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Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er?
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Tarvoc
unapologetically red



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 34218
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Beitrag(#1377645) Verfasst am: 16.10.2009, 13:21    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Was ist 'echter' Kapitalismus?

Ein Hirngespinst von Po8.
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fwo
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Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 21468
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#1377650) Verfasst am: 16.10.2009, 13:30    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Was ist 'echter' Kapitalismus?

Ein Hirngespinst von Po8.

Am Kopf kratzen Hirngespenst..... Das sind doch solche Sachen, die man nicht hinterfragt haben möchte, sondern anbetet?

fwo
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jagy
Herb Derpington III.



Anmeldungsdatum: 26.11.2006
Beiträge: 7275

Beitrag(#1377653) Verfasst am: 16.10.2009, 13:34    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

Sozialismus hat folgendes geschrieben:
Was ist das für eine Wirtschaftsordnung, die völlig an den Bedürfnissen der Menschen vorbei geht?

* Millionärsmessen, auf denen die Steuerhinterzieher ihr Geld für sinnlose Luxusgüter verprassen können

Ja klar, die pösen Millionöre - alles Steuerhinterzieher! Und was fällt denen auch noch ein, ihr Geld auch noch auszugeben anstatt damit die Weltrevolution(tm) zu fördern!
Zitat:

* eine Konsumgesellschaft, in der alles zu kaufen ist, ohne dass man danach fragt, woher die Ware kommt und wer dafür gestorben oder krank geworden ist

Ist das so? Glaubst du, diese Haltung würde sich unter einem alternativen Wirtschaftssystem zum Kapitalismus ändern? Wiso ist das ein spezifisches Problem des Kapitalismus
Zitat:

* Konsumgüter für immer weniger Menschen, die es sich noch leisten können

Ja Potzblitz, was fällt den Kapitalisten aber auch ein, Autos der Luxusklasse nicht zu verschenken!
Zitat:

* Explosionsartige Verbreitung von 1€ Läden, Billigdiscountern und Fast - Food - Ketten

Hm - überall 1€ Läden - sind das nicht die feuchten Träume der Weltrevoluzzer?
Zitat:

* Fehlernährung durch Fast Food

Aber wirklich! Gestern hat mich schon wieder ein Kapitalist mit vorgehaltener Waffe gezwungen, bei McDonalds zu essen!
Zitat:

* ein Millionenheer von Arbeitslosen - Tendenz steigend!

Auch kein spezifisches Problem des Kapitalismus.
Zitat:

* Hungerlöhne, die mit HartzIV ergänzt werden müssen

Auch kein spezifisches Problem des Kapitalismus, sondern ein Problem einer speziellen Spielart des Kapitalismus.
Zitat:

* Abwesenheit von Mindestlöhnen

Gibt es schon und wird es immer mehr geben.
Zitat:

* deregulierte Finanzmärkte, in denen die Superreichen ihre hinterzogenen Steuern, die sie nicht für Champus und Luxusyachten ausgeben können, wie in einem Spielkasino anlegen und verzocken können. Verluste werden sozialisiert dank korrupter Politiker.

Ach diese Superreichen wieder! Alles Steuerhinterzieher! Fehlende Kontrolle ist kein spezifisches Problem des Kapitalismus.
Zitat:

* Bankrotte Städte und Gemeinde

Jaja, im real existierenden Sozialismus gabs ja überall nur blühende Landschaften...
Zitat:

* Überfüllte Schulbusse gefährden unsere Kinder

Kein spezifisches Problem des Kapitalismus
Zitat:

* Zwei Klassen Hochschulsystem: Elite Unis und Studiengebühr , Bachelor als Schmalspurausbildung für billige Akademiker in der Industrie

Da gebe ich dir Recht, ist aber wieder kein spezifisches Problem des Kapitalismus.
Zitat:

* Hunderte von Milliarden Euro für die Alimentierung bankrotter Banken

Hätte man sie vor die Hunde gehen lassen sollen?
Zitat:

* Steuerschlupflöcher und geduldete Steuerhinterziehung für die Superreichen

Wieder mal sind Schlupflöcher kein spezifisches Problem des Kapitalismus. Und gedultete Steuerhinterziehung - naja, immer hin hat unser Staat erst kürzlich auf rechlich zumindest sehr dubiosen Pfaden in Lichtenstein "die Bank geknackt".
Zitat:

* Leere Staatskassen durch eine Steuergesetzgebung, die kleine und mittlere Einkommen belastet und die Superreichen verschont

Achja, die Superreichen...
Zitat:

* ein Bildungssystem, das junge Menschen ausgrenzt statt ihnen Lebenschancen zu eröffnen

Stimme mehr oder weniger zu, aber auch kein spezifisches Problem des Kapitalismus.
Zitat:

* Dreigliedriges Schulsystem zur sozialen Selektion

Auch kein spezifisches problem des Kapitalismus - siehe diverse andere kapitalistische Länder ohne entsprechendes Schulsystem.
Zitat:

* Lehrmittelfreiheit - war gestern!

Auch kein spezifisches Problem des Kapitalismus.
Zitat:

* Überfüllte Schulklassen

Auch kein spezifisches Problem des Kapitalismus.
Zitat:

* Marodes Gesundheitssystem und sinkende Kassenleistungen trotz steigender Beiträge

Auch kein spezifisches Problem des Kapitalismus.
Zitat:

* Lehrermangel in den Schulen trotz arbeitsloser Lehrer

Auch kein spezifisches Problem des Kapitalismus.
Zitat:

* Altersarmut und zerschlagenes, gesetzliches Rentensystem

Auch kein spezifisches Problem des Kapitalismus.
Zitat:

* Korruption und Lobbyismus in Politik und Wirtschaft

Auch kein spezifisches Problem des Kapitalismus.
Zitat:

* bereits mehr als 3% Anteil von Genmais in den in Deutschland angebautem Mais - trotz Verbotes

Auch kein spezifisches Problem des Kapitalismus.
Zitat:

* Weitere Förderung und Nutzung von Atomkraftwerken trotz gigantischer, versteckter Kosten (Endlagerung) und hoher Risiken

Auch kein spezifisches Problem des Kapitalismus.
Zitat:

* Verfall der Milchpreise zum Nachteil der Erzeuger

Auch kein spezifisches Problem des Kapitalismus.
Zitat:

* Selbstbedienung unserer Politiker bei Diäten und anderen Versorgungsleistungen

Auch kein spezifisches Problem des Kapitalismus.
Zitat:

* eine Medienlandschaft, die die Menschen verdummt und abstumpft

Auch kein spezifisches Problem des Kapitalismus.
Zitat:

* Täglich Millionen von Hungertoten in aller Welt trotz ausreichender Nahrungsmittel

Auch kein spezifisches Problem des Kapitalismus.
Zitat:

* Millionen von Kinder in aller Welt, die zu Kinderarbeit und einem Leben auf den Müllkippen verdammt sind und denen jegliche Bildung vorenthalten wird

Auch kein spezifisches Problem des Kapitalismus.
Zitat:

* Kriege, die nur aus wirtschaftlichen Gründen geführt werden

Auch kein spezifisches Problem des Kapitalismus.
Zitat:

* Kriege, die die Profite internationaler Rüstungskonzerne explodieren lassen und tausende von Toten verursachen

Auch kein spezifisches Problem des Kapitalismus.
Zitat:

* Kriege, die zum Ziel haben, die Ölquellen und Wasservorräte in anderen Ländern zu kontrollieren

Auch kein spezifisches Problem des Kapitalismus.
Zitat:

* Eine Globalisierung, die nur den Superreichen und internationalen Konzernen nutzt, die Menschen gegeneinander ausspielt und die Souvereignität demokratischer Staaten untegräbt.

Auch kein spezifisches Problem des Kapitalismus.
Zitat:

* Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern, die für wenige Dollar im Jahr ohne eigene Perspektive, Gesundheits- und Altersvorsorge in Minen und auf Baumwollfeldern für internationale Konzerne schuften

Auch kein spezifisches Problem des Kapitalismus.
Zitat:

* Menschen, die in China ( auch ein kapitalistisches Land ) und anderen Schwellenländern tagein, tagaus in den Fabriken schuften und oft genug ihre Gesundheit ruinieren

Auch kein spezifisches Problem des Kapitalismus.


Tja, außer viel Rauch nichts gewesen.
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Danol
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Beiträge: 3027

Beitrag(#1377655) Verfasst am: 16.10.2009, 13:37    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

Po8 hat folgendes geschrieben:
Was muss ich mir unter "homogenisierung der Lebensumstände" vorstellen?


Ich bin nicht dein Wörterbuch. Was homogen heißt sollte bekannt sein, homogenisierung ist ein Prozess um einen homogenen Zustand zu erreichen, Lebensumstände sind in erster Linie die materiellen gemeint; wenn das nun immer noch unverständlich ist kann ich dir auch nicht helfen. Schulterzucken
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Tarvoc
unapologetically red



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
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Beitrag(#1377658) Verfasst am: 16.10.2009, 13:41    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Am Kopf kratzen Hirngespenst... Das sind doch solche Sachen, die man nicht hinterfragt haben möchte, sondern anbetet?

Das Kultische ist allenfalls sekundär. Im Hirngespinst ist die Bezugnahme auf seinen Gegenstand aufgehoben. Das Hirngespinst bezieht sich nicht einfach falsch auf seinen vermeintlichen Gegenstand, sondern überhaupt nicht. (Wobei das zugegebenermaßen noch kein hinreichendes Kriterium ist. Ich arbeite daran.)
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Po8
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Beitrag(#1377682) Verfasst am: 16.10.2009, 14:50    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Po8 hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Po8 hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:

Weltweit hecheln Länder dem Wirtschaftswachstum nach, das wird als die Lösung vieler Probleme angesehen, wie ein Messias.
d.h. um den aktuellen Stand halten zu können ist in jedem Jahr mehr zu leisten wie im Vorjahr, das ist wie ein Bauer der jedes Jahr mehr Land braucht um dieselbe Ernte einfahren zu können.

Das liegt daran, dass Demokratie nur im Boom gut funktioniert. Permanentes Wachstum wäre in einem echten Kapitalismus nicht unbedingt notwendig.

Diese Antwort schafft noch mehr Fragen ... zwinkern

Welche z.B.?

Wieso funktioniert Demokratie nur im Boom gut?

In einer Rezession geht es vielen Leuten schlecht. Da schlechtgelaunte Leute einen Schuldigen suchen (oder sich alternativ einen Retter aus der Krise wünschen -> Weimarer Republik), lässt sich so ein Volk schlechter regieren. Folgich sind Regierungen immer bestrebt Boomphasen so lange wie möglich aufrechtzuerhalten bzw. dem Gesundschrumpfungsprozess des Marktes nach einem solchen Boom entgegenzuwirken, koste es was es wolle (s.Bailout).

sehr gut hat folgendes geschrieben:

Wieso ist permanentes Wirtschaftswachstum in einem 'echten' Kapitalismus nicht unbedingt notwendig? Was ist 'echter' Kapitalismus?

wikipedia hat folgendes geschrieben:

Unter Kapitalismus wird eine Wirtschaftsordnung verstanden, die auf Privateigentum der Produktionsmittel beruht und über den freien Markt (Marktwirtschaft) gesteuert wird.

Wir haben in .de weder Privateigentum noch einen freien Markt.

sehr gut hat folgendes geschrieben:

Zitat:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Dazu müsste man erst mal ganz klar wissen was ein Mensch überhaupt ist, ansonsten kann man auch nicht dessen Bedürfnisse beschreiben.

D.h. man müsste die individuellen Bedürfnisse aller Menschen, welche man optimal befriedigen wollte, kennen? Meinst Du das damit?

Ja, und um die Bedürfnisse von Menschen zu kennen muß man wissen wie/was dieser Mensch eigentlich ist - der kann ja auch meilenweit neben sich her laufen und nicht mal merken wie er für die Zwecke anderer manipuliert wurde.

Dahinter steckt schon wieder der Anspruch, dass Du (oder ein Volksvertreter/Bundeskanzler etc.) besser weiß was für den Einzelnen gut ist, als dieser selbst. Wie kommt man zu dieser Auffassung?

sehr gut hat folgendes geschrieben:

Du schreibst in deinem Blog diesen Satz: "Denn das System anzutasten hieße ja auch sich zukünftige Chancen auf das zu verbauen, was man auch bei dieser Wahl anstrebte, nämlich seine eigene Meinung anderen Leuten aufzwingen zu können."

Parteien werben mit Schaffung von Arbeitsplätzen, obwohl mittlerweile jeder wissen sollte das immer mehr Menschen überhaupt nicht gebraucht werden und die Wirtschaft überhaupt kein Interesse hat diese zu schaffen (sind Unkostenfaktor). Würde die politische Kaste dies so akzeptieren dann würden sie sich selbst ein Teil ihrer Macht berauben, denn wozu braucht man Politiker für das Top-Thema Arbeitsplätze wenn es genügend davon gibt?
Deshalb können die überhaupt nicht anders als wie dieses "Arbeitsplätze schaffen" wie ein Mantra immer wieder zu wiederholen und das System selbst nicht antasten, das ist eine Manipulation um die eigene Macht aufrechtzuerhalten. Dies nur als Beispiel...

Es gibt genug Arbeitsplätze, nur finden Angebot und Nachfrage dank permanenter politischer Intervention nicht mehr zusammen. Anstatt dieses Dilemma zu thematisieren erfindet man alle möglichen Ausreden.

Po8
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Anmeldungsdatum: 20.07.2006
Beiträge: 803

Beitrag(#1377684) Verfasst am: 16.10.2009, 14:52    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

Danol hat folgendes geschrieben:
Po8 hat folgendes geschrieben:
Was muss ich mir unter "homogenisierung der Lebensumstände" vorstellen?


Ich bin nicht dein Wörterbuch. Was homogen heißt sollte bekannt sein, homogenisierung ist ein Prozess um einen homogenen Zustand zu erreichen, Lebensumstände sind in erster Linie die materiellen gemeint; wenn das nun immer noch unverständlich ist kann ich dir auch nicht helfen. Schulterzucken

D.h. alle sollen (vornehmlich) materiell gleichgestellt sein? Alle Menschen oder nur alle Deutschen?

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Danol
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Beiträge: 3027

Beitrag(#1377685) Verfasst am: 16.10.2009, 14:59    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

Po8 hat folgendes geschrieben:
D.h. alle sollen (vornehmlich) materiell gleichgestellt sein? Alle Menschen oder nur alle Deutschen?


Was soll diese Pseudofrage?
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sehr gut
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Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 10660

Beitrag(#1377691) Verfasst am: 16.10.2009, 15:16    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

Po8 hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Po8 hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Po8 hat folgendes geschrieben:
Das liegt daran, dass Demokratie nur im Boom gut funktioniert. Permanentes Wachstum wäre in einem echten Kapitalismus nicht unbedingt notwendig.

Diese Antwort schafft noch mehr Fragen ... zwinkern

Welche z.B.?

Wieso funktioniert Demokratie nur im Boom gut?

In einer Rezession geht es vielen Leuten schlecht. Da schlechtgelaunte Leute einen Schuldigen suchen (oder sich alternativ einen Retter aus der Krise wünschen -> Weimarer Republik), lässt sich so ein Volk schlechter regieren. Folgich sind Regierungen immer bestrebt Boomphasen so lange wie möglich aufrechtzuerhalten bzw. dem Gesundschrumpfungsprozess des Marktes nach einem solchen Boom entgegenzuwirken, koste es was es wolle (s.Bailout).

Hochzeit: in guten wie in schlechten Zeiten...
Ich bezweifel das jemand mit Überfluss gut umgehen kann wenn er dies nicht mit Mangel kann.

Ansonsten, klar das es härter ist wenn die Umstände mies sind. Aber wenn etwas deshalb zusammenbricht zeigt es doch das der Zusammenhalt auf Umstände beruhte, oder?

Zitat:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Zitat:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Dazu müsste man erst mal ganz klar wissen was ein Mensch überhaupt ist, ansonsten kann man auch nicht dessen Bedürfnisse beschreiben.

D.h. man müsste die individuellen Bedürfnisse aller Menschen, welche man optimal befriedigen wollte, kennen? Meinst Du das damit?

Ja, und um die Bedürfnisse von Menschen zu kennen muß man wissen wie/was dieser Mensch eigentlich ist - der kann ja auch meilenweit neben sich her laufen und nicht mal merken wie er für die Zwecke anderer manipuliert wurde.

Dahinter steckt schon wieder der Anspruch, dass Du (oder ein Volksvertreter/Bundeskanzler etc.) besser weiß was für den Einzelnen gut ist, als dieser selbst. Wie kommt man zu dieser Auffassung?

Einen anderen zu beherrschen ist besser als von ihm beherrscht zu werden, so scheint das ganze zu ticken.
Etwas neutrales setzt einen Ausgleich voraus, das heisst wenn der eine mehr hat wie der andere gleicht er das aus indem er gibt bis es wieder ausgeglichen ist. So uneigennützig mögen einige Menschen sein...

Zitat:
Es gibt genug Arbeitsplätze, ...

Das sehe ich nicht so...

Zitat:
...nur finden Angebot und Nachfrage dank permanenter politischer Intervention nicht mehr zusammen.

Ich wüsste gar nicht wieso man ausreichend dieser Arbeitsplätze schaffen sollte, da werden die Leute ja aufmüpfig und fordernd. Bei ~10% ist es aber noch einigermassen ruhig und die Kritiker halten die Klappe, anpassen um nicht zu den 10% zu gehören ist angesagt.
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Anmeldungsdatum: 20.07.2006
Beiträge: 803

Beitrag(#1377695) Verfasst am: 16.10.2009, 15:33    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

Danol hat folgendes geschrieben:
Po8 hat folgendes geschrieben:
D.h. alle sollen (vornehmlich) materiell gleichgestellt sein? Alle Menschen oder nur alle Deutschen?


Was soll diese Pseudofrage?

Ich will nur wissen, wie ich das zu verstehen habe:
Danol hat folgendes geschrieben:

Reibungslos funktioniert gar nichts, insofern ist das kein Maßstab. Ich denke übrigens tatsächlich dass eine homogenisierung der Lebensumstände derzeit wichtiger ist als eine steigerung des durchschnittlichen Lebensstandards.

Also übersetzt heißt das:
Es ist wichitger, dass alle materiell gleich gestellt sind, als dass der durchschnittliche Lebensstandard angehoben wird.

Abgesehen davon, dass dies wieder stark nach Umverteilung riecht (wer legt fest, wie wo was umverteilt wird?), stellt sich aber immer noch die Frage, wer mit "alle" gemeint sind. Alle Menschen? Alle Europäer? Alle Deutschen?

Po8
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Anmeldungsdatum: 20.07.2006
Beiträge: 803

Beitrag(#1377701) Verfasst am: 16.10.2009, 16:02    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Po8 hat folgendes geschrieben:

In einer Rezession geht es vielen Leuten schlecht. Da schlechtgelaunte Leute einen Schuldigen suchen (oder sich alternativ einen Retter aus der Krise wünschen -> Weimarer Republik), lässt sich so ein Volk schlechter regieren. Folgich sind Regierungen immer bestrebt Boomphasen so lange wie möglich aufrechtzuerhalten bzw. dem Gesundschrumpfungsprozess des Marktes nach einem solchen Boom entgegenzuwirken, koste es was es wolle (s.Bailout).

Hochzeit: in guten wie in schlechten Zeiten...
Ich bezweifel das jemand mit Überfluss gut umgehen kann wenn er dies nicht mit Mangel kann.

Ansonsten, klar das es härter ist wenn die Umstände mies sind. Aber wenn etwas deshalb zusammenbricht zeigt es doch das der Zusammenhalt auf Umstände beruhte, oder?

Es ging mir um die Anreize des Systems. Als Politiker regiert man leichter im Boom als im Bust. Folglich hat der Politiker ein egoistisches Interesse daran, dass z.B. gewisse Banken ein Zombiedasein fristen, was aber nicht gleichbedeutend mit einer Steigerung der Gesamtwohlfahrt ist. Es besteht also - und dies verstärkt in demokratischen Systemen, denn Diktaturen lösen eine derartige Problematik ohnehin mit Gewalt (s. Nordkorea, s. Somalia vor 1990) - ein moral hazard für die Politik aus persönlichen Interessen kontraproduktiv zu den Interessen der regierten Individuen zu agieren.

sehr gut hat folgendes geschrieben:

Zitat:

Dahinter steckt schon wieder der Anspruch, dass Du (oder ein Volksvertreter/Bundeskanzler etc.) besser weiß was für den Einzelnen gut ist, als dieser selbst. Wie kommt man zu dieser Auffassung?

Einen anderen zu beherrschen ist besser als von ihm beherrscht zu werden, so scheint das ganze zu ticken.
Etwas neutrales setzt einen Ausgleich voraus, das heisst wenn der eine mehr hat wie der andere gleicht er das aus indem er gibt bis es wieder ausgeglichen ist. So uneigennützig mögen einige Menschen sein...

Und wenn er nicht ausgleichen will?

sehr gut hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Es gibt genug Arbeitsplätze, ...

Das sehe ich nicht so...

Zitat:
...nur finden Angebot und Nachfrage dank permanenter politischer Intervention nicht mehr zusammen.

Ich wüsste gar nicht wieso man ausreichend dieser Arbeitsplätze schaffen sollte, da werden die Leute ja aufmüpfig und fordernd. Bei ~10% ist es aber noch einigermassen ruhig und die Kritiker halten die Klappe, anpassen um nicht zu den 10% zu gehören ist angesagt.

Nicht nur das, ein "Sozialstaat" stellte seine eigene Existenz in Frage, so niemand mehr da wäre, welcher auf Transferzahlungen angewiesen ist. Insofern stimme ich Dir zu, dass die jetzige Situation mehr oder weniger gewollt ist.

Po8
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Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 10660

Beitrag(#1377702) Verfasst am: 16.10.2009, 16:19    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

Po8 hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Dahinter steckt schon wieder der Anspruch, dass Du (oder ein Volksvertreter/Bundeskanzler etc.) besser weiß was für den Einzelnen gut ist, als dieser selbst. Wie kommt man zu dieser Auffassung?

Einen anderen zu beherrschen ist besser als von ihm beherrscht zu werden, so scheint das ganze zu ticken.
Etwas neutrales setzt einen Ausgleich voraus, das heisst wenn der eine mehr hat wie der andere gleicht er das aus indem er gibt bis es wieder ausgeglichen ist. So uneigennützig mögen einige Menschen sein...

Und wenn er nicht ausgleichen will?

Genau das ist das Problem, sowas muß man ja aus eigenem Antrieb machen.
Ein Michael Schumacher oder ein Zumwinkel, die den Überfluss ihres Überflusses nicht mit ihrer 'Bevölkerungsgruppe' teilen wollen...
Anstatt auszugleichen werden (gated) communities der jeweiligen Schicht gebildet.
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Po8
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Anmeldungsdatum: 20.07.2006
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Beitrag(#1377712) Verfasst am: 16.10.2009, 16:59    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Po8 hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Dahinter steckt schon wieder der Anspruch, dass Du (oder ein Volksvertreter/Bundeskanzler etc.) besser weiß was für den Einzelnen gut ist, als dieser selbst. Wie kommt man zu dieser Auffassung?

Einen anderen zu beherrschen ist besser als von ihm beherrscht zu werden, so scheint das ganze zu ticken.
Etwas neutrales setzt einen Ausgleich voraus, das heisst wenn der eine mehr hat wie der andere gleicht er das aus indem er gibt bis es wieder ausgeglichen ist. So uneigennützig mögen einige Menschen sein...

Und wenn er nicht ausgleichen will?

Genau das ist das Problem, sowas muß man ja aus eigenem Antrieb machen.
Ein Michael Schumacher oder ein Zumwinkel, die den Überfluss ihres Überflusses nicht mit ihrer 'Bevölkerungsgruppe' teilen wollen...
Anstatt auszugleichen werden (gated) communities der jeweiligen Schicht gebildet.

Wenn man sowas "machen muss", dann hört sich für mich das nicht unbedingt nach freiwilligem Antrieb an.

Und nur weil wir ein paar Stinkstiefel haben, die nicht freiwillig teilen wollen, müssen wir ein System installieren, welches alle dazu zwingt (unfreiwillig) zu teilen?

Ich sehe da halt folgende Diskrepanz:
Wenn Menschen generell von sich aus nicht teilen wollen, so ist es höchst fragwürdig ein System zu installieren, welches Menschen mit Gewalt zum teilen zwingt. Dies noch viel mehr, da selbiges System gerade von denselben Menschen betrieben wird, welchen vorher Mildtätigkeit abgesprochen wurde.

Wenn aber Menschen von sich aus teilen wollen, wozu braucht es dann einen Institiution? Warum dürfen die Menschen nicht selbständig ihren überzähligen Wohlstand an die Stellen verteilen, die sie für richtig halten?

Po8
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Danol
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Anmeldungsdatum: 02.04.2007
Beiträge: 3027

Beitrag(#1377713) Verfasst am: 16.10.2009, 17:02    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

Po8 hat folgendes geschrieben:
Abgesehen davon, dass dies wieder stark nach Umverteilung riecht [...]


Umverteilung ist eine reine Kosmetik. Die lässt nämlich die Mechanismen, die überhaupt erst zur bestehenden extrem heterogenen Verteilung des materiellen Wohlstands geführt haben, unberührt.

Zitat:
stellt sich aber immer noch die Frage, wer mit "alle" gemeint sind. Alle Menschen? Alle Europäer? Alle Deutschen?


Nein, die Frage stellt sich nicht, außer man will zwanghaft irgendwas in meinen Beitrag interpretieren was ich nicht geschrieben habe.
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Beitrag(#1377720) Verfasst am: 16.10.2009, 17:31    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

Danol hat folgendes geschrieben:
Po8 hat folgendes geschrieben:
Abgesehen davon, dass dies wieder stark nach Umverteilung riecht [...]


Umverteilung ist eine reine Kosmetik. Die lässt nämlich die Mechanismen, die überhaupt erst zur bestehenden extrem heterogenen Verteilung des materiellen Wohlstands geführt haben, unberührt.

Zitat:
stellt sich aber immer noch die Frage, wer mit "alle" gemeint sind. Alle Menschen? Alle Europäer? Alle Deutschen?


Nein, die Frage stellt sich nicht, außer man will zwanghaft irgendwas in meinen Beitrag interpretieren was ich nicht geschrieben habe.

Gut, dann heißt der Satz jetzt:
Es ist wichtiger, dass eine nicht näher bestimmte Gruppe von Menschen materiell gleich gestellt ist, als dass der durchschnittliche Lebensstandard (dieser Gruppe vermute ich mal) angehoben wird.

Prima - daraus folgt, dass z.B. alle Bänker die gleichen hohen Boni bekommen sollen oder auch, dass allen Geringverdienern mit Auto dieses weggenommen wird um sie Geringverdienern ohne Auto materiell gleichzustellen. Ist es das, was Dir vorschwebt?

Po8
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Danol
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Anmeldungsdatum: 02.04.2007
Beiträge: 3027

Beitrag(#1377721) Verfasst am: 16.10.2009, 17:35    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

Po8 hat folgendes geschrieben:
Es ist wichtiger, dass eine nicht näher bestimmte Gruppe von Menschen materiell gleich gestellt ist, als dass der durchschnittliche Lebensstandard (dieser Gruppe vermute ich mal) angehoben wird.


Pillepalle

Ich steig aus der Diskusion jetzt aus. Diese Verleumdungen les ich mir nicht länger durch.
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AdmiralT
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Beitrag(#1377722) Verfasst am: 16.10.2009, 17:40    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

Po8 hat folgendes geschrieben:
...dass allen Geringverdienern mit Auto dieses weggenommen wird um sie Geringverdienern ohne Auto materiell gleichzustellen. Ist es das, was Dir vorschwebt?

Po8


Wieso willst du den durchschnittlichen Lebensstandart an denen Mesen die fast nichts haben und an denen anpassen?
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Beitrag(#1377723) Verfasst am: 16.10.2009, 17:48    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

AdmiralT hat folgendes geschrieben:
Po8 hat folgendes geschrieben:
...dass allen Geringverdienern mit Auto dieses weggenommen wird um sie Geringverdienern ohne Auto materiell gleichzustellen. Ist es das, was Dir vorschwebt?

Po8


Wieso willst du den durchschnittlichen Lebensstandart an denen Mesen die fast nichts haben und an denen anpassen?

Will ich ja gar nicht, ich versuchte nur Danols Ausführungen nachzuvollziehen. Ihn müsstest Du fragen, warum er das will.

Po8
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8 ist mein Name sicher nicht,
nicht mein IQ, nicht mein Gewicht.
Denn das was hier geschrieben steht,
das heißt auf englisch: der Poet
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Dissonanz
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Anmeldungsdatum: 24.03.2008
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Beitrag(#1377724) Verfasst am: 16.10.2009, 17:55    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

Po8 hat folgendes geschrieben:
AdmiralT hat folgendes geschrieben:
Po8 hat folgendes geschrieben:
...dass allen Geringverdienern mit Auto dieses weggenommen wird um sie Geringverdienern ohne Auto materiell gleichzustellen. Ist es das, was Dir vorschwebt?

Po8


Wieso willst du den durchschnittlichen Lebensstandart an denen Mesen die fast nichts haben und an denen anpassen?

Will ich ja gar nicht, ich versuchte nur Danols Ausführungen nachzuvollziehen. Ihn müsstest Du fragen, warum er das will.

Po8


Mich mit jemandem der solche Argumentationsmuster aufweist wäre mir ja zu doof..
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"In other words, the cultures have been subjected to as careless handling as if in the hands of a somewhat below par student assistant, but they have survived."
-H. W. Chalkley in Science, Vol. LXXI, No. 1843

You can't spell Discord without Disco.
-frypoddie
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Danol
registrierter User



Anmeldungsdatum: 02.04.2007
Beiträge: 3027

Beitrag(#1377725) Verfasst am: 16.10.2009, 17:59    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

Po8 hat folgendes geschrieben:
Will ich ja gar nicht, ich versuchte nur Danols Ausführungen nachzuvollziehen. Ihn müsstest Du fragen, warum er das will.


Jetzt antworte ich ja doch wieder -.-

Nimm meine Aussage einfach so, wie ich sie auch getätigt habe. Dieses Ganze Gruppen/Völker/Nationengeschwurbel stammt von dir, das muss ich niemandem erklären. Wenn Du zwanghaft einen Bezug zu einem/einer Volk/Nation/Gruppe da reininterpretieren willst dann tus meinetwegen, hör aber auf so zu tun als hätte ich sowas gemeint.
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Hornochse
Orthographiefetischist



Anmeldungsdatum: 22.07.2007
Beiträge: 8223
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Beitrag(#1377736) Verfasst am: 16.10.2009, 18:49    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

Po8 hat folgendes geschrieben:
Ich sehe da halt folgende Diskrepanz:
Wenn Menschen generell von sich aus nicht teilen wollen, so ist es höchst fragwürdig ein System zu installieren, welches Menschen mit Gewalt zum teilen zwingt.


Ich rieche einen naturalistischen Fehlschluss. ^^
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Alles könnte anders sein - und fast nichts kann ich ändern.

- Niklas Luhmann -
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 10660

Beitrag(#1377750) Verfasst am: 16.10.2009, 19:41    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

Po8 hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Po8 hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Dahinter steckt schon wieder der Anspruch, dass Du (oder ein Volksvertreter/Bundeskanzler etc.) besser weiß was für den Einzelnen gut ist, als dieser selbst. Wie kommt man zu dieser Auffassung?

Einen anderen zu beherrschen ist besser als von ihm beherrscht zu werden, so scheint das ganze zu ticken.
Etwas neutrales setzt einen Ausgleich voraus, das heisst wenn der eine mehr hat wie der andere gleicht er das aus indem er gibt bis es wieder ausgeglichen ist. So uneigennützig mögen einige Menschen sein...

Und wenn er nicht ausgleichen will?

Genau das ist das Problem, sowas muß man ja aus eigenem Antrieb machen.
Ein Michael Schumacher oder ein Zumwinkel, die den Überfluss ihres Überflusses nicht mit ihrer 'Bevölkerungsgruppe' teilen wollen...
Anstatt auszugleichen werden (gated) communities der jeweiligen Schicht gebildet.

Wenn man sowas "machen muss", dann hört sich für mich das nicht unbedingt nach freiwilligem Antrieb an.

Und nur weil wir ein paar Stinkstiefel haben, die nicht freiwillig teilen wollen, müssen wir ein System installieren, welches alle dazu zwingt (unfreiwillig) zu teilen?

Nein, ich schrieb ja das man sowas aus eigenem Antrieb machen muß.

Nebenbei: Etliche dieser Herrschaften haben aber Zwang ausgeübt auf ihre Arbeiter damit von denen mehr rüberkam, von "freiwilliger" Mehrarbeit kann ja wohl keine Rede sein.

Zitat:
Wenn aber Menschen von sich aus teilen wollen, wozu braucht es dann einen Institiution? Warum dürfen die Menschen nicht selbständig ihren überzähligen Wohlstand an die Stellen verteilen, die sie für richtig halten?

Habe nichts dagegen gesagt...
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pewe
auf eigenen Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 20.01.2008
Beiträge: 3377

Beitrag(#1377772) Verfasst am: 16.10.2009, 21:20    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

Diesen Punkt der Aufstellung finde ich aber doch bemerkenswert.

Sozialismus hat folgendes geschrieben:
* Niedergang des Mittelstandes

Beklagenswert und kann ich davon ausgehen, dass du FDP wählst?

Im übrigen würde ich auch vor der Kritik des Kapitalismus erstmal seine Klassiker lesen und nicht einem Glaubensgebilde hinterher rennen, von dem schon Nietzsche, ohne die realen Tragödien des Marxismus zu kennen, in Menschliches Allzumenschliches schrieb:
Zitat:
Der Sozialismus ist der phantastische jüngere Bruder des fast abgelebten Despotismus, den er beerben will; seine Bestrebungen sind also im tiefsten Verstande reaktionär. Denn er begehrt eine Fülle der Staatsgewalt, wie sie nur je der Despotismus gehabt hat, ja er überbietet alles Vergangene dadurch, daß er die förmliche Vernichtung des Individuums anstrebt: als welches ihm wie ein unberechtigter Luxus der Natur vorkommt ... er braucht die alleruntertänigste Niederwerfung aller Bürger vor dem unbedingten Staat, wie niemals etwas Gleiches existiert hat; und da er nicht einmal auf die alte religiöse Pietät gegen den Staat mehr rechnen darf, vielmehr an deren Beseitigung unwillkürlich fortwährend arbeiten muß ... so kann er sich nur auf kurze Zeiten, durch den äußersten Terrorismus, hier und da einmal auf Existenz Hoffnung machen. Deshalb bereitet er sich im stillen zu Schreckensherrschaften vor und treibt den halbgebildeten Massen das Wort 'Gerechtigkeit' wie einen Nagel in den Kopf, um sie ihres Verstandes völlig zu berauben ... und ihnen für das böse Spiel, das sie spielen sollen, ein gutes Gewissen zu schaffen."
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Spartacus Leto
Ist hier raus!



Anmeldungsdatum: 27.08.2005
Beiträge: 5659

Beitrag(#1377782) Verfasst am: 16.10.2009, 21:31    Titel: Antworten mit Zitat

pewe hat folgendes geschrieben:
Diesen Punkt der Aufstellung finde ich aber doch bemerkenswert.

Sozialismus hat folgendes geschrieben:
* Niedergang des Mittelstandes

Beklagenswert und kann ich davon ausgehen, dass du FDP wählst?

Im übrigen würde ich auch vor der Kritik des Kapitalismus erstmal seine Klassiker lesen und nicht einem Glaubensgebilde hinterher rennen, von dem schon Nietzsche, ohne die realen Tragödien des Marxismus zu kennen, in Menschliches Allzumenschliches schrieb:
Zitat:
Der Sozialismus ist der phantastische jüngere Bruder des fast abgelebten Despotismus, den er beerben will; seine Bestrebungen sind also im tiefsten Verstande reaktionär. Denn er begehrt eine Fülle der Staatsgewalt, wie sie nur je der Despotismus gehabt hat, ja er überbietet alles Vergangene dadurch, daß er die förmliche Vernichtung des Individuums anstrebt: als welches ihm wie ein unberechtigter Luxus der Natur vorkommt ... er braucht die alleruntertänigste Niederwerfung aller Bürger vor dem unbedingten Staat, wie niemals etwas Gleiches existiert hat; und da er nicht einmal auf die alte religiöse Pietät gegen den Staat mehr rechnen darf, vielmehr an deren Beseitigung unwillkürlich fortwährend arbeiten muß ... so kann er sich nur auf kurze Zeiten, durch den äußersten Terrorismus, hier und da einmal auf Existenz Hoffnung machen. Deshalb bereitet er sich im stillen zu Schreckensherrschaften vor und treibt den halbgebildeten Massen das Wort 'Gerechtigkeit' wie einen Nagel in den Kopf, um sie ihres Verstandes völlig zu berauben ... und ihnen für das böse Spiel, das sie spielen sollen, ein gutes Gewissen zu schaffen."

Oh, dass dieser Irre immer noch ernst genommen wird!
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Tarvoc
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Beitrag(#1377791) Verfasst am: 16.10.2009, 21:49    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

pewe hat folgendes geschrieben:
Im übrigen würde ich auch vor der Kritik des Kapitalismus erstmal seine Klassiker lesen und nicht einem Glaubensgebilde hinterher rennen [...]

Als würde bereits die Lektüre der Klassiker des Liberalismus jemanden zu selbigem bekehren. Genau so wie du hier für den Kapitalismus argumentierst (das heißt falls man das eine Argumentation nennen kann), argumentieren Stalinisten für den Marxismus-Leninismus: "Wer dagegen ist, der hat's nicht gelesen oder nicht verstanden." Grober Unfug. Und ja, ich habe Adam Smith gelesen. Auch Milton Friedman. Übrigens kenne ich auch Nietzsche, der btw. auch vom Kapitalismus nicht sonderlich viel hielt.
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Zuletzt bearbeitet von Tarvoc am 16.10.2009, 21:56, insgesamt 4-mal bearbeitet
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



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Beitrag(#1377794) Verfasst am: 16.10.2009, 21:52    Titel: Antworten mit Zitat

Sticky hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Also ich finde den Kapitalismus irgendwie geil und mir nuetzt er auch.


Nicht so toll finde ich den Sozialismus, weil der macht ja nun wirklich jeden zum Millionaer (Zimbabwe) und da macht das wirklich keinen Spass mehr. Winke - Winke


Dann <s>verpiss dich</s> geh doch zu deinen Ausbeuter-Freunden!



Mach nicht so 'n Wind beim ausgebeutet werden. Nimm einfach ein bisschen mehr Ruecksicht auf Deine Ausbeuter. Die hatten naemlich 'nen harten Tag. Du weisst gar nicht wie anstrengend das ist, diese Ausbeuterei.
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pewe
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Beitrag(#1377806) Verfasst am: 16.10.2009, 22:08    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
pewe hat folgendes geschrieben:
Im übrigen würde ich auch vor der Kritik des Kapitalismus erstmal seine Klassiker lesen und nicht einem Glaubensgebilde hinterher rennen [...]

Als würde bereits die Lektüre der Klassiker des Liberalismus jemanden zu selbigem bekehren. Genau so wie du hier für den Kapitalismus argumentierst (das heißt falls man das eine Argumentation nennen kann), argumentieren Stalinisten für den Marxismus-Leninismus: "Wer dagegen ist, der hat's nicht gelesen oder nicht verstanden." Grober Unfug. Und ja, ich habe Adam Smith gelesen. Auch Milton Friedman. Übrigens kenne ich auch Nietzsche, der btw. auch vom Kapitalismus nicht sonderlich viel hielt.

Es bezog sich eher auf die willkürlich zusammen gestellte Liste des Threaderstellers. Mit den Augen rollen
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Tarvoc
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Beitrag(#1377808) Verfasst am: 16.10.2009, 22:10    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

pewe hat folgendes geschrieben:
Es bezog sich eher auf die willkürlich zusammen gestellte Liste des Threaderstellers. Mit den Augen rollen

Ach so. Ja, die ist schon etwas crazy. zwinkern Wobei sich deine Aussage und dein Nietzsche-Zitat natürlich durchaus nicht nur darauf bezogen...
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pewe
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Beitrag(#1377813) Verfasst am: 16.10.2009, 22:15    Titel: Re: Wie toll ist eigentlich der Kapitalismus und wem nützt er? Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
pewe hat folgendes geschrieben:
Es bezog sich eher auf die willkürlich zusammen gestellte Liste des Threaderstellers. Mit den Augen rollen

Ach so. Ja, die ist schon etwas crazy. zwinkern Wobei sich deine Aussage und dein Nietzsche-Zitat natürlich durchaus nicht nur darauf bezogen...

...das bezog sich auf seinen Nick. zwinkern
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keinelust
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Beitrag(#1377819) Verfasst am: 16.10.2009, 22:35    Titel: Antworten mit Zitat

Aber Kinder in die Welt setzen.
Merkste???? Argh Argh Argh
Nee, nee, nee. Mit den Augen rollen



http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?t=27964
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