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Ukraine - Reform, Revolution, Staatsstreich - EU oder Russlandassoziierung II
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Religionskritik-Wiesbaden
homo est creator Dei



Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 7696
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag(#2053272) Verfasst am: 21.04.2016, 14:41    Titel: Russische Filme in der Ukraine verboten Antworten mit Zitat

Russische Filme sind jetzt tabu

Quelle:

http://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-russische-filme-101.html

Zitat:
Aktuelle Filme aus Russland dürfen in der Ukraine nicht mehr gezeigt werden. Präsident Petro Poroschenko verhängte ein Verbot für alle Filme, die seit 2014 in Russland gedreht wurden.


peinlich,
diese Regierung und dieser Präsident.

Wer jetzt noch aktuelle russische Filme sehen will - muss auf das Goeast in Wiesbaden:

http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2053174#2053174

Ukrainische Filme werden natürlich auch gezeigt - und die jeweiligen Filmemacher sind auch vor Ort zur Diskussion.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, Postfeminist



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 34437
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2053323) Verfasst am: 21.04.2016, 19:55    Titel: Antworten mit Zitat

Poroschenko hat ein aehnlich entspanntes Verhaeltnis zur Zensur wie Erdogan. Und macht sich letztendlich genauso laecherlich. Glaubt der ernsthaft, dass man heutzutage so verhindern kann, dass Ukrainer russische Filme anschauen, wenn sie dies wollen? Sehr glücklich


Mal gespannt, wann der erste Anruf bei der deutschen Botschaft kommt, weil die deutsche Welle auf ihrem Fernsehprogramm verbotenes Filmmaterial gezeigt hat und das in der Ukraine empfangbar ist. Lachen
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schtonk
Korinthenliegenlasser
Moderator



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 6842

Beitrag(#2055545) Verfasst am: 13.05.2016, 19:14    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
In der Ukraine wird Spießrutenlaufen gegen Journalisten veranstaltet. Am Mittwoch veröffentlichte das nationalpatriotische Portal „Friedensstifter“
eine schwarze Liste von 4068 in- und ausländischen Pressevertretern, die sich 2014 in der separatistischen Donezker Volksrepublik akkreditiert hatten.

„Diese Journalisten arbeiten mit den Guerilleros einer terroristischen Organisation zusammen“, behauptete die Website. „Eine vorläufige Analyse der Liste zeigt,
dass einige Persönlichkeiten, die sich Journalisten nennen, mit der Waffe in der Hand gesehen wurde, als sie gegen die ukrainische Armee kämpften.“
Auf der Liste standen Ukrainer, Russen, Journalisten aus allen Erdteilen, auch der Korrespondent der Frankfurter Rundschau. Zahlreiche Posts im ukrainischen
Facebook beschimpfen die Kriegsreporter jetzt als Prostituierte.

Die Macher des „Friedensstifters“ stammen aus der Umgebung des ukrainischen Innenministers Arsen Awakow. Das Portal ist berüchtigt für seine Listen
mutmaßlicher Separatisten und ihrer „Komplizen“. Es veröffentlichte auch die Wohnadressen des prorussischen Journalisten Oles Busin sowie des Oppositionspolitikers
Oleg Kalaschnikow und verurteilte sie als „Helfershelfer der Separatisten“. Beide wurden später in Kiew erschossen.

http://www.fr-online.de/ukraine/ukraine-spiessrutenlaufen-gegen-journalisten,26429068,34238176.html

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So wie das religiöse Gefühl der meisten Frommen sich erst bekundet, wenn es verletzt wird,
so liegt auch der Patriotismus auf der Lauer der Gelegenheit gekränkt zu sein. - Karl Kraus
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 34437
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2057926) Verfasst am: 03.06.2016, 01:35    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
....Like many foreign reporters, I was there to relay what was happening to the remains of the downed flight’s 298 passengers and crew members. Before I went to the crash site, I obtained accreditation from the separatists. This did not guarantee that I would be safe, but it was the only way to get past the armed checkpoints.

Now Ukraine has labeled me an accomplice in terrorism.

On May 7, the website Mirotvorets (“Peacemaker”), courtesy of anonymous hackers, published part of the separatists’ accreditation records. My name, email address and phone number were among those of more than 4,000 journalists, including freelancers like me, as well as correspondents from this newspaper, Reuters, the BBC and other outlets. We were collectively labeled “terrorist collaborators” for gaining accreditation from the separatists. The list’s publishers claimed not to know what the consequences would be of releasing this information, but it seemed clear that the intent was to encourage people to take action against the journalists on their own.
Anton Gerashchenko, a member of Ukraine’s Parliament and an adviser to the Ministry of Interior, praised the publication of the list and called for journalists to assist Ukraine in its “information war” with Russia. ...

....In response, the interior minister, Arsen Avakov, declared his support for Mirotvorets and accused those who criticized the publication of the list of harboring separatist sympathies....

....An adviser to the head of the Ukrainian Security Service announced that the journalists on the lists were being investigated as potential spies....





http://www.nytimes.com/2016/06/01/opinion/ukraine-declares-war-on-journalism.html?_r=0
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 34437
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2060886) Verfasst am: 05.07.2016, 23:44    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Klesiv, Ukraine - Trundling along the decrepit roads of this remote corner of northwestern Ukraine, past dreary villages and decaying bus stops, few would suspect that the ground beneath is abundant with amber, a gemstone valued around the world as jewellery.

In reality, the business here is booming - but the profits are whisked away into the shadows. The vast majority of the poorly regulated industry operates outside state control, funnelling hundreds of million dollars each year into the hands of illegal miners, smugglers and, critics say, the politicians and armed gangs who run the racket....


http://www.aljazeera.com/news/2016/07/ukraine-amber-mafia-160704101214561.html
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Religionskritik-Wiesbaden
homo est creator Dei



Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 7696
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Beitrag(#2062298) Verfasst am: 20.07.2016, 13:46    Titel: Krise in der Ukraine - Pawel Scheremet verstorben Antworten mit Zitat

Tja,
momentan ballt es sich wieder zusammen, sicherlich ist die eine oder andere Nachrichte auch in anderen Threads postbar.

1. Der als prowestlich geltende Journalist Pawel Scheremet wurde bei einer Autobombenexplosion getötet.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/journalist-pawel-scheremet-bei-auto-explosion-in-ukraine-getoetet-14348921.html

Zitat:
Pawel Scheremet ist bei der Explosion eines Autos in Kiew ums Leben gekommen. Der gebürtige Weißrusse war einer der bekanntesten Journalisten des Landes. Die Polizei geht von einem Bombenanschlag aus.
(...)
Scheremet saß allein im Wagen einer Kollegin, als das Fahrzeug am Mittwoch explodierte, wie das Internetportal „Ukrainskaja Prawda“ berichtete, für das der gebürtige Weißrusse arbeitete.
(...)


mmh - ohne letzteren Hinweis wären bei vielen schon die Schuldigen oder besser der schuldige ausgemacht - aber so wirds vertrackt, galt der Anschlag wirklich ihm?

In Anbetracht dass das prowestliche Lager sich seit einiger Zeit selbstzerfleischt - kommen natürlich auch einige Fraktionen aus deren Lager als Täter in Betracht,
bzw. wie auch sonst in der Ukraine - nahezu jeder irgendwie politisch verstrickte!

2. Großprivatisierung in der Ukraine gescheitert

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/chemieriese-odessaer-hafenwerk-grossprivatisierung-in-der-ukraine-gescheitert/13899520.html

Zitat:
Mehr als 340 Firmen will die ukrainische Regierung privatisieren. Für den Stickstoffdüngehersteller Odessaer Hafenwerk versprach sie sich einen Erlös von einer Milliarde Euro – geboten wurde nun nicht einmal die Hälfte.


3. Kiew: Sieben Soldaten bei Gefechten in Ostukraine getötet

http://www.zeit.de/news/2016-07/19/ukraine-kiew-sieben-soldaten-bei-gefechten-in-ostukraine-getoetet-19135405

Zitat:
Bei Kämpfen in der Ostukraine sind nach Angaben der Regierung in Kiew sieben ihrer Soldaten getötet worden. 14 weitere Soldaten seien bei den Gefechten mit prorussischen Rebellen in den vergangenen 24 Stunden verletzt worden, sagte Militärsprecher Andrej Lyssenko am Dienstag.


mmh,
noch 3 Wochen bis Olympia,
und Olympia war ja dereinst der geschickt gewählte Startpunkt für den Krieg Georgien - Russland,
ist ja gerade mal 8 Jahre her. Geschickt, weil die gesamte westliche Diplomatie noch im Sommerloch oder bei Olympia weilte - und die Krisentalks im TV mit Fossilien wie Genscher und dem mittlerweile verstorben Scholl-Latour gefüllt wurden.

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homo est creator Dei



Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 7696
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Beitrag(#2064199) Verfasst am: 09.08.2016, 12:45    Titel: Vier Reiter für die Ukraine Antworten mit Zitat

Auch bei Olympia kommt man an der Ukraine und ihrem Oligarchenschwurbel nicht vorbei - und natürlich auch an uns Deutschen nicht.

Quelle: FAZ,
http://www.faz.net/aktuell/sport/olympia/bei-olmypia-in-rio-starten-vier-legionaere-fuer-das-reitteam-aus-der-ukraine-14339181.html


Zitat:
Vier Reiter für die Ukraine
Obwohl der ukrainische Reitsport-Oligarch Onischenko in Schwierigkeiten ist, startet sein Team bei Olympia in Rio – allerdings ohne Ukrainer. Davon profitiert wieder einmal ein alter Bekannter aus Deutschland.


Zitat:
Die Mannschaft, die dort die Parcours in Angriff nehmen wird, verbindet aber auch herzlich wenig mit dem zerrissenen Land, dessen Emblem ihre Satteldecken ziert. Gebürtige Ukrainer sind gar nicht dabei, es handelt sich um ein Legionärs-Quartett.

Zwei Deutsche werden dazugehören, die im eigenen Land keine Chance mehr hatten, nominiert zu werden, und sich vom ukrainischen Oligarchen Alexander Romanowitsch Onischenko anwerben ließen

(...)

Der einzige original ukrainische Reiter im Team war bisher Onischenko selbst, doch die Zeiten, als der Big Spender, seit 2002 Präsident der Ukrainischen Reiterlichen Vereinigung, sich selbst für die großen Ereignisse nominierte und damit die Gesamtleistung des Teams verdarb, sind vorbei. Onischenko ist in Schwierigkeiten. Die Nachrichten sind vage, offenbar wurde seine Immunität als Parlamentarier in Kiew aufgehoben, es wird wegen Korruption gegen ihn ermittelt, seine Konten scheinen gesperrt zu sein, und er hat sein Land verlassen. Nach zehn Jahren, in denen er als Groß-Einkäufer der Branche seine Equipe mit Pferden und Reitern bestückte und immer wieder die Qualifikation zu den Top-Ereignissen schaffte, scheint seine gekaufte Reiter-Karriere beendet.


Im Artikel erfährt man noch so einiges über den Hotte-Hüh-Sport,

erschreckend lesenswert.
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Religionskritik-Wiesbaden
homo est creator Dei



Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 7696
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Beitrag(#2064796) Verfasst am: 14.08.2016, 14:46    Titel: Konrad Schuler Kriegs- und Nichtkriegsanalyse FAZ August 2018 Antworten mit Zitat

Wie 'heiß' der Konflikt in der Ukraine ist,
darüber informiert der Journalist Konrad Schuler (FAZ) mit seinem Team in zwei Artikeln in der FAZ sowie einer umfangreichen Datenanalyse.

Hauptartikel:
Quelle: FAZ, vom 14-08-2016
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/krieg-in-der-ostukraine-wer-bricht-den-waffenstillstand-14375280.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Zitat:
Wer bricht den Waffenstillstand?
Artilleriegefechte, verbotene Waffen, nahezu täglich Tote und Verletzte. FAZ.NET hat die Protokolle der OSZE-Beobachter im Donbass über 100 Tage ausgewertet. Sie zeigen: Die Waffenruhe in der Ostukraine ist eine Farce.
(...)
Die Untersuchung ergibt dabei folgendes Bild: Die permanente Verletzung der Waffenruhe im Donbass erfolgt sowohl durch die ukrainischen Streitkräfte wie auch durch die prorussischen Milizen der „Volksrepublik Donezk“ („DPR“) und der „Volksrepublik Luhansk“ („LPR“), die gemeinsam veranschlagt werden. Die Verstöße der prorussischen Rebellen überwiegen.
(...)


Hier nun die Hintergrundartikel aus der FAZ:

Quelle:
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/krieg-in-der-ostukraine-wie-zaehlt-man-einen-krieg-14377005.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Zitat:
Wie zählt man einen Krieg?

Mehr als 100 Tage OSZE-Protokolle hat FAZ.NET analysiert, um der Frage nachzugehen, wer den Waffenstillstand in der Ostukraine untergräbt. Das war die Methodik.


und

die Datenanalyse

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/datenanalyse-hier-herrscht-krieg-in-der-ostukraine-14385257.html

mmh,
kleine Bemerkung mit vielleicht Relevanz - Russland lässt momentan den Bau seines Krimbrückenprojektes etwas langsamer angehen - vielleicht weil man ja noch immer auf eine 'Landbrücke' spekuliert,
Frage
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 21643

Beitrag(#2070351) Verfasst am: 29.09.2016, 21:01    Titel: Propaganda Antworten mit Zitat

5-Seiten Bericht in der Zeit:

Zitat:

Das Donezk-Leak: E-Mails zwischen den Separatisten in der Ostukraine und Beratern aus Russland bieten Einblicke in die Medienmanipulation des Kremls. Ihre Auswirkungen reichen bis nach Deutschland.


Schwarz auf Weiß gibt es sie jetzt: Belege dafür, mit welchem Aufwand Russland psychologische Kriegsführung gegen den Westen betreibt. Das ZDF-Magazin Frontal21 und die ZEIT erhielten Zugriff auf über 10.000 E-Mails, die aus dem "Informationsministerium" der prorussischen Separatisten in der Ostukraine stammen.

Die Anführer der dortigen, international nicht anerkannten "Volksrepubliken" Donezk und Luhansk suchen den Anschluss an die russische Föderation. Bislang hat der russische Präsident stets bestritten, die Rebellen nähmen Weisungen aus Moskau entgegen. Doch das E-Mail-Leak aus dem Donezker Ministerium offenbart regelrechte Befehlsstrukturen zwischen russischen Beratern und den Rebellen.

[...]

Das Strategiepapier landet am 25. Januar 2016 im E-Mail-Eingang der "Informationsministerin" von Donezk, Elena Nikitina. Absender ist eine russische Mail-Adresse, afrika1996[ät]yandex.ru, ihr Inhaber nennt sich "Andrej Afrika". Knapp vier Wochen später unterläuft einem der "Berater", wie sich die Moskauer Drahtzieher nennen, ein Fehler, der wahrscheinlich ihre Klarnamen bloßlegt. Das Missgeschick passiert in einer E-Mail, die ein gewisser "Kashalot74" am 21. Februar 2016 um 12.13 Uhr an die Informationsministerin schickt.

Die Mail enthält als Anhang die Tagesordnungspunkte für eine bevorstehende Sitzung, Thema: "Mediaplanung, Bericht über die Arbeit der Massenmedien in der Region". Am Anfang des Dokuments werden vier Namen genannt: Andrej Tolmatschjew, Jewgeni Morus, Andrej Godnew und Alexander Paschin. Die Funktionsbezeichnung dieser Männer lautet: "Technologen und Medienverantwortliche".

[...]

Grün markiert ist auf der Liste unter anderem der Name von Marc Bartalmai. Daneben noch der Zusatz: "good friend". Marc Bartalmai ist ein Pseudonym, im richtigen Leben heißt er Mirko Möbius und kommt aus Sachsen-Anhalt. Immer wieder hat der gelernte Marketingkaufmann an "Montagsmahnwachen gegen Sozialabbau und Kriegstreiberei" teilgenommen, auf denen rechte und linke Radikale sich ein Stelldichein geben. Nach Ausbruch des Krieges in der Ostukraine zog es ihn in den Donbass. Dort begann er Filme zu drehen, ohne Unterstützung aus Moskau, wie er beteuert.

Tatsächlich stellen Möbius’ Filme den Kriegsalltag ausschließlich aus der Sicht der prorussischen Separatisten dar. Hunderttausende haben seinen Film Ukrainian Agony bereits im Netz angeklickt. Möbius findet seine Anhänger vor allem unter jenen, die mit den sogenannten Mainstream-Medien abgeschlossen haben. Aus ihrer Sicht zeigt Möbius das wahre Bild des Krieges, des Krieges einer faschistischen Junta in Kiew gegen aufrechte Freiheitskämpfer. Konfrontiert mit der eigenen Arbeitsweise und mit der Zensurpolitik im Donbass, antwortet Möbius: "Machen wir uns nichts vor. Wir sind in einem Propagandakrieg – dort drüben wie hier."

Beflissen kümmerte sich die Regierung der "Volksrepublik Donezk" um die Vermarktung des Streifens: Entwürfe für das Filmplakat, auf dem Möbius traurig einen Hund anblickt, wurden zwischen der Ministerin und einer Untergebenen abgestimmt. Die öffentlichen Aufführungen in den Donezker Kinos Zvjesdotschka und Kult finden Eingang in die offizielle Terminplanung des Ministeriums. Außerdem wird die Dokumentation im regionalen Fernsehen gezeigt. In einem Rückblick auf das Jahr 2015 wird die breite Präsentation von Ukrainian Agony vom Informationsministerium und den Moskauer Beratern als ein Höhepunkt ihrer Arbeit gefeiert. Fünf Millionen Zuschauer hätten den Film gesehen – er sei damit das bislang schlagkräftigste "Projekt" überhaupt gewesen.
Manipulative Methoden mit Tradition

Genauso willkommen in der Separatistenhochburg Donezk ist Manuel Ochsenreiter, ein Vertreter der Neuen Rechten in Deutschland. Ochsenreiter leitet als Chefredakteur das "Deutsche Nachrichtenmagazin" Zuerst!, in dessen Beiträgen Wladimir Putin als starke Führerfigur bewundert wird. "Zulassen", lautet das Urteil der Separatisten.


Link nicht in Code (sorry "sehr gut"):

http://www.zeit.de/2016/41/russland-propaganda-ostukraine-separatisten-e-mails/komplettansicht
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beachbernie
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Beitrag(#2070367) Verfasst am: 29.09.2016, 22:15    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist der bekannte Unterschied zwischen neuer und alter Rechten.

Die neue Rechte ist pro-Putin, weil sie ihn wegen seiner brutalen Unterdrueckungspolitik gegen Moslems im Kaukasus, insbesondere gegen Tschetschenien, bewundert, waehrend die alte Rechte lieber an alte Buendnisse gegen Russland im 2.Weltkrieg anknuepft und deshalb das Kiewer Putschregime unterstuetzt.


Fuer Demokraten kommt eigentlich keine der beiden Seiten als Buendnispartner in Frage.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 34437
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2071536) Verfasst am: 09.10.2016, 01:51    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
....The Russia-inspired war killed thousands of Ukrainians and displaced a million more, but when asked which is more urgent — the war against the pro-Russian rebels or the war against corruption — Ukrainians believe corruption is more important, by a margin of more than two-to-one.

The so-called “Panama Papers” — the millions of leaked documents from the Panamanian corporate law firm Mossack Fonseca last April also proved that President Petro Poroshenko was busy registering offshore accounts even as his own troops were retreating from one of the bloodiest defeats of the war.

Poroshenko is Europe’s richest leader according to Forbes, and despite his promises to “embed new traditions” by selling off his assets, he has sold nothing. In fact, he was the only one of Ukraine’s wealthy businessmen to see his net worth actually increase in 2015, to $858 million. Like his predecessor Viktor Yanukovich, he has erased the thin line once existed between business and politics in Ukraine and he is profiting richly, even as his country struggles through the worst economic and political crisis since the 1991 independence.....



http://foreignpolicy.com/2016/10/07/ukraine-is-going-to-be-a-big-problem-for-the-next-u-s-president/
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 1343

Beitrag(#2086513) Verfasst am: 21.02.2017, 19:11    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.gmx.net/magazine/politik/trump-entscheidet-erntet-lob-32180630 schrieb, dass Trumps Anwalt einen Entwurf für einen Friedensplan habe, welcher den Abzug russischer Truppen aus der Ostukraine und eine Volksabstimmung über die Zukunft der von Moskau annektierten Krim vorsehe.

Eine Volksabstimmung für die Krim und auch für die Ostukraine halte ich für eine gute Idee, die den Frieden fördern wird.
Warum soll man eine regionale Bevölkerung in eine willkürlich gesetzte Staatszugehörigkeit pressen?
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Besondere Ergebnisse des G20-Gipfels in China: http://german.china.org.cn/txt/2016-09/08/content_39261108.htm
G20 Leaders' Communique Hangzhou Summit: http://www.g20.org/English/Dynamic/201609/t20160906_3396.html
http://www.un.org/en/index.html
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