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Schüler kennen fast keine Vögel mehr
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Welche der häufigsten Vogelarten kennt ihr?
Amsel
4%
 4%  [ 4 ]
Buchfink
0%
 0%  [ 0 ]
Buntspecht
2%
 2%  [ 2 ]
Elster
2%
 2%  [ 2 ]
Gimpel
2%
 2%  [ 2 ]
Grünfink
0%
 0%  [ 0 ]
Spatz/Haussperling
4%
 4%  [ 4 ]
Kleiber
1%
 1%  [ 1 ]
Kohlmeise
2%
 2%  [ 2 ]
Rotkehlchen
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 1%  [ 1 ]
Star
1%
 1%  [ 1 ]
Zaunkönig
1%
 1%  [ 1 ]
Keine davon, aber wenigstens eine der weniger bekannten Vogelarten
6%
 6%  [ 6 ]
Ich kenne alle
69%
 69%  [ 60 ]
Stimmen insgesamt : 86

Autor Nachricht
Margrethe
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Anmeldungsdatum: 26.03.2013
Beiträge: 5751

Beitrag(#2009286) Verfasst am: 04.07.2015, 16:25    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:

Das ist allerdings eine Szene, die nicht von Abneigung, sondern gerazu von Liebe erzählt: Der Turmfalk? (Bist Du sicher, dass es kein Sperber war ?- Das würde nämlich erheblich besser passen.) hatte die Taube doch ganz offensichtlich zum Fressen gerne Sehr glücklich


Schwören würde ich nicht drauf, dass es der Turmfalke war. Ich habe von der Tatsache, dass im Kirchturm Turmfalken nisten, halt drauf geschlossen, dass es einer wäre. Mit bloßem Auge und bei im Luftkampf befindlichen Kontrahenten bin ich mir da wirklich nicht sicher: nur dass es die Ringeltaube erwischt hat, die hier - ruggedigu - öfters herumsaß.

Wir haben hier am Ort aber noch ne Rarität: die im weiten Umkreis einzig zugelassene und registrierte Klinik für gefiederte Wildtiere, die ein Tierarzt betreibt, der sich in das Viehzeug verguckt hat. Hoch interessant, was sich da schon so alles eingefunden hat, von kleinen Piepmätzen bis hin zu stattlichen Uhu-Damen, Reiher und Schwäne sind auch dabei, aber auch eine Menge Greifvögel, häufig Bussarde, wenn sie die Begegnung mit Autos überleben.

Mich hat die ebenfalls auf eine Windschutzscheibe geflatterte Uhu-Dame so entzückt, dass ich ihre Patin geworden bin, bis sie wieder ausgewildert werden konnte.
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 19933
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2009287) Verfasst am: 04.07.2015, 16:50    Titel: Antworten mit Zitat

Margrethe hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:

Das ist allerdings eine Szene, die nicht von Abneigung, sondern gerazu von Liebe erzählt: Der Turmfalk? (Bist Du sicher, dass es kein Sperber war ?- Das würde nämlich erheblich besser passen.) hatte die Taube doch ganz offensichtlich zum Fressen gerne Sehr glücklich


Schwören würde ich nicht drauf, dass es der Turmfalke war. Ich habe von der Tatsache, dass im Kirchturm Turmfalken nisten, halt drauf geschlossen, dass es einer wäre. Mit bloßem Auge und bei im Luftkampf befindlichen Kontrahenten bin ich mir da wirklich nicht sicher: nur dass es die Ringeltaube erwischt hat, die hier - ruggedigu - öfters herumsaß.

Die Tatsache, dass da einen Taube geschlagen wurde, die, dass das ganz schnell und in der Luft passierte - wahrscheinlich war der Greif vorher auch nicht zu sehen, sondern kam aus irgendeiner Lauerposition aus einem Baum oder Gebüsch, das klingt für mich nach einem Sperberweibchen (wegen Deiner Größenangabe durch den Turmfalkenvergleich eigentlich eher ein Männchen, aber dafür ist Beute zu groß) oder einem Habichtmännchen; die sind von der Größe nur schwer auseinanderzuhalten. Wikipedia dazu:
Im offenen Kulturland lebende Turmfalken ernähren sich überwiegend von Kleinsäugern wie Wühlmäusen und Echten Mäusen. In Städten lebende Turmfalken nehmen daneben auch kleine Singvögel, meist Haussperlinge. Welche Tiere den Hauptteil der Beute ausmachen, ist abhängig von den lokalen Gegebenheiten. Untersuchungen auf der Insel Amrum haben gezeigt, dass Turmfalken dort bevorzugt Schermäuse jagen. Im Gegensatz zu europäischen Großstädten kann die Feldmaus in kleineren Städten den Hauptanteil an der Beute ausmachen.[3] Der Turmfalke nimmt auch mitunter Eidechsen (mit größerem Anteil in südeuropäischen Ländern), teilweise Regenwürmer und einen deutlichen Anteil an Insekten wie Heuschrecken und Käfer als Nahrung. Auf diese Beutetiere greifen brütende Turmfalken zurück, wenn die Kleinsäugerbestände zusammenbrechen. Auch ausgeflogene Jungvögel ernähren sich zuerst von Insekten und größeren Wirbellosen und wechseln erst mit zunehmender Jagderfahrung zu Kleinsäugern.

Ein frei fliegender Turmfalke benötigt täglich etwa 25 % seines Körpergewichts als Nahrungsmenge. An verunfallten Vögeln durchgeführte Untersuchungen haben gezeigt, dass Turmfalken im Schnitt etwa zwei anverdaute Mäuse im Magen haben.


Sperber ernähren sich in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet fast ausschließlich von kleinen Vögeln. Gelegentlich werden auch kleine Säugetiere wie Mäuse oder Fledermäuse, kleine Reptilien und Wirbellose erbeutet. Männchen schlagen in Mitteleuropa überwiegend Vögel von Meisen-, Finken- und Sperlingsgröße, maximal etwa bis zur Größe einer Amsel; Weibchen können auch noch Vögel von der Größe eines Eichelhähers oder, in seltenen Fällen, einer Ringeltaube überwältigen.
Sperber und Habichte erkennt man normalerweise daran, dass man sie nicht sieht. zwinkern
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Margrethe
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Beitrag(#2009288) Verfasst am: 04.07.2015, 17:06    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Sperber und Habichte erkennt man normalerweise daran, dass man sie nicht sieht. zwinkern


Sperber und Habichte pflegten wir einst an dem Gezeter zu erkennen, das die freilaufenden französischen Bruthennen meiner Großmutter veranstalteten, wenn da einer meinte, sich an ihren Küken bereichern zu sollen. Schlimmeren Krach machten die nur, wenn ihre Brut (manchmal ließ man sie Enten- oder Gänseküken ausbrüten) zielstrebig in den nahen Weiher zog, da rasteten die Hennen dann völlig aus und rasten schreiend und flügelschlagend um den Weiher herum ...
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vrolijke
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Beitrag(#2009290) Verfasst am: 04.07.2015, 17:26    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Margrethe hat folgendes geschrieben:
Wir haben in unserem großen, parkähnlich angelegten Gemeinschaftsgarten praktisch die gesamte einheimische Vogelpalette versammelt, ab und zu werden wir auch Zeuge von Luftkämpfen zwischen Federviechern, die sich gar nicht gerne mögen (kürzlich hat der Turmfalke, der im Kirchturm nistet, eine Ringeltaube gemeuchelt). ....

Das ist allerdings eine Szene, die nicht von Abneigung, sondern gerazu von Liebe erzählt: Der Turmfalk? (Bist Du sicher, dass es kein Sperber war ?- Das würde nämlich erheblich besser passen.) hatte die Taube doch ganz offensichtlich zum Fressen gerne Sehr glücklich


Ich habe auch schon öfters "Luftschlachten" beobachtet. Zwischen Krähen und Raubvögel. Die lieben sich nicht so, denke ich.

Die sind sich realtiv egal, weil sie sich gegenseitig nicht als Beute ansehen. Ein mögliche Beute für beide sind aber die Nestlinge des jeweils anderen. Wenn die sich also in der Luft bekriegen, kannst Du immer davon ausgehen, dass der eine dem mit Eiern oder Jungvögeln besetzten Horst des anderen zu nahe gekommen ist. Die Vertreibung endet dann erst mit ziemlicher Entfernung zum Horst, das können auch 500 m werden. Da kann auchmal ein relativ kleiner Turmfalk oder eben eine Krähe einen Bussard vertreiben.

Ich habe mal beobachtet (auf dem freien Feld. Bei unseren Gemüsegarten), dass eine ganze Horde Krähen einen Raubvogel attakiert haben.
Wenn er zum Ausruhen landete, platzierten sie sich in einige Meter entfernung, und taten auf unbeteiligt. Pfeifen
Es hatte eher den eindruck, dass es denen um Rivierverteidigung ging.
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Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

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Ahriman
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Beitrag(#2009434) Verfasst am: 05.07.2015, 12:06    Titel: Antworten mit Zitat

Nach einem sehr kurzem aber heftigen Sturm fand ich hier vor dem Haus unter der großen Fichte einen toten Raubvogel von knapp Taubengröße. Weiß nicht was für einer, Krallen und Schnabel zeigten, daß es ein Räuber war. Ich nehme an, daß er durch Lufturbulenzen vom Kurs abkam, gegen einen Ast knallte und sich das Genick brach.
Von Sperbern habe ich gelesen, daß die bei Verfolgung einer Beute ohne weiteres durch Baumwipfel oder auch Vogelfutterhäuschen hindurch fliegen können.
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fwo
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Beitrag(#2009441) Verfasst am: 05.07.2015, 12:51    Titel: Antworten mit Zitat

Sperber sind äußerst wendige Flieger. Du brauchst Dir nur die "Konstruktion" mit den kurzen breiten Flügeln anzusehen, dann weißt Du, dass das Teil für eine hohe Schlagfrequenz gebaut und kein Segler ist. Die haben einen ähnlichen "Schwirrflug" wie Falken. Auf der anderen Seite sind auch die nicht dagegen gefeit, nach einer kurzen Bö kurzfristig die Kontrolle zu verlieren ....

Nach Stürmen findet man auch Greife, die unter normalen Bedingungen nie gegen Stromleitungen fliegen, als Anflug-Opfer unter der Leitung.

Aber solche Ferndiagnosen sind nicht wirklich zuverlässig, deshalb lasse ich das bei diesem Kommentar. Sinniger ist es da, Du siehst Dir in Wikipedia mal die Bilder an.
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Margrethe
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Beitrag(#2009443) Verfasst am: 05.07.2015, 12:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
Nach einem sehr kurzem aber heftigen Sturm fand ich hier vor dem Haus unter der großen Fichte einen toten Raubvogel von knapp Taubengröße. Weiß nicht was für einer, Krallen und Schnabel zeigten, daß es ein Räuber war. Ich nehme an, daß er durch Lufturbulenzen vom Kurs abkam, gegen einen Ast knallte und sich das Genick brach.
Von Sperbern habe ich gelesen, daß die bei Verfolgung einer Beute ohne weiteres durch Baumwipfel oder auch Vogelfutterhäuschen hindurch fliegen können.


Was für ne Farbe hatte das Gefieder?
So? (Turmfalke) oder eher so? (Sperber)

Sorry, das Großphoto vom Turmfalken lässt sich irgendwie nicht verlinken. Musst es Dir aus der Photogalerie selber raussuchen.
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vrolijke
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Beitrag(#2009501) Verfasst am: 05.07.2015, 19:36    Titel: Antworten mit Zitat

Als wir heute mit der Seilbahn von den Feldberg runterfuhren, ist ein Vogel auf dem Seil ein stück mitgefahren.


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Ahriman
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
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Beitrag(#2009669) Verfasst am: 06.07.2015, 18:14    Titel: Antworten mit Zitat

Margrethe hat folgendes geschrieben:
Ahriman hat folgendes geschrieben:
Nach einem sehr kurzem aber heftigen Sturm fand ich hier vor dem Haus unter der großen Fichte einen toten Raubvogel von knapp Taubengröße. Weiß nicht was für einer, Krallen und Schnabel zeigten, daß es ein Räuber war. Ich nehme an, daß er durch Lufturbulenzen vom Kurs abkam, gegen einen Ast knallte und sich das Genick brach.
Von Sperbern habe ich gelesen, daß die bei Verfolgung einer Beute ohne weiteres durch Baumwipfel oder auch Vogelfutterhäuschen hindurch fliegen können.


Was für ne Farbe hatte das Gefieder?
So? (Turmfalke) oder eher so? (Sperber)

Sorry, das Großphoto vom Turmfalken lässt sich irgendwie nicht verlinken. Musst es Dir aus der Photogalerie selber raussuchen.

Ich bin ein schlechter Zeuge. Hab mir die Bilder angesehen - wenn ich mich recht erinnere war's ein Sperber. Sicher bin ich nicht.
Ich habe mich schon lange gewundert, daß wir hier so viele Luftratten haben. Die sitzen reihenweise auf den Dachrinnen-Kanten und wimmeln auf der Wiese zwischen den beiden Wohnblocks herum. Inzwischen weiß ich es: Gegenüber ist einer, der füttert die Biester.
Vor einigen Jahren nervte uns ein Tauber, der setzte sich immer auf den Mast der Licht-Freileitung gegenüber und machte dann stundenlang nichts anders als "Tuuut-tut-Tuuut-tut-Tuuut-tut-Tuuut-tut" exakt wie das Besetzt-Signal des Posttelefons. Der Vogel bekam den Titel "die Telefonkrähe". Eines Tages wurde die Freileitung durch Erdkabel ersetzt und der Mast kam weg. Da war dann Ruhe.
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kereng
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Beitrag(#2010467) Verfasst am: 11.07.2015, 10:26    Titel: Antworten mit Zitat

Auf dem Rasen sind drei junge Gimpel (Dompfaff). Obwohl sie gut zu sehen sind und sich kaum bewegen, habe ich lange gebraucht, sie zu bestimmen. Im "Peterson" is kein Bild des Jungvogels enthalten.
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Margrethe
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Anmeldungsdatum: 26.03.2013
Beiträge: 5751

Beitrag(#2010469) Verfasst am: 11.07.2015, 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:

Ich habe mich schon lange gewundert, daß wir hier so viele Luftratten haben. Die sitzen reihenweise auf den Dachrinnen-Kanten und wimmeln auf der Wiese zwischen den beiden Wohnblocks herum. Inzwischen weiß ich es: Gegenüber ist einer, der füttert die Biester.
Vor einigen Jahren nervte uns ein Tauber, der setzte sich immer auf den Mast der Licht-Freileitung gegenüber und machte dann stundenlang nichts anders als "Tuuut-tut-Tuuut-tut-Tuuut-tut-Tuuut-tut" exakt wie das Besetzt-Signal des Posttelefons. Der Vogel bekam den Titel "die Telefonkrähe". Eines Tages wurde die Freileitung durch Erdkabel ersetzt und der Mast kam weg. Da war dann Ruhe.


Ich wohne zwar nicht mehr da, stamme aber aus einem Städtchen mit sehr viel mittelalterlicher Bausubstanz, auf die die Einheimischen verständlicherweise sehr stolz sind, und die in den letzten Jahrzehnten auch zu großen Teilen saniert und restauriert wurde. So lange ich denken kann, waren Tauben in der Innenstadt eine Plage, das Taubenfüttern wurde verboten - nur bei der fast 90-jährigen Dame, deren Lebensinhalt das Taubenfüttern nun mal war, schauten die Ordnungshüter weg. Ein herzensgutes altes Weiblein, die lebt inzwischen auch schon seit 30 Jahren nicht mehr.

Abgesehen davon, dass sie schon in den Straßen und Gassen eine Plage waren, bekleckerten die Taubenviecher auch die Fenstersimsen und Fassaden der historischen Gebäude im Übermaß. Jeder, der so ein Haus besaß bzw. besitzt, wusste ein Lied davon zu singen. Diese alten Hütten bieten den Tauben aber auch jede Menge Sitz- und Nistmöglichkeiten. Inzwischen gibt es jedoch ganz ausgefuchste Vorrichtungen, mit denen ihnen der Spaß am Sitzen und Kleckern verdorben wird, die Stadtverwaltung berät die Hausbesitzer gerne und ausführlich.
Wirkung, wenn auch nur mäßig, gezeigt hat allerdings etwas anderes: Es wurden ausserhalb der Innenstadt auf freien Flächen schöne, große Taubenhäuser gebaut, die nach einiger Zeit abends auch gerne von der gefiederten Plage angenommen wurden, und in denen sie ihre Brutnester einrichteten. Die brüten ja gerne in Gesellschaft. Jeder Taubenschlag hat eine ausklappbare Leiter, in regelmäßigen Abständen kommt ein städtischer Mitarbeiter vorbei, der den Taubenschlag erklimmt und den Tauben die Eier klaut. Zwar nicht über Nacht, aber im Verlauf von ein paar Jahrel ist der Taubenbesatz in der Stadt erträglich geworden, so erträglich, dass es mir, wenn ich gelegentlich mal wieder vorbei komme, auffällt. Vielleicht hat ja auch die Taubenpille dazu beigetragen ...
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Ahriman
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Beitrag(#2010472) Verfasst am: 11.07.2015, 11:51    Titel: Antworten mit Zitat

Schau, die Sonne, sie scheint
und der Himmel ist blau,
geh'n wir Tauben vergiften im Park!
....
wir sitzen zusamm' in 'ner Laube
und jeder vergiftet ne Taube,
der Frühling der dringt bis ins innere Mark
beim Taubenvergiften im Park!

(Georg Kreisler)
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Margrethe
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Beitrag(#2010485) Verfasst am: 11.07.2015, 13:02    Titel: Antworten mit Zitat

Es soll mittlerweile allerdings Spezialisten geben, die mittels präparierter Tauben Greifvögel killen:

http://www.schwaebische-post.de/10001324

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110978/2774943
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fwo
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Beiträge: 19933
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Beitrag(#2010492) Verfasst am: 11.07.2015, 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

Margrethe hat folgendes geschrieben:
Es soll mittlerweile allerdings Spezialisten geben, die mittels präparierter Tauben Greifvögel killen:

http://www.schwaebische-post.de/10001324

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110978/2774943

Das ist jetzt nur die Taubenzüchterfraktion.

Wenn Du mal unter Vergiftete Köder und Greif googlest, kommt sofort u.a.

http://www.komitee.de/node/1098
http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/habicht-ohne-lobby-100.html

Wonach ich eigentlich gesucht habe, habe ich natürlich nicht gefunden. Die eigentlich Nachricht besteht darin, dass ganz offensichtlich die Greife wieder die "natürlichen Feinde der Jagd" geworden sind, dass also immer mehr Jäger wieder dazu übergehen, Greife zu verfolgen. Und das häufig mit Giftködern, mit denen sie allerdings auch bevorzugt die kriegen, die ihnen nicht mal was wegjagen, sondern selber nur Aas suchen, vom Milan bis zum Bussard. Wenn man es richtig macht, bekommt man natürlich auch mal einen Habicht.

Es ist aber nicht, wie auf der Kommitee-Seite steht, noch immer an der Tagesordnung, sondern wieder verstärkt. Gleichzeitig haben die Jäger inzwischen ein etwas besseres Image als früher, so dass man die Polizi zur Jagd tragen muss (von den Verquickungen zwischen Lokal-Politik und Jägerschft ganz zu schweigen)

Meine Quelle lässt sich hier nicht verlinken - die kommt direkt aus einem fachlich nahen Gutachterbereich.
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fwo
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Beitrag(#2014289) Verfasst am: 06.08.2015, 09:51    Titel: Antworten mit Zitat

Der Urlaub ist fast zu Ende. Da habe ich etwas für diesen Thread gesammelt:
Zum ersten Mal Fischadler bei der Arbeit gesehen - sind hier häufig.
Die verschieden Fliegenschnäpperarten, die hier wohnen, halte ich ohne ein Bilderbuch nicht mehr auseinander.
Regelmäßig morgens um 6 zwei Kraniche trompetend vor dem Schlafzimmerfenster.
Einmal mittags ein ganz komischer Falke, der uns auf dem Zaunpfahl vor dem Küchenfenster seinen gefleckten Rücken zeigte, und den ich erst als Kuckuck erkannte, als er sich umdrehte und ich sah, dass er eine Pinzette im Gesicht hatte. Es war einer von den braunen - wenn es ein grauer gewesen wäre, hätte ich ihn gleich erkannt - die sieht man einfach zu selten.

Und nun noch ein Rätsel:
Ein "Falke", der in der tiefen Dämmerung ganz offensichtlich im Jagdflug durch die Gegend zischte. War nur schwer zu sehen: ca 50 cm Spannweite, schmale Fügel, schwirrender Flug (also keine Eule - Schlagfrequenz viel zu hoch), geländeangepasst, kam einmal direkt auf uns zu, also nicht aufgestört und auf der Flucht, sondern ein Jagdflug im Dunkeln.
Ich habe deshalb ein Rätsel draus gemacht, weil ich auch erst am nächsten Morgen, als ich den Mauerseglern, die auch bei uns unterm Dach wohnen, beim Flug zusah, drauf kam, was das für ein Falke war. Wir sind zu spät im Jahr hier, sonst wäre mir auch sein Gesang aufgefallen.
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fwo
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Beitrag(#2014390) Verfasst am: 07.08.2015, 00:09    Titel: Antworten mit Zitat

Wunder mich nicht, dass da keiner drauf gekommen ist, den komischen Vogel dürfte kaum einer kennen, auch wenn es den auch in Deutschland gibt. Allerdings sehr selten und hauptsächlich nachtaktiv. Es war auch für mich das erste mal, dass ich einem Ziegenmelker begegnet bin, er ist der einzige europäische Vertreter der Familie der Nachtschalben, in Deutschland wird er auch manchmal Nachtfalke genannt. Ich kannte ihn bisher nur aus der Literatur.
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kereng
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Beitrag(#2014622) Verfasst am: 08.08.2015, 20:45    Titel: Antworten mit Zitat

Gerade flog etwas mit tiefem heiserem Ruf über meine Mupfel, nein, meinen Balkon, weg, und ich dachte "Gans oder Kranich". Es waren wohl doch nur Graugänse. Ich erzähle das nur wegen der Ähnlichkeit zu "ganz oder gar nicht", die mit erst hinterher auffiel. Die Flieger kennen dieses Wortspiel schon als: "Selbst der Vogel Kranich fliegt bei Nebel gar nich". Kraniche landen bei Nebel notgedrungen schon mal mitten in der Ortschaft.
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kereng
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Anmeldungsdatum: 12.12.2006
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Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2015574) Verfasst am: 15.08.2015, 20:12    Titel: Antworten mit Zitat

Nach den jungen Dompfaffen habe ich in diesem Sommer auch die jungen Rotkehlchen und Ringeltauben kennengelernt, denen ebenfalls die typischen Merkmale der Altvögel fehlen.
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York
Schottischer Schwarzwälder



Anmeldungsdatum: 04.02.2009
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Wohnort: Republik Baden

Beitrag(#2022085) Verfasst am: 24.09.2015, 22:17    Titel: Antworten mit Zitat

Schüler kennen fast keine Vögel mehr?

Aber vögeln können sie doch sicher noch, hoffen wir mal ....
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Ahriman
boshafter Spötter



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Beitrag(#2022203) Verfasst am: 25.09.2015, 12:53    Titel: Antworten mit Zitat

York hat folgendes geschrieben:
Schüler kennen fast keine Vögel mehr?

Aber vögeln können sie doch sicher noch, hoffen wir mal ....

Bestimmt. Aber die Schülerinnen zicken doch immer so und lassen sie nicht ran.
Oder ist das heute nicht mehr so? Mit den Augen rollen
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schtonk
Korinthenliegenlasser
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Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 8043

Beitrag(#2022205) Verfasst am: 25.09.2015, 13:03    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
York hat folgendes geschrieben:
Schüler kennen fast keine Vögel mehr?

Aber vögeln können sie doch sicher noch, hoffen wir mal ....

Bestimmt. Aber die Schülerinnen zicken doch immer so und lassen sie nicht ran.
Oder ist das heute nicht mehr so? Mit den Augen rollen

Das muss man auf dem Niveau nicht unbedingt weitertreiben.
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Es ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von allen. - Karl Valentin
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nonkonform
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Anmeldungsdatum: 05.10.2015
Beiträge: 7

Beitrag(#2024248) Verfasst am: 05.10.2015, 22:14    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin mit meinen 50 bestimmt kein Schüler mehr, aber aus der Umfrage könnte ich die wenigsten Vögel noch bestimmen. Vieleicht liegts daran, daß viele Vögel einfach nicht mehr so häufig in heimischen Gärten vorkommen.

Demletzt hab ich einige seltsame Federn im meinem Garten gefunden. Erst hatte ich den Mitbewohner im Verdacht, daß er sich einen Snack außer der Reihe geholt hat. Aber bei der Bestimmung des Eigentümers der Federn bin ich doch ins Schleudern gekommen und hab ne ehemailge Nachbarin (Naturliebhaberin und Gartenmensch) gefragt. Die konnte aber auch nichts mit den Federn anfangen.

Na ja, frag wir halt Googel, der weis ja alles. Hat ne Weile gedauert - war ein Raufusskautz. Wusste nicht mal, daß es die Viecher überhaupt gibt und wäre nie auf so eine Idee gekommen.

Aber genau so Federn hatte ich, also die mit den "halbfertigen weißen Punkten"

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luc
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Anmeldungsdatum: 15.04.2010
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Wohnort: Nice. Paris. Köln

Beitrag(#2024311) Verfasst am: 06.10.2015, 09:38    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kenne weder die Namen der Vögel, noch der Bäume, der Fische, der Blumen, der Autos, der Fußballer. Ansonsten komme ich trotzdem parat. Ich kann sogar eine Forelle von einem Hai unterscheiden. Showdance
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mat-in
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Anmeldungsdatum: 03.12.2011
Beiträge: 780
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Beitrag(#2024323) Verfasst am: 06.10.2015, 10:09    Titel: Antworten mit Zitat

Die Abstimmung oben ist etwas schwierig zu beantworten, da man nur EINE Antwort wählen kann. Vermute, das verfälscht das Ergebniss ein wenig, weil es ja auch Leute gibt die zwei Arten zu vogeln kennen...

Ich würde da einen Schritt weiter gehen und sagen: Die meisten (jungen) Biolehrer kennen die üblichen Vogelarten nicht. (Könnten aber mit Genotypisierung durch PCR und einer Datenbanksuche sagen zu welchem Vogel die DNA gehört).
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kereng
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Beitrag(#2041084) Verfasst am: 25.01.2016, 21:31    Titel: Antworten mit Zitat

Eine kleine, fast weiße Ente, die ich beim Mittagsspaziergang auf dem Hochwasserbassin sah, habe ich als Zwergsäger identifiziert. Der Wikipedia-Artikel sagt, es würde Hybride mit Schellenten geben. Kann das angehen? Gattungsübergreifende Kreuzung von Enten mit Sägern?

Gattungen sind natürlich Ermessenssache. Ehemals Larus ridibundus heißt jetzt Chroicocephalus ridibundus. Bei der Bestimmung meiner Urlaubsfotos habe ich erfahren, dass Papageifische der Gattungen Scarus und Chlorurus vielleicht derselben Art angehören. Sind Papageifische im Vogel-Thread noch ausreichend on-Topic?
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



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Beitrag(#2041126) Verfasst am: 25.01.2016, 22:49    Titel: Antworten mit Zitat

kereng hat folgendes geschrieben:
Eine kleine, fast weiße Ente, die ich beim Mittagsspaziergang auf dem Hochwasserbassin sah, habe ich als Zwergsäger identifiziert. Der Wikipedia-Artikel sagt, es würde Hybride mit Schellenten geben. Kann das angehen? Gattungsübergreifende Kreuzung von Enten mit Sägern?

Gattungen sind natürlich Ermessenssache. Ehemals Larus ridibundus heißt jetzt Chroicocephalus ridibundus. Bei der Bestimmung meiner Urlaubsfotos habe ich erfahren, dass Papageifische der Gattungen Scarus und Chlorurus vielleicht derselben Art angehören. Sind Papageifische im Vogel-Thread noch ausreichend on-Topic?

Ist ja in beiden Fällen das selbe Problem: Die Systematik ist ja im Ursprung einfach nach äußeren Ähnlichkeiten aufgestellt worden. Da ist am Anfang ganz viel Raten dabeigewesen, welches die urpsrünglicheren Merkmale sind und welches die abgeleiteten. Und mit jedem bisschen, dass man mehr Ahnung von der Evolution hatte, mussten im Prinzip alle Verwandschaftsverhältnissen neu überprüft werden, wobei ein Bearbeiter das sehr gut begründen muss, wenn er Verwandschaftsverhältnisse ändern will. Wenn Du etwas über die Regeln wissen willst, nach denen das passiert, solltest Du mal unter dem Stichwort Kladistik nachsehen.

Zurück zu den Schwierigkeiten: Was Gattung und was Art ist, ist häufig Geschmacksache, wenn Du nur den Typus (also das erste gesammelte Exemplar) vor Dir hast und es beschreiben sollst. Das Dumme ist, dass Du mit 1 oder auch 10 Exemplaren nicht unbedingt etwas von der Diversität der jeweiligen Art weißt und auch nicht weißt, welche der Tiere, die Du da auf dem Tisch liegen hast, es in der Natur erfolgreich mit einander treiben. Noch schlimmer ist das Problem natürlich bei fossilen Arten.

Vor dem Hintergrund halte ich das nicht für etwas so Besonderes dass es da Bastarde verschiedener Gattungen gibt, die auch evtl. noch fruchtbar sind. Die Systematik ist auch noch lange nicht an jeder Stelle über genetische Vergleiche verifiziert worden, so dass man soetwas mit Sicherheit auch noch eine Weile vorfinden wird. Wenn Du an dem Thema interessiert bist, kannst auch mal unter dem Stichwort Großkatzenhybride in Wikipedia gehen - das sind die Hybride aufgezählt, die es in der Gattung Panthera inzwischen in den Zoos gegeben hat.

EDIT: Grammatik
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Zuletzt bearbeitet von fwo am 26.01.2016, 18:28, insgesamt einmal bearbeitet
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mat-in
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Beitrag(#2041195) Verfasst am: 26.01.2016, 09:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mag Liger, die sind so knuffig.

Ich find es eher erstaunlich, das von den Einsortierungen nach Aussehen schon so viel richtig gemacht wurde, was sich jetzt molekular bestätigt. Sind ja nur Kleinigkeiten die sich ändern...
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vrolijke
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Beitrag(#2056612) Verfasst am: 22.05.2016, 12:51    Titel: Antworten mit Zitat

Vorhin kam ich an einem Brutkasten vorbei, der in einem Baum hing.
Da hing draußen ein Specht drann und hämmerte wie wild um das Loch herum.
Was hat der da gewollt?

Schön laut war es auf alle Fälle.
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Ahriman
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Beitrag(#2056615) Verfasst am: 22.05.2016, 13:01    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Vorhin kam ich an einem Brutkasten vorbei, der in einem Baum hing.
Da hing draußen ein Specht drann und hämmerte wie wild um das Loch herum.
Was hat der da gewollt?

Schön laut war es auf alle Fälle.

Und nur vom Zuschauen kann man Kopfschmerzen kriegen.
http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/ein-buntspecht-auf-akustischen-abwegen-id999341.html
http://www.ramasuri.de/165411/nachrichten/polizeimeldungen/anwohner-zeigt-specht-wegen-ruhestoerung-an/
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Pfirsich
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Beitrag(#2056616) Verfasst am: 22.05.2016, 13:04    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Vorhin kam ich an einem Brutkasten vorbei, der in einem Baum hing.
Da hing draußen ein Specht drann und hämmerte wie wild um das Loch herum.
Was hat der da gewollt?

Er wollte ans Gelege.

Kürzlich brachte der Merkur auf der Leserbriefseite ein Foto von einem Brutkasten, dessen Einflugloch mit Blech beschlagen war. Darunter war allerdings noch ein zweites Loch.

Edit: Finde hier keinen Beleg für den Eierraub. Demnach wollte der Specht den "Höhleneingang" wohl nur für sich selber vergrößern.


Zuletzt bearbeitet von Pfirsich am 22.05.2016, 15:06, insgesamt einmal bearbeitet
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