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Armut und Arbeit. Der Rohstoff Angst.
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Dorian
Rangierer



Anmeldungsdatum: 26.03.2013
Beiträge: 761

Beitrag(#1853176) Verfasst am: 20.07.2013, 12:25    Titel: Armut und Arbeit. Der Rohstoff Angst. Antworten mit Zitat

Zitat:
Längst sind US-amerikanische Verhältnisse auch in der bundesdeutschen
Realität angekommen. Die „working poor“ gehören seit 2003, mit Einführung der Agenda
2010, zum Geschäfts- und Erfolgsmodell. Dank der damaligen SPD/Grünen-
Bundesregierung, die damit die Steilvorlage zur weiteren Verschärfung sozialer Demontage
für die aktuelle CDU/FDP-Regierung geliefert hat.

Nach Berechnungen der Nationalen Armutskonferenz bestand 2012 für 15,8 Prozent der
Bevölkerung eine akute Armutsgefährdung. 13 Millionen Menschen verfügen über weniger
als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens. Zurzeit sind das 952 Euro für Alleinstehende.
Deutschland ist zu einem Eldorado für Lohndumping geworden.


Quelle: http://networkedblogs.com/Nafko

Was bedeutet das aber für jene, die noch nicht armutsgefährdet sind? Die Antwort findet sich in der Überschrift des zitierten Beitrags: Die Armut der anderen erzeugt in den Köpfen der Durchschnittsverdiener den "Rohstoff Angst".

Zitat:

Das 21. Jahrhundert scheint, pathologisch betrachtet, neuronal bestimmt zu sein:
Depression, ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom), Borderline-
Persönlichkeitsstörung, Burnout- Syndrom usw. usw. Nicht Infektionen, keine
biologischen Erkrankungen, sondern seelische Zusammenbrüche, „psychische Infarkte“
markieren zusehends die pathologische Landschaft unserer Zeit.

Ganz oben steht die Depression. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) wird sie in nur zehn Jahren die zweithäufigste Volkskrankheit sein. In
Deutschland sind derzeit 5,8 Millionen Menschen betroffen. Das sind sechs Prozent
der Bevölkerung, die stationär behandelt werden müssen. Ihre Zahl hat sich in den
letzten zwanzig Jahren mehr als verdoppelt. Als Gründe für die Zunahme werden
wachsende berufliche Leistungs- und Flexibilitätsanforderungen sowie
unterbrochene Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitslosigkeit genannt.


Was tun? Jeder mag sich da selbst einen Weg suchen. Ich selbst bin seit zehn Jahren aus dem Hamsterrad heraus. Selbstständig, wenig Erwerbsarbeit, geringer Konsum (z. B. kein Auto). Natürlich gibt es Tricks. Ohne die geht es nicht in einer durch und durch tricksenden Gesellschaft.
Mir fällt auf, dass es kaum kompetente User in Foren wie diesem gibt, welche im Hamsterrad laufen.
Woher sollten sie auch die Zeit für Recherchen nehmen?
Deshalb wage ich die These: wer "normal" arbeitet, also eine 40- Stunden Arbeitswoche abdient, kann bei komplexen gesellschaftlichen Themen kaum mit diskutieren. Es sei denn, er ist Geistes- Arbeiter auf einem Gebiet wie Politik, Geschichte oder Ähnlichem. Zudem vermute ich bei etlichen Usern in Netz- Foren eine erhebliche "Klatsche". Besonders die Streitsüchtigen scheinen jene zu sein, welche die Depression in einer ihrer verschiedenen Formen bereits gepackt hat. Nun ja, Trolle kann man ignorieren.
Was mich eher stört, ist die (nicht intelligenz- quotient- bedingte) Inkompetenz Vieler, die sich ausschließlich in den mainstream- Medien "informieren". Oft werden sie sogar sehr böse, wenn man ihnen sagt: "Überlege doch mal, wem Deine Zeitung gehört und wer die Anzeigenkunden sind." Sie spüren in diesem Fall, dass sie sich jahrelang fast blind einer wohl nicht ganz freien Kommentierung des Weltgeschehens hingegeben haben. Das einzugestehen, geht gegen den Stolz. Das verstehe ich. Nur wenige sind so stark, diesen Stolz zu besiegen.
Nur, wenn so viele geistig verarmen: wer geht dann noch auf die Straße, um etwas zu ändern?
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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 34217
Wohnort: Bonn

Beitrag(#1853181) Verfasst am: 20.07.2013, 12:50    Titel: Re: Armut und Arbeit. Der Rohstoff Angst. Antworten mit Zitat

Dorian hat folgendes geschrieben:
Was tun?

Slavoj Zizek: Don't act, just think
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unquest
weißer, privilegierter und heteronormativer Mann



Anmeldungsdatum: 10.10.2010
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Beitrag(#1853183) Verfasst am: 20.07.2013, 12:54    Titel: Re: Armut und Arbeit. Der Rohstoff Angst. Antworten mit Zitat

Dorian hat folgendes geschrieben:
Deshalb wage ich die These: wer "normal" arbeitet, also eine 40- Stunden Arbeitswoche abdient, kann bei komplexen gesellschaftlichen Themen kaum mit diskutieren.

Und ich wage die These, dass auch jener, der keine 40 Stunden in der Woche arbeitet, vor dem Dunning-Kruger-Effekt nicht geschützt ist.
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Tom der Dino
registrierter User



Anmeldungsdatum: 20.07.2011
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Beitrag(#1853184) Verfasst am: 20.07.2013, 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

Frage Wenn du so von der Inkompetenz deiner Mitdiskutanten überzeugt bist, warum schreibst du dann solch einen Beitrag? Hoffst du auf den einen User, der dir "gewachsen" ist? Meinst du, dass kompetente Leute überhaupt mit dir diskutieren wollen, wenn du erstmal pauschal allen anderen Inkompetenz oder gar eine "Klatsche" attestierst?
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Am Anfang war ......das Experiment.
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unquest
weißer, privilegierter und heteronormativer Mann



Anmeldungsdatum: 10.10.2010
Beiträge: 3038
Wohnort: 2311 N. Los Robles Avenue in Pasadena

Beitrag(#1853187) Verfasst am: 20.07.2013, 13:14    Titel: Antworten mit Zitat

Tom der Dino hat folgendes geschrieben:
Frage Wenn du so von der Inkompetenz deiner Mitdiskutanten überzeugt bist, warum schreibst du dann solch einen Beitrag? Hoffst du auf den einen User, der dir "gewachsen" ist? Meinst du, dass kompetente Leute überhaupt mit dir diskutieren wollen, wenn du erstmal pauschal allen anderen Inkompetenz oder gar eine "Klatsche" attestierst?

Ist nicht meine Absicht.
Aber Menschen die glauben, intellektuell aus welchen Gründen auch immer sich über die "tumbe Masse" erheben zu wollen, erinnern mich an Steine werfende Monster im Glashaus.
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Dorian
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Anmeldungsdatum: 26.03.2013
Beiträge: 761

Beitrag(#1853191) Verfasst am: 20.07.2013, 13:37    Titel: Antworten mit Zitat

gelöscht wegen Verwechslung, sorry.

Zuletzt bearbeitet von Dorian am 20.07.2013, 14:25, insgesamt einmal bearbeitet
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Dorian
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Anmeldungsdatum: 26.03.2013
Beiträge: 761

Beitrag(#1853195) Verfasst am: 20.07.2013, 13:46    Titel: Re: Armut und Arbeit. Der Rohstoff Angst. Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Dorian hat folgendes geschrieben:
Was tun?

Slavoj Zizek: Don't act, just think


Eine brauchbare Übersetzung wäre nützlich. Komplexe Themen setzen perfekte Sprachkenntnisse voraus.
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 20590
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Beitrag(#1853199) Verfasst am: 20.07.2013, 13:54    Titel: Re: Armut und Arbeit. Der Rohstoff Angst. Antworten mit Zitat

Dorian hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Dorian hat folgendes geschrieben:
Was tun?
Slavoj Zizek: Don't act, just think
Eine brauchbare Übersetzung wäre nützlich. Komplexe Themen setzen perfekte Sprachkenntnisse voraus.

Wenn Du die nicht im 40h-Beruf erwerben möchtest, kann ich Dir als Alternative travel+work in einem entsprechenden Land empfehlen.
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Was ist der Sinn des Lebens? - Keiner, aber Leere ist Fülle für den, der sie sieht.
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 20590
Wohnort: Germering

Beitrag(#1853203) Verfasst am: 20.07.2013, 14:05    Titel: Re: Armut und Arbeit. Der Rohstoff Angst. Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Dorian hat folgendes geschrieben:
Was tun?

Slavoj Zizek: Don't act, just think

Das mit dem Nachdenken, bevor man das System umstürzt, gefällt mir. Man könnte fast meinen, Zizek bekenne sich zu einer Art "soziale Marktwirtschaft" zynisches Grinsen

Wäre übrigens eine zumindest gesichtswahrende Antwort auf die mE nicht unberechtigte Kritik hier:

http://giordano-bruno-stiftung.ch/blog/zizek-on-consumption-and-charity-what/
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Murphy
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Beitrag(#1853204) Verfasst am: 20.07.2013, 14:10    Titel: Antworten mit Zitat

Was braucht ihr denn? Phobien, flauen Magen, heiße Ohren, unbestimmte Angst, Thrill, Paranoia, Todesangst... unbeschreibliches Grauen? Jederzeit soviel ihr wollt!

Heute hat ich schon wieder beim aufstehen diese Grundangst. Dann dacht ich mir 'Scheiß drauf, dann kannste ja ruhig n Kaffee trinken, Angst haste eh schon, kann ja nicht viel schlimmer werden'. Lachen
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Dorian
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Anmeldungsdatum: 26.03.2013
Beiträge: 761

Beitrag(#1853207) Verfasst am: 20.07.2013, 14:27    Titel: Antworten mit Zitat

Murphy hat folgendes geschrieben:
Was braucht ihr denn? Phobien, flauen Magen, heiße Ohren, unbestimmte Angst, Thrill, Paranoia, Todesangst... unbeschreibliches Grauen? Jederzeit soviel ihr wollt!

Heute hat ich schon wieder beim aufstehen diese Grundangst. Dann dacht ich mir 'Scheiß drauf, dann kannste ja ruhig n Kaffee trinken, Angst haste eh schon, kann ja nicht viel schlimmer werden'. Lachen


Wenn Du die Ursachen Deiner Angst kennst, hast Du möglicherweise schon die halbe Lösung...
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Dorian
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Anmeldungsdatum: 26.03.2013
Beiträge: 761

Beitrag(#1853209) Verfasst am: 20.07.2013, 14:40    Titel: Antworten mit Zitat

Tom der Dino hat folgendes geschrieben:
Frage Wenn du so von der Inkompetenz deiner Mitdiskutanten überzeugt bist, warum schreibst du dann solch einen Beitrag? Hoffst du auf den einen User, der dir "gewachsen" ist? Meinst du, dass kompetente Leute überhaupt mit dir diskutieren wollen, wenn du erstmal pauschal allen anderen Inkompetenz oder gar eine "Klatsche" attestierst?


Falls Du mit Deinem Kommentar mich meinst (?- hier gibt es eine Zitat- Funktion), wiederhole ich gern:

"Zudem vermute ich bei etlichen Usern in Netz- Foren eine erhebliche "Klatsche". Besonders die Streitsüchtigen scheinen jene zu sein, welche die Depression in einer ihrer verschiedenen Formen bereits gepackt hat."

Wo steht da etwas davon, "pauschal allen anderen Inkompetenz" zu unterstellen? Sind "etliche" alle?
Gehörst Du zu den Streitsüchtigen? Fühlst Du Dich getroffen?
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Murphy
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Anmeldungsdatum: 29.04.2011
Beiträge: 5000

Beitrag(#1853214) Verfasst am: 20.07.2013, 14:58    Titel: Antworten mit Zitat

Dorian hat folgendes geschrieben:
Murphy hat folgendes geschrieben:
Was braucht ihr denn? Phobien, flauen Magen, heiße Ohren, unbestimmte Angst, Thrill, Paranoia, Todesangst... unbeschreibliches Grauen? Jederzeit soviel ihr wollt!

Heute hat ich schon wieder beim aufstehen diese Grundangst. Dann dacht ich mir 'Scheiß drauf, dann kannste ja ruhig n Kaffee trinken, Angst haste eh schon, kann ja nicht viel schlimmer werden'. Lachen


Wenn Du die Ursachen Deiner Angst kennst, hast Du möglicherweise schon die halbe Lösung...

Jaja, halbe Lösung. Papperlapapp. Auch wenn Du vielleicht meinst, es gehöre gar nicht in diesen Thread, will ich dir doch noch eine kleine Anekdote servieren, weil sie vielleicht - auch wenn einige das anders sehen möchten - zumindest mMn gut in diesen Thread passt.

Ich war gestern bei McDonald ausgiebig futtern, mit meinem schizophrenen besten Freund. (Nein, Argh ich meine wir waren zu zweit, mein bester Kumpel, der auch an einer schizoiden Erkrankung leidet und ich)
Nachdem wir uns high gefressen hatten, haben wir uns ein bisschen umgeschaut, er sagte dann, jeder einzelne Buchstabe hier (also auf den Packungen, dem Tablett, der Kinderecke etc.) sei von Profipsychologen durchkonstruiert und ziele genau darauf ab, dich 'süchtig' zu machen. Ich musste ihm zustimmen und sagte, das sei Marketing, und zwar milliardenschwer, da arbeiten die besten der besten Leute daran, hier ist nichts dem Zufall überlassen. Naja, jedenfalls auf dem Parkplatz dann ist mir ein Plakat besonders ins Auge gestochen. Darauf waren drei Kinder zu sehen, die ihre Gesichter zu entsetzlichen Grimassen verzogen hatten, das erste mit einem sadistischen Lächeln, das gerade eine McDonalds Tüte halb über den Kopf gezogen zu bekommen scheint. Das zweite war ein Mädchen, das gerade an einem Milchshake nuckelte und ein Gesicht machte, als wenn es gerade einen Cumshot in die Fresse kriegt und das dritte hielt irgendein längliches Essen hübsch mit abgespreizten Fingern zum Mund.
Tjaja, ich hab meinen Kumpel darauf hingewiesen und gesagt, was ich denke, wie das aussieht und er musste laut lachen und meinte zustimmend 'Vielleicht wollen die ja Pädophile anlocken'.

Das denke ich ehrlich gesagt nicht. Ich bin der Meinung, sowas soll die Leute verunsichern, um sie zum Kauf anzuspornen - was könnte einen gesunden, anständigen Bürger denn mehr verunsichern, als kurz vor der DriveInBestellung von einem Plakat mit Kindern drauf durch deren Mimik plötzlich an seine Pornosammlung erinnert zu werden?

In die gleiche Kerbe schlägt die verschissene Werbung von der Charite oder irgendeiner verdammten Klinik, bei der ein Mann in der S- oder U-Bahn plötzlich Herzklopfen bekommt, als ein Vater mit Kind einsteigt und sich ihm gegenübersetzt. Das soll verunsichern, hier mit dem hehren Ziel sich mal psychisch durchchecken zu lassen, was ja in den Händen fachkompetenten Klinikpersonals nichts schlimmes wäre. Dennoch ist die Werbung zutiefst verwerflich, weil sie Unsicherheit und Angst erzeugt und das eben, wie ich vorhin schilderte, auch in der freien Wirtschaft mit dem Ziel der Maximierung pecuniärer Interessen eingesetzt werden kann.

Man wird erst durch hetzerisch reißerische Zeitungsartikel und mediale Berichterstattung über die 'öffentliche Meinung' konditioniert, dass nämlich ein Kinderficker praktisch wo er geht und steht einem Lynchmob zombieapokalyptischen Ausmaßes zum Opfer fallen wird. Jedes Mitleid mit einem Päderasten wird dadurch in Angst verkehrt, die Angst nämlich selber in den Verdacht zu geraten ein Pädophiler zu sein und diesem schrecklichen Ende ebenfalls zum Opfer zu fallen. Und so entwickelt sich dann die Angst, weil man daran erinnert wird, wenn man - in einer normalerweise völlig ungezwungenen Situation - Kindern begegnet. Dann setzt eben so ein Herzklopfen ein und die Werbung sorgt nun dafür, dass man Angst vor sich selbst entwickelt, was natürlich dazu führt in weitere Abhängigkeit zu geraten.

Das ist nur ein Beispiel Leute mit Angst gefügig zu machen. Ich weiß nicht ob ich es verständlich rübergebracht habe, aber so seh ich das eben. Und nur um hier keine 'Missverständnisse' aufkommen zu lassen: Ich habe wirklich nicht das geringste sexuelle Interesse an Kindern. Ich lass mir nur nicht vorschreiben, was ich denken soll.
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vrolijke
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Beitrag(#1853218) Verfasst am: 20.07.2013, 15:15    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn man sichselber nicht so wichtig nimmt, hat man viel weniger Angst.
Die Welt hat mehr zu tun, als auf mich zu schauen.
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
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Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

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Murphy
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Anmeldungsdatum: 29.04.2011
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Beitrag(#1853221) Verfasst am: 20.07.2013, 15:21    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Wenn man sichselber nicht so wichtig nimmt, hat man viel weniger Angst.
Die Welt hat mehr zu tun, als auf mich zu schauen.

In der Tat. Dein Geldbeutel interessiert sie wesentlich mehr.
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vrolijke
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Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#1853222) Verfasst am: 20.07.2013, 15:28    Titel: Antworten mit Zitat

Murphy hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Wenn man sichselber nicht so wichtig nimmt, hat man viel weniger Angst.
Die Welt hat mehr zu tun, als auf mich zu schauen.

In der Tat. Dein Geldbeutel interessiert sie wesentlich mehr.


Ich brauche kein Schaumbad. Auch keinen Armani-Anzug, oder weiß der Kuckuck was noch alles.
Es ist schön mit Komfort zu leben, aber notfalls könnte ich von Harz IV leben.

(Das stimmt wahrscheinlich nicht. Aber dennoch hilft es mir angstfrei zu leben)

Angst ist ein Scheissgefühl, und je mehr man sich an Dinge oder Personen klammert, hat man angst sie zu verlieren.
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zelig
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Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 22842

Beitrag(#1853223) Verfasst am: 20.07.2013, 15:31    Titel: Antworten mit Zitat

Murphy hat folgendes geschrieben:
In die gleiche Kerbe schlägt die verschissene Werbung von der Charite oder irgendeiner verdammten Klinik, bei der ein Mann in der S- oder U-Bahn plötzlich Herzklopfen bekommt, als ein Vater mit Kind einsteigt und sich ihm gegenübersetzt. Das soll verunsichern, hier mit dem hehren Ziel sich mal psychisch durchchecken zu lassen, was ja in den Händen fachkompetenten Klinikpersonals nichts schlimmes wäre. Dennoch ist die Werbung zutiefst verwerflich, weil sie Unsicherheit und Angst erzeugt und das eben, wie ich vorhin schilderte, auch in der freien Wirtschaft mit dem Ziel der Maximierung pecuniärer Interessen eingesetzt werden kann.

Man wird erst durch hetzerisch reißerische Zeitungsartikel und mediale Berichterstattung über die 'öffentliche Meinung' konditioniert, dass nämlich ein Kinderficker praktisch wo er geht und steht einem Lynchmob zombieapokalyptischen Ausmaßes zum Opfer fallen wird. Jedes Mitleid mit einem Päderasten wird dadurch in Angst verkehrt, die Angst nämlich selber in den Verdacht zu geraten ein Pädophiler zu sein und diesem schrecklichen Ende ebenfalls zum Opfer zu fallen. Und so entwickelt sich dann die Angst, weil man daran erinnert wird, wenn man - in einer normalerweise völlig ungezwungenen Situation - Kindern begegnet. Dann setzt eben so ein Herzklopfen ein und die Werbung sorgt nun dafür, dass man Angst vor sich selbst entwickelt, was natürlich dazu führt in weitere Abhängigkeit zu geraten.

Das ist nur ein Beispiel Leute mit Angst gefügig zu machen. Ich weiß nicht ob ich es verständlich rübergebracht habe, aber so seh ich das eben. Und nur um hier keine 'Missverständnisse' aufkommen zu lassen: Ich habe wirklich nicht das geringste sexuelle Interesse an Kindern. Ich lass mir nur nicht vorschreiben, was ich denken soll.


Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, bietet die Charité die Möglichkeit, sich vertraulich & anonym an eine eigens dafür eingerichtete Stelle zu richten, wenn man jemand Sorge hat, die eigenen Gefühle könnten zu strafbaren Handlungen führen. Das Angebot ist als Möglichkeit gedacht, daß sich jemand helfen lassen kann, ohne straffällig zu werden und ohne in irgendeinem Register zu landen. Ich schätze, Menschen in der Phase, in denen sie gewahr werden, daß sie sich zu Kindern hingezogen fühlen, haben die allergrößten Probleme damit. Zum einen aufgrund der Gefühle selber, und zum anderen, weil sie sich (erstmal mit Grund) nicht trauen, das irgend jemandem zu erzählen. Sie lehnen es aber ab, was sie da fühlen, und brauchen jedoch Hilfe. Diese Hilfe will die Stelle bieten. Und wenn am Ende auch nur die Erkenntnis steht, daß der Gefühlshaushalt in dieser Hinsicht vollkommen im Grünen ist, dann ist das auch eine große Hilfe. (Ich erzähle das alles auf einem Informationsstand, der mehrere Jahre alt ist, also mit Vorbehalt). Ich fand das damals eine sehr sinnvolle Idee. Und "werben" bedeutet in diesem Zusammenhang eher, daß man versucht publik zu machen, daß diese Anlaufstelle existiert. Also auch ziemlich sinnvoll, denke ich.
Vielleicht ist die "Werbung" vor diesem Hintergrund leichter zu akzeptieren?
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Murphy
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Anmeldungsdatum: 29.04.2011
Beiträge: 5000

Beitrag(#1853229) Verfasst am: 20.07.2013, 15:45    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Murphy hat folgendes geschrieben:
In die gleiche Kerbe schlägt die verschissene Werbung von der Charite oder irgendeiner verdammten Klinik, bei der ein Mann in der S- oder U-Bahn plötzlich Herzklopfen bekommt, als ein Vater mit Kind einsteigt und sich ihm gegenübersetzt. Das soll verunsichern, hier mit dem hehren Ziel sich mal psychisch durchchecken zu lassen, was ja in den Händen fachkompetenten Klinikpersonals nichts schlimmes wäre. Dennoch ist die Werbung zutiefst verwerflich, weil sie Unsicherheit und Angst erzeugt und das eben, wie ich vorhin schilderte, auch in der freien Wirtschaft mit dem Ziel der Maximierung pecuniärer Interessen eingesetzt werden kann.

Man wird erst durch hetzerisch reißerische Zeitungsartikel und mediale Berichterstattung über die 'öffentliche Meinung' konditioniert, dass nämlich ein Kinderficker praktisch wo er geht und steht einem Lynchmob zombieapokalyptischen Ausmaßes zum Opfer fallen wird. Jedes Mitleid mit einem Päderasten wird dadurch in Angst verkehrt, die Angst nämlich selber in den Verdacht zu geraten ein Pädophiler zu sein und diesem schrecklichen Ende ebenfalls zum Opfer zu fallen. Und so entwickelt sich dann die Angst, weil man daran erinnert wird, wenn man - in einer normalerweise völlig ungezwungenen Situation - Kindern begegnet. Dann setzt eben so ein Herzklopfen ein und die Werbung sorgt nun dafür, dass man Angst vor sich selbst entwickelt, was natürlich dazu führt in weitere Abhängigkeit zu geraten.

Das ist nur ein Beispiel Leute mit Angst gefügig zu machen. Ich weiß nicht ob ich es verständlich rübergebracht habe, aber so seh ich das eben. Und nur um hier keine 'Missverständnisse' aufkommen zu lassen: Ich habe wirklich nicht das geringste sexuelle Interesse an Kindern. Ich lass mir nur nicht vorschreiben, was ich denken soll.


Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, bietet die Charité die Möglichkeit, sich vertraulich & anonym an eine eigens dafür eingerichtete Stelle zu richten, wenn man jemand Sorge hat, die eigenen Gefühle könnten zu strafbaren Handlungen führen. Das Angebot ist als Möglichkeit gedacht, daß sich jemand helfen lassen kann, ohne straffällig zu werden und ohne in irgendeinem Register zu landen. Ich schätze, Menschen in der Phase, in denen sie gewahr werden, daß sie sich zu Kindern hingezogen fühlen, haben die allergrößten Probleme damit. Zum einen aufgrund der Gefühle selber, und zum anderen, weil sie sich (erstmal mit Grund) nicht trauen, das irgend jemandem zu erzählen. Sie lehnen es aber ab, was sie da fühlen, und brauchen jedoch Hilfe. Diese Hilfe will die Stelle bieten. Und wenn am Ende auch nur die Erkenntnis steht, daß der Gefühlshaushalt in dieser Hinsicht vollkommen im Grünen ist, dann ist das auch eine große Hilfe. (Ich erzähle das alles auf einem Informationsstand, der mehrere Jahre alt ist, also mit Vorbehalt). Ich fand das damals eine sehr sinnvolle Idee. Und "werben" bedeutet in diesem Zusammenhang eher, daß man versucht publik zu machen, daß diese Anlaufstelle existiert. Also auch ziemlich sinnvoll, denke ich.
Vielleicht ist die "Werbung" vor diesem Hintergrund leichter zu akzeptieren?

Mag sein, das war auch ungefähr mein Kenntnisstand. Ich mag die Werbung trotzdem nicht, eben weil sie verunsichert und diese Verunsicherung ausnutzt um ihr Produkt (in diesem Fall ja ein wirklich sinnvolles und gutes) an den Mann zu bringen. Werbung soll positiv sein, mMn, an die Stärken appellieren und nicht etwaige Schwächen oder Angst ausnutzen, das ist unethisch. (Was nicht bedeutet, dass ich es als Marketingexperte für entsprechend Schotter nicht genauso machen würde)
Um den Bogen zum Thema wieder zu spannen: Die Leute sollen sich frei und gewollt für etwas entscheiden und nicht genötigt oder oder von Angst getrieben handeln.
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Beiträge: 22842

Beitrag(#1853231) Verfasst am: 20.07.2013, 15:52    Titel: Antworten mit Zitat

Murphy hat folgendes geschrieben:
Die Leute sollen sich frei und gewollt für etwas entscheiden und nicht genötigt oder oder von Angst getrieben handeln.


Sehe ich auch so. Angsterzeugung ist Gift in der Werbung. Und grundsätzlich sowieso eine fragwürdige Methode.
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vrolijke
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Beitrag(#1853232) Verfasst am: 20.07.2013, 15:58    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Murphy hat folgendes geschrieben:
Die Leute sollen sich frei und gewollt für etwas entscheiden und nicht genötigt oder oder von Angst getrieben handeln.


Sehe ich auch so. Angsterzeugung ist Gift in der Werbung. Und grundsätzlich sowieso eine fragwürdige Methode.

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step
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Beitrag(#1853241) Verfasst am: 20.07.2013, 16:19    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Murphy hat folgendes geschrieben:
Die Leute sollen sich frei und gewollt für etwas entscheiden und nicht genötigt oder oder von Angst getrieben handeln.
Sehe ich auch so. Angsterzeugung ist Gift in der Werbung. Und grundsätzlich sowieso eine fragwürdige Methode.
Versicherungen arbeiten seit Jahrzehnte damit.

Spricht man die Angst an oder das Sicherheitsbedürfnis? Wo fängt Manipulation an, illegitim zu werden?
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vrolijke
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Beitrag(#1853242) Verfasst am: 20.07.2013, 16:26    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Murphy hat folgendes geschrieben:
Die Leute sollen sich frei und gewollt für etwas entscheiden und nicht genötigt oder oder von Angst getrieben handeln.
Sehe ich auch so. Angsterzeugung ist Gift in der Werbung. Und grundsätzlich sowieso eine fragwürdige Methode.
Versicherungen arbeiten seit Jahrzehnte damit.

Spricht man die Angst an oder das Sicherheitsbedürfnis? Wo fängt Manipulation an, illegitim zu werden?


Das Sicherheitbedürfnis ist letztendlich Angst vor körperliche, oder finanzielle Einbüßen.

Es liegt an einem selbst, ob man sich dadurch manipulieren läßt.
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Beitrag(#1853251) Verfasst am: 20.07.2013, 16:43    Titel: Re: Armut und Arbeit. Der Rohstoff Angst. Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
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Das mit dem Nachdenken, bevor man das System umstürzt, gefällt mir. Man könnte fast meinen, Zizek bekenne sich zu einer Art "soziale Marktwirtschaft" zynisches Grinsen


Kann man so sagen, ja. Cool

step hat folgendes geschrieben:
Wäre übrigens eine zumindest gesichtswahrende Antwort auf die mE nicht unberechtigte Kritik hier:

http://giordano-bruno-stiftung.ch/blog/zizek-on-consumption-and-charity-what/


Also, ich denke nicht, dass Zizek irgend etwas wichtiges in Sachen "gesellschaftlicher Fortschritt" beizutragen hat. Es ist ja auch kein Zufall, dass er mit Slojterdijk befreundet ist. Sorry, Tarvoc, aber das ist meine Meinung, nachdem ich einiges von ihm kenne, wenn auch nicht so viel wie du.

http://www.wsws.org/de/articles/2012/09/zize-s22.html?view=print

http://www.wsws.org/de/articles/2011/09/zize-s02.html?view=print
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Zuletzt bearbeitet von Skeptiker am 20.07.2013, 21:03, insgesamt einmal bearbeitet
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astarte
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Beitrag(#1853252) Verfasst am: 20.07.2013, 16:56    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Murphy hat folgendes geschrieben:
Die Leute sollen sich frei und gewollt für etwas entscheiden und nicht genötigt oder oder von Angst getrieben handeln.


Sehe ich auch so. Angsterzeugung ist Gift in der Werbung. Und grundsätzlich sowieso eine fragwürdige Methode.

Versicherungen arbeiten seit Jahrzehnte damit.

Versicherungen finde ich da durchaus sehr sinnvoll, wo eine Gemeinschaft solidarisch Härtefälle abpolstern kann.
Mit der Angst wird natürlich großes Geschäft gemacht, weit über diese Funktion hinaus. Das macht aber nicht jede Versicherung sinnlos und verzichtenswert.
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Ayers
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Beitrag(#1853254) Verfasst am: 20.07.2013, 17:14    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:


Versicherungen finde ich da durchaus sehr sinnvoll, wo eine Gemeinschaft solidarisch Härtefälle abpolstern kann.


Idealtypisch ist das so.

Leider sind die Versicherungen zunehmend dabei, sich vom Solidar-Gedanken zu verabschieden, indem kostenintensive Problemfälle aussortiert werden, um einem "schlankeren" Geschäftsmodell Platz zu machen.

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Skeptiker
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Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#1853256) Verfasst am: 20.07.2013, 17:21    Titel: Antworten mit Zitat

Ayers hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:


Versicherungen finde ich da durchaus sehr sinnvoll, wo eine Gemeinschaft solidarisch Härtefälle abpolstern kann.


Idealtypisch ist das so.

Leider sind die Versicherungen zunehmend dabei, sich vom Solidar-Gedanken zu verabschieden, indem kostenintensive Problemfälle aussortiert werden, um einem "schlankeren" Geschäftsmodell Platz zu machen.

ayers


Das System pirvater Versicherungen kannst du vergessen.

SPD-Steinbrück ist ja ein exponierter Vertreter der Banken und Versicherungen.
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vrolijke
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Beitrag(#1853263) Verfasst am: 20.07.2013, 18:19    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Murphy hat folgendes geschrieben:
Die Leute sollen sich frei und gewollt für etwas entscheiden und nicht genötigt oder oder von Angst getrieben handeln.


Sehe ich auch so. Angsterzeugung ist Gift in der Werbung. Und grundsätzlich sowieso eine fragwürdige Methode.

Versicherungen arbeiten seit Jahrzehnte damit.

Versicherungen finde ich da durchaus sehr sinnvoll, wo eine Gemeinschaft solidarisch Härtefälle abpolstern kann.
Mit der Angst wird natürlich großes Geschäft gemacht, weit über diese Funktion hinaus. Das macht aber nicht jede Versicherung sinnlos und verzichtenswert.


Hab ich das irgendwo behauptet? Verwundert
Aber das Solidarsystem wird möglichst ausgehölt. Und das ist nicht gut.
Wer 24 ist, und kerngesund, zahlt wesentlich weniger Krankenversicherung, als eine kränkelnder alte Frau.
Ein 40-jähriger Beamter, zahlt wesentlich weniger Autoversicherung, als genannter junger Mann mit 24.
Usw, usw.
Versichert wird das, wo kein Risiko besteht. Je mehr Risiko, desto weniger sind Versicherer bereit, das einzugehen.
Es wird nur gerne von Seite der Versicherer, mit der Angst gespielt.
Wo der Kunde "echter" Angst haben sollte (wenn er in ein Überschwemmungsgebiet wohnt z.B) bieten sie erst gar kein Schutz an. (Es sei denn gegen horrende Beiträge)
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Kramer
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Beiträge: 28380

Beitrag(#1853267) Verfasst am: 20.07.2013, 18:49    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:

Es ist schön mit Komfort zu leben, aber notfalls könnte ich von Harz IV leben.

(Das stimmt wahrscheinlich nicht. Aber dennoch hilft es mir angstfrei zu leben)


Dabei hört man so viel vom schönen Hartz-IV-Leben.
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vrolijke
Bekennender Pantheist
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Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#1853269) Verfasst am: 20.07.2013, 18:58    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:

Es ist schön mit Komfort zu leben, aber notfalls könnte ich von Harz IV leben.

(Das stimmt wahrscheinlich nicht. Aber dennoch hilft es mir angstfrei zu leben)


Dabei hört man so viel vom schönen Hartz-IV-Leben.


Es läßt sich immer gut schwetzen, wenn man nicht in die Situation ist.
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astarte
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Beiträge: 38492

Beitrag(#1853305) Verfasst am: 20.07.2013, 22:45    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Murphy hat folgendes geschrieben:
Die Leute sollen sich frei und gewollt für etwas entscheiden und nicht genötigt oder oder von Angst getrieben handeln.


Sehe ich auch so. Angsterzeugung ist Gift in der Werbung. Und grundsätzlich sowieso eine fragwürdige Methode.

Versicherungen arbeiten seit Jahrzehnte damit.

Versicherungen finde ich da durchaus sehr sinnvoll, wo eine Gemeinschaft solidarisch Härtefälle abpolstern kann.
Mit der Angst wird natürlich großes Geschäft gemacht, weit über diese Funktion hinaus. Das macht aber nicht jede Versicherung sinnlos und verzichtenswert.


Hab ich das irgendwo behauptet? Verwundert
Aber das Solidarsystem wird möglichst ausgehölt. Und das ist nicht gut.

Sag ich ja. (ich habs nochmal gefettet)
vrolijke hat folgendes geschrieben:


Das Sicherheitbedürfnis ist letztendlich Angst vor körperliche, oder finanzielle Einbüßen.

Es liegt an einem selbst, ob man sich dadurch manipulieren läßt.

Ich lass mich dadurch manipulieren, und finde nicht wie viele Amerikaner die Krankenversicherung ganz böse und kommunnistisch. Auf den Arm nehmen
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