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Frage zu Rassismus
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Peter H.
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Anmeldungsdatum: 24.06.2007
Beiträge: 9751

Beitrag(#1001265) Verfasst am: 16.05.2008, 00:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zur Auswahl stehen noch die Begriffe Menschen,- sowie Phänotypen. Wie wäre denn das?
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Argáiþ
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Anmeldungsdatum: 27.01.2007
Beiträge: 12486

Beitrag(#1001266) Verfasst am: 16.05.2008, 00:08    Titel: Antworten mit Zitat

ich finde, das ist ein brauchbarer Einwurf.
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caballito
zänkisches Monsterpony



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 12112
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Beitrag(#1001271) Verfasst am: 16.05.2008, 00:18    Titel: Antworten mit Zitat

Argaith hat folgendes geschrieben:
Caballito, was ich vorhin meinte (aus dem Gedönsis, ich hoffe du weisst wo, sorry) ist, dass ein Mulatte zB eine Gen-Markierung haben kann, die histoantroplogodingsbumdisch mit der Verbreitung germanischer Sprachen eng korreliert (was es auch gibt), obwohl er nicht mal Milch vertragen muss. Ein moderner, biologischer Rassenbegriff hienge aber von der stabilen Verbreitung von einer Ansammlung von genetischen Merkmalen ab. Je nach dem, wie man die genetische (!) Rassendeifinition aufstellt, könnte auch der Mulatte demnach genauso 'germanisch' sein, wie ein 'alteingesessner' Schwabe, hrhr. Bitte lass Gnade walten. Ich verspreche, dass ich darauf noch ausführlicher eingehen werde.

Das wäre dann der Fall, wenn man die genetische Rassendefinition an diesem Marker aufhängen würde. Und dein Beispiel zeigt, dass das keien gute Idee wäre.

Im übrigen stellt sich die rage, ob es überhaupt sinnvoll ist, eoinen Rassenbegriff genotypisch zu definieren. Denn evolutionär wirksam ist letztlich immer der Phänotyp. Wie das genetisch zustandekommt, ist der Selektion egal. Es können sich aber, abgesehen von Flaschenhalssituationen, nur selektionsrelevante Merkmale stabilisieren.
_________________
Die Gedanken sind frei.

Aber nicht alle Gedanken wissen das.
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caballito
zänkisches Monsterpony



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 12112
Wohnort: Pet Sematary

Beitrag(#1001272) Verfasst am: 16.05.2008, 00:22    Titel: Antworten mit Zitat

Agnost hat folgendes geschrieben:

Es gibt echt Leute, die Behaupten, dass man diese Leute recht gut erkennen kann. Genauso wie die vielen verschiedenen ethnischen Gruppen in Kenia.

Ach, das war das mit Kenia. Ich sagte, ich kann einen Mecklenburger von einem Kenianer unterscheiden. Davon, dass ich verschiedene Keniansiche Ethnien unterscheiden könne, habe ich nie etwas behauptet.

Und auf deinen Folkloristischen Blödsinn und Appenzellerwitze geh ich gar nicht erst ein.
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Aber nicht alle Gedanken wissen das.


Zuletzt bearbeitet von caballito am 16.05.2008, 00:26, insgesamt 2-mal bearbeitet
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caballito
zänkisches Monsterpony



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 12112
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Beitrag(#1001273) Verfasst am: 16.05.2008, 00:25    Titel: Antworten mit Zitat

Peter H. hat folgendes geschrieben:
Zur Auswahl stehen noch die Begriffe Menschen,- sowie Phänotypen. Wie wäre denn das?

Man kann natürlich politisch korrekt einfach ein neues Wort erfinden und dasselbe meinen. Schulterzucken

Der PC ist genüge getan, und andere Phänotypen zu hassen ist ja vielleicht politisch korrekt, solange man nicht "Rasse" sagt.
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Agnost
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Anmeldungsdatum: 12.11.2006
Beiträge: 5618

Beitrag(#1001279) Verfasst am: 16.05.2008, 00:41    Titel: Antworten mit Zitat

caballito hat folgendes geschrieben:
Peter H. hat folgendes geschrieben:
Zur Auswahl stehen noch die Begriffe Menschen,- sowie Phänotypen. Wie wäre denn das?

Man kann natürlich politisch korrekt einfach ein neues Wort erfinden und dasselbe meinen. Schulterzucken

Der PC ist genüge getan, und andere Phänotypen zu hassen ist ja vielleicht politisch korrekt, solange man nicht "Rasse" sagt.


Xenophobie in den "Griff" zu bekommen ist ein verlangbare Anstrengung.

Wofür es einen Rassenbegriff braucht bleibt mir absolut schleierhaft.

Er war bisher immer dazu da Menschen zu klassieren und deklassieren.

Und er war immer nur willkürlich.

Er ist auch abzulehenen, wenn ein "linker" "Volksbefreier" wie Mugabe ihn verwendet.

Agnost
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Argáiþ
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Anmeldungsdatum: 27.01.2007
Beiträge: 12486

Beitrag(#1001287) Verfasst am: 16.05.2008, 01:30    Titel: Antworten mit Zitat

caballito hat folgendes geschrieben:
Argaith hat folgendes geschrieben:
Caballito, was ich vorhin meinte (aus dem Gedönsis, ich hoffe du weisst wo, sorry) ist, dass ein Mulatte zB eine Gen-Markierung haben kann, die histoanthroplogodingsbumdisch mit der Verbreitung germanischer Sprachen eng korreliert (was es auch gibt), obwohl er nicht mal Milch vertragen muss. Ein moderner, biologischer Rassenbegriff hienge aber von der stabilen Verbreitung von einer Ansammlung von genetischen Merkmalen ab. Je nach dem, wie man die genetische (!) Rassendeifinition aufstellt, könnte auch der Mulatte demnach genauso 'germanisch' sein, wie ein 'alteingesessner' Schwabe, hrhr. Bitte lass Gnade walten. Ich verspreche, dass ich darauf noch ausführlicher eingehen werde.

Das wäre dann der Fall, wenn man die genetische Rassendefinition an diesem Marker aufhängen würde. Und dein Beispiel zeigt, dass das keien gute Idee wäre.

Im übrigen stellt sich die rage, ob es überhaupt sinnvoll ist, eoinen Rassenbegriff genotypisch zu definieren. Denn evolutionär wirksam ist letztlich immer der Phänotyp. Wie das genetisch zustandekommt, ist der Selektion egal. Es können sich aber, abgesehen von Flaschenhalssituationen, nur selektionsrelevante Merkmale stabilisieren.


Jaja, ist alles gut und recht. Du weisst wahrscheinlich längst was ich meine, kann ja wohl nicht wahr sein. Das du den Genotyp unterscheiest, legt nahe, dass du weisst, wovon ich spreche.

Lass es mich mal so formulieren: Was bringt ein Rassenbegriff, wenn man demnach keine stabile (d.h. in Bezug auf alle aufgelisteten genetischen Merkmale) Verbreitung dieser als Rasse definierten genetischen Gruppe nachvollziehen kann? Ohnehin ist gerade in Bezug auf die Anthropologie völlig klar, dass man ein einheitliches Kriterium nicht aufrechterhalten kann. Eine Rassendefinition in anthropologischen Belangen kann nur einen zeitlich eng begrenzten Zustand beschreiben. Die biologisch modern defenierte Rasse wäre also aufzufassen, als eine Streuung von Merkmalen um ein zeitlich und räumlich relativ scharf definiertes 'Epizentrum'. Die Wissenschaft interessiert sich da berechtigt nur für absolut spezifische Fragen, wie zB wo der Siedlungsraum germanischer Invasoren in England genetisch zu kartographieren ist. Die genetischen Charakteristika, aufgrund derer man sagen kann, dass mindestens die Hälfte aller Engländer in den historischen Besiedelungsgebieten der Germanen einen genetisch relevanten Unterschied zu Walisern aufweist, sagt nichts über deren Kategorisierbarkeit als Rasse aus, sondern nur, dass es eine Häufung von Merkmalen gibt, die auch die ursprünglichen Siedler dort mit ihnen teilten. Eine Rasse nach der traditionellen Vorstellung müsste aber als solche quasi durch alle Zeiten hinweg genetisch identifizierbar sein und das aufgrund einer willkürlich (aber zu diesem Zweck sinnvoll) gewählten Anordnung von genetischen Merkmalen. Verstehst du, wie eng willst du denn den Rahmen um die betrachtete Ethnogenese ziehen? Das ist immer willkürlich und dies einfach so einzufordern, ist unbestreitbar problematisch.
Ebenso schwierig und willkürlich ist eine Klassifizierung nach Rassen im größeren Maßstab. Sicherlich kann man sagen, dass die genetischen Unterschiede zwischen Asiaten und Europäern, auf die genetische Grundgesamtheit des Homo Sapiens bezogen, massiv sind, da ergibt ein dem Rassenbegriff ähnlicher biologischer Begriff eher Sinn, aber auch hier gibt es im Prinzip dieselben Schwierigkeiten. Wenn irgend eine Kategorisierung nach genetischen Charakteristika wissenschaftlich aufgestellt wird, dann kann das nicht dem Zweck dienen, dass man nationalistische Ideen indirekt unterstützt, ich weiss aber, dass du das nicht gemeint hast. Wie aber Agnost schon sagte, ist es andererseits vollkommen berechtigt, sinnvolle genetische Gruppenzuodnungen einem bestimmten Zweck zu unterziehen und nicht als per se gegeben aufzufassen. Das hast du nach meiner Beobachtung zu pauschal angegriffen.
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Agnost
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Beiträge: 5618

Beitrag(#1001295) Verfasst am: 16.05.2008, 02:35    Titel: Antworten mit Zitat

Der "Phänotyp" ist eh von den "Gene" abhängig.

Einen "schwarzen" Phänotyp gibt es somit gar nicht, es gibt nur sehr viele "schwarze" Phänotypen.

Und was unter einem "asiatischen" Phänotypen zu verstehen ist, ist genauso schleierhaft, wie die Idee diverser europäischer Phänotypen.

Ausser natürlich den Habsburgern und Spike Lee's weissen "Neschern", den Italienern. LOL

Es ist nunmal sehr verblüffend, aber trotz äusserem Anschein sind Südostasiaten genetisch weiter entfernt von Nordasiaten als Europäer von den Nordasiaten.

Auch ein Tasmanischer Tiger, als er noch lebte, sah einem Hund ähnlicher als einem Kängeruh, trotzdem war er ein Beuteltier.

Und der Walfisch ist ein Fisch und kein Schiff weil der Fisch unter dem Wasser schwimmt und nicht wie das Schiff über dem Wasser, was ein phänomenaler Unterschied ist.

Agnost
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Argáiþ
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Beiträge: 12486

Beitrag(#1001387) Verfasst am: 16.05.2008, 10:29    Titel: Antworten mit Zitat

Agnost hat folgendes geschrieben:
Der "Phänotyp" ist eh von den "Gene" abhängig.


Die sind aber nicht beliebig, bzw völlig heterogen gestreut, sondern in geographischen Zentren angeordnet.

Zitat:
Einen "schwarzen" Phänotyp gibt es somit gar nicht, es gibt nur sehr viele "schwarze" Phänotypen.


Ja und?

Zitat:
Und was unter einem "asiatischen" Phänotypen zu verstehen ist, ist genauso schleierhaft, wie die Idee diverser europäischer Phänotypen.


Nein, das ist genauso legitim, wie deine schwarzen Phänotypen festzustellen.

Zitat:
Ausser natürlich den Habsburgern und Spike Lee's weissen "Neschern", den Italienern. LOL


Man kann beispielswiese sehr leicht Osteuropäer, Mitteleuropäer und mediterrane Europäer nach Merkmalen unterschieden. Das kann man aber nicht sinnvoll als Menschenrassen begreifen. Allerdings war dieser Begriff auch nie strikt sondern bezog sich auf eine intuitive Zuordnung nach Äußerlichkeiten. Erst im 20. Jahrhundert hat man versucht das wissenschaftlich zu untermauern, aus bekannten Motiven.

Zitat:
Es ist nunmal sehr verblüffend, aber trotz äusserem Anschein sind Südostasiaten genetisch weiter entfernt von Nordasiaten als Europäer von den Nordasiaten.


Das finde ich nicht im Geringsten verblüffend. Dennoch sind übrigens die Unterschiede zwischen Europäern geringer, als zwischen Europäern und Nord- oder Ostasiaten.

Zitat:
Auch ein Tasmanischer Tiger, als er noch lebte, sah einem Hund ähnlicher als einem Kängeruh, trotzdem war er ein Beuteltier.

Und der Walfisch ist ein Fisch und kein Schiff weil der Fisch unter dem Wasser schwimmt und nicht wie das Schiff über dem Wasser, was ein phänomenaler Unterschied ist.

Agnost


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Agnost
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Beiträge: 5618

Beitrag(#1001845) Verfasst am: 17.05.2008, 09:59    Titel: Antworten mit Zitat

Argaith,

Ein durchschnittlicher Türke aus der Turkei ist auch ziemlich einfach von eine durchschnittlichen Turkmenen oder Krgisen unterscheidbar obwohl sie alle Turksprachig sine.

Es gibt auch ein Theorie, dass die meisten Europäer Basken sind obwohl die meisten Europäer Arisch schwätzen tun.

Und von den restlichen Europäern die nicht Baskisch sind die meisten Finn-Ugrisch sind, besonders die Blonden.

Wobei die Finnen überdurchschnittlich Blond sind und die Ungarn nicht.

Nein, nein, alle Rassentheorien greifen beim Homo Sapiens nicht. (Ausser bei den Habsburgern, aber auch da ist nichts gesichert nicht.)

Rasse funktioniet vielleicht bei Haustieren, weil da Zuchtwahl einfach möglich war.

Agnost
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Botschafter Kosh
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Anmeldungsdatum: 26.11.2007
Beiträge: 3972

Beitrag(#1001876) Verfasst am: 17.05.2008, 11:24    Titel: Antworten mit Zitat

caballito hat folgendes geschrieben:
Peter H. hat folgendes geschrieben:
Zur Auswahl stehen noch die Begriffe Menschen,- sowie Phänotypen. Wie wäre denn das?

Man kann natürlich politisch korrekt einfach ein neues Wort erfinden und dasselbe meinen. Schulterzucken

Der PC ist genüge getan, und andere Phänotypen zu hassen ist ja vielleicht politisch korrekt, solange man nicht "Rasse" sagt.


Wobei die Bevorzugung eines bestimmten Phänotyps nicht unbedingt ein Hass auf andere bedeutet.

"Die Homogamie-Hypothese besagt, dass Partner nach ähnlichen Kriterien ausgesucht werden, so dass möglichst gleiche Bedingungen (Abstammung, Alter, Bildungsniveau, sozialer Status, finanzielle Lage, Hobbys, politische Neigung, Religion) in eine Partnerschaft eingebracht werden. Darüber hinaus existiert das Endogamie-Prinzip, in der die Partnerwahl von Kultur- und Subkulturähnlichkeiten mitbestimmt werden."
http://de.wikipedia.org/wiki/Partnerwahl

mfg Kosh
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Argáiþ
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Anmeldungsdatum: 27.01.2007
Beiträge: 12486

Beitrag(#1001891) Verfasst am: 17.05.2008, 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

Komplett von der Rolle


Agnoschti,

du gehst mir auf die Nerven. Ich habe nix von Rassentheorieen erwähnt. Genetische Antropologie und Konsorten sind keine Rassentheorieen. Deine verblüffenden Beispiele verblüffen nicht, wozu tust du das tun tun?

Das mit den Basken ist auch unplausibel. Genetisch (!) und auch sonstwie kann man Basken, Spanier und Franzosen problemlos unterscheiden, obwohl man annehmen könnte, dass das ein stark durchwandertes Gebiet sein müsste. Diese typologischen Gruppen sind auch noch oft beinahe deckungsgleich mit Sprachgrenzen verteilt und in vielen Fällen fast deckungsgleich mit den archäologischen Spuren ihrer Substrate. ZB kann man die alemannisch-fränkisch-bayrischen Dialektgrenzen am Verlauf von Grabfunden aus der Völkerwanderungszeit geradezu ablesen. Und nur dazu ist es auch interessant, nicht für die Frage, wer die arischsten Blondköpfe sind.
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Jossele
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Anmeldungsdatum: 01.05.2008
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Beitrag(#1001900) Verfasst am: 17.05.2008, 12:37    Titel: Antworten mit Zitat

Das Rassenthema ist für mich als Mix mit gemixten Kindern und eigentlich bereits gemixten Vorfahren sehr interessant. Zum einen gibt es einen Aspekt der Persönlichkeitsbildung, der besagt, dass zur Bildung der je individuellen Persönlichkeit auch das soziale Environment notwendig ist. Wir bestimmen im Verlaufe unseres Lebens wer wir sind, unter anderem über die Frage welcher Gruppe wir angehören. Dabei gibt es nur ein Wir, wenn es auch ein Die Anderen gibt. Es geht also zunächst nicht ohne Kategorisierungen, die häufig mit Wertungen einhergehen.
Ebenso auffällig ist die Tatsache, dass in den Rassismussgedanken immer zwischen Ähnlichkeiten und Verschiedenheiten hin und her gesprungen wird. Das menschliche Auge nimmt pro Sekunde ca. 1 Mio. Reize war. 99,9% werden dabei von vornherein als irrelevant betrachtet und eliminiert. Dennoch brauchen wir sowohl Unterschiede, als auch Gemeinsamkeiten, um die Kategorien zu bilden, die es uns ermöglichen in einer Umwelt mit nicht mehr überschaubarer Informationsmenge zurechtzukommen. Dabei entsteht Rassismus, der meiner Ansicht nach nur eine von vielen Manifestationen der Angst vor dem Unbekannten darstellt. Solange die Umgebung schön kategorisierbar bleibt, ist alles in Ordnung. Gelingt das nicht mehr, gerät der Mensch ins Schwimmen und versucht anderweitig Orientierung zu kreieren.
Problematisch wird das ganze in beide Richtungen, wenn es instrumentalisiert wird. Rassismus kann sowohl als Instrument der Abgrenzung benutzt werden, als auch als Instrument um Handlungen die einem nicht gefallen abzuwerten (das Beispiel mit dem „Schwarzen“ [mein Vater stammt aus der Karibik – „ich darf das“ lol] der überall Rassismus sieht – ich kenne das aus der eigenen Umgebung und in meinem Job als Sozialarbeiter ist es mir ständig in den seltsamsten Ausführungen begegnet)
Beispielsweise empfinde ich es als rassistisch, wenn ich von Schwarzen als Bro’ gegrüßt werde, aber meine europäide Freundin nicht (obwohl sie halbe Ungarin ist, man sieht es jedoch nicht). Ich hatte mal die nette Szene, als jemand angemerkt hatte: „ein deutscher Schäferhund und ein Neger, das geht ja gar nicht. Leider habe ich es nicht selbst gehört, sondern nur meine Freundin und als sie es mir sehr erbost mitteilen konnte, waren wir leider zu weit durch die Menschenmenge (Weihnachtsmarkt!) durch um umzukehren. Mein „Schäferhund“ (Schäfer-Collie-Husky-Mix lol) ist nämlich aus Kroatien, während ich ein „deutsches Staatsexamen“ in der Tasche habe, auch wenn ich nicht so aussehe. Wer also der „Ausländer“ ist, ist bei uns nicht so einfach aufgrund phänotypischer Merkmale zu bestimmen. Solch Sachen werden in dumpfer Angst um Job und Lebensbedingungen geboren. Viele meiner Freunde haben auch schon scherzhaft angemerkt, dass ich doch als Exot keine Probleme haben müsste eine Freundin zu finden. Ich denke, dass ich andere Probleme auf Grund meines Exotenstatus dabei habe und darüber hinaus die gleichen wie alle (z. B. Schiss abgewiesen zu werden etc.)

Jossele
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Also wenn sie meinen sie müssen, dann sollen sie doch, wenn sie können ...
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Argáiþ
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Anmeldungsdatum: 27.01.2007
Beiträge: 12486

Beitrag(#1001911) Verfasst am: 17.05.2008, 12:59    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Beispielsweise empfinde ich es als rassistisch, wenn ich von Schwarzen als Bro’ gegrüßt werde,


Das ist nicht rassistisch sondern ein albernes Klischee, das würde mir auch auf die Nerven gehen.

Zitat:
Wer also der „Ausländer“ ist, ist bei uns nicht so einfach aufgrund phänotypischer Merkmale zu bestimmen. Solch Sachen werden in dumpfer Angst um Job und Lebensbedingungen geboren


Die Staatsbürgerschaft hat mit irgendwelchen Phänotypen natürlich nichts zu tun Mit den Augen rollen
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Jossele
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Anmeldungsdatum: 01.05.2008
Beiträge: 352
Wohnort: Freiburg

Beitrag(#1001990) Verfasst am: 17.05.2008, 15:01    Titel: Antworten mit Zitat

Argaith hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Beispielsweise empfinde ich es als rassistisch, wenn ich von Schwarzen als Bro’ gegrüßt werde,


Das ist nicht rassistisch sondern ein albernes Klischee, das würde mir auch auf die Nerven gehen.

Zitat:
Wer also der „Ausländer“ ist, ist bei uns nicht so einfach aufgrund phänotypischer Merkmale zu bestimmen. Solch Sachen werden in dumpfer Angst um Job und Lebensbedingungen geboren


Die Staatsbürgerschaft hat mit irgendwelchen Phänotypen natürlich nichts zu tun Mit den Augen rollen


das rassistische daei ist meine Freundin zu behandeln als ob sie Luft wäre , nicht das mich Grüßen und klar hat die Staatsbürgerschaft nichts mit dem Phänotyp zu tun, drum steht auch der Ausländer in ""! Aber Gedanken wie Staatsbürgerschaft völlig zu ignorieren und sich rein auf phänotypische Merkmale zu stürzen ist rassistisch und dumm zugleich. Es zeigt für mich deutlich, dass ein gewisser Stumpfsinn dazu gehört, sich auf solcherlei Dinge zu fixieren, ohne das Umfeld zu beachten.
Aber die Grundfrage bleibt trotzdem spannend. Wie manifestiert sich Xenophobie und wenn sie sich rassistisch manifestiert, welche Ursachen hat es und kann es bekämpft oder "behoben" werden.
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Argáiþ
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Beiträge: 12486

Beitrag(#1002002) Verfasst am: 17.05.2008, 15:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaue nicht, dass es ein andgeborenes xenophobes Verhalten gibt. Evolutionär würde sowas nicht viel Sinn ergeben, denke ich. Argwohn gegenüber Fremden, mit denen man sich nicht verständigen kann und die einen nur dann ansprechen, wenn sie irgendwas brauchen, ist zB etwas anderes, als Abscheu vor einer für die Umgebung untypischen Physiognomie. Letzteres kann eher durch Ressentiments und allgemeines Gartenzwerggeläster zu einer rassistischen Dimension werden.

Übrigens hängt das wahrscheinlich viel eher mit Vielsprachigkeit zusammen, als mit sonst etwas. Die Gesichtsmuskeln werden durch eine Sprache in bestimmter Weise trainiert und insbesondere eignet man sich die kulturübliche Mimik an. Einwanderer aus fremden Kulturen sprechen nicht nur anders, sondern es fällt manchen u.U. schwer, deren Mimik zu interpretieren. Wenn dann noch Arbeitsplatzkonkurrenz ins Spiel kommt, profitiert das dann entstehende Feindbild natürlich von angreifbaren Aspekten, wie Kommunikationsschwierigkeiten.
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Argáiþ
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Anmeldungsdatum: 27.01.2007
Beiträge: 12486

Beitrag(#1002003) Verfasst am: 17.05.2008, 15:22    Titel: Antworten mit Zitat

Doppelpost gelöscht

Zuletzt bearbeitet von Argáiþ am 17.05.2008, 15:27, insgesamt einmal bearbeitet
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Jossele
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Beitrag(#1002009) Verfasst am: 17.05.2008, 15:27    Titel: Re: Frage zu Rassismus Antworten mit Zitat

Uriziel hat folgendes geschrieben:
Mr.Manescu hat folgendes geschrieben:

By the way: Trennendes Denken ist scheiße, weil es trennt und Trennung fördert Hass, Krieg etc.

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/281703



Das ist nur die halbe Wahrheit zwinkern

Manchmal ist trennendes Denken ganz gut - denn es stellt z.B die nötigen Regeln zwischen "Gast" und "Gastgeber" auf und das der Gast sich nach dem Gastgeber zu richten hat und nicht umgekehrt zwinkern

Das ist überall auf der Welt so - nur in Deutschland nicht Mit den Augen rollen =P


Wenn Du mal in entsprechenden Situationen Gast gewesen bist, wirst Du merken, dass in den meisten Ländern Gastgeber sich wesentlich mehr nach den Gästen richten, als hier bei uns. Und zwar recht unabhängig davon woher der Gast kommt. Du sprichst wohl nicht Gäste an, sondern "Gastarbeiter" und damit wird es ganz dunkel. Türkische Kids in der dritten Generation sind sowenig Gast in Deutschland, wie die Buren das in Südafrika sind. Ich bin über meinen jugendlichen Wahnsinn weit genug hinausgewachsen, um nur zu fordern die sollten da weg, weil sie in Afrika nichts zu suchen haben (respektive in Deutschland für die Türken oder Italer oder Russen oder was weiß ich). Wir unterscheiden sehr wohl, ob jemand aus Italien Ghana oder Schweden kommt, wobei letzterer wohl die geringsten Widerstände zu befürchten hat. Dabei sind rassische Merkmale wesentlich unwichtiger, als die Frage ob jemand politischer oder wirtschaftlicher Flüchtling ist, oder ein gut ausgebildeter Ing. mit garantiertem Job. Der schlägt nicht auf das Budget.

(sorry für die durcheinander gehenden Antworten, aber ich musste zwischenzeitlich mal weg - ging nicht anders)

Jossele
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Anmeldungsdatum: 01.05.2008
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Beitrag(#1002012) Verfasst am: 17.05.2008, 15:31    Titel: Re: Frage zu Rassismus Antworten mit Zitat

Doppelpost gelöscht
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Anmeldungsdatum: 01.05.2008
Beiträge: 352
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Beitrag(#1002019) Verfasst am: 17.05.2008, 15:45    Titel: Antworten mit Zitat

Argaith hat folgendes geschrieben:
Ich glaue nicht, dass es ein andgeborenes xenophobes Verhalten gibt. Evolutionär würde sowas nicht viel Sinn ergeben, denke ich. Argwohn gegenüber Fremden, mit denen man sich nicht verständigen kann und die einen nur dann ansprechen, wenn sie irgendwas brauchen, ist zB etwas anderes, als Abscheu vor einer für die Umgebung untypischen Physiognomie. Letzteres kann eher durch Ressentiments und allgemeines Gartenzwerggeläster zu einer rassistischen Dimension werden.
Teil gelöscht

Ich glaube dieses xenophobe Verhalten bezieht sich nicht explizit auf andere Menschen sondern auf alles Fremde, was sich zunächst nicht einordnen lässt. Fremde Menschen gehören da schlicht dazu.
Es dient evolutionär der Gefahrenminderung, bekannt=sicher - unbekannt=gefährlich ...
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Beiträge: 12486

Beitrag(#1002035) Verfasst am: 17.05.2008, 16:29    Titel: Antworten mit Zitat

Ich weiss nicht. Wie passt das zu den Flaschenhalssituationen? Es gab Zeiten, da konnten die kleinen wandernden Menschensippen froh sein, wenn sie auf andere trafen, um sich fortzupflanzen.
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Sokrateer
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Beitrag(#1002218) Verfasst am: 17.05.2008, 19:38    Titel: Antworten mit Zitat

Agnost hat folgendes geschrieben:
Es gibt auch ein Theorie, dass die meisten Europäer Basken sind

Ich habe gelesen, dass die Basken und Waliser die letzten Nachfahren der Cro Magnon wären. Cro Magnon Schädel erkennt man an den rechteckigen Augenhöhlen:



Habe mal nach Wales und Rugby gegoogelt und dieses Individuum kam dabei raus:


Gröhl...
Die Augenhöhlen passen. Die fehlenden Zähne auch. Auch sonst drängen sich Ähnlichkeiten mit Urmenschen auf. Hat wohl was mit der Profession zu tun. Lachen


Zuletzt bearbeitet von Sokrateer am 17.05.2008, 20:37, insgesamt einmal bearbeitet
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Anmeldungsdatum: 27.01.2007
Beiträge: 12486

Beitrag(#1002224) Verfasst am: 17.05.2008, 19:49    Titel: Antworten mit Zitat

Oh, wie böse. Na, beim Individuum kann das sonstwas für Gründe haben. Vielleicht wurden seine Augen vom Fernsehen viereckig. Da müsstest du noch ein par Waliser mehr aus Google rauskramen.
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Agnost
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Anmeldungsdatum: 12.11.2006
Beiträge: 5618

Beitrag(#1002239) Verfasst am: 17.05.2008, 20:01    Titel: Antworten mit Zitat

Argaith hat folgendes geschrieben:
Komplett von der Rolle


Agnoschti,

du gehst mir auf die Nerven. Ich habe nix von Rassentheorieen erwähnt. Genetische Antropologie und Konsorten sind keine Rassentheorieen. Deine verblüffenden Beispiele verblüffen nicht, wozu tust du das tun tun?

Das mit den Basken ist auch unplausibel. Genetisch (!) und auch sonstwie kann man Basken, Spanier und Franzosen problemlos unterscheiden, obwohl man annehmen könnte, dass das ein stark durchwandertes Gebiet sein müsste. Diese typologischen Gruppen sind auch noch oft beinahe deckungsgleich mit Sprachgrenzen verteilt und in vielen Fällen fast deckungsgleich mit den archäologischen Spuren ihrer Substrate. ZB kann man die alemannisch-fränkisch-bayrischen Dialektgrenzen am Verlauf von Grabfunden aus der Völkerwanderungszeit geradezu ablesen. Und nur dazu ist es auch interessant, nicht für die Frage, wer die arischsten Blondköpfe sind.


Also der Blocher Christof ist ganz sicher kein Alemane.

Und inwiefern die alten Keltiberer früher Basken waren weiss man wirklich nix genaues.
Das Sprache nicht am Genom klebt ist, schon längst bewiesen.
Das Vordringen der "Indo-europäischen" Sprache hat nicht zu einer Auslöschung des Gensubstrats der Alt-Europäer geführt.
Genauso hat die Ausdehnung der Bantu-Sprachen aus der Niger-Congo Gruppe von Kamerun aus über das ganze Subsaharische Afrika auch nicht zu einer Auslöschung des übrigen Gensubstrats in Kenia oder Südafrika geführt.

Des weiteren ist es ja auch so, dass ein Oberfranke wohl bedeutend grössere Probleme hat einen Niederfränkischen Holländer zu verstehen, als einen Niederalemanischen Allgäuer.

Agnost
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Argáiþ
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Beitrag(#1002252) Verfasst am: 17.05.2008, 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Und inwiefern die alten Keltiberer früher Basken waren weiss man wirklich nix genaues.
Das Sprache nicht am Genom klebt ist, schon längst bewiesen.
Das Vordringen der "Indo-europäischen" Sprache hat nicht zu einer Auslöschung des Gensubstrats der Alt-Europäer geführt.
Genauso hat die Ausdehnung der Bantu-Sprachen aus der Niger-Congo Gruppe von Kamerun aus über das ganze Subsaharische Afrika auch nicht zu einer Auslöschung des übrigen Gensubstrats in Kenia oder Südafrika geführt.


Freilich, aber dieses Zeug tangiert das nicht, das ist nur die Ursuppe des 19. Jahrhunderts, die da noch am Gammeln ist. Die Indoeuropäischen Sprachen haben sich gerade nach Europa wahrscheinlich in der Tat eher durch friedliche Kontakte verbreitet, das habe ich selbst schon ein par mal irgendwo erwähnt. Es hat auch niemand hier behauptet, dass die Sprecher keltischer Sprachen Nachfahren von indoeuropäischen Eroberervölkern sind. Aber fixiere zB den Zeitpunkt 700 AD: Diejenigen Leute, die zu der Zeit eine germanische Sprache hatten, können durchaus die Vorfahren und ethnischen Begründer auch heute noch existierender kulturell verwandter Bevölkerungsteile sein und genetisch mit ihnen enger verwand sein, als andere. Das waren aber damals schon keine Arier, sondern ein europäisches Völkergemisch, das aus was weiss ich was für Gründen eben diese Sprache und eine zuordenbare Kultur hatte. In diesem Sinne kann das Genom sehr wohl an der Sprache kleben, das darf man nur nicht voraussetzen.

Ein Alemanne kann Blocher nach dieser Defnition sowieso schon mal nicht sein, weil Alamanne eine kulturelle und sprachliche Defnition ist, aber er kann vielleicht genetische Merkmale haben, die sich unter den A. ebenfalls gehäuft haben. Es wird so nicht ausgesagt, dass Blocher zur 'alamannsichen Rasse' gehört. Es spielt aber grundsätzlich keine Rolle, was die genetische Situation der A. 700 AD tatsächlich gewesen ist. Ein Kongolese, der unter ihnen enkulturiert worden wäre, wäre genauso ein A. gewesen, nur würden seine Gene von den typischen Merkmale der A. abweichen.
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Sokrateer
souverän



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Wohnort: Wien

Beitrag(#1002265) Verfasst am: 17.05.2008, 20:36    Titel: Antworten mit Zitat

Argaith hat folgendes geschrieben:
Oh, wie böse. Na, beim Individuum kann das sonstwas für Gründe haben. Vielleicht wurden seine Augen vom Fernsehen viereckig. Da müsstest du noch ein par Waliser mehr aus Google rauskramen.

Das war auch nur ein Scherz. Vermutlich ein Zufallstreffer. Solche eckigen Augenhöhlen sieht man auch in Österreich. Diese Cro-Magnon Schädel sehen irgendwie cool aus.

Weiters hatten die Cro-Magnon ein enormes Gehirnvolumen. Hätte nicht gehört, dass das bei den Walisern auch so ist.

Jossele hat folgendes geschrieben:
das rassistische daei ist meine Freundin zu behandeln als ob sie Luft wäre , nicht das mich Grüßen und klar hat die Staatsbürgerschaft nichts mit dem Phänotyp zu tun, drum steht auch der Ausländer in ""! Aber Gedanken wie Staatsbürgerschaft völlig zu ignorieren und sich rein auf phänotypische Merkmale zu stürzen ist rassistisch und dumm zugleich. Es zeigt für mich deutlich, dass ein gewisser Stumpfsinn dazu gehört, sich auf solcherlei Dinge zu fixieren, ohne das Umfeld zu beachten.
Aber die Grundfrage bleibt trotzdem spannend. Wie manifestiert sich Xenophobie und wenn sie sich rassistisch manifestiert, welche Ursachen hat es und kann es bekämpft oder "behoben" werden.

Es gibt einige neue Studien, die zeigen, dass Menschen Fremden mit Gesichtszügen, die den ihren gleichen, mehr Vertrauen beimessen. Das trifft nicht zuletzt auch auf Europäer zu, die nicht anatomisch geschult sind und diese Ähnlichkeiten nicht bewusst bemerken.
Ehepartner ähneln sich stärker als Freunde. Und diese ähneln sich wiederum stärker als zwei zufällig ausgewählte Staatsbürger.

Es gibt auch Belege dafür, dass wir Gesichter innerhalb unserer "Rasse" besser auseinanderhalten können, während die anderen alle gleich aussehen.
Kurzum dürfte es, solange man diese Phänomene nicht ändern kann, immer Schwarze geben, die mal zuerst auf dich zugehen und dich als Bro bezeichnen.

Der Einwand der genetischen Unterschiede zwischen Südost- und Nordostasiaten bzw. Afrikanern nur aus europäischer Perspektive einen Sinn. Denn in diesen Regionen gibt es viel Rassismus untereinander und die diversen Völker können sich durchaus auseinanderhalten und schreiben sich diverse Eigenschaften zu. Vietnamesen werden von Koreanern und Chinesen manchmal als "Dschungelasiaten" verunglimpft. Für uns sehen die alle gleich aus.

Oder in Südafrika. Da gibt es die Ureinwohner, die San, die schon vor der Ankunft der Europäer von den Xhosa (Nelson Mandela) und den Zulus vertrieben und dezimiert wurden.
San:


Und im Kongo werden die Pygmäen versklavt und tw. gejagt und verspeist:
Sokrateer hat folgendes geschrieben:

DR Congo pygmies appeal to UN
Pygmies want UN tribunal to address cannibalism

Pygmäenvertreter berichten von Treibjagden auf ihr Volk. Pygmäen werden im Kongo häufig versklavt, weil man sie für Untermenschen hält, oder verspeist, da ihrem Fleisch magische Kräfte zugesprochen werden.

http://www.africanholocaust.net/peopleofafrica.htm
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 1827

Beitrag(#2116477) Verfasst am: 03.12.2017, 11:41    Titel: Antworten mit Zitat

https://de.yahoo.com/style/rassismus-vorw-rfe-artikel-ber-123846952.html schrieb:

Zitat:
Das britische Boulevardblatt „Daily Mail“ hat sich einen unverschämten Artikel über Meghan Markle geleistet. In ihm wird ihr Stammbaum durchleuchtet und mit rassistischen Äußerungen gespickt.


Ist es rassistisch, die mütterliche Ahnenreihe von Meghan Markle als bettelarme ("dirt poor") Baumwoll-Sklaven zu benennen?

http://www.taz.de/%215382985/ schrieb bereits am 9. 2. 2017:
Zitat:
Dem Blatt wird Rassismus und Homophobie ebenso vorgeworfen wie falsche Berichterstattung.


Ich freue mich jedenfalls für Meghan Markles Verlobung mit Prinz Harry.

Link klickbar gemacht. vrolijke
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http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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Lebensnebel
Dachsdecker



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Beiträge: 944

Beitrag(#2116482) Verfasst am: 03.12.2017, 12:06    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
https://de.yahoo.com/style/rassismus-vorw-rfe-artikel-ber-123846952.html schrieb:

Zitat:
Das britische Boulevardblatt „Daily Mail“ hat sich einen unverschämten Artikel über Meghan Markle geleistet. In ihm wird ihr Stammbaum durchleuchtet und mit rassistischen Äußerungen gespickt.


Ist es rassistisch, die mütterliche Ahnenreihe von Meghan Markle als bettelarme ("dirt poor") Baumwoll-Sklaven zu benennen?



Rasistisch ist das nicht. Das kann richtig oder falsch sein.
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wolle
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Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 1827

Beitrag(#2116496) Verfasst am: 03.12.2017, 13:34    Titel: Antworten mit Zitat

Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:
https://de.yahoo.com/style/rassismus-vorw-rfe-artikel-ber-123846952.html schrieb:

Zitat:
Das britische Boulevardblatt „Daily Mail“ hat sich einen unverschämten Artikel über Meghan Markle geleistet. In ihm wird ihr Stammbaum durchleuchtet und mit rassistischen Äußerungen gespickt.


Ist es rassistisch, die mütterliche Ahnenreihe von Meghan Markle als bettelarme ("dirt poor") Baumwoll-Sklaven zu benennen?



Rasistisch ist das nicht. Das kann richtig oder falsch sein.


Falsch ist es wohl nicht.
Markle hat immerhin eigentlich krause Haare.
Eine durchaus sympathische Frau.

Die Daily Mail scheint aber ihre Herkunft gegen sie verwenden zu wollen, als vermeintliches Argument, dass sie als Verlobte für Prinz Harry nicht angemessen sei.
Das wäre wiederum rassistisch.
_________________
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http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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Skeptiker
linksunten



Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 12780
Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2116518) Verfasst am: 03.12.2017, 15:43    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:
https://de.yahoo.com/style/rassismus-vorw-rfe-artikel-ber-123846952.html schrieb:

Zitat:
Das britische Boulevardblatt „Daily Mail“ hat sich einen unverschämten Artikel über Meghan Markle geleistet. In ihm wird ihr Stammbaum durchleuchtet und mit rassistischen Äußerungen gespickt.


Ist es rassistisch, die mütterliche Ahnenreihe von Meghan Markle als bettelarme ("dirt poor") Baumwoll-Sklaven zu benennen?



Rasistisch ist das nicht. Das kann richtig oder falsch sein.


Falsch ist es wohl nicht.
Markle hat immerhin eigentlich krause Haare.
Eine durchaus sympathische Frau.

Die Daily Mail scheint aber ihre Herkunft gegen sie verwenden zu wollen, als vermeintliches Argument, dass sie als Verlobte für Prinz Harry nicht angemessen sei.
Das wäre wiederum rassistisch.


Ich würde sagen, das ist der Klassendünkel der erzbürgerlichen Zeitung Daily Mail.

Rassismus beinhaltet ja eigentlich - wie man am Kolonialismus und an Sklavenhaltergesellschaften sieht - soziale Diskriminierung.

Soziale Ungleichheiten liegen auch sexistischer Diskriminierung zugrunde.
_________________
°
"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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