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Die Personalie Erika Steinbach...
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tillich (epigonal)
schiebt den Wal



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 14719

Beitrag(#2046499) Verfasst am: 29.02.2016, 18:57    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Kalkofe zu dem Tweet:
https://www.facebook.com/kalkofe/photos/a.220593247980952.59965.199199516786992/1115838111789790/?type=3&theater

Lachen

Was mir erst durch diese Antwort aufgefallen ist, aber zur allgemein rassistischen Tendenz des Witzbildes passt, ist natürlich auch die "sehen doch alle gleich aus"-Haltung, durch die ein Bild mit Indern auf einmal zur jetzigen Flüchtlingspolitik passen soll.
_________________
Gelobt sei der große und allbarmherzige Bananenaufhänger,
der uns die Früchte in die Bäume hängt!
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Zoff
Sternenstaub



Anmeldungsdatum: 24.08.2006
Beiträge: 21276
Wohnort: Frankfurt

Beitrag(#2046506) Verfasst am: 29.02.2016, 19:30    Titel: Antworten mit Zitat

Johnny hat folgendes geschrieben:
In Frankfurt a.M. haben zum Beispiel 43% der Stadtbewohner einen Migrationshintergrund.

Stimmt, und am meisten nerven davon diese sächselnden Politessen und natürlich Erika.
Ansonsten gehts aber.
_________________
Wenn ich eine Welt wie Gott geschaffen hätte, wäre ich auch weggezogen. (Federico Fellini)

Tried again, failed again,
no matter.
Try again, fail again,
fail better.
(Samuel Beckett)
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smallie
Mädchen.



Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 2174

Beitrag(#2046535) Verfasst am: 29.02.2016, 22:21    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Das Bild selber, das ich zunächst wahrgenommen habe, zeigt eine total liebenswürdige Neugierde und Offenheit. Erst der ekelhafte Text beschmutzt die Szene. Und kehrt sich letztlich gegen den Texter, da er seine/ihre Unfähigkeit zu der im Bild gezeigten Freundlichkeit unter Beweis stellt.

Daumen hoch!

Aber die Freundlichkeit werden wir den Einwanderern schon noch austreiben, bis sie richtig integriert sind. zynisches Grinsen
_________________
"There are two hard things in computer science: cache invalidation, naming things, and off-by-one errors."
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Johnny
permanent gesperrt



Anmeldungsdatum: 23.08.2015
Beiträge: 702

Beitrag(#2046578) Verfasst am: 01.03.2016, 01:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hebart hat folgendes geschrieben:

Am Aussehen habe ich noch nie den "Wert eines Menschen" festgemacht.


Wo war hier die Rede vom "Wert eines Menschen"? Nirgendwo.

Es ging um das Gefühl von Fremdheit und Heimatverlust, wenn man zunehmend von Menschen umgeben ist, die fremdartig aussehen. Das hat überhaupt nichts mit dem "Wert eines Menschen" zu tun.
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Kramer
postvisuell



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 25950

Beitrag(#2046580) Verfasst am: 01.03.2016, 01:42    Titel: Antworten mit Zitat

Johnny hat folgendes geschrieben:
Mag ja sein, dass es hier einige Personen gibt, die das nicht so empfinden. Für nicht wenige ist das aber durchaus ein drängendes Bedürfnis, das mit Rassismus allerdings nichts zu tun hat.


Das heisst, Dir sind sadistische Serienmörder, die Dir äusserlich ähnlich sind, lieber, als nette und friedliche Mitmenschen, die anders aussehen. Moment mal, gab es dafür nicht mal einen Fachbegriff?

Ach ja - oberflächlich.
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Kramer
postvisuell



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 25950

Beitrag(#2046581) Verfasst am: 01.03.2016, 01:50    Titel: Antworten mit Zitat

Johnny hat folgendes geschrieben:
Es ging um das Gefühl von Fremdheit und Heimatverlust, wenn man zunehmend von Menschen umgeben ist, die fremdartig aussehen. Das hat überhaupt nichts mit dem "Wert eines Menschen" zu tun.


Sind Menschen, die anders aussehen, Menschen für Dich, oder nur Objekte?
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Hebart
auf eigenen Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 09.12.2015
Beiträge: 431

Beitrag(#2046589) Verfasst am: 01.03.2016, 02:22    Titel: Antworten mit Zitat

Johnny hat folgendes geschrieben:
Hebart hat folgendes geschrieben:

Am Aussehen habe ich noch nie den "Wert eines Menschen" festgemacht.


Wo war hier die Rede vom "Wert eines Menschen"? Nirgendwo.

Es ging um das Gefühl von Fremdheit und Heimatverlust, wenn man zunehmend von Menschen umgeben ist, die fremdartig aussehen. Das hat überhaupt nichts mit dem "Wert eines Menschen" zu tun.


Natürlich hat es etwas mit "Wert" zu tun, für DICH. Fremdartig aussehende Menschen sind für DICH ohne "Wert", weil sie Dich in Deinem Empfinden des von Dir gewünschten "sich zu Hause Fühlens" stören, bzw. nix dazu beitragen können, dabei gäbe es sicherlich viele dieser Fremdaussehenden, die evtl. genau so ticken wie Du und ihr viele Gemeinsamkeiten entdecken könntet...
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, Postfeminist



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 34758
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2046591) Verfasst am: 01.03.2016, 02:32    Titel: Antworten mit Zitat

Johnny hat folgendes geschrieben:
Wer hat eigentlich was von "Reinrassigkeit" oder "reinem Genpool" oder Backenknochenvermessung gesagt?

Dass ein Mitteleuropäer phänotypisch ganz anders aussieht als ein Kongolese, Chinese oder Inder ist wohl offensichtlich.

Für einige Menschen ist es von nicht unerheblicher Bedeutung in einem homogenen sozialen Umfeld zu leben. Man möchte gerne "unter Seinesgleichen" sein, kulturell wie auch ethnisch. Dann hat man ein Gefühl von Heimat, Vertrautheit und "zu Hause sein". Menschen die phänotypisch gänzlich anders sind als man selbst, werden als fremd empfunden. Und wenn die Anzahl dieser gänzlich andersartigen Menschen in der eigenen Heimat zunimmt, hat man die Angst/Sorge "überfremdet" zu werden, also sich dauerhaft immer fremder in der eigenen Heimat zu fühlen und dass ein wichtiges Stück Heimat irgendwie verloren geht.

Mag ja sein, dass es hier einige Personen gibt, die das nicht so empfinden. Für nicht wenige ist das aber durchaus ein drängendes Bedürfnis, das mit Rassismus allerdings nichts zu tun hat.



Komisch, dass ich mich hier auf Haida Gwaii eher "unter Meinesgleichen" fuehle als irgendwo in Sachsen oder Thueringen oder gar in Dresden auf 'ner Pegida-Veranstaltung, obwohl sich die Menschen hier im Schnitt aeusserlich von mir staerker unterscheiden als dort.

Ob man die "Andersartigkeit" am Ende den Leuten weniger ansieht als uns das Dumpfbirnen wie die tumbe Erika mit ihrem daemlichen Bildchen weissmachen wollen? zwinkern


Mir kommt's mehr drauf an, was in der Birne drin ist als wie die Birne lackiert ist. Smilie
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Stoppt die Bajuwarisierung der Kurpfalz jetzt!
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Hebart
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Anmeldungsdatum: 09.12.2015
Beiträge: 431

Beitrag(#2046594) Verfasst am: 01.03.2016, 02:42    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ob man die "Andersartigkeit" am Ende den Leuten weniger ansieht als uns das Dumpfbirnen wie die tumbe Erika mit ihrem daemlichen Bildchen weissmachen wollen? zwinkern


Mich hat das Bild spontan an die Zeugen Jehovas erinnert, ich meine damit an ein friedliches Bild Schulterzucken
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, Postfeminist



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 34758
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2046595) Verfasst am: 01.03.2016, 02:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hebart hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ob man die "Andersartigkeit" am Ende den Leuten weniger ansieht als uns das Dumpfbirnen wie die tumbe Erika mit ihrem daemlichen Bildchen weissmachen wollen? zwinkern


Mich hat das Bild spontan an die Zeugen Jehovas erinnert, ich meine damit an ein friedliches Bild Schulterzucken



Der Text macht hier die Musik.
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Hebart
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Anmeldungsdatum: 09.12.2015
Beiträge: 431

Beitrag(#2046597) Verfasst am: 01.03.2016, 03:09    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Hebart hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ob man die "Andersartigkeit" am Ende den Leuten weniger ansieht als uns das Dumpfbirnen wie die tumbe Erika mit ihrem daemlichen Bildchen weissmachen wollen? zwinkern


Mich hat das Bild spontan an die Zeugen Jehovas erinnert, ich meine damit an ein friedliches Bild Schulterzucken



Der Text macht hier die Musik.


Wieso? "Woher kommst Du denn?" ist doch jetzt nix Schlimmes.

Über die Beweggründe, weshalb diese Steinbach das twitterte, sehe ich zwischen uns keinen Diskussionsbedarf.
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Alchemist
Luminous beings are we, not this crude matter.



Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 20435
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2046620) Verfasst am: 01.03.2016, 10:18    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:

Johnny hat folgendes geschrieben:
Für einige Menschen ist es von nicht unerheblicher Bedeutung in einem homogenen sozialen Umfeld zu leben.


Das soziale Umfeld wird nicht durch die äussere Erscheinung der Angehörigen des Umfelds definiert, sondern durch Größen wie Sprache, gemeinsame Interessen, Bildung, Wohlstand. Du solltest verstehen, daß diese Faktoren sehr viel mehr das soziale Umfeld prägen, als die Hautfarbe.


Deinem Posting kann ich mich nur anschließen, insbesondere das obige entspricht einfach meiner Erfahrung. Sei es durch Reisen, sei es durch eine so vielfältige Stadt wie Hamburg.

Ich habe noch nie erlebt, dass ich mich jemandem nahe fühlte, weil er so ähnlich aussah wie ich. Dazu kommen immer andere, wichtigere Faktoren. Im Urlaub habe ich dagegen auch gemerkt, dass nicht mal die Sprache als alleiniges Merkmal als Verbindungsglied ausreicht.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich selbst einer dieser ominösen Migrationshintergründler bin. Für Johnny bin ich wahrscheinlich kein richtiger Deutscher
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"Does anybody remember laughter?"
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Naastika
RL rulez<->auf Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 23.11.2003
Beiträge: 5833
Wohnort: an der Fütterungsstelle der Eichhörnchen

Beitrag(#2046621) Verfasst am: 01.03.2016, 10:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hebart hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Hebart hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ob man die "Andersartigkeit" am Ende den Leuten weniger ansieht als uns das Dumpfbirnen wie die tumbe Erika mit ihrem daemlichen Bildchen weissmachen wollen? zwinkern


Mich hat das Bild spontan an die Zeugen Jehovas erinnert, ich meine damit an ein friedliches Bild Schulterzucken



Der Text macht hier die Musik.


Wieso? "Woher kommst Du denn?" ist doch jetzt nix Schlimmes.



Stimmt, auch diese Bemerkung ist weitgehend neutral. Eine politische Zielrichtung bekommt das Bild erst durch Ort- und Jahresangabe.
_________________
www.saekulare-gruene.de

Lebe besser, helfe öfter, staune mehr

#PulseOfEurope
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Ottaviani
registrierter User



Anmeldungsdatum: 22.08.2008
Beiträge: 1796
Wohnort: Wien

Beitrag(#2046704) Verfasst am: 01.03.2016, 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Ottaviani hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Johnny hat folgendes geschrieben:
Ich halte es für unwahrscheinlich, dass du den Chinesen für einen Kongolesen, den Kongolesen für einen Schweden und den Schweden für einen Chinesen hälst.


Es ist im Gegenteil sehr unwahrscheinlich, daß Du die Staatszugehörigkeit anhand der äußeren Erscheinung richtig zuordnen kannst. Wo triffst Du die Menschen, die Du für Chinesen, Kongolesen oder Schweden hältst? In Peking? In Stockholm? In Brazzaville? (Dafür musste ich googlen).
Siehst Du jemanden, der Dir wie ein Chinese erscheint, in Paris, ist es dann nicht eher wahrscheinlich, daß er Franzose ist? Und woran erkennst Du den Schweden? Könnte doch ein Amerikaner sein. Und warum soll der Farbige, dem Du in München begegnest, kein Deutscher sein?

Antworte mal offen auf die Fragen.

das hab nicht ich geschrieben sondern ich habe darauf geantwortet unverschämtheit
Mein Posting steht weiter oben

Zitat richtig zugeordnet, MF


Habe ich Dich falsch zitiert? Das hab ich nicht mitbekommen. Entschuldige bitte.

su hast ein Zitat mit dem Posting verwechselt
_________________
SEMPER IDEM
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marram
registrierter User



Anmeldungsdatum: 17.10.2014
Beiträge: 675

Beitrag(#2046725) Verfasst am: 01.03.2016, 22:19    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Das Bild selber, das ich zunächst wahrgenommen habe, zeigt eine total liebenswürdige Neugierde und Offenheit. Erst der ekelhafte Text beschmutzt die Szene. Und kehrt sich letztlich gegen den Texter, da er seine/ihre Unfähigkeit zu der im Bild gezeigten Freundlichkeit unter Beweis stellt.

Ausrufezeichen
Wobei ja sogar der Text selbst nur insofern die Szene beschmutzt, als er nur von der Überfremdungs-Paranoia, dass plondplauäugige Arier hier zur MInderheit würden, aus verständlich ist und außerdem insinuiert, dass das an sich irgendwie schlimm wäre.


Genau.
Daß die Szene eine Realität darstellt, die uns mit ihren umgekehrten Mehrheitsverhältnissen zudem als bessere Utopie erscheint, als die, die die Steinbachs dieser Welt favorisieren, schält den Kern dieses Dissens heraus: Man muss sich das blonde Kind als glücklichen Menschen in dieser Gemeinschaft vorstellen. Und das wiederum ist eine Aussage, die jeden Rassisten zur Weißglut bringen wird.

Ich schreib das auch mit dem Hintergrund, daß ich das genau so erfahren habe. Eine glückliche Kindheit in umgekehrten Verhältnissen. Deswegen habe ich vielleicht auch die böse Intention des Textes nicht auf Anhieb verstanden.


Mir ging es genau andersrum.

Ich bin schon ca. anno 1960, als Zwergerl, damit aufgewachsen, dass in unserer Familie immer mal ein "Zimmerherr" wohnte. Vor ca. 1960 waren es Monteure. Aber dann hat ne Firma in der nahen Kreisstadt eine Unterkunft für einen "Neger" gesucht. Niemand hat sich damals bereit erklärt, den als Zimmerherren aufzunehmen. Meine Eltern haben damals spontan zugesagt, auch deswegen, weil er Katholik war. Und irgendwie hat das damals eine Eigendynamik entwickelt. Und so bin ich mit "Schwarzen" und "Gelben" und was weiß ich für "Häutigen" aufgewachsen. Irgendwie saßen da abends immer wieder mal ein oder zwei Zimmerherren mit am Tisch. Natürlich immer nur Katholiken. Aber die Hautfarbe war soooooowas von egal. Ich fand das toll. Sowohl als Kind, als auch als Jugendliche und junge Erwachsene. Das war eines der ganz wenigen Dinge, die mich mit meinem stock-konservativ-katholischen Elternhaus bis heute etwas versöhnen.

Im Kindergarten und der Schule begegnete ich immer wieder heftigen Vorurteilen. Bis hin zu diffusen Äußerungen, ob ich denn keine Angst hätte vor so einem "Neger" oder "Schlitzauge", denn immerhin wären die doch nicht zivilisiert und würden noch morden, oder Feuer im Zimmer machen, oder was denn mit dem Bad/Klo(1) sei, ob es mich da nicht grausen würde, wenn da "so einer" seinen Dreck hinterlässt, und die könnten doch schlimme Krankheiten haben, usw. usw. usw.

Und der Text zu dem Bild hat mich eben an all diese unsäglichen Vorurteile aus meiner Kindheit und Jugend erinnert, die damals mir gegenüber wegen der "Andershäutigen" geäußert wurden.



(1) im Dorf kannte jeder unsere eher ärmlichen Verhältnisse. Jeder wusste, dass wir nur ein Bad (mit dem guten alten Holzofenboiler) mit Klo hatten und dass es im Sommer noch im Anbau ein Klo gab, das genutzt werden konnte, aber eben nicht im Winter.
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Misterfritz
mini - mal



Anmeldungsdatum: 09.03.2006
Beiträge: 21867
Wohnort: badisch sibirien

Beitrag(#2046728) Verfasst am: 01.03.2016, 22:29    Titel: Antworten mit Zitat

marram hat folgendes geschrieben:
geschichten aus der kindheit
ist zwar OT,
aber wenn ich sowas lese, bin ich immer heilfroh, dass ich in ungetauft hamburg aufgewachsen bin.
_________________
I'm tapping in the dusternis
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Margrethe
registrierter User



Anmeldungsdatum: 26.03.2013
Beiträge: 5659

Beitrag(#2046740) Verfasst am: 01.03.2016, 23:56    Titel: Antworten mit Zitat

marram hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Das Bild selber, das ich zunächst wahrgenommen habe, zeigt eine total liebenswürdige Neugierde und Offenheit. Erst der ekelhafte Text beschmutzt die Szene. Und kehrt sich letztlich gegen den Texter, da er seine/ihre Unfähigkeit zu der im Bild gezeigten Freundlichkeit unter Beweis stellt.

Ausrufezeichen
Wobei ja sogar der Text selbst nur insofern die Szene beschmutzt, als er nur von der Überfremdungs-Paranoia, dass plondplauäugige Arier hier zur MInderheit würden, aus verständlich ist und außerdem insinuiert, dass das an sich irgendwie schlimm wäre.


Genau.
Daß die Szene eine Realität darstellt, die uns mit ihren umgekehrten Mehrheitsverhältnissen zudem als bessere Utopie erscheint, als die, die die Steinbachs dieser Welt favorisieren, schält den Kern dieses Dissens heraus: Man muss sich das blonde Kind als glücklichen Menschen in dieser Gemeinschaft vorstellen. Und das wiederum ist eine Aussage, die jeden Rassisten zur Weißglut bringen wird.

Ich schreib das auch mit dem Hintergrund, daß ich das genau so erfahren habe. Eine glückliche Kindheit in umgekehrten Verhältnissen. Deswegen habe ich vielleicht auch die böse Intention des Textes nicht auf Anhieb verstanden.


Mir ging es ähnlich. Das Bild hat mich auf den ersten Blick an die hellblonden Töchter meines Bruders erinnert, die in Westafrika aufgewachsen sind, dort wo, einem on-dit zufolge, die "Neger" am schwärzesten sein sollen. In dem Viertel, in dem sie - und ich gelegentlich - wohnten, lebten sonst keine Weißen. Probleme mit Nachbarkindern hatten die Mädels nur, wenn sie im Sommer auf Heimaturlaub waren mit ein paar blonden Fratzen in der Straße, die sie mobbten, weil sie kein Schwäbisch konnten.

marram hat folgendes geschrieben:
Ich bin schon ca. anno 1960, als Zwergerl, damit aufgewachsen, dass in unserer Familie immer mal ein "Zimmerherr" wohnte. Vor ca. 1960 waren es Monteure. Aber dann hat ne Firma in der nahen Kreisstadt eine Unterkunft für einen "Neger" gesucht. Niemand hat sich damals bereit erklärt, den als Zimmerherren aufzunehmen. Meine Eltern haben damals spontan zugesagt, auch deswegen, weil er Katholik war.

1960? Da hatte das Zweite Vatikanische Konzil gerade begonnen, und in den länger dauernden Sitzungspausen bekamen wir in unserem süddeutschen Kleinstädtchen regen Besuch aus Afrika. Der Bischof - als Konzilsteilnehmer in Rom - hatte offenbar regen Kontakt zu afrikanischen Kollegen und begründete eine erste diözesane Partnerschaft, und der Bischof der ugandischen Partnerdiözese kam auch mit seiner ganzen Entourage zu Besuch in unser Städtchen. Mit meinen Englischkenntnissen war ich da selber schon ein bisschen exotisch, aber jetzt wurde ich ständig zum Übersetzen gebraucht, wenn der Bischof dem Kirchenchor oder dem Frauenverein aus seiner Heimat erzählte. Ausgerechnet vor zahlreicherem Publikum, einem rappelvollen Gemeindesaal, habe ich mich dann ganz unchristlich blamiert. Der Bischof gebrauchte ein Wort, das ich nicht kannte - hä? - der Bischof wiederholte, wiederholte noch einmal, und noch einmal, Dschiises oder so ähnlich ... und mir fiel der Groschen nicht. Irgendjemand aus der Kulisse hat es mir dann zugezischelt: Jesus hieß das, au weia, das hatte ich auf Englisch eben zum allerersten Mal gehört. Mein Englischunterricht scheint nicht besonders christlich geprägt gewesen zu sein. Ich fand das schon selbstblamabel, aber so richtig gemerkt hat es im Publikum anscheinend niemand.
Aus dieser Connection erwuchs dann eine länger dauernde Bekanntschaft mit einem ugandischen Komponisten, der bei uns wohnte, seine musikalische Ausbildung an einer Musikhochschule erweiterte und im Auftrag seines Bischofs eine afrikanische Messe komponierte, die in Rom uraufgeführt wurde. Da habe ich mitgetrommelt, nicht als kleines blondes Mädchen, aber als einzige weisse Frau unter lauter schwarzen Männern. Die hatten während der Vorbereitungswochen viel Mühe mit mir, vor allem an dem großen Xylophon, an dem mehrere zugleich nicht das gleiche spielen. Da bin ich ständig aus dem Takt gekommen. Ich halte mich zwar nicht für ganz unmusikalisch, aber mit den afrikanischen Rhythmen und Rhythmuswechseln in dieser Messe hatte ich schon allerlei Probleme. Deswegen habe ich von dem Anlass, der Uraufführung, und vom Petersdom auch fast nichts mitbekommen. Ich habe vor Lampenfieber fast Blut und Wasser geschwitzt und völlig vergessen, einen Blick auf den Papst zu werfen. Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, den gesehen zu haben. Das war 1964, Anlass war die Heiligsprechung ugandischer Märtyrer durch Papst Paul VI.
Ein paar Takte davon sind hier zu hören: https://www.youtube.com/watch?v=abzavrgaT0Q

Ich habe das nicht im mindesten als irgendwie aussergewöhnlich empfunden. Dass es für viele, wahrscheinlich für die meisten Menschen in unserem kleinen Kaff doch nicht alltäglich war, ist mir tatsächlich erst aufgefallen, als ich eines Tages mit besagtem Komponisten die sogenannte Hauptstraße des Kaffs entlang lief. An irgendeiner Ecke stand eine ältere Dame mit ihrem blondgelockten Enkeltöchterlein. Plötzlich zeigte die Frau mit dem Finger auf uns und erklärte der Kleinen mit ziemlich schriller Stimme: "Guck, ein echter Neger!"

Eine meiner Tanten in der Nähe von Tübingen vermietete grundsätzlich zwei Zimmer in ihrem Dachgeschoss an "echte Neger". Die studierten in Tübingen und fühlten sich unter ihren mütterlichen Fittichen, glaube ich, ganz wohl. Einige von ihnen haben nach der Rückkehr in ihre Heimat den Kontakt zu ihr nie abreissen lassen.

Zitat:
Im Kindergarten und der Schule begegnete ich immer wieder heftigen Vorurteilen. Bis hin zu diffusen Äußerungen, ob ich denn keine Angst hätte vor so einem "Neger" oder "Schlitzauge", denn immerhin wären die doch nicht zivilisiert und würden noch morden, oder Feuer im Zimmer machen, oder was denn mit dem Bad/Klo(1) sei, ob es mich da nicht grausen würde, wenn da "so einer" seinen Dreck hinterlässt, und die könnten doch schlimme Krankheiten haben, usw. usw. usw.
Und der Text zu dem Bild hat mich eben an all diese unsäglichen Vorurteile aus meiner Kindheit und Jugend erinnert, die damals mir gegenüber wegen der "Andershäutigen" geäußert wurden.


Ich habe das in unserem Kaff - auch vor 1960 - nie so erlebt. Irgendwie scheinen wir in jetzt mal angenommenen 300 oder 400 km Entfernung jeweils auf einem anderen Stern groß geworden zu sein.
Mich hat das Bild - wie bereits erwähnt - an meine inzwischen nicht mehr so kleinen Nichten erinnert, beispielsweise auch an eine Gelegenheit, als wir, gleichfalls vor zig Jahren, mit einem blondgelockten kleinen Mädchen durch einen arabischen Bazar liefen. Da wurde das blonde Kind ähnlich interessiert angestaunt.

Wie Erika Steinbach es kommentierte und benutzte ... dazu brauche ich nichts mehr zu sagen. Dazu ist schon alles gesagt worden.


Zuletzt bearbeitet von Margrethe am 02.03.2016, 00:35, insgesamt 2-mal bearbeitet
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schtonk
Korinthenliegenlasser
Moderator



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 7266

Beitrag(#2046743) Verfasst am: 02.03.2016, 00:15    Titel: Antworten mit Zitat

Margrethe hat folgendes geschrieben:
[...]
Wie Erika Steinbach es kommentierte und benutzte ... dazu brauche ich nichts mehr zu sagen. Dazu ist schon alles gesagt worden.

Danke. Mit diesem Satz weist du in die richtige Richtung (Thread-Titel) zwinkern

@all: Aber spannend und interessant ist das schon, was ihr schreibt.
Vllt macht jemand von euch einen neuen Trööt mit passendem Titel auf,
wir Mods könnten dann das Nicht-Erikaeske dorthin verschieben Smilie
_________________
So wie das religiöse Gefühl der meisten Frommen sich erst bekundet, wenn es verletzt wird,
so liegt auch der Patriotismus auf der Lauer der Gelegenheit gekränkt zu sein. - Karl Kraus
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astarte
Moderator
Moderator



Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 36704

Beitrag(#2046758) Verfasst am: 02.03.2016, 06:56    Titel: Antworten mit Zitat

schtonk hat folgendes geschrieben:


@all: Aber spannend und interessant ist das schon, was ihr schreibt.
Vllt macht jemand von euch einen neuen Trööt mit passendem Titel auf,
wir Mods könnten dann das Nicht-Erikaeske dorthin verschieben Smilie

Ausrufezeichen
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Die einen kennen mich, die anderen können mich.
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Margrethe
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Anmeldungsdatum: 26.03.2013
Beiträge: 5659

Beitrag(#2046782) Verfasst am: 02.03.2016, 15:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ist schon ein paar Jahre her - aber der Afrikaner war der erste, der herzlich gelacht hat, die anderen (mich inbegriffen) wagten es erst, als er den Anfang gemacht hatte:

Zu privaten Besuch bei einem Minister (der ist inzwischen in Pension gegangen). Dessen Sohn, damals ca. vier Jahre alt, wuselte so zwischen den Erwachsenen herum, wuselte davon und kam mit einem nassen Lappen aus dem Bad zurückgewuselt, um zu prüfen, ob der Afrikaner farb- und waschecht sei. Er war's dann zufrieden, als sich der Lappen nicht schwärzlich verfärbte.
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quadium
registrierter User



Anmeldungsdatum: 06.04.2013
Beiträge: 1758

Beitrag(#2046826) Verfasst am: 02.03.2016, 20:05    Titel: Antworten mit Zitat

Margrethe hat folgendes geschrieben:
Ist schon ein paar Jahre her - aber der Afrikaner war der erste, der herzlich gelacht hat, die anderen (mich inbegriffen) wagten es erst, als er den Anfang gemacht hatte:

Zu privaten Besuch bei einem Minister (der ist inzwischen in Pension gegangen). Dessen Sohn, damals ca. vier Jahre alt, wuselte so zwischen den Erwachsenen herum, wuselte davon und kam mit einem nassen Lappen aus dem Bad zurückgewuselt, um zu prüfen, ob der Afrikaner farb- und waschecht sei. Er war's dann zufrieden, als sich der Lappen nicht schwärzlich verfärbte.


Ist das nicht irre?
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vrolijke
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Moderator



Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 30710
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2046828) Verfasst am: 02.03.2016, 20:06    Titel: Antworten mit Zitat

quadium hat folgendes geschrieben:
Margrethe hat folgendes geschrieben:
Ist schon ein paar Jahre her - aber der Afrikaner war der erste, der herzlich gelacht hat, die anderen (mich inbegriffen) wagten es erst, als er den Anfang gemacht hatte:

Zu privaten Besuch bei einem Minister (der ist inzwischen in Pension gegangen). Dessen Sohn, damals ca. vier Jahre alt, wuselte so zwischen den Erwachsenen herum, wuselte davon und kam mit einem nassen Lappen aus dem Bad zurückgewuselt, um zu prüfen, ob der Afrikaner farb- und waschecht sei. Er war's dann zufrieden, als sich der Lappen nicht schwärzlich verfärbte.


Ist das nicht irre?


Völlig normal würde ich sagen.
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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quadium
registrierter User



Anmeldungsdatum: 06.04.2013
Beiträge: 1758

Beitrag(#2046830) Verfasst am: 02.03.2016, 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
quadium hat folgendes geschrieben:
Margrethe hat folgendes geschrieben:
Ist schon ein paar Jahre her - aber der Afrikaner war der erste, der herzlich gelacht hat, die anderen (mich inbegriffen) wagten es erst, als er den Anfang gemacht hatte:

Zu privaten Besuch bei einem Minister (der ist inzwischen in Pension gegangen). Dessen Sohn, damals ca. vier Jahre alt, wuselte so zwischen den Erwachsenen herum, wuselte davon und kam mit einem nassen Lappen aus dem Bad zurückgewuselt, um zu prüfen, ob der Afrikaner farb- und waschecht sei. Er war's dann zufrieden, als sich der Lappen nicht schwärzlich verfärbte.


Ist das nicht irre?


Völlig normal würde ich sagen.


Irre ist das neue normal.
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Schlumpf
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Anmeldungsdatum: 17.11.2007
Beiträge: 2316
Wohnort: Ost-Bayern

Beitrag(#2046841) Verfasst am: 02.03.2016, 20:45    Titel: Antworten mit Zitat

quadium hat folgendes geschrieben:

Irre ist das neue normal.

Ja. Wenn die CDU eine "normale" Partei wäre, würde sie Steinbach rausschmeissen. Da meckern sie rum, dass die CSU der AfD Wähler zutreiben würde, und dann gibt eine CDU-Abgeordnete so eine (gezeichnete) AfD-Parole von sich.
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Margrethe
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Beiträge: 5659

Beitrag(#2046856) Verfasst am: 02.03.2016, 21:51    Titel: Antworten mit Zitat

quadium hat folgendes geschrieben:
Margrethe hat folgendes geschrieben:
Ist schon ein paar Jahre her - aber der Afrikaner war der erste, der herzlich gelacht hat, die anderen (mich inbegriffen) wagten es erst, als er den Anfang gemacht hatte:

Zu privaten Besuch bei einem Minister (der ist inzwischen in Pension gegangen). Dessen Sohn, damals ca. vier Jahre alt, wuselte so zwischen den Erwachsenen herum, wuselte davon und kam mit einem nassen Lappen aus dem Bad zurückgewuselt, um zu prüfen, ob der Afrikaner farb- und waschecht sei. Er war's dann zufrieden, als sich der Lappen nicht schwärzlich verfärbte.


Ist das nicht irre?


Weswegen sollte das irre sein?
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schtonk
Korinthenliegenlasser
Moderator



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 7266

Beitrag(#2046893) Verfasst am: 03.03.2016, 01:47    Titel: Antworten mit Zitat

Dieser Thread ist vorübergehend geschlossen.
Die Hinweise der Mods http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2046743#2046743 und http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2046758#2046758
wurden leider ignoriert, wir sind gezwungen, die Beiträge zu sortieren.

An dieser Stelle sei daran erinnert, dass unsere Tätigkeit dem Forum und seinen Usern zugute kommt und unbezahlt ist.
Wir würden uns freuen, wenn darauf in Zukunft mehr Rücksicht genommen werden würde.
Der User @Er_Win z.B. hat gezeigt, wie das geht -> http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2046713#2046713



Edith:
Einige Beiträge nach Rassen und Rassismus verschoben.
Einige Beiträge nach OT aus "Die Personalie Erika Steinbach" verschoben.
Thread wieder geöffnet.

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So wie das religiöse Gefühl der meisten Frommen sich erst bekundet, wenn es verletzt wird,
so liegt auch der Patriotismus auf der Lauer der Gelegenheit gekränkt zu sein. - Karl Kraus
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sehr gut
im Hamsterrad



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Beiträge: 9771

Beitrag(#2049713) Verfasst am: 23.03.2016, 17:24    Titel: Antworten mit Zitat

schtonk hat folgendes geschrieben:


Quelle

"Ausgegraben: Der Ursprung des Steinbach-Bildes"

Kinderheim in Indien, Kind von australischen Spendern zu Besuch.
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 21748

Beitrag(#2049787) Verfasst am: 23.03.2016, 22:20    Titel: Antworten mit Zitat

Ergänzend.

Zitat:
Laut seinem Bericht für das Medienmagazin "Zapp", der am Mittwochabend um 23.20 Uhr ausgestrahlt wird, hat eine australische Familie die Aufnahme auf einer Indien-Reise gemacht. Die Familie, die laut "Zapp" anonym bleiben will, habe ihren damals 18 Monate alten Sohn 2011 bei einem Besuch eines Kinderheims in der südindischen Stadt Chennai fotografiert. Die Leiterin des Kinderheims bestätigte, dass das Foto hier entstanden ist.

Vom NDR auf die aktuelle Instrumentalisierung dieses Bildes in Deutschland und Europa angesprochen, zeigten sich sowohl die Leiterin als auch die australische Familie empört. "Wir sind sehr traurig, dass das Bild für solche Propaganda verwendet wird. Wir hatten genau das Gegenteil im Sinn", sagte die Familie laut "Zapp". Hochgeladen hätten sie das Foto in der Hoffnung, dass das Heim von der Aufmerksamkeit profitieren werde.

"Das Foto entstand in einem sehr schönen Moment voller Liebe und Freude. Er zeigt das Miteinander verschiedener Kulturen und von Menschen, die verschiedene Sprachen sprechen", so der Vater. "Das auf eine negative Weise zu verwenden, unterstützen wir auf gar keinen Fall."


http://www.spiegel.de/netzwelt/web/erika-steinbach-ursprung-des-fotos-von-deutschland-2030-tweet-geklaert-a-1083841.html
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, Postfeminist



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 34758
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2049808) Verfasst am: 24.03.2016, 00:55    Titel: Antworten mit Zitat

Habe das auch gerade auf der website der ARD gefunden.

http://www.ndr.de/nachrichten/netzwelt/Ausgegraben-Der-Ursprung-des-Steinbach-Bildes,twitterbild120.html

Hoffentlich steht der Volksverhetzerin Steinbach jetzt eine Klage ins Haus: Verletzung der Urheberrechte und der Persoenlichkeitsrechte des medial missbrauchten Kindes.

Was wuerde eigentlich passieren, wenn man sich irgendwie ein privates Foto der Steinbach "besorgt" und es weltweit fuer ein Protestpamphlet gegen schlimme Zustaende in der Psychiatrie zweckentfremdet?

Wuerde sich die Frau das gefallen lassen? Böse


Verfaelscht wurde das Bild uebrigens obendrein, damit es besser zur rechtsextremen Message passt:

Zitat:
...Neben der Schrift sind in einigen Varianten - darunter auch der von Steinbach verbreiteten deutschen Fassung - zwei Köpfe von Kindern wenig geschickt durch andere ersetzt worden...


...und dazu noch die erschuetternd schwache Ausrede:

Zitat:
... In einem Tweet schreibt sie: "Schlechte Recherche! Habe das Bild nicht 'garniert'. Ein besorgter Vater hat es mir in dieser Fassung gemailt!"....


Der grosse Unbekannte, der in fast jedem Kriminalfall vorkommt, in dem der Taeter nicht gestaendig ist. Sehr glücklich

Wenn ich so ein Bild mit so 'ner Message per e-mail bekommen wuerde, ich wuerde das garantiert nicht weiterverbreiten, sondern lediglich den "besorgten Vater" aus meiner Adressliste entfernen, weil ich keine Kontakte mit Rechtsradikalen wuensche. Aber ich heisse schliesslich auch nicht Erika Steinbach... Lachen
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zelig
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Beitrag(#2082583) Verfasst am: 14.01.2017, 23:47    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ihre harte Kritik an der Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Merkel hatte die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach immer wieder offen geäußert. Nun kündigt sie ihren Austritt an und lobt eine andere Partei.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/protest-gegen-merkel-erika-steinbach-will-cdu-verlassen-14651899.html

Würde mich nicht wundern, wenn im Hintergrund schon lange Kontakte zur AfD gepflegt werden, und Steinbach nach einer einer Schamfrist in die AfD eintritt.
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