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Krankenkasse ohne Homöopathie
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Heike J
ganz entspannt



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 26282
Wohnort: Bochum

Beitrag(#1517927) Verfasst am: 13.08.2010, 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

Martha-Helene hat folgendes geschrieben:
Sag ich doch: eure Kritik ist so zweifelsfrei.
Liest man hier im Forum, ist einem eindeutig, das Zeug ist Mist, muss verboten werden
und redet man zuhause nur ansatzweise so, ist man dort wieder die Abartige, weil zig Leute auf Homöopathie stehen und keinen Schaden daran genommen haben.


Du kannst Dummheit nicht verbieten.
Nur versuchen aufzuklären.
Du kannst aber niemanden zwingen, keinen Unfug mehr zu glauben.
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Woici
ist vollkommen humorlos



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 7437
Wohnort: Em Schwobaländle

Beitrag(#1517932) Verfasst am: 13.08.2010, 17:00    Titel: Antworten mit Zitat

Heike J hat folgendes geschrieben:
Du kannst Dummheit nicht verbieten.
Nur versuchen aufzuklären.
Du kannst aber niemanden zwingen, keinen Unfug mehr zu glauben.


so ist es...
pendler und wünschelrutengänger verweist man hierbei gerne mal auf James Randi und fragt, warum die Million noch immer da liegt...
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eigentlich bin ich ein ganz netter... und wenn ich freunde hätte, könnten die das auch bestätigen.
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Rasmus
entartet und notorisch gottlos - Ich bin Papst



Anmeldungsdatum: 20.05.2004
Beiträge: 17559

Beitrag(#1517938) Verfasst am: 13.08.2010, 17:17    Titel: Antworten mit Zitat

Woici hat folgendes geschrieben:
Heike J hat folgendes geschrieben:
Du kannst Dummheit nicht verbieten.
Nur versuchen aufzuklären.
Du kannst aber niemanden zwingen, keinen Unfug mehr zu glauben.


so ist es...
pendler und wünschelrutengänger verweist man hierbei gerne mal auf James Randi und fragt, warum die Million noch immer da liegt...


Das gilt auch für Homöopathen!

die Details müsste ich prüfen, aber wer es z.B. schafft, zwei unterschiedliche homöopatische "Wirkstoffe" voneinander zu unterscheiden, der bekommt das Geld.

die Regeln: Es werden zwei unterschiedliche verschiedenen Hochpotenzen nach Hahnemann hergestellt. Von beiden werden mehrere Proben abgefüllt.

Der Anwärter (Herausforderer? egal ...) erhält nun mehrere Proben, die äußerlich nicht voneinander zu unterscheiden sind, die sich wissenschaftlich gesehen auch in nichts unterscheiden sollten, die aber - jeweils zufällig - einer der beiden Hochpotenzen entnommen worden sind.

Der Anwärter hat nun nichts weiter zu tun, als hinreichend viele dieser Proben richtig zu identifizieren.

Jeder, der den Unfug glaubt könnte innerhalb weniger Tagen, Wochen oder maximal Monaten das Geld gewinnen, ohne dabei auch nur einmal das Haus verlassen zu müssen! der Test ließe sich über die Post bestehen!

.... das Geld ist noch da.
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Rasmus
entartet und notorisch gottlos - Ich bin Papst



Anmeldungsdatum: 20.05.2004
Beiträge: 17559

Beitrag(#1517942) Verfasst am: 13.08.2010, 17:20    Titel: Antworten mit Zitat

Martha-Helene hat folgendes geschrieben:
Sag ich doch: eure Kritik ist so zweifelsfrei.


Du machst uns unsere mangelnde Debilität zum Vorwurf? Gröhl...

Zitat:
Liest man hier im Forum, ist einem eindeutig, das Zeug ist Mist, muss verboten werden
und redet man zuhause nur ansatzweise so, ist man dort wieder die Abartige, weil zig Leute auf Homöopathie stehen und keinen Schaden daran genommen haben.


Dzu könntest zur Abwechslung mal lesen, was hier über zig Seiten immer wieder steht, dann wüsstest Du, warum das allesamt Idioten sind.

Zitat:
Ich werde höchstens noch von Rasmus paranoid.


Wo ist das Problem?


Zitat:
Genauso könntest du Woici anmosern weil er schreibt: vielleicht zusätzlich um der waldorfschulenlehrerin magdalena müller-schulze aus u. an der d. das gefühl zu geben, dem antroposophischen prinzip wenigstens zur hälfte gerecht zu werden....


Den Satz kann ich nicht parsen ...
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Martha-Helene
auf Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 24.02.2010
Beiträge: 1155

Beitrag(#1518009) Verfasst am: 13.08.2010, 19:22    Titel: Antworten mit Zitat

Musste gerade mal Kindern was Nützliches beibringen.
Stöhn, was soll ich nun auf die vielen Antworten erwidern...

Das Problem war:
die Erkenntnisse im Forum teile ich überwiegend, sie sind aber nicht gerade üblich bei den anderen Mitmenschen.
Wie bringt man es also im Alltag rüber?

Mist, muss wieder weg.
Aber als Ratgeber-Forum ist das hier wohl eh nicht gedacht.
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Evilbert
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Anmeldungsdatum: 16.09.2003
Beiträge: 42408

Beitrag(#1518012) Verfasst am: 13.08.2010, 19:27    Titel: Antworten mit Zitat

Martha-Helene hat folgendes geschrieben:

Aber als Ratgeber-Forum ist das hier wohl eh nicht gedacht.



Doch, auch. Hier gab es schon Unmengen Tipps für alle möglichen Arten von Problemen.

Erst gestern oder vorgestern hab ich zum Beispiel einen Tipp für ein Fruchtfliegen-Problem gekriegt.
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Rasmus
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Anmeldungsdatum: 20.05.2004
Beiträge: 17559

Beitrag(#1518017) Verfasst am: 13.08.2010, 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

Martha-Helene hat folgendes geschrieben:
Musste gerade mal Kindern was Nützliches beibringen.
Stöhn, was soll ich nun auf die vielen Antworten erwidern...


"Ich sehe ein, ich habe dummes Zeug geredet. Ich schäme mich und werde es nie, nie wieder tun!" - um nur eine Möglichkeit zu nennen. zynisches Grinsen

Zitat:
Das Problem war:
die Erkenntnisse im Forum teile ich überwiegend, sie sind aber nicht gerade üblich bei den anderen Mitmenschen.
Wie bringt man es also im Alltag rüber?


Man wägt ab, wie wichtig einem die Leute sind und sagt dann entweder die Wahrheit, oder hält die Klappe und stirbt ein wenig mehr ...

Zitat:
Mist, muss wieder weg.
Aber als Ratgeber-Forum ist das hier wohl eh nicht gedacht.


Hier bekommt man in der Regel sehr gute Ratschläge. Dummerweise bedeutet das auch, dass man nur sehr selten das gesagt bekommt, was man gerne hören will...
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Rasmus
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Anmeldungsdatum: 20.05.2004
Beiträge: 17559

Beitrag(#1518018) Verfasst am: 13.08.2010, 19:34    Titel: Antworten mit Zitat

Noseman hat folgendes geschrieben:
Erst gestern oder vorgestern hab ich zum Beispiel einen Tipp für ein Fruchtfliegen-Problem gekriegt.


Es freut mich, dass meine Äußerungen Dir ganz nebenbei bei Deinen Problemen helfen konnten ... Sehr glücklich
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Dissonanz
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Anmeldungsdatum: 24.03.2008
Beiträge: 3541

Beitrag(#1518022) Verfasst am: 13.08.2010, 19:40    Titel: Antworten mit Zitat

Rasmus hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Das Problem war:
die Erkenntnisse im Forum teile ich überwiegend, sie sind aber nicht gerade üblich bei den anderen Mitmenschen.
Wie bringt man es also im Alltag rüber?


Man wägt ab, wie wichtig einem die Leute sind und sagt dann entweder die Wahrheit, oder hält die Klappe und stirbt ein wenig mehr ...


Gesprochen wie ein wahrer.. Informatiker? Vielleicht auch Physiker. Auf den Arm nehmen

Ich hätte noch andere Vorschläge: Das Zeugs in Beisein der Personen in "Überdosis" schlucken; Es in Beisein der Person streng nach den Regeln der Kunst herstellen(Lederbibel nicht vergessen); Erwähnen, dass du die Eltern der Kinder, die du zu betreuen scheinst, dazu gebracht hast, homöopathische Behandlungen bei extrem gefährlichen oder zumindest nicht gut mit Placebos zu behandelnden(Knochenbrüche? Blutende Wunden?) Problemen anzuwenden

Natürlich sind in allen Fällen eine überzeugende kontextuelle Einbindung und speziell im letzten Fall, dass klar wird, dass das völlig verantwortungloses Verhalten ist, wichtig.
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-Brother Broadsword of Warm Humanitarianism

"In other words, the cultures have been subjected to as careless handling as if in the hands of a somewhat below par student assistant, but they have survived."
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Rasmus
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Anmeldungsdatum: 20.05.2004
Beiträge: 17559

Beitrag(#1518058) Verfasst am: 13.08.2010, 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

Dissonanz hat folgendes geschrieben:
Rasmus hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Das Problem war:
die Erkenntnisse im Forum teile ich überwiegend, sie sind aber nicht gerade üblich bei den anderen Mitmenschen.
Wie bringt man es also im Alltag rüber?


Man wägt ab, wie wichtig einem die Leute sind und sagt dann entweder die Wahrheit, oder hält die Klappe und stirbt ein wenig mehr ...


Gesprochen wie ein wahrer.. Informatiker? Vielleicht auch Physiker. Auf den Arm nehmen


Beides falsch.

Zitat:
Ich hätte noch andere Vorschläge: Das Zeugs in Beisein der Personen in "Überdosis" schlucken;


http://www.1023.org.uk/the-1023-overdose-event.php


Zitat:
Es in Beisein der Person streng nach den Regeln der Kunst herstellen(Lederbibel nicht vergessen);


Meinst' echt, das hilft? Es ist ja bekannt, wie es gemacht wird ...

Zitat:
Erwähnen, dass du die Eltern der Kinder, die du zu betreuen scheinst, dazu gebracht hast, homöopathische Behandlungen bei extrem gefährlichen oder zumindest nicht gut mit Placebos zu behandelnden(Knochenbrüche? Blutende Wunden?) Problemen anzuwenden


hä?

Und: Ich betreue keine Kinder, so wahnsinnig ist niemand ...

Zitat:
Natürlich sind in allen Fällen eine überzeugende kontextuelle Einbindung und speziell im letzten Fall, dass klar wird, dass das völlig verantwortungloses Verhalten ist, wichtig.


Homöopathie ist nichts weiter als Glaube an Zauberei. Anders als durch "Magie" lässt sich nicht erklären, wie es funktionieren sollte. Leider sind Leute die so einen Scheiß glauben nicht sonderlich anfällig für logische Argumente.
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 19076
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#1518081) Verfasst am: 13.08.2010, 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Martha-Helene hat folgendes geschrieben:
Sag ich doch: eure Kritik ist so zweifelsfrei.
Liest man hier im Forum, ist einem eindeutig, das Zeug ist Mist, muss verboten werden
und redet man zuhause nur ansatzweise so, ist man dort wieder die Abartige, weil zig Leute auf Homöopathie stehen und keinen Schaden daran genommen haben.....

Du solltest vielleicht etwas genauer lesen:

Es wird hier unterschieden zwischen der wissenschaftlichen Beurteilung der Wirkung der Homöopatie (Da sind sich alle einig, die die Problematik der Evaluation von Arzneimittelwirkungen und den methodischen Ansatz zur Umgehung dieser Problematik mindestens ansatzweise verstanden haben ) und der moralischen Bewertung ihrer Anwendung. Zum letzteren gibt es hier z.B. regelmäßig Streit zwischen Rasmus und mir.

Ich habe hier noch nie für ein Verbot plädiert.

fwo
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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Dissonanz
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Anmeldungsdatum: 24.03.2008
Beiträge: 3541

Beitrag(#1518109) Verfasst am: 13.08.2010, 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

Rasmus hat folgendes geschrieben:
Dissonanz hat folgendes geschrieben:
Rasmus hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Das Problem war:
die Erkenntnisse im Forum teile ich überwiegend, sie sind aber nicht gerade üblich bei den anderen Mitmenschen.
Wie bringt man es also im Alltag rüber?


Man wägt ab, wie wichtig einem die Leute sind und sagt dann entweder die Wahrheit, oder hält die Klappe und stirbt ein wenig mehr ...


Gesprochen wie ein wahrer.. Informatiker? Vielleicht auch Physiker. Auf den Arm nehmen


Beides falsch.


Es spricht für dich als Person, dass du darauf zurückgreifen willst, einfach nur die Wahrheit zu sagen. Es spricht aber auch gegen dich als Manipulator.

Zitat:
Zitat:
Ich hätte noch andere Vorschläge: Das Zeugs in Beisein der Personen in "Überdosis" schlucken;


http://www.1023.org.uk/the-1023-overdose-event.php


Ja, sowas mein ich. Nur eben in privat.
Hinweis: Je nach Form ist's für Diabetiker, Lactoseintolerante oder trockene Alkoholiker nicht geeignet.

Zitat:
Zitat:
Es in Beisein der Person streng nach den Regeln der Kunst herstellen(Lederbibel nicht vergessen);


Meinst' echt, das hilft? Es ist ja bekannt, wie es gemacht wird ...


Davon, dass es bekannt ist würd ich nicht ausgehen. Wenn man möchte kann man danach ja noch sowas fragen wie "An welcher Stelle ist nun aus dem Milchzucker/Wasser eine Arznei geworden?", wobei ich damit wieder vorsichtiger wäre.

Ansonsten ist bei irrationalen Überzeugungen eine Konfrontation mit der Realität manchmal eine sehr wirksame Therapieform.(Und manchmal bringt es absolut nichts, weil man gegen Stimmen im Kopf nicht anschreien kann..)

Zitat:
Zitat:
Erwähnen, dass du die Eltern der Kinder, die du zu betreuen scheinst, dazu gebracht hast, homöopathische Behandlungen bei extrem gefährlichen oder zumindest nicht gut mit Placebos zu behandelnden(Knochenbrüche? Blutende Wunden?) Problemen anzuwenden


hä?

Und: Ich betreue keine Kinder, so wahnsinnig ist niemand ...


Sorry, war an Martha-Helene gerichtet.

Ist ja schön und gut, wenn man als Homöopathie-Anhänger Erkältungen und Halskratzen mit Placebos zu behandeln bereit ist, aber, und das kann ich nicht irgendwie belegen, leider, wenn es um ernsthafte Erkrankungen/Probleme geht sieht das vielleicht anders aus. Wenn also Empörung und Protest oder etwas in der Richtung auf diese Offenbarung folgen kann man einhaken und Fragen wie "Wann darf man denn homöopathische Mittel geben und wann nicht?" stellen und mit etwas Glück könnte eine Antwort wie "Wenn es nichts ernsthaftes ist" folgen.

Zitat:
Zitat:
Natürlich sind in allen Fällen eine überzeugende kontextuelle Einbindung und speziell im letzten Fall, dass klar wird, dass das völlig verantwortungloses Verhalten ist, wichtig.


Homöopathie ist nichts weiter als Glaube an Zauberei. Anders als durch "Magie" lässt sich nicht erklären, wie es funktionieren sollte. Leider sind Leute die so einen Scheiß glauben nicht sonderlich anfällig für logische Argumente.


Ich glaub an der Stelle pauschalisierst du zu sehr. Leute, die sich aktiv für Homöopathie einsetzen und die auf Skeptiker schimpfen und so weiter, klar, denen ist wohl meist nicht wirklich zu helfen. Aber bei Menschen, die nicht genau wissen, was Homöopathie ist oder die einfach 'nen sympathischen 'Arzt' haben, der ihnen das so lieb nahegelegt hat und die auf Buzzwords wie "sanft" oder "traditionell" oder sowas abfahren hätte ich noch Hoffnung.

Wär eigentlich mal 'ne Untersuchung wert. Ich frag mich, ob ich da irgendwen für begeistern könnte.. Eine Stichprobe aus der Population derer, die homöopathische Mittel einsetzen(Problem: Ich hab eher Zugriff auf linksliberale Akademiker/Studenten, bei denen könnten andere kognitive Prozesse ablaufen als bei der Gesamtpopulation und an eine Gesamtpopulation zu kommen ist schwerer/teurer als an Studenten zu kommen), bei denen diverse Variablen erheben(Gläubigkeit/Aberglauben, chronische/unbehandelbare Krankheiten usw., ist aber nicht unbedingt nötig für die Fragestellung, nur interessant, wichtiger wäre: Wie häufig sie homöopathische Mittel nehmen und was sie denken, wie gut die wirken) und dann verschiedene, am besten entweder hinreichend große randomisiert oder parallelisierte Treatmentgruppen bilden. Einer könnte man was über die Geschichte der Homöopathie erzählen, einer könnte man Studien über die Wirksamkeit vorstellen, eine könnte man homöopathische Mittel herstellen lassen, das Zeugs in "Überdosis" geben oder jemanden das Zeug in Überdosis nehmen lassen und eine als Kontrollgruppe. Danach schaut man, wie sich die Vorstellungen verändert haben.

Ich brauche Ressourcen. Lachen Fördert die GWUP eigentlich Forschungsprojekte?
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Rasmus
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Anmeldungsdatum: 20.05.2004
Beiträge: 17559

Beitrag(#1518365) Verfasst am: 14.08.2010, 12:47    Titel: Antworten mit Zitat

Dissonanz hat folgendes geschrieben:
Ich glaub an der Stelle pauschalisierst du zu sehr. Leute, die sich aktiv für Homöopathie einsetzen und die auf Skeptiker schimpfen und so weiter, klar, denen ist wohl meist nicht wirklich zu helfen. Aber bei Menschen, die nicht genau wissen, was Homöopathie ist oder die einfach 'nen sympathischen 'Arzt' haben, der ihnen das so lieb nahegelegt hat und die auf Buzzwords wie "sanft" oder "traditionell" oder sowas abfahren hätte ich noch Hoffnung.


Ich nur sehr wenig.

Die wenigsten Menschen begreifen, dass Korrelation kein Zeichen von Kausalität sein muss. "Bei mir hat's geholfen" ist ein starkes Argument.
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fwo
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Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 19076
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#1518373) Verfasst am: 14.08.2010, 13:16    Titel: Antworten mit Zitat

Rasmus hat folgendes geschrieben:
.....

Die wenigsten Menschen begreifen, dass Korrelation kein Zeichen von Kausalität sein muss. "Bei mir hat's geholfen" ist ein starkes Argument.

Das begreife ich durchaus. Aber ich glaube, Du unterschätzt den Anteil der Placebowirkung bei den Heilungen in der Behandlung der Mediziner genauso wie Du auch wahrscheinlich die Eignung der Homöpathie unterschätzt, Placeboeffekte zu erzeugen.

Dass sich in der Medizin auch nach einer falschen Diagnose und einer eigentlich unpassenden Behandlung eine Heilung einstellt, dürfte kein so seltenes Vorkommnis sein.

Vergiss nicht, dass auch die wirksamen Medikamente ihre Wirksamkeit nicht nach einem Ja-Nein-Muster entfalten, sondern dass diese Wirksamkeit sich in der Evaluation mit verblindeten Verfahren meistens der Statistik bedienen muss, um überhaupt gesichert erkennbar zu sein.

fwo
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alae
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Anmeldungsdatum: 23.03.2006
Beiträge: 7039

Beitrag(#1518382) Verfasst am: 14.08.2010, 13:42    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Rasmus hat folgendes geschrieben:
.....

Die wenigsten Menschen begreifen, dass Korrelation kein Zeichen von Kausalität sein muss. "Bei mir hat's geholfen" ist ein starkes Argument.

Das begreife ich durchaus. Aber ich glaube, Du unterschätzt den Anteil der Placebowirkung bei den Heilungen in der Behandlung der Mediziner genauso wie Du auch wahrscheinlich die Eignung der Homöpathie unterschätzt, Placeboeffekte zu erzeugen.

Ich glaube, du unterschätzt die Gefahr, die in einem Placebo steckt, das von seinen Anhängern nicht für ein Placebo gehalten wird.
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fwo
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Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 19076
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#1518399) Verfasst am: 14.08.2010, 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

alae hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Rasmus hat folgendes geschrieben:
.....

Die wenigsten Menschen begreifen, dass Korrelation kein Zeichen von Kausalität sein muss. "Bei mir hat's geholfen" ist ein starkes Argument.

Das begreife ich durchaus. Aber ich glaube, Du unterschätzt den Anteil der Placebowirkung bei den Heilungen in der Behandlung der Mediziner genauso wie Du auch wahrscheinlich die Eignung der Homöpathie unterschätzt, Placeboeffekte zu erzeugen.

Ich glaube, du unterschätzt die Gefahr, die in einem Placebo steckt, das von seinen Anhängern nicht für ein Placebo gehalten wird.

Lachen Diese Gefahr schätze ich ähnlich hoch ein, wie die durch schlechte Mediziner. Man sollte sie nicht vernachlässigen, aber sie ist erträglich.

fwo
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I.R
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Anmeldungsdatum: 08.10.2006
Beiträge: 9142

Beitrag(#1518403) Verfasst am: 14.08.2010, 14:54    Titel: Antworten mit Zitat

alae hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Rasmus hat folgendes geschrieben:
.....

Die wenigsten Menschen begreifen, dass Korrelation kein Zeichen von Kausalität sein muss. "Bei mir hat's geholfen" ist ein starkes Argument.

Das begreife ich durchaus. Aber ich glaube, Du unterschätzt den Anteil der Placebowirkung bei den Heilungen in der Behandlung der Mediziner genauso wie Du auch wahrscheinlich die Eignung der Homöpathie unterschätzt, Placeboeffekte zu erzeugen.

Ich glaube, du unterschätzt die Gefahr, die in einem Placebo steckt, das von seinen Anhängern nicht für ein Placebo gehalten wird.

Das steigert die Wirkung.
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Dissonanz
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Anmeldungsdatum: 24.03.2008
Beiträge: 3541

Beitrag(#1518450) Verfasst am: 14.08.2010, 17:21    Titel: Antworten mit Zitat

I.R hat folgendes geschrieben:
alae hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Rasmus hat folgendes geschrieben:
.....

Die wenigsten Menschen begreifen, dass Korrelation kein Zeichen von Kausalität sein muss. "Bei mir hat's geholfen" ist ein starkes Argument.

Das begreife ich durchaus. Aber ich glaube, Du unterschätzt den Anteil der Placebowirkung bei den Heilungen in der Behandlung der Mediziner genauso wie Du auch wahrscheinlich die Eignung der Homöpathie unterschätzt, Placeboeffekte zu erzeugen.

Ich glaube, du unterschätzt die Gefahr, die in einem Placebo steckt, das von seinen Anhängern nicht für ein Placebo gehalten wird.

Das steigert die Wirkung.


Und die Nebenwirkungen.

Rasmus hat folgendes geschrieben:
Ich nur sehr wenig.

Die wenigsten Menschen begreifen, dass Korrelation kein Zeichen von Kausalität sein muss. "Bei mir hat's geholfen" ist ein starkes Argument.


Ja. Deshalb halte ich nicht viel davon, zu versuchen, zu argumentieren. Erfahrungen kann man am besten mit anderen Erfahrungen begegnen. Argumente bringen was, wenn's auch nur um Sachen, die man weiß oder eben nicht weiß geht.
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L.E.N.
im falschen Film



Anmeldungsdatum: 25.05.2004
Beiträge: 27745
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#1518452) Verfasst am: 14.08.2010, 17:26    Titel: Antworten mit Zitat

Dissonanz hat folgendes geschrieben:
Erfahrungen kann man am besten mit anderen Erfahrungen begegnen.


so etwa?

Zitat:
Bei mir hilft gegen sowas immer wichsen. Ist auch gut für die Prostata! nerv

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Dissonanz
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Anmeldungsdatum: 24.03.2008
Beiträge: 3541

Beitrag(#1518455) Verfasst am: 14.08.2010, 17:44    Titel: Antworten mit Zitat

L.E.N. hat folgendes geschrieben:
Dissonanz hat folgendes geschrieben:
Erfahrungen kann man am besten mit anderen Erfahrungen begegnen.


so etwa?

Zitat:
Bei mir hilft gegen sowas immer wichsen. Ist auch gut für die Prostata! nerv


Nein, das ist die Darstellung einer Erfahrung.
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immanuela
total südlich



Anmeldungsdatum: 20.05.2009
Beiträge: 1843

Beitrag(#1591002) Verfasst am: 23.12.2010, 15:30    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Alternativmedizinische Verfahren wie die Homöopathie werden von ihren Unterstützern gern als "natürlich" und "sanft" beschrieben. Doch die Therapien können schwere Nebenwirkungen nach sich ziehen, zeigen Daten aus Australien. Kinderärzte meldeten sogar mehrere Todesfälle.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,736325,00.html
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Felix, qui potuit rerum cognoscere causas...
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Alchemist
Luminous beings are we, not this crude matter.



Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 20463
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#1851797) Verfasst am: 12.07.2013, 10:14    Titel: Antworten mit Zitat

Das Thema ist bei mir wieder aufgepoppt.

Die letzte AOK Zeitschrift schrieb irgendwas von Homöopathie (oder war es ein Brief?) und nun werde ich mal schauen, ob es noch ne KV gibt, die so etwas nicht bezahlt!

auf Seite eins des Threads wurde die ikk-direkt erwähnt, die es nun leider nicht mehr gibt...
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"Does anybody remember laughter?"
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Alchemist
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Beiträge: 20463
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#1854914) Verfasst am: 30.07.2013, 17:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe jetzt meine KV gekündigt. Heute kam dann ein Anruf von denen und wollten wissen weshalb.
Da hab ich geantwortet, dass ich mit meiner Mitgliedschaft keine Bezahlung und Promotion von Homöopathie und anderer Esoterik unterstützen möchte
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Marx und Freudlos



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Beitrag(#1854930) Verfasst am: 30.07.2013, 18:44    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Ich habe jetzt meine KV gekündigt. Heute kam dann ein Anruf von denen und wollten wissen weshalb.
Da hab ich geantwortet, dass ich mit meiner Mitgliedschaft keine Bezahlung und Promotion von Homöopathie und anderer Esoterik unterstützen möchte

... und welche KK hast du jetzt gewählt?
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Wygotsky
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Beitrag(#1854974) Verfasst am: 30.07.2013, 22:31    Titel: Antworten mit Zitat

Soweit ich informiert bin, zahlen viele Krankenkassen gerne für Homöopathie, weil sie auf diesem Wege Mitglieder gewinnen, die weniger Kosten verursachen. Menschen, die sich für Homöopathie oder anthroposophische Medizin interessieren, sollen sich gesünder ernähren, mehr Sport treiben, seltener Rauchen, weniger Alkohol trinken, sich regelmäßig die Zähne putzen und sinnvoller mit Stress umgehen. Belastbare Quellen dafür sind mir nicht bekannt. Aber wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umschaue, kommt es mir schon plausibel vor. Die sind auch überwiegend in festen Arbeitsverhältnissen und viele von denen verdienen ganz gut. Solche Mitglieder mögen Krankenkassen gerne und die paar Kügelchen kosten ja nicht viel.
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kereng
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Beitrag(#1855006) Verfasst am: 31.07.2013, 08:11    Titel: Antworten mit Zitat

Wygotsky hat folgendes geschrieben:
... und die paar Kügelchen kosten ja nicht viel.

Nicht die Kügelchen sind das Problem sondern die Zeit, die sich der Arzt für Patienten nimmt. Bei der Homöopathie gehört das Gespräch zur Behandlung und wird von der Kasse bezahlt. Normale Ärzte würden pleitegehen, wenn sie sich so viel Zeit für den Patienten nehmen.
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zelig
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Beitrag(#1855007) Verfasst am: 31.07.2013, 08:34    Titel: Antworten mit Zitat

kereng hat folgendes geschrieben:
Wygotsky hat folgendes geschrieben:
... und die paar Kügelchen kosten ja nicht viel.

Nicht die Kügelchen sind das Problem sondern die Zeit, die sich der Arzt für Patienten nimmt. Bei der Homöopathie gehört das Gespräch zur Behandlung und wird von der Kasse bezahlt. Normale Ärzte würden pleitegehen, wenn sie sich so viel Zeit für den Patienten nehmen.


Das Problem ist die Zeit, die sich ein Arzt nicht für das Gespräch nimmt oder nehmen kann.
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Wygotsky
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Beitrag(#1855069) Verfasst am: 31.07.2013, 16:49    Titel: Antworten mit Zitat

Mir ging es lediglich darum, dass es aus Sicht der Krankenkasse durchaus sinnvoll sein kann, Homöopathie zu bezahlen. Auch wenn die Entscheidungsträger nicht an ihre Wirksamkeit glauben. Kommt in der Öffentlichkeit auch besser an als arme, alte und chronisch kranke Beitragszahler rauszuekeln. Wird von den meisten als besondere Leistung wahrgenommen, obwohl der Anteil an den Gesamtkosten gering ist. Ist wahrscheinlich auch viel leichter, fitte und gesunde Leute auf diese Weise anzulocken, als mit Prävention und Aufklärung die Mitglieder von einem gesünderen Lebensstil zu überzeugen. Natürlich ist damit gesamtgesellschaftlich nichts gewonnen, weil die Risiken im System nur verschoben werden. Aber solange es konkurrierende Kassen gibt, kann sich so etwas lohnen.

Ein richtiger Aufreger ist das für mich nicht. Für mich als Patient ist viel problematischer, was mir im Rahmen der wissenschaftlichen Medizin angeboten wird. Welche Röntgenuntersuchung ist sinnvoll? Welche Versorgung dient am ehesten dem Zahnerhalt? Ist eine OP erfolgversprechend oder unnötig und riskant? Welche Früherkennung erhöht tatsächlich meine Lebenserwartung und welche führt eher zu unnötigen Eingriffen? Welche Maßnahmen erhöhen am Ende meines Lebens meine Lebensqualität und welche nur das Einkommen der Klinik? Diese Fragen präsentieren sich mir in der Regel im Gewand der wissenschaftlichen Medizin.
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
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Beitrag(#1855086) Verfasst am: 31.07.2013, 18:53    Titel: Antworten mit Zitat

Wygotsky hat folgendes geschrieben:
... Für mich als Patient ist viel problematischer, was mir im Rahmen der wissenschaftlichen Medizin angeboten wird. Welche Röntgenuntersuchung ist sinnvoll? Welche Versorgung dient am ehesten dem Zahnerhalt? Ist eine OP erfolgversprechend oder unnötig und riskant? Welche Früherkennung erhöht tatsächlich meine Lebenserwartung und welche führt eher zu unnötigen Eingriffen? Welche Maßnahmen erhöhen am Ende meines Lebens meine Lebensqualität und welche nur das Einkommen der Klinik? Diese Fragen präsentieren sich mir in der Regel im Gewand der wissenschaftlichen Medizin.

Da sehe ich auch ein größeres Problem und einen erheblich größeren Faktor für unnütze Kosten als in dem bisschen Schamanismus mit Zuckerperlen. Man sollte sich auch nichts vormachen: Auch die echte Medizin arbeitet nicht nur unabsichtlich zu einem erheblichen Teil mit dem Placeboeffekt.

Zu dem absichtlichen Überangebot (In Deutschland wird z.B. ohne erkennbare Vorteile für die Patienten erheblich öfter operiert als im benachbarten Ausland): Ich bin heilfroh, zwei Mediziner unter meinen Freunden zu haben, bei denen ich mich zwar hüte, sie zu einer eigenen Diagnostik meiner Probleme aufzufordern, die mir aber, wenn tatasächlich etwas ist, zu folgender Frage immer zur Verfügung stehen: So und so sieht es aus: Würdest Du das operieren lassen, wenn es bei dir wäre?

Bisher haben sie auf diese Weise gefragt mit einer Verneinung dreimal von einer vom behandelnden Arzt stark empfohlenen OP abgeraten und Recht behalten.

Wer nicht über derartige Freunde verfügt ist dann im Zweifelsfall nur mit richtigen Ärzten nicht wirklich besser dran, als der, der sich zusätzlich noch gesundbeten lässt.

fwo
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asitamaus
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Beiträge: 140

Beitrag(#1855091) Verfasst am: 31.07.2013, 19:19    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Wygotsky hat folgendes geschrieben:
... Für mich als Patient ist viel problematischer, was mir im Rahmen der wissenschaftlichen Medizin angeboten wird. Welche Röntgenuntersuchung ist sinnvoll? Welche Versorgung dient am ehesten dem Zahnerhalt? Ist eine OP erfolgversprechend oder unnötig und riskant? Welche Früherkennung erhöht tatsächlich meine Lebenserwartung und welche führt eher zu unnötigen Eingriffen? Welche Maßnahmen erhöhen am Ende meines Lebens meine Lebensqualität und welche nur das Einkommen der Klinik? Diese Fragen präsentieren sich mir in der Regel im Gewand der wissenschaftlichen Medizin.

Da sehe ich auch ein größeres Problem und einen erheblich größeren Faktor für unnütze Kosten als in dem bisschen Schamanismus mit Zuckerperlen. Man sollte sich auch nichts vormachen: Auch die echte Medizin arbeitet nicht nur unabsichtlich zu einem erheblichen Teil mit dem Placeboeffekt.

Zu dem absichtlichen Überangebot (In Deutschland wird z.B. ohne erkennbare Vorteile für die Patienten erheblich öfter operiert als im benachbarten Ausland): Ich bin heilfroh, zwei Mediziner unter meinen Freunden zu haben, bei denen ich mich zwar hüte, sie zu einer eigenen Diagnostik meiner Probleme aufzufordern, die mir aber, wenn tatasächlich etwas ist, zu folgender Frage immer zur Verfügung stehen: So und so sieht es aus: Würdest Du das operieren lassen, wenn es bei dir wäre?

Bisher haben sie auf diese Weise gefragt mit einer Verneinung dreimal von einer vom behandelnden Arzt stark empfohlenen OP abgeraten und Recht behalten.

Wer nicht über derartige Freunde verfügt ist dann im Zweifelsfall nur mit richtigen Ärzten nicht wirklich besser dran, als der, der sich zusätzlich noch gesundbeten lässt.

fwo


das operiert wird auf teufel komm raus , liegt an der vorgabe des verwaltungsrats. das die meisten mediziner damit nicht einverstanden sind aendert daran nichts . die kh unterliegen dem diktat der anzahl an operationen . ebenso an der art der opertaion , welche ja mit den kassen abgerechnet werden. klass. hom. funktioniert - wenn man sich drauf einlässt - placeboeffekt mit eingeschlossen.für mich absolut kein grund dies vom leistungskatalog der krankenkassen auszuschliessen . besser man sollte die medikamenteneinnahme der patienten hinterfragen und so kosten sparen .



h
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