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Genderismus und Erziehung
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Hatiora
sukkulent



Anmeldungsdatum: 16.09.2012
Beiträge: 4896
Wohnort: Frankfurt

Beitrag(#1968309) Verfasst am: 29.11.2014, 18:58    Titel: Antworten mit Zitat

Achtung! --> http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=1968308#1968308

.
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Schöngeist
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Anmeldungsdatum: 06.10.2013
Beiträge: 803

Beitrag(#1968367) Verfasst am: 29.11.2014, 23:33    Titel: Antworten mit Zitat

Nochmal meine Frage:

MeineGitarreBrauchtStrom hat folgendes geschrieben:
Feminazis diffamiert und beleidigt feministische Positionen. Beides ist mit den Forenregeln nicht vereinbar.


Karen Duve, Atheistin und Feministin, Mitglied im Beirat des atheistischen Lobby-Vereins "Giordano-Bruno-Stiftung" bekennt ganz offen:"Frauen sind die besseren Menschen". Sie ist von der Überlegenheit der Frauen überzeugt, macht Männer für alle Probleme der Gesellschaft verantwortlich und fordert höhere Steuersätze und Versicherungsbeiträge für Männer, da Männer der Gesellschaft nur Schaden zufügen würden.

http://www.mopo.de/nachrichten/hamburger-bestseller-autorin-karen-duve---frauen-sind-die-besseren-menschen-,5067140,28847646,item,0.html


Frage: Ist der Begriff da wirklich "beleidigend und diffamierend" gegenüber Positionen wie der einer Karen Duve?
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astarte
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 37092

Beitrag(#1968374) Verfasst am: 30.11.2014, 00:12    Titel: Antworten mit Zitat

Schöngeist hat folgendes geschrieben:
Nochmal meine Frage:

Nein. Nicht. Hier.

DA: Pfeil
http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=1967948#1967948
http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=1967978#1967978

(edit: gefärbt)
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Die einen kennen mich, die anderen können mich.
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Zuletzt bearbeitet von astarte am 30.11.2014, 00:36, insgesamt einmal bearbeitet
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 22059

Beitrag(#1968375) Verfasst am: 30.11.2014, 00:26    Titel: Antworten mit Zitat

Man kann die Misandrie Duves ablehnen, ohne sie in die Fascho-Ecke zu stellen. Letzteres ist eine Beleidigung. Ja.
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astarte
anderweitig
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 37092

Beitrag(#1968376) Verfasst am: 30.11.2014, 00:33    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Man kann die Misandrie Duves ablehnen, ohne sie in die Fascho-Ecke zu stellen. Letzteres ist eine Beleidigung. Ja.

Pfeil
astarte hat folgendes geschrieben:
Schöngeist hat folgendes geschrieben:
Nochmal meine Frage:

Nein. Nicht. Hier.

DA: Pfeil
http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=1967948#1967948
http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=1967978#1967978


Deprimiert
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Schöngeist
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Anmeldungsdatum: 06.10.2013
Beiträge: 803

Beitrag(#1968970) Verfasst am: 02.12.2014, 19:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Herr Schulz soll befördert werden. Endlich. Er hatte sein Leben lang dafür gebuckelt. Wegen der Quote muss nun aber eine Frau seinen Job im Aufsichtsrat kriegen.


http://www.zeit.de/zeit-magazin/2014/47/harald-martenstein-geschlecht-maenner-frauen

Sehr lesenswert. Wäre interessant, wenn das echt mal jemand so umsetzen würde. Lachen
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 20057
Wohnort: Germering

Beitrag(#1968974) Verfasst am: 02.12.2014, 19:12    Titel: Antworten mit Zitat

Schöngeist hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Herr Schulz soll befördert werden. Endlich. Er hatte sein Leben lang dafür gebuckelt. Wegen der Quote muss nun aber eine Frau seinen Job im Aufsichtsrat kriegen.


http://www.zeit.de/zeit-magazin/2014/47/harald-martenstein-geschlecht-maenner-frauen

Sehr lesenswert. Wäre interessant, wenn das echt mal jemand so umsetzen würde. Lachen

Wer buckelt, gehört eh nicht befördert.
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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 32743
Wohnort: Bonn

Beitrag(#1969053) Verfasst am: 03.12.2014, 02:21    Titel: Antworten mit Zitat

Schulz beginnt an diesem Tag, Geschlecht langsam mit neuen Augen zu sehen. Schon aufgrund seiner neuen Symbolisierung bekommt er langsam einen gewissen Blick für andere Perspektiven und wird sensibilisiert für die Probleme anderer Menschen, die er bisher noch nicht kannte. Er bekommt einen Blick für die soziale Konstruiertheit, für die mediale Kommunikation von Rollenbildern, für sprachliche Einschreibungen. Seine Aufmerksamkeit und sein Blickfeld erweitern sich enorm. Langsam, unmerklich, verändert sich seine soziale Praxis.

Unmerklich, hinter und unter der Tücke des Herrn Tück, arbeitet die List der Vernunft.
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Schöngeist
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Anmeldungsdatum: 06.10.2013
Beiträge: 803

Beitrag(#1969317) Verfasst am: 04.12.2014, 01:31    Titel: Antworten mit Zitat

Wäre doch eine interessante Sache, wenn die Unternehmen nun ihre Plätze im Aufsichtsrat an Männer vergeben würden, die von sich selbst behaupten, ihr "soziales Geschlecht" sei weiblich. Da hätte man die Gender-Ideologien mit ihren eigenen Waffen geschlagen. Lachen
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tillich (epigonal)
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Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 14953

Beitrag(#1969324) Verfasst am: 04.12.2014, 02:06    Titel: Antworten mit Zitat

Schöngeist hat folgendes geschrieben:
Wäre doch eine interessante Sache, wenn die Unternehmen nun ihre Plätze im Aufsichtsrat an Männer vergeben würden, die von sich selbst behaupten, ihr "soziales Geschlecht" sei weiblich. Da hätte man die Gender-Ideologien mit ihren eigenen Waffen geschlagen. Lachen

So viele RL-Trolle, die gleichzeitig nicht allzu viel Schaden auf solchen Posten anrichten, finden die nicht.
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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 32743
Wohnort: Bonn

Beitrag(#1969327) Verfasst am: 04.12.2014, 02:19    Titel: Antworten mit Zitat

Vor allem wäre es kein Sieg über die Gender-Theorie. Jedenfalls kein dauerhafter. Minerva ist geduldig.
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Ratio
huhu



Anmeldungsdatum: 13.10.2014
Beiträge: 1312

Beitrag(#1971054) Verfasst am: 11.12.2014, 13:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hier ein Kommentar zur pinken Wunderwelt:

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/rosa-spielzeug-fuer-maedchen-zu-weihnachten-pro-und-contra-a-1007745.html


Logisch war für mich bisher: Da die Industrie es produziert muss es sich auch rentieren.
Dass bei der Umfrage aber zusammen genommen 45% sagen "Das ist schon ok" überrascht mich. Ich haette gedacht, die Leute würden sich stärker davor fürchten, dass ihre Töchter hochnäsige Püppies mit Sonnenbankflavor werden.
Evtl. antiproportionale Abhängigkeit zwischen Grad der Zustimmung und Intellekt des Befragten?
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Zumsel
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Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 3149

Beitrag(#1971063) Verfasst am: 11.12.2014, 14:38    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
Schöngeist hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Herr Schulz soll befördert werden. Endlich. Er hatte sein Leben lang dafür gebuckelt. Wegen der Quote muss nun aber eine Frau seinen Job im Aufsichtsrat kriegen.


http://www.zeit.de/zeit-magazin/2014/47/harald-martenstein-geschlecht-maenner-frauen

Sehr lesenswert. Wäre interessant, wenn das echt mal jemand so umsetzen würde. Lachen

Wer buckelt, gehört eh nicht befördert.


Davon abgesehen: Die Frage, ob Herr Schulz nun in den Aufsichtsrat kommt und statt der bisherigen 120.000 zukünftig 150.000 Euro pro anno einstreicht, mag vielleicht für dessen nächsten Autokauf relevant sein, ist aber nichts, was einen nachts wachliegen und über die Ungerechtigkeit der Welt grübeln lassen muss.

Gilt natürlich für diese ganze aufgeblähte Aufsichtsrats-Quotendiskussion.
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Shadaik
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 26309
Wohnort: MG

Beitrag(#1971237) Verfasst am: 12.12.2014, 12:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ratio hat folgendes geschrieben:
Hier ein Kommentar zur pinken Wunderwelt:

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/rosa-spielzeug-fuer-maedchen-zu-weihnachten-pro-und-contra-a-1007745.html


Logisch war für mich bisher: Da die Industrie es produziert muss es sich auch rentieren.
Dass bei der Umfrage aber zusammen genommen 45% sagen "Das ist schon ok" überrascht mich. Ich haette gedacht, die Leute würden sich stärker davor fürchten, dass ihre Töchter hochnäsige Püppies mit Sonnenbankflavor werden.
Evtl. antiproportionale Abhängigkeit zwischen Grad der Zustimmung und Intellekt des Befragten?
Faszinierend finde ich in dem Zusammenhang die Geschichte von Legos Mädchensets.

Die aktuelle Linie, Lego Friends, ist der 3. Versuch, gezielt Mädchen als Zielgruppe anzusprechen. Frühere Produktlinien waren teilweise zu klischeehaft, um sich tatsächlich zu verkaufen. Einerseits.
Andererseits ist das Erfolgsrezept von Friends dennoch ein eigenes Farbmuster mit Pasteltönen (violett,, rosa und weiss herrschen vor), eine eigene auf Mädchen optimierte Form von Figuren (weniger kantig und abstrakt als die klassischen Legofiguren) und eine Themenorientierung an Tiere, Shopping, Parkbesuche.
Besonders interessant ist der letzte Punkt: Die Serie enthielt anfangs eine Reihe von Sets, die eben nicht dem Klischee entsprachen, beispielsweise ein Labor. Ratet mal, welches Set als erstes wieder vom Markt verschwand, weil es sich nicht verkaufte.
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Fische schwimmen nur in zwei Situationen mit dem Strom: Auf der Flucht und im Tode
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Anmeldungsdatum: 09.06.2010
Beiträge: 8557

Beitrag(#1971242) Verfasst am: 12.12.2014, 12:43    Titel: Antworten mit Zitat

Shadaik hat folgendes geschrieben:
Ratet mal, welches Set als erstes wieder vom Markt verschwand, weil es sich nicht verkaufte.

Am Kopf kratzen Bundeskanzlerin?
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tillich (epigonal)
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Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 14953

Beitrag(#1971310) Verfasst am: 12.12.2014, 16:05    Titel: Antworten mit Zitat

Shadaik hat folgendes geschrieben:
Besonders interessant ist der letzte Punkt: Die Serie enthielt anfangs eine Reihe von Sets, die eben nicht dem Klischee entsprachen, beispielsweise ein Labor. Ratet mal, welches Set als erstes wieder vom Markt verschwand, weil es sich nicht verkaufte.

Es sagt ja keiner, dass es die Klischees nur bei Spielzeugherstellern gibt. Natürlich gibt es die auch bei Eltern und anderen, die Spielzeug für Kinder kaufen, und - da Klischees verdammt schnell übernommen werden - auch bei Kindern.

Das Problem wäre ja auch nicht unbedingt, wenn sich Mädchen bei einer großen Auswahl entscheiden würden, lieber Frisiersalon oder Poolparty zu spielen als Ingenieur oder Autorennen; wenn sie Klischees folgen wollen, na gut ... . Das Problem sehe ich darin, dass überhaupt draufgeschrieben wird (oder durch den Farbcode gekennzeichnet) "für Mädchen" oder "für Jungen". Warum belässt man es nicht einfach bei genderneutralen Sets für alles, ob Autorennen, Poolparty, Labor oder Friseursalon? Auch ein Labor "für Mädchen" suggeriert immer noch, dass "für Mädchen" etwas anderes ist als "für Jungen".
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Ratio
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Anmeldungsdatum: 13.10.2014
Beiträge: 1312

Beitrag(#1971313) Verfasst am: 12.12.2014, 16:18    Titel: Antworten mit Zitat

Dadurch würdest du nur einen Cliché-erzeugenden Faktor aufheben. Bleiben immer noch alle anderen. Allen voran die Menschen, die bereits in den Clichés leben. Man denke nur an das Affenexperiment:

Zitat:
Nehmen Sie einen Käfig mit fünf Affen (ich bin auch gegen Tierversuche, aber so schlimm wird es nicht). Hängen Sie eine Banane an die Käfigdecke und stellen Sie eine Stufenleiter darunter. Es wird nun nicht lange dauern, bevor ein Affe versuchen wird, die Leiter zu erklimmen um an die Banane zu kommen.

Sobald der Affe die Leiter berührt, besprühen sie alle Affen mit kaltem Wasser. Nach einer Weile wird ein anderer Affe versuchen, auf die Leiter zu steigen, mit dem selben Resultat. Alle Affen werden mit kaltem Wasser besprüht. Stellen Sie das kalte Wasser nun ab. Falls später ein anderer Affe versuchen sollte, die Leiter zu erklimmen, wird er von den anderen Affen zurückgehalten werden, obwohl sie diesmal nicht besprüht werden.

Nehmen sie nun einen der Affen aus dem Käfig und ersetzen sie ihn durch einen neuen Affen. Der neue Affe sieht die Banane und wird versuchen, sie über die Leiter zu erreichen. Zu seinem Horror wird er von allen anderen Affen angegriffen. Noch ein Versuch und noch ein Angriff machen ihm klar, dass er beim Versuch die Banane zu erreichen, verhauen wird.

Als nächstes nehmen sie einen weiteren der ursprünglichen Affen aus dem Käfig und ersetzen ihn durch einen neuen Affen. Der Neue geht zur Leiter und wird sofort attackiert. Der zuletzt angekommene Neuling nimmt enthusiastisch an der Attacke teil.

Nehmen sie nun noch einen der ursprünglichen Affen aus dem Käfig und ersetzen sie ihn wieder durch einen neuen. Dasselbe Spiel wiederholt sich. Der Neue versucht an die Banane zu kommen und wird verprügelt. Zwei der vier Affen haben keine Idee warum es ihnen nicht erlaubt war, die Banane zu holen oder weshalb sie an der Verprügelung des neuesten Affen teilnahmen.

Nachdem sie nun auch den vierten und fünften Affen ausgetauscht haben, ist keiner der ursprünglich anwesenden, mit kaltem Wasser besprühten Affen, mehr vorhanden. Trotzdem wird keiner der Affen je wieder versuchen, die Leiter zu erklimmen.

Warum nicht?

WEIL WIR DAS HIER SCHON IMMER SO GEMACHT HABEN !!!


Ist bei "türkis steht für Babyboy, pink für kleine Mädchen" nicht anders. Hinzu kommt noch, dass das auch der Großteil der Leute nicht hinterfragt, weil man kein Problem dahinter vermutet.

Der einzig richtige Weg führt über die richtige Erziehung. Und die können nur die Eltern selbst leisten. Restriktionen für die Wirtschaft, z.B. über das Verbot des Zusatzes "For girlZ", sind der falsche Ansatz.
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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 32743
Wohnort: Bonn

Beitrag(#1971314) Verfasst am: 12.12.2014, 16:28    Titel: Antworten mit Zitat

Du überschätzt den Einfluss der Eltern auf die Entwicklung der Kinder. Erziehung ist heute ein gesamtgesellschaftlicher Vorgang. Was machen denn z.B. genderbewusste Eltern, wenn die Kinder selbst genderspezifische Kleidung verlangen? Ich kenne Eltern, denen sich inzwischen genau dieses Problem stellt.
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Zumsel
registrierter User



Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 3149

Beitrag(#1971315) Verfasst am: 12.12.2014, 16:34    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Freundin von mir war ziemlich ratlos, als ihre Tochter (lange vor der Einschulung) plötzlich nur noch rosa tragen und mit Prinzessinnen-Kram spielen wollte. Mit der elterlichen Erziehung hatte das definitiv nichts zu tun.
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Ratio
huhu



Anmeldungsdatum: 13.10.2014
Beiträge: 1312

Beitrag(#1971316) Verfasst am: 12.12.2014, 16:42    Titel: Antworten mit Zitat

Gut, ich habe es zu absolut formuliert. Natürlich habt ihr recht. Ich bleibe aber dabei, dass ich bei richtiger Erziehung und dem nötigen Intellekt meines Kindes über meine Position als Elternteil am ehesten Einfluss auf derartige Prägungen nehmen kann. Und sei es dann rückwirkend, indem ich meinem Kind bei gegebener Reife erkläre, was daran als negativ empfunden werden könnte.
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Kival
Feminist Ghost



Anmeldungsdatum: 14.11.2006
Beiträge: 24070

Beitrag(#1971317) Verfasst am: 12.12.2014, 16:55    Titel: Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
Eine Freundin von mir war ziemlich ratlos, als ihre Tochter (lange vor der Einschulung) plötzlich nur noch rosa tragen und mit Prinzessinnen-Kram spielen wollte. Mit der elterlichen Erziehung hatte das definitiv nichts zu tun.


Geht meist vorbei, einfach akzeptieren, alternative Angebote klar offen halten, klar zeigen, dass alle Wege frei offen stehen und es nix falsches ist, sich für all das zu interessieren, für das man sich eben interessiert. Am wichtigsten ist halt, Kindern ein Umfeld zu bieten und zu vermitteln, in dem gesellschaftlicher Druck und deren diskriminierenden Normen aufgeweicht werden, auch durch kindgerechte Vermittlung der Kritik an solchen Schubladen usw. Halt die Vermittlung von Selbstbestimmung als zentralen Wert von Anfang an. Und dazu gehört dann auch zu akzeptieren, wenn da Kind so eine Phase hat (und auch, wenn sie nicht endet).
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Rabert
Sapere aude!



Anmeldungsdatum: 31.03.2010
Beiträge: 977
Wohnort: im Zug

Beitrag(#1971321) Verfasst am: 12.12.2014, 17:09    Titel: Antworten mit Zitat

Mann und Frau, männlich und weiblich, sind biologische Kriterien, keine soziologischen. Da steht nichts zur Disposition, und Bezeichnungen sollen und dürfen dies durchaus widerspiegeln, damit auch rein sprachlich diese für unsere Existenz nicht ganz unbedeutende Tatsache ihren angemessenen Platz findet.

Wenn ich das eine Kind als Mädchen und das andere als Jungen bezeichne, eben weil das eine weiblich und das andere männlich ist, so ist damit einzig eine deskriptive Funktion der biologischen Wirklichkeit beschrieben, und keine subversive Wertung verbunden. Junge und Mädchen, Mann und Frau, beschreiben biologische Identitäten, keine sexuellen Identitäten.

Die wenigen Ausnahmefälle, in denen diese Bezeichnungen die Wirklichkeit nicht vollständig wahrheitsgemäß wiedergeben (weil z.B. eine Frau in diesem Männerkörper steckt) rechtfertigen es nicht, deswegen die gesamte Sprache zu vergewaltigen und alle Menschen so zu behandeln, als wäre ihre biologische Identität irrelevant, und als würden sie sich innerhalb einer zweigeschlechtlichen Spezies nur durch ihre sexuelle, und nicht mehr durch ihre biologische Identität unterscheiden.

Die Problemstellung ist dabei einfach zu lösen. Für die biologische Identität haben wir eingeführte Bezeichnungen. Für die sexuelle Identität auch. Mann und Frau hier, Hetero-, Bi- und Homosexuelle, Polygamisten und Masochisten, und was es sonst noch so alles an Bezeichnungen für sexuelle Vorlieben gibt, dort. Unsere Sprache, die sich auf die biologische Identität bezieht und die darin ihre historische Entwicklung hat, nun auf einen ziemlich anderen Beziehungshorizont anzuwenden, wo sie nicht passt, und sie deswegen mit Rückwirkung auf die ursprüngliche Funktion zu verbiegen, ist unsinnig.
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Unsere Kinder und Enkelkinder werden uns eines Tages fragen: "Warum habt ihr nichts getan?!"
Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
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astarte
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 37092

Beitrag(#1971322) Verfasst am: 12.12.2014, 17:15    Titel: Antworten mit Zitat

Kival hat folgendes geschrieben:
Zumsel hat folgendes geschrieben:
Eine Freundin von mir war ziemlich ratlos, als ihre Tochter (lange vor der Einschulung) plötzlich nur noch rosa tragen und mit Prinzessinnen-Kram spielen wollte. Mit der elterlichen Erziehung hatte das definitiv nichts zu tun.


Geht meist vorbei, einfach akzeptieren, alternative Angebote klar offen halten, klar zeigen, dass alle Wege frei offen stehen und es nix falsches ist, sich für all das zu interessieren, für das man sich eben interessiert. Am wichtigsten ist halt, Kindern ein Umfeld zu bieten und zu vermitteln, in dem gesellschaftlicher Druck und deren diskriminierenden Normen aufgeweicht werden, auch durch kindgerechte Vermittlung der Kritik an solchen Schubladen usw. Halt die Vermittlung von Selbstbestimmung als zentralen Wert von Anfang an. Und dazu gehört dann auch zu akzeptieren, wenn da Kind so eine Phase hat (und auch, wenn sie nicht endet).

Schön gesagt. Sehr glücklich

Wenn das Kind kritisches Hinterfragen gewohnt ist, und es sein Selbstbewusstsein entfalten kann, wird es sich weniger von außen aufdrücken lassen. Ob seine Wahl dann dem Geschmack der Eltern entspricht, ist noch lange nicht gesagt, aber da müssen die(wir) durch.
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tillich (epigonal)
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Beiträge: 14953

Beitrag(#1971324) Verfasst am: 12.12.2014, 17:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ratio hat folgendes geschrieben:
Der einzig richtige Weg führt über die richtige Erziehung. Und die können nur die Eltern selbst leisten. Restriktionen für die Wirtschaft, z.B. über das Verbot des Zusatzes "For girlZ", sind der falsche Ansatz.

Über ein Verbot habe ich ja gar nicht gesprochen. Hielte ich auch nicht für sinnvoll. Aber eine gesellschaftliche Debatte darüber könnte ja dazu führen, dass Spielzeughersteller und -verkäufer, die verantwortungsvoll wirken wollen, auf die Genderung verzichten. Das würde ja auch den Umfang der Produktpalette an keinem Punkt einschränken.

Zumsel hat folgendes geschrieben:
Eine Freundin von mir war ziemlich ratlos, als ihre Tochter (lange vor der Einschulung) plötzlich nur noch rosa tragen und mit Prinzessinnen-Kram spielen wollte. Mit der elterlichen Erziehung hatte das definitiv nichts zu tun.

Ich denke auch, dass den stärksten Einfluss die Peergroup auch, auch schon im Kindergarten. Da macht man unmittelbar nix dran. Aber auch die Peergroup muss ja ihre Ideen irgendwo herhaben.

Kival hat folgendes geschrieben:
Geht meist vorbei, einfach akzeptieren, alternative Angebote klar offen halten, klar zeigen, dass alle Wege frei offen stehen und es nix falsches ist, sich für all das zu interessieren, für das man sich eben interessiert. Am wichtigsten ist halt, Kindern ein Umfeld zu bieten und zu vermitteln, in dem gesellschaftlicher Druck und deren diskriminierenden Normen aufgeweicht werden, auch durch kindgerechte Vermittlung der Kritik an solchen Schubladen usw. Halt die Vermittlung von Selbstbestimmung als zentralen Wert von Anfang an. Und dazu gehört dann auch zu akzeptieren, wenn da Kind so eine Phase hat (und auch, wenn sie nicht endet).

Genau. Verschiedene Möglichkeiten offenzuhalten halte ich für den richtigen Weg. Es ist ja auch nicht schlimm, wenn das Mädchen Prinzessin spielen möchte. Schlimm ist es, wenn es denkt, es könne als Mädchen nicht Ritter spielen. Oder, Horror!, wenn der Junge denkt, Jungen dürften nicht Ponys gut finden.
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Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 14953

Beitrag(#1971325) Verfasst am: 12.12.2014, 17:19    Titel: Antworten mit Zitat

Rabert hat folgendes geschrieben:
Mann und Frau, männlich und weiblich, sind biologische Kriterien, keine soziologischen.

Unfug. Es ist natürlich beides.
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Kival
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Beiträge: 24070

Beitrag(#1971326) Verfasst am: 12.12.2014, 17:23    Titel: Antworten mit Zitat

Das Problem sind die Rollenvorstellungen, die mit diesen Kategorisierungen verbunden sind. Es gibt keine "neutrale" Zuordnung des Geschlechts usw. in unserer Gesellschaft. Jedes Kind ist ein *Individuum*, nicht ein zu sortierendes und kategorisierendes Kuriosum.
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Zumsel
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Beiträge: 3149

Beitrag(#1971336) Verfasst am: 12.12.2014, 17:43    Titel: Antworten mit Zitat

Kival hat folgendes geschrieben:
Das Problem sind die Rollenvorstellungen, die mit diesen Kategorisierungen verbunden sind. Es gibt keine "neutrale" Zuordnung des Geschlechts usw. in unserer Gesellschaft. Jedes Kind ist ein *Individuum*, nicht ein zu sortierendes und kategorisierendes Kuriosum.


Ja, andererseits ordnen sich Viele diesen Kategorisierungen gerne unter, weil sie die Identitätsfindung erleichtern. Und es ist leichter, Leute, die "aus der Rolle fallen" für defizitär zu halten, als das eigene Weltbild.
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
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Wohnort: Germering

Beitrag(#1971370) Verfasst am: 12.12.2014, 20:03    Titel: Antworten mit Zitat

Kival hat folgendes geschrieben:
Zumsel hat folgendes geschrieben:
Eine Freundin von mir war ziemlich ratlos, als ihre Tochter (lange vor der Einschulung) plötzlich nur noch rosa tragen und mit Prinzessinnen-Kram spielen wollte. Mit der elterlichen Erziehung hatte das definitiv nichts zu tun.
Geht meist vorbei, einfach akzeptieren, alternative Angebote klar offen halten, klar zeigen, dass alle Wege frei offen stehen und es nix falsches ist, sich für all das zu interessieren, für das man sich eben interessiert. Am wichtigsten ist halt, Kindern ein Umfeld zu bieten und zu vermitteln, in dem gesellschaftlicher Druck und deren diskriminierenden Normen aufgeweicht werden, auch durch kindgerechte Vermittlung der Kritik an solchen Schubladen usw. Halt die Vermittlung von Selbstbestimmung als zentralen Wert von Anfang an. Und dazu gehört dann auch zu akzeptieren, wenn da Kind so eine Phase hat (und auch, wenn sie nicht endet).

Kann ich bestätigen. Gerade sozial aufgeschlossenere Kinder mit großem Freundeskreis werden im Rollenbild, Moden usw. besonders stark durch ihre peer group geprägt, unabhängig von Vorbild oder Erziehung der Eltern. Und ich stimme auch zu, daß die Eltern am besten daran arbeiten, dem Kind ein gutes Verständnis solcher Mechanismen zu vermitteln, und seine kritischen oder vom Mainstream sich absetzenden Ansätze zu unterstützen.
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Beitrag(#1971378) Verfasst am: 12.12.2014, 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
(oder durch den Farbcode gekennzeichnet)


Verstehe ich nicht. Die Einteilung Pink ist für Mädchen und Blau für Jungs entsteht doch genauso durch Sozialisierung, wie die Einteilung Puppen sind für Mädchen und Autos sind für Jungs. Wenn diese Sozialisierung aufgehoben ist, ist auch die Bedeutung der Farbcodes aufgehoben und solange diese Sozialisierung nicht aufgehoben wird, bringt es auch nichts die Farbcodes abzuschaffen.
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tillich (epigonal)
schiebt den Wal



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 14953

Beitrag(#1971380) Verfasst am: 12.12.2014, 20:30    Titel: Antworten mit Zitat

NoReply hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
(oder durch den Farbcode gekennzeichnet)

Verstehe ich nicht. Die Einteilung Pink ist für Mädchen und Blau für Jungs entsteht doch genauso durch Sozialisierung, wie die Einteilung Puppen sind für Mädchen und Autos sind für Jungs. Wenn diese Sozialisierung aufgehoben ist, ist auch die Bedeutung der Farbcodes aufgehoben und solange diese Sozialisierung nicht aufgehoben wird, bringt es auch nichts die Farbcodes abzuschaffen.

Aber sie ist ja da, die Bedeutung kennt jeder, und zwar auch Kinder. Deswegen weiß auch jeder, dass Spielzeuge in rosa Verpackung für Mädchen gedacht sind und welche in blauer für Jungen; das verschwindet ja nicht einfach, wenn Hersteller es nicht mehr dazuschreiben.
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