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smallie
monkey business!?



Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 2142

Beitrag(#2061568) Verfasst am: 14.07.2016, 19:12    Titel: Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
Zumsel hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
Vermutlich wird die eine oder andere Exportnation ein Interesse daran haben, daß sich nicht viel an der gegenwärtigen Situation ändert. Pfeifen


Zweifellos. Andererseits wirst du uns jetzt aber nicht erzählen wollen, dass das, was die Briten kaufen, alles nur Schnullikram ist, auf den sie im Zweifel halt verzichten, ohne dass das die Lebensqualität auf der Insel beeinflussen würde, willst du?

Wieso verzichten? Das müßten sie nur, wenn Produkte aus der EU eine Monopolstellung hätten. Haben sie das? Ehmm, klar, in der EU werden die prestigeträchtigsten Autos der Welt gebaut. Es wäre ein ziemlicher Verlust von Lebensqualität, wenn die Briten statt Porsche, Audi oder BMW fortan Lexus fahren müßten. zwinkern


Das Beispiel ist nun aber denkbar schlecht gewählt. Die Vorstellung, dass jene Klientel, die Porsche, Audi oder BMW fährt, wegen eines lumpigen Zollzuschlages jetzt auf andere Marken umsteigt, finde ich offengestanden süß.
Luxusgüter sind von solchen Änderungen wohl am allerwenigsten betroffen.

Mein Versuch, etwas Ironisches zu schreiben, ist wohl in die Hose gegangen. Verlegen

Dann halt mit tierischem Ernst gesagt. Du unterstellst, daß der Rest der Welt außerhalb der EU nur Schnullikram herstellt und die Lebensqualität in GB sänke, wenn sie auf EU-Waren verzichten müßten.


Zumsel hat folgendes geschrieben:
Davon mal abgesehen: Wie refanziert UK seinen Importüberschüss eigentlich? Industrie gibt's da seit Thatcher ja kaum noch.

Ich tippe auf - weltweite Finanzdienstleistungen.
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater



Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 9602
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2061575) Verfasst am: 14.07.2016, 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:


Zumsel hat folgendes geschrieben:
Davon mal abgesehen: Wie refanziert UK seinen Importüberschüss eigentlich? Industrie gibt's da seit Thatcher ja kaum noch.

Ich tippe auf - weltweite Finanzdienstleistungen.


Könnte man so sehen - es wurde ja bereits angekündigt, dass man die Normalbürger mit erheblichen Steuererhöhungen zur Kasse bitten will - gleichzeitig aber die Körperschaftssteuer so weit senken möchte, dass man zum Steuerparadies für Reiche wird.
Schaut man sich May Kabinett an, dann bekommen diejenigen, die das Eton-Oxbridge-Establishment aus der britischen Upper-Class ablehnen, genau das Personal vorgesetzt, das sie ablehnen. Und Tommy Hirnlos aus Nordengland klatscht begeister Beifall wegen solcher Minister:


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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, Postfeminist



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 34576
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2061578) Verfasst am: 14.07.2016, 21:23    Titel: Antworten mit Zitat

Zoff hat folgendes geschrieben:
Johnson ist Außenminister. Sehr glücklich

Genial, dann kann er in Ankara dem anderen Irren seinen launigen Limerick gleich persönlich vortragen. Lachen

Humor haben die Briten ja, das muss man ihnen lassen. Smilie



Jo. Der Mann scheint fuer den Job als Diplomat ganz hervorragend geeignet zu sein. Zumindest geniesst er Immunitaet, wenn er dienstlich in die Tuerkei reist. Die wird er dort auch brauchen. Lachen
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abbahallo
registrierter User



Anmeldungsdatum: 10.12.2012
Beiträge: 1488

Beitrag(#2061582) Verfasst am: 14.07.2016, 22:09    Titel: Antworten mit Zitat

Er kann sich auch freuen, dass Obama nicht mehr lange Präsident ist.
Aber ich finde die Idee der neuen Chefin ziemlich clever. So kann er und der neue Brexitminister ja versuchen, das Blaue vom Himmel herbei zu verhandeln und sich nicht hinterher beschweren, was denn andere aus ihrem schönen Brexit gemacht haben. Schade, dass sie nicht auch für Farage was kleines, nettes gefunden hat, aber vielleicht wollte sie den Botschafter in Polen nicht austauschen.
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diskordianerpapst
Zeuger Jehovas



Anmeldungsdatum: 16.11.2012
Beiträge: 4242

Beitrag(#2061589) Verfasst am: 15.07.2016, 00:21    Titel: Antworten mit Zitat

Die Monty Python Verweise scheinen auch bei den Biten selbst sehr beliebt zu sein, heute las ich
in einem Forum den Vergleich der Brexiteers mit der Rolle von John Cleese in diesem Sketch:

"Argument Clinic"
https://www.youtube.com/watch?v=kQFKtI6gn9Y

Lachen
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater



Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 9602
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2061594) Verfasst am: 15.07.2016, 09:04    Titel: Antworten mit Zitat

abbahallo hat folgendes geschrieben:
Er kann sich auch freuen, dass Obama nicht mehr lange Präsident ist.
Aber ich finde die Idee der neuen Chefin ziemlich clever. So kann er und der neue Brexitminister ja versuchen, das Blaue vom Himmel herbei zu verhandeln und sich nicht hinterher beschweren, was denn andere aus ihrem schönen Brexit gemacht haben. Schade, dass sie nicht auch für Farage was kleines, nettes gefunden hat, aber vielleicht wollte sie den Botschafter in Polen nicht austauschen.


Offenbahr haben die Brexiteers es noch nicht behirnt, dass sie nach dem Eingang des Austrittsschreibens als Bittsteller nach Brüssel kommen.
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diskordianerpapst
Zeuger Jehovas



Anmeldungsdatum: 16.11.2012
Beiträge: 4242

Beitrag(#2061595) Verfasst am: 15.07.2016, 09:16    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:


(...)

Zumsel hat folgendes geschrieben:
Davon mal abgesehen: Wie refanziert UK seinen Importüberschüss eigentlich? Industrie gibt's da seit Thatcher ja kaum noch.

Ich tippe auf - weltweite Finanzdienstleistungen.


Jedenfalls wird dieser Sektor recht wichtig sein.
Wie gut das die Briten auf 90% der weltweiten Vorkommen und Anbauflächen sitzen und die in diesem
Sektor arbeitenden Leute so extrem an ihrer Heimatscholle kleben Lachen
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unquest
Marx und Freudlos



Anmeldungsdatum: 10.10.2010
Beiträge: 2661
Wohnort: 2311 N. Los Robles Avenue in Pasadena

Beitrag(#2061873) Verfasst am: 17.07.2016, 11:28    Titel: Antworten mit Zitat

Dumm gelaufen Brandenburg wird nach Brexit reicher
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diskordianerpapst
Zeuger Jehovas



Anmeldungsdatum: 16.11.2012
Beiträge: 4242

Beitrag(#2062000) Verfasst am: 18.07.2016, 12:10    Titel: Antworten mit Zitat

Apropos reich und arm, hier

diskordianerpapst hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:


(...)

Zumsel hat folgendes geschrieben:
Davon mal abgesehen: Wie refanziert UK seinen Importüberschüss eigentlich? Industrie gibt's da seit Thatcher ja kaum noch.

Ich tippe auf - weltweite Finanzdienstleistungen.


Jedenfalls wird dieser Sektor recht wichtig sein.
Wie gut das die Briten auf 90% der weltweiten Vorkommen und Anbauflächen sitzen und die in diesem
Sektor arbeitenden Leute so extrem an ihrer Heimatscholle kleben Lachen


hatte ich ja eigentlich vor "ARM Lizenzen?" zu antworten, aber den Laden kennen
vermutlich nur wenige. Auch wenn so ziemlich jeder täglich mit Geräten zu tun hat in denen
diese Architektur werkelt. Die Verbreitung unterliegt heftigen Steigerungsraten, selbst
Spitzenläden in der Branche sahen sich gezwungen auf diese Architektur umzuschwenken.
(sogar mich haben sie nach Jahren weichgeklopft zwinkern dabei finde ich diese Monokultur
nur noch gruselig, technisch gesehen finde ich den Kern ziemlich uninteressant und kann
den Erfolg nicht wirklich nachvollziehen)

https://de.wikipedia.org/wiki/ARM_Limited

Aber als fabloser Laden kann man eben nur mit IP-Lizenzen verdienen und so spielt man zwar
eine wichtige Rolle in der IT-Industrie, macht aber nur ca. 1 Milliarde GBP Umsatz.
Demnächst wird der wohl in Yen ausgewiesen:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/softbank-will-britischem-chipdesigner-arm-kaufen-a-1103445.html

Natürlich passiert sowas laufend, auch ohne Brexit-ähnliche Ereignisse.
Ist nur ein Beispiel wie sich idiotische Träume von britischer Autarkie oder Dominanz ins Gegenteil verkehren.
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DonMartin
registrierter User



Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 3016

Beitrag(#2062002) Verfasst am: 18.07.2016, 12:21    Titel: Antworten mit Zitat

diskordianerpapst hat folgendes geschrieben:

hatte ich ja eigentlich vor "ARM Lizenzen?" zu antworten, aber den Laden kennen
vermutlich nur wenige. Auch wenn so ziemlich jeder täglich mit Geräten zu tun hat in denen
diese Architektur werkelt. Die Verbreitung unterliegt heftigen Steigerungsraten, selbst
Spitzenläden in der Branche sahen sich gezwungen auf diese Architektur umzuschwenken.
(sogar mich haben sie nach Jahren weichgeklopft zwinkern dabei finde ich diese Monokultur
nur noch gruselig, technisch gesehen finde ich den Kern ziemlich uninteressant und kann
den Erfolg nicht wirklich nachvollziehen)

Vor allem, weil es eigentlich ein Fossil aus den 1980ern ist und laengst auf die Muellkippe der IT-Geschichte gehoerte,
ebenso wie das intel-Geruempel.
Aber manchen hilft eben die extreme Doofheit der Konkurrenz, in diesem Falle IBM und Motorola.
Deren PowerPC koennte heute genausogut in den Schlaufons ticken, insbesondere da Motorola selber welche herstellt(e).
diskordianerpapst hat folgendes geschrieben:

https://de.wikipedia.org/wiki/ARM_Limited

Aber als fabloser Laden kann man eben nur mit IP-Lizenzen verdienen und so spielt man zwar
eine wichtige Rolle in der IT-Industrie, macht aber nur ca. 1 Milliarde GBP Umsatz.

Naja, eigentlich ist das schon clever, denn Fabs kosten erstmal Geld ohne Ende. Selbst IBM kann sich keine mehr leisten.
(was wiederum eher eine Folge von Doofheit ist, s.o.)
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater



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Beiträge: 9602
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2062007) Verfasst am: 18.07.2016, 13:14    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
diskordianerpapst hat folgendes geschrieben:

hatte ich ja eigentlich vor "ARM Lizenzen?" zu antworten, aber den Laden kennen
vermutlich nur wenige. Auch wenn so ziemlich jeder täglich mit Geräten zu tun hat in denen
diese Architektur werkelt. Die Verbreitung unterliegt heftigen Steigerungsraten, selbst
Spitzenläden in der Branche sahen sich gezwungen auf diese Architektur umzuschwenken.
(sogar mich haben sie nach Jahren weichgeklopft zwinkern dabei finde ich diese Monokultur
nur noch gruselig, technisch gesehen finde ich den Kern ziemlich uninteressant und kann
den Erfolg nicht wirklich nachvollziehen)

Vor allem, weil es eigentlich ein Fossil aus den 1980ern ist und laengst auf die Muellkippe der IT-Geschichte gehoerte,
ebenso wie das intel-Geruempel.
Aber manchen hilft eben die extreme Doofheit der Konkurrenz, in diesem Falle IBM und Motorola.
Deren PowerPC koennte heute genausogut in den Schlaufons ticken, insbesondere da Motorola selber welche herstellt(e).
diskordianerpapst hat folgendes geschrieben:

https://de.wikipedia.org/wiki/ARM_Limited

Aber als fabloser Laden kann man eben nur mit IP-Lizenzen verdienen und so spielt man zwar
eine wichtige Rolle in der IT-Industrie, macht aber nur ca. 1 Milliarde GBP Umsatz.

Naja, eigentlich ist das schon clever, denn Fabs kosten erstmal Geld ohne Ende. Selbst IBM kann sich keine mehr leisten.
(was wiederum eher eine Folge von Doofheit ist, s.o.)



Zitat:
Großbritanniens Handelsminister Liam Fox kündigte in der Zeitung "Sunday Times" auch Neuverhandlungen mit anderen Partnerländern an. Dazu werde er bald in die USA reisen. Mit Kanada habe er bereits am Freitag "sehr erfolgreiche" Gespräche geführt. Fox strebt rund ein Dutzend Vereinbarungen mit Staaten außerhalb der EU an. Sie sollen stehen, wenn die weltweit fünftgrößte Volkswirtschaft die EU verlässt.
Quelle


Neue Abkommen soll es mit Kanada und Australien sowie den USA geben - alles Länder, die nicht unbedingt um die Ecke sind.

Zitat:
Der neue Brexit-Minister David Davis sagte Sky News, Großbritannien werde weiter Zugang zum europäischen Binnenmarkt haben. Die Frage sei, ob dies ohne Zölle funktioniere. "Ich denke ja, das ist es, was wir anstreben."


Ohne EU-Vollmitgliedschaft kein Mitspracherecht, aber die Pflicht, EU-Recht in geltendes nationales Recht umzusetzen. Dazu die Kröte der Personenfreizügigkeit...
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater



Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 9602
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2062009) Verfasst am: 18.07.2016, 13:25    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:

Naja, eigentlich ist das schon clever, denn Fabs kosten erstmal Geld ohne Ende. Selbst IBM kann sich keine mehr leisten.
(was wiederum eher eine Folge von Doofheit ist, s.o.)


Ist doch clever, was da gemacht wurde: mit Buchungs- und anderen Taschenspielertricks Wachstum suggerieren, das gar nicht da ist... Bis das auffällt, sind die Verantwortlichen längst über alle Berge.
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DonMartin
registrierter User



Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 3016

Beitrag(#2062017) Verfasst am: 18.07.2016, 14:51    Titel: Antworten mit Zitat

sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:

Naja, eigentlich ist das schon clever, denn Fabs kosten erstmal Geld ohne Ende. Selbst IBM kann sich keine mehr leisten.
(was wiederum eher eine Folge von Doofheit ist, s.o.)


Ist doch clever, was da gemacht wurde: mit Buchungs- und anderen Taschenspielertricks Wachstum suggerieren, das gar nicht da ist... Bis das auffällt, sind die Verantwortlichen längst über alle Berge.

Meine Einlassung bezog sich auf den IT-Aspekt. In dessen Rahmen ist es durchaus legitim: man verwaltet Blaupausen und vergibt gegen Geld das Recht, diese zu nutzen. Das ist ein durchaus reales Business-Modell. Andere Hersteller (SPARC, Mips) machen das auch so, nur sind die halt nicht so erfolgreich.
Ein Beinahe-Monopol ist es nur deshalb, weil sich ploetzlich alle auf ARM stuerzen und die Alternativen links liegen lassen,
ist halt aehnlich wie bei Windoof vs Mac vs Linux.
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diskordianerpapst
Zeuger Jehovas



Anmeldungsdatum: 16.11.2012
Beiträge: 4242

Beitrag(#2062019) Verfasst am: 18.07.2016, 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

sünnerklaas hat folgendes geschrieben:

(...)

Zitat:
Großbritanniens Handelsminister Liam Fox kündigte in der Zeitung "Sunday Times" auch Neuverhandlungen mit anderen Partnerländern an. Dazu werde er bald in die USA reisen. Mit Kanada habe er bereits am Freitag "sehr erfolgreiche" Gespräche geführt. Fox strebt rund ein Dutzend Vereinbarungen mit Staaten außerhalb der EU an. Sie sollen stehen, wenn die weltweit fünftgrößte Volkswirtschaft die EU verlässt.
Quelle


Neue Abkommen soll es mit Kanada und Australien sowie den USA geben - alles Länder, die nicht unbedingt um die Ecke sind.

(...)



Five Eyes, ist doch klar das man versucht von dort Unterstützung zu bekommen.
Dass diese auch gewährt wird kann man als ausgemachte Sache ansehen. Mindestens für die USA
war GB immer auch das Stethoskop am Rücken der EU.
Bei so manchem IT-Laden gibts ja auch Interessen die über wirtschaftliche Zusammenhänge
hinausgehen.

Letztens musste ich noch etwas schmunzeln über eine Antwort in einem Supportforum zu einem
µC mit eingebautem Crypto-Kram:
(sinngemäss übersetzt)
"erfüllt der Zufallszahlengenerator (bestimmte Anforderung)?"
"Der Zufallszahlengenerator ist NIST SP 800-90 konform"

https://en.wikipedia.org/wiki/NIST_SP_800-90A

Lachen
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smallie
monkey business!?



Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 2142

Beitrag(#2062374) Verfasst am: 20.07.2016, 23:07    Titel: Antworten mit Zitat

diskordianerpapst hat folgendes geschrieben:
https://de.wikipedia.org/wiki/ARM_Limited

Aber als fabloser Laden kann man eben nur mit IP-Lizenzen verdienen und so spielt man zwar
eine wichtige Rolle in der IT-Industrie, macht aber nur ca. 1 Milliarde GBP Umsatz.
Demnächst wird der wohl in Yen ausgewiesen:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/softbank-will-britischem-chipdesigner-arm-kaufen-a-1103445.html

Natürlich passiert sowas laufend, auch ohne Brexit-ähnliche Ereignisse.
Ist nur ein Beispiel wie sich idiotische Träume von britischer Autarkie oder Dominanz ins Gegenteil verkehren.

Statt über Briten etwas über deutschen Online-Journalismus.

Aus dem Link:

SPON - stk/dpa hat folgendes geschrieben:
Nach Pfund-Absturz: Japanischer Konzern greift nach britischem Chipdesigner ARM
... Der Kurssturz des Pfunds hat den Preis gedrückt.
18.07.2016

Der Kurs des Pfunds war nach dem Votum zum Austritt aus der EU stark gefallen. Entsprechend sank auch der Wert der Konzerne in Dollar, oder Euro gerechnet. Auch im Vergleich zum japanischen Yen ist das Pfund mittlerweile rund 30 Prozent weniger wert als noch vor einem Jahr.

Volkswirtschaft ist nun wirklich nicht meine Ecke, aber zumindest Adam Smith sagt mir was, ohne googlen zu müssen. Chinesischer Reissack Was stk schreibt, widerspricht der allgemeinen Theorie. In einem perfekten Markt gibt es keine Schnäppchen.

Wikipedia zu Hilfe genommen:
Zitat:
Arbitrage

Der französische Ökonom Antoine-Augustin Cournot verwendete den Arbitragebegriff 1838 [...]

„Es ist klar, dass eine Ware, die beweglich ist, vom Markt, auf dem ihr Wert geringer ist, zu dem Markt strömen muss, auf dem ihr Wert größer ist, bis der Wertunterschied zwischen beiden Märkten nicht größer ist als die Transportkosten“

William Stanley Jevons formulierte 1871 sein „Gesetz von der Unterschiedslosigkeit der Preise“ (Law of Indifference), wonach die Wirtschaftssubjekte ihre individuellen Portfolios im Marktgleichgewicht realisiert haben, so dass die Gleichgewichtspreise arbitragefrei sind und die Erzielung von Arbitragegewinnen nicht mehr möglich ist.

Das Gesetz beruht auf Arbitragevorstellungen, wonach für ein Gut nur dann ein einheitlicher Preis gelten kann, wenn räumliche, zeitliche, sachliche und persönliche Präferenzen entfallen und vollkommene Information vorliegt (vollkommener Markt). Das Zustandekommen eines einheitlichen Preises wird in diesem Fall damit begründet, dass in einem vollkommenen Markt Preisdifferenzen schnell als Arbitragemöglichkeit erkannt und von den Marktteilnehmern ausgenutzt werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Arbitrage


Der Theorie nach sollten die Kurse britischer Aktien steigen, wenn der Kurs des Pfundes gegenüber Fremdwährungen fällt.

Zumindest in erster Näherung. In zweiter Näherung wird es kompliziert; Dividenden werden weiterhin in Stammwährung ausgeschüttet, deren Kurs aber gesunken ist. Weiter hängt es davon ab, ob Erlöse in Fremd- oder Eigenwährung erzielt werden. Das wird ziemlich schnell ziemlich unübersichtlich. Im Vergleich zu Autos, Marmite oder Dudelsäcken sind Aktien allerdings sehr bewegliches Gut. Die "Transportkosten" sind dabei Kaufgebühren wie Ausgabeaufschlag oder der spread beim Devisentausch. Dudelsäcke sollten sich bei fallendem Pfund tatsächlich verbilligen, Aktien hingegen nicht.



Praxistest. Hab' den Wertpapier-Kurs für ARM und den Devisenkurs des Pfundes herausgesucht für das Jahr 2016. Die Y-Achse ist beschnitten. Der Devisenkurs in Gelb ist mal 10 genommen und dann um 5 subtrahiert, damit er besser ins Diagramm passt. Fallende gelbe Kurve heißt, ich bekomme weniger Euros für ein Pfund.



Der Theorie nach müßten sich die gelbe Wechselkurskurve und die beiden Wertpapierkurse gegengleich bewegen. Fällt das Pfund, dann steigt der Wertpapierkurs. Bis zum März scheint scheint die Theorie daneben zu liegen, dann passt sie für ein paar Monate, dann wieder nicht. Ab dem Brexit-Datum passt sie allerdings gut.

Theorie hin, Theorie her - was gar nicht passt, ist die Aussage von stk/dpa: Der Kurssturz des Pfunds hat den Preis gedrückt. Die ist falsch. Herr oder Frau stk hat den Artikel vom 18.07.2016 verfasst, ohne einen Blick auf die aktuellen Kurse zu werfen. Das stinkt.
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Critic
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Beiträge: 13848
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Beitrag(#2063868) Verfasst am: 06.08.2016, 10:52    Titel: Antworten mit Zitat

Auch noch was Lustiges: Nigel Farage und Andere haben den Briten ja ein "goldenes Zeitalter" des finanziellen Reichtums versprochen. Nun kommt allerdings noch ein dicker Batzen auf sie zu: Bevor ein "Brexit" möglich würde, müßten demnach die Briten erst einmal 25 Milliarden Euro zahlen, nämlich ihren Anteil an den diversen Zahlungsverpflichtungen, die die EU so aufgesammelt habe --

"Briten sollen Anteil an EU-Schulden zahlen".
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Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

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Beitrag(#2066631) Verfasst am: 04.09.2016, 17:00    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Brexit: Japan droht Briten mit Abzug von Firmen aus London
Ungewohnt deutlich hat sich Japan in die Debatte um die Folgen des geplanten Brexit eingemischt. In einem 15-Seiten-Papier, das unmittelbar vor dem G20-Gipfel in China veröffentlicht wurde, warnt eine Taskforce der Regierung in Tokio, dass ein Abschied Großbritanniens aus der EU auch einen Abzug japanischer Banken aus London bedeuten könnte.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/brexit-japan-droht-briten-mit-abzug-von-firmen-aus-london-a-1110838.html


hier nochmal aus anderer quelle
https://www.theguardian.com/world/2016/sep/04/g20-theresa-may-warns-of-tough-times-for-uk-economy-after-brexit?utm_source=esp&utm_medium=Email&utm_campaign=GU+Today+main+NEW+H+
und dazu auch eine stellungnahme von obama
Zitat:
Earlier, Obama had promised to work hard to stop “adverse effects” of Brexit and assured the UK there was still a “very special relationship” between the two nations.

But he also raised the risk of some trading relations unraveling and made clear that it “would not make sense to put aside” existing negotiations with big blocs of countries in order to do an immediate deal with the UK.

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Beitrag(#2068847) Verfasst am: 18.09.2016, 11:56    Titel: Antworten mit Zitat

Die Visegrad-Staaten drohen den Briten.

Den Ländern droht eine Katastrophe, sollten in GB lebende und arbeitende Polen, Tschechen, Slowake und Ungarn das Land verlassen müssen. Die Visegradstaate sind wirtschaftlich schwach auf der Brust. In ihnen gibt es keine Arbeit für Rückkehrer. Zudem entfallen die Auslandsüberweisungen aus GB - die fließen mit in die Außenhandelsbilanz ein, sie werden als "Einnahmen aus dem Export" verbucht.
In den Visegrad-Statten hatte man zudem die Mär verbreitet, der Brexit sei wegen der Flüchtlinge erfolgt. Dass sich Johnson und Farage bei ihren Kampagnen aber ausgerechnet gegen Zuwanderer aus Osteuropa gewandt haben, wurde bestenfalls in Nebensätzen erwähnt oder gleich ganz verschwiegen.
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DonMartin
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Beitrag(#2069244) Verfasst am: 22.09.2016, 16:25    Titel: Antworten mit Zitat

nochn Toast auf eine "Sternstunde der Demokratie"
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beachbernie
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Beitrag(#2069252) Verfasst am: 22.09.2016, 18:04    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
nochn Toast auf eine "Sternstunde der Demokratie"



Zitat:
....In der Umfrage hatten 56 Prozent der Befragten angegeben, sie würden überlegen, ins Ausland zu ziehen.



Gestern kam in unserem "National" dazu noch die Meldung, dass die schottische Unabhaengigkeitsbewegung neuen Auftrieb erhaelt und bereits an der Planung fuer das naechste Referendum arbeitet, damit Schottland in der EU bleiben kann.

England wird wie Sachsen.
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Misterfritz
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Beitrag(#2069255) Verfasst am: 22.09.2016, 18:08    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
nochn Toast auf eine "Sternstunde der Demokratie"
waren es nicht gerade junge briten, die an dem votum eher nicht teilgenommen haben?
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beachbernie
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Beitrag(#2069258) Verfasst am: 22.09.2016, 18:23    Titel: Antworten mit Zitat

Misterfritz hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
nochn Toast auf eine "Sternstunde der Demokratie"
waren es nicht gerade junge briten, die an dem votum eher nicht teilgenommen haben?


Ja. Und viele davon beissen sich jetzt deswegen in den Arsch. Traurig

Es gibt allerdings einen recht einfachen Ausweg. Einfach nach Schottland umziehen, das kann denen niemand verbieten, weil Schottland (noch) ganz normales Inland ist und diesmal auf jeden Fall zur Abstimmung ueber die Unabhaengigkeit Schottlands gehen und schwupps ist man wieder drin in der EU und kann den Zurueckgebliebenen beim Ueberaltern zuschauen. Sehr glücklich
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Beitrag(#2069264) Verfasst am: 22.09.2016, 18:34    Titel: Antworten mit Zitat

Misterfritz hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
nochn Toast auf eine "Sternstunde der Demokratie"
waren es nicht gerade junge briten, die an dem votum eher nicht teilgenommen haben?

Sie haben halt die Dummheit ihrer Landsleute unterschaetzt.
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater



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Beitrag(#2069736) Verfasst am: 26.09.2016, 08:43    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Misterfritz hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
nochn Toast auf eine "Sternstunde der Demokratie"
waren es nicht gerade junge briten, die an dem votum eher nicht teilgenommen haben?

Sie haben halt die Dummheit ihrer Landsleute unterschaetzt.


Auch gut:

Zitat:
Internationale Studierende, ob nun aus der EU oder aus anderen Teilen der Welt, zählen ebenso zur Nettoeinwanderung wie Einwanderer, die zum Arbeiten nach Großbritannien kommen. Die Rechnung ist einfach: Die britische Regierung braucht Zahlen, die gut aussehen – je niedriger, desto besser. Am einfachsten lässt sich die Nettoeinwanderung senken, wenn man bei der größten Gruppe von Einwanderern ansetzt: den Studierenden.
Quelle


...wäre da nicht dieses kleine, aber feine Problem vergessen worden:

Zitat:
Schließlich beziehen die Universitäten bis zu einem Viertel ihres Einkommens aus Studiengebühren. Sinkende Studierendenzahlen würden sich also zuallererst in ihren Budgets niederschlagen.

Quelle: a.a.O.


Aber: an Universitäten werden doch eh nur "Schlaumeier" und die verhassten "Exerten" herangezüchtet. Die "Bildungsindustrie" halt... Der "echte" Besorgtbürger braucht nicht lesen und schreiben zu können. Es reicht, wenn das andere können, die ihm dann sagen, was zu tun ist... noc

quote und Link gerichtet. vrolijke

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Bravopunk
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Beitrag(#2069739) Verfasst am: 26.09.2016, 09:15    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Misterfritz hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
nochn Toast auf eine "Sternstunde der Demokratie"
waren es nicht gerade junge briten, die an dem votum eher nicht teilgenommen haben?


Ja. Und viele davon beissen sich jetzt deswegen in den Arsch. Traurig

Es gibt allerdings einen recht einfachen Ausweg. Einfach nach Schottland umziehen, das kann denen niemand verbieten, weil Schottland (noch) ganz normales Inland ist und diesmal auf jeden Fall zur Abstimmung ueber die Unabhaengigkeit Schottlands gehen und schwupps ist man wieder drin in der EU und kann den Zurueckgebliebenen beim Ueberaltern zuschauen. Sehr glücklich


Jupp. Eine sehr einfache Lösung. Aber nur für Leute, die von überall aus arbeiten können oder deren Arbeitgeber mit ihnen umzieht. Für alle anderen ist das nur dann eine Option, wenn sie in Schottland auch einen Job finden können. skeptisch
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Zoff
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Beitrag(#2069743) Verfasst am: 26.09.2016, 09:42    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Misterfritz hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
nochn Toast auf eine "Sternstunde der Demokratie"
waren es nicht gerade junge briten, die an dem votum eher nicht teilgenommen haben?


Ja. Und viele davon beissen sich jetzt deswegen in den Arsch. Traurig

Es gibt allerdings einen recht einfachen Ausweg. Einfach nach Schottland umziehen, das kann denen niemand verbieten, weil Schottland (noch) ganz normales Inland ist und diesmal auf jeden Fall zur Abstimmung ueber die Unabhaengigkeit Schottlands gehen und schwupps ist man wieder drin in der EU und kann den Zurueckgebliebenen beim Ueberaltern zuschauen. Sehr glücklich


Jupp. Eine sehr einfache Lösung. Aber nur für Leute, die von überall aus arbeiten können oder deren Arbeitgeber mit ihnen umzieht. Für alle anderen ist das nur dann eine Option, wenn sie in Schottland auch einen Job finden können. skeptisch


Nö.

Es steht noch gar nicht fest, ob es so ein Referendum geben wird. Und auch nicht wie es ausgehen würde (Schottland gehört in UK zu den ärmeren Regionen, profitieren also vom UK-Finanzausgleich, das ist der Bevölkerung durchaus bewußt).

Und ob ein unabhängiges Schottland dann in der EU wäre ist auch nicht klar, Spanien hat sich ja schon (wg. Katalonien) klar dagegen ausgesprochen.
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater



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Beitrag(#2069752) Verfasst am: 26.09.2016, 11:14    Titel: Antworten mit Zitat

Zoff hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Misterfritz hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
nochn Toast auf eine "Sternstunde der Demokratie"
waren es nicht gerade junge briten, die an dem votum eher nicht teilgenommen haben?


Ja. Und viele davon beissen sich jetzt deswegen in den Arsch. Traurig

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Jupp. Eine sehr einfache Lösung. Aber nur für Leute, die von überall aus arbeiten können oder deren Arbeitgeber mit ihnen umzieht. Für alle anderen ist das nur dann eine Option, wenn sie in Schottland auch einen Job finden können. skeptisch


Nö.

Es steht noch gar nicht fest, ob es so ein Referendum geben wird. Und auch nicht wie es ausgehen würde (Schottland gehört in UK zu den ärmeren Regionen, profitieren also vom UK-Finanzausgleich, das ist der Bevölkerung durchaus bewußt).

Und ob ein unabhängiges Schottland dann in der EU wäre ist auch nicht klar, Spanien hat sich ja schon (wg. Katalonien) klar dagegen ausgesprochen.


Würde Katalonien unabhängig, wäre das für Rest-Spanien eine Katastrophe. Die allermeisten übrigen Regionen sind - mit Ausnahme der Küstenstreifen - nicht überlebensfähig und würden auf Dritte-Welt-Niveau zurück fallen.
Allerdings ist die Situation in Schottland eine andere. Da es mit einem Austritt Schottlands aus dem UK das UK nicht mehr gibt, könnten die Schotten bei gleichzeitigem Brexit von Rest-Britannien als einer der Nachfolgestaaten des Vereinigten Königreichs in der EU verbleiben. Da wären nicht einmal Aufnahmeverhandlungen notwendig.
Angesichts der versammelten Dämlichkeit in der Tory-Regierung in London würde es mich allerdings nicht wundern, wenn die es doch tatsächlich ungewollt hinbekommen, dass das Vereinigte Königreich in seine Einzelteile zerfällt. Schottland wäre für viele aus Wissenschaft und Wirtschaft ein sehr interessanter Standort: kurz nach dem Referendum werden die Standorte unter britischen Bedingungen und EU-konform nach Schottland verlagert. Ist der Brexit vollzogen und die Überquerung der Grenze zwischen England und Schottland möglicherweise sogar visumpflichtig, ist man rechtzeitig und ohne bürokratisches Theater aus England abgezogen. Am neuen Firmen- oder Forschungssitz in Glasgow, Aberdeen etc. läuft dann alles wie gehabt weiter.
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diskordianerpapst
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Beitrag(#2072553) Verfasst am: 16.10.2016, 15:16    Titel: Antworten mit Zitat

Des Lügen-Boris' falsches Spiel:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/boris-johnson-geheimer-artikel-zeigt-kalkuliertes-brexit-spiel-a-1116837.html

Als little brit würde ich mir ja jetzt ziemlich verarscht vorkommen zwinkern
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Beitrag(#2072564) Verfasst am: 16.10.2016, 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

diskordianerpapst hat folgendes geschrieben:
Des Lügen-Boris' falsches Spiel:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/boris-johnson-geheimer-artikel-zeigt-kalkuliertes-brexit-spiel-a-1116837.html

Als little brit würde ich mir ja jetzt ziemlich verarscht vorkommen zwinkern



...Lügen-Boris wollte nur spielen und hat sich verzockt...
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Beitrag(#2074852) Verfasst am: 06.11.2016, 15:32    Titel: Antworten mit Zitat

Nach der Entscheidung des britischen High Courts, dass bei einem Brexit das Parlament zu befragen sei und das Nutzen irgendwelcher King's Rights in der Frage unzulässig wäre, eskaliert der Brexit-Konflikt in GB.

Boris Johnson und Nigel Farage hatten hoch und heilig versprochen, dass der Brexit und das "Alle-Osteuropäer-Raus!" bei einer Zustimmung garantiert käme.
Premierministerin May hatte hoch und heilig versprochen, dass es keinen Exit aus dem Brexit gäbe und dass das Parlament auch nicht mit bestimmen dürfte.
All das ist jetzt wie eine Seifenblase geplatzt. In GB macht sich bei den Brexit-Befürwortern Wut und Hass breit. Man fühlt sich betrogen. Und einige britische Medien schlagen martialische Töne an.
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