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Christenverfolgung - oder wenn Christen wieder mal nur sich sehen.
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Religionskritik-Wiesbaden
homo est creator Dei



Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 7831
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag(#1595884) Verfasst am: 05.01.2011, 14:28    Titel: Christenverfolgung - oder wenn Christen wieder mal nur sich sehen. Antworten mit Zitat

Die Medien berichten von Anschlägen gegen Christen, gezielten Anschlägen gegen Christen.

Nun dem ist so, aber es gibt ja auch gezielte Anschläge gegen Schiiten oder Gläubige anderer Religionen.

Mir scheint, dass die Führer von C-Parteien und die Kirchenfunktionäre hier ein Thema gefunden haben, womit sie wieder ihre Stellung aufzuwerten versuchen.
Selbstverständlich können sie sich für ihre verfolgten Glaubensbrüder einsetzen - wer tut dies nicht - jedoch fordern sie häufig die Umsetzung von Religionsfreiheit in den Ländern mit vermeintlicher Christenverfolgung. Sie sprechen dann von Menschenrechten, jedoch geht es ihnen eben nur um die Verfolgung ihrer Glaubensbrüder.
Gegen die Verfolgung von Atheisten, Agnostiker und säkularen Religiösen tuen sie meiner Erfahrung nach nichts, eher das Gegenteil dürfte der Fall sein.
So treten sie ja bezeichnender Weise nur für Reformen von Blasphemiegesetzen ein, nicht aber für deren Abschaffung! Christen sollen geschützt werden, nicht Atheisten!

Aktuelles Beispiel:

Quelle, Wk, vom 05.01.2010

Bischöfe besorgt über Gewalt gegen Christen

Zitat:
Prälat Karl Jüsten, sagte der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» (Dienstag): «Wir fordern, dass Christen und andere religiöse Minderheiten in ihren Heimatländern, in denen sie und ihre Vorfahren seit Jahrhunderten, ja Jahrtausenden wohnen, in Sicherheit und Würde leben können.»



Zitat:
Der «Frankfurter Rundschau» sagte der EKD-Ratschef, die Lage von Christen im Nahen Osten sei besorgniserregend. «Es ist leider so, dass Christen dort um ihr Leben fürchten müssen.»


Zitat:
Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) schlug in der «Passauer Neuen Presse» als Konsequenz aus dem Anschlag vor, Entwicklungshilfe gezielt dorthin zu geben, wo Christen unterdrückt werden. (...)
«Sanktionen helfen uns hier nicht weiter. Entwicklungshilfe sollte vielmehr gezielt zur Förderung von christlichen Projekten in Ländern eingesetzt werden, in denen Christen unter Druck stehen.»


Kauder forder nichts anderes als eine verstärkte Subventionierung von christlichen Missionswerken, wie Schulen, deren Aufgabe ja nicht nur ist, die Bildung zu Mehren, sondern eben auch den christlichen Glauben.

Dem WK - Artikel habe ich heute Morgen noch schnell einen Kommentar beigefügt, der erfreulicher Weise angenommen wurde, trotz der Länge zwinkern

ja ich weiß,
es gibt schon einen Thread hierzu, nämlich von York und zwar hier:
http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?t=29886&start=0&postdays=0&postorder=asc&highlight=christenverfolgung, aber das Thema sollte nicht unter Sonstiges und Groteskes diskutiert werden.
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blakki
Brumm, brumm, ...



Anmeldungsdatum: 21.01.2009
Beiträge: 556
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Beitrag(#1595953) Verfasst am: 05.01.2011, 16:03    Titel: Antworten mit Zitat

Interessanterweise wird fast jedesmal, wenn ein Christ in der Türkei oder dem Nahen Osten einem Verbrechen zum Opfer fällt, dies auf seine Religionszugehörigkeit zurückgeführt.

In Deutschland ist dies ganz ähnlich, wenn ich in Bayern von der Polizei eine Geldstrasse bekomme, liegt das daran, dass ich weder Bayer noch Katholik bin, und nicht etwa daran, dass ich ein Verkehrsgebot übertreten habe. Lachen

Als Nichtbayer und Nichtkatholik fühle ich mich auf bayrischen Hoheitgebiet schon irgendwie verfolgt. Lachen
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Hubraum statt Spoiler.
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Keller
last neoliberal standing and car of the year 1983!



Anmeldungsdatum: 30.11.2006
Beiträge: 1411

Beitrag(#1596215) Verfasst am: 06.01.2011, 01:05    Titel: Re: Christenverfolgung - oder wenn Christen wieder mal nur sich sehen. Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Die Medien berichten von Anschlägen gegen Christen, gezielten Anschlägen gegen Christen.

Nun dem ist so, aber es gibt ja auch gezielte Anschläge gegen Schiiten oder Gläubige anderer Religionen.

Mir scheint, dass die Führer von C-Parteien und die Kirchenfunktionäre hier ein Thema gefunden haben, womit sie wieder ihre Stellung aufzuwerten versuchen.
Selbstverständlich können sie sich für ihre verfolgten Glaubensbrüder einsetzen - wer tut dies nicht - jedoch fordern sie häufig die Umsetzung von Religionsfreiheit in den Ländern mit vermeintlicher Christenverfolgung. Sie sprechen dann von Menschenrechten, jedoch geht es ihnen eben nur um die Verfolgung ihrer Glaubensbrüder.
Gegen die Verfolgung von Atheisten, Agnostiker und säkularen Religiösen tuen sie meiner Erfahrung nach nichts, eher das Gegenteil dürfte der Fall sein.
So treten sie ja bezeichnender Weise nur für Reformen von Blasphemiegesetzen ein, nicht aber für deren Abschaffung! Christen sollen geschützt werden, nicht Atheisten!

Aktuelles Beispiel:

Quelle, Wk, vom 05.01.2010

Bischöfe besorgt über Gewalt gegen Christen

Zitat:
Prälat Karl Jüsten, sagte der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» (Dienstag): «Wir fordern, dass Christen und andere religiöse Minderheiten in ihren Heimatländern, in denen sie und ihre Vorfahren seit Jahrhunderten, ja Jahrtausenden wohnen, in Sicherheit und Würde leben können.»



Zitat:
Der «Frankfurter Rundschau» sagte der EKD-Ratschef, die Lage von Christen im Nahen Osten sei besorgniserregend. «Es ist leider so, dass Christen dort um ihr Leben fürchten müssen.»


Zitat:
Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) schlug in der «Passauer Neuen Presse» als Konsequenz aus dem Anschlag vor, Entwicklungshilfe gezielt dorthin zu geben, wo Christen unterdrückt werden. (...)
«Sanktionen helfen uns hier nicht weiter. Entwicklungshilfe sollte vielmehr gezielt zur Förderung von christlichen Projekten in Ländern eingesetzt werden, in denen Christen unter Druck stehen.»


Kauder forder nichts anderes als eine verstärkte Subventionierung von christlichen Missionswerken, wie Schulen, deren Aufgabe ja nicht nur ist, die Bildung zu Mehren, sondern eben auch den christlichen Glauben.

Dem WK - Artikel habe ich heute Morgen noch schnell einen Kommentar beigefügt, der erfreulicher Weise angenommen wurde, trotz der Länge zwinkern

ja ich weiß,
es gibt schon einen Thread hierzu, nämlich von York und zwar hier:
http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?t=29886&start=0&postdays=0&postorder=asc&highlight=christenverfolgung, aber das Thema sollte nicht unter Sonstiges und Groteskes diskutiert werden.


Ich hege schon seit längerem die gleichen Gedanken. Tatsache ist, dass das Thema seit ner ganzen Weile am Köcheln ist und hierbei immer wieder Politiker ausschließlich die religiöse Unterdrückung von Christen thematisieren. Dabei sollte es eine demokratische Selbstverständlichkeit sein, sich für die generell für die Religionsfreiheit einzusetzen, einschließlich der Negativen.

Wäre mal ein Thema für ein PM.
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Zoff
Sternenstaub



Anmeldungsdatum: 24.08.2006
Beiträge: 21284
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Beitrag(#1596234) Verfasst am: 06.01.2011, 02:47    Titel: Antworten mit Zitat

blakki hat folgendes geschrieben:

In Deutschland ist dies ganz ähnlich, wenn ich in Bayern von der Polizei eine Geldstrasse bekomme, liegt das daran, dass ich weder Bayer noch Katholik bin, und nicht etwa daran, dass ich ein Verkehrsgebot übertreten habe. Lachen


Wo genau bekommt man die? Geschockt
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Wenn ich eine Welt wie Gott geschaffen hätte, wäre ich auch weggezogen. (Federico Fellini)

Tried again, failed again,
no matter.
Try again, fail again,
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(Samuel Beckett)
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Evilbert
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Anmeldungsdatum: 16.09.2003
Beiträge: 42408

Beitrag(#1596262) Verfasst am: 06.01.2011, 09:08    Titel: Antworten mit Zitat

Zoff hat folgendes geschrieben:
blakki hat folgendes geschrieben:

In Deutschland ist dies ganz ähnlich, wenn ich in Bayern von der Polizei eine Geldstrasse bekomme, liegt das daran, dass ich weder Bayer noch Katholik bin, und nicht etwa daran, dass ich ein Verkehrsgebot übertreten habe. Lachen


Wo genau bekommt man die? Geschockt


Jetzt versteh ich blakkis Sicht der Dinge gleich viel besser. Lachen
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Religionskritik-Wiesbaden
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Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 7831
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag(#1596870) Verfasst am: 07.01.2011, 10:27    Titel: Religionsmonopoly Antworten mit Zitat

was mich auf die Idee bringt,

ein Religionsmonopoly zu kreieren. Die Straßenkarten bleiben, nur Stadt Hotels baut man Kirchen, Synagogen, Moscheen oder sonstige Tempel (incl. Iglus zwinkern). Stadt ins Gefängnis würfelt man sich in die Hölle.

Wir können das dann auch Spielen. Bei uns wäre die Religion das Gefängnis. Und wir bauen dann mit fortschreitendem Erfolg im Spiele die Gebäude der anderen ab. Für jedes abgeräumte Kirchlein und Moscheelein gibt es dann Geld.

Bin schon gespannt auf die "Risiko" - Variante mit der Auftragskarte: Befreie die Welt von der Religion.

Wunsch für 2011: Hoffentlich liest das jemand von Ravensburger Smilie
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Baldur
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Anmeldungsdatum: 05.10.2005
Beiträge: 8326

Beitrag(#1596874) Verfasst am: 07.01.2011, 10:37    Titel: Re: Religionsmonopoly Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
was mich auf die Idee bringt,

ein Religionsmonopoly zu kreieren. Die Straßenkarten bleiben, nur Stadt Hotels baut man Kirchen, Synagogen, Moscheen oder sonstige Tempel (incl. Iglus zwinkern). Stadt ins Gefängnis würfelt man sich in die Hölle.

Wir können das dann auch Spielen. Bei uns wäre die Religion das Gefängnis. Und wir bauen dann mit fortschreitendem Erfolg im Spiele die Gebäude der anderen ab. Für jedes abgeräumte Kirchlein und Moscheelein gibt es dann Geld.

Bin schon gespannt auf die "Risiko" - Variante mit der Auftragskarte: Befreie die Welt von der Religion.

Wunsch für 2011: Hoffentlich liest das jemand von Ravensburger Smilie


Finde ich eine prima Idee. Erstell doch mal ein Konzept und leg es einem Spiele-Verlag vor.
Ich weiß aber nicht, wie das mit den Rechten an den Spielen ausieht, die hier als Grundlage dienen sollen.

Da muss man doch bestimmt auch eine Genehmigung von dem Verlag bekommen, der die Rechte an den Spielen hat, und Tantiemen muss man garantert auch abdrücken.
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Religionskritik-Wiesbaden
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Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 7831
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Beitrag(#1596887) Verfasst am: 07.01.2011, 11:16    Titel: Kopten wollen verfolgt werden? Antworten mit Zitat

Nur mal so aufgeschnappt,

Quelle Welt.de, vom 04.01.2011 (im DLF gab es von glaube ich gleicher Person eine Ähnliche Äußerung)

Ja, wir haben Angst. Alle leben in großer Angst

Das Interview mit dem hiesigen Chefkopten Anba Damian (Bischof) enthält viele Blumen, hier daher nur einige:

Zitat:
Damian: Die koptische Kirche ist eine Märtyrerkirche und aus der Verfolgung der Christen hervorgegangen. Das Blut der Märtyrer ist der Samen der Kirche. Es brachte immer Aufschwung und Belebung.

Welt Online
: Sehen Sie sich selbst als Märtyrer?

Damian: Wir sind Kinder der Märtyrer.


Mensch Anba, dann ist ja seit dem Anschlag von neulich in Ägypten die Basis für Aufschwung und vor allem "Belebung" gegeben. Mir ist daher unverständlich, wieso Deine Glaubenskomplizen dies nicht so sehen und verängstigt in Euren Weihnachtszauber einfallen oder diesmal ganz fernbleiben.

Warum dankt Ihr in Euren Koptenmetten mal nicht nett den Attentätern, die doch derzeit für soviel "Aufschwung und Belebung" sorgen.

Aber mit dem Märtyrersein haben die Kopten dann doch so ihre Probleme, denn Damian (Oh, der Antichrist im Film "Omen" hieß Damien Geschockt Smilie ) tut alles um Aufschwung und Belebung seiner Schafsherde zu verhindern:

Zitat:

Welt Online: Haben Sie Angst?

Damian: Nein. Wir vertrauen erstens auf die schützenden Hände unseres Herrn und zweitens auf die Bundespolizei. Aber wir sind besorgt. Die Atmosphäre ist nicht gesund.


Wir sollten unbedingt unsere Polizei wieder abziehen, und jeglichen Schutz wieder in die Hände ihres Herrn legen. Schließlich wollen wir ja nicht mit unserer Polizei der Belebung der Gemeinde erkauft durch das Ableben einiger im Wege stehen. Und ihr Herr ist ja sooooo stark, der braucht doch nicht die Bundespolizei, oder ?

zu letzt noch Daminans Meinung zum Kaudervorschlag, christliche Projekte im Ausland bevorzugt zu fördern:

Zitat:

Damian: Die Idee, die Entwicklungshilfe an den Menschenrechtsschutz zu knüpfen, ist vernünftig. Es ist ein wichtiges Mittel. Der Vorschlag, gezielt christliche Projekte zu fördern, ist zwar gut, aber nicht realistisch.

Welt Online: Warum nicht?

Damian: Wichtig ist, Projekte zu fördern, bei denen eine harmonische Zusammenarbeit zwischen Christen und Muslimen möglich ist.

Welt Online: Ist es den Kopten in Ägypten erlaubt, Entwicklungshilfe anzunehmen?

Damian: Wenn bekannt wird, dass wir mit staatlichen Mitteln gefördert werden, schlägt Gebern und Empfängern in Ägypten eine Hasswelle entgegen.


Fazit: Damian will nicht als Märtyrer sterben und verhindert den Märtyrertod seiner Glaugenskomplizen. Ansonsten schlägt er noch undankbar die mit Gold und Euros gefüllte Hand des Herrn Kauder aus.
Vorschlag: Damian ist als Koptenchef nicht tragbar und muss abgesetzt werden. Die Kopten müssen wieder die Anschlagsbegrüßende christliche Minderheit werden, die sie einmal waren!
Das Geld von Kauder sollte auf keinem Fall in die Hände von Kopten wandern, denn diese wollen das Geld mit den Muslimen verprassen. Besser wäre es, dass Geld den organisierten Homosexuellen, den paar Atheisten und Agnostikern und anderen zu geben. Da ist sicher, das kein rechtgläubiger Muslim von BRD - Geldern nutzniest, zu mindest ist die Hemmschwelle hoch gewählt zwinkern

nachträglich noch eine frohe koptische Weihnacht
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Ralf Rudolfy
Analogue Native



Anmeldungsdatum: 11.12.2003
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Wohnort: Erfurt

Beitrag(#1596892) Verfasst am: 07.01.2011, 11:24    Titel: Re: Religionsmonopoly Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
was mich auf die Idee bringt,

ein Religionsmonopoly zu kreieren. Die Straßenkarten bleiben, nur Stadt Hotels baut man Kirchen, Synagogen, Moscheen oder sonstige Tempel (incl. Iglus zwinkern). Stadt ins Gefängnis würfelt man sich in die Hölle.

Wir können das dann auch Spielen. Bei uns wäre die Religion das Gefängnis. Und wir bauen dann mit fortschreitendem Erfolg im Spiele die Gebäude der anderen ab. Für jedes abgeräumte Kirchlein und Moscheelein gibt es dann Geld.

Bin schon gespannt auf die "Risiko" - Variante mit der Auftragskarte: Befreie die Welt von der Religion.

Wunsch für 2011: Hoffentlich liest das jemand von Ravensburger Smilie

Ich fände es spennend, wenn jedem Mitspieler bei Beginn des Speils per Würfel eine Religion zugeordnet wird. Wenn dann z.B. der "Christ" auf ein Taliban-Feld mit Moschee kommt, muß er Wissensaufgaben aus dem Koran erledigen, um nicht gesteinigt zu werden (also rausfliegt).
_________________
Dadurch, daß ein Volk nicht mehr die Kraft oder Willen hat, sich in der Sphäre des Politischen zu halten, verschwindet das Politische nicht aus der Welt. Es verschwindet nur ein schwaches Volk. (Carl Schmitt)
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Religionskritik-Wiesbaden
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Anmeldungsdatum: 04.11.2008
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Beitrag(#1596895) Verfasst am: 07.01.2011, 11:34    Titel: Re: Religionsmonopoly Antworten mit Zitat

Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
was mich auf die Idee bringt,

ein Religionsmonopoly zu kreieren. Die Straßenkarten bleiben, nur Stadt Hotels baut man Kirchen, Synagogen, Moscheen oder sonstige Tempel (incl. Iglus zwinkern). Stadt ins Gefängnis würfelt man sich in die Hölle.

Wir können das dann auch Spielen. Bei uns wäre die Religion das Gefängnis. Und wir bauen dann mit fortschreitendem Erfolg im Spiele die Gebäude der anderen ab. Für jedes abgeräumte Kirchlein und Moscheelein gibt es dann Geld.

Bin schon gespannt auf die "Risiko" - Variante mit der Auftragskarte: Befreie die Welt von der Religion.

Wunsch für 2011: Hoffentlich liest das jemand von Ravensburger Smilie

Ich fände es spennend, wenn jedem Mitspieler bei Beginn des Speils per Würfel eine Religion zugeordnet wird. Wenn dann z.B. der "Christ" auf ein Taliban-Feld mit Moschee kommt, muß er Wissensaufgaben aus dem Koran erledigen, um nicht gesteinigt zu werden (also rausfliegt).

jiip,
man könnte es dann auch das 'Integrationsspiel' nennen, je mehr ich weiß, desto leichter überlebe ich. Nach der Abschaffung des Reliunterrichts könnte man es in 'Lebenskunde' integrieren. So ein Grundverständnis von dem, was mich wo anders erwartet, hilft.
Die Koreaner wären dann zumindest beim Bibelverteilen in Afghanistan vorgewarnt.
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Religionskritik-Wiesbaden
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Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 7831
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Beitrag(#1596907) Verfasst am: 07.01.2011, 11:54    Titel: Christenverfolgung und wer die Daten liefert Antworten mit Zitat

Wenn man sich fragt, woher unsere C-Partei Abgeordneten zur Christenverfolgung ihre Infos haben,

stösst man schnell auf den Begriff: Weltverfolgungsindex

hier der Link zum Index für 2011

http://www.opendoors-de.org/verfolgung/wvi2011/


Wenn man auf der Seite sich umschaut, wird schnell klar, es geht den Betreibern der Seite einzig und allein nur um die Christenverfolgung geht. Alle anderen Verfolgten tauchen wenn dann nur als Beiwerk auf.

Wie sie zu ihren Zahlen kommen, erklären sie hier (mir fehlt jetzt die Zeit, darauf einzugehen):

http://www.opendoors-de.org/verfolgung/verfolgung/

und wo haben sie ihren Sitz, praktisch bei mir um die Ecke (25km):

Quelle aus dem Kontakt:

Code:
Open Doors Deutschland e.V.
Postfach 1142
65761 Kelkheim

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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 18847
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Beitrag(#1596933) Verfasst am: 07.01.2011, 12:56    Titel: Re: Christenverfolgung und wer die Daten liefert Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Wenn man sich fragt, woher unsere C-Partei Abgeordneten zur Christenverfolgung ihre Infos haben,

stösst man schnell auf den Begriff: Weltverfolgungsindex

hier der Link zum Index für 2011

http://www.opendoors-de.org/verfolgung/wvi2011/


Wenn man auf der Seite sich umschaut, wird schnell klar, es geht den Betreibern der Seite einzig und allein nur um die Christenverfolgung geht. Alle anderen Verfolgten tauchen wenn dann nur als Beiwerk auf......

Open Doors hat folgendes geschrieben:
...
Verfolgung herrscht auch dann, wenn Christen aufgrund ihres Glaubens beispielsweise ihre Arbeit oder ihre Lebensgrundlage verlieren, wenn Kinder aufgrund ihres Glaubens oder des Glaubens ihrer Eltern keine oder nur eine schlechte Schulbildung bekommen oder Christen aufgrund ihres Glaubens aus ihren angestammten Wohngebieten vertrieben werden. Auch wenn es Andersgläubigen gesetzlich oder zumindest gesellschaftlich nicht erlaubt ist, zum Christentum zu konvertieren und sich zum christlichen Glauben zu bekennen – wenn Gläubige also mit Konsequenzen für Familie, Besitz, Leib und Leben rechnen müssen, spricht Open Doors von Christenverfolgung.
...

Wir sollten davon ausgehen, dass für Christen andere Menschenrechte gelten. Sonst müssten wir folgern, dass es bei uns Atheistenverfolgung gibt.

fwo
_________________
Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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Religionskritik-Wiesbaden
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Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 7831
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag(#1597196) Verfasst am: 08.01.2011, 11:23    Titel: Re: Christenverfolgung und wer die Daten liefert Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:

Open Doors hat folgendes geschrieben:
...
(...) Auch wenn es Andersgläubigen gesetzlich oder zumindest gesellschaftlich nicht erlaubt ist, zum Christentum zu konvertieren und sich zum christlichen Glauben zu bekennen – wenn Gläubige also mit Konsequenzen für Familie, Besitz, Leib und Leben rechnen müssen, spricht Open Doors von Christenverfolgung.
...

Wir sollten davon ausgehen, dass für Christen andere Menschenrechte gelten. Sonst müssten wir folgern, dass es bei uns Atheistenverfolgung gibt.

fwo

(fett von mir)

jiip,
so kommen die auf 100 Millionen verfolgte Christen, in dem sie einfach noch etwas so weiches hinzufügen wie "gesellschaftlich nicht erlaubt". Es gibt Regionen bei uns, wo Kirchenaustritt auch nicht gerade gerne von der noch christlichen Mehrheitsgesellschaft gesehen wird, auch von der eigenen Familie nicht.

Amnesty International hat gestern auch schon gegen die einseitige Konzentrierung auf die verfolgten Christen gewettert und auf die Verfolgung von Bahai und Homosexuellen hingewiesen.
_________________
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Religionskritik-Wiesbaden
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Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 7831
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag(#1597198) Verfasst am: 08.01.2011, 11:30    Titel: Christenverfolgungskritik in der TAZ Antworten mit Zitat

Es gibt sie noch,

die Christenverfolgungskritik in den Medien:

Hier noch ein Kommentar aus der TAZ zum Thema Christenverfolgung vom 04.01.2011

Autor ist Daniel Bax

Falscher Zungenschlag

hieraus nur das Ende, jedoch der ganze Kommentar triffts!

Zitat:
(...) Evangelikalen Gruppen wie konservativen Katholiken dient das Schlagwort von der "Christenverfolgung" zu propagandistischen Zwecken. Dass sie zugleich weltweit aktiv für den eigenen Glauben missionieren, macht sie dabei nicht nur unglaubwürdig. Es heizt auch die Rivalität zwischen den Religionen weiter an.

_________________
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Lord Snow
I am the one who knocks



Anmeldungsdatum: 05.09.2006
Beiträge: 3562
Wohnort: Würzburg

Beitrag(#1597300) Verfasst am: 08.01.2011, 17:22    Titel: Antworten mit Zitat

Bei dieser Meldung von kath.net und den untenstehenden Kommentaren hätte ich auch kotzen können:

http://www.kath.net/detail.php?id=29564

Es ist in jedem Fall berechtigt für die Religionsfreiheit unterdrückter Christen zu kämpfen, keine Frage, aber gegenüber anderen Unterdrückungen stellen sie sich blind und bejubeln es noch.
_________________
Ich irre mich nie! Einmal dachte ich, ich hätte mich geirrt, aber da hatte ich mich getäuscht

"Der Gott, der Gott sterben läßt, um Gott zu besänftigen"...Hundert Folianten, die für oder wider das Christentum geschrieben worden sind, ergeben eine geringere Evidenz als der Spott dieser zwei Zeilen.
Denis Diderot
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tillich (epigonal)
schiebt den Wal



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 14726

Beitrag(#1597302) Verfasst am: 08.01.2011, 17:35    Titel: Re: Christenverfolgungskritik in der TAZ Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Zitat:
(...) Evangelikalen Gruppen wie konservativen Katholiken dient das Schlagwort von der "Christenverfolgung" zu propagandistischen Zwecken. Dass sie zugleich weltweit aktiv für den eigenen Glauben missionieren, macht sie dabei nicht nur unglaubwürdig. Es heizt auch die Rivalität zwischen den Religionen weiter an.

Das davor und dahinter mag sein, das gefettete erschließt sich mir aber nicht. Wer beklagt, dass jemand wegen seiner Ansichten verfolgt wird, macht sich unglaubwürdig, wenn er seine Ansichten selbst auch verbreiten will (was jedermanns gutes Recht ist)? Wie das?
_________________
Gelobt sei der große und allbarmherzige Bananenaufhänger,
der uns die Früchte in die Bäume hängt!
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Louseign
in Vergessenheit geraten



Anmeldungsdatum: 02.06.2006
Beiträge: 5308

Beitrag(#1597358) Verfasst am: 08.01.2011, 19:41    Titel: Antworten mit Zitat

Haldir hat folgendes geschrieben:
Bei dieser Meldung von kath.net und den untenstehenden Kommentaren hätte ich auch kotzen können:

http://www.kath.net/detail.php?id=29564

Es ist in jedem Fall berechtigt für die Religionsfreiheit unterdrückter Christen zu kämpfen, keine Frage, aber gegenüber anderen Unterdrückungen stellen sie sich blind und bejubeln es noch.

Was mich auch nicht mehr besonders wundert, wenn man bedenkt, dass die Christen speziell an der in Afrika bestehenden Homophobie nicht ganz unschuldig sind. Ich erinnere an dieser Stelle an einen gewissen Hassprediger. In Europa mögen einige sowas ja witzig finden; aber man achte nur einmal auf die Reaktionen des Publikums. Böse
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, Postfeminist



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 34768
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#1597424) Verfasst am: 09.01.2011, 01:25    Titel: Antworten mit Zitat

Louseign hat folgendes geschrieben:
Haldir hat folgendes geschrieben:
Bei dieser Meldung von kath.net und den untenstehenden Kommentaren hätte ich auch kotzen können:

http://www.kath.net/detail.php?id=29564

Es ist in jedem Fall berechtigt für die Religionsfreiheit unterdrückter Christen zu kämpfen, keine Frage, aber gegenüber anderen Unterdrückungen stellen sie sich blind und bejubeln es noch.

Was mich auch nicht mehr besonders wundert, wenn man bedenkt, dass die Christen speziell an der in Afrika bestehenden Homophobie nicht ganz unschuldig sind. Ich erinnere an dieser Stelle an einen gewissen Hassprediger. In Europa mögen einige sowas ja witzig finden; aber man achte nur einmal auf die Reaktionen des Publikums. Böse



Ich weiss ja nicht.....was koennen z.B. die koptischen Christen Aegyptens fuer die Hetze eines evangelikalen ugandischen Schwulenhassers?

Ich denke man sollte in der Lage sein die Verfolgung christlicher Minderheiten in bestimmten Laendern zu verurteilen, ohne gleichzeitig reflexhaft die Verfolgungen durch Christen in ganz anderen Laendern anzufuehren. Das riecht naemlich ganz merkwuerdig nach Relativierung.
_________________
Stoppt die Bajuwarisierung der Kurpfalz jetzt!
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Louseign
in Vergessenheit geraten



Anmeldungsdatum: 02.06.2006
Beiträge: 5308

Beitrag(#1597454) Verfasst am: 09.01.2011, 10:31    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Louseign hat folgendes geschrieben:
Haldir hat folgendes geschrieben:
Bei dieser Meldung von kath.net und den untenstehenden Kommentaren hätte ich auch kotzen können:

http://www.kath.net/detail.php?id=29564

Es ist in jedem Fall berechtigt für die Religionsfreiheit unterdrückter Christen zu kämpfen, keine Frage, aber gegenüber anderen Unterdrückungen stellen sie sich blind und bejubeln es noch.

Was mich auch nicht mehr besonders wundert, wenn man bedenkt, dass die Christen speziell an der in Afrika bestehenden Homophobie nicht ganz unschuldig sind. Ich erinnere an dieser Stelle an einen gewissen Hassprediger. In Europa mögen einige sowas ja witzig finden; aber man achte nur einmal auf die Reaktionen des Publikums. Böse



Ich weiss ja nicht.....was koennen z.B. die koptischen Christen Aegyptens fuer die Hetze eines evangelikalen ugandischen Schwulenhassers?

Nichts... in dem von Haldir verlinkten Artikel geht es aber auch gar nicht um die koptischen Christen. Das scheinst du nur nicht bemerkt zu haben.
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Felix Staratschek
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Beitrag(#1597458) Verfasst am: 09.01.2011, 10:48    Titel: Re: Christenverfolgungskritik in der TAZ Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Zitat:
(...) Evangelikalen Gruppen wie konservativen Katholiken dient das Schlagwort von der "Christenverfolgung" zu propagandistischen Zwecken. Dass sie zugleich weltweit aktiv für den eigenen Glauben missionieren, macht sie dabei nicht nur unglaubwürdig. Es heizt auch die Rivalität zwischen den Religionen weiter an.

Das davor und dahinter mag sein, das gefettete erschließt sich mir aber nicht. Wer beklagt, dass jemand wegen seiner Ansichten verfolgt wird, macht sich unglaubwürdig, wenn er seine Ansichten selbst auch verbreiten will (was jedermanns gutes Recht ist)? Wie das?


Grundsätzlich gehört zur Religions- und Meinungsfreiheit, dass man seine Vorstellungen darstellen darf! Keiner ist gezwungen oder darf gezwungen werden, die Ansichten der anderen Teilen zu müssen, sofern es sich nicht um Grundbestandteile der Menschenrechte handelt. Also was habt ihr gegen Mission? Ich habe schon mehrfach Missionsveranstaltung von Muslimen besucht! Ich besuche dieses Freigeisterforum. Auch hier wird für den gottfreien Glauben missioniert und Busse mit Parolen werden von einigen Vertretern der hiesigen Zunft auf die Straße geschickt!


Kommentar zu: http://www.kath.net/detail.php?id=29635

Was tut Amad al Tayyeb um das "heilige Gesetz" der Religionsfreiheit für sein Heimatland einzufordern?

Statistisch werden die Kopten heruntergerechnet, um Ägypten islamischer zu machen.

Kopten sind kaum in höheren öffentlichen Ämtern vertreten.

Wer vom Islam zu einer anderen Religion wechselt, hat schlimme Schikanen oder gar Haft und Folter zu erdulden.

Wo sind die theologisch fundierten Begründungen für die Religionsfreiheit im Islam? Diese müssen endlich mal auf den Tisch, um den Muslimbrüdern zu zeigen, dass ihr Vorgehen nicht islamisch ist.

Bedenklich finde ich die Aussage zur Toleranz in der islamischen Geschichte. Immerhin sind unter islamischer Herrschaft alle christlichen Gemeinschaften zu Minderheiten geschrumpft. Wäre da nicht mal ein Schuldbekenntnis angesagt? So wie es Johannes Paul II für die Untaten getan hat, die von Vertretern der Kirche ausgegangen sind?

Glaubt der Iman die Geschichtsklitterung selber, die er hier betreibt, oder ist dass nur eine Nebelkerze für die Europäer?

Bis zur Umsetzung des "heiligen Gesetzes" in Ägypten und anderen islamischen Ländern scheint es noch ein langer Weg zu sein, auf dem die Christen noch viel leiden müssen.

Amba Damian, koptischer Bischof sagte dazu am 8.1.11 in der Tagespost:
"Wir müssen erst einmal Kräfte sammeln, ehe wir uns wieder mit Muslimen an einen Tisch setzen. Es reicht uns nicht mehr, stets nur Appelle und Willensbekundungen der anderen Seite zu hören. Und es darf nicht passieren, dass das, was in Berlin erzählt wird, etwas anderes ist,, als was in Kairo gilt. Was wir brauchen sind eindeutige, verbindliche und schriftlich fixierte Vereinbarungen. Durch bloßes Reden allein lassen wir uns nicht länger beeindrucken."
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Alchemist
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Beitrag(#1597461) Verfasst am: 09.01.2011, 11:13    Titel: Re: Christenverfolgungskritik in der TAZ Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Es gibt sie noch,

die Christenverfolgungskritik in den Medien:

Hier noch ein Kommentar aus der TAZ zum Thema Christenverfolgung vom 04.01.2011

Autor ist Daniel Bax

Falscher Zungenschlag

hieraus nur das Ende, jedoch der ganze Kommentar triffts!

Zitat:
(...) Evangelikalen Gruppen wie konservativen Katholiken dient das Schlagwort von der "Christenverfolgung" zu propagandistischen Zwecken. Dass sie zugleich weltweit aktiv für den eigenen Glauben missionieren, macht sie dabei nicht nur unglaubwürdig. Es heizt auch die Rivalität zwischen den Religionen weiter an.


Der Kommentar gefällt mir, auch weil er mir Denkanstöße in eine Richtung geliefert hat, die ich noch gar nicht in Erwägung gezogen habe.
Und in der Tat sieht es so aus, als ob gewisse Politiker hier in Deutschland die Geschehnisse in Ägypten für Popularitätszwecke nutzen würden.

Zitat:
Dabei werden die Christen in Ländern wie China, Nordkorea, Pakistan oder Ägypten ja nicht exklusiv diskriminiert. Drangsaliert werden dort alle, die anders als die Mehrheit oder die herrschende Partei denken und glauben. Deshalb greift es etwas kurz, sich in solchen Ländern nur für die Rechte der Christen einzusetzen, wie es manche Unionspolitiker tun, statt für die Menschenrechte insgesamt.

Das ist meiner Meinung nach der entscheidende Absatz und offensichtlich sind diverse Politiker eher dazu geneigt sich für verfolgte oder diskriminierte Christen einzusetzen als für anderen Gruppen
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Beitrag(#1597463) Verfasst am: 09.01.2011, 11:25    Titel: Re: Christenverfolgungskritik in der TAZ Antworten mit Zitat

Felix Staratschek hat folgendes geschrieben:

Bedenklich finde ich die Aussage zur Toleranz in der islamischen Geschichte. Immerhin sind unter islamischer Herrschaft alle christlichen Gemeinschaften zu Minderheiten geschrumpft. Wäre da nicht mal ein Schuldbekenntnis angesagt? So wie es Johannes Paul II für die Untaten getan hat, die von Vertretern der Kirche ausgegangen sind?

Glaubt der Iman die Geschichtsklitterung selber, die er hier betreibt, oder ist dass nur eine Nebelkerze für die Europäer?


Das ist keine Geschichtsklitterung, sondern Geschichte. Es gab tatsächlich mal eine tolerante Zeit der islamisch-wissenschaftlichen Hochkultur im frühen Mittelalter. Ich bezweifle allerdings, dass die islamische Welt gut auf Christen zu sprechen war, vor allem nachdem in regelmäßigen Abständen mordende Kreuzritterhorden einfielen, um ihr sogenanntes heiliges Land zu erobern.
Wie dem auch sei, Europa hat sich weitereintwickelt, d.h. den Einfluss von Religionen zurückgedängt und die islamische Welt leider nicht. Der Gipfel der Naivität ist allerdings zu glauben, ein Gottesstaat nach islamischen Vorbild wäre irgendwie schlechter geartet als ein christlicher.

Und wer glaubt, dass ein halbherziges mea culpa eines alten Mannes über 1500 Jahre Schreckensherrschaft wegwischen kann, der glaubt auch ein wiederauferstehende Tote. Mit den Augen rollen
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fwo
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Beitrag(#1597505) Verfasst am: 09.01.2011, 13:56    Titel: Re: Christenverfolgungskritik in der TAZ Antworten mit Zitat

Felix Staratschek hat folgendes geschrieben:
.....
Wer vom Islam zu einer anderen Religion wechselt, hat schlimme Schikanen oder gar Haft und Folter zu erdulden.

Wo sind die theologisch fundierten Begründungen für die Religionsfreiheit im Islam? Diese müssen endlich mal auf den Tisch, um den Muslimbrüdern zu zeigen, dass ihr Vorgehen nicht islamisch ist.
.....

Ich kann ehrlich gesagt mit dem ganzen religiösen Gedöns nicht sehr viel anfangen, deshalb sei mir eine ganz einfache Betrachtung von Außen gestattet:

In der überwiegenden Zeit des Christentums hatte schlimme Schikanen oder gar Haft und Folter zu erdulden, wer vom Christentum zu einer anderen Religion wechseln wollte (Wenn ich die "christliche" Definition von Verfolgung nehme (s.o.), kann ich eindeutig auch heute noch hier bei uns Verfolgung durch Christen feststellen).

Entweder stand also früher etwas anderes in der Bibel - das können wir ausschließen - oder unsere Religionsfreiheit stammt nicht aus der Bibel sondern kommt vom Staat und wird heute in die Bibel hineininterpretiert, um das Christentum in diesem Staat möglich zu machen, d.h. die "theologische" Begründung kann mir ziemlich egal sein - das einzige was wichtig ist, die die Trennung zwischen Staat und Kirche.

Was ich vom islamischen Klerus also fordern muss, um den Islam von Bürgerseite auf eine Stufe mit dem Christentum stellen zu können, ist in erster Linie nicht eine theologische Begründung der Religionsfreiheit, sondern das Zugeständnis eines religionsfreien Staates. Allerdings gehe ich nicht davon aus, dass sie das freiwillig machen werden - das haben die christlichen Kirchen schließlich auch nicht gemacht - dazu werden ihre eigenen Anhänger sie zwingen müssen, wie beim Christentum auch. Die theologische Begründung der Religionsfreiheit werden sie sich danach genauso aus ihrem Allzweckbuch zurechtlügen, wie die Christen es auch getan haben.

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step
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Beitrag(#1597508) Verfasst am: 09.01.2011, 14:00    Titel: Re: Christenverfolgungskritik in der TAZ Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Was ich vom islamischen Klerus also fordern muss, um den Islam von Bürgerseite auf eine Stufe mit dem Christentum stellen zu können, ist in erster Linie nicht eine theologische Begründung der Religionsfreiheit, sondern das Zugeständnis eines religionsfreien Staates. Allerdings gehe ich nicht davon aus, dass sie das freiwillig machen werden - das haben die christlichen Kirchen schließlich auch nicht gemacht - dazu werden ihre eigenen Anhänger sie zwingen müssen, wie beim Christentum auch. Die theologische Begründung der Religionsfreiheit werden sie sich danach genauso aus ihrem Allzweckbuch zurechtlügen, wie die Christen es auch getan haben.

So sehe auch ich das.
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Beitrag(#1597821) Verfasst am: 10.01.2011, 08:30    Titel: Zahlensalat bei Christenverfolgung Antworten mit Zitat

Zahlensalat bei Christenverfolgung,

Open - Door oder und die Inflation


Quelle:

http://www.opendoors-de.org/verfolgung/erklaehrung_zahl/

daraus:

Zitat:
Die Zahl von weltweit 200 Millionen verfolgten Christen wurde von Dr. Paul Marshall, einem der weltweit führenden Experten auf dem Gebiet, erhoben und von den meisten Hilfswerken, Menschenrechtlern, Politikern und Religionswissenschaftlern als fundiert genutzt, so auch von Open Doors.

Allerdings spricht Open Doors seit einiger Zeit von 100 Millionen verfolgten Christen. Die Halbierung der Zahl hat nichts damit zu tun, dass die Verfolgung von Christen abgenommen hat.


sondern?

Zitat:
Unabhängig von den "Zahlen" geht es an erster Stelle aber um die Frage, wie unseren verfolgten Glaubensgeschwistern durch Einzelpersonen oder als Hilfsorganisation, aber auch auf politischer Ebene oder durch die Medien, am besten geholfen werden kann.

Die Zahl von 100 Millionen aufgrund ihres Glaubens verfolgter Christen dient in diesem Sinne vor allem zur Verdeutlichung der Wichtigkeit und Dringlichkeit der Hilfe.


Mensch, Open Door, wenn Euch nicht geholfen wird, sinds dann nächstes Jahr 1 Milliarde Frage , ach was sach ich alle Menschen Frage . Bei allen wäre auch ich dabei und dann könnte ich die Dringlichkeit Eurer Sorge auch nachvollziehen, zwinkern

Ansonsten, statt mal einfach zu halbieren, wie wäre es mit handfesten Zahlen.

Vorschlag an die säkularen Verbände, einfach mal, sagen wir mal 500 Millionen verfolgte Freidenker angeben, letztlich ist es ja egal, Hauptsache die Politik und die Medien berichten darüber. Zu Not können wir die dann ja mal bei Gelegenheit anpassen.

Vorschlag für die Kriterien: Alle Neugeborenen sind von Natur aus Atheisten. Durch Taufe, Beschneidung, etc. werden sie durch Zwang religiös - schließlich Schreien ja bei diesem Moment viele zwinkern. Wider erwarten sehe ich uns schon eher bei den 500. Millionen, als Christen bei ihren 100. Millionen.
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Alchemist
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Beitrag(#1597835) Verfasst am: 10.01.2011, 09:26    Titel: Antworten mit Zitat

toller Beitrag, fwo!

bravo
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Telliamed
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Beitrag(#1597959) Verfasst am: 10.01.2011, 18:59    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich reagiere bei dem Durchlesen dieses Threads mit zunehmender Verärgerung.

Man kann ja alle möglichen Äußerungen von Christen und Nichtchristen nach diesem Attentat anführen.

Hier wurden Männer und Frauen umgebracht, die niemandem etwas zuleide getan haben. Die Bilder bringen Blut und Trümmer. Diese Menschen gehören der koptischen Minderheit an. Ich denke an farbige koptische Tuche, über die es ein schönes Bändchen der "Insel-Bücherei" gibt. Was mir auch der koptische Wirt eines ägyptischen Restaurants in Berlin freudig bestätigte.

Wenn schon hier Vergleiche und Assoziationen angeführt werden können, dann denke ich an die abgeschlachteten christlichen Armenier, die man die "Juden des Orients" nannte. Warum soll man eigentlich nicht gleich auch an die Juden bei Pogromen denken.

Den Beitrag von beachbernie habe ich mit Verständnis gelesen. Ich wende mich wieder ab von diesem Thread und verzichte auf ein Smiley, weil mir ziemlich ernst zumute ist.
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fwo
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Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 18847
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Beitrag(#1597975) Verfasst am: 10.01.2011, 19:41    Titel: Antworten mit Zitat

Telliamed hat folgendes geschrieben:
Also ich reagiere bei dem Durchlesen dieses Threads mit zunehmender Verärgerung.

Man kann ja alle möglichen Äußerungen von Christen und Nichtchristen nach diesem Attentat anführen.

Hier wurden Männer und Frauen umgebracht, die niemandem etwas zuleide getan haben.....

Sorry, aber nicht das ist Gegenstand dieses Threads, sondern die propagandistische Ausschlachtung und Verstärkung dieser Massaker. Und da das Thema ist, muss es schon gestattet sein, zu diesem Thema zu schreiben, ohne vor jedem Absatz Betroffenheitsübungen zu machen und sich von diesen Attentaten zu distanzieren. Wir schreiben auch in diesem Thread prinzipiell über Menschenrechte, die Empörung über Morde sollte hier so sehr als gemeinsame Basis vorausgesetzt werden können, dass man sie nicht gebetsmühlenartig vor sich her tragen muss.

fwo
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Louseign
in Vergessenheit geraten



Anmeldungsdatum: 02.06.2006
Beiträge: 5308

Beitrag(#1598231) Verfasst am: 11.01.2011, 15:21    Titel: Antworten mit Zitat

Telliamed hat folgendes geschrieben:
Den Beitrag von beachbernie habe ich mit Verständnis gelesen.

Nein, für den Beitrag, sowie für deinen Beitrag habe ich nicht das geringste Verständnis. Begründung: siehe Beitrag von fwo (10.1.2011, 18:41)
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feuerbachmarsch
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Anmeldungsdatum: 12.09.2010
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Beitrag(#1598547) Verfasst am: 12.01.2011, 12:16    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist schlimm, dass Menschen wegen einer Meinung verfolgt werden, die der Mehrheit oder den Oberen nicht gefällt.
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Die Aufgabe der Philosophie ist die Annäherung des Individuums an die objektive Realität. Die Anti-Philosophie ist die Rückführung dessen in Dummheit und Barbarei.
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