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Syrien - Säbelrasseln und Vorurteile
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Skeptiker
gegen toxische Verträge aller Art



Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 12158
Wohnort: Lovetown

Beitrag(#2085087) Verfasst am: 07.02.2017, 08:01    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Syriens Regierung hat nach Erkenntnissen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International rund 13.000 Gefangene bei Massenhinrichtungen töten lassen. Die Menschen wurden von 2011 bis 2015 in dem berüchtigten Militärgefängnis Saidnaja nahe Damaskus ohne ein rechtsstaatliches Verfahren gehängt, wie es in einem am Dienstag veröffentlichten Amnesty-Bericht heißt. Bei den meisten Hingerichteten habe es sich um Zivilisten gehandelt.
[...]
Bei den Massenhinrichtungen seien routinemäßig über fünf Jahre jede Woche oder oft zweimal in der Woche Gruppen von bis zu 50 Menschen unter größter Geheimhaltung nachts gehängt worden. Es gebe starken Grund zur Annahme, dass dies bis heute weitergehe.

Dem Bericht zufolge wurden die Insassen vor der Hinrichtung in Schnellverfahren von einem Militärgericht zum Tode verurteilt. Die Urteile basierten auf falschen Geständnissen, die Gefangene unter Folter gegeben hätten. Der Bericht stützt sich nach Angaben von Amnesty auf Interviews mit 84 Zeugen, darunter mit früheren Wächtern und Offiziellen, Insassen, Richtern und Anwälten.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-02/syrien-amnesty-international-massenhinrichtungen


Das wusste man schon vorher.

Trotzdem stört es in die westlichen Profitklassen nicht ein Jota.

Mal snd sie gegenüber Folterregimen nett und freundlich, wenn ihre Strategien das vorsehen, mal sind sie es nicht, wenn ihre Strategien es nicht vorsehen.

So what, zelig?
_________________
°
"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 18490
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2085092) Verfasst am: 07.02.2017, 08:21    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Syriens Regierung hat nach Erkenntnissen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International rund 13.000 Gefangene bei Massenhinrichtungen töten lassen. Die Menschen wurden von 2011 bis 2015 in dem berüchtigten Militärgefängnis Saidnaja nahe Damaskus ohne ein rechtsstaatliches Verfahren gehängt, wie es in einem am Dienstag veröffentlichten Amnesty-Bericht heißt. Bei den meisten Hingerichteten habe es sich um Zivilisten gehandelt.
[...]
Bei den Massenhinrichtungen seien routinemäßig über fünf Jahre jede Woche oder oft zweimal in der Woche Gruppen von bis zu 50 Menschen unter größter Geheimhaltung nachts gehängt worden. Es gebe starken Grund zur Annahme, dass dies bis heute weitergehe.

Dem Bericht zufolge wurden die Insassen vor der Hinrichtung in Schnellverfahren von einem Militärgericht zum Tode verurteilt. Die Urteile basierten auf falschen Geständnissen, die Gefangene unter Folter gegeben hätten. Der Bericht stützt sich nach Angaben von Amnesty auf Interviews mit 84 Zeugen, darunter mit früheren Wächtern und Offiziellen, Insassen, Richtern und Anwälten.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-02/syrien-amnesty-international-massenhinrichtungen


Das wusste man schon vorher.

Trotzdem stört es in die westlichen Profitklassen nicht ein Jota.

Mal snd sie gegenüber Folterregimen nett und freundlich, wenn ihre Strategien das vorsehen, mal sind sie es nicht, wenn ihre Strategien es nicht vorsehen.

So what, zelig?

@ skeptiker
Da Du das westliche so betonst: Wie machen das denn die östlichen Profitklassen, die von Marx und Mao inspiriert sind?
_________________
Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 21632

Beitrag(#2085095) Verfasst am: 07.02.2017, 08:56    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Syriens Regierung hat nach Erkenntnissen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International rund 13.000 Gefangene bei Massenhinrichtungen töten lassen. Die Menschen wurden von 2011 bis 2015 in dem berüchtigten Militärgefängnis Saidnaja nahe Damaskus ohne ein rechtsstaatliches Verfahren gehängt, wie es in einem am Dienstag veröffentlichten Amnesty-Bericht heißt. Bei den meisten Hingerichteten habe es sich um Zivilisten gehandelt.
[...]
Bei den Massenhinrichtungen seien routinemäßig über fünf Jahre jede Woche oder oft zweimal in der Woche Gruppen von bis zu 50 Menschen unter größter Geheimhaltung nachts gehängt worden. Es gebe starken Grund zur Annahme, dass dies bis heute weitergehe.

Dem Bericht zufolge wurden die Insassen vor der Hinrichtung in Schnellverfahren von einem Militärgericht zum Tode verurteilt. Die Urteile basierten auf falschen Geständnissen, die Gefangene unter Folter gegeben hätten. Der Bericht stützt sich nach Angaben von Amnesty auf Interviews mit 84 Zeugen, darunter mit früheren Wächtern und Offiziellen, Insassen, Richtern und Anwälten.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-02/syrien-amnesty-international-massenhinrichtungen


Das wusste man schon vorher.

Trotzdem stört es in die westlichen Profitklassen nicht ein Jota.

Mal snd sie gegenüber Folterregimen nett und freundlich, wenn ihre Strategien das vorsehen, mal sind sie es nicht, wenn ihre Strategien es nicht vorsehen.

So what, zelig?


Ich dachte, heimliche, massenweise Hinrichtungen könnten auch für uns von Belang sein. Und dann dachte ich, der Umstand, daß man das nachweisen kann, würde niemals jemanden nerven können. Vielleicht habe ich mich geirrt?
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 18490
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2085097) Verfasst am: 07.02.2017, 09:19    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Syriens Regierung hat nach Erkenntnissen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International rund 13.000 Gefangene bei Massenhinrichtungen töten lassen. Die Menschen wurden von 2011 bis 2015 in dem berüchtigten Militärgefängnis Saidnaja nahe Damaskus ohne ein rechtsstaatliches Verfahren gehängt, wie es in einem am Dienstag veröffentlichten Amnesty-Bericht heißt. Bei den meisten Hingerichteten habe es sich um Zivilisten gehandelt.
[...]
Bei den Massenhinrichtungen seien routinemäßig über fünf Jahre jede Woche oder oft zweimal in der Woche Gruppen von bis zu 50 Menschen unter größter Geheimhaltung nachts gehängt worden. Es gebe starken Grund zur Annahme, dass dies bis heute weitergehe.

Dem Bericht zufolge wurden die Insassen vor der Hinrichtung in Schnellverfahren von einem Militärgericht zum Tode verurteilt. Die Urteile basierten auf falschen Geständnissen, die Gefangene unter Folter gegeben hätten. Der Bericht stützt sich nach Angaben von Amnesty auf Interviews mit 84 Zeugen, darunter mit früheren Wächtern und Offiziellen, Insassen, Richtern und Anwälten.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-02/syrien-amnesty-international-massenhinrichtungen


Das wusste man schon vorher.

Trotzdem stört es in die westlichen Profitklassen nicht ein Jota.

Mal snd sie gegenüber Folterregimen nett und freundlich, wenn ihre Strategien das vorsehen, mal sind sie es nicht, wenn ihre Strategien es nicht vorsehen.

So what, zelig?


Ich dachte, heimliche, massenweise Hinrichtungen könnten auch für uns von Belang sein. Und dann dachte ich, der Umstand, daß man das nachweisen kann, würde niemals jemanden nerven können. Vielleicht habe ich mich geirrt?

@ zelig
Wenn wir mal von der unfreiwilligen Komik absehen, die unser revolutionäres Maskottchen produziert, ist dieser Umstand zweischneidig (Die Gewohnheit des Grauens, die sich da einschleicht, lass ich mal unbeachtet).

Auf der einen Seite ist es in irgendeiner Weise tröstlich, dass da nicht nur nichts mehr heimlich bleibt, sondern die Zeiten, die es braucht, um alles ans Licht zu bringen, immer kürzer werden; es fehlt nicht mehr viel an der Echtzeitzeugenschaft auch zu den heimlichsten Verbrechen. Auf der anderen Seite bedeutet das natürlich für die Potentaten, die ihr Morden deshalb ja nicht lassen, dass jede Form eines politischen Übergangs immer schwieriger wird, weil sie die Hoffnung aufgeben müssen, einen ruhigen Lebensabend in irgendeinem Exil verbringen zu können.

Manchmal wäre es vielleicht ganz sinnvoll, auch so ein Arschloch wie Assad auf ein ruhiges Altenteil mit Pool, Golf und Bedienung auf den Bahamas schicken zu können, wenn man das Grauen dadurch beenden könnte - aber wie willst Du das nach solchen Nachrichten machen?
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zelig
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Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 21632

Beitrag(#2085098) Verfasst am: 07.02.2017, 09:35    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:

Auf der einen Seite ist es in irgendeiner Weise tröstlich, dass da nicht nur nichts mehr heimlich bleibt, sondern die Zeiten, die es braucht, um alles ans Licht zu bringen, immer kürzer werden; es fehlt nicht mehr viel an der Echtzeitzeugenschaft auch zu den heimlichsten Verbrechen. Auf der anderen Seite bedeutet das natürlich für die Potentaten, die ihr Morden deshalb ja nicht lassen, dass jede Form eines politischen Übergangs immer schwieriger wird, weil sie die Hoffnung aufgeben müssen, einen ruhigen Lebensabend in irgendeinem Exil verbringen zu können.

Manchmal wäre es vielleicht ganz sinnvoll, auch so ein Arschloch wie Assad auf ein ruhiges Altenteil mit Pool, Golf und Bedienung auf den Bahamas schicken zu können, wenn man das Grauen dadurch beenden könnte - aber wie willst Du das nach solchen Nachrichten machen?


Hm, ich musste bisschen nachdenken, um zu verstehen was Du damit meinst.
Ich würde zunächst sagen, ob etwas tröstlich ist, oder was für Folgen die Aufdeckung einer Untat hat, diese Fragen werden überhaupt erst relevant, wenn die Wahrheit ans Licht kommen kann. Die Wahrheit ist in meinen Augen erstmal völlig zweckfrei, ihre Bedeutung ist elementar. Es spielt keine Rolle, ob die Wahrheit gegen meinen oder gegen Deinen Standpunt spricht. Insofern - nur wenn ich Deine Einlassung richtig verstanden habe - können wir niemals aufgrund praktischer Überlegungen auf den Anspruch verzichten, die Wahrheit aufzudecken. Erst Recht nicht, wenn es um den Altersfrieden irgendwelcher Potentaten geht.

Ich glaube das kann man in heutigen Zeiten nicht deutlich genug betonen.
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Skeptiker
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Beitrag(#2085099) Verfasst am: 07.02.2017, 09:42    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Syriens Regierung hat nach Erkenntnissen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International rund 13.000 Gefangene bei Massenhinrichtungen töten lassen. Die Menschen wurden von 2011 bis 2015 in dem berüchtigten Militärgefängnis Saidnaja nahe Damaskus ohne ein rechtsstaatliches Verfahren gehängt, wie es in einem am Dienstag veröffentlichten Amnesty-Bericht heißt. Bei den meisten Hingerichteten habe es sich um Zivilisten gehandelt.
[...]
Bei den Massenhinrichtungen seien routinemäßig über fünf Jahre jede Woche oder oft zweimal in der Woche Gruppen von bis zu 50 Menschen unter größter Geheimhaltung nachts gehängt worden. Es gebe starken Grund zur Annahme, dass dies bis heute weitergehe.

Dem Bericht zufolge wurden die Insassen vor der Hinrichtung in Schnellverfahren von einem Militärgericht zum Tode verurteilt. Die Urteile basierten auf falschen Geständnissen, die Gefangene unter Folter gegeben hätten. Der Bericht stützt sich nach Angaben von Amnesty auf Interviews mit 84 Zeugen, darunter mit früheren Wächtern und Offiziellen, Insassen, Richtern und Anwälten.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-02/syrien-amnesty-international-massenhinrichtungen


Das wusste man schon vorher.

Trotzdem stört es in die westlichen Profitklassen nicht ein Jota.

Mal snd sie gegenüber Folterregimen nett und freundlich, wenn ihre Strategien das vorsehen, mal sind sie es nicht, wenn ihre Strategien es nicht vorsehen.

So what, zelig?

@ skeptiker
Da Du das westliche so betonst: ...


Das scheint nur so. Ich betone das kapitalistische, die volle Entwicklung des Imperialismus, die in Nordamerika und Westeuropa - also *im Westen* - am stärksten und am plastischsten erkenn- und analysierbar ist. Die schwächeren imperialistischen, auch bürgerlichen Staaten wie Russland unterliegen dem stärksten Imperialismus, deren Prinzip ist aber das Gleiche; es hat damit zu tun, dass es nicht nur um Ausbeutung von Menschen & Natur geht, sondern um die globale Kontrolle der Ausbeutungsbedingungen an sich, was u.a. auch eine gigantische Militärmaschinerie, Wirtschafts- und politische Kriege bedingt. Aber die Theorien des Imperialisms sind ausgefeilter als in ein paar Forumszeilen darstellbar.

Man vergesse übrigens nicht den japanischen Imperialismus. Wenn diese auch nicht westlich ist, so sind seine Mechanismen die gleichen und er ist mit dem westlichen assoziiert.

An sich hat der Imperialismus genau so wenig einen Ort wie die Amoral (a.a.O.)

fwo hat folgendes geschrieben:
... Wie machen das denn die östlichen Profitklassen, die von Marx und Mao inspiriert sind?


Die chinesischen Kapitalisten machen das so, dass auf ihren Geldscheinen ausnahmslos Mao abgedruckt ist. Die russischen Kapitalisten verzichten auf Marx-Bilder auf ihren Geldscheinen.

Ein marxistischer Kapitalismus? Nun ja, das ist eine interessante Diskussion. Immerhin ist die voll entwickelte kapitalistische Produktionsweise bzw. voll entwickelte Produktivkräfte die materialle Basis für eine marxistische bzw. soziale Revolutionierung der Gesellschaft. Die Verdienste des Kapitalismus sind unbestritten, aber der Destruktivkräfte eben auch und diese sind eben nicht akzeptabel.

[Stoff für weitere threads]
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Skeptiker
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Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 12158
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Beitrag(#2085100) Verfasst am: 07.02.2017, 09:49    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Syriens Regierung hat nach Erkenntnissen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International rund 13.000 Gefangene bei Massenhinrichtungen töten lassen. Die Menschen wurden von 2011 bis 2015 in dem berüchtigten Militärgefängnis Saidnaja nahe Damaskus ohne ein rechtsstaatliches Verfahren gehängt, wie es in einem am Dienstag veröffentlichten Amnesty-Bericht heißt. Bei den meisten Hingerichteten habe es sich um Zivilisten gehandelt.
[...]
Bei den Massenhinrichtungen seien routinemäßig über fünf Jahre jede Woche oder oft zweimal in der Woche Gruppen von bis zu 50 Menschen unter größter Geheimhaltung nachts gehängt worden. Es gebe starken Grund zur Annahme, dass dies bis heute weitergehe.

Dem Bericht zufolge wurden die Insassen vor der Hinrichtung in Schnellverfahren von einem Militärgericht zum Tode verurteilt. Die Urteile basierten auf falschen Geständnissen, die Gefangene unter Folter gegeben hätten. Der Bericht stützt sich nach Angaben von Amnesty auf Interviews mit 84 Zeugen, darunter mit früheren Wächtern und Offiziellen, Insassen, Richtern und Anwälten.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-02/syrien-amnesty-international-massenhinrichtungen


Das wusste man schon vorher.

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Mal snd sie gegenüber Folterregimen nett und freundlich, wenn ihre Strategien das vorsehen, mal sind sie es nicht, wenn ihre Strategien es nicht vorsehen.

So what, zelig?


Ich dachte, heimliche, massenweise Hinrichtungen könnten auch für uns von Belang sein. Und dann dachte ich, der Umstand, daß man das nachweisen kann, würde niemals jemanden nerven können. Vielleicht habe ich mich geirrt?


Die doppelten Standards, zelig, die doppelten Standards.

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jdf
hmm



Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 16426

Beitrag(#2085101) Verfasst am: 07.02.2017, 09:56    Titel: Antworten mit Zitat

Außenpolitik ist Interessenpolitik. Daran ist nichts neu.

Und dass dabei idR Partikularinteressen vertreten werden ist auch nicht neu.

Und ich meine, dass diese Mechanismen unabhängig von der Staats- oder Regierungsform sind.
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fwo
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Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 18490
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2085105) Verfasst am: 07.02.2017, 10:45    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:

Auf der einen Seite ist es in irgendeiner Weise tröstlich, dass da nicht nur nichts mehr heimlich bleibt, sondern die Zeiten, die es braucht, um alles ans Licht zu bringen, immer kürzer werden; es fehlt nicht mehr viel an der Echtzeitzeugenschaft auch zu den heimlichsten Verbrechen. Auf der anderen Seite bedeutet das natürlich für die Potentaten, die ihr Morden deshalb ja nicht lassen, dass jede Form eines politischen Übergangs immer schwieriger wird, weil sie die Hoffnung aufgeben müssen, einen ruhigen Lebensabend in irgendeinem Exil verbringen zu können.

Manchmal wäre es vielleicht ganz sinnvoll, auch so ein Arschloch wie Assad auf ein ruhiges Altenteil mit Pool, Golf und Bedienung auf den Bahamas schicken zu können, wenn man das Grauen dadurch beenden könnte - aber wie willst Du das nach solchen Nachrichten machen?


Hm, ich musste bisschen nachdenken, um zu verstehen was Du damit meinst.
Ich würde zunächst sagen, ob etwas tröstlich ist, oder was für Folgen die Aufdeckung einer Untat hat, diese Fragen werden überhaupt erst relevant, wenn die Wahrheit ans Licht kommen kann. Die Wahrheit ist in meinen Augen erstmal völlig zweckfrei, ihre Bedeutung ist elementar. Es spielt keine Rolle, ob die Wahrheit gegen meinen oder gegen Deinen Standpunt spricht. Insofern - nur wenn ich Deine Einlassung richtig verstanden habe - können wir niemals aufgrund praktischer Überlegungen auf den Anspruch verzichten, die Wahrheit aufzudecken. Erst Recht nicht, wenn es um den Altersfrieden irgendwelcher Potentaten geht.

Ich glaube das kann man in heutigen Zeiten nicht deutlich genug betonen.


Bevor Du mich erinnerst: Ich weiß noch, dass ich gegenüber dem administrativ verblichenen Er_Win vor Kurzem genau Deine Position vertreten habe (in irgendeiner Form muss man ihn ja vertreten, damit es nicht langweilig wird zwinkern ):
fwo hat folgendes geschrieben:
...
Diese Art der Verantwortlichkeitszuweisung ist die der Geiselnehmer, die die Verantwortung für tote Geiseln denen aufbürden wollen, die ihrer Erpressung nicht nachgeben. Ich weiß, dass unsere Öffentlichkeit das regelmäßig auch so sieht, aber da bin etwas schlichter gestrickt und unterscheide nicht zwischen juristischer und moralischer Verantwortung: Die Verantwortung für das Schicksal der Geiseln trägt der Geiselnehmer und niemand sonst.
....
Außerdem bin ich gespannt, welche Strategie Du vorgeschlagen hättest. Um es in der ganzen Komplexität zu sehen: Zu den schwer kalkulierbaren Handlungsfolgen gehört übrigens auch die Signalwirkung Deiner Handlung für Nachfolgetäter.


Es geht nur indirekt um den Altersfrieden irgendwelcher Potentaten. In den Prinzipien sind wir uns wohl einig (s.o.).

Ich bin jetzt mal unfair und gebe Dir die Möglichkeit der Macht und setze Dich auf den Sessel so eines Entscheiders im Vorzimmer eines (nicht dieses) amerikanischen Präsidenten oder auch nur im deutschen Kanzleramt, der zwischen Geheimdienst und Politik zu vermitteln hat und mit dem Außenminister die Informationen berät, mit denen er ihn in die nächste Konferenz schickt. Und jetzt stehst Du vor der Wahl, 50000 Tote in der Schublade verschwinden zu lassen, um eine Verhandlungslösung möglich zu machen, oder sie auf den Tisch zu legen und damit den Ausgang auf das militärische Ende zu verschieben, also geschätzte 200 000 Tote später.

Sind Sie sicher, wie Sie entscheiden würden, Herr zelig?

p.s. @ zelig: Natürlich will ich Dich nicht zwingen, hier eine der beiden Entscheidung zu vertreten, ich stelle mir das auch nicht leicht vor, mit einer dieser Entscheidungen zu leben. Insofern vertrete ich hier doch die selbe Seite wie gegenüber Er_Win: Ich habe einfach Schwierigkeiten, die Grautöne nicht zu sehen, die dieses Grauen enthält.

In Foren ist gut Prinzipien reiten.
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vrolijke
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Beitrag(#2085106) Verfasst am: 07.02.2017, 10:52    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Syriens Regierung hat nach Erkenntnissen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International rund 13.000 Gefangene bei Massenhinrichtungen töten lassen. Die Menschen wurden von 2011 bis 2015 in dem berüchtigten Militärgefängnis Saidnaja nahe Damaskus ohne ein rechtsstaatliches Verfahren gehängt, wie es in einem am Dienstag veröffentlichten Amnesty-Bericht heißt. Bei den meisten Hingerichteten habe es sich um Zivilisten gehandelt.
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Die doppelten Standards, zelig, die doppelten Standards.

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Das ist das westliche Prinzip. Das kennst du doch, oder?

Der sich über doppelte Standards aufregt, ist plötzlich mit blindheit geschlagen.
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Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

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Beiträge: 21632

Beitrag(#2085124) Verfasst am: 07.02.2017, 12:24    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Syriens Regierung hat nach Erkenntnissen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International rund 13.000 Gefangene bei Massenhinrichtungen töten lassen. Die Menschen wurden von 2011 bis 2015 in dem berüchtigten Militärgefängnis Saidnaja nahe Damaskus ohne ein rechtsstaatliches Verfahren gehängt, wie es in einem am Dienstag veröffentlichten Amnesty-Bericht heißt. Bei den meisten Hingerichteten habe es sich um Zivilisten gehandelt.
[...]
Bei den Massenhinrichtungen seien routinemäßig über fünf Jahre jede Woche oder oft zweimal in der Woche Gruppen von bis zu 50 Menschen unter größter Geheimhaltung nachts gehängt worden. Es gebe starken Grund zur Annahme, dass dies bis heute weitergehe.

Dem Bericht zufolge wurden die Insassen vor der Hinrichtung in Schnellverfahren von einem Militärgericht zum Tode verurteilt. Die Urteile basierten auf falschen Geständnissen, die Gefangene unter Folter gegeben hätten. Der Bericht stützt sich nach Angaben von Amnesty auf Interviews mit 84 Zeugen, darunter mit früheren Wächtern und Offiziellen, Insassen, Richtern und Anwälten.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-02/syrien-amnesty-international-massenhinrichtungen


Das wusste man schon vorher.

Trotzdem stört es in die westlichen Profitklassen nicht ein Jota.

Mal snd sie gegenüber Folterregimen nett und freundlich, wenn ihre Strategien das vorsehen, mal sind sie es nicht, wenn ihre Strategien es nicht vorsehen.

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Ich dachte, heimliche, massenweise Hinrichtungen könnten auch für uns von Belang sein. Und dann dachte ich, der Umstand, daß man das nachweisen kann, würde niemals jemanden nerven können. Vielleicht habe ich mich geirrt?


Die doppelten Standards, zelig, die doppelten Standards.

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Das ist das westliche Prinzip. Das kennst du doch, oder?

Der sich über doppelte Standards aufregt, ist plötzlich mit blindheit geschlagen.


Wenn jemand mit Buzzwords, aber ohne klare Aussage operiert, dann weiß er, daß der ausformulierte Vorwurf keinen Bestand hätte, aber er möchte dennoch nicht auf die diskreditierende Wirkung verzichten. Soviel dazu.
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Anmeldungsdatum: 31.03.2004
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Beitrag(#2085126) Verfasst am: 07.02.2017, 12:42    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Ich bin jetzt mal unfair und gebe Dir die Möglichkeit der Macht und setze Dich auf den Sessel so eines Entscheiders im Vorzimmer eines (nicht dieses) amerikanischen Präsidenten oder auch nur im deutschen Kanzleramt, der zwischen Geheimdienst und Politik zu vermitteln hat und mit dem Außenminister die Informationen berät, mit denen er ihn in die nächste Konferenz schickt. Und jetzt stehst Du vor der Wahl, 50000 Tote in der Schublade verschwinden zu lassen, um eine Verhandlungslösung möglich zu machen, oder sie auf den Tisch zu legen und damit den Ausgang auf das militärische Ende zu verschieben, also geschätzte 200 000 Tote später.

Sind Sie sicher, wie Sie entscheiden würden, Herr zelig?



Ich bin überhaupt nicht sicher. Zu soviel Machtausübung wäre ich real total unfähig.
Am grünen Tisch hier, an dem wir sitzen, würde ich keinesfalls die 50000 Toten in der "Schublade verschwinden" lassen. Ebenso am grünen Tisch würde ich das rational damit begründen, daß ich mit dem Einverständnis Vorschub leiste für die nächsten 50000 Toten. Und immer so weiter.
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Beitrag(#2085164) Verfasst am: 07.02.2017, 19:15    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Außenpolitik ist Interessenpolitik. Daran ist nichts neu.

Und dass dabei idR Partikularinteressen vertreten werden ist auch nicht neu.

Und ich meine, dass diese Mechanismen unabhängig von der Staats- oder Regierungsform sind.


Das ist ein guter Einwurf, eine gute Frage.

Sicher hat es schon in früheren Gesellschaftsformen häufiger Eroberungskriege, Gewaltherrschaften und Raubzüge gegeben, bei denen nationale Machtinteressen oder auch die narzistischen Charaktere bestimmter Herrscher der Ausgangspunkt waren. Die Geschichtsbücher sind voll davon.

Also neu, wie du richtig sagst, ist das wirklich nicht.

Dennoch gibt es im modernen Imperialismus nicht mehr die früheren starken Abhängigkeiten vom Charakter der Herrschenden. Die heutige Gesellschaft ist trotz Trump & co. mehr und mehr zu einer subjektlosen Gewalt geworden, in der Dominanz-, Kontroll- und Kriegsbestrebungen sich im Wesentlichen und zumindest der Tendenz nach zwangsläufig, *automatisch* aus dem objektiven Zwang zum Maximalprofit ergeben. Dieser Zwang verschafft sich zwar gelegentlich in der Installierung rücksichtsloser und gewalttätiger Figuren an der Spitze des Staates Ausdruck, jedoch sind solche *Charaktermasken* nicht mehr die primäre Ursache von Herrschaftsansprüchen gegenüber anderen Staaten. Und dieser Dominanzanspruch der stärkeren bürgerlichen Staaten verschwindet auch nicht mit dem Verschwinden der extremsten Führerfiguren, was halt der Kernunterschied zu früheren kolonialen Machtansprüchen ist.

It's the economy, stupid ...-
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Skeptiker
gegen toxische Verträge aller Art



Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 12158
Wohnort: Lovetown

Beitrag(#2085170) Verfasst am: 07.02.2017, 19:25    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Syriens Regierung hat nach Erkenntnissen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International rund 13.000 Gefangene bei Massenhinrichtungen töten lassen. Die Menschen wurden von 2011 bis 2015 in dem berüchtigten Militärgefängnis Saidnaja nahe Damaskus ohne ein rechtsstaatliches Verfahren gehängt, wie es in einem am Dienstag veröffentlichten Amnesty-Bericht heißt. Bei den meisten Hingerichteten habe es sich um Zivilisten gehandelt.
[...]
Bei den Massenhinrichtungen seien routinemäßig über fünf Jahre jede Woche oder oft zweimal in der Woche Gruppen von bis zu 50 Menschen unter größter Geheimhaltung nachts gehängt worden. Es gebe starken Grund zur Annahme, dass dies bis heute weitergehe.

Dem Bericht zufolge wurden die Insassen vor der Hinrichtung in Schnellverfahren von einem Militärgericht zum Tode verurteilt. Die Urteile basierten auf falschen Geständnissen, die Gefangene unter Folter gegeben hätten. Der Bericht stützt sich nach Angaben von Amnesty auf Interviews mit 84 Zeugen, darunter mit früheren Wächtern und Offiziellen, Insassen, Richtern und Anwälten.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-02/syrien-amnesty-international-massenhinrichtungen


Das wusste man schon vorher.

Trotzdem stört es in die westlichen Profitklassen nicht ein Jota.

Mal snd sie gegenüber Folterregimen nett und freundlich, wenn ihre Strategien das vorsehen, mal sind sie es nicht, wenn ihre Strategien es nicht vorsehen.

So what, zelig?


Ich dachte, heimliche, massenweise Hinrichtungen könnten auch für uns von Belang sein. Und dann dachte ich, der Umstand, daß man das nachweisen kann, würde niemals jemanden nerven können. Vielleicht habe ich mich geirrt?


Die doppelten Standards, zelig, die doppelten Standards.

"Er ist ein Schweinehund, aber er ist unser Schweinehund" - you know?

Das ist das westliche Prinzip. Das kennst du doch, oder?


zelig, warum kommt keine Antwort? Kennst du dieses westliche Prinzip oder kennst du es nicht?

Pass auf, ich schenk' dir ein Gedicht:

Zitat:
Als US-Präsident Franklin D. Roosevelt auf den nikaraguanischen Präsidenten Somoza angesprochen wurde, sagte er:
"He may be a son of a bitch, but he is our son of a bitch"
(Er mag ein Schweinehund sein, aber er ist unser Schweinehund.)



DIE BALLADE VON DEN SCHWEINEHUNDEN

In einem heißen Tropenstaat
nordsüdlich vom Äquator
herrscht' einst ein übler Potentat,
ein grausamer Diktator.

Ein Riesenhaufen Polizei
hielt's Volk in steter Sklaverei.
Wer's wagt, den Kopf zu heben,
der spielte mit dem Leben.

Drum insgeheim aus gutem Grund
nannt' man den Herrscher: Schweinehund.

Ein Land, das sich als Ordnungsmacht
und Freiheitsbringer brüstet,
hatt' einst ans Ruder ihn gebracht,
ihn reichlich ausgerüstet
mit hochmodernstem Kriegsgerät,
um's Volk, wenn es in Wut gerät,
gebührend zu belohnen,
und zwar mit blauen Bohnen.

Ein Schweinehund, sagt ihr? Na und?
Der Mann ist UNSER Schweinehund!

Er reißt die Türen sperrweit auf
für fremde Investoren -
sie strömen in sein Land zuhauf,
um dort nach Öl zu bohren.

Seitdem er dieses Land regiert,
sind die Profite garantiert:
die Arbeitskraft ist billig,
die Arbeitskräfte willig.

Konzerne stoßen sich gesund:
Es lebe unser Schweinehund!

(...)

Ein Stricher der Konzerne,
die ihn regier'n von ferne.?

Und aus des großen Bruders Schlund
quillt prompt ein weit'rer Schweinehund.

Den unheilvollen Teufelskreis,
ob man ihn je zerschlage?

Ach, wer darauf die Antwort weiß!
Gestattet eine Frage:
Sollt' man nicht zu dem Zweck vielleicht
- auch wenn es zweifellos nicht leicht -
zunächst mal die vernichten,
die solche Biester züchten.?

Verlust des Fressnapfs - ungesund
ist dies für jeden Schweinehund...


http://www.bremis.de/ballade.htm


Cool
_________________
°
"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 1341

Beitrag(#2085865) Verfasst am: 13.02.2017, 00:36    Titel: Antworten mit Zitat

https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/35909-todliche-spur-is-fleischfressende-krankheit/ schrieb:
Zitat:
Die von der Stechmücke übertragende Infektionserkrankung Leishmaniose breitet sich rasant in Syrien aus.

Eine ziemlich eklige Parasiten-Erkrankung.
Wird Zeit, dass die ISIS vertrieben wird.
_________________
Besondere Ergebnisse des G20-Gipfels in China: http://german.china.org.cn/txt/2016-09/08/content_39261108.htm
G20 Leaders' Communique Hangzhou Summit: http://www.g20.org/English/Dynamic/201609/t20160906_3396.html
http://www.un.org/en/index.html
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