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Gender Mainstreaming
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Tarvoc
Filthy Class-Reductionist



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 32448
Wohnort: Bonn

Beitrag(#2074160) Verfasst am: 29.10.2016, 15:04    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
http://dandydiary.de/london-fashion-week-jw-anderson-aw-2013/
Zitat:
Es war natürlich nicht erst Andersons zweite Männerkollektion. Er wollte damit ausdrücken, dass er nun seinen Stil gefunden hat. Das Gender Game. Es ist sein erklärtes Ziel die Regeln der Männermode zu durchbrechen. Nicht mehr und nicht weniger. Wir sind gespannt.

Die Klamotten sind ja ganz interessant, aber warum sehen die Typen alle aus als hätten sie gerade ihren Abschluss cum laude auf einer NS-Kaderschmiede gemacht? Am Kopf kratzen
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tillich (epigonal)
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Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 14691

Beitrag(#2074206) Verfasst am: 30.10.2016, 01:33    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Die Klamotten sind ja ganz interessant, aber warum sehen die Typen alle aus als hätten sie gerade ihren Abschluss cum laude auf einer NS-Kaderschmiede gemacht? Am Kopf kratzen

Das ist halt modern.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, Postfeminist



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 34561
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2074210) Verfasst am: 30.10.2016, 02:24    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
http://dandydiary.de/london-fashion-week-jw-anderson-aw-2013/
Zitat:
Es war natürlich nicht erst Andersons zweite Männerkollektion. Er wollte damit ausdrücken, dass er nun seinen Stil gefunden hat. Das Gender Game. Es ist sein erklärtes Ziel die Regeln der Männermode zu durchbrechen. Nicht mehr und nicht weniger. Wir sind gespannt.



Die spinnen, die Briten! Pillepalle
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Lebensnebel
Dachsdecker



Anmeldungsdatum: 06.02.2016
Beiträge: 491

Beitrag(#2077429) Verfasst am: 25.11.2016, 15:08    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.sueddeutsche.de/panorama/frauen-und-maenner-gleicher-als-gleich-1.3265185
Zitat:
Im vorbildlichen Schweden wird sogar der Schnee gendergerecht geräumt. Viele stellen sich allerdings die Frage: Ist das nicht zu viel des Guten?
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DonMartin
registrierter User



Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 3014

Beitrag(#2077431) Verfasst am: 25.11.2016, 15:45    Titel: Antworten mit Zitat

Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
http://www.sueddeutsche.de/panorama/frauen-und-maenner-gleicher-als-gleich-1.3265185
Zitat:
Im vorbildlichen Schweden wird sogar der Schnee gendergerecht geräumt. Viele stellen sich allerdings die Frage: Ist das nicht zu viel des Guten?

Ich fuerchte, bei soviel Genderquark wird bald ein schwedischer Trump auftauchen, der das ganze dann in die 1950er oder davor zurueckdrehen will.
Was heisst eigentlich "Pussy" auf schwedisch?
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 18676
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2077432) Verfasst am: 25.11.2016, 15:46    Titel: Antworten mit Zitat

Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
http://www.sueddeutsche.de/panorama/frauen-und-maenner-gleicher-als-gleich-1.3265185
Zitat:
Im vorbildlichen Schweden wird sogar der Schnee gendergerecht geräumt. Viele stellen sich allerdings die Frage: Ist das nicht zu viel des Guten?

Ich finde diesen Ansatz einfach gut:
Auf den Straßen sind mehr Männer unterwegs, auf den Bürgersteigen mehr Frauen. Bis jetzt waren immer die Männer im Vorteil und jetzt kommen mal die Frauen ran und wir räumen die Bürgersteige zuerst.

Worauf ich jetzt noch warte, ist dass sich die kommunalen Angestellten zur Speerspitze der Genderbewegung erklären und überhaupt nur noch unter der Bedingung räumen, dass im Räumdienst genau so viel Frauen wie Männer beschäftigt sind ***.
p.s. ***Die Schelme haben natürlich "das Gleichstellungsparadox" von Harald Eia gesehen.
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Bravopunk
Unvollender



Anmeldungsdatum: 08.03.2008
Beiträge: 24287
Wohnort: Edo

Beitrag(#2077439) Verfasst am: 25.11.2016, 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
http://www.sueddeutsche.de/panorama/frauen-und-maenner-gleicher-als-gleich-1.3265185
Zitat:
Im vorbildlichen Schweden wird sogar der Schnee gendergerecht geräumt. Viele stellen sich allerdings die Frage: Ist das nicht zu viel des Guten?


Und ich Idiot habe Jahre lang geglaubt, die Straßen würden zuerst geräumt, weil da Autos, LKWs und Busse drauf fahren, die einen erheblich höheren Schaden, auch an Personen, verursachen können, wenn sie verunfallen, es also um die Verkehrssicherheit herzustellen notwendig war und weil der Schnee immer zu den Seiten geräumt wird und es daher sinnlos ist den Fußweg, der sich halt an den Seiten der Straßen befindet, zuerst zu räumen, weil man ihn nach der Straße eh noch mal räumen müsste und das mehr Arbeit und Aufwand bedeutet.

Aber nein!!! Natürlich! Wie konnte ich nur übersehen, dass mehr Männer als Frauen Auto fahren und mehr Frauen als Männer zu Fuß gehen? Geschockt Welch eklatante Fehleinschätzung meinerseits, dass es darum ginge den Weg für die KfZs freizuräumen und nicht darum Männern patriachalisch die Hand vor den Arsch zu halten! Ohnmacht Wie konnte ich das nur übersehen? Was ist falsch mit mir und meinem dummen, testosterongefluteten Männerhirn? Weinen

Ich scharöckeliger Misogynist, ich. Ich fürstlicher, patriachaler Scheißeherr! Argh

...

-.- Ich bin so müde. Gute Nacht, ich gehe...
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unquest
Marx und Freudlos



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Beitrag(#2077441) Verfasst am: 25.11.2016, 19:17    Titel: Antworten mit Zitat

Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
http://www.sueddeutsche.de/panorama/frauen-und-maenner-gleicher-als-gleich-1.3265185
Zitat:
Im vorbildlichen Schweden wird sogar der Schnee gendergerecht geräumt. Viele stellen sich allerdings die Frage: Ist das nicht zu viel des Guten?

Dagegen ist ein Stück von Ionesco Realismus. Ich wundere mich jedenfalls nicht mehr, wenn Parteien die solch einen Blödsinn mitmachen, Probleme haben Stimmen zu bekommen.
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tillich (epigonal)
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Beitrag(#2077444) Verfasst am: 25.11.2016, 19:37    Titel: Antworten mit Zitat

Da ich auch mehr zu Fuß gehe und Fahrrad fahre, als dass ich Auto fahre, finde ich es gut, zu überlegen, ob tatsächlich, wie die Mehrheit hier anscheinend meint, Autos dabei automatisch Vorrang haben müssen (wie auch sonst im Verkehr).

Dass das Verkehrsmittel, dass anscheinend nach verbreiteter Meinung automatisch Vorrang haben muss, auch tendenziell häufiger von Männern benutzt wird als von Frauen, sowie eher von Leuten im "besten Alter" als von Alten bzw. Kindern und Jugendlichen, eher von Gesunden als von Behinderten, eher von Leuten mit genuig Geld als von Armen, halte ich für keinen Zufall.

Ich kann auch nicht erkennen, warum es schlimm oder lächerlich sein soll, die gesellschaftliche Gerechtigkeit zwischen all diesen Gruppen mit zu berücksichtigen.

Schließlich: Im Artikel steht, dass Stockholm im Chaos versank. Ja nun, das soll bei den heftigsten Schneefällen seit hundert Jahren, wie es ebenfalls im Artikel steht, vorkommen. Aber wieder: Warum soll das Chaos automatisch erst für die Autofahrer beseitigt werden?

Aber, nun ja, ich will nicht weiter stören. Is ja lustig, wenn man auf etwas draufhauen kann, wo das Wort Gender vorkommt.
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Bravopunk
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Beitrag(#2077453) Verfasst am: 25.11.2016, 20:09    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Warum soll das Chaos automatisch erst für die Autofahrer beseitigt werden?


Weil der Straßenverkehr die verkackte Lebensader für die gesamte Gesellschaft ist.

Da muss man ja gar nicht mit Terminfracht und Lebensmitteln argumentieren. Fangen wir doch lieber viel einfacher an: Der Notarzt fährt nicht mit der Rikscha.

edit:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
..., halte ich für keinen Zufall.



Hierzu noch was: Klingt für mich nach VT.
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fwo
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Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 18676
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Beitrag(#2077462) Verfasst am: 25.11.2016, 21:14    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Da ich auch mehr zu Fuß gehe und Fahrrad fahre, als dass ich Auto fahre, finde ich es gut, zu überlegen, ob tatsächlich, wie die Mehrheit hier anscheinend meint, Autos dabei automatisch Vorrang haben müssen (wie auch sonst im Verkehr).

Dass das Verkehrsmittel, dass anscheinend nach verbreiteter Meinung automatisch Vorrang haben muss, auch tendenziell häufiger von Männern benutzt wird als von Frauen, sowie eher von Leuten im "besten Alter" als von Alten bzw. Kindern und Jugendlichen, eher von Gesunden als von Behinderten, eher von Leuten mit genuig Geld als von Armen, halte ich für keinen Zufall.

Ich kann auch nicht erkennen, warum es schlimm oder lächerlich sein soll, die gesellschaftliche Gerechtigkeit zwischen all diesen Gruppen mit zu berücksichtigen.
...

Sorry, aber nur ein Schwachkopf kommt auf die Idee, bei einer notfallmäßigen Aufrechterhaltung der basalen Infrastruktur eines Ortes etwas von gesellschaftlicher Gerechtigkeit zu faseln. Die ist gerade dann am ehesten dadurch gegeben, dass er Ort funktioniert. Und die Orte werden nur noch ganz selten von den Fußgängern versorgt.

Ich bin übrigens auch viel zu Fuß unterwegs, ich kann mich sogar daran erinnern, dass hier oben speziell die Straßen einmal bis zu zwei Meter unter Schnee waren, weil sie meistens rechts und links einen Knick haben und deshalb verweht wurden. Damals war ich tatsächlich mit dem Rucksack unterwegs, um meine Eltern und ein paar Alte zu Fuß mit dem wichtigsten zu versorgen - und bin über die Felder und nicht über die Straße gelaufen. Wer da gefordert hätte, aus Gerechtigkeitsgründen die Fußwege zuerst zu räumen, wäre einfach in die Klapsmühle gekommen - und es wäre richtig gewesen.
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DonMartin
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Beiträge: 3014

Beitrag(#2077467) Verfasst am: 25.11.2016, 21:35    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Is ja lustig, wenn man auf etwas draufhauen kann, wo das Wort Gender vorkommt.

In diesem Fall zu recht, denn die Begruendung fuer die Bevorzugung von Fusswegen ist ja nicht "sozial" sondern abstrakt gendergaga, und evtl sogar falsch.
Was ist zB mit Bussen, mit denen viele Ommas fahren, oder Muttis, die ihre Blagen zur Schule oder KiTa bringen?
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tillich (epigonal)
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Beiträge: 14691

Beitrag(#2077471) Verfasst am: 25.11.2016, 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Is ja lustig, wenn man auf etwas draufhauen kann, wo das Wort Gender vorkommt.

In diesem Fall zu recht, denn die Begruendung fuer die Bevorzugung von Fusswegen ist ja nicht "sozial" sondern abstrakt gendergaga, und evtl sogar falsch.
Was ist zB mit Bussen, mit denen viele Ommas fahren, oder Muttis, die ihre Blagen zur Schule oder KiTa bringen?

Das ist dann evtl. der Unterschied zwischen Idee und geschickter Umsetzung. Mich deucht aber, es ging hier beim Geläster nicht um die Umsetzung. Ansonsten ist nämlich die Nachricht, dass bei einem Jahrhundertschneefall irgendwo die Straßenräumung versagt, nicht so dolle bemerkigenswert.
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tillich (epigonal)
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Beiträge: 14691

Beitrag(#2077474) Verfasst am: 25.11.2016, 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Sorry, aber nur ein Schwachkopf kommt auf die Idee, bei einer notfallmäßigen Aufrechterhaltung der basalen Infrastruktur eines Ortes etwas von gesellschaftlicher Gerechtigkeit zu faseln. Die ist gerade dann am ehesten dadurch gegeben, dass er Ort funktioniert. Und die Orte werden nur noch ganz selten von den Fußgängern versorgt.

Ich bin übrigens auch viel zu Fuß unterwegs, ich kann mich sogar daran erinnern, dass hier oben speziell die Straßen einmal bis zu zwei Meter unter Schnee waren, weil sie meistens rechts und links einen Knick haben und deshalb verweht wurden. Damals war ich tatsächlich mit dem Rucksack unterwegs, um meine Eltern und ein paar Alte zu Fuß mit dem wichtigsten zu versorgen - und bin über die Felder und nicht über die Straße gelaufen. Wer da gefordert hätte, aus Gerechtigkeitsgründen die Fußwege zuerst zu räumen, wäre einfach in die Klapsmühle gekommen - und es wäre richtig gewesen.

Über die genauen Details des Plans, also was bei welchem Schneefall in welcher Reihenfolge geräumt werden soll, also was zur Grund- und Notversorgung als Allererstes kommt usw., weiß hier doch keiner was. Dass also auf Hauptverkehrsstraßen auch zur Notversorgung gar nicht geräumt worden sei, ist hier pure Spekulation.

Das einzige, was wir hier wissen, ist
a), dass im Räumplan nicht die Autostraßen automatisch bevorzugt wurden, sondern auch an Rad- und Gehwege gedacht wurde, und dass dabei auch an Genderaspekte gedacht werden,
und b), dass bei einem Jahrhundertschneefall der Verkehr zusammengebrochen ist.

B) ist eine Nullnachricht, und bei a) reicht offenbar schon die bloße Idee, ohne jede Detailkenntnis, um rumzunölen.
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fwo
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Beiträge: 18676
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Beitrag(#2077476) Verfasst am: 25.11.2016, 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Is ja lustig, wenn man auf etwas draufhauen kann, wo das Wort Gender vorkommt.

In diesem Fall zu recht, denn die Begruendung fuer die Bevorzugung von Fusswegen ist ja nicht "sozial" sondern abstrakt gendergaga, und evtl sogar falsch.
Was ist zB mit Bussen, mit denen viele Ommas fahren, oder Muttis, die ihre Blagen zur Schule oder KiTa bringen?

Das ist dann evtl. der Unterschied zwischen Idee und geschickter Umsetzung. Mich deucht aber, es ging hier beim Geläster nicht um die Umsetzung. Ansonsten ist nämlich die Nachricht, dass bei einem Jahrhundertschneefall irgendwo die Straßenräumung versagt, nicht so dolle bemerkigenswert.

In Schweden schon. Die sind da nämlich schneesicher, haben jeden Winter ihren Niederschlag als Schnee und deshalb keine solchen gewaltigen Differenzen zwischen dem "Jahrhundertschneefall" und einen der häufigen starken Schneefälle.

Geh einfach davon aus, dass es ansonsten so ist wie hier: In den Redaktionen treffen sich die Linguisten, Theologen und anderweitig genderfreudiges geisteswissenschaftlich gebildetes Volk, das eifrig bemüht ist, eine Entschuldigung zu suchen, um nur ja nicht zu dem Ergebnis zu kommen, dass es Bereiche geben könnte, in denen die Genderei der pure Schwachsinn ist.
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fwo
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Beitrag(#2077479) Verfasst am: 25.11.2016, 22:44    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
....
Das einzige, was wir hier wissen, ist
a), dass im Räumplan nicht die Autostraßen automatisch bevorzugt wurden, sondern auch an Rad- und Gehwege gedacht wurde, und dass dabei auch an Genderaspekte gedacht werden,
und b), dass bei einem Jahrhundertschneefall der Verkehr zusammengebrochen ist.

B) ist eine Nullnachricht, und bei a) reicht offenbar schon die bloße Idee, ohne jede Detailkenntnis, um rumzunölen.

Was wir wissen, ist also, dass bei einem Schneefall, der so stark war, dass der Verkehr zusammengebrochen ist, nicht alle verfügbaren Kräfte an den Hauptadern waren. Das reicht völlig, um begründet zu nölen.
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Kramer
postvisuell



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Beitrag(#2077484) Verfasst am: 25.11.2016, 23:25    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
(...) und bei a) reicht offenbar schon die bloße Idee, ohne jede Detailkenntnis, um rumzunölen.


Naja, wenn eine Idee für sich schon bekloppt ist, darf man doch wohl ein wenig nölen. Strassen haben nicht deshalb Vorrang, weil sie häufiger von Männern benutzt werden, sondern weil das für den Rettungsdienst, die Feuerwehr etc. wichtig ist.
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Tarvoc
Filthy Class-Reductionist



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
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Beitrag(#2077485) Verfasst am: 25.11.2016, 23:31    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Naja, wenn eine Idee für sich schon bekloppt ist, darf man doch wohl ein wenig nölen.

Eine "Idee gesellschaftlicher Gerechtigkeit" kann doch gar nicht bekloppt sein! Da ist immer nur die Umsetzung bekloppt!

Vielleicht muss man einfach nur die Schneepflüge von Feministinnen fahren lassen, die den Plan auch anständig umsetzen...
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fwo
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Anmeldungsdatum: 05.02.2008
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Beitrag(#2077487) Verfasst am: 26.11.2016, 00:35    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Naja, wenn eine Idee für sich schon bekloppt ist, darf man doch wohl ein wenig nölen.

Eine "Idee gesellschaftlicher Gerechtigkeit" kann doch gar nicht bekloppt sein! Da ist immer nur die Umsetzung bekloppt!

Vielleicht muss man einfach nur die Schneepflüge von Feministinnen fahren lassen, die den Plan auch anständig umsetzen...

Ich gehe davon aus, dass es kaum einen Menschen auf dieser verfickten Welt gibt, der etwas gegen die Idee gesellschaftlicher Gerechtigkeit hat.

Aber vielleicht sollten wir uns vorher über sinnvolle Maßstäbe einigen, bevor wir die Umsetzung in Angriff nehmen.
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Beitrag(#2077492) Verfasst am: 26.11.2016, 01:12    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Naja, wenn eine Idee für sich schon bekloppt ist, darf man doch wohl ein wenig nölen.

Eine "Idee gesellschaftlicher Gerechtigkeit" kann doch gar nicht bekloppt sein! Da ist immer nur die Umsetzung bekloppt!

Vielleicht muss man einfach nur die Schneepflüge von Feministinnen fahren lassen, die den Plan auch anständig umsetzen...

Doch, das kann bekloppt sein. Hälst du es wirklich für sinnvoll Adjektive vor Gerechtigkeit zu setzen? In meinen Augen wird so der Begriff Gerechtigkeit, den wir alle schätzen prostituiert und sinnentleert und dient lediglich der moralischen Erhöhung der Person oder Partei, die es tut. Selbst die AfD wirbt mit "sozialer Gerechtigkeit".
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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
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Beitrag(#2077495) Verfasst am: 26.11.2016, 01:30    Titel: Antworten mit Zitat

unquest hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Naja, wenn eine Idee für sich schon bekloppt ist, darf man doch wohl ein wenig nölen.

Eine "Idee gesellschaftlicher Gerechtigkeit" kann doch gar nicht bekloppt sein! Da ist immer nur die Umsetzung bekloppt!

Vielleicht muss man einfach nur die Schneepflüge von Feministinnen fahren lassen, die den Plan auch anständig umsetzen...


Doch, das kann bekloppt sein.


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Beiträge: 25905

Beitrag(#2077496) Verfasst am: 26.11.2016, 01:32    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
unquest hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Naja, wenn eine Idee für sich schon bekloppt ist, darf man doch wohl ein wenig nölen.

Eine "Idee gesellschaftlicher Gerechtigkeit" kann doch gar nicht bekloppt sein! Da ist immer nur die Umsetzung bekloppt!

Vielleicht muss man einfach nur die Schneepflüge von Feministinnen fahren lassen, die den Plan auch anständig umsetzen...


Doch, das kann bekloppt sein.


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Du bist ein Kerl, da wird Ironie oft als Mansplaining falsch verstanden.
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Tarvoc
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Beitrag(#2077497) Verfasst am: 26.11.2016, 01:36    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Ich gehe davon aus, dass es kaum einen Menschen auf dieser verfickten Welt gibt, der etwas gegen die Idee gesellschaftlicher Gerechtigkeit hat.

Vorsicht! "Social Justice" ist nicht einfach nur allgemein die Idee einer gerechten Gesellschaft, sondern bezeichnet eine komplexe Gruppe recht spezifischer politischer Anschauungen, die das eine Element gemeinsam haben, liberale und progressive gesellschaftliche Anliegen in Begriffen von Identitätspolitik zu (re)formulieren.
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Kramer
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Beitrag(#2077500) Verfasst am: 26.11.2016, 02:04    Titel: Antworten mit Zitat

Apropos "mansplaining". Ich habe zu dem Begriff mal den deutschen und englischen Wiki-Artikel gelesen, der deutsche ist ausnahmsweise mal etwas ausführlicher, was den Ursprung des Begriffes angeht:

Zitat:
In einem Essay auf der Website tomdispatch.com mit dem Titel Men Explain Things to Me. Facts Didn't Get in Their Way erzählte Rebecca Solnit im April 2008 eine Anekdote, die sie 2003 erlebt hatte. Auf einer Party sagte ihr der Gastgeber, ein älterer, wohlhabender Mann, er habe gehört, dass sie einige Bücher geschrieben habe. Sie begann, über ihr kurz vorher veröffentlichtes Buch über Eadweard Muybridge zu sprechen. Daraufhin unterbrach ihr Gegenüber sie mit der Frage, ob sie von dem kürzlichen Erscheinen eines ausgesprochen wichtigen Muybridge-Buchs gehört habe, und erging sich, ohne eine Antwort abzuwarten, in Auslassungen über das Buch, das er – so stellte sich später heraus – nur aus Rezensionen kannte. Der wiederholte Einwurf von Solnits ebenfalls anwesender Freundin, es handle sich dabei um Solnits Buch, fand erst beim dritten oder vierten Mal Gehör, verschlug dem Herrn jedoch nur einen Moment lang die Sprache.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Mansplaining

Zitat:
Lily Rothman of The Atlantic defines it as "explaining without regard to the fact that the explainee knows more than the explainer, often done by a man to a woman", and feminist author and essayist Rebecca Solnit ascribes the phenomenon to a combination of "overconfidence and cluelessness".

Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Mansplaining

Das beschriebene Verhalten, das mit "mansplaining" gemeint ist, ist auf jeden Fall nervig. Ich kenne einige Leute, die einfach drauf los plappern, Dich nicht zu Wort kommen lassen, Dir gar nicht zuhören wollen und selbst wenn Du dann mal einhaken kannst, um das, was sie vor fünf Minuten erzählt haben (und worauf alles Folgende basiert) in Frage zu stellen, kriegst Du nur ein "Darum geht es jetzt doch gar nicht mehr" als Antwort. Und ja, das sind oft Männer, die so drauf sind. Aber nicht nur.

Das Zitat aus der englischen Wikipedia, das den Kern des Phänomens beschreibt - "overconfidence and cluelessness" - klingt für mich so, als würde hier eine etwas ältere Theorie in neuem Gewand verkauft: "mansplainng" ist der Dunning-Kruger-Effekt mit feministischem Einschlag.

Ich finde, wir sollten den Begriff frech adoptieren: uwebus mansplaint uns die Physik, Er_Win mansplaint uns den 11. September, den Klimawandel und die Qualitätsmedien und wer schon länger hier weilt, durfte miterleben, wie uns JLo die Relativitätstheorie mansplaint.
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Tarvoc
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Beitrag(#2077502) Verfasst am: 26.11.2016, 02:17    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Das beschriebene Verhalten, das mit "mansplaining" gemeint ist, ist auf jeden Fall nervig. Ich kenne einige Leute, die einfach drauf los plappern, Dich nicht zu Wort kommen lassen, Dir gar nicht zuhören wollen und selbst wenn Du dann mal einhaken kannst, um das, was sie vor fünf Minuten erzählt haben (und worauf alles Folgende basiert) in Frage zu stellen, kriegst Du nur ein "Darum geht es jetzt doch gar nicht mehr" als Antwort. Und ja, das sind oft Männer, die so drauf sind. Aber nicht nur.

Vor allem gibt es dieses Verhalten nicht nur gegenüber Frauen. Ich habe solche Sachen auch schon erlebt - sowohl von Frauen als auch von Männern.

Allerdings wird der Begriff mansplaining heute nicht mehr nur zur Beschreibung solcher Verhaltensweisen verwendet, sondern auch zur Abwürgung von Kritik.
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Zuletzt bearbeitet von Tarvoc am 26.11.2016, 02:19, insgesamt 2-mal bearbeitet
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fwo
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Beitrag(#2077503) Verfasst am: 26.11.2016, 02:17    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Ich gehe davon aus, dass es kaum einen Menschen auf dieser verfickten Welt gibt, der etwas gegen die Idee gesellschaftlicher Gerechtigkeit hat.

Vorsicht! "Social Justice" ist nicht einfach nur allgemein die Idee einer gerechten Gesellschaft, sondern bezeichnet eine komplexe Gruppe recht spezifischer politischer Anschauungen, die das eine Element gemeinsam haben, liberale und progressive gesellschaftliche Anliegen in Begriffen von Identitätspolitik zu (re)formulieren.

Das klingt natürlich schon völlig anders - Adel und Mafia sind jetzt also raus, was die Diskussion stark vereinfachen wird.
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Tarvoc
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Beitrag(#2077504) Verfasst am: 26.11.2016, 02:19    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Das klingt natürlich schon völlig anders - Adel und Mafia sind jetzt also raus, was die Diskussion stark vereinfachen wird.

Huh? Am Kopf kratzen
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



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Beitrag(#2077513) Verfasst am: 26.11.2016, 03:34    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Das klingt natürlich schon völlig anders - Adel und Mafia sind jetzt also raus, was die Diskussion stark vereinfachen wird.

Huh? Am Kopf kratzen

Lachen
Ich meine diese Diskussion, worin genau denn die soziale Gerechtigkeit besteht und wie sie gemessen werden soll:
fwo hat folgendes geschrieben:
....
Ich gehe davon aus, dass es kaum einen Menschen auf dieser verfickten Welt gibt, der etwas gegen die Idee gesellschaftlicher Gerechtigkeit hat.

Aber vielleicht sollten wir uns vorher über sinnvolle Maßstäbe einigen, bevor wir die Umsetzung in Angriff nehmen.

Auch liberale und progressive Anliegen sind doch nur etwas aus der Werbeabteilung, mit dem Du fast alles verkaufen kannst.
Eine wesentliche Basis jeder sozialen Gerechtigkeit ist z.B. eine funktionierende Versorgung:
fwo hat folgendes geschrieben:
... Sorry, aber nur ein Schwachkopf kommt auf die Idee, bei einer notfallmäßigen Aufrechterhaltung der basalen Infrastruktur eines Ortes etwas von gesellschaftlicher Gerechtigkeit zu faseln. Die ist gerade dann am ehesten dadurch gegeben, dass der Ort funktioniert....

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Tarvoc
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Beitrag(#2077514) Verfasst am: 26.11.2016, 03:38    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Auch liberale und progressive Anliegen sind doch nur etwas aus der Werbeabteilung, mit dem Du fast alles verkaufen kannst.

Ich verstehe nicht ganz, was du mir damit sagen willst. Ich habe Social Justice nicht bloß als eine Summe liberaler und progressiver Anliegen klassifiziert, sondern als eine bestimmte Art der Formulierung dieser Anliegen, nämlich in Begriffen von Identity Politics.
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Kramer
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Beitrag(#2077515) Verfasst am: 26.11.2016, 03:40    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:

Ich gehe davon aus, dass es kaum einen Menschen auf dieser verfickten Welt gibt, der etwas gegen die Idee gesellschaftlicher Gerechtigkeit hat.


Ich gehe davon aus, dass diese Welt so verfickt ist, weil es mehr Menschen gibt, die nur an sich denken, als Du ahnst.
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