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Die Kirchentagsplage

 
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Herr Gü
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Anmeldungsdatum: 03.09.2010
Beiträge: 39

Beitrag(#1534402) Verfasst am: 05.09.2010, 22:13    Titel: Die Kirchentagsplage Antworten mit Zitat

Echt gut! Lachen

Zitat:


Die Kirchentagsplage


Kirchentage sind Festivals der guten Taten. Bei einem gewöhnlichen Evangelischen Kirchentag in Deutschland kommen im Schnitt 40 Hilfswillige auf einen Rollstuhlfahrer. Überfallkommandos sind das. Ohne bösen Hintersinn, im Gegenteil. Das weiß auch der Betroffene. Aber das sind immerhin 80 Hände, die den Hilflosen ohne Unterlaß befingern, als ginge Erlösung von seiner Berührung aus. Das sind 80 unkoordinierte Beine und Füße, die in widerstrebende Richtungen ziehen und zerren, so daß der Rollstuhl nicht um einen Meter vom Fleck kommt. Das sind 40 teilnahmsvoll lärmende Münder, die dem unfreiwillig Betreuten mit gurrenden Lauten in den Ohren liegen, um auch seine entferntesten Wünsche noch herauszuquetschen, die zu erfüllen man von weither angereist sei. Überschäumende Beweise der samariterlichen Nächstenliebe, die nicht ohne verblüffende Wirkung bleiben. Manch wundersame Heilung trug sich abseits der Fernsehberichterstattung zu, wenn so einem fürsorglich belagerten Querschnittsgelähmten aus Ohnmacht und Wut die Adern schwollen, die Kräfte wieder in die Beine schossen und er – für die Hilfswilligen »plötzlich und unerwartet«, wie sie in der Sprache der Todesanzeigen das neuerwachte Leben kommentierten – die großkarierte Caritasdecke von den Knien warf, aus seinem Rollstuhl aufsprang und mit einem lauten »Hilfe!« davonrannte. Freilich auf die Gefahr hin, tatsächlich als Hilfesuchender mißverstanden zu werden und erneut in die Hände weither angereister und durch nichts irritierbarer Christenmenschen zu fallen.

http://www.sopos.org/aufsaetze/4c5e9cf52f93b/1.phtml
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Nordseekrabbe
linker Autist



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 31150
Wohnort: Dresden

Beitrag(#1534406) Verfasst am: 05.09.2010, 22:16    Titel: Antworten mit Zitat

Herr Gü, gibt es eigentlich auch eine Frau Gü?
_________________
Autismus macht kein Urlaub.
"Seid unbequem. Seid Sand, nicht Öl im Getriebe der Welt." (Günter Eich)
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Herr Gü
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Anmeldungsdatum: 03.09.2010
Beiträge: 39

Beitrag(#1534407) Verfasst am: 05.09.2010, 22:19    Titel: Antworten mit Zitat

Klar gibt es die.
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Herr Gü
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Anmeldungsdatum: 03.09.2010
Beiträge: 39

Beitrag(#1534469) Verfasst am: 05.09.2010, 23:18    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Manch wundersame Heilung trug sich abseits der Fernsehberichterstattung zu, wenn so einem fürsorglich belagerten Querschnittsgelähmten aus Ohnmacht und Wut die Adern schwollen, die Kräfte wieder in die Beine schossen und er – für die Hilfswilligen »plötzlich und unerwartet«, wie sie in der Sprache der Todesanzeigen das neuerwachte Leben kommentierten – die großkarierte Caritasdecke von den Knien warf, aus seinem Rollstuhl aufsprang und mit einem lauten »Hilfe!« davonrannte. Freilich auf die Gefahr hin, tatsächlich als Hilfesuchender mißverstanden zu werden und erneut in die Hände weither angereister und durch nichts irritierbarer Christenmenschen zu fallen.


Das ist einfach zu gut! Lachen
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Zoff
Sternenstaub



Anmeldungsdatum: 24.08.2006
Beiträge: 21441
Wohnort: Frankfurt

Beitrag(#1534475) Verfasst am: 05.09.2010, 23:23    Titel: Antworten mit Zitat

Herr Gü hat folgendes geschrieben:
(..)

Das ist einfach zu gut! Lachen


Das hattest Du bereits zitiert.
_________________
Wenn ich eine Welt wie Gott geschaffen hätte, wäre ich auch weggezogen. (Federico Fellini)

Tried again, failed again,
no matter.
Try again, fail again,
fail better.
(Samuel Beckett)
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Loke
der Lästerer



Anmeldungsdatum: 01.09.2010
Beiträge: 723

Beitrag(#1534538) Verfasst am: 06.09.2010, 00:27    Titel: Antworten mit Zitat

Na das ist echt fies, Kirchen da zu kritisieren, wo sie Gutes tun.
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Zoff
Sternenstaub



Anmeldungsdatum: 24.08.2006
Beiträge: 21441
Wohnort: Frankfurt

Beitrag(#1534580) Verfasst am: 06.09.2010, 02:26    Titel: Antworten mit Zitat

Loke hat folgendes geschrieben:
Na das ist echt fies, Kirchen da zu kritisieren, wo sie Gutes tun.


Was ist denn bitte gut daran, dem Rest der Welt brutalstmöglich auf die Nerven zu gehen?
_________________
Wenn ich eine Welt wie Gott geschaffen hätte, wäre ich auch weggezogen. (Federico Fellini)

Tried again, failed again,
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Try again, fail again,
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(Samuel Beckett)
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, Postfeminist



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 35582
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#1534598) Verfasst am: 06.09.2010, 04:40    Titel: Antworten mit Zitat

Loke hat folgendes geschrieben:
Na das ist echt fies, Kirchen da zu kritisieren, wo sie Gutes tun.


Naja....manchmal fuehrt zuviel "Hilfsbereitschaft" auch zu verheerenden Resultaten. Als ich meinen Zivildienst in einer Behindertenwerkstatt antrat wurde ich von einem Rollstuhlfahrer dazu eingeladen, mir Heidelberg einen Tag lang aus seiner Perspektive anzuschauen als ich ihn kritisierte, weil er ziemlich extrem ueber bestimmte Mitmenschen herzog, die ihm mit ihrer "Hilfsbereitschaft" genauso extrem auf die Nerven gehen.

Wir machten aus, dass ich mich in einen Rollstuhl aus unserer Werkstatt reinsetze und zusammen mit ihm mit der Strassenbahn in die Innenstadt fahre, ohne auch bloss ein einziges Mal aufzustehen und mir wie er stattdessen von Passanten bzw. Strassenbahnfahrern helfen zu lassen, wo es nicht anders geht. Am Abend verstand ich ihn dann etwas besser.

Ganz konkret musste ich z.B. erleben, als ich an einer Strassenbahnhaltestelle den Fahrplan sudierte und einen Passanten nach der genauen Uhrzeit fragte, dass mich der Typ ohne Unterbrechung volllaberte, wie sozial er sei und ohne mich zu fragen auf die andere Strassenseite schob, ohne dass ich eine Chance hatte ihm zu erklaeren, dass ich gar nicht dorthin wollte. Auf der anderen Seite erwartete er wohl, dass ich ihm danke und war pikiert, weil ich ihn bloss veraergert anguckte. Ich musste dann warten bis jemand anders vorbeikam und mich wieder zurueckbrachte, weil die Bordsteine zu hoch waren und ich ansonsten einen Riesenumweg haette machen muessen und so die Strassenbahn verpasst haette. Ja. Zuviel "Hilsbereitschaft" kann ganz gewaltig nerven.
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Stoppt die Bajuwarisierung der Kurpfalz jetzt!
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Evilbert
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Anmeldungsdatum: 16.09.2003
Beiträge: 42408

Beitrag(#1534758) Verfasst am: 06.09.2010, 13:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kenn ähnliches mit Kindern. Großeltern müssen denen stets alles abnehmen, obwohl die das schon längst alleine können.

Echt obernervig.
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Loke
der Lästerer



Anmeldungsdatum: 01.09.2010
Beiträge: 723

Beitrag(#1535036) Verfasst am: 06.09.2010, 20:32    Titel: Antworten mit Zitat

Noseman hat folgendes geschrieben:
Ich kenn ähnliches mit Kindern. Großeltern müssen denen stets alles abnehmen, obwohl die das schon längst alleine können.

Echt obernervig.

Das nennt man 'verwöhnen', habe ich gehört.
Hat meine Oma auch gemacht und ich hab sie trotzdem gern. Ich liebe es...

@beachbernie:
Klar, es wird übertrieben in der Hinsicht. Ich fand es nur falsch, Kirchen deswegen als lächerlich darzustellen, weil auf einem Kirchentag Rollstuhlfahrer übertrieben umsorgt werden. Das wird ja, wie du schon erklärt hast, auch im Alltag so gehandhabt.
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Nordseekrabbe
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Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 31150
Wohnort: Dresden

Beitrag(#1535057) Verfasst am: 06.09.2010, 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

Loke hat folgendes geschrieben:
Noseman hat folgendes geschrieben:
Ich kenn ähnliches mit Kindern. Großeltern müssen denen stets alles abnehmen, obwohl die das schon längst alleine können.

Echt obernervig.

Das nennt man 'verwöhnen', habe ich gehört.


Ich auch. Und so habe ich es als Kind auch empfunden.
Scheinbar hat Nosie also auch als Kind schon gern gearbeitet. zwinkern
_________________
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Evilbert
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Anmeldungsdatum: 16.09.2003
Beiträge: 42408

Beitrag(#1535083) Verfasst am: 06.09.2010, 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Nordseekrabbe hat folgendes geschrieben:
Loke hat folgendes geschrieben:
Noseman hat folgendes geschrieben:
Ich kenn ähnliches mit Kindern. Großeltern müssen denen stets alles abnehmen, obwohl die das schon längst alleine können.

Echt obernervig.

Das nennt man 'verwöhnen', habe ich gehört.


Ich auch. Und so habe ich es als Kind auch empfunden.
Scheinbar hat Nosie also auch als Kind schon gern gearbeitet. zwinkern



Nein. Als Kind war ich eines von drei Geschwistern und meine Großeltern waren lange vor meiner Einschulung bereits tot.

Das ist eine andere Situation als beispielsweise bei einem Einzel-Scheidungskind, das von allen Seiten (Großeltern, Urgroßeltern, "Elter 2" Lachen ) soviel "abgenommen" kriegt, dass es gar nicht mehr lernen kann, auf eigenen Beinen zu stehen, und stattdessen den Eindruck kriegt, dass alle es bedienen müssen.

Und das nervt mich halt.
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Nordseekrabbe
linker Autist



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 31150
Wohnort: Dresden

Beitrag(#1535088) Verfasst am: 06.09.2010, 21:57    Titel: Antworten mit Zitat

Noseman hat folgendes geschrieben:
Nordseekrabbe hat folgendes geschrieben:
Loke hat folgendes geschrieben:
Noseman hat folgendes geschrieben:
Ich kenn ähnliches mit Kindern. Großeltern müssen denen stets alles abnehmen, obwohl die das schon längst alleine können.

Echt obernervig.

Das nennt man 'verwöhnen', habe ich gehört.


Ich auch. Und so habe ich es als Kind auch empfunden.
Scheinbar hat Nosie also auch als Kind schon gern gearbeitet. zwinkern



Nein. Als Kind war ich eines von drei Geschwistern und meine Großeltern waren lange vor meiner Einschulung bereits tot.

Das ist eine andere Situation als beispielsweise bei einem Einzel-Scheidungskind, das von allen Seiten (Großeltern, Urgroßeltern, "Elter 2" Lachen ) soviel "abgenommen" kriegt, dass es gar nicht mehr lernen kann, auf eigenen Beinen zu stehen, und stattdessen den Eindruck kriegt, dass alle es bedienen müssen.

Und das nervt mich halt.


Das solche Kinder alles in den "Arsch" geschoben bekommen? Bist Du denn dann neidisch?
_________________
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Evilbert
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Anmeldungsdatum: 16.09.2003
Beiträge: 42408

Beitrag(#1535089) Verfasst am: 06.09.2010, 21:58    Titel: Antworten mit Zitat

Nordseekrabbe hat folgendes geschrieben:
Noseman hat folgendes geschrieben:
Nordseekrabbe hat folgendes geschrieben:
Loke hat folgendes geschrieben:
Noseman hat folgendes geschrieben:
Ich kenn ähnliches mit Kindern. Großeltern müssen denen stets alles abnehmen, obwohl die das schon längst alleine können.

Echt obernervig.

Das nennt man 'verwöhnen', habe ich gehört.


Ich auch. Und so habe ich es als Kind auch empfunden.
Scheinbar hat Nosie also auch als Kind schon gern gearbeitet. zwinkern



Nein. Als Kind war ich eines von drei Geschwistern und meine Großeltern waren lange vor meiner Einschulung bereits tot.

Das ist eine andere Situation als beispielsweise bei einem Einzel-Scheidungskind, das von allen Seiten (Großeltern, Urgroßeltern, "Elter 2" Lachen ) soviel "abgenommen" kriegt, dass es gar nicht mehr lernen kann, auf eigenen Beinen zu stehen, und stattdessen den Eindruck kriegt, dass alle es bedienen müssen.

Und das nervt mich halt.


Das solche Kinder alles in den "Arsch" geschoben bekommen? Bist Du denn dann neidisch?


Nein, ganz und gar nicht. Diese Kinder sind arm dran, weil sie es später mal sehr schwer haben werden.
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Loke
der Lästerer



Anmeldungsdatum: 01.09.2010
Beiträge: 723

Beitrag(#1535106) Verfasst am: 06.09.2010, 22:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ja die Kinder die alles in den Arsch geschoben bekommen haben sind die selben, die später Vergewaltigungsvorwürfe machen. Blöde Welt. Lachen

Nein, mal im Ernst. Ich bin mit dir einer Meinung, Noseman, dass es viel falsche Erziehung gibt. Aber das betrifft überhaupt nicht das Thema hier und naja...es gibt viel Schlimmeres als übertriebene Verwöhnung.
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Rasmus
entartet und notorisch gottlos - Ich bin Papst



Anmeldungsdatum: 20.05.2004
Beiträge: 17559

Beitrag(#1535128) Verfasst am: 06.09.2010, 22:44    Titel: Antworten mit Zitat

Loke hat folgendes geschrieben:
Ja die Kinder die alles in den Arsch geschoben bekommen haben sind die selben, die später Vergewaltigungsvorwürfe machen. Blöde Welt. Lachen

Nein, mal im Ernst. Ich bin mit dir einer Meinung, Noseman, dass es viel falsche Erziehung gibt. Aber das betrifft überhaupt nicht das Thema hier und naja...es gibt viel Schlimmeres als übertriebene Verwöhnung.


... die hier aber überhaupt nicht Thema ist.
_________________
Brother Sword of Enlightenment of the Unitarian Jihad
If you ask the wrong questions you get answers like '42' or 'God'.
"Glaubst Du noch oder hüpfst Du schon?"
Sylvia Browne - Wahrsager oder Scharlatan?
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Zoff
Sternenstaub



Anmeldungsdatum: 24.08.2006
Beiträge: 21441
Wohnort: Frankfurt

Beitrag(#1962699) Verfasst am: 06.11.2014, 12:50    Titel: Kirchen sollen ihre Feste selbst zahlen Antworten mit Zitat

Kirchen sollen ihre Feste selbst zahlen

Zitat:
In Münster fordern Aktivisten, dass der geplante Katholikentag nicht von der verschuldeten Stadt subventioniert wird. Kirche und Staat müssen klarer getrennt werden.

Wie die katholische Kirche mit ihrem Vermögen umgeht, ist nicht nur interessant, wenn es um die Verschwendungssucht des ehemaligen Bischof von Limburg, Franz-Peter Tebartz-van Elst, geht. Kritiker fordern immer wieder eine deutlichere Trennung von Kirche und Staat.

Inzwischen auch, wenn der Staat Jahr für Jahr die Kirchen- und Katholikentage fördert. Der evangelische Kirchentag in Dresden im Jahr 2011 wurde etwa zur Hälfte mit Steuergeldern von Bund, Land und Kommunen bestritten. Warum gibt der Staat Geld für die christlichen Kirchen aus, finanziert aber keine Veranstaltungen für andere Religionen? Warum zahlen Konfessionslose mit ihren Steuern die Kirchenveranstaltungen mit?

Im katholischen Münster hat sich nun eine Protestgruppe mit einem öffentlichen Brief an die Abgeordneten des Stadtrats gewandt. Die Gruppe will verhindern, dass die hochverschuldete Stadt den Katholikentag subventioniert, der 2018 in Münster stattfinden soll.

_________________
Wenn ich eine Welt wie Gott geschaffen hätte, wäre ich auch weggezogen. (Federico Fellini)

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Religionskritik-Wiesbaden
homo est creator Dei



Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 8366
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag(#2096742) Verfasst am: 29.05.2017, 00:11    Titel: Kirchentag deutlich weniger Besucher - FAZ Antworten mit Zitat

Zumindest die evangelische Kirche hat bei diesem Kirchentag die starke Säkularisierung der Gesellschaft erfahren 'dürfen',
Aufgrund der trotz tollem Wetter deutlich geringeren Besucherzahlen,
gibt es da auch nichts dran zu deuteln.

Selbst der FAZ ist es aufgefallen:

Zitat:
Mündig bleiben

Was bleibt vom Kirchentag? Er steht für die Stärke der Zivilgesellschaft - aber leidet unter der religiösen Schwäche des Christentums in Deutschland. Seine Anziehungskraft verblasst.

Trotz des Lutherjahres, trotz der Attraktivität der Hauptstadt und trotz Obama kamen statt der erwarteten 140. 000 Teilnehmer nur 106.000. Bei den sogenannten „Kirchentagen auf dem Weg“ in Mitteldeutschland kamen allenfalls die Hälfe der erwarteten Besucher. Und der gemeinsame Plan von Kirche und Kirchentag, die Teilnehmer aller Kirchentage zum Abschluss in Wittenberg zu einem großen Festgottesdienst inklusive Reformations-Picknick zusammenzuführen, ging am Sonntag ebenfalls nicht ganz auf. Weit weniger Besucher als erhofft wollten sich auf das logistisch anspruchsvolle Experiment in der Lutherstadt einlassen. Das millionenteure Hochglanz-Event mit blütenweißer Riesenbühne zeugte auch eher von der Sucht der Kirchenoberen nach öffentlicher Sichtbarkeit als von der evangelischen Auffassung von der Kirche, die sich von unten nach oben aufbaut.

(...)


Quelle:

http://www.faz.net/aktuell/politik/saekularisierung-bedroht-christentum-in-deutschland-15036403.html

Die Berichterstattung über den Kirchentag ist aber schon im richtigen Zeitungsbereich. Kirchentagsberichterstattung findet dort mit Weltmeistern im Steinheben, den Playmateproblemchen dieser Welt, oder anderem dieser Art statt.
Genau da gehören Berichte über Kirchentage, Gottesdienste und der ganze Plunder hin:


Sehr glücklich
_________________
Derzeit ohne Untertitel
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 10065

Beitrag(#2096771) Verfasst am: 29.05.2017, 10:51    Titel: Re: Kirchentag deutlich weniger Besucher - FAZ Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Zitat:
... trotz Obama ....

"trotz" ?

http://lmgtfy.com/?q=Hahne+Kirchentag+Obama
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 5440

Beitrag(#2096772) Verfasst am: 29.05.2017, 10:56    Titel: Re: Kirchentag deutlich weniger Besucher - FAZ Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Zumindest die evangelische Kirche hat bei diesem Kirchentag die starke Säkularisierung der Gesellschaft erfahren 'dürfen',


Dir ist aber nicht entgangen, daß die FAZ mit "Säkularisierung" etwas anderes meint. Zitat:

"Auch diejenigen Menschen, die vom gesellschaftlichen Engagement der Kirchen beeindruckt sind oder selbst daran mitwirken, schlagen dort nur selten geistliche Wurzeln. Kirche und Theologie wirken sprachlos, wenn sie den Zusammenhang zwischen christlichem Engagement und christlicher Überzeugung darlegen sollen. An diesem Punkt wirkt sich die Selbstsäkularisierung der vergangenen Jahrzehnte schlimmer für die Kirche aus alle politischen Einmischungen durch Bischöfe."

(Hervorhebung von mir)
_________________
"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

Friedrich Nietzsche
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