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"Man wird wohl noch..." Grauzone Antisemitismus
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 19916
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2105931) Verfasst am: 30.08.2017, 21:59    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Ah, Schuldkult. Klar.

Ich nenne ihn auch so und finde ihn zum größten Teil richtig. Auch klar?

Dann hast du da einen sehr ungewöhnlichen Wortgebrauch. Denn erstens ist mit dem Wortteil "-kult", zumindest für eigentlich nichtreligiöse Dinge, normalerweise eine Abwertung verbunden; und zweitens handelt es sich eben deshalb um ein rechtsextremes Fahnenwort.

Kein ungewöhnlicher Wortgebrauch, nur etwas mehr Abstand zum eigenen Verhalten.
_________________
Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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schtonk
Korinthenliegenlasser
Moderator



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 7989

Beitrag(#2105948) Verfasst am: 31.08.2017, 01:29    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Einer der Felder wo die "rechtsextremen" (ein Wort das man heutzutage nur in Anführungszeichen setzen kann (durchaus recht haben.

Wo "ihr" rechts habt, habt "ihr" rechts (auch ein Wort in Anführungszeichen gesetzt).
_________________
Es ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von allen. - Karl Valentin
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, Postfeminist



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 35588
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2106839) Verfasst am: 11.09.2017, 23:33    Titel: Sohn des israelischen Regierungschef Netanjahu postet antisemitischen Comik. Antworten mit Zitat

Zitat:
Nachdem seit Monaten gegen Regierungschef Benjamin Netanjahu und seine Ehefrau Sara wegen verschiedener Vorwürfe polizeilich ermittelt wird, ist nun auch der älteste Sohn des Paares, Yair (26), in die Kritik geraten. Er hatte am Schabbat auf seiner Facebook-Seite einen Comic mit dem Titel »Ernährungskette« gepostet, der von vielen als antisemitisch gewertet wird. Berichten zufolge soll er ursprünglich von einer rechtsgerichteten Facebook-Seite stammen. In der Darstellung wird eine angebliche Weltverschwörung gegen Benjamin Netanjahu dargestellt. ...


http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/29568


In Zeiten inflationaeren Gebrauchs von Antisemitismusvorwuerfen scheint es zunehmend schwierig zu werden nicht in die Antisemitismusfalle zu tappen.

Jetzt wurde sogar der Sohn des israelischen Regierungschefs Netanjahu mit einem antisemitischen Comik erwischt, den er nach einer Ermahnung des Herrn Papa auch prompt wieder von seiner Facebookseite loeschte.

Mal gespannt ob es der Junge damit in die Top Ten der schlimmsten Antisemiten des Simon-Wiesenthal-Zentrums schafft. Sehr glücklich
_________________
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 22126

Beitrag(#2106840) Verfasst am: 12.09.2017, 08:16    Titel: Re: Sohn des israelischen Regierungschef Netanjahu postet antisemitischen Comik. Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
In Zeiten inflationaeren Gebrauchs von Antisemitismusvorwuerfen scheint es zunehmend schwierig zu werden nicht in die Antisemitismusfalle zu tappen.


Eigentlich ist es nicht so schwer, nicht antisemitisch zu sein. Man muss kein Freund Israels sein, man darf sich Antizionist nennen, man darf sich auch über den Versuch einer geschmacklosen Karikatur mit antisemitischen Zügen vergnügen. Nur trifft es nicht zu, daß wir "in Zeiten inflationären Gebrauchs von Antisemitismusvorwürfen" leben. Es mag die Wahrnehmung von jemandem sein, der den zunehmend sich offen zeigenden Antisemitismus ausblendet, um die zunehmende Notwendigkeit dagegen vorzugehen, als Gefahr in eine "Antisemitismusfalle zu tappen" darstellen zu können. Aber an dem Punkt, darf man mit Recht darüber nachdenken, inwiefern das Vergnügen zusammen mit der eleganten Analyse des "inflationaeren Gebrauchs von Antisemitismusvorwuerfen" und der Formulierung "in die Antisemitismusfalle zu tappen" nicht bereits Indizien einer antisemitischen Sprache sind.

Ja, jetzt kommen dann wieder Sprachpolizei-Vorwürfe. Aber überlegt doch mal, ob es nicht auch einfach in der Natur des Mediums liegt, das war benutzen, um zu kommunizieren. Und BB, mal ehrlich, bei Deinem sprachlichen Vermögen, glaub ich Dir kein Stück, daß Du nicht genau weißt, was Du schreibst. Daß Dir nicht klar ist, wie Deine Formulierungskunst die Abwehr des Antisemitismus diskreditiert, wie es Dich vergnügt, diese Chance zu nutzen.

Anhand eines übrigens tatsächlich antisemitischen Bildchens:

http://imemc.org/article/yair-netanyahu-publishes-anti-semitic-cartoon-on-social-media/
_________________
What game shall we play today?
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 19916
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2106846) Verfasst am: 12.09.2017, 09:09    Titel: Re: Sohn des israelischen Regierungschef Netanjahu postet antisemitischen Comik. Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
In Zeiten inflationaeren Gebrauchs von Antisemitismusvorwuerfen scheint es zunehmend schwierig zu werden nicht in die Antisemitismusfalle zu tappen.


Eigentlich ist es nicht so schwer, nicht antisemitisch zu sein. Man muss kein Freund Israels sein, man darf sich Antizionist nennen, man darf sich auch über den Versuch einer geschmacklosen Karikatur mit antisemitischen Zügen vergnügen. Nur trifft es nicht zu, daß wir "in Zeiten inflationären Gebrauchs von Antisemitismusvorwürfen" leben. Es mag die Wahrnehmung von jemandem sein, der den zunehmend sich offen zeigenden Antisemitismus ausblendet, um die zunehmende Notwendigkeit dagegen vorzugehen, als Gefahr in eine "Antisemitismusfalle zu tappen" darstellen zu können. Aber an dem Punkt, darf man mit Recht darüber nachdenken, inwiefern das Vergnügen zusammen mit der eleganten Analyse des "inflationaeren Gebrauchs von Antisemitismusvorwuerfen" und der Formulierung "in die Antisemitismusfalle zu tappen" nicht bereits Indizien einer antisemitischen Sprache sind.

Ja, jetzt kommen dann wieder Sprachpolizei-Vorwürfe. ...

Mit Recht.

Was Du da zeigst, ist keine antisemitische Sprache, sondern Du zeigst in der Argumentation einer Person auf Mechanismen, die geeignet sind, dafür zu sorgen, dass diese Person ihre antisemitische Haltung vor sich selbst verbirgt.

Auf der Ebene, wenn Du mit Sprache in Wirklichkeit Denken meinst, sind wir uns dann einig. Aber das funktioniert nicht allgemein, sondern immer nur in einer aktuellen Argumentation. Sobald Du da allgemein von Sprache sprichst, kommen dann nämlich allgemein die Deppen, die nicht so genau hinsehen, und denen dann ein Wort reicht, um ihr Urteil zu fällen.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 35588
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2106873) Verfasst am: 12.09.2017, 14:36    Titel: Re: Sohn des israelischen Regierungschef Netanjahu postet antisemitischen Comik. Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
In Zeiten inflationaeren Gebrauchs von Antisemitismusvorwuerfen scheint es zunehmend schwierig zu werden nicht in die Antisemitismusfalle zu tappen.


Eigentlich ist es nicht so schwer, nicht antisemitisch zu sein. Man muss kein Freund Israels sein, man darf sich Antizionist nennen, man darf sich auch über den Versuch einer geschmacklosen Karikatur mit antisemitischen Zügen vergnügen. Nur trifft es nicht zu, daß wir "in Zeiten inflationären Gebrauchs von Antisemitismusvorwürfen" leben. Es mag die Wahrnehmung von jemandem sein, der den zunehmend sich offen zeigenden Antisemitismus ausblendet, um die zunehmende Notwendigkeit dagegen vorzugehen, als Gefahr in eine "Antisemitismusfalle zu tappen" darstellen zu können. Aber an dem Punkt, darf man mit Recht darüber nachdenken, inwiefern das Vergnügen zusammen mit der eleganten Analyse des "inflationaeren Gebrauchs von Antisemitismusvorwuerfen" und der Formulierung "in die Antisemitismusfalle zu tappen" nicht bereits Indizien einer antisemitischen Sprache sind.

Ja, jetzt kommen dann wieder Sprachpolizei-Vorwürfe. Aber überlegt doch mal, ob es nicht auch einfach in der Natur des Mediums liegt, das war benutzen, um zu kommunizieren. Und BB, mal ehrlich, bei Deinem sprachlichen Vermögen, glaub ich Dir kein Stück, daß Du nicht genau weißt, was Du schreibst. Daß Dir nicht klar ist, wie Deine Formulierungskunst die Abwehr des Antisemitismus diskreditiert, wie es Dich vergnügt, diese Chance zu nutzen.

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