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Atheisten auf dem Sterbebett
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Defätist
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Anmeldungsdatum: 09.06.2010
Beiträge: 8557

Beitrag(#1998771) Verfasst am: 29.04.2015, 13:23    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt ja auch nebenher noch genug eigene "Dämonen" die einen durchs Leben hetzen ... nicht, dass es ohne Religion frustfrei wäre. Neutral
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Naastika
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Anmeldungsdatum: 23.11.2003
Beiträge: 6019
Wohnort: an der Fütterungsstelle der Eichhörnchen

Beitrag(#1998778) Verfasst am: 29.04.2015, 14:25    Titel: Antworten mit Zitat

Defätist hat folgendes geschrieben:
Es gibt ja auch nebenher noch genug eigene "Dämonen" die einen durchs Leben hetzen ... nicht, dass es ohne Religion frustfrei wäre. Neutral



Du hast Recht. Aber das ist wie mit der Impfung: Zwar kriegst du dann weder Polio noch Masern, aber dein Leben kann trotzdem vor die Hunde gehen.
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schtonk
Korinthenliegenlasser
Moderator



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 8281

Beitrag(#1998888) Verfasst am: 30.04.2015, 01:01    Titel: Antworten mit Zitat

Naastika hat folgendes geschrieben:

Du hast Recht. Aber das ist wie mit der Impfung: Zwar kriegst du dann weder Polio noch Masern, aber dein Leben kann trotzdem vor die Hunde gehen.


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Es ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von allen. - Karl Valentin
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vrolijke
Bekennender Pantheist
Moderator



Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 31894
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#1998898) Verfasst am: 30.04.2015, 08:44    Titel: Antworten mit Zitat

Naastika hat folgendes geschrieben:
Defätist hat folgendes geschrieben:
Es gibt ja auch nebenher noch genug eigene "Dämonen" die einen durchs Leben hetzen ... nicht, dass es ohne Religion frustfrei wäre. Neutral



Du hast Recht. Aber das ist wie mit der Impfung: Zwar kriegst du dann weder Polio noch Masern, aber dein Leben kann trotzdem vor die Hunde gehen.


Das Leben endet grundsätzlich mit dem Tod.
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
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Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

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Commander Vimes
registrierter User



Anmeldungsdatum: 25.01.2013
Beiträge: 840
Wohnort: Ankh-Morpork

Beitrag(#1999227) Verfasst am: 03.05.2015, 18:36    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:
Defätist hat folgendes geschrieben:
Es gibt ja auch nebenher noch genug eigene "Dämonen" die einen durchs Leben hetzen ... nicht, dass es ohne Religion frustfrei wäre. Neutral



Du hast Recht. Aber das ist wie mit der Impfung: Zwar kriegst du dann weder Polio noch Masern, aber dein Leben kann trotzdem vor die Hunde gehen.


Das Leben endet grundsätzlich mit dem Tod.


So mancher hat schon lange vor dem biologischen Tod aufgehört zu leben.
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There is a rumour going around that I have found God. I think this is unlikely because I have enough difficulty finding my keys, and there is empirical evidence that they exist.
(Terry Pratchett)
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Ahriman
boshafter Spötter



Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 15172
Wohnort: 89250 Senden

Beitrag(#1999287) Verfasst am: 04.05.2015, 11:09    Titel: Antworten mit Zitat

Commander hat folgendes geschrieben:
So mancher hat schon lange vor dem biologischen Tod aufgehört zu leben.

Ja, fast jeder Alzheymer-Patient beispielsweise. Wenn du es schaffst, wie ich die 80 zu erreichen fragst du dich dann vielleicht auch: Ist das noch Leben? Stück für Stück bröckelt weg, was man etwa "Lebensqualität" nennen kann.
Das kann einem schon Angst machen. Nein, nicht vor dem Tod, wieso das? Das, was davor kommen kann.
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jarko
resignierter User



Anmeldungsdatum: 02.10.2014
Beiträge: 96

Beitrag(#1999665) Verfasst am: 06.05.2015, 14:54    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
Commander hat folgendes geschrieben:
So mancher hat schon lange vor dem biologischen Tod aufgehört zu leben.

Ja, fast jeder Alzheymer-Patient beispielsweise. Wenn du es schaffst, wie ich die 80 zu erreichen fragst du dich dann vielleicht auch: Ist das noch Leben? Stück für Stück bröckelt weg, was man etwa "Lebensqualität" nennen kann.
Das kann einem schon Angst machen. Nein, nicht vor dem Tod, wieso das? Das, was davor kommen kann.


Im Moment kann ich mir noch nicht vorstellen, was mich erwarten wird.
Hatte gehofft, im Alter hat man mehr Gewissheit und ist einigermaßen vorbereitet (praktisch und psychisch) auf das, was kommt.
Hinsichtlich, dass man weiß, welche Krankheiten man hat und was damit verbunden ist.
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Ahriman
boshafter Spötter



Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 15172
Wohnort: 89250 Senden

Beitrag(#1999699) Verfasst am: 06.05.2015, 18:19    Titel: Antworten mit Zitat

jarko hat folgendes geschrieben:

Im Moment kann ich mir noch nicht vorstellen, was mich erwarten wird.
Hatte gehofft, im Alter hat man mehr Gewissheit und ist einigermaßen vorbereitet (praktisch und psychisch) auf das, was kommt.
Hinsichtlich, dass man weiß, welche Krankheiten man hat und was damit verbunden ist.

Trifft auch nicht immer zu. Ich muß damit rechnen, daß der nächste (dritte) Herzinfarkt der letzte sein wird. Aber meine Verdauung ist auch gestört. Also erhebt sich die Frage, ob ein Darmkrebs vielleicht schneller sein könnte? Grauen Star habe ich auch. Lohnt es sich noch, dagegen was zu unternehmen?
Es ist wie bei einem alten Auto: Was geht als nächstes kaputt? Wenn nur eine Fensterkurbel abbricht fährste ohne sie weiter, eine neue dranmachen lohnt nicht mehr.
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Kerzenlicht
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Anmeldungsdatum: 27.04.2011
Beiträge: 348

Beitrag(#2002599) Verfasst am: 22.05.2015, 20:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mich früher öfters mit ehemaligen Soldaten unterhalten, sie hatten weniger Angst vor dem Tod als unsereiner.
Ich denke aber, wenn das Leben unerträglich wird wird die Angst weniger.
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Schlumpf
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Anmeldungsdatum: 17.11.2007
Beiträge: 2490
Wohnort: Ost-Bayern

Beitrag(#2005342) Verfasst am: 08.06.2015, 10:52    Titel: Antworten mit Zitat

Kerzenlicht hat folgendes geschrieben:
Ich habe mich früher öfters mit ehemaligen Soldaten unterhalten, sie hatten weniger Angst vor dem Tod als unsereiner.

Als ehemals Wehrdienstleistender behaupte ich, dass Soldaten einer Gehirnwäsche unterzogen werden. Ferner sorgt der militärische Drill dafür, dass sie Befehle befolgen lernen, ohne groß über ihr Überlebensrisiko nachzudenken.
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Naastika
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Anmeldungsdatum: 23.11.2003
Beiträge: 6019
Wohnort: an der Fütterungsstelle der Eichhörnchen

Beitrag(#2005346) Verfasst am: 08.06.2015, 11:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
jarko hat folgendes geschrieben:

Im Moment kann ich mir noch nicht vorstellen, was mich erwarten wird.
Hatte gehofft, im Alter hat man mehr Gewissheit und ist einigermaßen vorbereitet (praktisch und psychisch) auf das, was kommt.
Hinsichtlich, dass man weiß, welche Krankheiten man hat und was damit verbunden ist.

Trifft auch nicht immer zu. Ich muß damit rechnen, daß der nächste (dritte) Herzinfarkt der letzte sein wird. Aber meine Verdauung ist auch gestört. Also erhebt sich die Frage, ob ein Darmkrebs vielleicht schneller sein könnte? Grauen Star habe ich auch. Lohnt es sich noch, dagegen was zu unternehmen?
Es ist wie bei einem alten Auto: Was geht als nächstes kaputt? Wenn nur eine Fensterkurbel abbricht fährste ohne sie weiter, eine neue dranmachen lohnt nicht mehr.


Oh Ahriman, auf so ein Post kann ich einfach entsprechend meinem Charakter nur so reagieren: Trösten

skeptisch
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vrolijke
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Moderator



Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 31894
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2005370) Verfasst am: 08.06.2015, 12:48    Titel: Antworten mit Zitat

Naastika hat folgendes geschrieben:

Oh Ahriman, auf so ein Post kann ich einfach entsprechend meinem Charakter nur so reagieren: Trösten
skeptisch


Ich reagiere da anders drauf:

Ahriman hat folgendes geschrieben:
jarko hat folgendes geschrieben:

Im Moment kann ich mir noch nicht vorstellen, was mich erwarten wird.
Hatte gehofft, im Alter hat man mehr Gewissheit und ist einigermaßen vorbereitet (praktisch und psychisch) auf das, was kommt.
Hinsichtlich, dass man weiß, welche Krankheiten man hat und was damit verbunden ist.

Trifft auch nicht immer zu. Ich muß damit rechnen, daß der nächste (dritte) Herzinfarkt der letzte sein wird. Aber meine Verdauung ist auch gestört. Also erhebt sich die Frage, ob ein Darmkrebs vielleicht schneller sein könnte? Grauen Star habe ich auch. Lohnt es sich noch, dagegen was zu unternehmen?
Es ist wie bei einem alten Auto: Was geht als nächstes kaputt? Wenn nur eine Fensterkurbel abbricht fährste ohne sie weiter, eine neue dranmachen lohnt nicht mehr.

Mag sein, dass Du dich vergleist mit ein Auto.
Entweder ich lebe, und dann tu ich alles, um es möglichst komfortabel zu gestalten, oder ich lass es gleich ganz bleiben.
Ich finde jedenfalls, dass eine neue Fensterkurbel sich in jedem Falle lohnt.
Ansonsten lege ich mich hin, und höre auf zu atmen, essen, trinken, what ever. Auf jeden Fall, dass es möglichst schnell vorbei ist. Böse
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Ahriman
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 15172
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Beitrag(#2005411) Verfasst am: 08.06.2015, 17:17    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Entweder ich lebe, und dann tu ich alles, um es möglichst komfortabel zu gestalten, oder ich lass es gleich ganz bleiben.

Das mach ich schon, keine Sorge. Nur schränken sich die Möglichkeiten dazu immer mehr ein. Das kann sich halt keiner vorstellen, was das altwerden so mit sich bringt (hoffentlich nicht bei allen), und es will ja auch keiner was davon hören. Nur ein Beispiel: Was nützt das komfortabelste Essen, wenn der Geschmacksinn verkümmert? Egal, welche Wurst ich mir aufs Brot schmiere, sie schmeckt fast nur nach Salz. Dem Gehör konnte ich aufhelfen, hinter jedes Ohr einen kleinen Equalizer geklemmt, und ich hör wieder das Triangel.
Schaut, nicht nur die jungen Leute glauben es, auch sonst ist man gemeinhin der Meinung, Sterben, das sei kein Thema. Uninteressant. Das ist eine dumme Angewohnheit von alten Leuten, die machen sowas.
Aber in der Tagesschau wird alle paar Tage erzählt, daß da wieder mal einer gestorben sei. "..im Alter von 86 - 88 - 83 - 85 - 81 Jahren" - und ich bin jetzt achtzig, also da habe ich immer das blöde Gefühl, es schießt da irgendwo einer (Gevatter Hein) und erwischt knapp neben, vor und hinter mir einen nach dem anderen. Geschockt
Ich seh also nicht nur aus wie eine Schießbudenfigur....
Aber auch das hat zwei Seiten. Wenn ich so täglich mitverfolge, wie diese Welt den Bach runter rollt und so schön unter viel dämlichem Geschwätz zugrunde geht, dann kann ich behaglich die Hände über meiner Wampe falten und sagen: "Nicht mit mir!" und dabei hoffen, daß der Laden wenigstens noch so lange hält, wie ich noch mitspielen muß.
Leute, ihr werdet euch noch wundern.
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 20192
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2005414) Verfasst am: 08.06.2015, 17:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
....
Leute, ihr werdet euch noch wundern.

Lachen

Danke für diesen Beitrag. Der rückt einiges zurecht.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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Jesus Christus
IQ >125



Anmeldungsdatum: 11.12.2013
Beiträge: 588
Wohnort: Redizier

Beitrag(#2005418) Verfasst am: 08.06.2015, 17:46    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Ahriman hat folgendes geschrieben:
....
Leute, ihr werdet euch noch wundern.

Lachen

Danke für diesen Beitrag. Der rückt einiges zurecht.


Was findest du so lustig? Am Kopf kratzen
_________________
Die PARTEI

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Ahriman
boshafter Spötter



Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 15172
Wohnort: 89250 Senden

Beitrag(#2005419) Verfasst am: 08.06.2015, 17:53    Titel: Antworten mit Zitat

Jesus Christus hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Ahriman hat folgendes geschrieben:
....
Leute, ihr werdet euch noch wundern.

Lachen

Danke für diesen Beitrag. Der rückt einiges zurecht.


Was findest du so lustig? Am Kopf kratzen

Also ich find's durchaus lustig. Ich finds unheimlich komisch, wenn die Leute laut und langsam mit mir reden... Lachen zwinkern
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 20192
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2005420) Verfasst am: 08.06.2015, 18:09    Titel: Antworten mit Zitat

Jesus Christus hat folgendes geschrieben:
...
Was findest du so lustig? Am Kopf kratzen

Weniger lustig als erfreulich: Die Haltung, mit dem Ahriman sich und die Welt - da gehören wir auch zu - erträgt.

Der hätte Grund zum jammern, aber er jammert nicht. Er guckt zu und kommentiert und das in einem Alter und einem Zustand, in dem andere nur noch in der Vergangenheit weilen, wenn sie nicht schon selbst Vergangenheit sind.

Ich hoffe, dass ich mit 80 auch noch so wach bin - natürlich habe ich auch die Hoffnung körperlich nocht etwas mehr Saft zu haben, aber das hat man beides nur sehr bedingt in der Hand.

Schaun mer mal - ma sehen, was und wo ich in 20 Jahren poste.
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Friedensreich
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Anmeldungsdatum: 21.02.2008
Beiträge: 430

Beitrag(#2005633) Verfasst am: 09.06.2015, 23:20    Titel: Antworten mit Zitat

Im Prinzip habe ich zum Sterben auch die selbe Einstellung wie Ahriman. Ich bin noch 5 Jahre von Ahriman entfernt, hatte vor 10 Jahren massive Herzprobleme (nach Pensionseintritt- Also wenn man so will Pensionsschock) und bin jetzt auf Grund des Fortschritts in der Medizin praktisch beschwerdefrei und eigentlich wesentlich fitter als mit 50 oder 60.
Auch habe ich vor 6 Jahren mit einem Studium begonnen und es abgeschlossen. Das ist für einen Alten eine tolle Ablenkung und Erfahrung. Der Umgang mit Jungen und das Fordern von Leistung sowie das einhalten müssen von Terminen, hält einen in Schwung.
Wenn ich meine Schulkollegen aus der TH ,aus meiner Jugendzeit treffen (die die noch übrig geblieben sind) so haben die meisten resigniert und pendeln vom Golfplatz zum Heurigen und von dort in die Sauna. Das ist kein Programm für einen Alten.
Einen Vorteil hat das Alter aber- da muss ich Ahriman rechtgeben, eigentlich kann ich ruhig den negativen Entwicklungen (Wrtschaft, Gesellschaft, Religions und andere Kriege) zusehen, sie werden mich wenn überhaupt nur ganz am Rande treffen.
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Desperadox
Nischenprodukt



Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 2244
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2005639) Verfasst am: 10.06.2015, 02:39    Titel: Antworten mit Zitat

Friedensreich hat folgendes geschrieben:
...
Einen Vorteil hat das Alter aber- da muss ich Ahriman rechtgeben, eigentlich kann ich ruhig den negativen Entwicklungen (Wrtschaft, Gesellschaft, Religions und andere Kriege) zusehen, sie werden mich wenn überhaupt nur ganz am Rande treffen.

Sag mal, habt ihr alle keine Kinder? Geschockt
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Friedensreich
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Anmeldungsdatum: 21.02.2008
Beiträge: 430

Beitrag(#2005662) Verfasst am: 10.06.2015, 08:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ja einen Sohn. Aber ich würde meinen nachdem der bereits über 40 ist soll er selber sehen wie er die gesellschaft in der er und seine Kinder leben gestalten will.
Merke: Man kann sich nicht IMMER über ALLE Angelegenheite kümmern. Man muss auch delegieren können, das entspannt und mach die Restlebenszeit die ja immer überschaubaer wird, leichter.
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Ahriman
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 15172
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Beitrag(#2005703) Verfasst am: 10.06.2015, 12:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin der Meinung, daß das (Menschen)-Leben nicht das höchste aller Güter ist. Es wird überbewertet. Das liegt daran, daß wir von der Evolution so programmiert sind, man nennt es Selbsterhaltungstrieb. Das ist der stärkste von allen "Basic-Instinct" in uns, der kommt noch über den Sexualtrieb. Paradoxerweise macht der es auch noch möglich, Menschen in den Tod zu treiben: Bei "Feigheit vor dem Feind" wird man erschossen. Und er allein macht es möglich, Menschen zu quälen, zu schinden und rücksichtslos auszubeuten, ja zu versklaven. Weshalb diejenigen, die das Sagen haben, den Suicid verteufeln. Würde man die Stärke dieses Triebes durch einen Zauberspruch herabsetzen, eine gigantische Suicid-Welle würde über den Globus rasen.
Daraus resultiert auch meine folgende Überlegung: Wenn junge Menschen, gar Kinder sterben, dann denke ich bei solchen Nachrichten immer: Schrecklich ist das vor allem für die Zurückbleibenden. Sehr. Aber was den Verstorbenen betrifft: Wer weiß, was ihm/ihr erspart bleibt? Damit suche ich mich immer in solchen Fällen zu trösten.
Bei meinem letzten Herzinfarkt spielte ich mit dem Gedanken, einfach sitzen zu bleiben und der Geschichte ihren Lauf zu lassen - nach dem Motto: Du bist alt genug, was solls noch... Aber dann wurde die Sache so unangenehm, daß ich doch den Notarzt anrief. Feigling.
Zitat, leider nicht von mir:
"Der Atheist hat keine Angst vor Gott. Er hat nur Angst, daß es ihn doch geben könnte."
Und Wilhelm Busch sah das so:

Das glaube mir - so sagte er -,
die Welt ist mir zuwider,
und wenn die Grübelei nicht wär,
so schöß ich mich darnieder.
Was aber wird nach diesem Knall
sich späterhin begeben?
Warum ist mir mein Todesfall
so eklig wie mein Leben?
Mir wäre doch, potzsapperlot,
der ganze Spaß verdorben,
wenn man am Ende gar nicht tot,
nachdem, daß man gestorben.
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Friedensreich
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Anmeldungsdatum: 21.02.2008
Beiträge: 430

Beitrag(#2005798) Verfasst am: 10.06.2015, 22:42    Titel: Antworten mit Zitat

Zu dem Thema Tod fält mir ein Zitat unseres bereits verstorbenen Kanzlers Bruno Kreisky ein.
Als er die Todesnachricht eines Mitarbeieters übermittelt bekam, äußerte er sich (vor der Kamera) "Na ja, wenn er sich´s verbessern kann"
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Kerzenlicht
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Anmeldungsdatum: 27.04.2011
Beiträge: 348

Beitrag(#2037193) Verfasst am: 29.12.2015, 01:02    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Mag sein, dass Du dich vergleist mit ein Auto.
Entweder ich lebe, und dann tu ich alles, um es möglichst komfortabel zu gestalten, oder ich lass es gleich ganz bleiben.
Ich finde jedenfalls, dass eine neue Fensterkurbel sich in jedem Falle lohnt.
Ansonsten lege ich mich hin, und höre auf zu atmen, essen, trinken, what ever. Auf jeden Fall, dass es möglichst schnell vorbei ist.

Eine geladene Faustfeuerwaffe oder ein Gewehr würden da schneller zum Ziel führen als Nahrungsentzug.
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Zitat kennbar gemacht. vrolijke

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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
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Beitrag(#2037208) Verfasst am: 29.12.2015, 09:53    Titel: Antworten mit Zitat

Kerzenlicht hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Mag sein, dass Du dich vergleist mit ein Auto.
Entweder ich lebe, und dann tu ich alles, um es möglichst komfortabel zu gestalten, oder ich lass es gleich ganz bleiben.
Ich finde jedenfalls, dass eine neue Fensterkurbel sich in jedem Falle lohnt.
Ansonsten lege ich mich hin, und höre auf zu atmen, essen, trinken, what ever. Auf jeden Fall, dass es möglichst schnell vorbei ist.

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Heizölrückstoßabdämpfung
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Anmeldungsdatum: 26.07.2007
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Beitrag(#2037214) Verfasst am: 29.12.2015, 10:24    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Kerzenlicht hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Mag sein, dass Du dich vergleist mit ein Auto.
Entweder ich lebe, und dann tu ich alles, um es möglichst komfortabel zu gestalten, oder ich lass es gleich ganz bleiben.
Ich finde jedenfalls, dass eine neue Fensterkurbel sich in jedem Falle lohnt.
Ansonsten lege ich mich hin, und höre auf zu atmen, essen, trinken, what ever. Auf jeden Fall, dass es möglichst schnell vorbei ist.

Eine geladene Faustfeuerwaffe oder ein Gewehr würden da schneller zum Ziel führen als Nahrungsentzug.
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Ich mags lieber "natürlich".


Dann musst Du halt ne Schlange nehmen.

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Ahriman
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Beitrag(#2037234) Verfasst am: 29.12.2015, 12:00    Titel: Antworten mit Zitat

Kerzenlicht hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Mag sein, dass Du dich vergleist mit ein Auto.
Entweder ich lebe, und dann tu ich alles, um es möglichst komfortabel zu gestalten, oder ich lass es gleich ganz bleiben.
Ich finde jedenfalls, dass eine neue Fensterkurbel sich in jedem Falle lohnt.
Ansonsten lege ich mich hin, und höre auf zu atmen, essen, trinken, what ever. Auf jeden Fall, dass es möglichst schnell vorbei ist.

Eine geladene Faustfeuerwaffe oder ein Gewehr würden da schneller zum Ziel führen als Nahrungsentzug.

Mit den Augen rollen
Wie schlau. Und wo kaufste das? Und dann die Sauerei. Hab Mitgefühl mit denen, die nach dir dann saubermachen müssen.

Quote repariert, Heizöl.
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Heizölrückstoßabdämpfung
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Beitrag(#2037245) Verfasst am: 29.12.2015, 12:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
Kerzenlicht hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Mag sein, dass Du dich vergleist mit ein Auto.
Entweder ich lebe, und dann tu ich alles, um es möglichst komfortabel zu gestalten, oder ich lass es gleich ganz bleiben.
Ich finde jedenfalls, dass eine neue Fensterkurbel sich in jedem Falle lohnt.
Ansonsten lege ich mich hin, und höre auf zu atmen, essen, trinken, what ever. Auf jeden Fall, dass es möglichst schnell vorbei ist.

Eine geladene Faustfeuerwaffe oder ein Gewehr würden da schneller zum Ziel führen als Nahrungsentzug.

Mit den Augen rollen
Wie schlau. Und wo kaufste das? Und dann die Sauerei. Hab Mitgefühl mit denen, die nach dir dann saubermachen müssen.

Quote repariert, Heizöl.


Dann macht man das eben in der Badewanne oder unter der Dusche. Ein Freund von mir arbeitet beim Roten Kreuz und der erzählte mir, dass er sowas schon zweimal gesehen hat und er meinte, dass er das praktisch findet, weil das Saubermachen dadurch sehr erleichtert wird.
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Beitrag(#2066907) Verfasst am: 06.09.2016, 00:33    Titel: Antworten mit Zitat

Ich arbeite seit nunmehr 33 Jahren in der Krankenpflege und hatte dadurch mit einigen (hab sie nicht gezählt; aber als aktive Sterbebegleitung warens so um die 30...+ die, welche ich am Rande mitbekommen habe.) Sterbenden zu tun gehabt.
Und nein, da war nicht wirklich einer dabei, der schreiend um sein leben gefleht hätte oder den heiligen "Haumichtot" um "Extra-Jahre" angebettelt hätte.

Natürlich gab es Patienten, die sich gequält haben. Aber das hat immer körperliche Ursachen, in den meisten Fällen aufgrund von Schmerzen. Und selbst wenn man keine schmerzhafte Erkrankung hat, kann man jemandem unabsichtlich Schmerzen zufügen, wenn man ihn im aktiven Sterbeprozess (Endstadium) fälschlicherweise noch mit Trinken versorgt (nach dem Motto, er soll nicht verdursten).

Im Sterbeprozess schaltet der Körper nach und nach auf Sparflamme und fährt das ganze System quasi runter, Stück für Stück.
Zum Glück gibts heutzutage fähige Palliativmedizin- und Pflege, sodaß auch die Sterberei als etwas schönes erlebt werden kann.

Ich kann mich dunkel an meine Jugendzeit erinnern, da faselte Oma auch immer was von "Höllenqualen" und "...da hilft kein Jammern mehr". Die haben auch immer, wenn jemand gestorben war, erzählt, wie er gebettelt hätte.
Heute weiß ich, das waren früheste Formen von Propaganda und Gehirnwäsche.

Achja, wenn man sich die Bilder von Hieronimus Bosch anschaut, kommt einem der leise Verdacht, der könnte da schonmal reingeschnuppert haben....
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HFRudolph
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Anmeldungsdatum: 24.08.2006
Beiträge: 1098

Beitrag(#2066927) Verfasst am: 06.09.2016, 09:06    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
Zitat, leider nicht von mir:
"Der Atheist hat keine Angst vor Gott. Er hat nur Angst, daß es ihn doch geben könnte."

Och nöö. Wirklich nicht. Vor dem Mummenschanz wirklich nicht.
Obwohl, vielleicht kommt ja statt des Sensenmanns die Göttin, die Dich mit ihren dicken schwarzen Dingern erdrückt. Lachen

hlg.Jockel hat folgendes geschrieben:
mit… Sterbenden zu tun gehabt.

Den Begriff „sterbend“ würde ich mir ja verbitten. Sowohl als Sterbender, als auch als Angehöriger und auch als Pflegepersonal. Zunächst einmal gibt es im Krankenhaus Patienten, die krank sind, denen es nicht gut geht. Die müssen gepflegt, versorgt und behandelt werden, wie jeder andere Patient auch, unabhängig davon, ob der eine früher oder später stirbt. Wir sind ja nicht im Kriegszustand, wo man den einen liegen lässt und sich der Nächste vielleicht schon selbst versorgt...

Dann gibt es Patienten, die aufgrund Krankheit nicht mehr lange zu leben haben. Bei manchen weiß man vielleicht, dass es nur noch wenige Tage dauert. „Sterbend“ sind sie dann aber auch noch nicht, selbst wenn sie sich quälen. Beim Herzstillstand kann man wohl sagen, dass es da nicht mehr lange dauern wird, aber je nach Umständen muss auch das keineswegs bedeuten, dass jemand sterbend ist, da man das Organversagen unter Umständen rückgängig machen und sogar später das Organ austauschen kann.

Und Flüssigkeitszufur hat jeder Patient zu bekommen.

Das hat nur insofern etwas mit dem Sterben zu tun, als der Patient Suizid durch Verdursten und Verweigerung medizinischer Versorgung begehen kann. Man kann den Durst nicht mit Medikamenten beseitigen (nur lindern), auch wenn man den Patienten sedieren und ins Delirium drücken kann. Und dann kann man ihn umbringen, indem man ihn verdursten lässt. Das ist weder schön, noch menschenwürdig, noch alternativlos und nach aktueller Rechtsordnung auch nicht so ohne weiteres möglich.

Wenn der Patient weiß, dass das zum Tod führt und er die Möglichkeit hat, länger zu leben, ist das ein Suizid, alles andere sind Euphemismen (oder was soll der „aktive Sterbeprozess“ sein?). Für Deutschland wird das Umsetzen von Patientenverfügungen (die ja nur dann greifen, wenn der Patient sich nicht mehr verständigen kann - selbst beim Ganzkörpergelähmten der noch mit einem Augenzwinkern ja oder nein sagen kann, wäre das gar nicht anwendbar) neuerdings immer mehr zur Gradwanderung, denn die kommerzielle Suizidhilfe wurde unter Strafe gestellt: Und kein Krankenhaus dürfte wohl kostenlos sein, d. h. Grundsätzlich spielt sich das alles im Kontext bezahlter Krankenhausleistungen ab, was sich auch nicht auseinanderrechnen lässt.

Den staatlichen Verweis auf den Verdurstungstod oder Erstickungstod oder Herztod nach Medikamentenabsetzung (durch die „Regelungen“ zur Patientenverfügung) halte ich für absolut menschenunwürdig, so lange die medizinische und technische Möglichkeit besteht, sich selbst mit einem Spritzenautomat zivilisiert einzuschläfern - des geht noch, selbst wenn man nur noch den kleinen Finger bewegen kann. Man braucht dafür aber professionelles Personal, und genau das wurde jetzt unterbunden, dass dies zur Verfügung steht.

hlg.Jockel hat folgendes geschrieben:
Zum Glück gibts heutzutage fähige Palliativmedizin- und Pflege, sodaß auch die Sterberei als etwas schönes erlebt werden kann.

Beethoven erklingt im großen Sterbesaal des Krankenhauses, der mit dickem Stuck verziert und mit marmornen Aktskulpturen verziert ist. Das Sterbebett ist so gestellt, dass Selbstbestimmte die Aussicht des sagenhaften Panoramafensters genießen kann. Das letzte Gedicht wird rezitiert.
Als die Deckenprojektion von Wald auf Blumenwiesen wechselt, ist es so weit: Der Sterbende drückt den Knopf, verliert das Bewusstsein und stirbt. Der bestellte Porno wird nicht mehr abgewartet, weils jetzt schon zu schön ist. Ich hätte mir ja für den Tempel des Todes nach Vorbild der Maya- und Aztekentempel auch einen Fahrstuhl für Bettlägrige gewünscht. Die kommen ja sonst unmöglich die Treppen rauf.

Oder in welchem Sinne war „schön sterben“ gemeint? Noch mal schnell die Bettpfanne drunter geschoben und den Sauerstoffschlauch im Nasenloch zurecht gerückt und die Dröhnung beim Morphium hochgedreht, damit der Patient noch einen schönen Flug durch den Krankenhauskeller hat? Soll ja gelegentlich fiese Nebenwirkungen haben, das Zeug.

hlg.Jockel hat folgendes geschrieben:
Achja, wenn man sich die Bilder von Hieronimus Bosch anschaut, kommt einem der leise Verdacht, der könnte da schonmal reingeschnuppert haben....
Es wurde bereits vermutet, dass es sich um Halluzinationen aufgrund Verwendung bestimmter Stoffe handeln.

Zuletzt bearbeitet von HFRudolph am 06.09.2016, 10:56, insgesamt 2-mal bearbeitet
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 20192
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2066932) Verfasst am: 06.09.2016, 10:07    Titel: Antworten mit Zitat

HFRudolph hat folgendes geschrieben:
Ahriman hat folgendes geschrieben:
Zitat, leider nicht von mir:
"Der Atheist hat keine Angst vor Gott. Er hat nur Angst, daß es ihn doch geben könnte."

Och nöö. Wirklich nicht. Vor dem Mummenschanz wirklich nicht.
Obwohl, vielleicht kommt ja statt des Sensenmanns die Göttin, die Dich mit ihren dicken schwarzen Dingern erdrückt. Lachen

hlg.Jockel hat folgendes geschrieben:
mit… Sterbenden zu tun gehabt.

Den Begriff „sterbend“ würde ich mir ja verbitten. Sowohl als Sterbender, als auch als Angehöriger und auch als Pflegepersonal. Zunächst einmal gibt es im Krankenhaus Patienten, die krank sind, denen es nicht gut geht. Die müssen gepflegt, versorgt und behandelt werden, wie jeder andere Patient auch, unabhängig davon, ob der eine früher oder später stirbt. Wir sind ja nicht im Kriegszustand, wo man den einen liegen lässt und sich der Nächste vielleicht schon selbst versorgt...
....

Wovon redest da? Die Zustandsbeschreibung "sterbend" bedeutet vielleicht für Dich, dass man den alleine lässt. Wenn jemand im Pflegedienst dieser Ansicht ist, ist er im falschen Beruf.

Aber das ist offensichtlich nicht die Ansicht des hlg.Jockel, der von Sterbebegleitung und Palliativmedizin schreibt und davon, dass es Situationen gibt, in denen das Verabreichen von Wasser nicht mehr hilfreich ist, sondern nur noch Schmerzen zufügt.
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