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Großmacht China
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narziss
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Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 21939

Beitrag(#780009) Verfasst am: 01.08.2007, 16:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mag China nicht. Aber Japan mag ich ein kleines bisschen weniger.
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Konrad
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Anmeldungsdatum: 01.06.2007
Beiträge: 1528

Beitrag(#780061) Verfasst am: 01.08.2007, 18:55    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ich warte weiter auf den "guten Schweizer"... wenn Du den siehst, dann schicke ihn bitte bei mir vorbei, dass er sich bei mir meldet, damit meine epische Sucherei endlich ein Ende hat... Sehr glücklich

Gruezi wohl Herr Konrad


Hallo Bernie, endlich habe ich einen Schweizer gefunden, der Deinen Kriterien standhält!
Darf ich vorstellen: Donghua Li


Das mit dem Vorbeischicken dauert wohl noch ein Weilchen...

So, und jetzt muss ich Raketen steigen lassen, denn wir haben schliesslich Nationalfeiertag! Daumen hoch!

greez Konrad
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Konrad
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Anmeldungsdatum: 01.06.2007
Beiträge: 1528

Beitrag(#805941) Verfasst am: 30.08.2007, 17:37    Titel: Wie die Grossmacht China Know-How generiert Antworten mit Zitat

Ich sag nix dazu, sonst haut mich Beachbernie wieder in die Pfanne.

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Surata
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 17383

Beitrag(#806134) Verfasst am: 30.08.2007, 20:43    Titel: Re: Wie die Grossmacht China Know-How generiert Antworten mit Zitat

Konrad hat folgendes geschrieben:
Ich sag nix dazu, sonst haut mich Beachbernie wieder in die Pfanne.



Ah, deswegen die chinesischen Trojaner im deutschen Kanzleramt...

Aber da brauchen sie nicht mehr viel zu spionieren. Das können die jetzt eh schon viel besser als unsere Leut.
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Queen of Las Vegas
Lebenserotiker



Anmeldungsdatum: 11.12.2005
Beiträge: 1891
Wohnort: Mannheim

Beitrag(#807665) Verfasst am: 01.09.2007, 17:06    Titel: Antworten mit Zitat

Habt ihr gesehen, Angie hat das Problem Menschenrechte, Technologieklau, Pressefreiheit in China offen angesprochen, Kohl und Schröder vor ihr haben sich da aus Angst immer in die Hosen gemacht.
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The Brights
Giordano Bruno Stiftung
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ateyim
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Anmeldungsdatum: 21.05.2007
Beiträge: 3656
Wohnort: Istanbul

Beitrag(#906091) Verfasst am: 11.01.2008, 10:43    Titel: Antworten mit Zitat

Laut der heutigen Ausgabe von Le Monde hat China im vergangenen Jahr einen Handelsüberschüss von 178,8 Milliarden Euro erwirtschaftet, was einem Plus von 47,7% gegenüber den 121 Milliarden Euro aus dem Jahre 2006 entspricht.
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Ralf Rudolfy
registrierter User



Anmeldungsdatum: 11.12.2003
Beiträge: 26674

Beitrag(#1756488) Verfasst am: 31.05.2012, 13:25    Titel: Antworten mit Zitat

Bilder eines gnadenlosen Booms

Dolle Fotos, aber schon furchterregend, was die sich da für eine Horrorwelt zusammenklempnern.

Ich jedenfalls möchte da nicht mal tot überm Zaun hängen.
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Shadaik
evolviert



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 26309
Wohnort: MG

Beitrag(#1756760) Verfasst am: 01.06.2012, 21:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
Bilder eines gnadenlosen Booms

Dolle Fotos, aber schon furchterregend, was die sich da für eine Horrorwelt zusammenklempnern.

Ich jedenfalls möchte da nicht mal tot überm Zaun hängen.
Das sieht jetzt nicht großartig anders aus als Duisburg. Am Kopf kratzen
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, Postfeminist



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 35588
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#1756763) Verfasst am: 01.06.2012, 21:54    Titel: Antworten mit Zitat

narziss hat folgendes geschrieben:
Ich mag China nicht. Aber Japan mag ich ein kleines bisschen weniger.



Bist wohl neidisch auf deren Intelligenzgene, ey? Lachen


Oder hat sich Deine negative Einstellung zu diesen Laendern im Lichte der neueren genetischen Forschungen des beruehmten Naturforschers Thilo Sarrazin vielleicht in den letzten 5 Jahren geaendert? Smilie
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Stoppt die Bajuwarisierung der Kurpfalz jetzt!
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Tricky
registrierter User



Anmeldungsdatum: 25.11.2011
Beiträge: 140

Beitrag(#1756828) Verfasst am: 02.06.2012, 06:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mag China nicht besonders aber ich bin froh das es endlich einen globalen nichteuropäischen Machtfaktor gibt. Seit mehr als einem halben Jahrtausend haben Europäer bzw Europäischstämige Staaten die Welt ausgebeutet da wird es Zeit das sie merken doch nicht die Krone und die Oberlehrer der Menschheit zu sein.
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esme
lebt ohne schützende Gänsefüßchen.



Anmeldungsdatum: 12.06.2005
Beiträge: 5667

Beitrag(#1756837) Verfasst am: 02.06.2012, 08:41    Titel: Antworten mit Zitat

Tricky hat folgendes geschrieben:
Ich mag China nicht besonders aber ich bin froh das es endlich einen globalen nichteuropäischen Machtfaktor gibt. Seit mehr als einem halben Jahrtausend haben Europäer bzw Europäischstämige Staaten die Welt ausgebeutet da wird es Zeit das sie merken doch nicht die Krone und die Oberlehrer der Menschheit zu sein.


Das ist ungefähr so sinnvoll, wie sich im 19. Jhd. darüber zu freuen, dass Frankreich Kolonien erobert, weil das den Deutschen und Briten zeigt, dass sie nicht die Krone der Menschheit sind.
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Ralf Rudolfy
registrierter User



Anmeldungsdatum: 11.12.2003
Beiträge: 26674

Beitrag(#1757099) Verfasst am: 04.06.2012, 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

China weiht nachgebautes Alpendorf ein

Pillepalle

Früher hatte China mal eine beachtliche Kultur. Heute können sie anscheinend nur noch kopieren und abkupfern.
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Arashi
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Anmeldungsdatum: 18.05.2011
Beiträge: 185
Wohnort: Mainz

Beitrag(#1757103) Verfasst am: 04.06.2012, 11:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
Früher hatte China mal eine beachtliche Kultur. Heute können sie anscheinend nur noch kopieren und abkupfern.

Dazu ein "Hurra!!" auf die Kulturrevolution und den geliebten großen Vorsitzenden Mao!
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Den Planeten Erde retten? Unsinn. Dem geht es super!
Der Klimawandel ist Kleinkram. Überfischung, Atommüll, Nuklearwaffen: schert den Planeten alles nicht.
Der Erde geht es seit 4 Mrd. Jahren gut - nur die Menschheit ist es die mit Hochgeschwindigkeit an die Wand fährt. Und auch das wird der Erde egal sein.
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Ralf Rudolfy
registrierter User



Anmeldungsdatum: 11.12.2003
Beiträge: 26674

Beitrag(#1757104) Verfasst am: 04.06.2012, 11:43    Titel: Antworten mit Zitat

Arashi hat folgendes geschrieben:
Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
Früher hatte China mal eine beachtliche Kultur. Heute können sie anscheinend nur noch kopieren und abkupfern.

Dazu ein "Hurra!!" auf die Kulturrevolution und den geliebten großen Vorsitzenden Mao!

Deswegen glaube ich auch, daß die Vorstellungen von China als einer künftigen Großmacht auf wirtschaftlicher wie kultureller Ebene sowieso stark überzogen sind. Die Bedeutung Chinas auf innovativem und zukunftsweisendem Gebiet ist, gelinde gesagt, alles in allem recht überschaubar.

Und deswegen kann ich auch beim besten Willen nicht erkennen, daß es sinnvoll wäre, Kinder zum Chinesisch-Unterricht zu schicken.
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Fleischfresse
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Anmeldungsdatum: 02.06.2010
Beiträge: 219
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Beitrag(#1757238) Verfasst am: 05.06.2012, 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
von China als einer künftigen Großmacht auf wirtschaftlicher wie kultureller Ebene sowieso stark überzogen sind. Die Bedeutung Chinas auf innovativem und zukunftsweisendem Gebiet ist, gelinde gesagt, alles in allem recht überschaubar.


Absolute Zustimmung. Die kulturelle Ebene kann man getrost hinten wegfallen lassen, die wirtschaftliche wird sich zeigen. Ausländische Investitionen und Produktionstaetten fallen nun einmal auch in die wirtschaftlichen Kennzahlen mit hinein, so dass wir einen großen Beitrag mit zum Erfolg Chinas beitragen. Wer braucht eigene, heimische Innovation wenn aus dem Ausland alles fertig im eigenen Land präsentiert wird? Man muss nicht wissen wie man eine Industriebremse nach neuesten mustern entwirft, wenn Bosch die Blaupause mitbringt und lediglich die Produktion in China stattfindet; für den heimischen UND ausländischen Markt. Man könnte sagen: China hat die Periode der wirtschaftlichen Ideenentwicklung übersprungen und zieht nur den Ertrag aus der vollendeten Produktion.

Thema kulturell oder innovativ. Es grenzt an Unwahrscheinlichkeit jemand Fähigen für einen kreativen Beruf an zu heuern. Wenn man bspw. einen Web- oder Grafikdesigner finden möchte und nach Ideen fragt, heißt es stets: erst einmal schauen was die anderen machen. Hauptgrund für diese Defizite ist einfach das Schulsystem das strikt auf Auswendig lernen setzt. Hintergründe werden kaum erörtert, Tatsachen einfach zum lernen in den Raum gestellt. Da bleibt nicht viel Platz zur Entfaltung.

Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
Und deswegen kann ich auch beim besten Willen nicht erkennen, daß es sinnvoll wäre, Kinder zum Chinesisch-Unterricht zu schicken.


Basisschulen korrekt, bei weiterführende Fakultäten allerdings - sprich an Punkten an dem man bereits weiß wohin die Reise gehen wird - sehe ich da durchaus einen Sinn. Sämtliche Sprachen der s.g. "Schwellenländer" machen irgendwo Sinn sobald man sich für einen Bereich entschieden hat in dem o.g. Staaten ein übergeordnete Rolle spielen.
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Ralf Rudolfy
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Anmeldungsdatum: 11.12.2003
Beiträge: 26674

Beitrag(#1757241) Verfasst am: 05.06.2012, 12:56    Titel: Antworten mit Zitat

Fleischfresse hat folgendes geschrieben:
Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
von China als einer künftigen Großmacht auf wirtschaftlicher wie kultureller Ebene sowieso stark überzogen sind. Die Bedeutung Chinas auf innovativem und zukunftsweisendem Gebiet ist, gelinde gesagt, alles in allem recht überschaubar.


Absolute Zustimmung. Die kulturelle Ebene kann man getrost hinten wegfallen lassen, die wirtschaftliche wird sich zeigen.

Was die wirtschaftliche Entwicklung angeht, wird sich vermutlich bald rächen, daß Chinas Wirtschaftswachstum auf der ungenierten Ausbeutung menschlicher wie materieller Ressoursen beruht. Da wird eine gewaltige Hypothek an Umweltproblemen und sozialen Spannungen angehäuft, deren Auswirkungen den witschaftlichen Aufschwung bald aufzehren werden.

Fleischfresse hat folgendes geschrieben:
Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
Und deswegen kann ich auch beim besten Willen nicht erkennen, daß es sinnvoll wäre, Kinder zum Chinesisch-Unterricht zu schicken.


Basisschulen korrekt, bei weiterführende Fakultäten allerdings - sprich an Punkten an dem man bereits weiß wohin die Reise gehen wird - sehe ich da durchaus einen Sinn. Sämtliche Sprachen der s.g. "Schwellenländer" machen irgendwo Sinn sobald man sich für einen Bereich entschieden hat in dem o.g. Staaten ein übergeordnete Rolle spielen.

Selbstverständlich, aber das meinte ich nicht, sondern die Auffassung, daß es sich bei Chinesisch um eine kommende Weltsprache handelt, an deren Beherrschung keiner vorbei kommt, der sich in der Konkurrenz-Arschloch-Welt behaupten will.
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Shadaik
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Wohnort: MG

Beitrag(#1757251) Verfasst am: 05.06.2012, 14:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
Fleischfresse hat folgendes geschrieben:
Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
von China als einer künftigen Großmacht auf wirtschaftlicher wie kultureller Ebene sowieso stark überzogen sind. Die Bedeutung Chinas auf innovativem und zukunftsweisendem Gebiet ist, gelinde gesagt, alles in allem recht überschaubar.


Absolute Zustimmung. Die kulturelle Ebene kann man getrost hinten wegfallen lassen, die wirtschaftliche wird sich zeigen.

Was die wirtschaftliche Entwicklung angeht, wird sich vermutlich bald rächen, daß Chinas Wirtschaftswachstum auf der ungenierten Ausbeutung menschlicher wie materieller Ressoursen beruht. Da wird eine gewaltige Hypothek an Umweltproblemen und sozialen Spannungen angehäuft, deren Auswirkungen den witschaftlichen Aufschwung bald aufzehren werden.
Interessante These, aber warum sollte das passieren? Europa hat seine Arbeiter in der industriellen Revolution auch übelst ausgebeutet. Und auch wenn das schließlich zu sozialen Aufständen und der Herausbildung neuer Denkrichtungen (Kommunismus) führte, nachhaltig geschadet hat es Europas Wirtschaftsmacht nicht.
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
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Beitrag(#1757252) Verfasst am: 05.06.2012, 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

Shadaik hat folgendes geschrieben:
Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
Bilder eines gnadenlosen Booms

Dolle Fotos, aber schon furchterregend, was die sich da für eine Horrorwelt zusammenklempnern.

Ich jedenfalls möchte da nicht mal tot überm Zaun hängen.
Das sieht jetzt nicht großartig anders aus als Duisburg. Am Kopf kratzen


Du warst auch schon ne Weile nicht mehr in Duisburg!
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
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Shadaik
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 26309
Wohnort: MG

Beitrag(#1757254) Verfasst am: 05.06.2012, 14:45    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Shadaik hat folgendes geschrieben:
Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
Bilder eines gnadenlosen Booms

Dolle Fotos, aber schon furchterregend, was die sich da für eine Horrorwelt zusammenklempnern.

Ich jedenfalls möchte da nicht mal tot überm Zaun hängen.
Das sieht jetzt nicht großartig anders aus als Duisburg. Am Kopf kratzen


Du warst auch schon ne Weile nicht mehr in Duisburg!
Als ich das schrieb kam ich grade aus Duisburg zurück. Im Grunde sieht aber jede Binnenhafenstadt mit Industrie so aus, mal abgesehen von den Hütten auf einem Bild und ein paar eindeutig chinesischen Gebäuden. Duisburg, Neuss, Lüttich...
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Epikur63
registrierter User



Anmeldungsdatum: 05.06.2012
Beiträge: 16

Beitrag(#1757256) Verfasst am: 05.06.2012, 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
Arashi hat folgendes geschrieben:
Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
Früher hatte China mal eine beachtliche Kultur. Heute können sie anscheinend nur noch kopieren und abkupfern.

Dazu ein "Hurra!!" auf die Kulturrevolution und den geliebten großen Vorsitzenden Mao!

Deswegen glaube ich auch, daß die Vorstellungen von China als einer künftigen Großmacht auf wirtschaftlicher wie kultureller Ebene sowieso stark überzogen sind. Die Bedeutung Chinas auf innovativem und zukunftsweisendem Gebiet ist, gelinde gesagt, alles in allem recht überschaubar.


Das China im Bereich Innovation und zukunftsweisender Technologie wenig zu bieten hat, sehe ich nicht so. Im technischen Bereich entwickelt sich China zu einer der führenden Raumfahrtnationen, Top-Anbieter für Solartechnik, baut moderne riesige Fabrikanlagen (gerade eine, deren Stahlproduktion der Hälfte der deutschen Kapazität entspricht), entwickelt übernommene Technik rasch weiter (Stichwort Transrapid); die Zahl der Patente, Doktoranden, etc. explodiert. Auch in der Spitzenforschung ist China in einigen Bereich weit vorn mit dabei, z.B. der Quantenforschung. Auch historisch gesehen ist China ein Land, dass sich durch Innovationen hervortat: Bekannt sind die "großen vier" (Papier, Kompass, Schießpulver, Buchdruck), aber es gab natürlich mehr. Zwei Links:

http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Chinese_inventions
http://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/tid-25519/rennen-um-erfindungen-china-wird-patent-weltmeister_aid_738780.html

Historisch gesehen ist es auch nicht vollständig zu sagen, dass China eventuell die führende Weltmacht wird, denn es fehlt darin das Wort "wieder"; Europa war nur ein paar Jahrhunderte nach der industriellen Revolution vorn. Diesmal spüren wir das nur stärker, weil die Welt nun globaler ist. Zwei Beispiele für frühere Überlegenheit:

1) Um 1400 hatten die Chinesen eine Fernhandels- und Erkundungsflotte mit rund 300 Schiffen, deren größte Neunmaster mit 120m Länge waren. Zum Vergleich: Das Flaggschiff des Kolumbus hatte 1492 eine Länge von 24m; eine Nußschale.

2) Als Rom gegen Hannibal an den Trasimenischen Seen kämpfte, waren dies rund 25000 Mann. Zur gleichen Zeit hat die Qin-Dynastie eine gut ausgerüstete Militärmaschine mit mehreren hunderttausend Soldeten zur Verfügung.

Auf meinem Blog hatte ich vor ein paar Tagen einen Artikel dazu geschrieben mit weiteren Links:

http://freierblick.wordpress.com/2012/05/30/china-und-das-ignorante-europa/

.
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Blog: http://freierblick.wordpress.com/
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Fleischfresse
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Anmeldungsdatum: 02.06.2010
Beiträge: 219
Wohnort: SH

Beitrag(#1757269) Verfasst am: 05.06.2012, 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:

Was die wirtschaftliche Entwicklung angeht, wird sich vermutlich bald rächen, daß Chinas Wirtschaftswachstum auf der ungenierten Ausbeutung menschlicher wie materieller Ressoursen beruht. Da wird eine gewaltige Hypothek an Umweltproblemen und sozialen Spannungen angehäuft, deren Auswirkungen den witschaftlichen Aufschwung bald aufzehren werden.


Andreas Wagner hat einmal gesagt, dieses Land wird nie demokratisch. Meines Erachtens nach hat er da recht und das ist vlt. nicht ganz verkehrt. Menschenmassen gepaart mit Korruption als legitimer Teil des Alltags könnten so friedlich wie sie es jetzt tun wohl nicht miteinander leben. Eine sehr traurige Feststellung.

Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:

Selbstverständlich, aber das meinte ich nicht, sondern die Auffassung, daß es sich bei Chinesisch um eine kommende Weltsprache handelt, an deren Beherrschung keiner vorbei kommt, der sich in der Konkurrenz-Arschloch-Welt behaupten will.


Das sehe ich ähnlich, jedoch herrscht diese Meinung nicht in China. In anderen ostasiatischen Staaten die selbst noch unter dem Niveau Chinas liegen (allem voran Kambodscha), findet man ein gewisses Grundwissen im Englischen selbst in der "untersten" Schichten, in China ist das ein Ding der Unmöglichkeit wenn man sich schon in den Secondary Cities bewegt. Fragt man dann einmal jemanden, warum er oder sie sich in einer intl. Firma beworben hat, bekommt man selbst dann zu hören das die Firma ohne chin. Standort schließlich weniger erfolgreich wäre und man sich (sprich der Expat) sich gefälligst im Chinesischen fortbilden sollte. Da ist etwas dran, wenn man es auf den Respekt der Kultur bezieht, doch betrachtet man den ideologischen Hintergrund, ist es einfach überheblich.

Epikur63 hat folgendes geschrieben:
(Stichwort Transrapid)


Du meinst die Billigkopie die man hat versucht 1:1 zusammen zu schustern und die am Ende nur 80km/h pro Stunde lief anstatt 330 km/h, so dass man Siemens wieder anrief um beratungstechnisch aktiv zu werden? Hmm, ganz große Errungenschaft, wirklich....


Epikur63 hat folgendes geschrieben:
(Papier, Kompass, Schießpulver, Buchdruck)
1) Um 1400 hatten die Chinesen eine Fernhandels- und Erkundungsflotte mit rund 300 Schiffen, deren größte Neunmaster mit 120m Länge waren. Zum Vergleich: Das Flaggschiff des Kolumbus hatte 1492 eine Länge von 24m; eine Nußschale.

2) Als Rom gegen Hannibal an den Trasimenischen Seen kämpfte, waren dies rund 25000 Mann. Zur gleichen Zeit hat die Qin-Dynastie eine gut ausgerüstete Militärmaschine mit mehreren hunderttausend Soldeten zur Verfügung.


Diese Argumente höre ich dauernd und jedes mal haben sie das gleiche Problem: sie legen Jahrhunderte zurück! Man kann es drehen wie man will. Erst hat die Monarchie, dann der Imperialismus und zuletzt Mao dafür gesorgt das China in seiner Entwicklung Generationen hinter her hinkt. Deng Xiao Ping hat einmal als Motivator für seine Reformen angegeben, während seiner seiner Schulzeit in Frankreich die Rueckständigkeit Chinas erkannt zu haben und er später zum erschrecken realisierte, dass Mao diesen Zustand noch verschlimmerte. Kumulierte Jahrhunderte der Misswirtschaft kann man nicht in 25 Jahren Reformpolitik kompensieren.
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Arashi
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Anmeldungsdatum: 18.05.2011
Beiträge: 185
Wohnort: Mainz

Beitrag(#1757281) Verfasst am: 05.06.2012, 17:10    Titel: Antworten mit Zitat

Wann soll China denn je Weltmacht gewesen sein? Selbst auf dem Höhepunkt seiner Außenpolitik ist die Flotte nicht nachweisbar über Kenia hinaus gekommen. Das qualifizierte damals sicher als super, aber um eine Weltmacht zu etablieren die dem Begriff gerecht wird gab es bis zur Zeit des britischen Empire keine logistische Möglichkeit. Selbst Spanien und Portugal konnten im 16 Jh. schon global agieren aber nicht wirklich global Macht entfalten.

In Sachen Sprache bin ich der Meinung Chinesisch wird auf absehbare Zeit nicht an der globalen Bedeutung von Englisch kratzen, weder in der Wirtschaft noch sonst wo. Selbst abgespecktes Mandarin ist sehr viel schwieriger als das recht einfache Englisch und wer schon mal Verhandlungen auf Englisch geführt hat mit Leuten die es nicht gut können kann sich vorstellen wie wenig bei Verhandlungen/Kommunikation in einer noch schwierigeren Sprache heraus kommt wenn die Beteiligten Fremdsprachler nicht sehr viel mehr Zeit darin investieren würden als heute ins Englisch lernen.

Und zur wirtschaftlichen Supermacht ... die wird China früher oder später genauso an die Wand fahren wie die Amis und wir Europäer ^^ Wenn der Wohlstand weit genug gediehen ist werden die internen Verteilungskämpfe zwischen Entscheidungsträger, die ihre Schäfchen ins Trockene bringen wollen, das Land genauso ineffizient im weiter wachsen machen wie jedes andere auch. Klar wird es eine Sonderrolle haben wegen der riesigen Bevölkerung die wirtschaften kann, aber das wird sich ausgleichen mit den Problemen die Umweltpolitik, Ein-Kind-Politik und so weiter machen. Denn viele Menschen arbeiten nicht nur viel, sie haben auch viele dumme Ideen Sehr glücklich
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Epikur63
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Anmeldungsdatum: 05.06.2012
Beiträge: 16

Beitrag(#1757285) Verfasst am: 05.06.2012, 17:28    Titel: Antworten mit Zitat

Fleischfresse hat folgendes geschrieben:

Epikur63 hat folgendes geschrieben:
(Stichwort Transrapid)


Du meinst die Billigkopie die man hat versucht 1:1 zusammen zu schustern und die am Ende nur 80km/h pro Stunde lief anstatt 330 km/h, so dass man Siemens wieder anrief um beratungstechnisch aktiv zu werden? Hmm, ganz große Errungenschaft, wirklich....


Epikur63 hat folgendes geschrieben:
(Papier, Kompass, Schießpulver, Buchdruck)
1) Um 1400 hatten die Chinesen eine Fernhandels- und Erkundungsflotte mit rund 300 Schiffen, deren größte Neunmaster mit 120m Länge waren. Zum Vergleich: Das Flaggschiff des Kolumbus hatte 1492 eine Länge von 24m; eine Nußschale.

2) Als Rom gegen Hannibal an den Trasimenischen Seen kämpfte, waren dies rund 25000 Mann. Zur gleichen Zeit hat die Qin-Dynastie eine gut ausgerüstete Militärmaschine mit mehreren hunderttausend Soldeten zur Verfügung.


Diese Argumente höre ich dauernd und jedes mal haben sie das gleiche Problem: sie legen Jahrhunderte zurück!


Zu den Zügen: Nein, ich meinte neue Eigenentwicklungen Chinas. Im Bereich der Magnetschwebetechnik konzentrieren sie sich auf das Billigsegment (also nicht High-Speed), z.B. hier
http://www.chinadaily.com.cn/china/2012-01/20/content_14484494.htm

Im Bereich der konventionellen Schienenfahrzeuge ist China ganz vorne dabei, siehe z.B.
http://en.wikipedia.org/wiki/Land_speed_record_for_railed_vehicles#Full_list

Die neueste Entwicklung, der CRH380, wurde in China entwickelt. Seine Vorgänger wurden von Bombardier und Siemens entwickelt oder orientierten sich am japanischen Shinkansen.
http://de.wikipedia.org/wiki/CRH_380A


Zum zweiten Punkt: Ja, das ist lange her, zeigt aber die prinzipielle Fähigkeit der Chinesen zur Weltmacht (Bevölkerungszahl, Geographie, Rohstoffe, Kulturgeschichte, etc.) die jetzt kombiniert wird einer leistungsfähigen Wirtschaftsstruktur und den Optionen, welche der globale Handel bietet.

Ich will nicht behaupten, dass die Chinesen automatisch die globale Führungsrolle übernehmen werden: Bis dahin ist es noch ein weiter Weg mit vielen Hürden, an denen sie straucheln können (Alterspyramide, Einforderung demokratischer Rechte, etc.). Aber weiter oben standen ein paar Beiträge, welche China das Potential für diese Rolle aus meiner Sicht etwas zu schnell absprachen.
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Ralf Rudolfy
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Beitrag(#1757351) Verfasst am: 06.06.2012, 00:03    Titel: Antworten mit Zitat

Zum aktuellen Stand der chinesichen Kultur und insbesondere dem Kopieren österreichischer Landstädte paßt noch folgende Notiz, daß China derzeit den Weinmarkt aufmischt, indem für Weine bestimmter Chateaus im Bordelais vollkommen absurde Preise gezahlt werden. Zwar ist Wein der chinesichen Kultur völlig fremd, und den meisten Chinesen schmeckt er nicht mal, aber es bringt nunmal Prestige, eine Flasche Chateau Lafite-Rothschild auszusaufen (dies im wörtliche Sinne). Was übrigens dazu führt, daß schätzungsweise 7 von 10 Flaschen Chateau Lafite-Rothschild in China gefälscht sind (was aber niemandem weiter auffällt).

Ich finde, tiefer kann eine Kultur kaum sinken, als etwas Fremdes unreflektiert nachzuäffen, anstatt aus dem Eigenen etwas zu machen.
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Ralf Rudolfy
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Beitrag(#1757353) Verfasst am: 06.06.2012, 00:06    Titel: Antworten mit Zitat

Arashi hat folgendes geschrieben:
In Sachen Sprache bin ich der Meinung Chinesisch wird auf absehbare Zeit nicht an der globalen Bedeutung von Englisch kratzen, weder in der Wirtschaft noch sonst wo. Selbst abgespecktes Mandarin ist sehr viel schwieriger als das recht einfache Englisch und wer schon mal Verhandlungen auf Englisch geführt hat mit Leuten die es nicht gut können kann sich vorstellen wie wenig bei Verhandlungen/Kommunikation in einer noch schwierigeren Sprache heraus kommt wenn die Beteiligten Fremdsprachler nicht sehr viel mehr Zeit darin investieren würden als heute ins Englisch lernen.

Ja. Aber noch schwerer mag der Umstand wiegen, daß das chinesische Alphabet mit modernen Kommunikationsmitteln nur sehr schwer kompatibel ist.
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Ralf Rudolfy
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Beitrag(#1757355) Verfasst am: 06.06.2012, 00:12    Titel: Antworten mit Zitat

Epikur63 hat folgendes geschrieben:
Aber weiter oben standen ein paar Beiträge, welche China das Potential für diese Rolle aus meiner Sicht etwas zu schnell absprachen.

Naja naja. Ich sehe halt nicht, wieso man China das Potentiel für diese Rolle allzu schnell zusprechen sollte.
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Epikur63
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Beitrag(#1757365) Verfasst am: 06.06.2012, 01:16    Titel: Antworten mit Zitat

Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
Zum aktuellen Stand der chinesichen Kultur und insbesondere dem Kopieren österreichischer Landstädte paßt noch folgende Notiz, daß China derzeit den Weinmarkt aufmischt, indem für Weine bestimmter Chateaus im Bordelais vollkommen absurde Preise gezahlt werden. Zwar ist Wein der chinesichen Kultur völlig fremd, und den meisten Chinesen schmeckt er nicht mal, aber es bringt nunmal Prestige, eine Flasche Chateau Lafite-Rothschild auszusaufen (dies im wörtliche Sinne). Was übrigens dazu führt, daß schätzungsweise 7 von 10 Flaschen Chateau Lafite-Rothschild in China gefälscht sind (was aber niemandem weiter auffällt).

Ich finde, tiefer kann eine Kultur kaum sinken, als etwas Fremdes unreflektiert nachzuäffen, anstatt aus dem Eigenen etwas zu machen.


Da hat das chinesische Bier schon eine etwas andere Geschichte Smilie

"Tsingtao ist heute die größte Bierbrauerei der Volksrepublik China und die zehntgrößte Brauerei weltweit. Sie wurde im Jahre 1903 von deutschen Siedlern als Germania-Brauerei in Kiautschou gegründet." Weiteres bei ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Tsingtao_(Brauerei)#Geschichte

Übrigens ist chinesischer Wein gar nicht schlecht:
http://www.welt.de/wirtschaft/article13947486/Chinesische-Winzer-stuermen-Europas-Weinmarkt.html

Was Deine Anmerkung "Ich finde, tiefer kann eine Kultur kaum sinken, als etwas Fremdes unreflektiert nachzuäffen" angeht, so kann sich die deutsche Eßlandschaft da auch nicht so rühmen angesichts von Hamburgern, Pommes, Pizzas, Pasta, Sushi, etc.

... und natürlich Wok's, Soyasoße, Tofu, Frühlingsrolle, usw. was wir freudig adaptierten (wenn auch ohne Rückexport).

Wer noch was zu lachen haben will: Hier ist ein WDR-Zeitzeichen-Podcast zu China's Kopierfertigkeiten ...
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2011/04/01/wdr3-wdr5-zeitzeichen-ting.xml

Wo's is?
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Epikur63
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Beitrag(#1757367) Verfasst am: 06.06.2012, 01:24    Titel: Antworten mit Zitat

Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
Epikur63 hat folgendes geschrieben:
Aber weiter oben standen ein paar Beiträge, welche China das Potential für diese Rolle aus meiner Sicht etwas zu schnell absprachen.

Naja naja. Ich sehe halt nicht, wieso man China das Potentiel für diese Rolle allzu schnell zusprechen sollte.


Naja, was heisst "schnell", siehe Bild:



Ok, ist linear extrapoliert nach dem Motto "wie lang werden meine Zehennägel, wenn ich sie nie mehr schneide"; trotzdem ein interessanter Indikator unter vielen. Deshalb noch einer:



Gibt natürlich auch aktuellere Daten ....
und ich sehe auch, wie der Konzern agiert, in dem ich arbeite
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Fleischfresse
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Beitrag(#1757376) Verfasst am: 06.06.2012, 05:07    Titel: Antworten mit Zitat

Epikur63 hat folgendes geschrieben:

Zu den Zügen: Nein, ich meinte neue Eigenentwicklungen Chinas. Im Bereich der Magnetschwebetechnik konzentrieren sie sich auf das Billigsegment (also nicht High-Speed), z.B. hier
http://www.chinadaily.com.cn/china/2012-01/20/content_14484494.htm


China Daily als Quelle ist nicht hilfreich, da sie sich zusammen mit Shanghai Daily auf dem investigativem Niveau des "Stürmers" befindet. Aber, das ändert natürlich nichts an der Tatsache das China versucht eigene Züge zu entwickeln, dass stimmt.

Epikur63 hat folgendes geschrieben:
Im Bereich der konventionellen Schienenfahrzeuge ist China ganz vorne dabei, siehe z.B.
http://en.wikipedia.org/wiki/Land_speed_record_for_railed_vehicles#Full_list

Die neueste Entwicklung, der CRH380, wurde in China entwickelt. Seine Vorgänger wurden von Bombardier und Siemens entwickelt oder orientierten sich am japanischen Shinkansen.
http://de.wikipedia.org/wiki/CRH_380A


Trifft das denn nicht den Kern? Ein Zug der komplett aus ausländischen Teilen zusammengestellt ist? Gleiches gilt für die Comac C919: http://de.wikipedia.org/wiki/Comac_C919

Epikur63 hat folgendes geschrieben:
Zum zweiten Punkt: Ja, das ist lange her, zeigt aber die prinzipielle Fähigkeit der Chinesen zur Weltmacht (Bevölkerungszahl, Geographie, Rohstoffe, Kulturgeschichte, etc.) die jetzt kombiniert wird einer leistungsfähigen Wirtschaftsstruktur und den Optionen, welche der globale Handel bietet.


Da gehen wir konform. Eine gewichtige Rolle ja, Weltmacht naja... Die Bevölkerungszahl ist ein zweischneidiges Schwert denn zum einen ist es Chinas Vorteil und zum anderen sein Fluch. Der Zenit der Bevölkerungsentwicklung wird 2018 erreicht werden, danach muss man sich mit Generationsvertrag auseinandersetzen und die Sache sieht anders aus.

Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
Was übrigens dazu führt, daß schätzungsweise 7 von 10 Flaschen Chateau Lafite-Rothschild in China gefälscht sind (was aber niemandem weiter auffällt).


Wer einmal zugesehen hat, wie ein Weintrinker Eiswürfel oder Sprite in einen 200 Euro Barolo schüttet, den wundert gar nichts mehr. Groesstes Problem und Gegner der Weinkultur ist Protektionismus. Importzölle fuer alkoholische Getränke sind exorbitant, sodass man einen guten Importwein nicht unter 150 RMB bekommt (17 Euro). Nebenan steht dann die Great Wall Ploerre für 30 RMB, wozu greift wohl der Durchschnittschinese mit einem Durchschnittseinkommen von 4000 RMB/Monat? Zugegeben, nicht von allen chinesischen Weinen bekommt man Geschmacksknospenkrebs, aber für die Guten muss man dann auch tiefer in die Tasche greifen. Es gilt immer noch die Maxime: Es ist teuer, also muss es gut sein!
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Ralf Rudolfy
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Beitrag(#1757390) Verfasst am: 06.06.2012, 08:12    Titel: Antworten mit Zitat

Epikur63 hat folgendes geschrieben:
Übrigens ist chinesischer Wein gar nicht schlecht:
http://www.welt.de/wirtschaft/article13947486/Chinesische-Winzer-stuermen-Europas-Weinmarkt.html

Ich finde ja auch gar nichts dagegen zu sagen, wenn die Chinesen eine Vorliebe für Wein entdecken. Und wenn sie lernen, selbst welchen zu machen, umso besser.

Etwas aus Prestigegründen wegzusaufen, was einem eigentlich gar nicht schmeckt, nur um zu zeigen, was man sich leisten kann, ist hingegen kulturlos und auf dem Niveau eines Carsten Machmeyers, der mal in einem Interview Wert auf die Feststellung legte, daß in seinem Weinkeller sich kein Riesling aus der Pfalz befinde (der ja nicht gut sein kann, weil man für eine Flasche nicht mehrere 100 oder gar 1000 Euro zahlen muß). Mehr muß man über diesen Mann nicht wissen, um ihn einzuordnen.

Epikur63 hat folgendes geschrieben:
Was Deine Anmerkung "Ich finde, tiefer kann eine Kultur kaum sinken, als etwas Fremdes unreflektiert nachzuäffen" angeht, so kann sich die deutsche Eßlandschaft da auch nicht so rühmen angesichts von Hamburgern, Pommes, Pizzas, Pasta, Sushi, etc.

... und natürlich Wok's, Soyasoße, Tofu, Frühlingsrolle, usw. was wir freudig adaptierten (wenn auch ohne Rückexport).

Ja, in der Tat trifft das zum Teil auch auf die Deutschen zu. Ich sag ja auch gar nichts dagegen, Teile einer fremden Kultur in die eigene zu übernehmen. Dazu muß man aber beides durchdacht haben.
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