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Bemerkung zum Tierschutz
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PsychPhil
registrierter User



Anmeldungsdatum: 06.11.2007
Beiträge: 107

Beitrag(#868483) Verfasst am: 25.11.2007, 19:16    Titel: Bemerkung zum Tierschutz Antworten mit Zitat

Bemerkung zum Tierschutz:

Seit Mitte 1993 bin ich aus rein ethischen Gründen heraus Vegetarier, kein Veganer. Ich möchte versuchen, jedenfalls soweit es mir möglich ist, so zu leben, daß kein anderes Lebewesen dafür leiden oder gar sterben muß, um mein eigenes Überleben zu sichern, und das betrifft zunächst ganz wesentlich die Ernährung und die Medizin.

Daß eine fleischlose Ernährung in unserem Kulturraum aus ethischen und auch aus dietätischen Gründen die einzig sinnvolle ist, hat mir noch niemand schlüssig widerlegen können. Ich erspare mir hier eine Grundsatzdebatte über die Ernährungsmythen bestimmter Ernährungswissenschaftler, die den Fleischkosnum als unbedingt notwendige Ernährungsform propagieren, und das Leid der Tiere einfach ausklammern. Solche Menschen, und auch Wissenschaftler, die viele Formen industrieller Massentierquälerei ernsthaft als "artgerecht" oder "tierschutzgerecht" darstellen, sind mit Drewermann gesprochen "emotional so abgestumpft, daß man sie eigentlich nur bedauern kann" - ich selber stehe dazu, daß ich solche Menschen ein Stück weit verachte, auch wenn ich ihnen persönlich den rein menschlichen Respekt versuche zukommen zu lassen, etwas, woran ich immer wieder neu arbeiten muß.

Bis jetzt bin ich zu der Übezeugung gekommen, daß sich durch den völligen Verzicht auf Fleisch die Lebensqualität erhöht, man lebt erwiesenermaßen gesünder, von den ethischen Vorzügen ganz abgsehen. Ob man grundsätzlich und vollständig auf den Konsum von tierischen Produkten verzichten sollte, darüber bin ich mir grundsätzlich noch im Unklaren, ich selber ernähre mich zu. ca. einem Viertel von Milchprodukten und Eiern, versuche aber sehr darauf zu achten, diese Produkte möglichst aus ethisch orientierter Tierhaltung zu kaufen und bin bereit, dafür mehr Geld auszugeben, als etwa im Supermarkt.

Das Grundproblem aber habe ich nicht zu verantworten, die Natur hat es so eingerichtet, daß die meisten Lebewesen sich nur erhalten könne, auf Kosten anderer Lebewesen - für mich nebenbei gesagt, ein klarer Beweis gegen die Gottesidee - wir Menschen allerdings können unter kulturellen Voraussetzungen unsere Ernährunglage und Lebensweise so ausrichten, daß das absolut notwendige Maß an Leid, das wir den Tieren evtl. zumuten müssen, um selber überleben zu können, auf ein Minimum zu reduzieren.

Was mich diesbezüglich erschreckt, ist die ungaubliche Selbstverständlichkeit, mit der wir Tiere millionenfach rund um die Uhr ausbeuten, quälen und töten. Das war übrigens ursprünglich der wichtigste Grund, mich mit Eugen Drewermann zu beschäftigen, der sich als Theologe seit Jahrzehnten auf verschiedenen Ebenen sehr für den Tierschutz engagiert:

"Wir sprechen den Tieren eine Seele ab, um noch seelenloser mit ihnen umgehen zu können, wie mit uns selber. Wir müßten auf den Darwinismus, mit der Erkenntnis der Verwandtschaft von Mensch und Tier heute, moralisch und religiös durch ein vertieftes Weltbild antworten. Statt dessen tun wir das Gegenteil, vor allem in der Massentierhaltung, wo wir millionenfaches Leid routiniert, industriealisiert und standardisiert über die Tiere hinweg fahren."

Und:

"Wir leben in einer Welt, in der wir offenbar keinerlei Problem darin sehen, ganze Industrie- und Wirtschaftszweige zu unterhalten, die sich mit nichts anderem beschäftigen, als wie man Lebwesen möglicht effizient ausbeutet und tötet - das ist die ganz normale Kultur im sogenannten "christlichen" Abendland. Ich will das nicht."

Insofern habe ich versucht zu lernen, daß Pazifismus und Vegetarismus offenbar zusammengehören, wenn man sie nur tief genug versteht. Eine Ethik, die ständig zwischen den Lebensinteressen von Tier und Mensch unterscheidet, kam mir schon vor über 20 Jahren als nicht akzeptabel vor und ich habe daraus für meine persönliche Lebensführung die Konsquenzen gezogen. Auch empfinde ich die ständigen Wertedabetten als geheuchelt und verlogen, wenn sie die Interessen der Tiere immer wieder vollständig ignorieren.

Natürlich unterscheide ich zwischen der Hausschlachtung in dörflichen Gebieten und der industriellen Massentierquälerei, aber auch das hat für mich mit Aufklärung zu tun, ökologische Landwirtschaft und Vegetarismus als einzig sinnvolle Form der Lebensführung zu betrachten und meine Ernährungsweise so vorzuleben, daß sie als Alternative empfunden werden kann.

Bleibt noch das große und für mich unlösbare Problem der Tierversuche, aber auch hier denke ich, daß man das Maß der Ausbeutung und Quälerei der Tiere auf ein viel niedrigeres Niveau fahren könnte, als es derzeit noch der Fall ist. Ich selber habe meine Krebserkrankung vor 4 Jahren nur deshalb überlebt, weil es Chemotherapien gibt, die mit Sicherheit in tausenden Tierversuchen erprobt und verbessert wurden und werden. Das ist der Grenzfall, wo es wirklich um das reine Überleben geht, wo ich mit vielen sehr radikalen Tierschützern nicht übereinstimmen kann. Womit ich allerdings absolut übereinstimme, ist z.b. die Forderung, die riesigen Summen an Fördergeldern für Tierversuche umzuschichten, um sie zunehmend für die Erforschung alternativer, also tierversuchsfreier pharmakologischer Forschungen zur Verfügung zu stellen.

Gänzlich abzulehnen sind alle Tierversuche im Bereich der Herstellung von Kosmetikartikeln.

Und noch viel energischer muß sämtlicher "Tierverbrauch" im Bereich der Erprobung der Vernichtungseffizienz von Kampfmitteln im Bereich des Militärs bekämpft werden - spätestens da sehe ich keinen Spielraum mehr für Kompromisse, und ich hoffe mindestens diesbezüglich bei allen, die meine Zeilen hier lesen, uneingeschränkte Zustimmung zu erfahren - das ERWARTE ich sogar!

Jeder, der einigermaßen gesund empfinden kann, muß uneingeschränkt die Forderung unterstützen, die jährlich ca. 400.000(!!!) "verbrauchten" lebendiger und allzumeist unbetäubter Tiere zur Effizenzsteigerung in der Vernichtungskapazität etwa von Giftgasen und Sprengstoffen ausnahmslos zu ächten! Derartige Tierversuche gehören ausnahmslos verboten und ihre Ausführung unter hohe Strafen gestellt, auch EU-weit.

Dann abschliessend noch zu einem Problem, das schon Albert Schweitzer beschäftigt hat, denn jeder gänzlich harmlose und absolut friedfertige Spaziergang im Wald oder über eine Sommerwiese führt dazu, Kleinstlebewesen in großer Zahl zu töten. Insofern ist es fast unmöglich, so zu leben, daß kein anderes Lebwesen zugrunde geht, das ist das gefühllose Gesetz der Natur, für das wir als Menschen nicht verantwortbar gemacht werden können.

Allerdings müssen wir an dieser Stelle die sogenannte Rechtfertigunsglehre, die von Luther - soweit ich weiß - rein anthropozentrisch formuliert wurde, um diesen Aspekt erweitern, denn wie rechtfertigt man die Idee eines gütigen Schöpfergottes angesichts des unverschuldeten Leides der Tiere - das Leid und die gegenseitige Ausbeutung fühlender und schmerzempfindlicher Lebewesen als Naturprinzip kann nicht ernsthaft als das Produkt eines gütigen Schöpfungsaktes empfunden werden

Hier dann noch ein paar Zitate zum Thema:

Armstrong, Louis: "Mit einem kurzen Schweifwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede."

Emile Cioran: "Das Verschwinden der Tiere ist ein unvergleichlicher, schwerwiegender Tatbestand. Ihr Henker hat die Landschaften besetzt, es gibt nur noch Raum für ihn. Welch ein Entsetzen, dort einen Menschen wahrzunehmen, wo man zuvor ein Pferd betrachten konnte!"

Da Vinci, Leonardo: "Es wird die Zeit kommen, da das Verbrechen am Tier genauso geahndet wird, wie das Verbrechen am Menschen."

Shaw, George Bernard: "Wenn ein Mensch einen Tiger tötet, spricht man von Sport. Wenn ein Tiger einen Menschen tötet, spricht man von Grausamkeit."

Gorki, Maxim: "Nach manchen Gesprächen mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzunicken oder vor einem Elefanten den Hut zu ziehen."

Grzimek, Bernhard: "Der einzige, der einen Ozelotpelz wirklich braucht, ist der Ozelot."

Schweitzer, Albert: "Wie die Hausfrau, die die Stube gescheuert hat, Sorge trägt, daß die Tür zu ist, damit ja nicht der Hund hereinkomme und das getane Werk durch die Spuren seiner Pfoten entstelle, wachen die europäischen Denker darüber, daß ihnen keine Tiere in der Ethik herumlaufen."

Schopenhauer, Arthur: "Die vermeintliche Rechtlosigkeit der Tiere, der Wahn, daß unser Handeln gegen sie ohne moralische Bedenken sei, ist eine geradezu empörende Barbarei des Abendlandes. Die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man ihnen schuldig. Diese Welt ist für die Tiere die Hölle und wir Menschen sind ihre Teufel."

"Ich weiß mir kein schöneres Gebet, als das, womit die alt-indischen Schauspiele schließen. Es lautet: Mögen alle lebenden Wesen von Schmerzen frei bleiben."

Drewermann, Eugen: "Die Religion der Zukunft ist religiös, kulturell und ökologisch integrativ, oder sie ist schädlich, falsch und überflüsig!"

V.B.
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AntagonisT
Master of Disaster



Anmeldungsdatum: 28.09.2005
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Beitrag(#868488) Verfasst am: 25.11.2007, 19:20    Titel: Antworten mit Zitat

Daumen hoch! bin auch seit 7 Jahren Veggi!
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narziss
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Beitrag(#868494) Verfasst am: 25.11.2007, 19:24    Titel: Re: Bemerkung zum Tierschutz Antworten mit Zitat

PsychPhil hat folgendes geschrieben:
Bis jetzt bin ich zu der Übezeugung gekommen, daß sich durch den völligen Verzicht auf Fleisch die Lebensqualität erhöht, man lebt erwiesenermaßen gesünder, von den ethischen Vorzügen ganz abgsehen.
Wenigstens die Raucher erzählen mir nicht, dass Raucher gesünder leben.
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AntagonisT
Master of Disaster



Anmeldungsdatum: 28.09.2005
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Beitrag(#868499) Verfasst am: 25.11.2007, 19:26    Titel: Re: Bemerkung zum Tierschutz Antworten mit Zitat

narziss hat folgendes geschrieben:
PsychPhil hat folgendes geschrieben:
Bis jetzt bin ich zu der Übezeugung gekommen, daß sich durch den völligen Verzicht auf Fleisch die Lebensqualität erhöht, man lebt erwiesenermaßen gesünder, von den ethischen Vorzügen ganz abgsehen.
Wenigstens die Raucher erzählen mir nicht, dass Raucher gesünder leben.


Aua. Wenn, dann sind Vegetarier Nichtraucher.. Deprimiert
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Yamato
Teeist



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Beitrag(#868500) Verfasst am: 25.11.2007, 19:28    Titel: Antworten mit Zitat

Dafür dass es gesünder sein soll, hätte ich auch gerne eine Begründung.
(Es muss ja auch gar nicht gesünder sein, wenn man ethische Gründe hat. Ich weiß gar nicht warum Vegetarier immer so darauf bestehen.)
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"Staat heißt das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: «Ich, der Staat, bin das Volk.»" – Friedrich Nietzsche, Also sprach Zarathustra
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AntagonisT
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Anmeldungsdatum: 28.09.2005
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Beitrag(#868516) Verfasst am: 25.11.2007, 19:46    Titel: Antworten mit Zitat

I
II
III
IV
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narziss
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Beiträge: 21939

Beitrag(#868519) Verfasst am: 25.11.2007, 19:50    Titel: Re: Bemerkung zum Tierschutz Antworten mit Zitat

AntagonisT hat folgendes geschrieben:
narziss hat folgendes geschrieben:
PsychPhil hat folgendes geschrieben:
Bis jetzt bin ich zu der Übezeugung gekommen, daß sich durch den völligen Verzicht auf Fleisch die Lebensqualität erhöht, man lebt erwiesenermaßen gesünder, von den ethischen Vorzügen ganz abgsehen.
Wenigstens die Raucher erzählen mir nicht, dass Raucher gesünder leben.


Aua. Wenn, dann sind Vegetarier Nichtraucher.. Deprimiert
Das hab ich ja nicht aussagen wollen.
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Reza
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Anmeldungsdatum: 10.09.2006
Beiträge: 4188

Beitrag(#868534) Verfasst am: 25.11.2007, 20:07    Titel: Re: Bemerkung zum Tierschutz Antworten mit Zitat

PsychPhil hat folgendes geschrieben:
ich selber stehe dazu, daß ich solche Menschen ein Stück weit verachte,


Das immerhin hast du dann mit dem allergrößten Teil der Menschheit gemein, die zu verachten, oder als minderwertig zu betrachten, die deine Lebensweise/Meinung nicht teilen.

Das hat keine andere Spezies auf diesem Planeten würde ich mal behaupten, muss aber nicht stimmen, vielleicht verachten die Ameisen ja die Blattläuse, die sie melken, keine Ahnung.

Jedenfalls Ethik und Verachtung, da hat für mich die Ethik keine Ethik mehr.
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jagy
Herb Derpington III.



Anmeldungsdatum: 26.11.2006
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Beitrag(#868539) Verfasst am: 25.11.2007, 20:14    Titel: Antworten mit Zitat

@ PsychPhil:

Ich würde dich um Beantwortung 2er Fragen bitten:

a) Warum ist es ethisch verwerflich, Tiere zum Zwecke des Verzehrs zu töten?

b) Warum ist es ethisch verwerflich, Menschen zu töten?


(Ich setze mal Voraus, dass wir beide von einer rationalen, nicht absoluten Ethik ausgehen, das heißt von einer Ethik, die kein Naturrecht oder überpositves Recht oder sonstige Absoluta vorraussetzt - denn solche müsten erstmals bewiesen werden, zweitens müsste gezeigt werden, dass selbst wenn sie bestehen, wir sie erkennen können - beides wurde meines Erachtens bisher nicht gezeigt).
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Mr.Manescu
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Anmeldungsdatum: 22.11.2007
Beiträge: 346

Beitrag(#868541) Verfasst am: 25.11.2007, 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

Mir ist es egal ob sich jemand fleischlos ernährt, nur die Begründung find ich seltsam.
Kein Lebendes Wesen zu schaden ist ganz nett, aber warum nimmt man Pflanzen davon aus?
Weil sie keinen Schmerz empfinden können? Oder weil man hier an eine Grenze stößt, was die Kommunikation betrifft? Vielleicht weil Pflanzen kein Mitleid erregen können?

Den ethischen Standpunkt eines Vegetariers kann ich nicht nachvollziehen.
Aber ich halte Moral auch für nicht prinzipiell begründbar.
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 10651

Beitrag(#868554) Verfasst am: 25.11.2007, 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Von Vegetarier zu Vegetarier:

Zitat:
Bleibt noch das große und für mich unlösbare Problem der Tierversuche, aber auch hier denke ich, daß man das Maß der Ausbeutung und Quälerei der Tiere auf ein viel niedrigeres Niveau fahren könnte, als es derzeit noch der Fall ist. Ich selber habe meine Krebserkrankung vor 4 Jahren nur deshalb überlebt, weil es Chemotherapien gibt, die mit Sicherheit in tausenden Tierversuchen erprobt und verbessert wurden und werden. Das ist der Grenzfall, wo es wirklich um das reine Überleben geht, wo ich mit vielen sehr radikalen Tierschützern nicht übereinstimmen kann.


Wenn du Grenzen ziehst wo es um positives für dich geht(obwohl es hier [auch] um Tierquälerei geht), dann darfst du dich aber auch nicht beschweren wenn andere z.B. Massentierhaltung akzeptieren da sie so oft Fleisch essen können.

Wenn du akzeptierst das Tierversuche für deine Krankheit X gemacht werden, dann kann man davon ausgehen das bei Krankheit Y ebenso Tierversuche von dir geduldet werden, wenn auch Zähneknirschend. Wo sind da klare Grenzen? Andere ziehen ihre Grenzen auch nach eigenem Bedarf, verurteilen kannst du die nur indem du dich selbst verurteilst.
Du musst damit leben das so wie du manche verachtest auch du verachtest wirst von Leuten die Tierversuche ablehnen, du lehnst ja nur die ab die dir nichts nutzen.

Zitat:
Gänzlich abzulehnen sind alle Tierversuche im Bereich der Herstellung von Kosmetikartikeln.


Sind in D schon verboten seit 1998, EU seit 2004.

Zitat:
ökologische Landwirtschaft und Vegetarismus als einzig sinnvolle Form der Lebensführung zu betrachten


Als Selbstversorger oder als Konsument in einem Supermarkt?
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Gustav Aermel
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Anmeldungsdatum: 05.04.2007
Beiträge: 1811

Beitrag(#868560) Verfasst am: 25.11.2007, 20:40    Titel: Re: Bemerkung zum Tierschutz Antworten mit Zitat

PsychPhil hat folgendes geschrieben:
Daß eine fleischlose Ernährung in unserem Kulturraum aus ethischen und auch aus dietätischen Gründen die einzig sinnvolle ist, hat mir noch niemand schlüssig widerlegen können.


Lachen

Die Argumentationsweise kenne ich von anderen Weltanschauungen auch zu gut. Lachen

PsychPhil hat folgendes geschrieben:
Ich erspare mir hier eine Grundsatzdebatte über die Ernährungsmythen bestimmter Ernährungswissenschaftler, die den Fleischkosnum als unbedingt notwendige Ernährungsform propagieren, und das Leid der Tiere einfach ausklammern.


"Ich erspare mir hier eine Grundsatzdebatte über die Ernährungsmythen bestimmter Ernährungswissenschaftler, die den NichtFleischkosnum als unbedingt notwendige Ernährungsform propagieren [...]."

PsychPhil hat folgendes geschrieben:
Solche Menschen, und auch Wissenschaftler, die viele Formen industrieller Massentierquälerei ernsthaft als "artgerecht" oder "tierschutzgerecht" darstellen, sind mit Drewermann gesprochen "emotional so abgestumpft, daß man sie eigentlich nur bedauern kann" - ich selber stehe dazu, daß ich solche Menschen ein Stück weit verachte, auch wenn ich ihnen persönlich den rein menschlichen Respekt versuche zukommen zu lassen, etwas, woran ich immer wieder neu arbeiten muß.


Ach du meine Fresse.

PsychPhil hat folgendes geschrieben:
Das Grundproblem aber habe ich nicht zu verantworten, die Natur hat es so eingerichtet, daß die meisten Lebewesen sich nur erhalten könne, auf Kosten anderer Lebewesen - für mich nebenbei gesagt, ein klarer Beweis gegen die Gottesidee - wir Menschen allerdings können unter kulturellen Voraussetzungen unsere Ernährunglage und Lebensweise so ausrichten, daß das absolut notwendige Maß an Leid, das wir den Tieren evtl. zumuten müssen, um selber überleben zu können, auf ein Minimum zu reduzieren.


Hmm...

Willste dich jetzt gegen die Natur stellen oder was?

PsychPhil hat folgendes geschrieben:
"Wir sprechen den Tieren eine Seele ab, um noch seelenloser mit ihnen umgehen zu können, wie mit uns selber. Wir müßten auf den Darwinismus, mit der Erkenntnis der Verwandtschaft von Mensch und Tier heute, moralisch und religiös durch ein vertieftes Weltbild antworten. Statt dessen tun wir das Gegenteil, vor allem in der Massentierhaltung, wo wir millionenfaches Leid routiniert, industriealisiert und standardisiert über die Tiere hinweg fahren."


Na ja, wer weiß ob der Mensch ne Seele hat.

PsychPhil hat folgendes geschrieben:
Insofern habe ich versucht zu lernen, daß Pazifismus und Vegetarismus offenbar zusammengehören, wenn man sie nur tief genug versteht. Eine Ethik, die ständig zwischen den Lebensinteressen von Tier und Mensch unterscheidet, kam mir schon vor über 20 Jahren als nicht akzeptabel vor und ich habe daraus für meine persönliche Lebensführung die Konsquenzen gezogen. Auch empfinde ich die ständigen Wertedabetten als geheuchelt und verlogen, wenn sie die Interessen der Tiere immer wieder vollständig ignorieren.


Dafür muss man aber doch kein Vegetarier sein.

Man kann doch Tiere fressen und Tiere fressen Tiere (Menschen) und jut ist.

PsychPhil hat folgendes geschrieben:
Jeder, der einigermaßen gesund empfinden kann, muß uneingeschränkt die Forderung unterstützen, die jährlich ca. 400.000(!!!) "verbrauchten" lebendiger und allzumeist unbetäubter Tiere zur Effizenzsteigerung in der Vernichtungskapazität etwa von Giftgasen und Sprengstoffen ausnahmslos zu ächten! Derartige Tierversuche gehören ausnahmslos verboten und ihre Ausführung unter hohe Strafen gestellt, auch EU-weit.


Ich wäre auch dagegen, aber aus anderen Gründen.

Ich hab keine Lust durch ne Bombe oder Giftgas drauf zu gehen, weshalb sie den Schrott mal in die Tonne hauen können.


Mal ne andere Frage:
Würdest du dich gegen ne Massentötung von irgendwelchen putzigen Tiere aus fernen Ländern in Deutschland stellen?

Also bist du für die "Globalisierung der Flora und Fauna" (dummes Wort)?
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diano
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
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Beitrag(#868563) Verfasst am: 25.11.2007, 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

AntagonisT hat folgendes geschrieben:
I
II
III
IV


hier mal ein Argument pro rauchen Cool
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Gruss
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Give up all safety regulations and evolution will do the rest!
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Gustav Aermel
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Anmeldungsdatum: 05.04.2007
Beiträge: 1811

Beitrag(#868565) Verfasst am: 25.11.2007, 20:42    Titel: Antworten mit Zitat

Mr.Manescu hat folgendes geschrieben:
Aber ich halte Moral auch für nicht prinzipiell begründbar.


Na ja, Soll-Sätze sind wiederum nur durch Soll-Sätze begründbar.

Aus diesem Grund halte ich nicht viel von Moral und Ethik.
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Yamato
Teeist



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Beitrag(#868566) Verfasst am: 25.11.2007, 20:44    Titel: Antworten mit Zitat

AntagonisT hat folgendes geschrieben:
I
II
III
IV

Diese Quellen besagen bloß, dass Vegetarier gesünder als der (Fast Food schlemmende und Obst/Gemüse ignorierende) Durchschnitt lebt. Das glaub ich gerne. Die Empfehlung lautet ja auch meistens nur ein bis zwei mal in der Woche Fleisch zu essen. Das schadet der Gesundheit nicht.
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AntagonisT
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Beitrag(#868568) Verfasst am: 25.11.2007, 20:44    Titel: Antworten mit Zitat

diano hat folgendes geschrieben:
AntagonisT hat folgendes geschrieben:
I
II
III
IV


hier mal ein Argument pro rauchen Cool


Gilt auch für Heroin, oder?
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Svea
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Beiträge: 1903

Beitrag(#868570) Verfasst am: 25.11.2007, 20:44    Titel: Antworten mit Zitat

Mr.Manescu hat folgendes geschrieben:
Vielleicht weil Pflanzen kein Mitleid erregen können?




Bei Frutariern schon!
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AntagonisT
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Beitrag(#868571) Verfasst am: 25.11.2007, 20:45    Titel: Antworten mit Zitat

Yamato hat folgendes geschrieben:
AntagonisT hat folgendes geschrieben:
I
II
III
IV

Diese Quellen besagen bloß, dass Vegetarier gesünder als der (Fast Food schlemmende und Obst/Gemüse ignorierende) Durchschnitt lebt. Das glaub ich gerne. Die Empfehlung lautet ja auch meistens nur ein bis zwei mal in der Woche Fleisch zu essen. Das schadet der Gesundheit nicht.


äh, da steht eindeutig, "Vegetarier haben geringeres Darmkrebs-Risiko"...
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Mr.Manescu
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Beitrag(#868573) Verfasst am: 25.11.2007, 20:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ist es nicht ein reines Problem der dekadenten Überflussgesellschaft, sich über die "richtige" Ernährung zu streiten?
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diano
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 255

Beitrag(#868576) Verfasst am: 25.11.2007, 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

AntagonisT hat folgendes geschrieben:
diano hat folgendes geschrieben:
AntagonisT hat folgendes geschrieben:
I
II
III
IV


hier mal ein Argument pro rauchen Cool


Gilt auch für Heroin, oder?
hab neulich gehoert, dass Alkohol aehnlich wirken soll - ich bin allerdings selbst Nichraucher, aber kaempfe oder missioniere nicht gegen Raucher.
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Yamato
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Beitrag(#868578) Verfasst am: 25.11.2007, 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

AntagonisT hat folgendes geschrieben:
Yamato hat folgendes geschrieben:
Diese Quellen besagen bloß, dass Vegetarier gesünder als der (Fast Food schlemmende und Obst/Gemüse ignorierende) Durchschnitt lebt. Das glaub ich gerne. Die Empfehlung lautet ja auch meistens nur ein bis zwei mal in der Woche Fleisch zu essen. Das schadet der Gesundheit nicht.

äh, da steht eindeutig, "Vegetarier haben geringeres Darmkrebs-Risiko"...

Ja, geringer als der Durchschnitt.
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Svea
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Anmeldungsdatum: 01.09.2006
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Beitrag(#868579) Verfasst am: 25.11.2007, 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hab auch ne Frage:

Es gibt ja Vegetarier die trotzdem Fisch essen. Was ist an einem Fisch anders als z.B an einer Kuh?
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AntagonisT
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Wohnort: 2 Meter über dem Boden

Beitrag(#868581) Verfasst am: 25.11.2007, 20:52    Titel: Antworten mit Zitat

Yamato hat folgendes geschrieben:
AntagonisT hat folgendes geschrieben:
Yamato hat folgendes geschrieben:
Diese Quellen besagen bloß, dass Vegetarier gesünder als der (Fast Food schlemmende und Obst/Gemüse ignorierende) Durchschnitt lebt. Das glaub ich gerne. Die Empfehlung lautet ja auch meistens nur ein bis zwei mal in der Woche Fleisch zu essen. Das schadet der Gesundheit nicht.

äh, da steht eindeutig, "Vegetarier haben geringeres Darmkrebs-Risiko"...

Ja, geringer als der Durchschnitt.


Was hast du erwartet? Schulterzucken
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Anmeldungsdatum: 22.11.2007
Beiträge: 346

Beitrag(#868583) Verfasst am: 25.11.2007, 20:52    Titel: Antworten mit Zitat

Svea hat folgendes geschrieben:
Hab auch ne Frage:

Es gibt ja Vegetarier die trotzdem Fisch essen. Was ist an einem Fisch anders als z.B an einer Kuh?


Fische haben immer den gleichen seelenlosen Blick drauf. Da kann nicht so schnell Mitleid aufkommen und das Herz erweichen.
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sigi
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Anmeldungsdatum: 16.01.2005
Beiträge: 975

Beitrag(#868584) Verfasst am: 25.11.2007, 20:56    Titel: Re: Bemerkung zum Tierschutz Antworten mit Zitat

[quote="PsychPhil" postid=868483] Bemerkung zum Tierschutz:



Zitat:
Bis jetzt bin ich zu der Übezeugung gekommen, daß sich durch den völligen Verzicht auf Fleisch die Lebensqualität erhöht, man lebt erwiesenermaßen gesünder, von den ethischen Vorzügen ganz abgsehen.

Die Ernährung ist nur 1 Bestandteil der Lebensqualität.
Ethisch verwerflich= ich esse ein Schnitzel.
Ethisch ??? = ich werde von einem Krokodil gefressen


Zitat:
Ob man grundsätzlich und vollständig auf den Konsum von tierischen Produkten verzichten sollte, darüber bin ich mir grundsätzlich noch im Unklaren,

Grundsätzlich sollte jeder selber entscheiden, wie er sich ernährt, solange er die Möglichkeit dazu hat.

Zitat:
Das Grundproblem aber habe ich nicht zu verantworten, die Natur hat es so eingerichtet, daß die meisten Lebewesen sich nur erhalten könne, auf Kosten anderer Lebewesen

so ist es, wenn du Krank bist, ist es dir da recht, dass dann die kleinen Tierchen (Viren, Bakterien) vernichtet werden?

Zitat:
wir Menschen allerdings können unter kulturellen Voraussetzungen unsere Ernährunglage und Lebensweise so ausrichten, daß das absolut notwendige Maß an Leid, das wir den Tieren evtl. zumuten müssen, um selber überleben zu können, auf ein Minimum zu reduzieren.
Da stimme ich dir zu

Zitat:
Was mich diesbezüglich erschreckt, ist die ungaubliche Selbstverständlichkeit, mit der wir Tiere millionenfach rund um die Uhr ausbeuten, quälen und töten. Das war übrigens ursprünglich der wichtigste Grund, mich mit Eugen Drewermann zu beschäftigen, der sich als Theologe seit Jahrzehnten auf verschiedenen Ebenen sehr für den Tierschutz engagiert:

Ich behaupte mal, dass sich Drewermann als Drewermann und nicht als Theologe engagiert

Zitat:
"Wir sprechen den Tieren eine Seele ab, um noch seelenloser mit ihnen umgehen zu können, wie mit uns selber. Wir müßten auf den Darwinismus, mit der Erkenntnis der Verwandtschaft von Mensch und Tier heute, moralisch und religiös durch ein vertieftes Weltbild antworten. "

Tiere haben genausowenig eine Seele wie der Mensch.
Willst du eine Sekte gründen?



Zitat:
"Wir leben in einer Welt, in der wir offenbar keinerlei Problem darin sehen, ganze Industrie- und Wirtschaftszweige zu unterhalten, die sich mit nichts anderem beschäftigen, als wie man Lebwesen möglicht effizient ausbeutet und tötet - das ist die ganz normale Kultur im sogenannten "christlichen" Abendland. Ich will das nicht."

Nicht nur im Abendland, überall. Andere haben hunger und wollen es.

Zitat:
Auch empfinde ich die ständigen Wertedabetten als geheuchelt und verlogen, wenn sie die Interessen der Tiere immer wieder vollständig ignorieren.
Tiere haben meines Wissens noch keine interessen bekundet. Vielleicht haben die Tiere andere Interessen als du denkst.


Zitat:
Bleibt noch das große und für mich unlösbare Problem der Tierversuche, aber auch hier denke ich, daß man das Maß der Ausbeutung und Quälerei der Tiere auf ein viel niedrigeres Niveau fahren könnte, als es derzeit noch der Fall ist.

Zustimmung.

Zitat:
Und noch viel energischer muß sämtlicher "Tierverbrauch" im Bereich der Erprobung der Vernichtungseffizienz von Kampfmitteln im Bereich des Militärs bekämpft werden - spätestens da sehe ich keinen Spielraum mehr für Kompromisse, und ich hoffe mindestens diesbezüglich bei allen, die meine Zeilen hier lesen, uneingeschränkte Zustimmung zu erfahren - das ERWARTE ich sogar!

Hört sich nach Zwang an! Du sagst wie es ist und andere sollen uneingeschränkt zustimmen? Mag ich nicht.
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Yamato
Teeist



Anmeldungsdatum: 21.08.2004
Beiträge: 4548
Wohnort: Bruchsal

Beitrag(#868588) Verfasst am: 25.11.2007, 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

AntagonisT hat folgendes geschrieben:
Yamato hat folgendes geschrieben:
AntagonisT hat folgendes geschrieben:
Yamato hat folgendes geschrieben:
Diese Quellen besagen bloß, dass Vegetarier gesünder als der (Fast Food schlemmende und Obst/Gemüse ignorierende) Durchschnitt lebt. Das glaub ich gerne. Die Empfehlung lautet ja auch meistens nur ein bis zwei mal in der Woche Fleisch zu essen. Das schadet der Gesundheit nicht.

äh, da steht eindeutig, "Vegetarier haben geringeres Darmkrebs-Risiko"...

Ja, geringer als der Durchschnitt.

Was hast du erwartet? Schulterzucken

Ich sagte doch bereits: Der Durchschnitt ernährt sich ohnehin ungesund. Jemand der ordentlich Obst und Gemüse isst (was Vegetarier zwangsläufig tun, wenn sie nicht verhungern wollen) und nur zwei mal in der Woche Fleisch, der ernährt sich auch gesünder als der Durchschnitt.
Und wie gesagt, finde ich das Argument sowieso unnötig. Wenn man ethische Gründe zum Verzicht auf Fleisch hat, ist es egal wie gesund oder ungesund das ist. Und wenn man keine hat, wird das Argument einen leidenschaftlichen Fleischesser auch nicht überzeugen.
_________________
"Staat heißt das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: «Ich, der Staat, bin das Volk.»" – Friedrich Nietzsche, Also sprach Zarathustra
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jagy
Herb Derpington III.



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Beiträge: 7275

Beitrag(#868593) Verfasst am: 25.11.2007, 21:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ich muss mich übrigens gerade an die herzlich lustige Szene aus dem Anhalter erinnern, wo sie ein Tier gezüchtet haben, dass getötet und danach gegessen werden will!

Und dass dann, als Arthur darüber völlig entsetzt ist (obwohl er selber Fleisch isst), am Ende noch sage: "So, ich werde mich jetzt töten - aber keine Angst, ich werde human sein".

edit: http://youtube.com/watch?v=nWuyLu392bc
Hier liest Adams die Szene selbst vor! Adams Humar ist einfach genial.
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Zuletzt bearbeitet von jagy am 25.11.2007, 21:04, insgesamt einmal bearbeitet
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kolja
Forenbändiger



Anmeldungsdatum: 02.12.2004
Beiträge: 16135
Wohnort: NRW

Beitrag(#868595) Verfasst am: 25.11.2007, 21:03    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde ja lieber Tiere ohne Bewusstsein/Gehirn züchten. Das wäre perfekt: kein Leid, aber perfekte Steaks. Oder man züchtet gleich Steaks ohne den Rest, wenn das geht.
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Reza
dauerhaft gesperrt



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Beiträge: 4188

Beitrag(#868597) Verfasst am: 25.11.2007, 21:05    Titel: Antworten mit Zitat

Mr.Manescu hat folgendes geschrieben:
Svea hat folgendes geschrieben:
Hab auch ne Frage:

Es gibt ja Vegetarier die trotzdem Fisch essen. Was ist an einem Fisch anders als z.B an einer Kuh?


Fische haben immer den gleichen seelenlosen Blick drauf. Da kann nicht so schnell Mitleid aufkommen und das Herz erweichen.


Ich mach das nicht am Blick fest.
Pflanzen können die Blätter hängen lassen, oder auch sonst vor sich hinmickern, Fische können depressiv rumschwimmen, oder eben munter, und spielen können sie auch, ne depressive Ameise konne ich zwar noch nicht erkennen, eine verwirrte aber schon.
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diano
registrierter User



Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 255

Beitrag(#868598) Verfasst am: 25.11.2007, 21:05    Titel: Antworten mit Zitat

Leidenschaftliche Fleischesser koennen auch gleichzeitig leidenschaftliche Gemueseesser sein Smilie
_________________
Gruss
P.S.: How to enhance mankind's intelligence?
Give up all safety regulations and evolution will do the rest!
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