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Zeitumstellung
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67%
 67%  [ 113 ]
Mir egal
17%
 17%  [ 30 ]
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 5215

Beitrag(#2090292) Verfasst am: 02.04.2017, 17:25    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:

Da werden nur Zeitmeßgeräte umgestellt.


Mißt man wirklich "die Zeit"? Oder vergleicht man eigentlich nur sich periodisch wiederholende Abläufe mit solchen, die sich nicht wiederholen? Aber es ist schon richtig. Man stellt nicht die Zeit um, sondern versucht, unser Zeitempfinden umzustellen, zumindest das, was daran soziale Konvention ist. Und da das nicht bei allen gut und reibungslos funktioniert, gibt es eben zweimal im Jahr Beschwerden.
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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

Friedrich Nietzsche
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astarte
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 36497

Beitrag(#2090294) Verfasst am: 02.04.2017, 17:52    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:

vrolijke hat folgendes geschrieben:

Ich denke, die meiste Arbeitnehmer haben Gleitzeit.

Das denke ich nicht, und wenn, wird das nicht in großem Umfang heißen, dass der Arbeitnehmer seine Arbeitszeit frei schieben kann.



Das habe ich dazu gefunden:

Zitat:
Im Jahr 2010 hatten 36% aller Beschäftigten über 15 Jahre
flexible Arbeitszeitregelungen. Rund ein Viertel der Beschäftigten
konnte Arbeitszeitkonten nutzen, gut 10% konnten
über eine Gleitzeitregelung Beginn und Ende ihrer täglichen
Arbeit an ihre privaten Belange anpassen. Knapp 60% der
Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen hatten starre Arbeitszeitregelungen
mit festem Arbeitsbeginn und -ende

Jo und da siehst du 60 % sind "die Meisten" und die können gar nicht schieben, Arbeitszeitkonten usw laufen auch nicht vorrangig nach persönlichem Bedarf. Alles mit Kunden, Patienten, Dienstleistung läuft nach deren Bedarf, nicht nach dem AN! Und so bleiben 10 % die dann tatsächlich nach ihren privaten Bedürfnissen halbwegs entscheiden können. Die haben aber vllt auch noch andere Faktoren, Familie, Öffnungszeiten von Kinderbetreuung, usw, die sie berücksichtigen müssen.

Ich behaupte nicht, dass die Sommerzeit nur Vorteile hat. Kleine und auch größere Kinder zB sind bestimmt oft schwer ins Bett zu kriegen, wenn es noch lange hell ist - und morgens raus, wenn es noch dunkel ist. Und sonstige bestimmt hier schon genannten Probleme.

Dass jemand, der sich am Besten frei einteilen kann, wie er den Tag gestaltet, aber denjenigen, die sich über eben doch vorhandene Vorteile freuen, vorzuwerfen, sie wären ja nur Spaßgesellschaft und Biergartengäste, find ich etwas aber dreist.
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Die einen kennen mich, die anderen können mich.
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 5215

Beitrag(#2090296) Verfasst am: 02.04.2017, 18:11    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:

Dass jemand, der sich am Besten frei einteilen kann, wie er den Tag gestaltet, aber denjenigen, die sich über eben doch vorhandene Vorteile freuen, vorzuwerfen, sie wären ja nur Spaßgesellschaft und Biergartengäste, find ich etwas aber dreist.


Ach ja? Nur habe ich von den Befürwortern noch keine anderen "Argumente" gehört. Dafür kann nun ich nichts. Fest steht, daß die Sommerzeit eingeführt wurde, um Energie zu sparen. Das ist gescheitert. Also gehört sie wieder abgeschafft, und zwar seit über 30 Jahren schon. So einfach ist das.
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astarte
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 36497

Beitrag(#2090302) Verfasst am: 02.04.2017, 19:11    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:

Dass jemand, der sich am Besten frei einteilen kann, wie er den Tag gestaltet, aber denjenigen, die sich über eben doch vorhandene Vorteile freuen, vorzuwerfen, sie wären ja nur Spaßgesellschaft und Biergartengäste, find ich etwas aber dreist.


Ach ja?

Ja.
"Ich finds unsinnig, weil es für mich keine Vorteile hat, und was es anderen nutzt ist mir doch egal", find ich jetzt auch nicht so überzeugend. Und das nicht Erreichen eines Einführungsgrundes ist noch kein Argument, etwas abzuschaffen, was eben schon besteht.

Zitat:

Nur habe ich von den Befürwortern noch keine anderen "Argumente" gehört. Dafür kann nun ich nichts. Fest steht, daß die Sommerzeit eingeführt wurde, um Energie zu sparen. Das ist gescheitert. Also gehört sie wieder abgeschafft, und zwar seit über 30 Jahren schon. So einfach ist das.

Ach ja? Lachen
Das widerholst du mantramäßig. Dass viele Menschen abends zB noch Sport treiben können, und mehr Tageslicht bekommen, HAT definitiv gesundheitliche Vorteile für Gesundheit, Immunsystem, Vitamin D Produktion und gegen Depression. Ein Argument ist eins, auch wenn du es nicht lesen magst.

Und wer nicht gut damit klar kommt, der kann sich vorbereiten. Ich denke es ist auch Einstellungssache, Der wieder dunklere Morgen ist vorübergehend. Frische Luft und Bewegung helfen, die Uhr Samstags schon umzustellen und Sonntags früher aufzustehen auch. Es gibt jede Menge Dinge, die schädlicher sind, als dieser Mini-Jatlag. Nachts viel Licht und tagsüber wenig übers ganze Jahr übrigens auch.

(edit: korrektur)
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Despiteful
Freizeit-Schizo



Anmeldungsdatum: 26.03.2017
Beiträge: 137

Beitrag(#2090305) Verfasst am: 02.04.2017, 19:22    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
Und das nicht Erreichen eines Einführungsgrundes ist noch kein Argument, etwas abzuschaffen, was eben schon besteht.

Doch, schon, wenn es der wesentliche Einführungsgrund gewesen ist und wie in diesem Fall auch noch Aufwand bedeutet, defintitiv.
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 5215

Beitrag(#2090308) Verfasst am: 02.04.2017, 19:28    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:

"Ich finds unsinnig, weil es für mich keine Vorteile hat, und was es anderen nutzt ist mir doch egal", find ich jetzt auch nicht so überzeugend.


Nur, daß das nicht mein Argument ist.

astarte hat folgendes geschrieben:

Und das nicht Erreichen eines Einführungsgrundes ist noch kein Argument, etwas abzuschaffen, was eben schon besteht.


Nein, findest du nicht? Das ist die Absage an jede rationale Politik. Was kümmert mich meine Begründung von gestern? Dobrindt macht das ähnlich. Man führt eine Maut ein, mit der Begründung, sie brächte Geld von ausländischen Autofahrern, während sie die Einheimischen nichts kostet. Und wenn diese Effekte nicht eintreten (was man auch hier schon vorher weiß)? Macht nichts! Denke ich mir halt so lange neue Ausreden aus, bis keiner mehr fragt. Kontrafaktische Politik! Wie zeitgemäß!
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 5215

Beitrag(#2090310) Verfasst am: 02.04.2017, 19:30    Titel: Antworten mit Zitat

Despiteful hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
Und das nicht Erreichen eines Einführungsgrundes ist noch kein Argument, etwas abzuschaffen, was eben schon besteht.

Doch, schon, wenn es der wesentliche Einführungsgrund gewesen ist und wie in diesem Fall auch noch Aufwand bedeutet, defintitiv.


Es war nicht der wesentliche Grund, sondern, zumindest nach außen hin, der einzige. zwinkern
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astarte
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 36497

Beitrag(#2090314) Verfasst am: 02.04.2017, 20:06    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:

"Ich finds unsinnig, weil es für mich keine Vorteile hat, und was es anderen nutzt ist mir doch egal", find ich jetzt auch nicht so überzeugend.
Nur, daß das nicht mein Argument ist.

Da, worauf ich geantwortet habe, schon:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Was nun an der "Sommerzeit" gut sein soll, ist mir nicht ganz klar.
Mittag ist, wenn die Sonne im Zenit steht.
Anstatt an der "Zeit zu drehen", kann man seine "Aufstehgewohnheit" anpassen. Das kann jeder individuell machen.
Soisses!

Also es iss nach dir so, dass der Vorteil dir nicht klar ist, und gleichzeitig ignorierst du die genannten Vorteile - genau das schreib ich.
Und "man" doch seine Gewohnheiten ändern könne, damit man abends mehr Licht bekommt. Nein, so isses eben nicht.

------
Marcellinus hat folgendes geschrieben:

astarte hat folgendes geschrieben:

Und das nicht Erreichen eines Einführungsgrundes ist noch kein Argument, etwas abzuschaffen, was eben schon besteht.
Nein, findest du nicht? Das ist die Absage an jede rationale Politik. Was kümmert mich meine Begründung von gestern? Dobrindt macht das ähnlich. Man führt eine Maut ein, mit der Begründung, sie brächte Geld von ausländischen Autofahrern, während sie die Einheimischen nichts kostet. Und wenn diese Effekte nicht eintreten (was man auch hier schon vorher weiß)? Macht nichts! Denke ich mir halt so lange neue Ausreden aus, bis keiner mehr fragt. Kontrafaktische Politik! Wie zeitgemäß!

Die Maut bringt nach dem was ich gelesen habe, nicht nur kein Plus, sie bringt minus!

Also was sind denn die Vorteile, wenn die Sommerzeit wieder abgeschafft würde? Und was kostet das zurück rudern? Was bringt es für Nachteile?
Das müsste schon aufgezählt werden, damit ich überzeugt werde, gegen meine Interessen für Abschaffung zu sein.
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Despiteful
Freizeit-Schizo



Anmeldungsdatum: 26.03.2017
Beiträge: 137

Beitrag(#2090322) Verfasst am: 02.04.2017, 20:25    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Despiteful hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
Und das nicht Erreichen eines Einführungsgrundes ist noch kein Argument, etwas abzuschaffen, was eben schon besteht.

Doch, schon, wenn es der wesentliche Einführungsgrund gewesen ist und wie in diesem Fall auch noch Aufwand bedeutet, defintitiv.


Es war nicht der wesentliche Grund, sondern, zumindest nach außen hin, der einzige. zwinkern

Eine VT? Ich bin ganz Ohr... Sehr glücklich
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 5215

Beitrag(#2090326) Verfasst am: 02.04.2017, 20:47    Titel: Antworten mit Zitat

Despiteful hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Despiteful hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
Und das nicht Erreichen eines Einführungsgrundes ist noch kein Argument, etwas abzuschaffen, was eben schon besteht.

Doch, schon, wenn es der wesentliche Einführungsgrund gewesen ist und wie in diesem Fall auch noch Aufwand bedeutet, defintitiv.


Es war nicht der wesentliche Grund, sondern, zumindest nach außen hin, der einzige. zwinkern

Eine VT? Ich bin ganz Ohr... Sehr glücklich


Soweit ich informiert bin, war den deutschen Behörden schon vor der Einführung klar, daß das nichts bringt, wie den Bürokraten in der damaligen DDR übrigens auch. Aber offenbar sah man sich durch eigene Ankündigungn unter Zugzwang gesetzt. Außerdem erwartete man offenbar zumindest einen "volkspädagogischen" Effekt, eine Stärkung des Bewußtseins für die Notwendigkeit von Energiesparmaßnahmen.

Nun werden wir den Irrsinn nicht wieder los. Stattdessen werden ständig neue Begründungen nachgeschoben, wie auch hier, wenn man zB fordert, es müssen mit der Abschaffung nun seinerseits ein Vorteil verbunden sein, ein Kriterium, daß die Einführung nachweislich nicht erfüllte. Der Vergleich mit der Maut ist meiner Ansicht nach recht passend. Auch die Sommerzeit hat ja nicht nur keine Einsparungen gebracht, sondern zusätzliche Kosten. Und auch bei der Maut wird es sicherlich nachträglich gute Gründe geben, wenn die ursprünglichen erwartungsgemäß scheitern. Und wenn nicht, bleibt ja noch die Totschlag-Forderung, man möge bitteschön Gründe liefern, warum man die Maut wieder abschaffen solle, jetzt, wo man sie schon einmal habe. Lachen
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, Postfeminist



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2090329) Verfasst am: 02.04.2017, 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:

Dass jemand, der sich am Besten frei einteilen kann, wie er den Tag gestaltet, aber denjenigen, die sich über eben doch vorhandene Vorteile freuen, vorzuwerfen, sie wären ja nur Spaßgesellschaft und Biergartengäste, find ich etwas aber dreist.


Ach ja? Nur habe ich von den Befürwortern noch keine anderen "Argumente" gehört. Dafür kann nun ich nichts. Fest steht, daß die Sommerzeit eingeführt wurde, um Energie zu sparen. Das ist gescheitert. Also gehört sie wieder abgeschafft, und zwar seit über 30 Jahren schon. So einfach ist das.



Vielleicht man ja auch bemerkt, dass die Sommerzeit noch andere Vorteile hat, die bei der Einfuehrung gar nicht zur Begruendung herangezogen wurden und will auf diese anderen Vorteile nicht mehr verzichten, auch wenn sich der eigentliche Grund fuer die Einfuehrung vielleicht als nicht stichhaltig erwiesen hat.

Ich z.B. moechte auf die Stunde laenger hell im Sommer abends nicht mehr verzichten, voellig egal ob die Sommerzeit unterm Strich Energieeinsparung bringt oder nicht!
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 5215

Beitrag(#2090331) Verfasst am: 02.04.2017, 21:15    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:

Dass jemand, der sich am Besten frei einteilen kann, wie er den Tag gestaltet, aber denjenigen, die sich über eben doch vorhandene Vorteile freuen, vorzuwerfen, sie wären ja nur Spaßgesellschaft und Biergartengäste, find ich etwas aber dreist.


Ach ja? Nur habe ich von den Befürwortern noch keine anderen "Argumente" gehört. Dafür kann nun ich nichts. Fest steht, daß die Sommerzeit eingeführt wurde, um Energie zu sparen. Das ist gescheitert. Also gehört sie wieder abgeschafft, und zwar seit über 30 Jahren schon. So einfach ist das.



Vielleicht man ja auch bemerkt, dass die Sommerzeit noch andere Vorteile hat, die bei der Einfuehrung gar nicht zur Begruendung herangezogen wurden und will auf diese anderen Vorteile nicht mehr verzichten, auch wenn sich der eigentliche Grund fuer die Einfuehrung vielleicht als nicht stichhaltig erwiesen hat.

Ich z.B. moechte auf die Stunde laenger hell im Sommer abends nicht mehr verzichten, voellig egal ob die Sommerzeit unterm Strich Energieeinsparung bringt oder nicht!


Ja, du! Daß die Mehrzahl der Deutschen das seit Jahren anders sieht, stört dich dabei offenbar nicht. Nun, für die Maut werden sich auch nachträglich Gründe finden, wenn man nur lange genug sucht. Vielleicht stellt ja auch irgendjemand fest, daß Begründungen eh überschätzt werden.
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Despiteful
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Anmeldungsdatum: 26.03.2017
Beiträge: 137

Beitrag(#2090332) Verfasst am: 02.04.2017, 21:15    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:

Soweit ich informiert bin, war den deutschen Behörden schon vor der Einführung klar, daß das nichts bringt, wie den Bürokraten in der damaligen DDR übrigens auch. Aber offenbar sah man sich durch eigene Ankündigungn unter Zugzwang gesetzt. Außerdem erwartete man offenbar zumindest einen "volkspädagogischen" Effekt, eine Stärkung des Bewußtseins für die Notwendigkeit von Energiesparmaßnahmen.

Entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass die Leute heute eine Stunde früher verschlafen in ihren SUV steigen, aus oben genannten Gründen. Dafür sind die dann besser geschützt bei Wildunfällen, so gleicht sich im Leben alles aus. Lachen

Könnte man jetzt auch mal ernsthaft anführen, ob die marginalen gesundheitlichen Vorteile durch eine Stunde länger Licht tatsächlich fehlende Tiefschlafphasen usw. durch Frühaufstehen ausgleichen... zwinkern
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 34560
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Beitrag(#2090337) Verfasst am: 02.04.2017, 22:36    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:

Dass jemand, der sich am Besten frei einteilen kann, wie er den Tag gestaltet, aber denjenigen, die sich über eben doch vorhandene Vorteile freuen, vorzuwerfen, sie wären ja nur Spaßgesellschaft und Biergartengäste, find ich etwas aber dreist.


Ach ja? Nur habe ich von den Befürwortern noch keine anderen "Argumente" gehört. Dafür kann nun ich nichts. Fest steht, daß die Sommerzeit eingeführt wurde, um Energie zu sparen. Das ist gescheitert. Also gehört sie wieder abgeschafft, und zwar seit über 30 Jahren schon. So einfach ist das.



Vielleicht man ja auch bemerkt, dass die Sommerzeit noch andere Vorteile hat, die bei der Einfuehrung gar nicht zur Begruendung herangezogen wurden und will auf diese anderen Vorteile nicht mehr verzichten, auch wenn sich der eigentliche Grund fuer die Einfuehrung vielleicht als nicht stichhaltig erwiesen hat.

Ich z.B. moechte auf die Stunde laenger hell im Sommer abends nicht mehr verzichten, voellig egal ob die Sommerzeit unterm Strich Energieeinsparung bringt oder nicht!


Ja, du! Daß die Mehrzahl der Deutschen das seit Jahren anders sieht, stört dich dabei offenbar nicht. Nun, für die Maut werden sich auch nachträglich Gründe finden, wenn man nur lange genug sucht. Vielleicht stellt ja auch irgendjemand fest, daß Begründungen eh überschätzt werden.



Wieso sollte mich das stoeren, wenn ich die spaete Abendsonne geniesse? Schulterzucken
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 25905

Beitrag(#2090340) Verfasst am: 02.04.2017, 23:22    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Daß die Mehrzahl der Deutschen das seit Jahren anders sieht, stört dich dabei offenbar nicht.


Dann gehören die Deutschen, die ich kenne, nicht zur Mehrheit. Die, die ich kenne, meckern im Frühjahr über die Zeitumstellung und geniessen im Sommer die langen Abende.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 34560
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2090342) Verfasst am: 02.04.2017, 23:28    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Daß die Mehrzahl der Deutschen das seit Jahren anders sieht, stört dich dabei offenbar nicht.


Dann gehören die Deutschen, die ich kenne, nicht zur Mehrheit. Die, die ich kenne, meckern im Frühjahr über die Zeitumstellung und geniessen im Sommer die langen Abende.


Zumal es ja Deutsche gibt, die grundsaetzlich ueber alles meckern. Die meckern vielleicht jetzt ueber die Zeitumstellung werden aber genauso darueber meckern, falls das wieder abgeschafft werden sollte. Ich glaube nicht, dass man diese "Wutbuerger" serioeserweise mitzaehlen kann (gilt auch fuer andere Fragen)... Sehr glücklich
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 18675
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2090351) Verfasst am: 03.04.2017, 08:33    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Daß die Mehrzahl der Deutschen das seit Jahren anders sieht, stört dich dabei offenbar nicht.


Dann gehören die Deutschen, die ich kenne, nicht zur Mehrheit. Die, die ich kenne, meckern im Frühjahr über die Zeitumstellung und geniessen im Sommer die langen Abende.

Geht mir genauso. Hier hätte ich jetzt auch nach Marcellinus' Quelle gefragt.

Mir geht es eher so, dass ich beide Umstellungen gerne ein Stück näher in Richtung Winter rücken würde.
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
....

astarte hat folgendes geschrieben:

Und das nicht Erreichen eines Einführungsgrundes ist noch kein Argument, etwas abzuschaffen, was eben schon besteht.


Nein, findest du nicht? Das ist die Absage an jede rationale Politik....

Nein. Nämlich dann nicht, wenn man den Effekt der Maßnahme nach ihrem Greifen anders bewertet, so dass man sie wieder, aber aus anderen Gründen durchführen würde.

astarte hat folgendes geschrieben:
....
Also was sind denn die Vorteile, wenn die Sommerzeit wieder abgeschafft würde? Und was kostet das zurück rudern? Was bringt es für Nachteile?
....

Der Vorteil wäre der Wegfall der Umstellungen. Die Organisation der Umstellungen selbst dürfte heute nicht mehr viel kosten, weil die schon lange steht. Ein Abschaffen würde keine Kosten verursachen, wenn alle es machten, ansonsten haben wir wieder organisatorischen Aufwand. Wenn alle es machten, würde man einfach die Frühjahrsumstellung auslassen.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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Critic
oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 13848
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#2090359) Verfasst am: 03.04.2017, 11:02    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Daß die Mehrzahl der Deutschen das seit Jahren anders sieht, stört dich dabei offenbar nicht.


Dann gehören die Deutschen, die ich kenne, nicht zur Mehrheit. Die, die ich kenne, meckern im Frühjahr über die Zeitumstellung und geniessen im Sommer die langen Abende.


Dann gibt es natürlich auch die Leute - nicht nur Kinder -, denen es schwer fällt, ins Bett zu gehen, wenn es draußen hell ist. Denen kann es fürchterlich auf den Geist gehen, wenn es im Sommer u.U. erst um Mitternacht dunkel wird.


luc hat folgendes geschrieben:
Ich verstehe nicht ganz. Ich habe nie Probleme mit der Zeitumstellung gehabt. Ich schlafe immer sehr gut und ohne mich zu quälen. Bin ich ein Zombie?


Wie gesagt, scheint es auch je nach den Bedingungen leichter oder schwerer zu fallen. Ich habe ja in den letzten Jahren immer geschrieben, ich war halt über die Zeitumstellung hinaus wach und hätte insofern bei jeder Zeitumstellung "gewonnen". Die "Nachtaktivität" (wenn es mir auch eigentlich leichter fällt, nachts bis vier Uhr aufzusitzen als morgens um sechs Uhr aufzustehen) hatte aber damit wohl weniger zu tun - sondern eher, weil ich die Bettzeit bzw. die Aufstehzeit "nach Gefühl" gewählt hatte: man geht halt ins Bett oder steht auf, wie man sich fühlt. (So ein Schläfchen tagsüber kann auch mal was Feines sein.) Diesmal habe ich das wohl falsch gehandhabt: gerade sonntags früh aufzustehen zwecks irgendwelcher Tätigkeiten ist von Übel Nein, so geht das nicht!.
_________________
"Die Pentagon-Gang wird in der Liste der Terrorgruppen geführt"

Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

"Wahrheit läßt sich nicht zeigen, nur erfinden." (Max Frisch)
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