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Armut und Arbeit. Der Rohstoff Angst.
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Critic
oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 14214
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#2038744) Verfasst am: 09.01.2016, 00:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
Tja, mit dem Stand der Medizin von 1950 wäre ich vor zehn Jahren (oder noch früher?) schon gestorben. Aber wenn ich diese zehn Jahre so betrachte, frage ich mich, ob's das wert war.


Traurig



Ahriman hat folgendes geschrieben:
Casual3rdparty hat folgendes geschrieben:
dampfloks waren auch nicht idiotensicher zu bedienen:


https://de.wikipedia.org/wiki/Kesselzerknall_in_Bitterfeld

Zitat:
Kesselzerknall in Bitterfeld
Der Kesselzerknall in Bitterfeld am 27. November 1977 war die bisher letzte Kesselexplosion einer Dampflokomotive in Deutschland. 9 Menschen starben.[Anm. 1]

Interessant. Aber gegen Blödheit des Menschen ist auch die Elektronik machtlos. Diese Dampflokgeschichte erinnert mich fatal an die Vorgänge in Tschernobyl.
Code:
http://666kb.com/i/d5d4rzuj80usstz1i.jpg

Na, vielleicht ist Windoofs 10 etwas sicherer?


Es hängt wohl davon ab, was der Anwendungszweck ist: Wenn es wirklich sicher sein soll, dann wird vemeintlich ein höherer Aufwand bei der Entwicklung der Software betrieben als bei Heimanwendersoftware.

Für den durchschnittlichen Heimanwender ist der Programmfehler oder Bluescreen halt ärgerlich (oder auch ggf. zum Verrücktwerden Argh), im Unternehmen kann so etwas aber zu wirtschaftlichen Verlusten führen - und bei sicherheitsrelevanten Anwendungen sogar Leben gefährdet werden. Und mit unterschiedlichen Ansprüchen ist ggf. auch unterschiedliche Software verbunden. Deshalb gab es dann ja Windows mit den diversen Multimediafeatures, unixoide Systeme oder Windows NT für diejenigen mit den Sicherheits- bzw. Produktivitätsanforderungen (auf dem etliche Software vom Standard-Windows zunächst gar nicht lief, weil das nicht zuletzt auch mit Stabilitätsrisiken verbunden war - inzwischen sind die Technologien wohl weitgehend zusammengeführt), oder eben auch die mit formalen Methoden speziell entwickelte Software für die Spezialanwendungen - so auch die Steuersoftware im Flugzeug. Diese Rechner werden völlig anders benutzt und haben häufig auch eine völlig andere Architektur (ggf. auch weniger, aber halt für die jeweilige Anwendung angepaßte ausreichende Ressourcen) als der gängige PC (, so daß Windows dort auch wenig Sinn machen würde).

Hundertprozentig fehlerfreie Software ist aber auch eine Utopie. Manchmal hat ja schon ein übersehener Tipp- oder Rechenfehler zum Verlust von Hunderte Millionen teuren Raketen geführt. Aber das ist ja schon ein Problem: Wer ist schuld, wenn etwa ein "selbstfahrendes" "Google-Auto" jemanden anfährt - wenn dann irgendwann womöglich der Insasse nicht mal einen Führerschein hat.
_________________
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Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

"Wahrheit läßt sich nicht zeigen, nur erfinden." (Max Frisch)
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Ahriman
boshafter Spötter



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Beitrag(#2038784) Verfasst am: 09.01.2016, 12:55    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Aber das ist ja schon ein Problem: Wer ist schuld, wenn etwa ein "selbstfahrendes" "Google-Auto" jemanden anfährt - wenn dann irgendwann womöglich der Insasse nicht mal einen Führerschein hat.

Prinzipiell heute schon kein Problem. Es gibt die "Gefährdungshaftung". Dein Auto könnte infolge eines nicht vorhersehbaren technischen Fehlers einen Unfall verursachen (krasses Beispiel: die Lenksäule bricht einfach so unterm Fahren). Dann wirst du freigesprochen und deine Haftpflichtversicherung muß zahlen. Das Problem besteht lediglich darin, daß deine Haftpflichtversicherung dann einen Sachverständigen schickt, der nachweist, daß du den Wagen nicht regelmäßig zum Kundendienst gebracht hast.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2038824) Verfasst am: 09.01.2016, 21:11    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Aber das ist ja schon ein Problem: Wer ist schuld, wenn etwa ein "selbstfahrendes" "Google-Auto" jemanden anfährt - wenn dann irgendwann womöglich der Insasse nicht mal einen Führerschein hat.

Prinzipiell heute schon kein Problem. Es gibt die "Gefährdungshaftung". Dein Auto könnte infolge eines nicht vorhersehbaren technischen Fehlers einen Unfall verursachen (krasses Beispiel: die Lenksäule bricht einfach so unterm Fahren). Dann wirst du freigesprochen und deine Haftpflichtversicherung muß zahlen. Das Problem besteht lediglich darin, daß deine Haftpflichtversicherung dann einen Sachverständigen schickt, der nachweist, daß du den Wagen nicht regelmäßig zum Kundendienst gebracht hast.



Es wird uebrigens in einschlaegigen Ingeneurskreisen behauptet, dass zwar in Zukunft Unfaelle wegen technischen Versagens der Pilotfunktion in selbstfahrenden Autos passieren werden, die Technik aber bereits heute so sicher waere, dass diese Zahl nach heutigem Stand der Technik geringer sein werde als die Zahl der heutigen Unfaelle, bei denen menschliches Versagen die Unfallursache ist. Deswegen lautet die Prognose, dass bereits zu unseren Lebzeiten ueber ein Verbot von menschengelenkten Autos zumindest in den Ballungsraeumen diskutiert werden wird. Eine solche Diskussion wird dann moeglicherweise dadurch befeuert werden, dass einige unvermeidlichen Idioten hinterm Lenkrad irgendwann beginnen werden sich auf die Technik von selbstfahrenden Autos so zu verlassen, dass sie um schneller vorwaertszukommen Fahrmaneuver durchfuehren werden, die selbstmoerderisch waeren, wenn der Verkehrsteilnehmer, den man z.B. gerade auf der Autobahn bei Tempo 120 schneidet, ein mit einer menschlichen Reaktionszeit ausgestatteter Mensch waere und kein zu erheblich schnelleren Reaktionen faehiger computergesteuerter Autopilot.

Selbst wenn man davon ausgeht, dass die in der neuen Technologie arbeiteten Ingeneure vielleicht noch etwas uebertreiben bei der Darstellung ihrer Verkehrssicherheit, so ist davon auszugehen, dass es tatsaechlich in relativ kurzer Zeit moeglich sein wird vollautomatische Autobetriebssysteme zu entwickeln, die erheblich sicherer funktionieren wie menschliche Fahrer und dass deshalb die heute angedachte Entwicklung weg vom menschlichen Autofahrer bereits mittelfristig unvermeidlich sein wird.

Ein weiterer revolutionaerer Prototyp eines voellig neuen Transportmittels wurde von wenigen Tagen der staunenden Oeffentlichkeit vorgestellt (Quelle: "The National", CBC): Die erste vollautomatische Flugdrohne, die einen Menschen transportieren kann! Das Teil hat zwar noch eine recht geringe Reichweite von etwas ueber 20km, man benoetigt allerdings keinen Pilotenschein und keine fliegerischen Kenntnisse um damit zu fliegen. Das einem futuristischen Kleinhubschrauber aehnliche Geraet soll bereits in wenigen Jahren serienreif sein und koennte als Flugtaxi im Innenstadtbereich von Grosstaedten zum Einsatz zu kommen. In Staedten wie z.B. New York waere mit Sicherheit Nachfrage dafuer vorhanden und die notwendige Infrastruktur mit Landeplaetzen und Aufladstationen auf Daechern von Wolkenkratzern sollte relativ einfach herzustellen sein .
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Casual3rdparty
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Anmeldungsdatum: 21.07.2012
Beiträge: 6255

Beitrag(#2038831) Verfasst am: 09.01.2016, 21:51    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ahriman hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Aber das ist ja schon ein Problem: Wer ist schuld, wenn etwa ein "selbstfahrendes" "Google-Auto" jemanden anfährt - wenn dann irgendwann womöglich der Insasse nicht mal einen Führerschein hat.

Prinzipiell heute schon kein Problem. Es gibt die "Gefährdungshaftung". Dein Auto könnte infolge eines nicht vorhersehbaren technischen Fehlers einen Unfall verursachen (krasses Beispiel: die Lenksäule bricht einfach so unterm Fahren). Dann wirst du freigesprochen und deine Haftpflichtversicherung muß zahlen. Das Problem besteht lediglich darin, daß deine Haftpflichtversicherung dann einen Sachverständigen schickt, der nachweist, daß du den Wagen nicht regelmäßig zum Kundendienst gebracht hast.



Es wird uebrigens in einschlaegigen Ingeneurskreisen behauptet, dass zwar in Zukunft Unfaelle wegen technischen Versagens der Pilotfunktion in selbstfahrenden Autos passieren werden, die Technik aber bereits heute so sicher waere, dass diese Zahl nach heutigem Stand der Technik geringer sein werde als die Zahl der heutigen Unfaelle, bei denen menschliches Versagen die Unfallursache ist. Deswegen lautet die Prognose, dass bereits zu unseren Lebzeiten ueber ein Verbot von menschengelenkten Autos zumindest in den Ballungsraeumen diskutiert werden wird. Eine solche Diskussion wird dann moeglicherweise dadurch befeuert werden, dass einige unvermeidlichen Idioten hinterm Lenkrad irgendwann beginnen werden sich auf die Technik von selbstfahrenden Autos so zu verlassen, dass sie um schneller vorwaertszukommen Fahrmaneuver durchfuehren werden, die selbstmoerderisch waeren, wenn der Verkehrsteilnehmer, den man z.B. gerade auf der Autobahn bei Tempo 120 schneidet, ein mit einer menschlichen Reaktionszeit ausgestatteter Mensch waere und kein zu erheblich schnelleren Reaktionen faehiger computergesteuerter Autopilot.

Selbst wenn man davon ausgeht, dass die in der neuen Technologie arbeiteten Ingeneure vielleicht noch etwas uebertreiben bei der Darstellung ihrer Verkehrssicherheit, so ist davon auszugehen, dass es tatsaechlich in relativ kurzer Zeit moeglich sein wird vollautomatische Autobetriebssysteme zu entwickeln, die erheblich sicherer funktionieren wie menschliche Fahrer und dass deshalb die heute angedachte Entwicklung weg vom menschlichen Autofahrer bereits mittelfristig unvermeidlich sein wird.

Ein weiterer revolutionaerer Prototyp eines voellig neuen Transportmittels wurde von wenigen Tagen der staunenden Oeffentlichkeit vorgestellt (Quelle: "The National", CBC): Die erste vollautomatische Flugdrohne, die einen Menschen transportieren kann! Das Teil hat zwar noch eine recht geringe Reichweite von etwas ueber 20km, man benoetigt allerdings keinen Pilotenschein und keine fliegerischen Kenntnisse um damit zu fliegen. Das einem futuristischen Kleinhubschrauber aehnliche Geraet soll bereits in wenigen Jahren serienreif sein und koennte als Flugtaxi im Innenstadtbereich von Grosstaedten zum Einsatz zu kommen. In Staedten wie z.B. New York waere mit Sicherheit Nachfrage dafuer vorhanden und die notwendige Infrastruktur mit Landeplaetzen und Aufladstationen auf Daechern von Wolkenkratzern sollte relativ einfach herzustellen sein .

das wurde ja bereits im film i, robot von 2004 anschaulich gezeigt.
die technik ist reif dafür zumindest in teilen des individuellen autoverkehrs die steuerung zu übernehmen.
nach technischen wegbereitern wie daimler, google und apple hat volvo die rechtssprechung angeschoben, in dem man dort die haftung für fahrfehler bei autonomen fahrzeugen übernehmen will.
für die hersteller wird das toll, die kundenbindung wird noch straffer angezogen. fällt eine kennzeichenbeleuchtung aus, wird das fahrzeug sich nur noch zur nächsten werkstatt bewegen wollen.
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sehr gut
im Hamsterrad



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Beiträge: 10586

Beitrag(#2038840) Verfasst am: 09.01.2016, 22:46    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ein weiterer revolutionaerer Prototyp eines voellig neuen Transportmittels wurde von wenigen Tagen der staunenden Oeffentlichkeit vorgestellt (Quelle: "The National", CBC): Die erste vollautomatische Flugdrohne, die einen Menschen transportieren kann! Das Teil hat zwar noch eine recht geringe Reichweite von etwas ueber 20km, man benoetigt allerdings keinen Pilotenschein und keine fliegerischen Kenntnisse um damit zu fliegen. Das einem futuristischen Kleinhubschrauber aehnliche Geraet soll bereits in wenigen Jahren serienreif sein und koennte als Flugtaxi im Innenstadtbereich von Grosstaedten zum Einsatz zu kommen. In Staedten wie z.B. New York waere mit Sicherheit Nachfrage dafuer vorhanden und die notwendige Infrastruktur mit Landeplaetzen und Aufladstationen auf Daechern von Wolkenkratzern sollte relativ einfach herzustellen sein .

Du meinst den: http://www.engadget.com/2016/01/06/184-delivery-drone-for-people/ ?

Oder die kanadische Variante: https://www.youtube.com/watch?v=ZQktFT8GS7I Cool
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 37096
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Beitrag(#2038842) Verfasst am: 09.01.2016, 23:13    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ein weiterer revolutionaerer Prototyp eines voellig neuen Transportmittels wurde von wenigen Tagen der staunenden Oeffentlichkeit vorgestellt (Quelle: "The National", CBC): Die erste vollautomatische Flugdrohne, die einen Menschen transportieren kann! Das Teil hat zwar noch eine recht geringe Reichweite von etwas ueber 20km, man benoetigt allerdings keinen Pilotenschein und keine fliegerischen Kenntnisse um damit zu fliegen. Das einem futuristischen Kleinhubschrauber aehnliche Geraet soll bereits in wenigen Jahren serienreif sein und koennte als Flugtaxi im Innenstadtbereich von Grosstaedten zum Einsatz zu kommen. In Staedten wie z.B. New York waere mit Sicherheit Nachfrage dafuer vorhanden und die notwendige Infrastruktur mit Landeplaetzen und Aufladstationen auf Daechern von Wolkenkratzern sollte relativ einfach herzustellen sein .

Du meinst den: http://www.engadget.com/2016/01/06/184-delivery-drone-for-people/ ?

Oder die kanadische Variante: https://www.youtube.com/watch?v=ZQktFT8GS7I Cool



Es war die erstere. Die andere ist wohl eher was fuer Extremsportler.
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Ahriman
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Beitrag(#2038862) Verfasst am: 10.01.2016, 12:07    Titel: Antworten mit Zitat

Bernie hat folgendes geschrieben:
Eine solche Diskussion wird dann moeglicherweise dadurch befeuert werden, dass einige unvermeidlichen Idioten hinterm Lenkrad irgendwann beginnen werden sich auf die Technik von selbstfahrenden Autos so zu verlassen, dass sie um schneller vorwaertszukommen Fahrmaneuver durchfuehren werden, die selbstmoerderisch waeren...

Das haben wir ja schon. Die Leute mit Antiblockiersystem fahren noch bescheuerter als vorher. Sicherheitssysteme allein haben meist eine solche Wirkung. Wenn allerdings das Auto von einem Robot gefahren wird, müßte das aufhören. Der würde ja wohl - entsprechend programmiert - in der Ortschaft um kein bißchen schneller als 50 fahren, auch wenn sein Besitzer vor Ungeduld wahnsinnig wird. Einen menschlichen Chauffeur kann der Chef anmosern: "Schneller, Johann, oder sie werden gefeuert!"
Zitat:
Die erste vollautomatische Flugdrohne, die einen Menschen transportieren kann!

Na, prost. Das habe ich als Schuljunge mal auf der Witzeseite einer Illustrierten gesehen. (Das hatten die früher, die letzte Seite war immer voll mit Cartoons, wie man das heute nennt.) Da hatten die Leute einen Rucksack mit einer Hubschraube drauf.
Das wird scheiße: Wenn zwei Fußgänger zusammenrumpeln geht es: "Trottel!" - "Tschulldigung!" und es hat sich. Mit diesen Dingern jedoch gibt es dann jedesmal zwei Tote.
"Es gibt Regen."
"Wie kommst du darauf?"
"Die Fußgänger fliegen so tief."
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Ahriman
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Beitrag(#2038864) Verfasst am: 10.01.2016, 12:14    Titel: Antworten mit Zitat

Nachtrag:
Dann gibt es noch mehr Lärm in der Stadt.
Mir hat mal einer erzählt, der größte Anteil des Lärmes, den ein Kleinflugzeug macht, käme nicht vom Motor, sondern von der Luftschraube, deren Enden sich mit Überschallgeschwindigkeit bewegen. Das sei so ähnlich wie der Kavitationslärm bei Schiffspropellern.
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Arno Gebauer
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Beiträge: 681

Beitrag(#2038867) Verfasst am: 10.01.2016, 12:54    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Ich halte nichts von diese Panikmache.

Wieso Panikmache? Nur (mögliche?) kommende neue Umstände mit denen man umgehen müsste.

Wenn du dir in 10 evtl 15 Jahren ein Taxi rufst könnte da kein Mensch als Fahrer mehr drinsitzen. Und wenn du in einen Supermarkt gehst wirst du vielleicht kaum noch eine Kassiererin antreffen.
Und wenn du in 30 Jahren zu einem Zahnarzt gehst und das ist ein Roboter, der das so gut macht wie einer aus 'Fleisch und Blut'? Ist das alles ein Grund für Panik? Die Gesellschaft muß sich auf die neuen Realitäten einstellen.


Guten Tag, "sehr gut",

in der Tat geht uns die Arbeit langsam aus und die Roboter und die zunehmende Anzahl der
Niedriglöhner zahlen nichts in die Sozialkassen ein.
Zeitarbeit ist die Voraussetzung für eine Tagelöhner-Gesellschaft und Kinder sind heute schon
das größte Armutsrisiko für alleinstehende Frauen.
Der technische Fortschritt und das Nicht-Vorhandsein von sozialen Standards in der EU
sind unsere Probleme, welche die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander
driften läßt.
Ein ungerechtes Besteuerungssystem läßt in Deutschland die Reichen immer reicher und die
Armen immer ärmer werden!
Es gibt z. B. sehr viele Subventionen für den Mittelstand:
Eigenheimzulage, Pendlerpauschale, kostenfreie Universitäten, Ehegattensplitting,
Zuschüsse zu Renten- u. Krankenversicherung, Jobs im öffentlichen Dienst,
Frühverrentung, Kinder und Erziehungsgeld, usw.

Die Bundesrepublik bezieht nur fünf Prozent ihrer Steuereinkünfte von Firmen -
während die soziale Schieflage weiter zunimmt

10% der Bürger besitzen 66% des Volksvermögens !

Armut im Alter ist vorprogrammiert.

Viele Grüße
Arno Gebauer
_________________
Trennung von Staat und Kirche !
Die geistigen Brandstifter des Holocausts waren die Kirchen! Sie haben viele Jahrhunderte lang gegen die Juden gehetzt!
Nie mehr Zeit und Geld für reiche Kirchen!!!!
Keine Kinder mehr in Kirchenhände!
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Skeptiker
linksunten



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Beiträge: 13196
Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2038871) Verfasst am: 10.01.2016, 13:23    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
Nachtrag:
Dann gibt es noch mehr Lärm in der Stadt.
Mir hat mal einer erzählt, der größte Anteil des Lärmes, den ein Kleinflugzeug macht, käme nicht vom Motor, sondern von der Luftschraube, deren Enden sich mit Überschallgeschwindigkeit bewegen. Das sei so ähnlich wie der Kavitationslärm bei Schiffspropellern.


So isses. Das Problem sind die Schrottstädte, die völlig verbaut und irreparabel sind.

Hier durch technologische Add-Ons irgend was ergänzen und reparieren zu wollen, ist nicht nur Stückwerk, es ist vollkommener Irrsinn.

Entweder die Gesamtstruktur ist homogen und passt zusammen oder man setzt hier einen Flicken und da einen Flicken und meint dadurch die Stadt und die Verkehrsinfrastruktur *ausgebessert* oder gar *modernisiert* zu haben.

Wann hört diese schwachsinnige Denkweise endlich auf?
_________________
°
"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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Beitrag(#2038873) Verfasst am: 10.01.2016, 13:56    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
Nachtrag:
Dann gibt es noch mehr Lärm in der Stadt.
Mir hat mal einer erzählt, der größte Anteil des Lärmes, den ein Kleinflugzeug macht, käme nicht vom Motor, sondern von der Luftschraube, deren Enden sich mit Überschallgeschwindigkeit bewegen. Das sei so ähnlich wie der Kavitationslärm bei Schiffspropellern.

Bei älteren kleinen Flugzeugen mit Sternmotor und kleinen 2-Blatt-Schrauben(muß sich entsprechend schneller drehen) kann beides zur Lärmkulisse beitragen.
Für Kleinflugzeuge gibt es aber auch Dieselmotoren wie den umgebauten Mercedes A-Klasse Motor.

Bei heutigen Autos mit immer breiteren Reifen sind diese Abrollgeräusche teilweise die grösste Lärmquelle.
Wiki: "Das Reifen-Fahrbahn-Geräusch hat seit den 1970er Jahren ständig an Bedeutung gewonnen, da die Antriebsgeräusche seit dieser Zeit deutlich reduziert werden konnten. Bei Pkw dominiert das Antriebsgeräusch bei Konstantfahrt meistens nur noch im ersten und teilweise im zweiten Gang. Auch beim Beschleunigen überwiegt das Antriebsgeräusch. In den meisten Fahrsituationen innerorts und nahezu allen Fahrsituationen außerorts dominiert das Reifen-Fahrbahn-Geräusch. Erst bei hohen Autobahngeschwindigkeiten wird das aerodynamische Geräusch zur lautesten Komponente."
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vrolijke
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Beitrag(#2038874) Verfasst am: 10.01.2016, 14:01    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:


Wann hört diese schwachsinnige Denkweise endlich auf?


Nie!

Es ist doch so, dass das eine weiterbaut auf das bisherige.

Etwas "völlig neues" ist mit Menschen nicht zu machen.

Höchstens nach einen totalen zusammenbruch.
Und das habe ich dafür nicht übrig.
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

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Beitrag(#2038875) Verfasst am: 10.01.2016, 14:06    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
So isses. Das Problem sind die Schrottstädte, die völlig verbaut und irreparabel sind.

Hier durch technologische Add-Ons irgend was ergänzen und reparieren zu wollen, ist nicht nur Stückwerk, es ist vollkommener Irrsinn.

Entweder die Gesamtstruktur ist homogen und passt zusammen oder man setzt hier einen Flicken und da einen Flicken und meint dadurch die Stadt und die Verkehrsinfrastruktur *ausgebessert* oder gar *modernisiert* zu haben.

Wann hört diese schwachsinnige Denkweise endlich auf?

bravo

Die Beschleunigungs-Religion wird man aber kaum aufgeben, dafür 'glauben' da noch zu viele dran.

"In Politiker- und auch in manchen Expertenkreisen wird nach wie vor geglaubt, daß die Mobilität ständig wächst."
Hermann Knoflacher
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Beitrag(#2038877) Verfasst am: 10.01.2016, 14:26    Titel: Antworten mit Zitat

Arno Gebauer hat folgendes geschrieben:
in der Tat geht uns die Arbeit langsam aus und die Roboter und die unehmende Anzahl der Niedriglöhner zahlen nichts in die Sozialkassen ein.

Hallo "Arno Gebauer"

Die Frage wird sein wer sich wann dieser neuen Situation stellen wird. Es werden aber schon jetzt Millionen Arbeitskräfte gar nicht mehr gebraucht um den Grundbedarf zu decken. Zum Teil braucht man die aber auch um eine abschreckende Wirkung (Furcht vor gesellschaftlichem Abstieg) zu erhalten, das treibt die anderen dazu an sich noch besser zu integrieren(lernen,studieren,anstrengen) und ihre Kritik zu minimieren.

Sobald die Zahl derjenigen die nicht mehr durch Erwerbsarbeit existieren können (auch wenn sie eine 'gute' Ausbildung haben, aus heutiger Sicht) zu gross werden wird dann ist ein Punkt erreicht wo es noch 2 Richtungen gibt: man macht mit Gewalt weiter wie bisher, oder aber man realisiert das man es mit grundsätzlichen Änderungen zu tun hat und alte Verfahrensweisen evtl nicht mehr genutzt werden können und durch neue ersetzt werden müssen.
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vrolijke
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Beitrag(#2038878) Verfasst am: 10.01.2016, 14:41    Titel: Antworten mit Zitat

Alles begann, als die Dampfmaschine erfunden wurde.

Gab es vorher keine Armut? Suspekt
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Beitrag(#2038882) Verfasst am: 10.01.2016, 15:22    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Alles begann, als die Dampfmaschine erfunden wurde.

Gab es vorher keine Armut? Suspekt

Ging es da primär um die (Beseitigung,Minderung) von Armut?

Gerade im militärischen Bereich brachte die Dampfkraft Vorteile. Wer Schiffe mit Dampfkraft antrieb der hatte einige Vorteile gegenüber denen die mit Segelschiffen angriffen oder verteidigten. Und grosse Bewegungen von Truppen und schweren Waffen/Ausrüstung ging mit Eisenbahn schneller.
Gut, man musste erst eine riesen Industrie aufbauen (und damit auch das alte System der Selbstversorger mehr oder weniger entfernen) und eigene Wälder abholzen.
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vrolijke
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Beitrag(#2038885) Verfasst am: 10.01.2016, 16:00    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Alles begann, als die Dampfmaschine erfunden wurde.

Gab es vorher keine Armut? Suspekt

Ging es da primär um die (Beseitigung,Minderung) von Armut?

Gerade im militärischen Bereich brachte die Dampfkraft Vorteile. Wer Schiffe mit Dampfkraft antrieb der hatte einige Vorteile gegenüber denen die mit Segelschiffen angriffen oder verteidigten. Und grosse Bewegungen von Truppen und schweren Waffen/Ausrüstung ging mit Eisenbahn schneller.
Gut, man musste erst eine riesen Industrie aufbauen (und damit auch das alte System der Selbstversorger mehr oder weniger entfernen) und eigene Wälder abholzen.


Ich wollte nur drauf aufmerksam machen, dass es andere Kriterien gibt für Armut, als eine Industrialisierung.

Es können genauso gut viele, als einige davon profitieren.

Es hängt nicht nur vom Fortschritt ab, wie Menschen miteinander umgehen.
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Arno Gebauer
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Anmeldungsdatum: 30.01.2005
Beiträge: 681

Beitrag(#2038893) Verfasst am: 10.01.2016, 17:03    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Alles begann, als die Dampfmaschine erfunden wurde.

Gab es vorher keine Armut? Suspekt

Ging es da primär um die (Beseitigung,Minderung) von Armut?

Gerade im militärischen Bereich brachte die Dampfkraft Vorteile. Wer Schiffe mit Dampfkraft antrieb der hatte einige Vorteile gegenüber denen die mit Segelschiffen angriffen oder verteidigten. Und grosse Bewegungen von Truppen und schweren Waffen/Ausrüstung ging mit Eisenbahn schneller.
Gut, man musste erst eine riesen Industrie aufbauen (und damit auch das alte System der Selbstversorger mehr oder weniger entfernen) und eigene Wälder abholzen.


Ich wollte nur drauf aufmerksam machen, dass es andere Kriterien gibt für Armut, als eine Industrialisierung.

Es können genauso gut viele, als einige davon profitieren.

Es hängt nicht nur vom Fortschritt ab, wie Menschen miteinander umgehen.



Guten Tag, vrolijke,

unser Reichtum wird die steigende Anzahl verarmter Bürger sein!

Durch den Wettbewerb im technischen Fortschritt verlieren immer mehr Bürger
ihren Arbeitsplatz
und durch die rasant wachsende Bevölkerung - weltweit- finden immer weniger
Bürger einen Arbeitsplatz.

Außerdem kommt die Mitarbeiter-Entrechtung gut voran!

http://www.work-watch.de/

In unserem Wirtschaftssystem ist das Endziel die Versklavung!

Viele Grüße
Arno Gebauer
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Ahriman
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Beitrag(#2038896) Verfasst am: 10.01.2016, 17:43    Titel: Antworten mit Zitat

Die ganze Verarmungs-Geschichte hat dort ihr Ende, da endlich die Armen loslegen und die Reichen aufhängen. So fing ja die Französische Revolution auch an.
Unsere herrschende Schicht weiß das genau, und fürchtet das auch. Daher rühren alle die laufenden Bestrebungen, einen Überwachungsstaat zu schaffen und gleichzeitig das Volk zu verblöden.
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vrolijke
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Beitrag(#2038897) Verfasst am: 10.01.2016, 17:54    Titel: Antworten mit Zitat

Arno Gebauer hat folgendes geschrieben:

In unserem Wirtschaftssystem ist das Endziel die Versklavung!


Aha! Versklavung ist also eine Erscheinung der Neuzeit. zwinkern
_________________
Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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Misterfritz
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Beitrag(#2038898) Verfasst am: 10.01.2016, 17:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
Die ganze Verarmungs-Geschichte hat dort ihr Ende, da endlich die Armen loslegen und die Reichen aufhängen. So fing ja die Französische Revolution auch an.
Unsere herrschende Schicht weiß das genau, und fürchtet das auch. Daher rühren alle die laufenden Bestrebungen, einen Überwachungsstaat zu schaffen und gleichzeitig das Volk zu verblöden.
das finde ich sehr platt.
meinst du wirklich, man könnte eigentlich intelligente menschen dazu bringen, sich den ganzen tag rtl & co. reinzuziehen, vor allem, wenn es alternativen gibt?
und der überwachungsstaat wird immer dann vermisst, wenn eben nicht richtig überwacht wird - wie man jetzt beim kölner hbf. gesehen hat.
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Arno Gebauer
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Beitrag(#2038899) Verfasst am: 10.01.2016, 18:15    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Arno Gebauer hat folgendes geschrieben:

In unserem Wirtschaftssystem ist das Endziel die Versklavung!


Aha! Versklavung ist also eine Erscheinung der Neuzeit. zwinkern


Hallo, vrolijke,

Versklavung ist nicht eine Erscheinung der Neuzeit, sondern die logische
Fortentwicklung lohnabhängiger Beschäftigungsverhältnisse im weltweiten
Wettbewerb.

Interessant ist der Artikel:

Crowdsourcing und Cloudworking: Schöne neue Arbeitswelt
Tomasz Konicz 13.08.2012

unter der Internetadresse: http://www.heise.de/tp/artikel/37/37431/1.html

Viele Grüße
Arno Gebauer
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Trennung von Staat und Kirche !
Die geistigen Brandstifter des Holocausts waren die Kirchen! Sie haben viele Jahrhunderte lang gegen die Juden gehetzt!
Nie mehr Zeit und Geld für reiche Kirchen!!!!
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schtonk
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Beitrag(#2038902) Verfasst am: 10.01.2016, 19:00    Titel: Antworten mit Zitat

Arno Gebauer hat folgendes geschrieben:

...

unser Reichtum wird die steigende Anzahl verarmter Bürger sein!

Durch den Wettbewerb im technischen Fortschritt verlieren immer mehr Bürger
ihren Arbeitsplatz
und durch die rasant wachsende Bevölkerung - weltweit- finden immer weniger
Bürger einen Arbeitsplatz.

Außerdem kommt die Mitarbeiter-Entrechtung gut voran!

http://www.work-watch.de/

In unserem Wirtschaftssystem ist das Endziel die Versklavung!

Viele Grüße
Arno Gebauer

Das ist eine recht plakative Rhetorik. Aber seis drum, da passt was nicht:
Versklavung in der Ständegesellschaft/im Feudalismus ist gut erklärbar, in der Zeit der alten Ägypter etc. sowieso.
Aber heute? Wie sieht die aus? Und vor allem: Wenn immer mehr Bürger ihre (lohnabhängige) Arbeit verlieren,
sind sie zwar arm, worauf du ja auch hinweist, aber doch nicht (mehr) versklavt. Eher frei.
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Es ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von allen. - Karl Valentin
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Beitrag(#2038903) Verfasst am: 10.01.2016, 19:03    Titel: Antworten mit Zitat

Misterfritz hat folgendes geschrieben:
und der überwachungsstaat wird immer dann vermisst, wenn eben nicht richtig überwacht wird - wie man jetzt beim kölner hbf. gesehen hat.

Und andersrum, wer überwachen will der kommt durch den "kölner hbf." seinem Ziel näher.

Kann ein Kriegswaffenproduzent ein Interesse daran haben das seine Produkte nicht eingesetzt werden*, das es keine Kriege gibt? Wie weit geht der um sein Geschäft zu machen?
Wie weit geht jemand der überwachen will?


(* sofern die Waffen nicht nur zur Verteidigung oder Abschreckung vorgesehen sind)
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vrolijke
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Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2038904) Verfasst am: 10.01.2016, 19:07    Titel: Antworten mit Zitat

schtonk hat folgendes geschrieben:
Arno Gebauer hat folgendes geschrieben:

...

unser Reichtum wird die steigende Anzahl verarmter Bürger sein!

Durch den Wettbewerb im technischen Fortschritt verlieren immer mehr Bürger
ihren Arbeitsplatz
und durch die rasant wachsende Bevölkerung - weltweit- finden immer weniger
Bürger einen Arbeitsplatz.

Außerdem kommt die Mitarbeiter-Entrechtung gut voran!

http://www.work-watch.de/

In unserem Wirtschaftssystem ist das Endziel die Versklavung!

Viele Grüße
Arno Gebauer

Das ist eine recht plakative Rhetorik. Aber seis drum, da passt was nicht:
Versklavung in der Ständegesellschaft/im Feudalismus ist gut erklärbar, in der Zeit der alten Ägypter etc. sowieso.
Aber heute? Wie sieht die aus? Und vor allem: Wenn immer mehr Bürger ihre (lohnabhängige) Arbeit verlieren,
sind sie zwar arm, worauf du ja auch hinweist, aber doch nicht (mehr) versklavt. Eher frei.


So ist es!
Hauptsache man kann mit schlagwörter um sich werfen. Mit den Augen rollen

Versklavung ist wesentlich älter als Lohnarbeit.

Lohnarbeit kann sogar dazu verwendet werden, Sklaverei aus der Welt zu schaffen.
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Beitrag(#2038906) Verfasst am: 10.01.2016, 19:18    Titel: Antworten mit Zitat

schtonk hat folgendes geschrieben:
Versklavung in der Ständegesellschaft/im Feudalismus ist gut erklärbar, in der Zeit der alten Ägypter etc. sowieso.
Aber heute? Wie sieht die aus?

Weisst du welche Jobs ein Sklave früher bei den Römern oder auch den Griechen gemacht hatten? Die waren u.a. Ärzte, Lehrer, Erzieher, Polizisten, Köche, etc

Wie wäre es wenn man statt Sklave den Begriff Fremdbestimmter nutzen würde?
Oder wie sollte man jemanden nennen der in irgend einer Form jemand anderem gehört?

Zitat:
Und vor allem: Wenn immer mehr Bürger ihre (lohnabhängige) Arbeit verlieren,
sind sie zwar arm, worauf du ja auch hinweist, aber doch nicht (mehr) versklavt. Eher frei.

Und frei von Küchenarbeit (es sei denn sie haben andere Zugänge zu Nahrung). Möglichkeit zur Selbstversorgung haben nicht so viele, auch das Wissen dazu dürfte etlichen fehlen.
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Beitrag(#2038907) Verfasst am: 10.01.2016, 19:22    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Wie wäre es wenn man statt Sklave den Begriff Fremdbestimmter nutzen würde?
Oder wie sollte man jemanden nennen der in irgend einer Form jemand anderem gehört?

Zitat:
Und vor allem: Wenn immer mehr Bürger ihre (lohnabhängige) Arbeit verlieren,
sind sie zwar arm, worauf du ja auch hinweist, aber doch nicht (mehr) versklavt. Eher frei.

Und frei von Küchenarbeit (es sei denn sie haben andere Zugänge zu Nahrung). Möglichkeit zur Selbstversorgung haben nicht so viele, auch das Wissen dazu dürfte etlichen fehlen.
und vielleicht haben die leute auch keinen bock dazu, ihr gemüse selbst anzupflanzen, sich JEDEN tag ums vieh zu kümmern, etc.
selbstbestimmt sieht für mich anders aus.
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schtonk
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Beitrag(#2038911) Verfasst am: 10.01.2016, 19:47    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
Versklavung in der Ständegesellschaft/im Feudalismus ist gut erklärbar, in der Zeit der alten Ägypter etc. sowieso.
Aber heute? Wie sieht die aus?

Weisst du welche Jobs ein Sklave früher bei den Römern oder auch den Griechen gemacht hatten? Die waren u.a. Ärzte, Lehrer, Erzieher, Polizisten, Köche, etc

Dass es auch privilegierte Sklaven gab ist mir bekannt.
Das löst den Widerspruch aber nicht auf, auf den ich @A.Gebauer hinweisen wollte.


Zitat:
Zitat:
Und vor allem: Wenn immer mehr Bürger ihre (lohnabhängige) Arbeit verlieren,
sind sie zwar arm, worauf du ja auch hinweist, aber doch nicht (mehr) versklavt. Eher frei.

Und frei von Küchenarbeit (es sei denn sie haben andere Zugänge zu Nahrung). Möglichkeit zur Selbstversorgung haben nicht so viele, auch das Wissen dazu dürfte etlichen fehlen.

Das ist mir jetzt ein bisschen zu ideenflüchtig.
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Beitrag(#2038912) Verfasst am: 10.01.2016, 20:03    Titel: Antworten mit Zitat

schtonk hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Zitat:
Und vor allem: Wenn immer mehr Bürger ihre (lohnabhängige) Arbeit verlieren,
sind sie zwar arm, worauf du ja auch hinweist, aber doch nicht (mehr) versklavt. Eher frei.

Und frei von Küchenarbeit (es sei denn sie haben andere Zugänge zu Nahrung). Möglichkeit zur Selbstversorgung haben nicht so viele, auch das Wissen dazu dürfte etlichen fehlen.

Das ist mir jetzt ein bisschen zu ideenflüchtig.

sehe ich aber auch so wenn du in einem ballungsgebiet zu zweit als paar in einer 27qm Wohnung von hartz4 lebst ohne backofen und Waschmaschine und die herdplatte nur 2 flächen hat und dann erklärt dir das amt als selbstversorger zu zweit spart ihr ja eine menge geld...
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Beitrag(#2038916) Verfasst am: 10.01.2016, 20:09    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
Arno Gebauer hat folgendes geschrieben:

...

unser Reichtum wird die steigende Anzahl verarmter Bürger sein!

Durch den Wettbewerb im technischen Fortschritt verlieren immer mehr Bürger
ihren Arbeitsplatz
und durch die rasant wachsende Bevölkerung - weltweit- finden immer weniger
Bürger einen Arbeitsplatz.

Außerdem kommt die Mitarbeiter-Entrechtung gut voran!

http://www.work-watch.de/

In unserem Wirtschaftssystem ist das Endziel die Versklavung!

Viele Grüße
Arno Gebauer

Das ist eine recht plakative Rhetorik. Aber seis drum, da passt was nicht:
Versklavung in der Ständegesellschaft/im Feudalismus ist gut erklärbar, in der Zeit der alten Ägypter etc. sowieso.
Aber heute? Wie sieht die aus? Und vor allem: Wenn immer mehr Bürger ihre (lohnabhängige) Arbeit verlieren,
sind sie zwar arm, worauf du ja auch hinweist, aber doch nicht (mehr) versklavt. Eher frei.


So ist es!
Hauptsache man kann mit schlagwörter um sich werfen. Mit den Augen rollen

Versklavung ist wesentlich älter als Lohnarbeit.

Lohnarbeit kann sogar dazu verwendet werden, Sklaverei aus der Welt zu schaffen.

lohnarbeit ist die weiterentwicklung der Sklaverei, denn nun entfallen die Anschaffungskosten und die werterentwicklung für den Mitarbeiter.

im kapitalismus ist es üblich ständig an allen eigenen kosten zu drehen. meist manövriert man vertragspartner in eine schlechtere lage unter der sie günstigere konditionen anbieten müssen.
arbeitnehmer sind davon besonders betroffen, wenn sie keine dringend benötigten besonderen fähigkeiten haben und die Konkurrenz auf dem arbeitsmarkt hoch ist.
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