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Religion, Religiösität und Religionskriege
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Observer
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Anmeldungsdatum: 05.10.2014
Beiträge: 13

Beitrag(#1955264) Verfasst am: 06.10.2014, 01:29    Titel: Religion, Religiösität und Religionskriege Antworten mit Zitat

Es wird zunehmend darüber diskutiert, ob Religion oder Religiösität tatsächlich für Religionskriege verantwortlich sind. Aus dem religiösen Lager werden häufig politische, soziale oder kulturelle Spannungen als Ursachen angeführt. Nein, die Religion habe mit solch widerwärtigen Handlungen von Menschen nichts zu tun. Kritiker meinen hingegen, dass die religiösen Vorstellungen die Menschen und damit auch die Konflikte maßgeblich vorantreiben. Wenn nur diese Religion nicht wäre, dann wäre die Welt viel friedlicher.

Ich selbst habe mich noch nicht für einen dieser Standpunkte oder einen Mittelweg entscheiden können und mich auch noch nicht umfassend mit ihnen beschäftigt. Das möchte ich nun ändern und hoffe auf eine ergiebige Diskussion.

Als Ausgangspunkt finde ich eine Definition von Religionskrieg hilfreich. Religionskriege sind Kriege, die von mindestens einer Kriegspartei religiös begründet werden. Religös begründen hieße für mich, sich etwa auf einen Gott, religiöse Texte oder himmlische Eingebungen zu berufen.

Die Definition sollte beim Auffinden von Religionskriegen helfen, sagt selbst jedoch nichts aus über die Rolle von Religion und Religiösität bei der Entstehung, der Durchführung oder der Beendigung solcher Kriege.

Als Anstoß zur Diskussion: Ich kann mir vorstellen, dass Religionskriege sehr dauerhaft, d.h. bis zum "letzten Mann" geführt werden. Denn die Religiösität der Soldaten und ihrer Führer begünstigt einen besonderen Hang zur Aufopferung. Sie fürchten den Tod nur wenig, da es im Paradies weitergeht. Auch Fahnenflucht oder Kapitulationen ganzer Heerschaften sind unwahrscheinlich. Diese könnten als Ungläubigkeit interpretiert werden und damit den Weg ins Paradies versperren.
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 10351

Beitrag(#1955333) Verfasst am: 06.10.2014, 15:39    Titel: Antworten mit Zitat

Bestehst du auf den Begriff Religion? Wieso nicht Ideologie?

Wenn dir ein Machthaber eine Leitlinie vorsetzt und die Doktrin oder Fatwa genannt wird ...
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Waschmaschine777
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Anmeldungsdatum: 07.07.2008
Beiträge: 4007

Beitrag(#1955343) Verfasst am: 06.10.2014, 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Bestehst du auf den Begriff Religion? Wieso nicht Ideologie?

Wenn dir ein Machthaber eine Leitlinie vorsetzt und die Doktrin oder Fatwa genannt wird ...


Wieso immer alles verwässern? Reicht es dir nicht, ständig alles als Gott zu bezeichnen?

Ein weltlicher Machthaber kann den Leuten aber keinen Sündenablass versprechen, wie es der Papst vor den Kreuzzügen tat.
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Tarvoc
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Beitrag(#1955345) Verfasst am: 06.10.2014, 16:22    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Bestehst du auf den Begriff Religion? Wieso nicht Ideologie?

Religion ist ohnehin (z.B. für Marx) ein paradigmatischer Fall ideologischen Denkens. Warum also nicht erstmal mit Religion anfangen?
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Observer
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Anmeldungsdatum: 05.10.2014
Beiträge: 13

Beitrag(#1955353) Verfasst am: 06.10.2014, 17:01    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Bestehst du auf den Begriff Religion? Wieso nicht Ideologie?

Wenn dir ein Machthaber eine Leitlinie vorsetzt und die Doktrin oder Fatwa genannt wird ...


Ich würde schon gerne bei Religion bzw. dann eben bei religiösen Ideologien bleiben und sehe für mich noch keinen Grund, Ideologie mit Religion gleichzusetzen. Das würde für die Diskussion ja bedeuten, nur auf das zu schauen, was alle Ideologien oder Ideologiekriege miteinander gemeinsam haben. So erkennt man bestimmt viele wichtige Elemente, die dann auch in Religionskriegen wirken. Ich fände es aber interessanter, ausschließlich das Besondere religiös motivierter Kriege zu beleuchten.

Also in etwa: Was ist an Religionskriegen (= religiöse Ideologiekriege als Untergruppe von Ideologiekriegen) im Vergleich zu anderen Ideologiekriegen besonders?
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Schlumpf
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Beitrag(#1955354) Verfasst am: 06.10.2014, 17:05    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn Religion so missbraucht werden kann wie derzeit durch ISIS oder früher durch Christen, wenn Schiiten gegen Sunniten kämpfen, dann muss an der jeweiligen Religion was faul sein. Dann haben die Religionen es zumindest versäumt, überholte Absätze (AT) oder Suren aus ihren hl. Büchern zu streichen.
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sehr gut
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Anmeldungsdatum: 05.08.2007
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Beitrag(#1955359) Verfasst am: 06.10.2014, 17:48    Titel: Antworten mit Zitat

Observer hat folgendes geschrieben:
Also in etwa: Was ist an Religionskriegen (= religiöse Ideologiekriege als Untergruppe von Ideologiekriegen) im Vergleich zu anderen Ideologiekriegen besonders?

Mir fällt da nur das hier schon angesprochene ein was nach dem körperlichen Tod nach einigen Lehren wichtig wär.

In etwa:
Religion = Ideologie + Nach-Tod-Input

So gesehen kann ich mit dem Begriff leben, aber ohne die Nach-Tod-Input-Seite sehe ich kaum Unterschiede zu anderen Ideologien, deshalb meine Frage.

Ist für dein Thread-Eingangsposting nur die Ideologie relevant oder nur die Nach-Tod-Seite, oder beides zusammen?
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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
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Beitrag(#1955363) Verfasst am: 06.10.2014, 18:00    Titel: Antworten mit Zitat

Der Glaube an ein Leben nach dem Tod ist zumindest in diesem Zusammenhang selbst ideologisch. Es stimmt aber, dass das wohl ein besonderes Herausstellungsmerkmal religiöser Ideologie ist.
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sehr gut
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Beitrag(#1955370) Verfasst am: 06.10.2014, 18:16    Titel: Antworten mit Zitat

Schlumpf hat folgendes geschrieben:
Wenn Religion so missbraucht werden kann wie derzeit durch ISIS oder früher durch Christen, wenn Schiiten gegen Sunniten kämpfen, dann muss an der jeweiligen Religion was faul sein.

In einem anderen Forum vergleicht einer die mexikanischen Drogenkartelle und ihren grausamen Krieg mit ähnlichen Verstümmelungen und tausenden Toten etc mit denen der IS.

Ohne den 'Krieg gegen die Drogen' (US-Doktrin) würde dem grausamen Krieg in Mexiko quasi der Sauerstoff entzogen, weil der Krieg von der Illegalität bzw der Nicht-Regulierung abhängig ist.
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Schlumpf
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Wohnort: Ost-Bayern

Beitrag(#1955382) Verfasst am: 06.10.2014, 19:06    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:

Ohne den 'Krieg gegen die Drogen' (US-Doktrin) würde dem grausamen Krieg in Mexiko quasi der Sauerstoff entzogen, weil der Krieg von der Illegalität bzw der Nicht-Regulierung abhängig ist.

Tolle Logik! Wenn man vor den Banden kapituliert und ihr Tun für legal erklärt, dann entzieht man ihnen den Boden?
Das hat mit Religion und religiös begründeten Kriegen nicht zu tun.
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Ascanius
abnorm



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Beitrag(#1955390) Verfasst am: 06.10.2014, 19:46    Titel: Antworten mit Zitat

Für mich ist offensichtlich, daß die Konfliktpotenziale der Religionen strukturell sind. Alle religiösen Überzeugungen sind unprüfbar oder falsch. Um trotzdem und ggf. sogar wider besseres Wissen an ihnen festhalten zu können, bedarf es gezielter Ignoranz bis hin zu Fanatismus und Wahnsinn. Es liegt in der Natur irrationaler Überzeugungen, daß sie sich dem rationalen Diskurs und somit auch jeder echten Konfliktlösung entziehen. Wer nachhaltigen Frieden will, muß also vor allem den Krieg gegen die Vernunft beenden, und das bedeutet: Bildungskampf gegen den Irrationalismus im Allgemeinen und die Religionen im Besonderen.
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Schlumpf
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Beitrag(#1955402) Verfasst am: 06.10.2014, 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

M. E. stehlen sich Das Christentum und der Islam viel zu schnell aus der Verantwortung, wenn sie vorschnell behaupten, dass bei religiös motivierten Kriegen oder Verbrechen die Religion missbraucht wurde.
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vrolijke
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Beitrag(#1955403) Verfasst am: 06.10.2014, 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Schlumpf hat folgendes geschrieben:
M. E. stehlen sich Das Christentum und der Islam viel zu schnell aus der Verantwortung, wenn sie vorschnell behaupten, dass bei religiös motivierten Kriegen oder Verbrechen die Religion missbraucht wurde.


Genau. Sehe ich auch so.
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Observer
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Anmeldungsdatum: 05.10.2014
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Beitrag(#1955412) Verfasst am: 06.10.2014, 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:

Ist für dein Thread-Eingangsposting nur die Ideologie relevant oder nur die Nach-Tod-Seite, oder beides zusammen?


Wie gesagt, erstmal würde mich das Besondere interessieren, also Nach-Tod-Seite + X
Mir ist noch die lange geschichtliche Tradition eingefallen, die Religion auszeichnet. Und der Universalanspruch, was Wahrheit und Gültigkeit der Lehren angeht. Am Besten sollten ja alle Menschen auf der Welt missioniert werden und dadurch "gerettet". Andere Ideologien sind da räumlich eher beschränkt würd ich mal sagen.

Schlumpf hat folgendes geschrieben:
Wenn Religion so missbraucht werden kann wie derzeit durch ISIS oder früher durch Christen, wenn Schiiten gegen Sunniten kämpfen, dann muss an der jeweiligen Religion was faul sein. Dann haben die Religionen es zumindest versäumt, überholte Absätze (AT) oder Suren aus ihren hl. Büchern zu streichen.

Stimmt. Die Texte können letztlich alles legitimieren, weil da alles drinsteht oder reininterpretiert wird. Im liberalen Christentum hat die Verwissenschaftlichung (historisch-kritische Methode) da wenigstens einiges aufgeweicht.

Ascanius hat folgendes geschrieben:
Wer nachhaltigen Frieden will, muß also vor allem den Krieg gegen die Vernunft beenden, und das bedeutet: Bildungskampf gegen den Irrationalismus im Allgemeinen und die Religionen im Besonderen.

Habe vorhin was ganz interessantes zum Thema Bildung gefunden. Möglicherweise könnte es schon ein Schritt vorwärts sein, militanten Gläubigen die kritische Auslegung von Texten beizubringen, um sie zur Friedlichkeit zu bringen. Im Umkehrschluss bestätigt das auch die von dir genannte Irrationalität iVm religiösen Texten als Ursache blöder Handlungen. In der Passage ging es um Erfahrungen in Saudi Arabien/Irak mit Möglichkeiten der "Umerziehung" von Terroristen:

http://jessicastern.files.wordpress.com/2010/05/mind-over-martyr_foreign-affairs_januaryfebruary-2010.pdf (S. 99) hat folgendes geschrieben:
Such true believers are good candidates for the kind of ideological reeducation undertaken by Task Force 134 in Iraq and by the prison based deradicalization program in Saudi Arabia. A Saudi official told the group of us who visited the Care Rehabilitation Center in Riyadh last winter that the main reason for terrorism was ignorance about the true nature of Islam. Clerics at the center teach that only the legitimate rulers of Islamic states, not individuals such as Osama bin Laden, can declare a holy war.They preach against takfir and the selective reading of religious texts to justify violence. One participant in the program told us, “Now I understand that I cannot make decisions by reading a single verse. I have to read the whole chapter.”

Wenn das stimmt, wäre es als erster Schritt vlt. sogar besser, die kritische Methode innerhalb der Theologie zu fördern. Wenn man radikalen Gläubigen mit "Gott ist Tod" kommt, ist das vlt. nicht so anschlussfähig und deshalb weniger erfolgversprechend, als wenn man den Schritt über die Religion geht.
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Ascanius
abnorm



Anmeldungsdatum: 14.06.2005
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Beitrag(#1955428) Verfasst am: 06.10.2014, 21:34    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn es einen "Mißbrauch" der Religion gibt, müßte es ja auch einen "ordnungsgemäßen" GEbrauch geben, aber worin sollte der bestehen, warum, und wer könnte/dürfte das bestimmen? Religiöse Überzeugungen sind nun mal irrational. Mit ihnen läßt sich jedes beliebige Verhalten begründen, und deshalb sitzen alle Religioten in ein und demselben Boot - egal, ob sie über Leichen gehen, oder nicht. Es gibt also keine Alternative dazu, die Religionen gründlichstmöglich zu beseitigen, wenn man die Welt zu einem friedlicheren Ort machen will.
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NoReply
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Beiträge: 683

Beitrag(#1955460) Verfasst am: 07.10.2014, 00:23    Titel: Antworten mit Zitat

Schlumpf hat folgendes geschrieben:
M. E. stehlen sich Das Christentum und der Islam viel zu schnell aus der Verantwortung, wenn sie vorschnell behaupten, dass bei religiös motivierten Kriegen oder Verbrechen die Religion missbraucht wurde.


Welche Verantwortung meinst du? Strafrechtliche, finanzielle, rein moralische?

Ich finde jeder Mensch kann nur für sein eigenes Handeln Verantwortung übernehmen und selbst das ist für viele schon zu viel verlangt.
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Desperadox
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Wohnort: Hamburg

Beitrag(#1955462) Verfasst am: 07.10.2014, 00:51    Titel: Antworten mit Zitat

Observer hat folgendes geschrieben:


http://jessicastern.files.wordpress.com/2010/05/mind-over-martyr_foreign-affairs_januaryfebruary-2010.pdf (S. 99) hat folgendes geschrieben:
Such true believers are good candidates for the kind of ideological reeducation undertaken by Task Force 134 in Iraq and by the prison based deradicalization program in Saudi Arabia. A Saudi official told the group of us who visited the Care Rehabilitation Center in Riyadh last winter that the main reason for terrorism was ignorance about the true nature of Islam. Clerics at the center teach that only the legitimate rulers of Islamic states, not individuals such as Osama bin Laden, can declare a holy war.They preach against takfir and the selective reading of religious texts to justify violence. One participant in the program told us, “Now I understand that I cannot make decisions by reading a single verse. I have to read the whole chapter.”

Wenn das stimmt, wäre es als erster Schritt vlt. sogar besser, die kritische Methode innerhalb der Theologie zu fördern. Wenn man radikalen Gläubigen mit "Gott ist Tod" kommt, ist das vlt. nicht so anschlussfähig und deshalb weniger erfolgversprechend, als wenn man den Schritt über die Religion geht.

Besonders den von mir gefetteten Satz finde ich sehr bedenklich.Das klingt für mich nicht wie ein Schritt in die richtige Richtung, sondern nur nach Machterhalt für die Mullahs und aktuellen Staatschefs
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Observer
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Anmeldungsdatum: 05.10.2014
Beiträge: 13

Beitrag(#1955490) Verfasst am: 07.10.2014, 09:20    Titel: Antworten mit Zitat

Desperadox hat folgendes geschrieben:
Observer hat folgendes geschrieben:


http://jessicastern.files.wordpress.com/2010/05/mind-over-martyr_foreign-affairs_januaryfebruary-2010.pdf (S. 99) hat folgendes geschrieben:
Such true believers are good candidates for the kind of ideological reeducation undertaken by Task Force 134 in Iraq and by the prison based deradicalization program in Saudi Arabia. A Saudi official told the group of us who visited the Care Rehabilitation Center in Riyadh last winter that the main reason for terrorism was ignorance about the true nature of Islam. Clerics at the center teach that only the legitimate rulers of Islamic states, not individuals such as Osama bin Laden, can declare a holy war.They preach against takfir and the selective reading of religious texts to justify violence. One participant in the program told us, “Now I understand that I cannot make decisions by reading a single verse. I have to read the whole chapter.”

Wenn das stimmt, wäre es als erster Schritt vlt. sogar besser, die kritische Methode innerhalb der Theologie zu fördern. Wenn man radikalen Gläubigen mit "Gott ist Tod" kommt, ist das vlt. nicht so anschlussfähig und deshalb weniger erfolgversprechend, als wenn man den Schritt über die Religion geht.

Besonders den von mir gefetteten Satz finde ich sehr bedenklich.Das klingt für mich nicht wie ein Schritt in die richtige Richtung, sondern nur nach Machterhalt für die Mullahs und aktuellen Staatschefs

Meine Aussage, "Schritt in die richtige Richtung" habe ich auf die Aussage des Programmteilnehmers bezogen (s.o. zweiter fetter Satz). Diese impliziert ja, dass, wenn eine kritische Methode zumindest ansatzweise eingeführt wird, eine Radikalisierung schonmal schwieriger wird. Natürlich bleibt es mit dieser unausgeprägten Version der kritischen Methode fundamentalistisch, aber eben graduell etwas weniger und man hat den gewünschten Effekt ja erreicht. Ich glaube, bei allen Veränderungen muss man Prozesse unterstützen, die in die gewünschte Richtung zeigen. Man kann ja nicht alle mit Drogen vollpumpen und brainwashen zwinkern

Und die Sache ist doch, ich kann nicht alle Menschen über einen Kamm scheren. Was bringe ich Kindern bei? Wie gehe ich mit militanten Fundamentalisten um? Wie gehe ich mit nichtmilitanten Fundis um? Wie gehe ich mit liberalen Gläubigen um? Was ist mein Ziel? Möchte ich sie verändern oder mich von ihnen abgrenzen und ihnen damit sagen, dass sie dumm sind und ich klug bin? Ähnliches gibt es doch auch beim Umgang mit Nazis, da gibt es Antifa und da gibt es Ausstiegsprogramme wie EXIT. Für mich haben beide Wege ihre Berechtigung.


Zuletzt bearbeitet von Observer am 07.10.2014, 09:42, insgesamt einmal bearbeitet
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Observer
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Anmeldungsdatum: 05.10.2014
Beiträge: 13

Beitrag(#1955493) Verfasst am: 07.10.2014, 09:33    Titel: Antworten mit Zitat

NoReply hat folgendes geschrieben:
Ich finde jeder Mensch kann nur für sein eigenes Handeln Verantwortung übernehmen und selbst das ist für viele schon zu viel verlangt.


Aber bestehen religiöse Institutionen nicht aus Menschen...und sogar solchen, die auch noch moralische Überlegenheit für sich beanspruchen? Auch Institutionen, Organisationen, Staaten, Unternehmen, Kirchen etc. können verantwortlich handeln, müssen das dann aber natürlich immer durch verantwortliche Einzelindividuen bewerkstelligen. Individuum und Kollektiv sind deshalb nicht unabhängig voneinander denkbar. Und beide können mit sozialen Konstrukten wie "Verantwortung" belegt werden.
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zelig
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Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 22582

Beitrag(#1955496) Verfasst am: 07.10.2014, 09:59    Titel: Antworten mit Zitat

Die Frage, die zu klären wäre, ist, ob Schlumpfs pauschale Behauptung überhaupt zutrifft.
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Anmeldungsdatum: 05.08.2007
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Beitrag(#1955516) Verfasst am: 07.10.2014, 11:07    Titel: Antworten mit Zitat

Schlumpf hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:

Ohne den 'Krieg gegen die Drogen' (US-Doktrin) würde dem grausamen Krieg in Mexiko quasi der Sauerstoff entzogen, weil der Krieg von der Illegalität bzw der Nicht-Regulierung abhängig ist.

Tolle Logik! Wenn man vor den Banden kapituliert und ihr Tun für legal erklärt, dann entzieht man ihnen den Boden?
Das hat mit Religion und religiös begründeten Kriegen nicht zu tun.

In diesem Thread wird über die Zusammenhänge von "Religion" (Ideologie+) und Kriegen diskutiert. Und da ist dieser Krieg in Mexiko der ohne einer US-Doktrin so nicht exitieren würde als Anschauung gegeben.

Da Radikale regelrecht herangezüchtet wurden (zB Afghanistan) oder hintenrum unterstützt wurden (zB Türkei um in Syrien gegen Kurden und Assad zu kämpfen) oder gezielt Sunniten (Seite einer Religion) gestärkt wurden muß man sich schon fragen welchen Einfluss auch auf die Religion die entsprechenden Länder haben und welche Ideologie bzw Religion hinter diesen selbst steht. Verhalten sich Imperialisten oder Zwangsbekehrer so unterschiedlich?

Um eine verbindliche Fatwa (oder Doktrin) auszusprechen braucht man Macht, wenn man gezielt Radikalen ohne Macht diese Macht gibt dann schreibt man selbst eine Erweiterung derer Religion.
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Schlumpf
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Beitrag(#1955604) Verfasst am: 07.10.2014, 17:00    Titel: Antworten mit Zitat

NoReply hat folgendes geschrieben:
Schlumpf hat folgendes geschrieben:
M. E. stehlen sich Das Christentum und der Islam viel zu schnell aus der Verantwortung, wenn sie vorschnell behaupten, dass bei religiös motivierten Kriegen oder Verbrechen die Religion missbraucht wurde.


Welche Verantwortung meinst du? Strafrechtliche, finanzielle, rein moralische?

Eher letzteres. Religionen können schuld sein an Streit und Krieg zwischen Völkern, wenn sie feindselige Texte in ihren hl. Büchern haben. Oder wenn sie Intoleranz predigen, z. B. gegen Homosexuelle. Oder wenn sie Fundamentalismus und Fanatismus in ihren Reihen zulassen. Oder wenn Prediger dieser Religionen Hass und Feindseligkeit gegen andere schüren. Ich denke da an manche Imame in Deutschland, an Opus Dei, die Piusbrüder und Evangelikale. Ihre "Lehren" und Predigten können schlimme Folgen haben, wenn die Gläubigen blind annehmen, dass daraus der Wille ihres Gottes spricht.
Zitat:
Ich finde jeder Mensch kann nur für sein eigenes Handeln Verantwortung übernehmen und selbst das ist für viele schon zu viel verlangt.

Nein, auch Organisationen, Gruppen, Kirchen usw. haben Verantwortung. Es wäre allzu billig, Fehlverhalten einer solchen Gruppe auf einzelne Mitglieder abzuwälzen. So wie es z. B. etliche kath. Bischöfe nach den massenhaften Missbräuchen durch Geistliche taten.
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Schlumpf
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Beitrag(#1955605) Verfasst am: 07.10.2014, 17:03    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Die Frage, die zu klären wäre, ist, ob Schlumpfs pauschale Behauptung überhaupt zutrifft.

Siehe meine Antwort an NoReplay. Und was heißt hier pauschal? Ich habe nicht die ganzen Ursachen von Unfrieden den Religionen zugeschoben, sondern sehr wohl differenziert.
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Schlumpf
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Beitrag(#1955606) Verfasst am: 07.10.2014, 17:06    Titel: Antworten mit Zitat

Ascanius hat folgendes geschrieben:
Wenn es einen "Mißbrauch" der Religion gibt, müßte es ja auch einen "ordnungsgemäßen" GEbrauch geben ....

Ein ordnungsgemäßer Gebrauch wäre z. B., wenn Religiöse bessere Menschen wären, weil sie ihre eigenen Gebote befolgen, vor Nächstenliebe überfließen usw. Sind sie bzw. tun sie aber nicht.
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zelig
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Beiträge: 22582

Beitrag(#1955613) Verfasst am: 07.10.2014, 17:21    Titel: Antworten mit Zitat

Schlumpf hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Die Frage, die zu klären wäre, ist, ob Schlumpfs pauschale Behauptung überhaupt zutrifft.

Siehe meine Antwort an NoReplay. Und was heißt hier pauschal? Ich habe nicht die ganzen Ursachen von Unfrieden den Religionen zugeschoben, sondern sehr wohl differenziert.


Stimmt. Du knüpfst das an die Bedingung der "vorschnellen Behauptung". Dann wolltest Du damit nicht sagen, daß sich Religiöse nicht gegen die Instrumentalisierung ihrer Religion (zum Beispiel um einen Krieg anzuheizen) verwahren dürfen .
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Ascanius
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Beitrag(#1955628) Verfasst am: 07.10.2014, 17:52    Titel: Antworten mit Zitat

Schlumpf hat folgendes geschrieben:
Ein ordnungsgemäßer Gebrauch wäre z. B., wenn Religiöse bessere Menschen wären, weil sie ihre eigenen Gebote befolgen, vor Nächstenliebe überfließen usw. Sind sie bzw. tun sie aber nicht.


Wie kann man ein "besserer Mensch" sein, indem man Gebote befolgt, sich also antimoralisch verhält? Was hat das Vorhandensein einer bestimmten Emotion mit Ethik zu tun? Wie soll Ethik überhaupt funktionieren, wenn sie mit unprüfbaren und falschen Behauptungen operiert? Es muß endlich begriffen werden, daß Religion und Ethik einander AUSSCHLIESSEN, denn eine Handlung oder Unterlassung kann nur entweder religiös, oder ethisch motiviert sein. Wenn man die Menschheitsgeschichte vor dem Hintergrund dieser Erkenntnis noch einmal betrachtet, erschließt sich auch sofort, warum die Welt in diesem grauenvollen Zustand ist.
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Anmeldungsdatum: 07.07.2008
Beiträge: 4007

Beitrag(#1955640) Verfasst am: 07.10.2014, 18:21    Titel: Antworten mit Zitat

Schlumpf hat folgendes geschrieben:
Ascanius hat folgendes geschrieben:
Wenn es einen "Mißbrauch" der Religion gibt, müßte es ja auch einen "ordnungsgemäßen" GEbrauch geben ....

Ein ordnungsgemäßer Gebrauch wäre z. B., wenn Religiöse bessere Menschen wären, weil sie ihre eigenen Gebote befolgen, vor Nächstenliebe überfließen usw. Sind sie bzw. tun sie aber nicht.


Wenn sie ihre Gebote befolgten, dann müssten sie vor Nächstenliebe überfließend Schwule und unfolgsame Söhne steinigen. Also sei froh, dass in heutiger Zeit kaum einer einen "ordnungsgemäßen Gebrauch" von der Religion macht.
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Schlumpf
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Beitrag(#1955642) Verfasst am: 07.10.2014, 18:34    Titel: Antworten mit Zitat

Waschmaschine777 hat folgendes geschrieben:

Wenn sie ihre Gebote befolgten, dann müssten sie vor Nächstenliebe überfließend Schwule und unfolgsame Söhne steinigen. Also sei froh, dass in heutiger Zeit kaum einer einen "ordnungsgemäßen Gebrauch" von der Religion macht.

Lachen
Ich dachte dabei an die Zehn Gebote, nicht ans alte Testament. Ich habe schon mehrfach im Freigeisterhaus geschrieben, dass ich die RKK für einigermassen gezähmt halte, weil es neben den hörigen Gläubigen auch solche gibt, die kritisch mitdenken, ferner Andersgläubige und Atheisten, die sich vieles nicht mehr bieten lassen würden, was früher möglich war.
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Schlumpf
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Beitrag(#1955643) Verfasst am: 07.10.2014, 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:

Stimmt. Du knüpfst das an die Bedingung der "vorschnellen Behauptung". Dann wolltest Du damit nicht sagen, daß sich Religiöse nicht gegen die Instrumentalisierung ihrer Religion (zum Beispiel um einen Krieg anzuheizen) verwahren dürfen .

Natürlich nicht. Es wäre das Schlimmste überhaupt, wenn eine große Religion lauter hörige, kritiklose Anhänger hätte. Im Namen eines Gottes können die schlimmsten Verbrechen initiiert werden.
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Schlumpf
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Beitrag(#1955646) Verfasst am: 07.10.2014, 18:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ascanius hat folgendes geschrieben:
Schlumpf hat folgendes geschrieben:
Ein ordnungsgemäßer Gebrauch wäre z. B., wenn Religiöse bessere Menschen wären, weil sie ihre eigenen Gebote befolgen, vor Nächstenliebe überfließen usw. Sind sie bzw. tun sie aber nicht.


Wie kann man ein "besserer Mensch" sein, indem man Gebote befolgt, sich also antimoralisch verhält?

Nanu! Die Religionsprofis sind doch berufsmäßige Moralprediger.
Zitat:
Es muß endlich begriffen werden, daß Religion und Ethik einander AUSSCHLIESSEN, denn eine Handlung oder Unterlassung kann nur entweder religiös, oder ethisch motiviert sein. Wenn man die Menschheitsgeschichte vor dem Hintergrund dieser Erkenntnis noch einmal betrachtet, erschließt sich auch sofort, warum die Welt in diesem grauenvollen Zustand ist.

Ich finde, dass du zu hart urteilst. Religionen haben nun mal die Kultur und Ethik der Staaten stark mitgeprägt. Mir wäre es auch lieber, wenn sie langsam verschwinden würden, ohne dass sich die Leichtgläubigen Ersatzreligionen und anderem esoterischem Blödsinn anschließen.
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