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Cannabis legalisieren
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Cannabis legalisieren?
Ja
79%
 79%  [ 71 ]
ein bischen
7%
 7%  [ 7 ]
Nein
12%
 12%  [ 11 ]
Stimmen insgesamt : 89

Autor Nachricht
luc
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Beitrag(#2045406) Verfasst am: 22.02.2016, 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Alles ist potenziell gefährlich. Aspirin oder Paracetamol in hohen Dosen sind tödlich, Nasentropfen auch. Sogar Bockwurst mit Fritten kann tödlich sein. Man sieht es an den vielen Fällen von Obesität. Wie viele Wohlstandeutsche krepieren am übermäßigen Fressen?

Zuletzt bearbeitet von luc am 22.02.2016, 19:11, insgesamt einmal bearbeitet
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 9714

Beitrag(#2045408) Verfasst am: 22.02.2016, 18:54    Titel: Antworten mit Zitat

luc hat folgendes geschrieben:
Alles ist potentiell gefährlich. Aspirin oder Paracetamol in hohen Dosen sind tödlich, Nasentropfen auch. Sogar Bockwurst mit Fritten kann tödlich sein. Man sieht es an den vielen Fällen von Obesität. Wie viele Wohlstandeutsche krepieren am übermäßigen Fressen?

Coole Sache, das...

Mir sind Entstehungsgeschichten und Hintergründe immer wichtiger, auch bei diesem Thema. Wenigstens 1 oder 2 Ebenen zurück zu schauen muß drin sein, vor allem weil uns dies mit dem Internet so leicht fallen sollte.
Wie man dieses Gesetz mit Verhältnismäßigkeit in Einklang halten will ist mir schleierhaft.
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luc
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Anmeldungsdatum: 15.04.2010
Beiträge: 911
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Beitrag(#2045414) Verfasst am: 22.02.2016, 19:42    Titel: Antworten mit Zitat

Die Fixierung auf Cannabis ist so etwas wie ein Kulturkampf. Das ist schon ein sehr interessantes Phänomen.
Mir persönlich ist es egal, ich mag keinen Cannabis aber es ist schon erstaunlich, wie sich Menschen mobilisieren, um jegliche Legalisierung zu verhindern. Am Kopf kratzen
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 9714

Beitrag(#2045416) Verfasst am: 22.02.2016, 19:44    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Schlumpf hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
Cannabis kann sogar in bestimmten Fällen therapeutische Effekte haben.

Das haben Opiate auch, aber deshalb kann man doch nicht Opium legalisieren....

Warum nicht? Man sollte es sogar.

Was man nur gleichzeitig tun sollte, ist den Markt zu regulieren. D.h. das Zeug sollte nur in Apotheken mit einer festgelegten Marge abgegeben werden dürfen, und auf Rezept. Werbung wäre verboten, Verschenken auch.

Der Hintergrund ist schnell beschrieben: Unter diesen Drogen sind hochpotente Suchterzeuger, bei denen z.T. nur wenige Gaben ausreichen, um eine körperliche Abhängigkeit zu erzeugen. Das bedeutet auf der Geschäftsebene, dass ich mir mit zwei bis drei kleinen Geschenken einen lebenslangen Kunden schaffe, der bereit ist, jeden Preis zu bezahlen. Ich kann meine Marge also so hoch wählen, dass sie mein Illegalitäts-Risiko locker abdeckt.

Der Effekt ist bekannt: Wir haben weltweit eine bisher nicht aufhaltbare Zunahme dieses Geschäftszweiges mit der zusätzlichen Folge, dass immer mehr Drogengeld in die normale Wirtschaft investiert wird, so dass die Kartelle auch dort immer mehr mitbestimmen.

Die Legalisierung auch der harten Drogen ist wahrscheinlich der einzige Weg, mit ihnen und den sie verkaufenden Organisationen fertig zu werden. Alles andere hat sich bisher einfach nicht bewährt.

Überrascht

Zitat:
Ich gehe davon aus, dass die Mafia auch Lobby-Arbeit leistet, um das Verbot aufrecht zu erhalten, unterstützt von der Chemischen Industrie, die an den Rohstoffen verdient.

Spekulativ zwinkern

Zitat:
Eine Legalisierung könnte diesen Markt austrocknen.

Ja, aber nach Jahrzehnten muß man sich fragen ob das gewollt ist.

Die Erkenntnis ist ja nicht neu: "Milton Friedman - Why Drugs Should Be Legalized"
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sehr gut
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Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 9714

Beitrag(#2045419) Verfasst am: 22.02.2016, 19:58    Titel: Antworten mit Zitat

luc hat folgendes geschrieben:
[...] aber es ist schon erstaunlich, wie sich Menschen mobilisieren, um jegliche Legalisierung zu verhindern. Am Kopf kratzen

Ja, mich erinnert das an Leute die den Zwang zum Kopftuch für Frauen verteidigen - das kommt aus einer ähnlichen Ecke.
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schtonk
Korinthenliegenlasser
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Beiträge: 7003

Beitrag(#2045425) Verfasst am: 22.02.2016, 20:29    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
[...] aber es ist schon erstaunlich, wie sich Menschen mobilisieren, um jegliche Legalisierung zu verhindern. Am Kopf kratzen

Ja, mich erinnert das an Leute die den Zwang zum Kopftuch für Frauen verteidigen - das kommt aus einer ähnlichen Ecke.

Und natürlich an Leute mit dem Zwang, irgendwie unbestimmt alles in einen Topf zu werfen.
_________________
So wie das religiöse Gefühl der meisten Frommen sich erst bekundet, wenn es verletzt wird,
so liegt auch der Patriotismus auf der Lauer der Gelegenheit gekränkt zu sein. - Karl Kraus
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beachbernie
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Beiträge: 34590
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Beitrag(#2045443) Verfasst am: 22.02.2016, 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
[...] aber es ist schon erstaunlich, wie sich Menschen mobilisieren, um jegliche Legalisierung zu verhindern. Am Kopf kratzen

Ja, mich erinnert das an Leute die den Zwang zum Kopftuch für Frauen verteidigen - das kommt aus einer ähnlichen Ecke.



Wo gibt's sowas eigentlich? Hier im Forum z.B. nicht.
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luc
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Beitrag(#2045455) Verfasst am: 22.02.2016, 22:35    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wo gibt's sowas eigentlich? Hier im Forum z.B. nicht.


@Beachbernie

Das fehlte uns noch! zwinkern
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beachbernie
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Beitrag(#2045461) Verfasst am: 22.02.2016, 22:56    Titel: Antworten mit Zitat

luc hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Wo gibt's sowas eigentlich? Hier im Forum z.B. nicht.


@Beachbernie

Das fehlte uns noch! zwinkern



Leute, die das Recht von Frauen sich so zu kleiden wie sie selbst es wuenschen verteidigen , "verteidigen" genauso wenig "den Zwang zum Kopftuch" wie Leute, die sich fuer das Recht aller Menschen, einschliesslich Homosexueller, auf sexuelle Selbstbestimmung einsetzen, "Homosexualitaet propagieren".
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sehr gut
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Beitrag(#2045463) Verfasst am: 22.02.2016, 23:24    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
[...] aber es ist schon erstaunlich, wie sich Menschen mobilisieren, um jegliche Legalisierung zu verhindern. Am Kopf kratzen

Ja, mich erinnert das an Leute die den Zwang zum Kopftuch für Frauen verteidigen - das kommt aus einer ähnlichen Ecke.


Wo gibt's sowas eigentlich? Hier im Forum z.B. nicht.

Hatte mit einem 'Deutsch-Türken' geredet der schon lange in Deutschland wohnt. Der fande es normal das eine Frau ein Kopftuch tragen sollte.

Wer in einem Umfeld lebt in dem Hanf=böse sein soll der kann das übernehmen ähnlich dem der in einem Umfeld lebt in dem eine Frau ein Kopftuch aufhaben sollte. Wenn man das viele Jahre so erlebt wird das irgendwann 'normal'.
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sehr gut
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Beitrag(#2045465) Verfasst am: 22.02.2016, 23:30    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Nun, man sollte doch lieber eine Realität schaffen, die selber als Droge wirkt.

Dann braucht es die künstlichen Endorphine nicht mehr ...-

Wie stellst du dir das vor?
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luc
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Beitrag(#2045472) Verfasst am: 22.02.2016, 23:59    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Nun, man sollte doch lieber eine Realität schaffen, die selber als Droge wirkt.

Dann braucht es die künstlichen Endorphine nicht mehr ...-

Wie stellst du dir das vor?


Gute Frage. Auf die Antwort bin ich gespannt. (Eine Welt ohne Gewalt, ohne Ausbeutung, ohne Diskriminierung, eine Welt voller kreativer Energie, wo sich jeder selbst verwirklichen kann. Ja, Ok....) . Das hätte ich auch gern aber ich weiß immer noch nicht, wie wir das schaffen können und merke auch keine sehr positiven Tendenzen. Die Religionen haben das nicht geschafft, die Ideologien auch nicht, das Wirtschaftswunder auch nicht. Andere Wege? Geschockt Ok, ich bin auch der Meinung, das Cannabis es auch nicht schafft.
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vrolijke
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Beitrag(#2045473) Verfasst am: 23.02.2016, 00:03    Titel: Antworten mit Zitat

luc hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Nun, man sollte doch lieber eine Realität schaffen, die selber als Droge wirkt.

Dann braucht es die künstlichen Endorphine nicht mehr ...-

Wie stellst du dir das vor?


Gute Frage. Auf die Antwort bin ich gespannt. (Eine Welt ohne Gewalt, ohne Ausbeutung, ohne Diskriminierung, eine Welt voller kreativer Energie, wo sich jeder selbst verwirklichen kann. Ja, Ok....) . Das hätte ich auch gern aber ich weiß immer noch nicht, wie wir das schaffen können und merke auch keine sehr positiven Tendenzen. Die Religionen haben das nicht geschafft, die Ideologien auch nicht, das Wirtschaftswunder auch nicht. Andere Wege? Geschockt


Es spricht für ihm, dass er an das Gute im Mensch glaubt, wenn man es herauskitzelt.
Ich halte es für eine Illusion.
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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beachbernie
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Beitrag(#2045475) Verfasst am: 23.02.2016, 00:14    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
[...] aber es ist schon erstaunlich, wie sich Menschen mobilisieren, um jegliche Legalisierung zu verhindern. Am Kopf kratzen

Ja, mich erinnert das an Leute die den Zwang zum Kopftuch für Frauen verteidigen - das kommt aus einer ähnlichen Ecke.


Wo gibt's sowas eigentlich? Hier im Forum z.B. nicht.

Hatte mit einem 'Deutsch-Türken' geredet der schon lange in Deutschland wohnt. Der fande es normal das eine Frau ein Kopftuch tragen sollte.

Wer in einem Umfeld lebt in dem Hanf=böse sein soll der kann das übernehmen ähnlich dem der in einem Umfeld lebt in dem eine Frau ein Kopftuch aufhaben sollte. Wenn man das viele Jahre so erlebt wird das irgendwann 'normal'.


Ich bin dafuer Cannabis zu legalisieren, aber nicht dafuer die Leute zwangsweise zu bekiffen. Ich faende es persoenlich allerdings auch nicht gut, wenn es normal werden wuerde, dass alle meine Mitmenschen nur noch daemlich grinsend rumrennen.

Wer will soll kiffen, wer dies nicht will soll es lassen. Wer bin ich denn um meinen Mitmenschen, in welche Richtung auch immer, vorzuschreiben, was sie in dieser Beziehung tun oder lassen sollen?

Mit vielen anderen Dingen halte ich es ganz genauso und ecke damit bei manchen, denen das Selbstbestimmunsrecht ihrer Mitmenschen nicht soviel bedeutet, auch schon mal an.
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sehr gut
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Beitrag(#2045477) Verfasst am: 23.02.2016, 00:32    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ich bin dafuer Cannabis zu legalisieren, aber nicht dafuer die Leute zwangsweise zu bekiffen.

Wie kommstn jetzt darauf?
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 34590
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2045525) Verfasst am: 23.02.2016, 12:28    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ich bin dafuer Cannabis zu legalisieren, aber nicht dafuer die Leute zwangsweise zu bekiffen.

Wie kommstn jetzt darauf?



Nur sicherheitshalber, damit ich das nicht unterstellt bekomme. zwinkern
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Schlumpf
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Beitrag(#2045581) Verfasst am: 23.02.2016, 18:17    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:

Was man nur gleichzeitig tun sollte, ist den Markt zu regulieren. D.h. das Zeug sollte nur in Apotheken mit einer festgelegten Marge abgegeben werden dürfen, und auf Rezept.

Aber nur für Medikamente. Viele Krebskranke z. B. halten es ohne Opiate gar nicht aus.
Zitat:
Der Hintergrund ist schnell beschrieben: Unter diesen Drogen sind hochpotente Suchterzeuger, bei denen z.T. nur wenige Gaben ausreichen, um eine körperliche Abhängigkeit zu erzeugen. Das bedeutet auf der Geschäftsebene, dass ich mir mit zwei bis drei kleinen Geschenken einen lebenslangen Kunden schaffe, der bereit ist, jeden Preis zu bezahlen.

Genau deshalb muss es verboten bleiben. Sonst torkelt die Hälfte der Einwohner in so einen "gelobten Land" bald herum wie Zombis.
Zitat:
Die Legalisierung auch der harten Drogen ist wahrscheinlich der einzige Weg, mit ihnen und den sie verkaufenden Organisationen fertig zu werden. Alles andere hat sich bisher einfach nicht bewährt. Ich gehe davon aus, dass die Mafia auch Lobby-Arbeit leistet, um das Verbot aufrecht zu erhalten, unterstützt von der Chemischen Industrie, die an den Rohstoffen verdient. Eine Legalisierung könnte diesen Markt austrocknen.

Das wäre eine Bankrotterklärung sondersgleichen. Das kommt mir vor wie die Forderung der US-Waffenlobby, die Amokläufe an Schulen dadurch verhindern zu wollen, dass sich alle bewaffnen sollten. Dabei geht es ihnen einfach nur um das Geschäft und den Profit.
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vrolijke
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Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2045586) Verfasst am: 23.02.2016, 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Schlumpf hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:

Was man nur gleichzeitig tun sollte, ist den Markt zu regulieren. D.h. das Zeug sollte nur in Apotheken mit einer festgelegten Marge abgegeben werden dürfen, und auf Rezept.

Aber nur für Medikamente. Viele Krebskranke z. B. halten es ohne Opiate gar nicht aus.
Zitat:
Der Hintergrund ist schnell beschrieben: Unter diesen Drogen sind hochpotente Suchterzeuger, bei denen z.T. nur wenige Gaben ausreichen, um eine körperliche Abhängigkeit zu erzeugen. Das bedeutet auf der Geschäftsebene, dass ich mir mit zwei bis drei kleinen Geschenken einen lebenslangen Kunden schaffe, der bereit ist, jeden Preis zu bezahlen.

Genau deshalb muss es verboten bleiben. Sonst torkelt die Hälfte der Einwohner in so einen "gelobten Land" bald herum wie Zombis.
Herumtorkeln wie Zombi, kann man jetzt auch bereits ganz locker mit ganz legale Drogen.

Schlumpf hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Die Legalisierung auch der harten Drogen ist wahrscheinlich der einzige Weg, mit ihnen und den sie verkaufenden Organisationen fertig zu werden. Alles andere hat sich bisher einfach nicht bewährt. Ich gehe davon aus, dass die Mafia auch Lobby-Arbeit leistet, um das Verbot aufrecht zu erhalten, unterstützt von der Chemischen Industrie, die an den Rohstoffen verdient. Eine Legalisierung könnte diesen Markt austrocknen.

Das wäre eine Bankrotterklärung sondersgleichen. Das kommt mir vor wie die Forderung der US-Waffenlobby, die Amokläufe an Schulen dadurch verhindern zu wollen, dass sich alle bewaffnen sollten. Dabei geht es ihnen einfach nur um das Geschäft und den Profit.


Der Vergleich ist sowas von schief. Das ist noch nicht mal Äpfel mit Birnen.

Es ist doch eine ganz einfache Schlussfolgerung.
Wer hat ein Interesse Drogen zu verkaufen?
Doch nur die, die damit Geld verdienen.
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Schlumpf
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Anmeldungsdatum: 17.11.2007
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Beitrag(#2045614) Verfasst am: 23.02.2016, 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Herumtorkeln wie Zombi, kann man jetzt auch bereits ganz locker mit ganz legale Drogen.

Ja, nur die Menge macht den Unterschied. Nur wenige Menschen neigen dazu, abhängig von Alkohol zu werden. Ich hab' da mal was von genetischer Veranlagung gelesen. Und wenn sich andere gelegentlich aus Frust oder bei einer Feier besaufen, so sind sie noch lange nicht abhängig. Nikotin macht meist abhängig, führt auch zu Krankheiten und früherem Totalausfall (Tod), führt aber bei den meisten nicht zu Arbeitsunfähigleit, was aber bei Rauschgiftsüchtigen zu erwarten wäre.

Zitat:
Der Vergleich ist sowas von schief. Das ist noch nicht mal Äpfel mit Birnen.

Dann mach ich einen anderen Vorschlag: Legalisieren wir doch Ladendiebstahl und Wohnungseinbruch, dann haben wir gleich weniger Kriminalität und entlasten unsere Polizei. zwinkern

Zitat:
Wer hat ein Interesse Drogen zu verkaufen?
Doch nur die, die damit Geld verdienen.

Nach einer Legalisierung würde die gleichen Leute die Drogen verkaufen (an die Apotheken), nur eben viel mehr.
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
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Beitrag(#2045616) Verfasst am: 23.02.2016, 21:37    Titel: Antworten mit Zitat

Schlumpf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Herumtorkeln wie Zombi, kann man jetzt auch bereits ganz locker mit ganz legale Drogen.

Ja, nur die Menge macht den Unterschied. Nur wenige Menschen neigen dazu, abhängig von Alkohol zu werden. Ich hab' da mal was von genetischer Veranlagung gelesen. Und wenn sich andere gelegentlich aus Frust oder bei einer Feier besaufen, so sind sie noch lange nicht abhängig. Nikotin macht meist abhängig, führt auch zu Krankheiten und früherem Totalausfall (Tod), führt aber bei den meisten nicht zu Arbeitsunfähigleit, was aber bei Rauschgiftsüchtigen zu erwarten wäre.

Ich vermute auch, Du unterschätzt das Alkoholproblem.
Wenn Du 4 bis 6 % wenig nennst, magst Recht haben.

Vergleiche doch mal die Zahlen der Alkoholopfer mit die der Canabisopfer.
Ich schätze mal, ohne erst auf Statistiken zu schauen, die Canabisopfer liegen nicht mal im Promilebereich der Alkoholopfer. Eher in dem Bereich des nicht statistisch erfassbaren.
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2045618) Verfasst am: 23.02.2016, 21:52    Titel: Antworten mit Zitat

Schlumpf hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:

Was man nur gleichzeitig tun sollte, ist den Markt zu regulieren. D.h. das Zeug sollte nur in Apotheken mit einer festgelegten Marge abgegeben werden dürfen, und auf Rezept.

Aber nur für Medikamente. Viele Krebskranke z. B. halten es ohne Opiate gar nicht aus.
Zitat:
Der Hintergrund ist schnell beschrieben: Unter diesen Drogen sind hochpotente Suchterzeuger, bei denen z.T. nur wenige Gaben ausreichen, um eine körperliche Abhängigkeit zu erzeugen. Das bedeutet auf der Geschäftsebene, dass ich mir mit zwei bis drei kleinen Geschenken einen lebenslangen Kunden schaffe, der bereit ist, jeden Preis zu bezahlen.

Genau deshalb muss es verboten bleiben. Sonst torkelt die Hälfte der Einwohner in so einen "gelobten Land" bald herum wie Zombis.
Zitat:
Die Legalisierung auch der harten Drogen ist wahrscheinlich der einzige Weg, mit ihnen und den sie verkaufenden Organisationen fertig zu werden. Alles andere hat sich bisher einfach nicht bewährt. Ich gehe davon aus, dass die Mafia auch Lobby-Arbeit leistet, um das Verbot aufrecht zu erhalten, unterstützt von der Chemischen Industrie, die an den Rohstoffen verdient. Eine Legalisierung könnte diesen Markt austrocknen.

Das wäre eine Bankrotterklärung sondersgleichen. Das kommt mir vor wie die Forderung der US-Waffenlobby, die Amokläufe an Schulen dadurch verhindern zu wollen, dass sich alle bewaffnen sollten. Dabei geht es ihnen einfach nur um das Geschäft und den Profit.



Eine richtiggehende Legalisierung harter Drogen waere in der Tat abzulehnen. Eine Dekriminilasierung des Gebrauchs harter Drogen und eine kostenlose Abgabe an nachgewiesenermassen Suechtige user, z.B. durch besonders qualifizierte Aerzte, sollte allerdings ueberlegt werden, weil das enorme Vorteile haette: Die nachhaltige Zerstoerung eines der lukrativsten Maerkte der organisierten Kriminalitaet, positive Effekte auf die Gesundheit der user (nur "Stoff" mit bekanntem Reinheitsgrad, keine Schadsubstanzen zum "Strecken"), deutliche Absenkung der Beschaffungskriminalitaet....

Dafuer kann man mit dem Strafmass fuer Dealer, die dennoch illegal weiter harte Drogen verkaufen, ruhig noch etwas hoeher gehen.
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Schlumpf
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Beitrag(#2045632) Verfasst am: 23.02.2016, 22:51    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:

Vergleiche doch mal die Zahlen der Alkoholopfer mit die der Canabisopfer.
Ich schätze mal, ohne erst auf Statistiken zu schauen, die Canabisopfer liegen nicht mal im Promilebereich der Alkoholopfer. Eher in dem Bereich des nicht statistisch erfassbaren.

Das kann man nicht vergleichen, weil das eine legal, das andere illegal ist. Nach Legalisierung von Canabis würden die Opfer dort drastisch ansteigen.
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Schlumpf
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Beiträge: 2263
Wohnort: Ost-Bayern

Beitrag(#2045633) Verfasst am: 23.02.2016, 22:54    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:

Eine richtiggehende Legalisierung harter Drogen waere in der Tat abzulehnen. Eine Dekriminilasierung des Gebrauchs harter Drogen und eine kostenlose Abgabe an nachgewiesenermassen Suechtige user, z.B. durch besonders qualifizierte Aerzte, sollte allerdings ueberlegt werden, weil das enorme Vorteile haette:

Wenn mich nicht alles täuscht, passiert das bei uns schon, uzw. mit Methadon.
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vrolijke
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Beitrag(#2045641) Verfasst am: 23.02.2016, 23:17    Titel: Antworten mit Zitat

Schlumpf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Vergleiche doch mal die Zahlen der Alkoholopfer mit die der Canabisopfer.
Ich schätze mal, ohne erst auf Statistiken zu schauen, die Canabisopfer liegen nicht mal im Promilebereich der Alkoholopfer. Eher in dem Bereich des nicht statistisch erfassbaren.

Das kann man nicht vergleichen, weil das eine legal, das andere illegal ist. Nach Legalisierung von Canabis würden die Opfer dort drastisch ansteigen.


Würde wäre wenn. Das ist eine Luftnummer.
Man weiß schon in etwa wieviel Canabis-Konsumenten es gibt. Außerdem gibt es Länder, wo Canabis zugelassen ist.
Daraus gibt es bestimmt Zahlenmaterial, die Deine These bestätigen würde.
Gibt es aber nicht, weil es nicht stimmt.
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Beitrag(#2045650) Verfasst am: 23.02.2016, 23:35    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Gibt es aber nicht, weil es nicht stimmt.

Wurde vielen aber über Jahrzehnte so erzählt.

Hanf wurde von einer Kulturpflanze etwas fremdes. Und man sieht es beim Flüchtlingsthema, wo man bisher am wenigsten mit fremden 'Ausländern' zu tun hatte gibt es mit die härteste Ablehnung.
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beachbernie
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Beitrag(#2045653) Verfasst am: 23.02.2016, 23:42    Titel: Antworten mit Zitat

Schlumpf hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Eine richtiggehende Legalisierung harter Drogen waere in der Tat abzulehnen. Eine Dekriminilasierung des Gebrauchs harter Drogen und eine kostenlose Abgabe an nachgewiesenermassen Suechtige user, z.B. durch besonders qualifizierte Aerzte, sollte allerdings ueberlegt werden, weil das enorme Vorteile haette:

Wenn mich nicht alles täuscht, passiert das bei uns schon, uzw. mit Methadon.



Warum eigentlich nicht mit Heroin selbst?

Methadon vertraegt auch nicht jeder.


Ich will, dass die professionellen Dealer keinen Cent mehr machen mit dem Dreck und das geht am Besten, wenn man deren Kundschaft kostenlos mit dem echten Stoff versorgt!
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Beitrag(#2045661) Verfasst am: 24.02.2016, 00:14    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Das bedeutet auf der Geschäftsebene, dass ich mir mit zwei bis drei kleinen Geschenken einen lebenslangen Kunden schaffe...

Man hört das immer wieder, trotzdem ist das Blödsinn.Ich habe in meinen über 30 Jahren in der Drogenszene noch keinen Dealer getroffen, der Werbegeschenke verteilt.
Erstens dauert es mindestens einige Monate (bei mir Jahre) um süchtig zu werden und zweitens sind Dealer, die Kontakt zum Endverbraucher haben, selber süchtig.Die haben bestimmt nichts zu verschenken.Heroin schon gar nicht.Das nehmen sie nämlich lieber selber.
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Beitrag(#2045668) Verfasst am: 24.02.2016, 01:17    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Schlumpf hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Eine richtiggehende Legalisierung harter Drogen waere in der Tat abzulehnen. Eine Dekriminilasierung des Gebrauchs harter Drogen und eine kostenlose Abgabe an nachgewiesenermassen Suechtige user, z.B. durch besonders qualifizierte Aerzte, sollte allerdings ueberlegt werden, weil das enorme Vorteile haette:

Wenn mich nicht alles täuscht, passiert das bei uns schon, uzw. mit Methadon.



Warum eigentlich nicht mit Heroin selbst?

Methadon vertraegt auch nicht jeder.


Ich will, dass die professionellen Dealer keinen Cent mehr machen mit dem Dreck und das geht am Besten, wenn man deren Kundschaft kostenlos mit dem echten Stoff versorgt!

wird doch schon lange gemacht.
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



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Beitrag(#2045671) Verfasst am: 24.02.2016, 01:47    Titel: Antworten mit Zitat

Desperadox hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Das bedeutet auf der Geschäftsebene, dass ich mir mit zwei bis drei kleinen Geschenken einen lebenslangen Kunden schaffe...

Man hört das immer wieder, trotzdem ist das Blödsinn.Ich habe in meinen über 30 Jahren in der Drogenszene noch keinen Dealer getroffen, der Werbegeschenke verteilt.
Erstens dauert es mindestens einige Monate (bei mir Jahre) um süchtig zu werden und zweitens sind Dealer, die Kontakt zum Endverbraucher haben, selber süchtig.Die haben bestimmt nichts zu verschenken.Heroin schon gar nicht.Das nehmen sie nämlich lieber selber.

Dazu zwei Kommentare: Ja, die zwei bis drei kleinen Geschenke sind etwas übertrieben.
Ich habe da den Extremwert genommen, der in der Medizin kursiert(e).
Wenn ich jetzt Wikipedia nehme (meine Information ist zugegebenermaßen älter)
Zitat:
Heroin zählt aufgrund der für einen hohen Anteil der Konsumenten überwältigenden psychischen Wirkung zu den Substanzen mit dem höchsten Abhängigkeitspotential überhaupt. Körperliche Entzugserscheinungen können je nach individueller Konstellation bereits nach 2 Wochen täglichen Konsums auftreten.

sieht das zwar etwas anders aus, aber auch anders als Du es erzählt. Was allerdings stimmt: Die Schwelle zur Abhängigkeit hat eine große individuelle Streuung, nicht nur bei den unterschiedlichen Stoffen, auch bei den einzelnen Menschen.

Ansonsten zitiere ich einfach mal aus einer Reportage zu einer Gerichtsverhandlung:
Ein 21-jähriger Drogenabhängiger aus Künzelsau musste sich gestern vor dem Amtsgericht verantworten. Der Vorwurf: Hinter der kostenlosen Abgabe von Heroin an zwei Bekannte steckte ein hinterhältiger Plan.
.......
Ein 52-jähriger Kriminalhauptkommissar der Polizeidirektion Künzelsau erläuterte im Zeugenstand den Begriff: "Unter Anfixen versteht man die Tatsache, dass einer neu einsteigt in das Konsumieren des Heroins mit der Spritze." Aber es gebe noch eine zweite Bedeutung, und um diese ging es gestern vor dem Amtsgericht. Unter "Anfixen" werde, so der Kripo-Beamte, auch die Abgabe von Heroin an Heroinneulinge verstanden, mit dem Ziel, neue Heroinkunden zu gewinnen. Dies geschehe, so der Polizist weiter, "in der Hoffnung, dass er recht schnell abhängig wird und dass er sich wieder an ihn wendet, diesmal als Kunde".


Auch die eben eingesehenen einschlägigen Jargong-Lexika kennen alle sowohl auch diese Bedeutung des Wortes Anfixes als auch zum Teil den Begriff "Schuss zum Nulltarif" für derartige Werbeakionen. Vielleicht sind die Dir einfach nie angeboten worden, weil Du von selbst nachgefragt hast und inzwischen als sicherer Kunde bekannt bist, bei dem jedes Werben nur Geld kostet?
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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schtonk
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Beitrag(#2045672) Verfasst am: 24.02.2016, 01:49    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Schlumpf hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Eine richtiggehende Legalisierung harter Drogen waere in der Tat abzulehnen. Eine Dekriminilasierung des Gebrauchs harter Drogen und eine kostenlose Abgabe an nachgewiesenermassen Suechtige user, z.B. durch besonders qualifizierte Aerzte, sollte allerdings ueberlegt werden, weil das enorme Vorteile haette:

Wenn mich nicht alles täuscht, passiert das bei uns schon, uzw. mit Methadon.



Warum eigentlich nicht mit Heroin selbst?

Das ist jetzt aber bisschen naiv gefragt.

Zitat:
Methadon vertraegt auch nicht jeder.

Wer Methadon nicht verträgt, verträgt auch kein H.
Kann höchstens sein, dass ihm das nicht ausreicht als Substitution, dann bekommt er Polamidon, das ist doppelt so stark.
Es muss aber vorher ein umständlicher Weg (Gutachten bzw Bescheinigung, Antragstellung) gegangen werden, um ins Programm zu kommen.

Zitat:
Ich will, dass die professionellen Dealer keinen Cent mehr machen mit dem Dreck und das geht am Besten, wenn man deren Kundschaft kostenlos mit dem echten Stoff versorgt!

Dann sollte es aber auch ein gleiches Recht für Alkoholkonsumenten geben. Sonst wäre das Diskriminierung Sehr glücklich
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so liegt auch der Patriotismus auf der Lauer der Gelegenheit gekränkt zu sein. - Karl Kraus
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