei Schweinen sind wir ziemlich sicher, dass sie auch schon daran leiden, wenn Gefährt*innen von ihnen verschwinden.
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Samson83
Gegenaufgeklärt



Anmeldungsdatum: 18.01.2013
Beiträge: 4436

Beitrag(#2003721) Verfasst am: 29.05.2015, 15:35    Titel: Antworten mit Zitat

Kival hat folgendes geschrieben:
Gefährt*innen

Lachen
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Naastika
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Anmeldungsdatum: 23.11.2003
Beiträge: 5903
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Beitrag(#2003725) Verfasst am: 29.05.2015, 15:56    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Kival hat folgendes geschrieben:
Gefährt*innen

Lachen



Ja, der Schwein und die Schweinin! Lachen


So, in der Sache selbst: Ja, Schweine sind empfindliche Tiere, und Bedingungen der Masserntierhaltung sind nicht artgerecht.

Esst kein Fleisch, esst keine Schweine, oder zumindest weniger. Wie wäre es mit zumindest einem festen vegetarischen Tag in der Woche? Lachen
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Kival
Feminist Ghost



Anmeldungsdatum: 14.11.2006
Beiträge: 24070

Beitrag(#2003733) Verfasst am: 29.05.2015, 16:18    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Kival hat folgendes geschrieben:
Gefährt*innen

Lachen


Gähn. Ich wollte erst Familie schreiben, aber das trifft es ja nicht bei allen. Schulterzucken
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Zoff
Sternenstaub



Anmeldungsdatum: 24.08.2006
Beiträge: 21356
Wohnort: Frankfurt

Beitrag(#2003739) Verfasst am: 29.05.2015, 16:54    Titel: Antworten mit Zitat

Naastika hat folgendes geschrieben:
(..)
Esst kein Fleisch, esst keine Schweine, oder zumindest weniger. Wie wäre es mit zumindest einem festen vegetarischen Tag in der Woche? Lachen


Abgelehnt. nee
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Wenn ich eine Welt wie Gott geschaffen hätte, wäre ich auch weggezogen. (Federico Fellini)

Tried again, failed again,
no matter.
Try again, fail again,
fail better.
(Samuel Beckett)
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Samson83
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Anmeldungsdatum: 18.01.2013
Beiträge: 4436

Beitrag(#2003745) Verfasst am: 29.05.2015, 17:14    Titel: Antworten mit Zitat

Naastika hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Kival hat folgendes geschrieben:
Gefährt*innen

Lachen



Ja, der Schwein und die Schweinin! Lachen


So, in der Sache selbst: Ja, Schweine sind empfindliche Tiere, und Bedingungen der Masserntierhaltung sind nicht artgerecht.

Esst kein Fleisch, esst keine Schweine, oder zumindest weniger. Wie wäre es mit zumindest einem festen vegetarischen Tag in der Woche? Lachen

Das kann man machen, aber nicht fordern. Es gibt durchaus vegetarische Tage. Aber derartig billiger Moralismus bewirkt das Gegenteil des verlangten.
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Naastika
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Beiträge: 5903
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Beitrag(#2003748) Verfasst am: 29.05.2015, 17:25    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Kival hat folgendes geschrieben:
Gefährt*innen

Lachen



Ja, der Schwein und die Schweinin! Lachen


So, in der Sache selbst: Ja, Schweine sind empfindliche Tiere, und Bedingungen der Masserntierhaltung sind nicht artgerecht.

Esst kein Fleisch, esst keine Schweine, oder zumindest weniger. Wie wäre es mit zumindest einem festen vegetarischen Tag in der Woche? Lachen

Das kann man machen, aber nicht fordern. Es gibt durchaus vegetarische Tage. Aber derartig billiger Moralismus bewirkt das Gegenteil des verlangten.



Ich gehe davon aus, dass Menschen prinzipiell vernunftbegabt sind. Dass sie sich an den Folgen ihrer Handlungen orientieren.

Den Menschen diese Folgen klarzumachen, ist keinesfalls "billiger Moralismus", sondern vielmehr Pflicht derjenigen, die gesellschaflichen Einfluss können. Dabei ist es uU notwendig, sie mit den langfristigen Folgen ihres Tuns zu konfrontieren.
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Samson83
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Beitrag(#2003756) Verfasst am: 29.05.2015, 17:47    Titel: Antworten mit Zitat

Naastika hat folgendes geschrieben:

Den Menschen diese Folgen klarzumachen, ist keinesfalls "billiger Moralismus", sondern vielmehr Pflicht derjenigen, die gesellschaflichen Einfluss können. Dabei ist es uU notwendig, sie mit den langfristigen Folgen ihres Tuns zu konfrontieren.

Es ist keine Frage der Vernunft, ob man Interesse hat, das Leiden anderer leidensfähiger Lebewesen zu vermindern bzw. nicht zu verursachen.
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Naastika
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Anmeldungsdatum: 23.11.2003
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Beitrag(#2003757) Verfasst am: 29.05.2015, 18:05    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:

Den Menschen diese Folgen klarzumachen, ist keinesfalls "billiger Moralismus", sondern vielmehr Pflicht derjenigen, die gesellschaflichen Einfluss können. Dabei ist es uU notwendig, sie mit den langfristigen Folgen ihres Tuns zu konfrontieren.

Es ist keine Frage der Vernunft, ob man Interesse hat, das Leiden anderer leidensfähiger Lebewesen zu vermindern bzw. nicht zu verursachen.


Du machst den Fehler, die Frage des Fleischkonsums leidlich unter ethischem Gesichtspunkt zu betrachten (also Folgen für die Tiere selbst).

Du vergisst die Auswirkungen der Fleischproduktion auf die Umwelt und die Menschen.
Also: multiresistente Keime, Verunreinigung des Trinkwassers durch Gülle (dies lokale Folgen, bereits "vor der Tür"), Abholzung des Regenwaldes für Sojaplantagen als Viehfutter (das eher "an der nächsten Straßenecke"), so auf die Schnelle...*achselzück*
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Samson83
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Anmeldungsdatum: 18.01.2013
Beiträge: 4436

Beitrag(#2003759) Verfasst am: 29.05.2015, 18:13    Titel: Antworten mit Zitat

Naastika hat folgendes geschrieben:

Du vergisst die Auswirkungen der Fleischproduktion auf die Umwelt und die Menschen.
Also: multiresistente Keime, Verunreinigung des Trinkwassers durch Gülle (dies lokale Folgen, bereits "vor der Tür"), Abholzung des Regenwaldes für Sojaplantagen als Viehfutter (das eher "an der nächsten Straßenecke"), so auf die Schnelle...*achselzück*

Ich habe schon mal gesagt, die kenne ich, uns sie interessieren mich nicht. Lieber nehme ich verdrecktes Trinkwasser und besagte Keime in Kauf - ersteres sehe ich nicht; zweiteres spüre ich noch nicht - als das ich auf tägliches Fleisch verzichte.
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Naastika
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Anmeldungsdatum: 23.11.2003
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Beitrag(#2003760) Verfasst am: 29.05.2015, 18:19    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:

Du vergisst die Auswirkungen der Fleischproduktion auf die Umwelt und die Menschen.
Also: multiresistente Keime, Verunreinigung des Trinkwassers durch Gülle (dies lokale Folgen, bereits "vor der Tür"), Abholzung des Regenwaldes für Sojaplantagen als Viehfutter (das eher "an der nächsten Straßenecke"), so auf die Schnelle...*achselzück*

Ich habe schon mal gesagt, die kenne ich, uns sie interessieren mich nicht. Lieber nehme ich verdrecktes Trinkwasser und besagte Keime in Kauf - ersteres sehe ich nicht; zweiteres spüre ich noch nicht - als das ich auf tägliches Fleisch verzichte.



Du musst aber sehr abhängig sein, vielleicht ist es heilbar... Geschockt
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Samson83
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Anmeldungsdatum: 18.01.2013
Beiträge: 4436

Beitrag(#2003762) Verfasst am: 29.05.2015, 18:35    Titel: Antworten mit Zitat

Naastika hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:

Du vergisst die Auswirkungen der Fleischproduktion auf die Umwelt und die Menschen.
Also: multiresistente Keime, Verunreinigung des Trinkwassers durch Gülle (dies lokale Folgen, bereits "vor der Tür"), Abholzung des Regenwaldes für Sojaplantagen als Viehfutter (das eher "an der nächsten Straßenecke"), so auf die Schnelle...*achselzück*

Ich habe schon mal gesagt, die kenne ich, uns sie interessieren mich nicht. Lieber nehme ich verdrecktes Trinkwasser und besagte Keime in Kauf - ersteres sehe ich nicht; zweiteres spüre ich noch nicht - als das ich auf tägliches Fleisch verzichte.



Du musst aber sehr abhängig sein, vielleicht ist es heilbar... Geschockt

Es schmeckt und fühlt sich gut an. Das genügt.
(Ich meine: Gutes Essen ist ein Glücksgefühl der Kategorie A. Das lässt man nicht durch solche abstrakten Hemmnisse wie Keime und Dreckwasser beeinträchtigen).
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quadium
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Anmeldungsdatum: 06.04.2013
Beiträge: 1771

Beitrag(#2003792) Verfasst am: 29.05.2015, 21:14    Titel: Antworten mit Zitat

Naastika hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:

Den Menschen diese Folgen klarzumachen, ist keinesfalls "billiger Moralismus", sondern vielmehr Pflicht derjenigen, die gesellschaflichen Einfluss können. Dabei ist es uU notwendig, sie mit den langfristigen Folgen ihres Tuns zu konfrontieren.

Es ist keine Frage der Vernunft, ob man Interesse hat, das Leiden anderer leidensfähiger Lebewesen zu vermindern bzw. nicht zu verursachen.


Du machst den Fehler, die Frage des Fleischkonsums leidlich unter ethischem Gesichtspunkt zu betrachten (also Folgen für die Tiere selbst).

Du vergisst die Auswirkungen der Fleischproduktion auf die Umwelt und die Menschen.
Also: multiresistente Keime,

Warum wohl heissen die eigentlich Krankenhauskeime?

Naastika hat folgendes geschrieben:
Verunreinigung des Trinkwassers durch Gülle (dies lokale Folgen, bereits "vor der Tür")

Das Problem ist nicht die Gülle als Folge des Fleischkonsums sondern Nitrat als Folge intensiver Pflanzendüngung.

Naastika hat folgendes geschrieben:
, Abholzung des Regenwaldes für Sojaplantagen als Viehfutter (das eher "an der nächsten Straßenecke"), so auf die Schnelle...*achselzück*


Hatte ich hier nicht neulich auf ein paar Seiten vorher in diesem thread verlinkt? Kann man lesen, muss man aber nicht.
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 19451
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Beitrag(#2003811) Verfasst am: 29.05.2015, 22:30    Titel: Ein bisschen Mikrobiologie Antworten mit Zitat

quadium hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:
....

Du vergisst die Auswirkungen der Fleischproduktion auf die Umwelt und die Menschen.
Also: multiresistente Keime,

Warum wohl heissen die eigentlich Krankenhauskeime?
....

Wattn Wunder: Weil man sie zuerst in Krankenhäusern gefunden und beschrieben hat - nämlich als Patienten auftauchten, die gegen mehrere in der Humanmedizin benutzte Antibiotika resistent waren.

Zuerst hat man tatsächlich geglaubt, die würden auch nur da gezüchtet, aber nachdem die Mikrobiologen inzwischen gezielt auf Suche gegangen sind, weiß man, dass sie praktisch überall vorkommen - aber selten sind. Auch das ist kein Wunder, weil die Antibiotika, die wir benutzen eigentlich auch alle natürlichen Ursprungs sind - die kommen auch in der Natur vor, allerdings normalerweise nicht in hohen Konzentrationen.

Deshalb braucht der "normale Keim" auch keine Resistenz, die ist was seltenes.

Resistenz ist das Vermögen, einen Stoff, der ohne diese Fähigkeit giftig wirkt, zu verstoffwechseln. Sehr viele der dafür zuständigen Resistenzgene liegen nicht im der normalen DNA, sondern in eigenen DNA-Ringen, Plasmiden. Das hat zur Folge, dass Resistenzen nicht nur skalierbar sind (das selbe Plasmid kan n-fach im Mikroorganismus vorkommen), sie können, weil sie über Konjugation übertragbar sind, auch zwischen nicht weiter verwandten Bakterien ausgetauscht und so kombiniert oder auch vermehrt werden. Resistenz, auch Multiresistenz ist also eine Eigenschaft, die ein Bakterium durch Zufallsbekanntschaften "lernen" kann.

Sie sind in freier Natur deshalb realtiv selten, weil sie ohne Druck durch existente entsprechende Antibiotika ein Handicap darstellen - sie steuern einen Stoffwechsel der ohne die Anwesenheit der Antibiotika nicht gebraucht wird, also den Keim in seinem sonstigen Stoffwechsel schwächt. Ohne diese Anwesenheit nimmt ihre Verbreitung in den sie tragenden Stämmen deshalb ab.

Resistenzen werden "gezüchtet", indem man ihre Träger einem Milieu aussetzt, in dem sie einen Vorteil bedeuten. Dieses Milieu kann in behandelten Menschen bestehen, aber auch in behandelten Tieren - diese Milieu schaffe ich z.B. sehr effektiv, indem ich in der Tiererzeugung Antibiotika als Mastmittel einsetze. Und seit in der Tiererzeugung entgegen sämtlichen Empfehlungen immer mehr Antibiotika eingesetzt werden, die geleichzeitg in der Humanmedizin eingesetzt werden, bzw. die mit denen in der Humanmedizin so verwandt sind, dass die Resistenzen gegen sie gleichzeitig auch Resistenzen gegen humanmedizinisch benutzte sind, sind auch Tiermastbetriebe zunehmend Quellen multiresistenter Keime, die uns anschließend im Krankenhaus Sorgen bereiten.

Das war jetzt frei formuliert - also keine Quellenangaben. Wer Näheres nachlesen will soll einfach googeln, die Stichwörter stehen hier drin.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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quadium
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Anmeldungsdatum: 06.04.2013
Beiträge: 1771

Beitrag(#2003818) Verfasst am: 29.05.2015, 23:27    Titel: Re: Ein bisschen Mikrobiologie Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
quadium hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:
....

Du vergisst die Auswirkungen der Fleischproduktion auf die Umwelt und die Menschen.
Also: multiresistente Keime,

Warum wohl heissen die eigentlich Krankenhauskeime?
....

Wattn Wunder: Weil man sie zuerst in Krankenhäusern gefunden und beschrieben hat - nämlich als Patienten auftauchten, die gegen mehrere in der Humanmedizin benutzte Antibiotika resistent waren.

Zuerst hat man tatsächlich geglaubt, die würden auch nur da gezüchtet, aber nachdem die Mikrobiologen inzwischen gezielt auf Suche gegangen sind, weiß man, dass sie praktisch überall vorkommen - aber selten sind. Auch das ist kein Wunder, weil die Antibiotika, die wir benutzen eigentlich auch alle natürlichen Ursprungs sind - die kommen auch in der Natur vor, allerdings normalerweise nicht in hohen Konzentrationen.

Deshalb braucht der "normale Keim" auch keine Resistenz, die ist was seltenes.

Resistenz ist das Vermögen, einen Stoff, der ohne diese Fähigkeit giftig wirkt, zu verstoffwechseln. Sehr viele der dafür zuständigen Resistenzgene liegen nicht im der normalen DNA, sondern in eigenen DNA-Ringen, Plasmiden. Das hat zur Folge, dass Resistenzen nicht nur skalierbar sind (das selbe Plasmid kan n-fach im Mikroorganismus vorkommen), sie können, weil sie über Konjugation übertragbar sind, auch zwischen nicht weiter verwandten Bakterien ausgetauscht und so kombiniert oder auch vermehrt werden. Resistenz, auch Multiresistenz ist also eine Eigenschaft, die ein Bakterium durch Zufallsbekanntschaften "lernen" kann.

Sie sind in freier Natur deshalb realtiv selten, weil sie ohne Druck durch existente entsprechende Antibiotika ein Handicap darstellen - sie steuern einen Stoffwechsel der ohne die Anwesenheit der Antibiotika nicht gebraucht wird, also den Keim in seinem sonstigen Stoffwechsel schwächt. Ohne diese Anwesenheit nimmt ihre Verbreitung in den sie tragenden Stämmen deshalb ab.

Resistenzen werden "gezüchtet", indem man ihre Träger einem Milieu aussetzt, in dem sie einen Vorteil bedeuten. Dieses Milieu kann in behandelten Menschen bestehen, aber auch in behandelten Tieren - diese Milieu schaffe ich z.B. sehr effektiv, indem ich in der Tiererzeugung Antibiotika als Mastmittel einsetze. Und seit in der Tiererzeugung entgegen sämtlichen Empfehlungen immer mehr Antibiotika eingesetzt werden, die geleichzeitg in der Humanmedizin eingesetzt werden, bzw. die mit denen in der Humanmedizin so verwandt sind, dass die Resistenzen gegen sie gleichzeitig auch Resistenzen gegen humanmedizinisch benutzte sind, sind auch Tiermastbetriebe zunehmend Quellen multiresistenter Keime, die uns anschließend im Krankenhaus Sorgen bereiten.

Das war jetzt frei formuliert - also keine Quellenangaben. Wer Näheres nachlesen will soll einfach googeln, die Stichwörter stehen hier drin.


Wir Beide hatten diese Diskussion auch schonmal, findet man vielleicht nicht bei google, aber durchaus in der Forensuche. Ging unter Anderem auch um Haustiere, bei denen -anders als im Kuhstall- die gleichen modernen Antibiotika zur Anwendung kommen, wie in der Humanmedizin.

Für die Meisten derer, welche mit den multiresistenten Keimen als Argument gegen Fleischproduktion hausieren gehen, völlig unbekannt ist überhaupt die Tatsache an sich, dass in Hühnerställen andere Antibiotika zum Einsatz kommen als in Krankenhäusern und dass sich die auf Geflügel gefundenen MRSA von den im Krankenhaus festgestellten MRSA sowohl hinsichtlich ihrer krankmachenden Eigenschaften als auch in den Resistenzeigenschaften unterscheiden. Du weisst das selbstverständlich besser als ich (und Du weisst, dass ich das wohl weiss)

Ohne missbräuchliche Antibiotikaverwendung sowohl hinsichtlich Menge als auch Art in der Tiermast kleinreden zu wollen: Hauptrisikofaktor ist und bleibt der Mensch.

Und auch das weisst Du besser als ich. Nicht nötig, diese Runde nochmal zu drehen.
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 19451
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Beitrag(#2003865) Verfasst am: 30.05.2015, 10:24    Titel: Re: Ein bisschen Mikrobiologie Antworten mit Zitat

quadium hat folgendes geschrieben:
...Du weisst das selbstverständlich besser als ich (und Du weisst, dass ich das wohl weiss)
Ich habe tatsächlich mal in meinem Aufbaustudium das Nebenfach Mikrobiologie gehabt und mit mehr Hintergrund wissen nimmt man auch neue Informationen anders auf und behält auch einen anderen Zugriff dazu. Das ist jetzt nur meine Seite, Deine kenne ich nicht, kann also Deine Aussage bezüglich einer Differenz unserer Fachkenntnis auf diesem Gebiet höchstens zur Kenntnis nehmen, aber nicht bestätigen.

quadium hat folgendes geschrieben:
Ohne missbräuchliche Antibiotikaverwendung sowohl hinsichtlich Menge als auch Art in der Tiermast kleinreden zu wollen: Hauptrisikofaktor ist und bleibt der Mensch.

Und auch das weisst Du besser als ich. Nicht nötig, diese Runde nochmal zu drehen.

Wenn es nicht um hypothetische Differenzen zu anderen geht, sondern um mein Wissen, kann ich etwas präzisere Auskunft geben:
Der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast ist einem Wandel unterworfen - die Lobby sowohl der Pharma- als auch der Agrarindustrie ist hier sehr aktiv. Ich weiß, dass der Einsatz von Antibiotika in der Humanmedizin nicht optimal ist, weil zum Einen der Befund im klinischen Alltag z.T. zu gegensätzlichen Strategien anregt und der Informationsstand der Mediziner auf diesem Gebiet nicht besonders gut ist, das ist aber ein Thema, das mehr zum Resistenzproblem allgemein gehört und weniger zu den Multiresistenzen. Auch die freie Verkäuflichkeit von Antibiotika in 3.Welt-Ländern, sogar von Reserveantibiotika ist ein weiteres Problem.

Ich weiß von der aktuellen Lage einfach nicht, wo da im Moment die größere Chance steht, Multiresistenzen zu züchten - was für mich auffällig ist (s.o. Lobby), dass wir immer noch kein Verbot der paraklinischen Anwendungen (Antibiotika als Wachstumsföderer) durchsetzen konnten. Entgegen Deiner Unterstellung weiß ich nicht, dass der Anteil der dabei gezüchteten Multiresistenzen unwesentlich ist.

Grundsätzlich gilt: Der qualitative und quantitative Einsatz von Antibiotika ist äquivalent zur Resistenzentwicklung.

Das Bundesumweltamt sagt dazu:
Zitat:
Auch wenn nicht alle abgegebenen Medikamente tatsächlich verabreicht werden, ist davon auszugehen, dass der Einsatz insbesondere in der Intensivtierhaltung deutlich über der in der Humanmedizin liegt. Die 2011 in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen durchgeführten Studien zum Antibiotikaeinsatz in der Intensivtierhaltung (Geflügel, Schweine, Rinder) zeigen ebenfalls, dass die Verabreichung vielfältiger antibiotischer Wirkstoffe eher die Regel als die Ausnahme darstellt.

Woher ich bei dieser biologischen Grundregel und in Anbetracht der in der Tiermast verwendeten Mengen wissen soll, dass die Hauptquelle der Multiresistenzen immer noch der Mensch ist, entzieht sich meiner Kenntnis, zumal auch der Einsatz von Hygienefachpersonal in den Krankenhäusern langsam zu greifen beginnt.
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Beitrag(#2003890) Verfasst am: 30.05.2015, 11:46    Titel: Antworten mit Zitat

Bis auf weiters

Das Messer blitzt, die Schweine schrein,
Man muß sie halt benutzen,
Denn jeder denkt: »Wozu das Schwein,
Wenn wir es nicht verputzen?«

Und jeder schmunzelt, jeder nagt
Nach Art der Kannibalen,
Bis man dereinst »Pfui Teufel!« sagt
Zum Schinken aus Westfalen.

sagt Wilhelm Busch. Und a.a.O lesen wir von ihm:

Ein kluger Mensch verehrt das Schwein,
er denkt an dessen Zweck.
Von außen ist es ja nicht fein,
doch innen sitzt der Speck.

Naastika hat folgendes geschrieben:
Esst kein Fleisch, esst keine Schweine, oder zumindest weniger. Wie wäre es mit zumindest einem festen vegetarischen Tag in der Woche?

Steht dir frei. Aber öde nicht andere damit an. Es gibt viele, viele Möglichkeiten, sich selber zu kasteien, zu entbehren, zu verzichten, um sich dann als besserer, überlegenerer, feinerer Mensch zu fühlen. Da war der Mensch schon immer sehr erfinderisch. Ich pfeife drauf - und fühle mich darum nun auch wiederum als überlegener, gescheiter.
Fragt sich, wer unterm Strich mehr Spaß am Leben hat....
Erst kommt das Fressen, dann die Moral. Wer sagte das, Brecht? Recht hat er.
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quadium
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Beitrag(#2003932) Verfasst am: 30.05.2015, 16:48    Titel: Re: Ein bisschen Mikrobiologie Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
quadium hat folgendes geschrieben:
...Du weisst das selbstverständlich besser als ich (und Du weisst, dass ich das wohl weiss)
Ich habe tatsächlich mal in meinem Aufbaustudium das Nebenfach Mikrobiologie gehabt und mit mehr Hintergrund wissen nimmt man auch neue Informationen anders auf und behält auch einen anderen Zugriff dazu. Das ist jetzt nur meine Seite, Deine kenne ich nicht, kann also Deine Aussage bezüglich einer Differenz unserer Fachkenntnis auf diesem Gebiet höchstens zur Kenntnis nehmen, aber nicht bestätigen.


OK, mit dem geklammerten irrte ich wohl. Da Du dies aber hier schon mehrfach erwähntest bzw. durchblicken liessest ging ich davon aus, dass du davon ausgehst, dass ich mich daran erinnern könnte, was ich wohl tat.

fwo hat folgendes geschrieben:
quadium hat folgendes geschrieben:
Ohne missbräuchliche Antibiotikaverwendung sowohl hinsichtlich Menge als auch Art in der Tiermast kleinreden zu wollen: Hauptrisikofaktor ist und bleibt der Mensch.

Und auch das weisst Du besser als ich. Nicht nötig, diese Runde nochmal zu drehen.

Wenn es nicht um hypothetische Differenzen zu anderen geht,

Die sind leider nicht hypothetisch. Aus diesem Grunde erlaubte ich mir, dies zu erwähnen, weil Du diesen Aspekt in der aktuellen Diskussion möglicherweise nicht auf dem Schirm hast.

fwo hat folgendes geschrieben:
sondern um mein Wissen, kann ich etwas präzisere Auskunft geben:
Der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast ist einem Wandel unterworfen - die Lobby sowohl der Pharma- als auch der Agrarindustrie ist hier sehr aktiv. Ich weiß, dass der Einsatz von Antibiotika in der Humanmedizin nicht optimal ist, weil zum Einen der Befund im klinischen Alltag z.T. zu gegensätzlichen Strategien anregt und der Informationsstand der Mediziner auf diesem Gebiet nicht besonders gut ist, das ist aber ein Thema, das mehr zum Resistenzproblem allgemein gehört und weniger zu den Multiresistenzen. Auch die freie Verkäuflichkeit von Antibiotika in 3.Welt-Ländern, sogar von Reserveantibiotika ist ein weiteres Problem.

Ich weiß von der aktuellen Lage einfach nicht, wo da im Moment die größere Chance steht, Multiresistenzen zu züchten - was für mich auffällig ist (s.o. Lobby), dass wir immer noch kein Verbot der paraklinischen Anwendungen (Antibiotika als Wachstumsföderer) durchsetzen konnten. Entgegen Deiner Unterstellung weiß ich nicht, dass der Anteil der dabei gezüchteten Multiresistenzen unwesentlich ist.


Du weisst aber wohl, dass in der Tiermedizin andere Antibiotika zum Einsatz kommen, als in der Humanmedizin, d.h. dass Resistenzen gegen diese Antibiotika ein Problem in der Tiermedizin sein müssten. (Seltsamerweise sind sie das nicht bzw. kaum.)

Und ist es wirklich nicht verboten, Antibiotika als Masthilfsmittel zu verwenden? Mir deuchte, ich las da sowas.

fwo hat folgendes geschrieben:
Grundsätzlich gilt: Der qualitative und quantitative Einsatz von Antibiotika ist äquivalent zur Resistenzentwicklung.

Das Bundesumweltamt sagt dazu:
Zitat:
Auch wenn nicht alle abgegebenen Medikamente tatsächlich verabreicht werden, ist davon auszugehen, dass der Einsatz insbesondere in der Intensivtierhaltung deutlich über der in der Humanmedizin liegt. Die 2011 in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen durchgeführten Studien zum Antibiotikaeinsatz in der Intensivtierhaltung (Geflügel, Schweine, Rinder) zeigen ebenfalls, dass die Verabreichung vielfältiger antibiotischer Wirkstoffe eher die Regel als die Ausnahme darstellt.

Woher ich bei dieser biologischen Grundregel und in Anbetracht der in der Tiermast verwendeten Mengen wissen soll, dass die Hauptquelle der Multiresistenzen immer noch der Mensch ist, entzieht sich meiner Kenntnis, zumal auch der Einsatz von Hygienefachpersonal in den Krankenhäusern langsam zu greifen beginnt.


Na gut, ich bin davon ausgegangen, dass Du es weisst. Ich bin mir dessen sogar sicher. Dass Du es aus diskussionstaktischen Gründen vorziehst, die halbe Wahrheit zu betonen und die andere wegzulassen - geschenkt.


Nachtrag:
Zitat:
Während der Einsatz von Antibiotika als Wachstumsbeschleunigern und zur Steigerung der Nahrungsverwertung (als sogenannte Leistungsförderer) in der EU seit 2006 verboten ist, werden große Mengen zur (vorsoglichen) Behandlung von Tieren eingesetzt.


Deine Quelle, zwei Absätze weiter oben.
edit: Meine Quelle heisst Umweltbundesamt. Vielleicht doch nicht Deine Quelle?
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



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Beitrag(#2003950) Verfasst am: 30.05.2015, 19:09    Titel: Re: Ein bisschen Mikrobiologie Antworten mit Zitat

quadium hat folgendes geschrieben:
....

Na gut, ich bin davon ausgegangen, dass Du es weisst. Ich bin mir dessen sogar sicher. Dass Du es aus diskussionstaktischen Gründen vorziehst, die halbe Wahrheit zu betonen und die andere wegzulassen - geschenkt.


Nachtrag:
Zitat:
Während der Einsatz von Antibiotika als Wachstumsbeschleunigern und zur Steigerung der Nahrungsverwertung (als sogenannte Leistungsförderer) in der EU seit 2006 verboten ist, werden große Mengen zur (vorsoglichen) Behandlung von Tieren eingesetzt.


Deine Quelle, zwei Absätze weiter oben.
edit: Meine Quelle heisst Umweltbundesamt. Vielleicht doch nicht Deine Quelle?

Wir haben die selbe Quelle - ich habe wohl den Behördennamen falsch geschrieben.

Ansonsten vertust Du Dich gerade in mir - Ich schließe zwar nicht aus, dass ich auch schon taktisch argumentiert habe - besonders, wenn ich es mit Missionaren zu tun hatte, aber i.A. schreibe ich, was mich an dem Thema beschäftigt: Wenn Du so willst, lasse ich mir beim Denken zusehen und es passiert mir auch, dass eine Äußerung am Ende eine andere Tendenz hat als meine Gedanken, während ich mit dem Schreiben anfing. Da muss mich schon jemand ziemlich geärgert haben, wenn ich anders schreibe.

Ansonsten gebe ich gelegentlich auch mal den Schulmeister, wenn ich sehe, dass da jemand in einem für mich interessanten Thema etwas fachlich falsches oder zumindest sehr fragliches auf den Tisch legt. Zu diesem Thread speziell: Ich habe keine Aktien bei den Veggies - im Gegenteil geht mir deren oft religiöse Argumentation, die teilweise auch unredlich ist, regelmäßig auf den Senkel. Das lässt sich hier im Forum auch nachlesen.

Inhaltlich: Lies doch mal, was Du selbst geschrieben hast: Antibiotika als Wachstumsbeschleuniger sind verboten, sie werden deshalb jetzt zur "vorsorglichen Behandlung" eigesetzt. Kannst Du mir den praktischen Unterschied verraten?

In der Humanmedizin versucht man den Medizinern langsam beizubringen, Antibiotika erst dann und nur dann zu geben, wenn man sieht, dass der Patient nicht mehr selbst mit dem Erreger fertig wird und in der Tierhaltung wird in dernormalen Produktion immer noch prophylaktisch therapiert? Da rollen sich mir die Fußnägel auf - nicht wegen der Leute, die es tun, solange es erlaubt ist, sondern wegen der Politiker, die hier keine gesetzliche Abhilfe schaffen.

Zu dem Frage mit den verschiedenen Antibiotika in Human- und Veterinärmedizin: Resistenzen können ganz spezifisch mit einem Antibiotikum verknüpft sein, sie können aber auch eine ganze Stoffgruppe betreffen. Es muss also nicht sein, dass ich in der Tierhaltung genau das selbe Antibiotikum einsetzen muss, um auch eine Resistenz in der Humanmedizin zu erreichen. Es kann sein, dass die selbe Resistenz bereits durch ein chemisch verwandtes Antibiotikum gezüchtet wird. Ich hatte das aber oben schon angesprochen.

Beim Einsatz von Antibiotika in der Tiermast (prophylaktische Therapie s.o.) sind die Resistenznen wahrscheinlich deshalb weniger ein Problem, weil es hier weniger um Therapie geht, sondern darum, den Keimpegel insgesamt niedriger zu halten, um durch eine geringeres Aktivität des Immunsystems eine effektivere Futterverwertung zu erhalten.

Der zweite wesentliche Unterschied zwischen Human- und Veterinärmedizin besteht darin, dass der Bereich der Medizin, nämlich Intensiv-und Notfalmmedizin, in dem die Resistenzen die größten Sorgen machen, in der landwirtschaftlichen Tiermedizin nur für sehr wenige wirtschaftlich besonders einträgliche Individuen überhaupt eine Rolle spielt: Das macht man für einen teueren Vererber aber nicht für irgend ein Tier aus der normalen Produktion - das geht dann ins Hundefutter. Wo die Chance schon eher besteht, ist bei diesen Haustieren, die den Status Familienangehörige haben - über das Ausmaß von Resistenzproblemen dort weiß ich nicht Bescheid - gehe aber davon aus, dass man auch dort die Behandlung schneller abbricht als in der Humanmedizin und auch anschließend nicht so genau nachsieht, woran es den nun wirklich gelegen hat.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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quadium
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Beitrag(#2005069) Verfasst am: 06.06.2015, 14:43    Titel: Re: Ein bisschen Mikrobiologie Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
quadium hat folgendes geschrieben:
....

Na gut, ich bin davon ausgegangen, dass Du es weisst. Ich bin mir dessen sogar sicher. Dass Du es aus diskussionstaktischen Gründen vorziehst, die halbe Wahrheit zu betonen und die andere wegzulassen - geschenkt.


Nachtrag:
Zitat:
Während der Einsatz von Antibiotika als Wachstumsbeschleunigern und zur Steigerung der Nahrungsverwertung (als sogenannte Leistungsförderer) in der EU seit 2006 verboten ist, werden große Mengen zur (vorsoglichen) Behandlung von Tieren eingesetzt.


Deine Quelle, zwei Absätze weiter oben.
edit: Meine Quelle heisst Umweltbundesamt. Vielleicht doch nicht Deine Quelle?

Wir haben die selbe Quelle - ich habe wohl den Behördennamen falsch geschrieben.

Ansonsten vertust Du Dich gerade in mir - Ich schließe zwar nicht aus, dass ich auch schon taktisch argumentiert habe - besonders, wenn ich es mit Missionaren zu tun hatte, aber i.A. schreibe ich, was mich an dem Thema beschäftigt: Wenn Du so willst, lasse ich mir beim Denken zusehen und es passiert mir auch, dass eine Äußerung am Ende eine andere Tendenz hat als meine Gedanken, während ich mit dem Schreiben anfing. Da muss mich schon jemand ziemlich geärgert haben, wenn ich anders schreibe.

Ansonsten gebe ich gelegentlich auch mal den Schulmeister, wenn ich sehe, dass da jemand in einem für mich interessanten Thema etwas fachlich falsches oder zumindest sehr fragliches auf den Tisch legt. Zu diesem Thread speziell: Ich habe keine Aktien bei den Veggies - im Gegenteil geht mir deren oft religiöse Argumentation, die teilweise auch unredlich ist, regelmäßig auf den Senkel. Das lässt sich hier im Forum auch nachlesen.


Ich verstehe Dich schon richtig, ich bezweifle nur, dass jeder weiss, wovon er spricht oder schreibt, wenn er mir das Schnitzel verbieten will, weil ich Schuld an multiresistenten Keimen im Pflegeheim bin.

fwo hat folgendes geschrieben:
Inhaltlich: Lies doch mal, was Du selbst geschrieben hast: Antibiotika als Wachstumsbeschleuniger sind verboten, sie werden deshalb jetzt zur "vorsorglichen Behandlung" eigesetzt. Kannst Du mir den praktischen Unterschied verraten?


Du hattest davon geschrieben, dass ein Verbot als Masthilfsmittel helfen würde. Ich habe nur zitiert (nicht geschrieben), dass dieses Verbot bereits existiert.

fwo hat folgendes geschrieben:
In der Humanmedizin versucht man den Medizinern langsam beizubringen, Antibiotika erst dann und nur dann zu geben, wenn man sieht, dass der Patient nicht mehr selbst mit dem Erreger fertig wird und in der Tierhaltung wird in dernormalen Produktion immer noch prophylaktisch therapiert? Da rollen sich mir die Fußnägel auf - nicht wegen der Leute, die es tun, solange es erlaubt ist, sondern wegen der Politiker, die hier keine gesetzliche Abhilfe schaffen.


Kein Widerspruch. Die Ursache ist eben nicht die Tierhaltung an sich sondern der Umgang mit Antibiotika.

fwo hat folgendes geschrieben:
Zu dem Frage mit den verschiedenen Antibiotika in Human- und Veterinärmedizin: Resistenzen können ganz spezifisch mit einem Antibiotikum verknüpft sein, sie können aber auch eine ganze Stoffgruppe betreffen. Es muss also nicht sein, dass ich in der Tierhaltung genau das selbe Antibiotikum einsetzen muss, um auch eine Resistenz in der Humanmedizin zu erreichen. Es kann sein, dass die selbe Resistenz bereits durch ein chemisch verwandtes Antibiotikum gezüchtet wird. Ich hatte das aber oben schon angesprochen.


Eben, kann. Dass es ausschliesslich oder vorwiegend so passiert, wie oft postuliert, ist aber nicht der Fall.

fwo hat folgendes geschrieben:
Beim Einsatz von Antibiotika in der Tiermast (prophylaktische Therapie s.o.) sind die Resistenznen wahrscheinlich deshalb weniger ein Problem, weil es hier weniger um Therapie geht, sondern darum, den Keimpegel insgesamt niedriger zu halten, um durch eine geringeres Aktivität des Immunsystems eine effektivere Futterverwertung zu erhalten.

Der zweite wesentliche Unterschied zwischen Human- und Veterinärmedizin besteht darin, dass der Bereich der Medizin, nämlich Intensiv-und Notfalmmedizin, in dem die Resistenzen die größten Sorgen machen, in der landwirtschaftlichen Tiermedizin nur für sehr wenige wirtschaftlich besonders einträgliche Individuen überhaupt eine Rolle spielt: Das macht man für einen teueren Vererber aber nicht für irgend ein Tier aus der normalen Produktion - das geht dann ins Hundefutter. Wo die Chance schon eher besteht, ist bei diesen Haustieren, die den Status Familienangehörige haben - über das Ausmaß von Resistenzproblemen dort weiß ich nicht Bescheid - gehe aber davon aus, dass man auch dort die Behandlung schneller abbricht als in der Humanmedizin und auch anschließend nicht so genau nachsieht, woran es den nun wirklich gelegen hat.


Wieder kein Widerspruch.
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Ahriman
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Beitrag(#2005100) Verfasst am: 06.06.2015, 18:07    Titel: Antworten mit Zitat

Also wenn ich es richtig verstanden habe: Weil ich täglich Fleisch esse, nehme ich unbemerkt Antibiotika in mich auf und gerate in Gefahr, beim nächsten Krankenhausaufenthalt zu sterben. Naja, aber wer jeden Tag kiloweise Gemüse futtert, der nimmt jede Menge Pflanzenschutzmittel in sich auf, denn ohne das kommt der Landwirt ja auch nicht aus. Allein wenn ich zurückdenke, wie der Obstbauer Pellegrin in Laghetti, bei dem wir Urlaub machten jeden Tag einen Tank voll Gift in seine Apfelplantagen hinausfuhr und versprühte!
Irgendwie lachhaft, wie die Veggies glauben, ihr tristes asketisches Leben verlängern zu können. Und was haben sie davon?
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fwo
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Beitrag(#2005107) Verfasst am: 06.06.2015, 18:45    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
Also wenn ich es richtig verstanden habe: Weil ich täglich Fleisch esse, nehme ich unbemerkt Antibiotika in mich auf und gerate in Gefahr, beim nächsten Krankenhausaufenthalt zu sterben. ....

Nein, das hast Du nicht richtig verstanden.

So wie die Massentierhaltung heute gemacht wird, und so, wie heute in der Humanmedizin ebenso wie in der Tiermedizin mit Antibiotika umgegangen wird, gehören Antibiotika quasi zur normalen Umwelt der krankmachenden Keime und sie passen sich daran an. Deshalb steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Du dich, wenn Du dich infizierst, mit Keimen infizierst, die an Antibiotika angepasst sind, die man also mit den gängigen Antibiotika nicht umbringen kann. Genau das versteht man unter multiresistenten Erregern.

Auf fachchinesisch hatte ich das oben schon mal so zusammengefasst:
Grundsätzlich gilt: Der qualitative und quantitative Einsatz von Antibiotika ist äquivalent zur Resistenzentwicklung.

Und wenn Du auf solche Keime triffst und nicht selbst mit ihnen fertig wirst, dann erlebst Du, dass die Mediziner auch nicht mit ihnen fertig werden. Die Keime werden dann mit dir fertig. Das ist etwas, was immer häufiger passiert, nach offiziellen Schätzungen im Moment 15 000 pro Jahr, Tendenz steigend. Es gibt aber auch Schätzungen, die auf erheblich höhere Zahlen kommen.
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beachbernie
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Beitrag(#2005108) Verfasst am: 06.06.2015, 18:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
Also wenn ich es richtig verstanden habe: Weil ich täglich Fleisch esse, nehme ich unbemerkt Antibiotika in mich auf und gerate in Gefahr, beim nächsten Krankenhausaufenthalt zu sterben. Naja, aber wer jeden Tag kiloweise Gemüse futtert, der nimmt jede Menge Pflanzenschutzmittel in sich auf, denn ohne das kommt der Landwirt ja auch nicht aus. Allein wenn ich zurückdenke, wie der Obstbauer Pellegrin in Laghetti, bei dem wir Urlaub machten jeden Tag einen Tank voll Gift in seine Apfelplantagen hinausfuhr und versprühte!
Irgendwie lachhaft, wie die Veggies glauben, ihr tristes asketisches Leben verlängern zu können. Und was haben sie davon?



Auch wenn ich selbst ueberzeugter Fleischesser bin, so muss ich hier mal kurz einwerfen, dass Deine Aufrechnung fehlerhaft ist.

Auf die Antibiotika im Fleisch aus industrieller Tierhaltung kommt noch eine bedeutend hoehere Dosis Pflanzenschutzmittel als im Gemuese obendrauf. Die Viecher werden naemlich mit pflanzlicher Nahrung gemaestet, die erstens oft noch aerger gespritzt wird als Gemuese fuer den menschlichen Verzehr, weil dafuer hoehere Grenzwerte gelten und zweitens reichern die Tiere manche dieser Gifte noch zusaetzlich in ihrem Gewebe an. Unterm Strich ist industriell erzeugtes Fleisch in dieser Beziehung tatsaechlich noch schaedlicher als industriell erzeugte rein pflanzliche Nahrung.


Gilt fuer den Rehbraten, den wir ab und zu hier essen, natuerlich nicht. essen
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Casual3rdparty
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Beitrag(#2005131) Verfasst am: 06.06.2015, 22:47    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ahriman hat folgendes geschrieben:
Also wenn ich es richtig verstanden habe: Weil ich täglich Fleisch esse, nehme ich unbemerkt Antibiotika in mich auf und gerate in Gefahr, beim nächsten Krankenhausaufenthalt zu sterben. Naja, aber wer jeden Tag kiloweise Gemüse futtert, der nimmt jede Menge Pflanzenschutzmittel in sich auf, denn ohne das kommt der Landwirt ja auch nicht aus. Allein wenn ich zurückdenke, wie der Obstbauer Pellegrin in Laghetti, bei dem wir Urlaub machten jeden Tag einen Tank voll Gift in seine Apfelplantagen hinausfuhr und versprühte!
Irgendwie lachhaft, wie die Veggies glauben, ihr tristes asketisches Leben verlängern zu können. Und was haben sie davon?



Auch wenn ich selbst ueberzeugter Fleischesser bin, so muss ich hier mal kurz einwerfen, dass Deine Aufrechnung fehlerhaft ist.

Auf die Antibiotika im Fleisch aus industrieller Tierhaltung kommt noch eine bedeutend hoehere Dosis Pflanzenschutzmittel als im Gemuese obendrauf. Die Viecher werden naemlich mit pflanzlicher Nahrung gemaestet, die erstens oft noch aerger gespritzt wird als Gemuese fuer den menschlichen Verzehr, weil dafuer hoehere Grenzwerte gelten und zweitens reichern die Tiere manche dieser Gifte noch zusaetzlich in ihrem Gewebe an. Unterm Strich ist industriell erzeugtes Fleisch in dieser Beziehung tatsaechlich noch schaedlicher als industriell erzeugte rein pflanzliche Nahrung.


Gilt fuer den Rehbraten, den wir ab und zu hier essen, natuerlich nicht. essen

dafür gibts jagdmunition, deren blei sich so fein verteilt im wild, dass man das zwangsläufig mit isst.
gibt schon gesundheitsexperten, die empfehlen nicht zuviel wild zu essen deswegen.
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quadium
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Beitrag(#2005150) Verfasst am: 07.06.2015, 10:13    Titel: Antworten mit Zitat

Casual3rdparty hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ahriman hat folgendes geschrieben:
Also wenn ich es richtig verstanden habe: Weil ich täglich Fleisch esse, nehme ich unbemerkt Antibiotika in mich auf und gerate in Gefahr, beim nächsten Krankenhausaufenthalt zu sterben. Naja, aber wer jeden Tag kiloweise Gemüse futtert, der nimmt jede Menge Pflanzenschutzmittel in sich auf, denn ohne das kommt der Landwirt ja auch nicht aus. Allein wenn ich zurückdenke, wie der Obstbauer Pellegrin in Laghetti, bei dem wir Urlaub machten jeden Tag einen Tank voll Gift in seine Apfelplantagen hinausfuhr und versprühte!
Irgendwie lachhaft, wie die Veggies glauben, ihr tristes asketisches Leben verlängern zu können. Und was haben sie davon?



Auch wenn ich selbst ueberzeugter Fleischesser bin, so muss ich hier mal kurz einwerfen, dass Deine Aufrechnung fehlerhaft ist.

Auf die Antibiotika im Fleisch aus industrieller Tierhaltung kommt noch eine bedeutend hoehere Dosis Pflanzenschutzmittel als im Gemuese obendrauf. Die Viecher werden naemlich mit pflanzlicher Nahrung gemaestet, die erstens oft noch aerger gespritzt wird als Gemuese fuer den menschlichen Verzehr, weil dafuer hoehere Grenzwerte gelten und zweitens reichern die Tiere manche dieser Gifte noch zusaetzlich in ihrem Gewebe an. Unterm Strich ist industriell erzeugtes Fleisch in dieser Beziehung tatsaechlich noch schaedlicher als industriell erzeugte rein pflanzliche Nahrung.


Gilt fuer den Rehbraten, den wir ab und zu hier essen, natuerlich nicht. essen

dafür gibts jagdmunition, deren blei sich so fein verteilt im wild, dass man das zwangsläufig mit isst.
gibt schon gesundheitsexperten, die empfehlen nicht zuviel wild zu essen deswegen.


Bei einem Reh?
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fwo
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Beitrag(#2005157) Verfasst am: 07.06.2015, 10:51    Titel: Antworten mit Zitat

quadium hat folgendes geschrieben:
Casual3rdparty hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ahriman hat folgendes geschrieben:
Also wenn ich es richtig verstanden habe: Weil ich täglich Fleisch esse, nehme ich unbemerkt Antibiotika in mich auf und gerate in Gefahr, beim nächsten Krankenhausaufenthalt zu sterben. Naja, aber wer jeden Tag kiloweise Gemüse futtert, der nimmt jede Menge Pflanzenschutzmittel in sich auf, denn ohne das kommt der Landwirt ja auch nicht aus. Allein wenn ich zurückdenke, wie der Obstbauer Pellegrin in Laghetti, bei dem wir Urlaub machten jeden Tag einen Tank voll Gift in seine Apfelplantagen hinausfuhr und versprühte!
Irgendwie lachhaft, wie die Veggies glauben, ihr tristes asketisches Leben verlängern zu können. Und was haben sie davon?



Auch wenn ich selbst ueberzeugter Fleischesser bin, so muss ich hier mal kurz einwerfen, dass Deine Aufrechnung fehlerhaft ist.

Auf die Antibiotika im Fleisch aus industrieller Tierhaltung kommt noch eine bedeutend hoehere Dosis Pflanzenschutzmittel als im Gemuese obendrauf. Die Viecher werden naemlich mit pflanzlicher Nahrung gemaestet, die erstens oft noch aerger gespritzt wird als Gemuese fuer den menschlichen Verzehr, weil dafuer hoehere Grenzwerte gelten und zweitens reichern die Tiere manche dieser Gifte noch zusaetzlich in ihrem Gewebe an. Unterm Strich ist industriell erzeugtes Fleisch in dieser Beziehung tatsaechlich noch schaedlicher als industriell erzeugte rein pflanzliche Nahrung.


Gilt fuer den Rehbraten, den wir ab und zu hier essen, natuerlich nicht. essen

dafür gibts jagdmunition, deren blei sich so fein verteilt im wild, dass man das zwangsläufig mit isst.
gibt schon gesundheitsexperten, die empfehlen nicht zuviel wild zu essen deswegen.


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TEXING
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Beitrag(#2005159) Verfasst am: 07.06.2015, 11:11    Titel: Antworten mit Zitat

quadium hat folgendes geschrieben:


Bei einem Reh?


Wohl auch bei einem Reh:
http://www.bfr.bund.de/cm/350/wild-gut-erlegt-bfr-symposium-zu-forschungsvorhaben-zum-thema-wildbret-tagungsband.pdf
bfr auf Seite 30 hat folgendes geschrieben:
Die Verwendung bleihaltiger Geschosse führt im Vergleich mit bleifreien Geschossen zu einem deutlichen, statistisch signifikanten Anstieg der mittleren Bleigehalte im Rehwild und im Schwarzwild.
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