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Gravitationswellen
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 20588
Wohnort: Germering

Beitrag(#2109192) Verfasst am: 06.10.2017, 17:25    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Die Rotationsenergie landet nicht in den GW, sondern, zumindest großenteils, im Spin des finalen SL,
Wg Drehimpulserhaltung?

Ja. Man kann sogar berechnen, wie schnell sich das finale SL drehen muß, auch wenn sich die ursprünglichen SL gar nicht drehen. Stimmt übrigens nicht 100%, weil ...
1. in der ART andere Gleichungen für Rotationsenergie usw. gelten
2. ein Teil der kinetischen Energie und auch vom Drehimpuls doch verlorengeht, soweit ich weiß v.a. dadaurch, daß akkretierte Materie die Energie aufnimmt und dann in Form von Jets (auch EM Strahlung) weggeschleudert wird, ähnlich wie bei einem Swing-By Manöver.

Aber in bezug auf die GW kann man sich tatsächlich vereinfachend vorstellen, daß Rotationsenergie und Drehimpuls erhalten sind und nur Feldenergie umgewandelt wird.
_________________
Was ist der Sinn des Lebens? - Keiner, aber Leere ist Fülle für den, der sie sieht.
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schtonk
Korinthenliegenlasser
Moderator



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 9428

Beitrag(#2109248) Verfasst am: 07.10.2017, 00:05    Titel: Antworten mit Zitat

Einige Beiträge nach Des Uwebus`neue Kleider... verschoben.
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Es ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von allen. - Karl Valentin
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Mobienne
Auf dem Weg
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Anmeldungsdatum: 09.06.2007
Beiträge: 2194
Wohnort: Allgäu

Beitrag(#2109607) Verfasst am: 09.10.2017, 12:07    Titel: Antworten mit Zitat

@uwebus
Wir fordern Dich auf, Deine Posts zu Deinen Themen auf Deinen eigenen Thread http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?t=33694 zu beschränken, nur dort weiter zu diskutieren und nicht in andere Threads zu verschleppen. Es verursacht stets neu einen erheblichen Arbeitsaufwand, wenn Beiträge in den passenden Thread verschoben werden müssen.

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Kannst Du nicht Deinem Gummibaum auf die Nerven gehen?
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 22839

Beitrag(#2109982) Verfasst am: 11.10.2017, 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Lange hat man darauf gewartet, nun ist es offenbar endlich geglückt: Erstmalig scheint die Quelle einer Gravitationswelle auch als Lichtblitz zu beobachten zu sein. Eine wissenschaftliche Sensation.

http://www.faz.net/aktuell/wissen/gravitationswellen-sensation-eine-neue-aera-der-astrophysik-15241709.html

Ein Zitat daraus, aus dem ich nicht schlau werde:

Zitat:
Wenn man ein Objekt auf der Oberfläche eines Neutronensterns in einer Höhe von einem Meter Fallen ließe, würde es innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde eine Beschleunigung von einigen Millionen Kilometer pro Sekunde erfahren - und quasi instantan die Oberfläche des Neutronensterns erreichen.


Kann der Wert für die Beschleunigung so stimmen? Von wegen Lichtgeschwindigkeit und so?
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What game shall we play today?
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DonMartin
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Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 4469

Beitrag(#2109993) Verfasst am: 11.10.2017, 21:45    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:

Kann der Wert für die Beschleunigung so stimmen? Von wegen Lichtgeschwindigkeit und so?

Prinzipiell schon. Geschwindigkeit ist Beschleunigung mal Zeit (bzw das Integral darueber), und da die Kraft nur Bruchteile von Sekunden wirkt, wird die Lichtgeschwindigkeit nicht erreicht. Ob die Millionen km/sec stimmen weiss ich freilich nicht,
zumindest die Einheit ist falsch, es muessten km/sec^2 sein.
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 20588
Wohnort: Germering

Beitrag(#2109994) Verfasst am: 11.10.2017, 21:47    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Kann der Wert für die Beschleunigung so stimmen? Von wegen Lichtgeschwindigkeit und so?

Die Beschleunigung ist schon sehr hoch, Verhältnis etwa so wie die Dichten. Das sieht man schon mit der Masse, Abstand und der Newtonformel.

Was die Geschwindigkeit betrifft: Die Beschleunigung erhöht zwar die Geschwindigkeit sehr schnell, jedoch dauert es kurz vor der Lichtgeschwindigkeit immer länger, noch schneller zu werden, wegen der relativistischen Korrekturen. d(v)=g*d(t) gilt in der Nähe von c nicht mehr! Bis dahin ist längst die Oberfläche erreicht.
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 20588
Wohnort: Germering

Beitrag(#2109995) Verfasst am: 11.10.2017, 21:48    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
... und da die Kraft nur Bruchteile von Sekunden wirkt, wird die Lichtgeschwindigkeit nicht erreicht.

Diese Begründung ist falsch. Selbst wenn die Kraft eine beliebig lange Zeit wirken würde, würde c niemals ganz erreicht.
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 20588
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Beitrag(#2109998) Verfasst am: 11.10.2017, 22:09    Titel: Antworten mit Zitat

Beschleunigung auf dem NS ist ca. 2*10^11 mal so hoch wie auf der Erde, d.h. nach 1 Millisekunde wäre die fallengelassene Testmasse ca. 2*10^9 m/s schnell, das ist mehr als c, d.h. schon im Mikrosekundenbereich werden die relativistischen Korrekturen relevant.

Bei 1m Abstand können wir aber noch grob mit Newton abschätzen, wann die Testmasse aufschlägt:
t = sqrt(2x/a) ~ 30 µs
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DonMartin
registrierter User



Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 4469

Beitrag(#2109999) Verfasst am: 11.10.2017, 22:14    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
... und da die Kraft nur Bruchteile von Sekunden wirkt, wird die Lichtgeschwindigkeit nicht erreicht.

Diese Begründung ist falsch. Selbst wenn die Kraft eine beliebig lange Zeit wirken würde, würde c niemals ganz erreicht.

Schon, aber es ging mir nicht um eine relativistisch korrekte Rechnung, sondern "ums Prinzip",
dass hohe Beschleunigungen nicht automatisch hohe Geschwindigkeiten bedeuten.
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 22839

Beitrag(#2110001) Verfasst am: 11.10.2017, 22:23    Titel: Antworten mit Zitat

Thnx. "Quasi instantan" scheint mir jedenfalls bei den genannten Werten eine zutreffende Umschreibung zu sein. : )
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diskordianerpapst
Zeuger Jehovas



Anmeldungsdatum: 16.11.2012
Beiträge: 4403

Beitrag(#2110035) Verfasst am: 12.10.2017, 12:02    Titel: Antworten mit Zitat

Nö, 30µs ist alles andere als instantan.
Aber die Neutronensterne sind schon eine recht verrückte Angelegenheit, so ein bischen ein schwarzes Loch für Arme zwinkern
Von der Kugel bleibt jedenfalls nichts (wobei das mit dem "Fallenlassen" ja eh nicht so richtig geht):
Ein Neutronenstern ist extrem glatt und alles was da "drauf" fällt ist wohl sofort weg und in seine Elementarteilchen zerlegt. Und damit auch die Information woraus der Körper mal bestand.
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 20588
Wohnort: Germering

Beitrag(#2110081) Verfasst am: 12.10.2017, 20:11    Titel: Antworten mit Zitat

diskordianerpapst hat folgendes geschrieben:
Und damit auch die Information woraus der Körper mal bestand.

Ist das ein NS-no-hair Theorem?
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Strahli
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Anmeldungsdatum: 11.10.2016
Beiträge: 18

Beitrag(#2110099) Verfasst am: 13.10.2017, 02:40    Titel: Antworten mit Zitat

Die Europäische Südsternwarte (ESO) präsentiert am 16. Oktober 2017 um 16 Uhr MESZ bei einer Pressekonferenz in ihrem Hauptsitz in Garching bei München die Entdeckung eines astronomischen Phänomens, das nie zuvor beobachtet worden ist.
https://www.eso.org/public/germany/announcements/ann17071/
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 20588
Wohnort: Germering

Beitrag(#2110173) Verfasst am: 13.10.2017, 20:55    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
noch nie dagewesene Entdeckung

Hihi.

Ist wohl genau das, was auch VIRGO gemessen und zelig oben schon gepostet hat. Quasi die Bestätigung des Verursachers (NS) eines gemessenen GW-Ereignnisses im EM Bereich.

Sehr schönes Zusammenspiel von Experiment und Theorie!
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Bernd Jaguste
registrierter User



Anmeldungsdatum: 11.01.2006
Beiträge: 272

Beitrag(#2110204) Verfasst am: 14.10.2017, 10:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo step,
hallo Forum,

Dir und den anderen Lobbyisten erst mal meinen ganz aufrichtigen Respekt und Glückwunsch zum Nobelpreis. Ihr habt wirklich gute Arbeit geleistet. Solange alle mundtot gemacht, bis Ihr den Nobelpreis erhalten habt. Das meine ich ganz ohne Ironie. Gut, der Nobelpreis für die Entdeckung von Gravitationswellen von 2 verschmelzenden Schwarzen Löchern wirft die Menschheit mindestens um eine Wissenschaftsgeneration zurück. Was soll´s? Wäre die Menschheit jetzt weiter, wenn man damals Kolumbus 20 Jahre früher geglaubt hätte, dass die Welt keine Kugel ist? Er ist gegen die etablierte Wissenschaft auch nicht angekommen. Das ist der Lauf der Welt. Da beklage ich mich auch nicht. Also, ehrlicher Glückwunsch und Respekt den Lobbyisten.

Zum Thema: [quote="step" postid=2108942]
step hat folgendes geschrieben:
Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
Wie soll also ein SL entstehen und wachsen, wenn nichts in der Lebenszeit unseres Universums dort hineinfallen kann?
Es gibt keine absolute Zeit! Daß wir bestimmte Raumzeitbereiche nicht beobachten können, heißt nicht, daß es sie nicht gibt. Die ART beschriebt genau das: In einem von uns durch den EH getrennten Raumzeitbereich geschieht etwas.
Ah, wo beschreibt die ART Vorgänge innerhalb des EH?

Wie gesagt: Am Ereignishorizont kommt für einen Außenstehenden die Zeit zum Stillstand. Ohne Zeit gibt es keine Bewegung und ohne Zeit gibt es auch keine Physik. Wir wissen zum heutigen Zeitpunkt nicht, wie es innerhalb eines Schwarzen Lochs (SL) aussieht und welche Prozesse darin vorgehen. Wir haben nicht den Ansatz einer Ahnung, wie die Physik innerhalb des Ereignishorizonts funktioniert. Dann zu behaupten, wir könnten die Vorgänge darin simulieren, ist schlicht Unsinn. Da kannst du zitieren, was Du willst.

Dann nochmal, weil ich den Lobbyisten nicht ganz das Feld räumen will: Laut Relativitätstheorie kann ein außenstehender Beobachter niemals sehen, wie etwas in ein SL fällt, weil dieser Vorgang unendlich lange dauert. Steht in jedem einschlägigen Physikbuch zu diesem Thema. Wie kann dann überhaupt ein SL entstehen? Sobald beim Sternenkollaps ein kleines SL in Plancklänge entstanden ist, kann nichts mehr in das SL hineinfallen, da dieser Vorgang, aus unserer Sicht, unendlich lange dauern würde. Es könnten sich vielleicht parallel viele SL in Planck-Größenordnung bilden, die dann wild umeinander tanzen und dabei Gravitationswellen, also pure Energie, abstrahlen und dabei quasi verdampfen. Doch es können sich keine großen SL mit mehreren Sonnenmassen bilden. Weil, genau, ich sagte es schon mehrfach, die Zeit zum Wachstum eines so großen SL einfach unendlich lange dauert. Dieser Vorgang des Zerstrahlens der vielen Mini-SL beim Sternenkollaps könnte was mit den Gamma-Ray-Burts zu tun haben. Das ist aber reine Spekulation von mir und ein anderes Thema.

step hat folgendes geschrieben:
Der Peak der GW entsteht noch vor der Verschmelzung, zu der "Zeit" haben die SL noch einen Abstand von ~ 1 SR (der Gesamtmasse):

Nein, das ist definitiv falsch. Ich habe es Dir vorgerechnet und eine kleine Grafik dazu gemalt (siehe mein Beitrag vom 03.10.2017). Einfach das 3. Keplersche Gesetz nehmen und dann noch die Radien der Ereignishorizonte ausrechnen. Der Peak wurde erreicht, als die beiden SL innerhalb ihres gemeinsamen Ereignishorizonts umeinander kreisten.

step hat folgendes geschrieben:
Die eigentliche Verschmelzung der SL kann laut ART nur komplett innerhalb eines gemeinsamen EH stattfinden.
Exakt, so habe ich es ja auch aufgemalt.

Wenn Du nun behauptest, die 250 Hertz sind das, was wir als externer Beobachter messen und die beiden SL rotieren natürlich in Eigenzeit wesentlich schneller, musst Du die 250 Hz mit unendlich multiplizieren und erhältst dann die Rotationsfrequenz in Eigenzeit der beiden SL. Weil die Zeit zwischen den beiden Bezugssystemen ja unendlich verschoben ist. Wenn Du dann die unendliche Frequenz und das 3. Keplersche Gesetzt nimmst und den Abstand der beiden SL berechnest, wirst Du feststellen, dass dieser kleiner als die Plancklänge ist. Damit scheidet dieser Erklärungsansatz auch aus.

step hat folgendes geschrieben:
Wir beobachten kein Lichtsignal von einem in ein SL stürzenden Körper, sondern Gravitationswellen vom Quadrupolmoment des Gesamtensembles zweier SL.

Ok, dass Licht ist ja auch zu langsam, um Informationen darüber zu vermitteln, was innerhalb des Ereignishorizonts passiert. Nach Deinen Worten können aber die Gravitationswellen entkommen. Was bedeutet, dass diese schneller sind, als das Licht. Nun könntest Du sagen, dass Gravitationswellen, im Gegensatz zum Licht, nicht von Gravitation abgelenkt werden. Das ist aus meiner Sicht aber falsch. Wenn die Gravitationswellen, die Masse der Detektoren hier auf der Erde verformen können, muss diese Masse auch Einfluss auf die Gravitationswellen haben. Es gibt keine Wirkung, ohne Gegenwirkung. Demnach werden Gravitationswellen, so wie das Licht auch, von Gravitation beeinflusst. Da Sie nach Deinen Ausführungen dem SL entkommen können, müssen Gravitationswellen schneller als Licht sein. Somit ist die von Strahli am 13.10.verlinkte Ankündigung, dass ggf. die Quelle der letzten Gravitationswelle auch im optischen Bereich nachgewiesen wurde, völliger Unsinn. Das Licht würde erst in zig Jahren hier eintreffen.

Gut, mit Gravitationswellen schneller als Licht hast Du wieder ein Problem. Ich hingegen nicht, weil meine Raumwellentheorie exakt darauf aufbaut, das Gravitationswellen schneller sind als Licht. Und hier muss ich zugeben, dass ich ein blindes Huhn bin und den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe. Ich hatte ja immer geschrieben, dass man mit einem Interferometer keine Gravitationswellen messen kann. Hierbei bin ich immer davon ausgegangen, dass die Gravitationswellen nicht schneller sind, als das Licht. Dabei geht meine eigene Raumwellentheorie davon aus, dass diese schneller sind als das Licht. So gefangen ist man in der Welt, wie sie einem jeden Tag präsentiert wird, dass man die eigene Theorie vergisst und stur damit arbeitet, dass nichts schneller ist als Licht. Wenn sich die Länge der Messstrecken des Interferometers nun mit Überlichtgeschwindigkeit verändert, kann man mit einem Interferometer auch Gravitationswellen messen. Ja, klingt jetzt doof, dass ich doch umfalle. Doch Leben ist Veränderung. Im Gegensatz zu der etablierten Wissenschaft habe ich aber kein Problem damit, meine Fehler zuzugeben. Und es war definitiv ein Fehler von mir.

Zusammenfassung (für alle die von langen Texten Kopfschmerzen bekommen):
1.Unter der Voraussetzung, dass Gravitationswellen schneller sind als Licht, räume ich ein, dass man mit einem Interferometer, wie LIGO oder GEO600, Gravitationswellen messen kann. Wobei es schon immer Grundvoraussetzung meiner Raumwellentheorie war, dass Gravitationswellen schneller sind als Licht.
2. Auch wenn Gravitationswellen mit LIGO nachgewiesen wurden, können es niemals Gravitationswellen von verschmelzenden Schwarzen Löchern sein. Das ist völlig unmöglich.

noch kürzer (für Whatsapper und Twitterer):
Gravitationswellennachweis = ja, Verschmelzende Schwarze Löcher = nein

Schönes Wochenende wünscht
Bernd Jaguste
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Alchemist
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 21141
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2110208) Verfasst am: 14.10.2017, 11:08    Titel: Antworten mit Zitat

Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
Hallo step,
hallo Forum,

Dir und den anderen Lobbyisten erst mal meinen ganz aufrichtigen Respekt und Glückwunsch zum Nobelpreis. Ihr habt wirklich gute Arbeit geleistet. Solange alle mundtot gemacht, bis Ihr den Nobelpreis erhalten habt. Das meine ich ganz ohne Ironie. Gut, der Nobelpreis für die Entdeckung von Gravitationswellen von 2 verschmelzenden Schwarzen Löchern wirft die Menschheit mindestens um eine Wissenschaftsgeneration zurück. Was soll´s? Wäre die Menschheit jetzt weiter, wenn man damals Kolumbus 20 Jahre früher geglaubt hätte, dass die Welt keine Kugel ist? Er ist gegen die etablierte Wissenschaft auch nicht angekommen. Das ist der Lauf der Welt. Da beklage ich mich auch nicht. Also, ehrlicher Glückwunsch und Respekt den Lobbyisten.
...


Und schon muss man nicht mehr weiterlesen. Danke für die Zeitersparnis

P.S. Und nein, auch im 15. Jahrhundert war die Kugelform der Erde bekannt
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 20588
Wohnort: Germering

Beitrag(#2110220) Verfasst am: 14.10.2017, 14:57    Titel: Antworten mit Zitat

Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
... Lobbyisten ... mundtot gemacht ...

Nachdem der Nachweis jetzt steht und sogar mit der ART-Simulation übereinstimmt, solltest Du zugeben, daß Du mit der Behauptung, GW könnten und würden niemals nachgewiesen, danebengelegen hast. Auch andere Deiner früheren Behauptungen, z.B. GW seien longitudinale Druckwellen, sind durch die Messung endgültig widerlegt. Ist jetzt echt billig, in Deiner Verschwörungsblase herumzumotzen.

Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
Am Ereignishorizont kommt für einen Außenstehenden die Zeit zum Stillstand.

Es gibt keine absolute Zeit. Beim Überqueren des EH kommt laut ART nix zum Stillstand. Nur im System des äußeren Beobachters kommen die Informationen immer langsamer und dann gar nicht mehr an. Das ist kein Widerspruch, wie man durch Koordinatentransformation zeigen kann. Hatten wir schon mehrfach.

Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
Wir wissen zum heutigen Zeitpunkt nicht, wie es innerhalb eines Schwarzen Lochs (SL) aussieht und welche Prozesse darin vorgehen.

Das ist zum Teil richtig, ist aber in bezug auf GW erstmal irrelevant. Wir haben eine ART, die SL, GW, Linseneffekte usw. vorhersagt, und die diesbezüglich außerhalb der jeweiligen EH gut bestätigt ist. Da es am EH alles stetig ist, nimmt man an, daß die ART auch innerhalb des EH gilt, nicht mehr jedoch an den Singularitäten. Alle bisherigen Messungen stimmen damit überein. Aber ja, es hat noch niemand hinter den EH geblickt.

Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
Dann zu behaupten, wir könnten die Vorgänge darin simulieren, ist schlicht Unsinn. Da kannst du zitieren, was Du willst.

Für die Simulation der GW wurde einfach die ART verwendet und keine Zusatzannahmen über Vorgänge innerhalb des EH gemacht Deswegen ist Dein Einwand ungültig. Die entscheidende Schwierigkeit bei der Simulation war übrigens, daß man lange Zeit GW nur als Lösung der ART im Vakuum berechnen konnte, also wenn sie mal losgeschickt sind. Weil nur da die erste Näherung jenseits von Newton ausreicht. In den letzten Jahrzehnten gab es aber große Fortschritte der Theoretiker, die an der "Quelle", also den spiralenden SL, höhere Näherungen berücksichtigt haben (inzwischen sind sie glaube ich bei 3.5 oder 4) und auf diese Weise tatsächlich den kompletten Vorgan, auch die Verschelzung der EH, berechnen konnten. Hätten die Messungen jetzt nicht gepaßt, hätte man folgern müssen, daß die Theoretiker etwas Grundsätzliches übersehen haben, oder daß die ART in der Nähe spiralender SL nicht mehr stimmt.

Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
Sobald beim Sternenkollaps ein kleines SL in Plancklänge entstanden ist, kann nichts mehr in das SL hineinfallen, da dieser Vorgang, aus unserer Sicht, unendlich lange dauern würde.

Du hast die RT nicht verstanden: Auch wenn etwas aus Sicht des Systems A unendlich lange dauert oder nicht sichtbar ist, so kann es in einem anderen System B in endlicher Eigenzeit passieren.

Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Der Peak der GW entsteht noch vor der Verschmelzung, zu der "Zeit" haben die SL noch einen Abstand von ~ 1 SR (der Gesamtmasse):
Nein, das ist definitiv falsch.

Wie bitte? Das ist genau das Ergebnis der Berechnungen/Simulationen in all den Papers, die die Theoretiker im Vorfeld dazu jahrelang entwickelt haben. Ich habe das extra nochmal nachgeschaut, weil ja hier die die Frage kam, wie aus dem Innern des verschmolzenen EH GW herauskommen können.

Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
Ich habe es Dir vorgerechnet und eine kleine Grafik dazu gemalt (siehe mein Beitrag vom 03.10.2017). Einfach das 3. Keplersche Gesetz nehmen und dann noch die Radien der Ereignishorizonte ausrechnen. Der Peak wurde erreicht, als die beiden SL innerhalb ihres gemeinsamen Ereignishorizonts umeinander kreisten.

Deine Rechnung ist falsch. Ich habe sie nicht auf einfache Fehler überprüft, was aber sicher falsch ist, ist der Kepler-Ansatz. Gilt ja schon bei der Präzession des Merkur nicht mehr. Bei zwei engen SL sind die relativistischen "Korrekturen" sogar absolut entscheidend. Gibt wirklich Hunderte Papers dazu, als Einsprung könnte https://en.wikipedia.org/wiki/Two-body_problem_in_general_relativity dienen. In http://www.gsjournal.net/old/physics/hynecek15.pdf ist eine Näherung für den ersten post-Newtonian für Kepler 3 ausgerechnet. Man sieht (Formel 10), daß die Korrekturordnungen mit SR/r gehen, d.h. wenn der Abstand in die Größerenordnung des SR kommt, reicht die erste Korrektur nicht mal aus. Du kannst daher Kepler 3 gegen Ende der Simulation komplett vergessen.

Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Wir beobachten kein Lichtsignal von einem in ein SL stürzenden Körper, sondern Gravitationswellen vom Quadrupolmoment des Gesamtensembles zweier SL.
Ok, dass Licht ist ja auch zu langsam, um Informationen darüber zu vermitteln, was innerhalb des Ereignishorizonts passiert. Nach Deinen Worten können aber die Gravitationswellen entkommen. Was bedeutet, dass diese schneller sind, als das Licht.

Nein, nach meinen Worten können GW keineswegs entkommen und sind auch nicht schneller als c, sondern bestehen aus periodischen Raumzeitverzerrungen außerhalb der EH ...

Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
... Somit ist die von Strahli am 13.10.verlinkte Ankündigung, dass ggf. die Quelle der letzten Gravitationswelle auch im optischen Bereich nachgewiesen wurde, völliger Unsinn. Das Licht würde erst in zig Jahren hier eintreffen.

Und somit ist das ebenfalls falsch. Im Gegenteil ist eine gleichzeitige Messung eine unabhängige, brilliante Bestätigung!
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Beitrag(#2110410) Verfasst am: 15.10.2017, 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
Zitat:
noch nie dagewesene Entdeckung

Hihi.

Ist wohl genau das, was auch VIRGO gemessen und zelig oben schon gepostet hat. Quasi die Bestätigung des Verursachers (NS) eines gemessenen GW-Ereignnisses im EM Bereich.

Sehr schönes Zusammenspiel von Experiment und Theorie!

Wer live dabei sein will:
http://www.iflscience.com/space/a-huge-new-gravitational-waves-announcement-is-happening-on-monday/

Müßte 16:00 deutscher Zeit sein. Ich denke, das ist wirklich was Besonderes. Geniale Theorie, geiles Experiment, globale Zusammenarbeit, Meilenstein der Physik.
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Beitrag(#2110424) Verfasst am: 15.10.2017, 18:34    Titel: Antworten mit Zitat

Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:



Wir wissen zum heutigen Zeitpunkt nicht, wie es innerhalb eines Schwarzen Lochs (SL) aussieht und welche Prozesse darin vorgehen. Wir haben nicht den Ansatz einer Ahnung, wie die Physik innerhalb des Ereignishorizonts funktioniert. Dann zu behaupten, wir könnten die Vorgänge darin simulieren, ist schlicht Unsinn. Da kannst du zitieren, was Du willst.

Bernd Jaguste


Betrachtet man die sog. Schwarzen Löcher elektromagnetisch, so ist die innere Struktur aus Magnet- und Plasmaexperimenten und die Energieströme vollständig bekannt.
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Beitrag(#2110543) Verfasst am: 16.10.2017, 17:06    Titel: Antworten mit Zitat

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Beitrag(#2110553) Verfasst am: 16.10.2017, 18:20    Titel: Antworten mit Zitat

- und die ART-basierten Simulationen bestätigt
- und einige Theorievarianten über Neutronensterne falsifiziert
- und für unsere EH-Zweifler: Gravitationswellen ganz ohne Ereignishorizont
- und nebenbei nachgewiesen, daß GW sich ebenfalls mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten
- und die Herkunft eines erhelblichen Anteils schwerer Elemente verifiziert
- und ...
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step
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Beitrag(#2110555) Verfasst am: 16.10.2017, 18:29    Titel: Antworten mit Zitat

http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2017/10/16/gravitationswellen-von-verschmelzenden-neutronensternen-eine-neue-aera-der-astronomie-bricht-an/
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Beitrag(#2110586) Verfasst am: 16.10.2017, 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2017/10/16/gravitationswellen-von-verschmelzenden-neutronensternen-eine-neue-aera-der-astronomie-bricht-an/


http://www.t-online.de/nachrichten/wissen/id_82506848/erste-direkte-beobachtung-der-quelle-von-gravitationswellen.html schrieb:
Zitat:
"Alle unsere Träume sind wahr geworden"

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http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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Alchemist
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Beitrag(#2112435) Verfasst am: 28.10.2017, 22:42    Titel: Antworten mit Zitat

joh hat folgendes geschrieben:
Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:



Wir wissen zum heutigen Zeitpunkt nicht, wie es innerhalb eines Schwarzen Lochs (SL) aussieht und welche Prozesse darin vorgehen. Wir haben nicht den Ansatz einer Ahnung, wie die Physik innerhalb des Ereignishorizonts funktioniert. Dann zu behaupten, wir könnten die Vorgänge darin simulieren, ist schlicht Unsinn. Da kannst du zitieren, was Du willst.

Bernd Jaguste


Betrachtet man die sog. Schwarzen Löcher elektromagnetisch, so ist die innere Struktur aus Magnet- und Plasmaexperimenten und die Energieströme vollständig bekannt.


Kannst du das bitte näher ausführen?
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step
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Beitrag(#2112440) Verfasst am: 28.10.2017, 23:13    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
joh hat folgendes geschrieben:
Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
Wir wissen zum heutigen Zeitpunkt nicht, wie es innerhalb eines Schwarzen Lochs (SL) aussieht und welche Prozesse darin vorgehen. Wir haben nicht den Ansatz einer Ahnung, wie die Physik innerhalb des Ereignishorizonts funktioniert. Dann zu behaupten, wir könnten die Vorgänge darin simulieren, ist schlicht Unsinn. Da kannst du zitieren, was Du willst.
Betrachtet man die sog. Schwarzen Löcher elektromagnetisch, so ist die innere Struktur aus Magnet- und Plasmaexperimenten und die Energieströme vollständig bekannt.
Kannst du das bitte näher ausführen?

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Bernd Jaguste
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Beitrag(#2120034) Verfasst am: 29.12.2017, 19:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo step,
hallo Forum,

step hat folgendes geschrieben:
Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
... Lobbyisten ... mundtot gemacht ...

Nachdem der Nachweis jetzt steht und sogar mit der ART-Simulation übereinstimmt, solltest Du zugeben, daß Du mit der Behauptung, GW könnten und würden niemals nachgewiesen, danebengelegen hast. Auch andere Deiner früheren Behauptungen, z.B. GW seien longitudinale Druckwellen, sind durch die Messung endgültig widerlegt. Ist jetzt echt billig, in Deiner Verschwörungsblase herumzumotzen.

Ja, ich gebe zu, dass das was da gemessen wurde, ein Problem für meine Raumwellentheorie ist. Doch dazu später. Schön ist es mal wieder zu sehen, wie Du mich in die Ecke der Verschwörungstheoretiker stecken willst. Das ist wieder mal so typisch für Lobbyisten. Alle, die anderer Meinung sind, sind natürlich Spinner und fühlen sich von der Welt missverstanden. Es sei Dir hiermit nochmals versichert, dass mir Verschwörungstheorien direkt am Ar... vorbei gehen. Die Welt ist nun mal voll, von Menschen, die nur Ihre eigene Meinung gelten lassen, die Worte anderer nicht verstehen wollen oder können und diese so drehen, wie sie diese gerne hätten. Das hat mit Verschwörung nichts zu tun. So ist die Menschheit und Du bist einer von vielen, vielen Menschen, die einfach da mit dazu gehören. Da das nun nochmals klargestellt wurde, brauchst Du nicht zum hundertsten Mal damit anfangen, dass ich mich missverstanden fühle und in meiner Ecke schmolle. Ich finde es einzig doof, dass es mir nicht gelungen ist, mehr Menschen von meinen Ideen zu überzeugen. Das liegt aber an mir selbst. Das Anliegen ist jedoch auch schwer umzusetzen. Aber die Welt ist, wie sie ist. Von daher gibt es da nichts rumzuheulen. Anderseits ist mir das auch wirklich schei... egal, ob die Welt mich versteht, oder nicht. Was soll´s?

Wieso hatte ich nun geschrieben, dass Dir Du meine Wort so verdrehst, wie Du sie gerne hättest? Na ja, vielleicht ist es ja auch das verstehende Lesen, welches Dir offensichtlich schwer fällt. Und, dass selbst bei Deinen eigenen Texten. Beispiel:
step hat folgendes geschrieben:
Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
Am Ereignishorizont kommt für einen Außenstehenden die Zeit zum Stillstand.

Es gibt keine absolute Zeit. Beim Überqueren des EH kommt laut ART nix zum Stillstand. Nur im System des äußeren Beobachters kommen die Informationen immer langsamer und dann gar nicht mehr an. Das ist kein Widerspruch, wie man durch Koordinatentransformation zeigen kann.

Exakt das hatte ich geschrieben. „Nur im System des äußeren Beobachters kommen die Informationen immer langsamer und dann gar nicht mehr an.“ Schön, dass jetzt drei Mal das Selbe da steht. Wenn Materie in ein Schwarzes Loch (SL) fällen würde, würde für uns äußere Beobachter die Eigenzeit dieser Materie immer langsamer vergehen, bis diese zum Erliegen kommt. Da sollten wir uns einig sein. Wirf eine Uhr in ein SL. Am Ereignishorizont sieht es für uns äußeren Beobachter so aus, dass die Uhr dort zum Stillstand gekommen ist. Es dauert für uns äußeren Beobachter unendlich lange, bis die Uhr hinter dem Ereignishorizont verschwunden ist. In der Eigenzeit der Uhr sieht das natürlich völlig anders aus. Das spielt hier aber gar keine Rolle. Wichtig ist einzig der äußere Beobachter. Wenn es in unserer Welt also nun unendlich lange dauert, bis die Uhr hinter dem Ereignishorizont verschwunden ist, wie kann dann ein Schwarzes Loch wachsen? Da das auch für winzige SL gilt, kann es keine großen SL geben, da es ja unendlich lange dauert, bis, aus unserer Sicht, da irgendwas reingefallen ist. Für dieses Problem gibt es, aus meiner Sicht, nur drei mögliche Antworten.
1. Es gibt keine Schwarzen Löcher.
2. Das Universum besteht schon seit unendlicher Zeit.
3. Gott hat die Schwarzen Löcher erschaffen.
Ich nehme Antwort 1. Die 2. Antwort wäre für mich auch möglich. Nummer 3 fällt für mich aus. Welche nimmst Du?

Nun nochmal zur Uhr, die auch nach Deinen Worten am Ereignishorizont zum Stillstand kommt. Jedes Teilchen und jede Materieform hat einen Wellencharakter. So wie die Uhr am Ereignishorizont immer langsamer tickt (für uns äußeren Beobachter), so nimmt die Frequenz eines jeden Teilchens am Ereignishorizont ab, bis diese zum Erliegen kommt (für uns äußeren Beobachter). Man nennt das Rotverschiebung. Steht in allen Büchern und ist mit Sicherheit auch Dir bekannt. Dann ist Dir auch bekannt, dass die Energie eines jeden Teilchens direkt an die Frequenz des Teilchens gekoppelt ist. Energie ist gleich dem Produkt aus Frequenz und Plancksches Wirkungsquantum (ist eine Konstante). Wenn nun die Frequenz eines jeden Teilchens am Ereignishorizont für uns Außenstehenden gegen Null läuft, so läuft auch die Energie eines jeden Teilchens am Ereignishorizont gegen Null. Wie Du auch weißt, ist Energie gleich Masse mal Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat. Wenn ein jedes Teilchen am Ereignishorizont keine Energie hat, hat es auch keine Masse. Demnach kann für uns Außenstehenden niemals Masse in ein Schwarzes Loch fallen, weil dort keine Masse / Energie ankommt. Ein Schwarzes Loch kann in der bescheidenen 13,8 Mrd. langen Lebenszeit des Universums nicht gewachsen sein und auch nicht mit einem anderen SL verschmelzen. Du weißt all das und behauptest trotzdem, dass mit dem Gravitationswellendetektor Gravitationswellen von 2 verschmelzenden Schwarzen Löchern gemessen wurde? Du kennst all diese Einzelfakten, welche übrigens Stand der Wissenschaft und allgemein anerkannt sind, doch Du weigerst Dich beharrlich, die Einzelfakten zu einem Gesamtbild zusammen zu setzen.

step hat folgendes geschrieben:
Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
Sobald beim Sternenkollaps ein kleines SL in Plancklänge entstanden ist, kann nichts mehr in das SL hineinfallen, da dieser Vorgang, aus unserer Sicht, unendlich lange dauern würde.

Du hast die RT nicht verstanden: Auch wenn etwas aus Sicht des Systems A unendlich lange dauert oder nicht sichtbar ist, so kann es in einem anderen System B in endlicher Eigenzeit passieren.

Wie gesagt, Du hast mich und Dich nicht verstanden. Es ist völlig richtig und ich habe das nie anders dargestellt. In der Eigenzeit der Uhr bzw. im System B kann die Uhr den Ereignishorizont überschreiten (wenn es einen geben sollte). Wir sind aber im System A. Da dauert es unendlich lange, bis die Uhr oder irgend etwas anderes hinter dem Ereignishorizont verschwindet. Wir sind immer im System A. Bis zur Entstehung eines Schwarzen Lochs dauert es im System A immer unendlich lange. Und bis es dann wächst, dauert es dann noch mal doppelt so lange zwinkern

step hat folgendes geschrieben:
Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
Ich habe es Dir vorgerechnet und eine kleine Grafik dazu gemalt (siehe mein Beitrag vom 03.10.2017). Einfach das 3. Keplersche Gesetz nehmen und dann noch die Radien der Ereignishorizonte ausrechnen. Der Peak wurde erreicht, als die beiden SL innerhalb ihres gemeinsamen Ereignishorizonts umeinander kreisten.

Deine Rechnung ist falsch. Ich habe sie nicht auf einfache Fehler überprüft, was aber sicher falsch ist, ist der Kepler-Ansatz. Gilt ja schon bei der Präzession des Merkur nicht mehr. Bei zwei engen SL sind die relativistischen "Korrekturen" sogar absolut entscheidend.

Das mein Ansatz falsch ist, weil ich die relativistischen "Korrekturen" nicht eingerechnet habe, ist mir durchaus bewusst. Ohne mich nun wieder in Deine Links zu vertiefen, denke ich mal, dass das nur für Dich deutlich schlechter werden würde. Wir hatten ja gerade festgestellt, dass die Vorgänge in der Nähe des Ereignishorizont für einen außenstehenden Beobachter langsamer dargestellt werden, als in der Eigenzeit. Nun hatte ich die Berechnungen für einen außenstehenden Beobachter ausgeführt. Ich hatte die Frequenz genommen, die wir außenstehenden Beobachter mit unseren Geräten auf der Erde gemessen haben. In der Eigenzeit der beiden Objekte sind die Vorgänge natürlich wesentlich schneller abgelaufen. Damit war die Umlauffrequenz der beiden Objekte deutlich höher und deren Abstand war deutlich geringer, als von mir berechnet. Damit hätte die Verschmelzung der beiden Ereignishorizonte noch früher beginnen müssen. Was die Sache für Dich ja wesentlich schlechter macht. Ich denke daher mal, dass Du da nicht daran rumrühren willst, sondern das einfach so hinnimmst. Gern kannst Du natürlich auch die Berechnungen korrigieren und uns dann hier präsentieren. Erschrecke Dich aber nicht, wenn Du die Ergebnisse siehst.

Damit spare ich mir mal, auf Deine weiteren Verweise einzugehen, nachdem etablierte Wissenschaftler das genau so berechnet haben und es genau so auch gemessen wurde. Wie kann das sein, wenn die Grundüberlegung, dass sich zwei Schwarze Löcher verschmolzen haben, grundsätzlich falsch ist? Alter Physikerspruch: Man misst, was man misst. Oder: Suche Beweise für Einhörner und Du wirst Einhörner finden. Passt übrigens auch zu den beiden Neutronensternen, die man auch als GBR nachweisen konnte. Ein riesen Gebiet wo gesucht wurde und zufällig ein GBR in der Nähe der Zeit. Gut, war nicht genau die Zeit. Aber was macht das schon? Unabhängig davon ist die Sache natürlich hochspannend und ich frage mich, was da gemessen wurde. Ist aber ein anderes Thema und die meisten Menschen kommen bei Textlängen über 140 Zeichen eh nicht mehr mit. Würde ich aber gern diskutieren.

Aber einen nehme ich noch.
step hat folgendes geschrieben:
Auch andere Deiner früheren Behauptungen, z.B. GW seien longitudinale Druckwellen, sind durch die Messung endgültig widerlegt.

Schau mal, was ich auf der Seite https://de.wikipedia.org/wiki/Gravitationswelle gefunden habe:

Darunter steht: “Zweidimensionale Betrachtung von Gravitationswellen, die von zwei einander umkreisenden Neutronensternen ausgesandt werden.“ Finde ich persönlich echt lustig. Weil es keine zweidimensionale Betrachtung, sondern eine dreidimensionale Darstellung ist. Versuche Dir das Bild mal in echten 2 Dimensionen darzustellen. Sieht irgendwie aus wie hier:

Habe ich als Longitudinalwelle auf https://de.wikipedia.org/wiki/Transversalwelle gefunden und passt deutlich besser zu den Gravitationswellen.

So, dann ist erst mal alles gesagt, was dieses Jahr noch gesagt werden musste. Euch allen ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr.

Viele Grüße sendet
Bernd Jaguste
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step
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Beitrag(#2120046) Verfasst am: 29.12.2017, 22:43    Titel: Antworten mit Zitat

Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
Es dauert für uns äußeren Beobachter unendlich lange, bis die Uhr hinter dem Ereignishorizont verschwunden ist. In der Eigenzeit der Uhr sieht das natürlich völlig anders aus.

Fast richtig - mit dem "unendlich" muß man aber genau sein. Siehe unten.

Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
Wenn es in unserer Welt also nun unendlich lange dauert, bis die Uhr hinter dem Ereignishorizont verschwunden ist, wie kann dann ein Schwarzes Loch wachsen? Da das auch für winzige SL gilt, kann es keine großen SL geben, da es ja unendlich lange dauert, bis, aus unserer Sicht, da irgendwas reingefallen ist.

Dieses Problem scheinen viele Leute zu haben, jedenfalls wurde es uns schon im Studium als Übungsaufgabe gestellt. Am klarsten sieht man die Lösung, wenn man die Signale für Beobachter und Uhr in ein Raumzeitdiagramm malt. Das will ich aber hier nicht vormachen, sondern ich versuche es direkt zu bantworten:

Das Verlangsamte, das wir sehen, ist ja nicht die Uhr. Sondern rotverschobene Signale, die sie mal ausgesendet hat. Nehmen wir zur Vereinfachung an, die Uhr sendet alle 1 Eigensekunde ein Signal, und wir sehen nur dieses Signal. Das Signal kurz vor Überschreiten des EH kommt extrem verlangsamt bei uns an, das nächste beispielsweise gar nicht mehr. Wir sehen also von außen sehr spät (aber nicht unendlich spät) ein sehr langgezogenes Signal, aber schon relativ bald sehen wir ein (um die Uhr minus die Signal-Eigenernergie) schwerer gewordenes SL bzw. einen vergrößerten EH.

Jetzt kann man den Fall betrachten, daß die Uhr viel häufiger Signale aussendet, z.B. jede ms oder jede ns eines. Das letzte noch sichtbare Signal wird dann noch näher am EH ausgesandt und ist demzufolge noch länger unterwegs und noch langgezogener. Würde man es schaffen, unendlich oft Signale zu senden, so würde eins davon tatsächlich unendlich lange brauchen. Aber sowas geht nur mit einer unendlich schweren Uhr, die selbst einen EH hätte ...

PS 1: Die deutlich knackigere Frage übrigens wäre, wie ein schwerer gewordenes SL sich nach außen hin überhaupt bemerkbar machen kann, also wie sich die Gravitation "ausbreiten" kann.

PS 2: Wie sieht der Rest der Welt eigentlich aus, wenn ich als Beobachter kurz vor dem EH eines SL stehe? Ich tauche sozusagen ein: http://www.tempolimit-lichtgeschwindigkeit.de/expeditionsl/expeditionsl.html

Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
Nun nochmal zur Uhr, die auch nach Deinen Worten am Ereignishorizont zum Stillstand kommt.

Man muß hier genau sein: Die Signale (oder Photonen), die die Uhr aussendet, erwecken bei uns den Eindruck eines asymptotischen Einfrierens, wenn sie unendlich nah am EH versendet wurden.

Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
Wenn nun die Frequenz eines jeden Teilchens am Ereignishorizont für uns Außenstehenden gegen Null läuft, so läuft auch die Energie eines jeden Teilchens am Ereignishorizont gegen Null. Wie Du auch weißt, ist Energie gleich Masse mal Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat. Wenn ein jedes Teilchen am Ereignishorizont keine Energie hat, hat es auch keine Masse. Demnach kann für uns Außenstehenden niemals Masse in ein Schwarzes Loch fallen, weil dort keine Masse / Energie ankommt.

Nö, das ist falsch. Der Fehler liegt u.a. darin, daß Du die Materiefrequenz (de Broglie) verwechselst mit der Frequenz der abgestrahlten Signale, die wir beobachten. Ein Photon z.B. hat keine Masse, die Uhr, die es gesendet hat, aber schon.

Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Deine Rechnung ist falsch. Ich habe sie nicht auf einfache Fehler überprüft, was aber sicher falsch ist, ist der Kepler-Ansatz. Gilt ja schon bei der Präzession des Merkur nicht mehr. Bei zwei engen SL sind die relativistischen "Korrekturen" sogar absolut entscheidend.
Das mein Ansatz falsch ist, weil ich die relativistischen "Korrekturen" nicht eingerechnet habe, ist mir durchaus bewusst. Ohne mich nun wieder in Deine Links zu vertiefen, denke ich mal, dass das nur für Dich deutlich schlechter werden würde.

Tja, falsch gedacht.

Weiß nicht, ob ich Zeit und Lust dazu habe morgen, schaun wir mal. Ebenso Dein absolut absurder Versuch mit den Logitudinalwellen ...
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Beitrag(#2120080) Verfasst am: 30.12.2017, 13:51    Titel: Antworten mit Zitat

Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Auch andere Deiner früheren Behauptungen, z.B. GW seien longitudinale Druckwellen, sind durch die Messung endgültig widerlegt.

Schau mal, was ich auf der Seite https://de.wikipedia.org/wiki/Gravitationswelle gefunden habe:

Darunter steht: “Zweidimensionale Betrachtung von Gravitationswellen, die von zwei einander umkreisenden Neutronensternen ausgesandt werden.“ Finde ich persönlich echt lustig. Weil es keine zweidimensionale Betrachtung, sondern eine dreidimensionale Darstellung ist.

Ja, die dritte Dimension wird hier für die Amplitude der GW verwendet. Die Ausbreitung wird dagegen nur in der Spiralebene gezeigt. In Wirklichkeit breiten sich die GW teilweise auch oberhalb und unterhalb dieser Ebene aus. Man sieht das etwa in dieser Variante besser:
https://www.youtube.com/watch?v=acHmN2MlJQQ&list=PLSYkic-CsfSEuocX5Aga_42XIhNR_IEiq

Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
Versuche Dir das Bild mal in echten 2 Dimensionen darzustellen. Sieht irgendwie aus wie hier:

Habe ich als Longitudinalwelle auf https://de.wikipedia.org/wiki/Transversalwelle gefunden und passt deutlich besser zu den Gravitationswellen.

Nee, das ist leider komplett daneben. Die Ausbreitung ist natürlich (in etwa) radial, aber die Schwingungsrichtung ist transversal - ähnlich wie bei einer elektromagnetischen Welle (Licht). Das verwechselst Du schon seit mehreren Jahren. Die Schwingungsrichtung (also die Richtung, in die die Metrik lokal gestaucht und gestreckt wird) ist in den Videos gar nicht dargestellt. Es ist also so: die Welle kommt vom Ursprung auf uns zu, aber die Auslenkung der Raumzeit geschieht in zwei Richtungen senkrecht zur Ausbreitungsrichtung - weswegen wir sie mit den zwei Armen der Detektoren messen können.
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Beitrag(#2120096) Verfasst am: 30.12.2017, 17:54    Titel: Antworten mit Zitat

Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
Nun hatte ich die Berechnungen für einen außenstehenden Beobachter ausgeführt. Ich hatte die Frequenz genommen, die wir außenstehenden Beobachter mit unseren Geräten auf der Erde gemessen haben. In der Eigenzeit der beiden Objekte sind die Vorgänge natürlich wesentlich schneller abgelaufen. Damit war die Umlauffrequenz der beiden Objekte deutlich höher und deren Abstand war deutlich geringer, als von mir berechnet. Damit hätte die Verschmelzung der beiden Ereignishorizonte noch früher beginnen müssen. Was die Sache für Dich ja wesentlich schlechter macht. Ich denke daher mal, dass Du da nicht daran rumrühren willst, sondern das einfach so hinnimmst. Gern kannst Du natürlich auch die Berechnungen korrigieren und uns dann hier präsentieren. Erschrecke Dich aber nicht, wenn Du die Ergebnisse siehst.

Deine falschen Rechnungen korrigierst Du mal lieber selber. Bedenke unter anderem, daß Du sehr viele relativistische Korrekturen machen mußt, nicht nur die Zeitdilatation, sondern vor allem die Kepler-Korrekturen bei der in dem erzeugenden Binärsystem.

Weiter oben wurde von sponor bereits ein Paper gepostet, das relativistische Berechnungen für ein Binärsystem in höherer Ordnung analytisch durchführt:
https://link.springer.com/article/10.12942/lrr-2014-2

Noch genauer geht es numerisch, z.B. hier:
https://arxiv.org/abs/gr-qc/0511048
https://arxiv.org/abs/gr-qc/0511103

Das sind die Kurven und Frequenzen, die vor ~10 Jahren berechnet und jetzt mit den experimentellen Daten von LIGO verglichen wurden.
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Beitrag(#2120101) Verfasst am: 30.12.2017, 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
Hallo step,
hallo Forum,

Dir und den anderen Lobbyisten erst mal meinen ganz aufrichtigen Respekt und Glückwunsch zum Nobelpreis. Ihr habt wirklich gute Arbeit geleistet. Solange alle mundtot gemacht, bis Ihr den Nobelpreis erhalten habt. Das meine ich ganz ohne Ironie. Gut, der Nobelpreis für die Entdeckung von Gravitationswellen von 2 verschmelzenden Schwarzen Löchern wirft die Menschheit mindestens um eine Wissenschaftsgeneration zurück. Was soll´s? Wäre die Menschheit jetzt weiter, wenn man damals Kolumbus 20 Jahre früher geglaubt hätte, dass die Welt keine Kugel ist? Er ist gegen die etablierte Wissenschaft auch nicht angekommen. Das ist der Lauf der Welt. Da beklage ich mich auch nicht. Also, ehrlicher Glückwunsch und Respekt den Lobbyisten.
...


Und schon muss man nicht mehr weiterlesen. Danke für die Zeitersparnis

P.S. Und nein, auch im 15. Jahrhundert war die Kugelform der Erde bekannt

Kolumbus und die etablierte Wissenschaft.

    Kolumbus: die Erde hat den und den Umfang, deshalb kann ich nach Indien segeln.

    Etablierte Wissenschaft: Spinnst, der Wert ist viel zu klein. Du wirst auf hoher See verhungern und verdursten.

Zufälligerweise hat Kolumbus etwas gefunden, daß er nicht gesucht hatte. Santa Maria, Teufel auch.

Eigentlich müßte Bernd seinen Verschwörungsvorwurf jetzt überdenken. Passiert aber nicht, stattdessen fährt er ungerührt in gleicher Tonlage fort.


Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
Das ist wieder mal so typisch für Lobbyisten. ...

Es sei Dir hiermit nochmals versichert, dass mir Verschwörungstheorien direkt am Ar... vorbei gehen.

Du nennst step einen Lobbyisten und sagst gleichzeitig, das sei keine Verschwörungstheorie?



Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
Ich finde es einzig doof, dass es mir nicht gelungen ist, mehr Menschen von meinen Ideen zu überzeugen. Das liegt aber an mir selbst. Das Anliegen ist jedoch auch schwer umzusetzen. Aber die Welt ist, wie sie ist. Von daher gibt es da nichts rumzuheulen. Anderseits ist mir das auch wirklich schei... egal, ob die Welt mich versteht, oder nicht. Was soll´s?

Den Anspruch, mich verständlich zu machen habe ich schon.

Sicher wird es immer Dinge geben, über die man sich nicht einig wird. Dann nehme ich das nächstbeste: kann ich wenigstens den Punkt der Uneinigkeit herausarbeiten? Damit ist schon viel gewonnen, weil auf dem Weg dorthin einiges passieren kann, mit dem ich nicht gerechnet habe. Siehe Kolumbus.
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