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Kuba unter dem anderen Castro
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nomeansno
registrierter User



Anmeldungsdatum: 03.06.2008
Beiträge: 4

Beitrag(#1091301) Verfasst am: 22.09.2008, 17:19    Titel: Kuba unter dem anderen Castro Antworten mit Zitat

Ein interessanter Artikel in der neusten Ausgabe der Zeitschrift Le Monde diplomatique mit dem dem Titel: „Kuba unter dem anderen Castro. Die Revision der Revolution nach Fidel:

Darin heisst es u.a.:

„Glasnost mit Fragezeichen

Eliades Acosta war Direktor der Nationalbibliothek in Havanna, bevor er vor zwei Jahren zum obersten Kulturfunktionär der Partei aufstieg. Mit Schwung nimmt er Raúls Worte auf, redet über Zensur und Selbstzensur, über die Rolle der Medien und die ungenügenden Gehälter. Von sich aus greift er auch den Generalvorwurf auf, dem sich jedes Plädoyer für pluralistische Diskussion im sozialistischen Kuba ausgesetzt sieht: dass Kritik dem imperialistischen Feind, den USA, in die Hände arbeite. "Sicher, der Feind nutzt unsere Fehler und unsere Kritik", so Acosta, nur um fortzufahren: "Er nutzt aber auch all die weißen Flecken, die wir lassen. Kritik kann helfen, unsere Probleme zu lösen, Schweigen löst gar nichts. Vor die Wahl gestellt, wählen wir die Kritik. Die Praxis, Probleme zu verschweigen, sollten wir hinter uns lassen. Dahinter steckt ja nicht immer die gute Absicht, der Revolution zu helfen, sondern auch das Interesse, Ämter und Positionen zu sichern."
Diese Sätze sind nicht improvisiert, es ist ein programmatischer Text mit sorgfältiger Formulierung. Über den Umweg der Zukunftspläne geht er mit der gegenwärtigen Situation hart ins Gericht: "Wir streben eine Gesellschaft an", heißt es dort unter anderem, "in der die Medien das Leben ohne übertriebenen Optimismus widerspiegeln", "in der die Leute sich ehrlich äußern können", und auch: "in der die Kubaner sich nicht als Bürger zweiter Klasse in ihrem eigenen Land fühlen". Starker Tobak im 50. Jahr der Revolution. Was man anstrebt, das meint ja, was man in der Gegenwart noch nicht hat.
Inzwischen müssen sich die Funktionäre Fragen stellen lassen, die so direkt, selbstbewusst und respektlos formuliert werden, wie es noch vor kurzem kaum denkbar war. Prominent geworden etwa ist ein Treffen an der Informatikuniversität UCI, bei dem die Studenten Parlamentspräsident Ricardo Alarcón mit scharf formulierten Fragen konfrontierten, vom Verbot von Google und Yahoo über fehlende Reisefreiheit bis zur Einheitsliste bei den Wahlen.
Doch ist nicht nur der Ton schärfer geworden, die Debatten werden auch öffentlicher. Ein Videomitschnitt der Diskussion mit Alarcón ist bei YouTube weltweit zu sehen. Und auch auf der Insel machen solche Ereignisse rasch die Runde. Während nur wenige Kubaner regelmäßigen Zugang zum World Wide Web haben, entwickeln sich E-Mails immer stärker zu einem horizontalen Medium, das die Top-down-Kommunikation der offiziellen Medien umgeht. Sah man das staatliche Medienmonopol als Grundpfeiler des Sozialismus, galt derart dezentrale Kommunikation, wenn sie sich nicht auf private oder berufliche Dinge beschränkte, als suspekt und potenzielle Bedrohung. Doch auch an diesem Punkt erhebt der Kulturchef der KP das Umdenken explizit zum Programm. Während er die Trägheit in den offiziellen Medien kritisiert, die den Aufruf zur neuen Offenheit nicht ausreichend umsetzen, bezeichnet Acosta die E-Mails als "jene große nichtinstitutionelle Presse", die eine "sehr begrüßenswerte Aktivierung des Bürgersinns der Kubaner" zeige.


Der ganze Artikel ist unter folgendem Link nachzulesen:

http://www.politikplattform.de/aufmacher/lemondediplomatique/kubaunterdemanderencastro/index.php

Fragen:

- Was denkt Ihr, wie momentan die Lage in Kuba ist?
- Wie wird sich Kuba mittel- und längerfristig entwickeln? Kommt es zu einer demokratischen plurlalistischen Gesellschaft? Oder wird Kuba den Weg Chinas gehen? Oder den von Venezuela unter Chavez?
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Peter H.
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Anmeldungsdatum: 24.06.2007
Beiträge: 9751

Beitrag(#1091445) Verfasst am: 22.09.2008, 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

Kuba ist in Vielem demokratisch, wenn auch nicht unbedingt im bürgerlichen Sinne und das ist gut so.
Darauf kann man getrost pfeifen, von einzelnen Elementen mal abgesehen.
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pewe
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Anmeldungsdatum: 20.01.2008
Beiträge: 3377

Beitrag(#1091533) Verfasst am: 22.09.2008, 21:19    Titel: Antworten mit Zitat

Peter H. hat folgendes geschrieben:
Kuba ist in Vielem demokratisch, wenn auch nicht unbedingt im bürgerlichen Sinne und das ist gut so.

... obwohl Erbmonarchien doch recht unzeitgemäß sind. Lachen
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DeHerg
nun schon länger Ranglos



Anmeldungsdatum: 28.04.2007
Beiträge: 6525
Wohnort: Rostock

Beitrag(#1091544) Verfasst am: 22.09.2008, 21:26    Titel: Antworten mit Zitat

bevor die Freude zu sehr ausartet ist auch Vorsicht angemahnt
sowas gabs schonmal
http://de.wikipedia.org/wiki/Hundert-Blumen-Bewegung
Folgen bekannt
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, Postfeminist



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 35978
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#1091572) Verfasst am: 22.09.2008, 21:47    Titel: Antworten mit Zitat

pewe hat folgendes geschrieben:
Peter H. hat folgendes geschrieben:
Kuba ist in Vielem demokratisch, wenn auch nicht unbedingt im bürgerlichen Sinne und das ist gut so.

... obwohl Erbmonarchien doch recht unzeitgemäß sind. Lachen


Wieso?

USA....Nordkorea....Syrien....Argentinien.....ich finde Erbmonarchien sind wieder schwer im kommen... Cool
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“Authoritarian agendas have gone too far.” (Lindsay Shepherd)------------ Stoppt die Bajuwarisierung der Kurpfalz jetzt!
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AdvocatusDiaboli
Gender-Scientologe und Dada-Diskutant



Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 21368
Wohnort: München

Beitrag(#1091592) Verfasst am: 22.09.2008, 22:00    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
pewe hat folgendes geschrieben:
Peter H. hat folgendes geschrieben:
Kuba ist in Vielem demokratisch, wenn auch nicht unbedingt im bürgerlichen Sinne und das ist gut so.

... obwohl Erbmonarchien doch recht unzeitgemäß sind. Lachen


Wieso?

USA....Nordkorea....Syrien....Argentinien.....ich finde Erbmonarchien sind wieder schwer im kommen... Cool


Kohls Mädchen nicht zu vergessen!
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Was dem Ockham sein Rasiermesser, ist dem Addi sein Hackebeil.

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Rasmuss Kroemker
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Anmeldungsdatum: 09.07.2008
Beiträge: 387

Beitrag(#1091801) Verfasst am: 23.09.2008, 10:02    Titel: Antworten mit Zitat

Irgendwie habe ich ein Faible für Kuba- scheint wohl die Romantik der Südsee und der so wunderschön verfallenen Bauten zu sein.
Ansonsten ist's ja auch eine Diktatur mit Gefängnissen für Oppositionelle.
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zenzi
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Beitrag(#1092769) Verfasst am: 24.09.2008, 13:06    Titel: Antworten mit Zitat

Sollte es in Kuba irgendwann zu einer Liberalisierung kommen, dann besteht immerhin die Hoffnung, daß es nicht auf ein Dritteweltniveau absteigt. Die Kubaner sind wohl die am bestenen ausgebildeten Menschen in der Karibik, kein Vergleich mit irgendeinem anderen Land in der Region. Kuba könnte sich zu einer Schweiz der Karibik entwickeln.

Man muß nur aufpassen, daß bei einer Öffnung der Märkte nicht die US-Heuschrecken kommen, und ratzfatz den ganzen Laden aufkaufen.

Zenzi
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Peter H.
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Anmeldungsdatum: 24.06.2007
Beiträge: 9751

Beitrag(#1092775) Verfasst am: 24.09.2008, 13:34    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Liberalisierung, also die Einführung bürgerlicher Herrschaftsverhältnisse, würde Kuba zum Hinterhof der USA verkommen lassen, so wie dies vor Castro der Fall war.
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zenzi
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Beitrag(#1092833) Verfasst am: 24.09.2008, 16:10    Titel: Antworten mit Zitat

Peter H. hat folgendes geschrieben:
Eine Liberalisierung, also die Einführung bürgerlicher Herrschaftsverhältnisse, würde Kuba zum Hinterhof der USA verkommen lassen, so wie dies vor Castro der Fall war.


Genau davor hatte ich ja gewarnt. Aber es muß nicht so kommen, wenn man sorgfältig und bedacht vorgeht.

Ich könnte mir vorstellen, daß man zunächst mit einer Liberalisierung wie in China anfängt. Da wars ja anfänglich auch so, daß jeder, der dort investieren wollte, nur eine Minderheitsbeteiligung haben konnte. Die Mehrheit mußte chinesisch sein. Ob das immer noch so ist, weiß ich jetzt nicht, müßte ich mal nachgoogeln. Aber diese Vorsichtsmaßnahme hat verhindert, daß sich ausländische Investoren ungebremst bedienen konnten. Und heute hat China so viel Geld, daß es locker leicht die US-Banken aus der Pleite holen könnte, wenn es denn wollte. Will es aber nicht.

Auch Kuba könnte so vorgehen. Und vor allem ausländisches Know-how ins Land holen, um die einheimischen Potentiale zu unterstützen.

Ein wichtiges Standbein hat Kuba ja schon, nämlich den Tourismus. Diesen sanft ausbauen, würde ebenso helfen, dem Staat auf die Schiene zu helfen.

Vor allem müßte man, ähnlich wie bei der Wiedervereinigung, vorgesorgt werden, daß nicht alles, was früher verstaatlicht worden ist, nun den Alt-Eigentümern zurückgegeben werden muß. Ich würde z.B. der Fa. Bacardi keinen Fußbreit Kuba übergeben. Die haben in den vergangenen Jahrzehnten keine Gelegenheit ausgelassen, um Kuba Schwierigkeiten zu machen.

Zenzi
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Peter H.
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Anmeldungsdatum: 24.06.2007
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Beitrag(#1092850) Verfasst am: 24.09.2008, 17:07    Titel: Antworten mit Zitat

Ein chinesisches Modell ist für Kuba garnicht möglich, mal von dessen Schwächen und Makel mal ganz abgesehen, siehe Milchpulverskandal.
Es gibt ein Embargo der USA, dass erst dann aufgehoben wird, wenn Kuba sich völlig, d.h. bedingungslos dem US-Kapital hingibt, siehe auch Helms Burton Gesetz.
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zenzi
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Beitrag(#1092882) Verfasst am: 24.09.2008, 18:26    Titel: Antworten mit Zitat

Peter H. hat folgendes geschrieben:
Ein chinesisches Modell ist für Kuba garnicht möglich, mal von dessen Schwächen und Makel mal ganz abgesehen, siehe Milchpulverskandal.
Es gibt ein Embargo der USA, dass erst dann aufgehoben wird, wenn Kuba sich völlig, d.h. bedingungslos dem US-Kapital hingibt, siehe auch Helms Burton Gesetz.


Na, dann gäbs doch grade jetzt die Gelegenheit, trotz Helms Burton loszulegen. Die USA sind derzeit dermaßen mit ihrem eigenen Kram beschäftigt, daß sie keine Zeit und keine Kraft haben, sich um solche "Peanuts" zu kümmern. Und bis sie wieder schnaufen können, wäre der Zug schon abgefahren.

Zenzi
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Peter H.
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Beitrag(#1092888) Verfasst am: 24.09.2008, 18:34    Titel: Antworten mit Zitat

Sag das mal dem US-Senat
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AXO
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Beitrag(#1093161) Verfasst am: 25.09.2008, 07:38    Titel: Antworten mit Zitat

Peter H. hat folgendes geschrieben:
Sag das mal dem US-Senat


nö - den Cubanern Smilie
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AXO
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Beitrag(#1093162) Verfasst am: 25.09.2008, 07:40    Titel: Antworten mit Zitat

Peter H. hat folgendes geschrieben:
Eine Liberalisierung, also die Einführung bürgerlicher Herrschaftsverhältnisse, würde Kuba zum Hinterhof der USA verkommen lassen, so wie dies vor Castro der Fall war.


aus ostdeutscher Sicht kommt mir das irgendwie bekannt vor zynisches Grinsen
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Peter H.
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Beitrag(#1093188) Verfasst am: 25.09.2008, 08:34    Titel: Antworten mit Zitat

AXO hat folgendes geschrieben:
Peter H. hat folgendes geschrieben:
Sag das mal dem US-Senat


nö - den Cubanern Smilie


Ist nicht richtig. Solange die Handelsblockade gegen Kuba existiert, stellt diese eine wirtschaftliche Belastung für den Inselstaat da. Der US-Senat sowie der jeweilige Präsident der USA halten sie aufrecht.
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AXO
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Beitrag(#1093189) Verfasst am: 25.09.2008, 08:34    Titel: Re: Kuba unter dem anderen Castro Antworten mit Zitat

nomeansno hat folgendes geschrieben:


Fragen:

- Was denkt Ihr, wie momentan die Lage in Kuba ist?
- Wie wird sich Kuba mittel- und längerfristig entwickeln? Kommt es zu einer demokratischen plurlalistischen Gesellschaft? Oder wird Kuba den Weg Chinas gehen? Oder den von Venezuela unter Chavez?


Chavez hat den Vorteil eines begehrten Rohstoffes mit dem sich sicher einiges an Sozialleistungen
finanzieren lässt, was aber gleichzeitig das Problem in sich birgt das - ähnlich wie in den Golf-Öl-staaten
zunächst keine vordergründige Notwendigkeit zum Aufbau einer eigenen leistungsfähigen Wirtschaft besteht,
da man alles Benötigte einfach importieren kann.

Für Cuba ist dieser Weg mangels derartiger derzeit noch unerschöpflicher Exportressourcen nicht möglich.

Der derzeitige chinesische Weg ist nichts weiter als Kapitalismus unter zentralisitscher politischer Führung,
und wird ebenso und noch schlimmer wie im Kapitalismus auf Kosten aller Chinesen zugunsten einiger Wenigen realisiert.
ob der "Plan" der westlichen Kapitalisten aufgeht damit sukzessive auch Einluß auf die poltischen
Gegebenheiten zu nehmen ist äußerst fraglich - andererseits bietet aber die zentralistische Politik
auch vielfältige Vorzüge fürs turbokapitalistische wirtschaften.
In einem kleinen, überschaubaren Land wie Cuba hingegen würde die Politik von ähnlichen wirtschaftlichen
Zuständen recht schnell aufgeweicht.

Bei einem von Unten erzwungenen Wandel würde ich für Cuba am ehesten einen ähnlichen Weg
sehen wie ihn die DDR seinerzeit ging -> dem schnellen wirtschaftlichen Aufschwung zuliebe täte
man sich in die Hände der USA begeben und in null-komma-nix wieder das sein was man vor der
Revolution auch war.
Bliebe also für die zentralistische politische Führung nur die Zeichen der Zeit rechtzeitig zu erkennen
und das Land von Oben zu reformieren indem man die Stärken des derzeitigen Komplexes
aus relativ überschaubarer Planwirtschaft und Marktwirtschaft auf unterstem Level,
sowie einer materiell wie dadurch menschlich relativ homogenen Gesellschaft nutzt um
eine innen gesunde, solide und soziale Wirtschaft aus- und nach außen offensive Wirtschaft aufzubauen.
Im Prinzip sind in diesem Land wie in wohl keinem anderen in Ansätzen sämtliche Voraussetzungen
dazu vorhanden den Sprung in eine soziale und trotzdem leistungsfähige Volkswirtschaft und
damit eine ebensolche Gesellschaft zu schaffen und damit zum Musterländle und Keim der nächsten
"neuen Weltordnung" zu werden.
Eigentlich also die Chance für alle, welche die verschenkte DDR-Zukunft nach der Wende als völlig
vergeigt ansahen und sehen Smilie

öhm - kriegt man als Deutscher bei den Castros eigentlich politisches Asyl? Mr. Green
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Zuletzt bearbeitet von AXO am 25.09.2008, 08:40, insgesamt einmal bearbeitet
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Beitrag(#1093192) Verfasst am: 25.09.2008, 08:37    Titel: Antworten mit Zitat

Peter H. hat folgendes geschrieben:
AXO hat folgendes geschrieben:
Peter H. hat folgendes geschrieben:
Sag das mal dem US-Senat


nö - den Cubanern Smilie


Ist nicht richtig. Solange die Handelsblockade gegen Kuba existiert, stellt diese eine wirtschaftliche Belastung für den Inselstaat da. Der US-Senat sowie der jeweilige Präsident der USA halten sie aufrecht.


Die Blokade relativiert sich in Zeiten globalisierter Wirtschaft jeden Tag mehr und
wenn sogar DeGuido sich schon dafür ausspricht die USA wirtschaftlich wie finanztechnisch
zu isolieren,
dann kann man die Blokade auch andersrum in dem Sinne sehen - das Cuba damit eben schonmal den Anfang gemacht hat Mr. Green
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Peter H.
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Beiträge: 9751

Beitrag(#1093221) Verfasst am: 25.09.2008, 09:05    Titel: Antworten mit Zitat

Noch besteht die Blockade und das "was wäre wenn" ist eine Art Kaffeesatzleserei.
Interessanter aber deine Überlegung, wie sich denn deiner Meinung nach Kuba ändern sollte. Bitte dazu mal ein paar konkrete Vorschläge, sonst bleibt alles abstrakt und mithin diffus.
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Beitrag(#1093232) Verfasst am: 25.09.2008, 09:25    Titel: Antworten mit Zitat

Peter H. hat folgendes geschrieben:
Noch besteht die Blockade und das "was wäre wenn" ist eine Art Kaffeesatzleserei.


Ich sprach mich doch eindeutig für die Aufrechterhaltung der Blokade GEGEN die USA aus. Cool


Zitat:

Interessanter aber deine Überlegung, wie sich denn deiner Meinung nach Kuba ändern sollte. Bitte dazu mal ein paar konkrete Vorschläge, sonst bleibt alles abstrakt und mithin diffus.


Aus der Entfernung muß zwangsläufig alles abstrakt und diffus sein.
Wenn wir hier über Cuba reden, reden wir jeder nur über das Cuba in unserer Vorstellungswelt.
Zu was konkreten könnteste mich fragen, wenn ich Gelegenheit gehabt hätte mich n halbes Jahr
auf Cuba umzusehen, mit möglichst verschiedensten Menschen dort zu reden, zu leben und zu arbeiten
und bestenfalls mit den Staatsführern n paar gemütliche Abende bei CubaLibre und ner guten Zigarre
verbringen zu können.

in dem Fall könnte ich dann Dir gegenüber erheblich konkretere Aussagen machen was ich an ihrer
Stelle täte. Smilie

bis dahin scheinen mir die wirtschaftlichen Eckdaten in der Wikipedia durchaus ausreichendes
Potential zu beinhalten um das Land schnell und effektiv zu einem Unternehmen zu formen welches
am Weltmarkt die nunmal nötige Kohle für die skuzessive Stabilisierung der wirtschaft und damit
die skuzessive Steigerung des sozialen Wohlstandes realiseren kann.

wenn Dir das alles zu kleinbürgerlich klingt dann haste mit Wirtschaft das gleiche grundsätzliche Problem
wie seinerzeit die DDR Führung
Aber solange es Weltmärkte noch gibt hat man nunmal keine andere Chance als sich an diesen
wirtschaftlich zu behaupten indem man sich nicht einigelt sondern so intensiv und erfolgreich
wie nur möglich interagiert. Jeder Konzern ist intern auch nur ne Planwirtschaft, was also liegt
als sozialistischer Staat näher als nach außen als branchenübergreifender Konzern zu agieren?
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Peter H.
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Beitrag(#1093249) Verfasst am: 25.09.2008, 10:19    Titel: Antworten mit Zitat

Was willst du eigentlich, Kuba knüpft wirtschaftliche Kontakte wo es nur kann. Was soll da denn noch fehlen? Auch via Tourismus zieht diese Karibikinsel Devisen an Land, obwohl das durchaus auch problematisch ist.
Die neueste Entwicklung scheint dir Axo wohl ein wenig entgangen zu sein, nämlich die starke Anbindung an Venezuela, was eine echte Stütze für die grüne Eidechse ist, sowie gute Kontakte zu anderen lateinamerikanischen Staaten al auch China.
Nicht unerwähnt bleiben darf, dass seit Kurzem reiche Ölvorkommen vor den kubanischen Gewässern entdeckt wurden und die nun zusehens ausgebeutet werden. Also.
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Beiträge: 10102
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Beitrag(#1093272) Verfasst am: 25.09.2008, 11:03    Titel: Antworten mit Zitat

Peter H. hat folgendes geschrieben:
Was willst du eigentlich, Kuba knüpft wirtschaftliche Kontakte wo es nur kann. Was soll da denn noch fehlen? Auch via Tourismus zieht diese Karibikinsel Devisen an Land, obwohl das durchaus auch problematisch ist.
Die neueste Entwicklung scheint dir Axo wohl ein wenig entgangen zu sein, nämlich die starke Anbindung an Venezuela, was eine echte Stütze für die grüne Eidechse ist, sowie gute Kontakte zu anderen lateinamerikanischen Staaten al auch China.
Nicht unerwähnt bleiben darf, dass seit Kurzem reiche Ölvorkommen vor den kubanischen Gewässern entdeckt wurden und die nun zusehens ausgebeutet werden. Also.


Ich kritiser doch gar nix - wie gesagt hat Cuba m.E. wie kein anderes Land allerbeste Vorraussetzungen
zum Musterländle der Zukunft zu werden.
Bleibt abzuwarten was die dortigen Macher draus -> machen.
Persönlich würde ich mir ein offensiveres Marketing für cubanische Erzeugnisse in der westlichen
Welt wünschen um - Made in Cuba - zu Markenartikeln zu machen die IN sind was entsprechende
Preise realisieren lässt. Auch sollte es recht einfach machbar sein die Importeursfimen
in den jeweiligen Exportländern selbst zu stellen und dementsprechend noch nen Großteil
der Zwischenhandelsgewinne mitzunehmen.
Außerdem müßte man natürlich - abseits der bisher üblichen Produktpalette nach anderen,
möglichst vielen realisierbaren Produktionsmöglichkeiten suchen um den zu schaffenden
Markennamen mit Inhalt zu füllen bzw. möglichst hohe Weiterverarbeitungsstufen der
eigenen Erzeugnisse realisieren.
z.B. -> lieber die HavanaClub-Rum-Produktion und Vermarktung ausweiten als auf
Zuckerexport setzen.

edit: ein möglicherweise nicht unerheblicher Gewinn ließe sich z.B. auch erzielen,
wenn man staatlicherseits die dort im Gebrauch befindlichen Oldtimer aufkauft,
fachgerecht restauriert und exportiert. Die Kubaner selbst sind sicher nicht böse
wenn sie die alten Kisten durch importierte neuere automobile Technik ersetzt kriegen
und Oltimer sind derzeit international ausreichend gefragt das sich außer Erneuerung
des "Fuhrparkes" noch n hübscher Überschuß erzielen ließe.
Das mag zwar zunächst mal nach Peanuts anmuten aber wenn man in relativer Bedrängnis ist
zählt jeder Dollar und für eine aufstrebende Wirtschaft ist solide Technik wichtiger als n
bißchen Nostalgie an der sich die Einheimischen längst mehr als satt gesehen (und satt repariert Mit den Augen rollen) haben.

edit/edit: und was die Erdölfunde betrifft wäre natürlich die schnelle Realisierung entsprechender
Raffneriekapazitäten wünschenswert, um einerseits die Grundlage für die Deckung des
eigenen Bedarfs an weiterverarbeitbaren chemischen Erzeugnissen zu ermöglichen und um
darüberhinausgehend höherverdelte Rohstoffe - entsprechend teurer als nur Rohöl verkaufen
zu können = der sukzessiven Erlangung maximal zu realisierender wirtschaftlicher Unabhängigkeit sollte oberste
Priorität zugemessen werden.
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Peter H.
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Anmeldungsdatum: 24.06.2007
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Beitrag(#1093358) Verfasst am: 25.09.2008, 13:33    Titel: Antworten mit Zitat

So viel offensives Marketing ist nicht drin, dem beugt die EU vor! Mal abgesehen, wie stellst du die dir überhaupt vor? Soll Kuba etwa im westlichen TV für seine Produkte werben? Das kostet sehr viel Geld und entspricht zudem so garnicht dem Wesen des Sozialismus, schon weil er sich nicht dermaßen in die Klauen dieses Systems begeben möchte. Weitere Aspekte kämen hinzu. Kein guter Vorschlag das.
Schnelle Förderung zum Bau von Rafinnereien: ja du Schlaumeier, was meinste wohl was in Kuba dsbzgl. geschieht? Glaubst du die sind im Dornröschenschlaf? Lachen

Auch der Verkauf der Oldtimer ist wahrlich eine närrische Idee, da diese sehr zerschlissen sind und zudem Neuwagen Ersatzteile benötigen, also Bau ausländischer Autofirmen auf Kuba und schwups isser da, der Kapitalismus. Laß man.

Große Produktpalette: "man nehme und tue" frei nach Dr. Oetker, einfach so. Ob dies die Volkswirtschaft hergibt oder nicht egal, Hauptsache "backe, backe Kuchen, der Axo hat gerufen. Wer will schöne Kuchen haben, der muss haben 7 Sachen".
Lass dir sagen, es wird schon das produziert, was uch tatsächlich auf dem Weltmarkt benötigt wird und ausreichend Devisen einbringt und was im Rahmen der Volkswirtschaft möglich ist.
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Anmeldungsdatum: 05.02.2007
Beiträge: 10102
Wohnort: Thüringen

Beitrag(#1093433) Verfasst am: 25.09.2008, 14:28    Titel: Antworten mit Zitat

Peter H. hat folgendes geschrieben:
So viel offensives Marketing ist nicht drin, dem beugt die EU vor! Mal abgesehen, wie stellst du die dir überhaupt vor? Soll Kuba etwa im westlichen TV für seine Produkte werben? Das kostet sehr viel Geld und entspricht zudem so garnicht dem Wesen des Sozialismus, schon weil er sich nicht dermaßen in die Klauen dieses Systems begeben möchte. Weitere Aspekte kämen hinzu. Kein guter Vorschlag das.


eben diese Abneigung sich innerhalb der westlichen Welt deren "Waffen" - gegen sie zu bedienen
hat der realsozialistischen Wirtschaft erhebliche Teile ihres Marktpotentials gekostet.
Für - den z.b. in unserer Gegnd von jeher dem Barcadi vorgezogenen HavanaClub-Rum
gibts mittlerweile übrigens ne Fernsehwerbekampanie - im Westen ist er trotzdem noch weitestgehend
unbekannt
und in Italien z.B. - wohl wegen entsprechenden Engagements des dortigen Importuers,
kriegste in mindestens fünfjahres Qualität in jeder Dorfkneipe und Barcadi säuft dort keine Sau.

Alles nur ne Vermarktungsfrage und ohne Markteing muß man sich nicht wundern wenn man
sich in der westlichen Welt unter Wert verkaufen muß. Das sind nunmal die Spielregeln
und solange die keiner global geänderthat muß man mitspielen und möglichst zu gewinnen versuchen Schulterzucken



Zitat:

Schnelle Förderung zum Bau von Rafinnereien: ja du Schlaumeier, was meinste wohl was in Kuba dsbzgl. geschieht? Glaubst du die sind im Dornröschenschlaf? Lachen


ich kann nunmal nicht überall gleichzeitig hingucken und wenns bereits so ist - umso besser.

Zitat:


Auch der Verkauf der Oldtimer ist wahrlich eine närrische Idee, da diese sehr zerschlissen sind und zudem Neuwagen Ersatzteile benötigen, also Bau ausländischer Autofirmen auf Kuba und schwups isser da, der Kapitalismus. Laß man.


ich sagte ->>> fachgerechte Restauration und das IM Land wo die entsprechenden handwerklichen
Fähigkeiten mit etwas Anleitung bereits vorhanden und dementsprechend preiswert sein dürften.
Der dann zu erzielende Exportwert übersteigt mit sicherheit den Importwert neuer bzw. gut gebrauchter
Wagen aus dem Ausland - also nix kapitalistische Autoproduktion im Land + positive Handelsbilanz
und wer 50 Jahre lqang die alten Kisten mit Improvisation und Geschick am Leben erhalten hat,
für den sind auch neuere Autos bei dann erheblich geringer Reperaturnotwendigkeit mit oder
ohne Ersatzteile kein Problem.

Zitat:

Große Produktpalette: "man nehme und tue" frei nach Dr. Oetker, einfach so. Ob dies die Volkswirtschaft hergibt oder nicht egal,


Nein ich beziehe mich nur auf das was die Volkswirtschaft hergibt wenn man alle ihre Potentiale
hinzuzieht, bündelt und intensiv nutzt. vo9n außen betrachtet sieht man halt stets n bißchen
mehr als interne "Betriebsblindheit" hergibt.

Zitat:

Hauptsache "backe, backe Kuchen, der Axo hat gerufen. Wer will schöne Kuchen haben, der muss haben 7 Sachen".


quatsch - wenn ich "rufe" interessiert das doch eh kein Schwein Smilie

Zitat:

Lass dir sagen, es wird schon das produziert, was uch tatsächlich auf dem Weltmarkt benötigt wird und ausreichend Devisen einbringt und was im Rahmen der Volkswirtschaft möglich ist.


lass Dir sagen das dies nichtmal in kapitalistischen Betrieben so effektiv gemacht wird wies möglich wäre,
weil auch da weitestgehend nach Tunnelblick läuft ohne nach links und recht zu sehen.

was glaubste denn weswegen ich Berater bin? - ein Außenstehender schätzt die tatsächlichen
Möglichkeiten nunmal anders ein - WEIL er außen steht und andere Erfahrungen hat als das
was "schon immer so" gemacht wurde Schulterzucken
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AXO
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Beitrag(#1093556) Verfasst am: 25.09.2008, 15:52    Titel: Antworten mit Zitat

Mr. Green hier in meinem Freundeskreis wurde grad scherzhaft über einen eventuellen
militärischen Einmarsch Cubas in die USA spekuliert - deren Truppen wären ja derzeit anderweitig beschäftigt zynisches Grinsen
Außerdem kam die Idee auf die amerikanische Wirtschaft für 1€ bei ebay zu verticken Sehr glücklich
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Peter H.
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Beitrag(#1093664) Verfasst am: 25.09.2008, 19:00    Titel: Antworten mit Zitat

Letzter Beitrag ist wenigstens noch lustig, der davor enthält Rezepturen, die garantiert wieder in den Kapitalismus zurückführen.
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Beitrag(#1093677) Verfasst am: 25.09.2008, 19:14    Titel: Antworten mit Zitat

Peter H. hat folgendes geschrieben:
Letzter Beitrag ist wenigstens noch lustig, der davor enthält Rezepturen, die garantiert wieder in den Kapitalismus zurückführen.


es freut mich stets wenn ich wen zum lachen bringen kann - Humor ist schließlich wenn man trotzdem lacht zwinkern
und was die vermeindliche Rückkehr zum Kapitalismus betrifft ist Dir scheinbar entgangen das ich
bei meiner Überlegung wert drauf gelegt habe - INTERN - möglichst wenig bzw. nicht mehr als
nötig zu verändern und nix was INTERN einen Rückschritt bedeutet.
"Draußen" hingegen muß m.E. ein sozialistischer Staat als "Kapitalist" agieren solange Kapitalismus
die Weltmärkte bestimmt - je offensiver je besser - je erfolgreicher umsomehr Kohle für Sozialleistungen
und gesellschaftlichen Wohlstand = der Gewinn den sich sonst der Eigner/Aktionär/Kapitalist in die Privattasche steckt.

aus wirtschaftlicher Sicht scheint mir das sowohl logisch wie unabdingbar - wenn ich aber Deiner
diesbezüglichen Skepsis hier begegne - welche vermutet das "reine sozialistische Gedankengut"
damit zu verwässert zu sehen, den angestrebten Wohlstand für alle auch draußen am Markt in Euro und cent zu
realisieren,
dann fürchte ich beinahe das sowohl die realsozialstische wie auch die cubanische Führung nicht
in an ihrer Unkenntnis gescheitert ist/scheitern wird,
sondern mit voller ideologischer Absicht nicht tut,tat,täte was ihre einzige Chance war, wäre und ist. skeptisch

find ich persönlich bedauerlich - zumal die Überlegenheit in greifbarer Nähe war und wäre - sofern
man sie nicht verschenken täte/verschenkt hätte.
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Peter H.
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Beitrag(#1093757) Verfasst am: 25.09.2008, 20:54    Titel: Antworten mit Zitat

Aber Axo, du als Tätärler solltest doch wissen, dass der übermäßige Kontakt der soz. Staaten mit dem Kapitalismus, diesen gradewegs nicht bekam. Es wäre besser gewesen, sie hätten ihre Ware lieber dem eigenen Volk zur Verfügung gestellt, als es an die kap. Staaten zu verkaufen.
Tatsache ist doch, dass der okonomisch Schwächere sich nicht groß auf den wirtschaftlich Stärkeren einlassen kann, da er dann erdrosselt werden kann. Wie hieß doch der Spruch des "goldenen Westens": "Wandel durch Annäherung".
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Beitrag(#1094190) Verfasst am: 26.09.2008, 14:29    Titel: Antworten mit Zitat

Peter H. hat folgendes geschrieben:
Aber Axo, du als Tätärler solltest doch wissen, dass der übermäßige Kontakt der soz. Staaten mit dem Kapitalismus, diesen gradewegs nicht bekam.


Als thüringer weiß ich lediglich das gerade eine übermäßige Isolation die Wirtschaft in die Misere
geführt hat und das die damit einhergehende Legendenbildung über den "goldenen Westen"
zusammen mit dem "Kulturshock" beim Fall der Mauer zur entgültigen Aufgabe der DDR durch
ihre Bevölkerung geführt hat.


Zitat:
Es wäre besser gewesen, sie hätten ihre Ware lieber dem eigenen Volk zur Verfügung gestellt, als es an die kap. Staaten zu verkaufen.


Ein vom Weltmarkt völlig autonomes Wirtschaftssystem war auch in RGW-Zeiten nicht möglich
und auf hochindustriellem Niveau kriegste das auch unmöglich hin. Um am Weltmarkt einkaufen
zu können brauchste nunmal Geld und das kriegste nur wenn Du verkaufst Schulterzucken

Zitat:

Tatsache ist doch, dass der okonomisch Schwächere sich nicht groß auf den wirtschaftlich Stärkeren einlassen kann, da er dann erdrosselt werden kann.


Irgendwie scheinste insgesamt ziemlich Fracksausen zu haben - hm?
Wie willste denn Deine sozialistischen Wohlstand erreichen?
An den Haaren aus dem Sumpf?

Zitat:
Wie hieß doch der Spruch des "goldenen Westens": "Wandel durch Annäherung".


is ja grad zu erleben in was Pläne des Westens so aufgehen Schulterzucken
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Peter H.
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Beitrag(#1094238) Verfasst am: 26.09.2008, 16:03    Titel: Antworten mit Zitat

Kuba agiert schon recht geschickt, ein Mehr wäre verderblich, würde den Sozialismus bis zum bloßen Gerippe aushöhlen. Also laß man.
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