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Brexit
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater



Anmeldungsdatum: 29.09.2006
Beiträge: 9454
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2059823) Verfasst am: 24.06.2016, 17:30    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Lügenfresse

Wieso soll sich jemand zu etwas bekennen mit dem er selbst nicht geworben haben soll? Laut dem Text hat ein anderer (Boris Johnson) damit geworben.


Von dem Blödsinn profitiert hat seine Sache allerdings trotzdem. Es öffentlich zu entkräften fehlten ihm also auch die Eier.

Nigel Farage = UK Independence Party
Boris Johnson = Conservative Party

Wenn ein Mitglied der Tories mit einer Aussage tourt muß ein Mitglied des UKIP diesem zustimmen oder "öffentlich entkräften"? Erwartet man dies auch in Deutschland wenn zB ein CDU-Politiker eine Aussage macht das ein AfD-Politiker diesem automatisch zustimmen muß wenn es um die gleiche Sache geht?



Wurde Nigel Farage eigentlich schon gefragt, in was er seine UKIP jetzt umbenennen will? "UK" wird's ja wohl nicht mehr lange geben. Sehr glücklich


Ich bin ja mal gespannt, welche Gründe man anführen wird, den Schotten ein neuerliches Unabhängigkeitsreferendum zu verwehren. Das Unterhaus muss ja auch zustimmen - und kaum ein Premier wird die Schotten unter den sich abzeichnenden Rahmenbedingungen ziehen lassen. England und Wales dürften alleine wirtschaftlich praktisch nur schwer überlebensfähig sein.
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"Bullshit ist eine dritte Kategorie zwischen Wahrheit und Lüge" (Harry Frankfurt)

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DonMartin
registrierter User



Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 2854

Beitrag(#2059824) Verfasst am: 24.06.2016, 17:31    Titel: Antworten mit Zitat

sünnerklaas hat folgendes geschrieben:

Das wird sowieso noch für richtigen Ärger sorgen... Im Grunde ist das Land komplett im Arsch.

Geht schon los:
http://www.n-tv.de/politik/Junge-Briten-wueten-gegen-den-Brexit-article18038591.html
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Critic
oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 13840
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#2059825) Verfasst am: 24.06.2016, 17:36    Titel: Antworten mit Zitat

BlueAngel hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:

Wer kam eigentlich auf diese idiotische Idee mit der Abstimmung, Cameron selber?


Wieso ist es idiotisch, wenn das Volk über wichtige politische Fragen direkt und demokratisch abstimmen darf? Ich finde das eine sehr gute Sache. Es sollte jetzt in allen EU-Staaten Referenden geben. Die Menschen sollen selbst entscheiden, ob sie wollen, dass ihr Land zur EU gehört oder nicht. Das sollten nur arrogante Machteliten hinter verschlossenen Türen über die Köpfe der Menschen hin weg entscheiden. Genau davon haben die Leute die Nase voll.

Die Horrorszenarien die vorher von den Brexit-Gegnern gemalt wurden, werden natürlich nicht eintreten. Es wird weder Krieg in Europa geben noch einen Wirtschaftskrieg zwischen GB und Deutschland. GB und Deutschland werden weiterhin verbündete in der Nato bleiben und sie werden bilaterale Verträge abschliessen über wirtschaftliche Beziehungen und anderes.
1. Man hätte ja auch als britische Regierung daran arbeiten können, daß Europa demokratischer wird - für alle. Stattdessen sieht man (wieder mal) nur den eigenen Hintern.

Und wo jetzt in jedem EU-Land die Rechtspopulisten <s>aus ihren Löchern kommen</s> und verkünden: Raus aus der EU, kaputtmachen, auflösen, wieder Zäune und Mauern hoch (obwohl andere denken, daß die Zeit der Mauern und Zäune in Europa seit 1989 vorbei sein sollte) ist die EU sowieso angezählt, ein lame dog. Daß man mit anderen weltpolitischen Akteuren auf Augenhöhe verhandeln kann, ist erstmal vorbei.

Das Abstimmungsergebnis schadet aber nicht nur der EU, sondern auch GB. Daß es der Wirtschaft schaden wird, fänt jetzt schon an. Ein GB ohne EU hat bei internationalen Verhandlungen erstmal nur sich, ein GB in der EU hätte ggf. die Unterstützung anderer Staaten.


2. Es wird nun keinen Handelskrieg geben. Es wird aber auch für GB schwerer werden: Es gibt eine Riesen-Spannweite für die Ausgestaltung der Beziehungen. Aber es wird keine "EU-Mitgliedschaft light" geben, in der GB alle Vorteile genießen wird, die es aus der EU gezogen hat, aber keine Lasten mehr. Es wird zu Einschränkungen und Härten kommen: Subventionen, Strukturhilfen, Forschungsgelder etc. werden wegfallen, und auch die Freizügigkeit der Arbeitnehmer wird leiden. GB müßte quasi derartige Verträge neu verhandeln, u.U. sogar mit jedem EU-Staat einzeln. Und wenn GB den Plan umsetzt, auch EU-Ausländer bei der Immigration und Arbeitsaufnahme zu beschränken, wird es auch in der EU Restriktionen für britische Arbeitnehmer geben. Und GB wird auf die EU-Politik natürlich keinen Einfluß mehr haben.
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Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

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sünnerklaas
Mietzekatzenkater



Anmeldungsdatum: 29.09.2006
Beiträge: 9454
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2059826) Verfasst am: 24.06.2016, 17:44    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:

Das wird sowieso noch für richtigen Ärger sorgen... Im Grunde ist das Land komplett im Arsch.

Geht schon los:
http://www.n-tv.de/politik/Junge-Briten-wueten-gegen-den-Brexit-article18038591.html


Die werden ja auch die Quittung für die extrem kurzsichtige Entscheidung zahlen: für junge Briten wird die Tür zu den europäischen Arbeitsmärkten erst einmal verschlossen sein. Und die Hürden für eine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis sind dann hoch - sie müssen in der EU insbesondere mit Osteuropäern konkurrieren.
Bliebe für sie nur noch die Optionen Kanada, Australien oder Neuseeland. Aber den Pfosten aus UKIP&Co. traue ich durchaus zu, dass die auch noch das Commonwealth abwracken.
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Misterfritz
mini - mal



Anmeldungsdatum: 09.03.2006
Beiträge: 21867
Wohnort: badisch sibirien

Beitrag(#2059829) Verfasst am: 24.06.2016, 17:55    Titel: Antworten mit Zitat

sünnerklaas hat folgendes geschrieben:

Na dann mal Prost
...übrigens: ich finde ja irischen Whisky besser als Scotch.

NeinNein
scotch ist das gebräu, dass die amis herstellen, schotten brennen shottisch whiskey
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater



Anmeldungsdatum: 29.09.2006
Beiträge: 9454
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2059830) Verfasst am: 24.06.2016, 17:57    Titel: Antworten mit Zitat

Critic hat folgendes geschrieben:
Und wenn GB den Plan umsetzt, auch EU-Ausländer bei der Immigration und Arbeitsaufnahme zu beschränken, wird es auch in der EU Restriktionen für britische Arbeitnehmer geben.


Dass die Begrenzungen dann auch für Briten gelten, hat man nicht gesehen, will man auch nicht sehen. Interessant dürfte das alles im Zusammenhang mit multinationalen Konzernen werden - etwa wie bei Airbus oder BMW. Ich bin mal gespannt, wie lange das Airbus-Werk in Bristol erhalten bleibt - und das BMW-Werk in Oxford, wo der Mini gebaut wird.

Ansonsten: Die Brexit-Kampagne richtete sich interessanter Weise ja gegen Leute aus den Visegrad-Staaten. Also den Staaten, deren Staats- und Regierungschefst Helden der "Besorgt-Bürger-Bewegung" sind.

Critic hat folgendes geschrieben:
Und GB wird auf die EU-Politik natürlich keinen Einfluß mehr haben.


Das Amüsante: sie müssen sich dann beim Export in EU-Länder an EU-Vorschriften halten - allerdings ohne jegliches Mitbestimmungsrecht.
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 9650

Beitrag(#2059832) Verfasst am: 24.06.2016, 18:09    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
Die 1,1% Vorsprung wurden mit mindestens zwei Lügen der Brexit Befürworter erkauft:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/nigel-farage-distanziert-sich-nach-brexit-von-millionen-versprechen-a-1099616.html schrieb:

Zitat:
Es war eines der zentralen Versprechen der Brexit-Befürworter: 350 Millionen Pfund sollten künftig jede Woche in die Gesundheitsversorgung der Briten fließen, statt an die Europäische Union nach Brüssel. Wenige Stunden nachdem das Votum der Briten pro EU-Austritt feststand, distanzierte sich einer der bekanntesten Brexit-Befürworter jedoch von der Zusage.


Ein Beitrag aus
Code:
SPON


»Die Frage der Interviewerin war: "Können Sie garantieren, dass diese 350 Mio Pfund jetzt dem NHS zugute kommen?" Und natürlich kann er das nicht garantieren, er ist ja schließlich nicht der Premierminister und wird es auch nicht sein. Wenn die Prognosen stimmen, wird das Boris Johnson sein und für den kann Farage doch keine Garantien aussprechen. Was also genau sollte die Frage bezwecken?«
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 1340

Beitrag(#2059838) Verfasst am: 24.06.2016, 18:53    Titel: Antworten mit Zitat

Als Brite würde ich das Ergebnis überhaupt nicht anerkennen, da es auf Lügen und somit auf Wähler-Betrug aufbaut.
Die Queen wird auch nicht amused sein, dass ihr geliebtes Schottland wieder abtrünnig wird.

Aber was noch schlimmer ist:

http://de.reuters.com/article/brexit-idDEKCN0ZA1I6 schrieb:
Zitat:
Rechtspopulisten in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden sehen sich durch das Referendum bestätigt und forderten ihrerseits einen Volksentscheid über den Verbleib in der EU.
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Quéribus
Eretge



Anmeldungsdatum: 21.07.2003
Beiträge: 5392
Wohnort: Avaricum

Beitrag(#2059839) Verfasst am: 24.06.2016, 19:03    Titel: Antworten mit Zitat

sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:

Das wird sowieso noch für richtigen Ärger sorgen... Im Grunde ist das Land komplett im Arsch.

Geht schon los:
http://www.n-tv.de/politik/Junge-Briten-wueten-gegen-den-Brexit-article18038591.html


Die werden ja auch die Quittung für die extrem kurzsichtige Entscheidung zahlen: für junge Briten wird die Tür zu den europäischen Arbeitsmärkten erst einmal verschlossen sein. Und die Hürden für eine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis sind dann hoch - sie müssen in der EU insbesondere mit Osteuropäern konkurrieren.
Bliebe für sie nur noch die Optionen Kanada, Australien oder Neuseeland. Aber den Pfosten aus UKIP&Co. traue ich durchaus zu, dass die auch noch das Commonwealth abwracken.


Was den Commonwealth anbelangt, dürfte das etwas schwieriger sein.
Dessen historischer Ursprung liegt zwar im ehemaligen Kolonialreich GBs, aber die heutige Struktur ist die einer NGO/NRO, deren Hauptgremium und Entscheidungsinstanz die Treffen/Konferenzen der jeweiligen Staatsoberhäupter (Heads of Government Meetings) sind.
GB ist da nur eines von insgesamt über 50 Mitgliedern und der Commonwealth funktioniert vôllig anders als die EU. Da sind schon öfter mal Länder rausgeflogen/ausgetreten und wieder aufgenommen worde/wieder eingetreten....
Mehr Infos auf der Internetseite des Commonwealth.
Hatte das Thema Commonwealth in Brit. Landeskunde (Civilisation Britannique) im 5. Semester zwinkern
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Wenn ich Josef wäre und meine künftige Frau würde mir erzählen, dass sie schwanger ist, nachdem sie mit einem gutaussehenden Mann wie diesem Engel allein war, würde ich mir ein paar Gedanken über den Engel machen.
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater



Anmeldungsdatum: 29.09.2006
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Beitrag(#2059842) Verfasst am: 24.06.2016, 19:41    Titel: Antworten mit Zitat

Misterfritz hat folgendes geschrieben:
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:

Na dann mal Prost
...übrigens: ich finde ja irischen Whisky besser als Scotch.

NeinNein
scotch ist das gebräu, dass die amis herstellen, schotten brennen shottisch whiskey


Der meiste schottische Whiskey ist in der Regel genauso würg... Ich weiß nicht, wie das heute ist, aber vor gut 25 Jahren musste man gerade da höllisch aufpassen: eine pipette 12 Jahre alten Whiskey schön mit jüngerem vermischt - und schon durfte sich das damal "12 years old" nennen. Und dementsprechend schmeckte das. Wie Old Turnschuh. Dicker Kopf am Morgen danach inklusive - selbst nach nur einem kleinen Gläschen. Würg. Bei irischem Whisky habe ich das Problem nie gehabt. Nach einem schönen Essen - einfach lecker. Kein Nachbrennen, angenehmer Geschmack, kein dicker Kopf danach.
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Misterfritz
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Wohnort: badisch sibirien

Beitrag(#2059844) Verfasst am: 24.06.2016, 20:05    Titel: Antworten mit Zitat

sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
Misterfritz hat folgendes geschrieben:
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:

Na dann mal Prost
...übrigens: ich finde ja irischen Whisky besser als Scotch.

NeinNein
scotch ist das gebräu, dass die amis herstellen, schotten brennen shottisch whiskey


Der meiste schottische Whiskey ist in der Regel genauso würg... Ich weiß nicht, wie das heute ist, aber vor gut 25 Jahren musste man gerade da höllisch aufpassen: eine pipette 12 Jahre alten Whiskey schön mit jüngerem vermischt - und schon durfte sich das damal "12 years old" nennen. Und dementsprechend schmeckte das. Wie Old Turnschuh. Dicker Kopf am Morgen danach inklusive - selbst nach nur einem kleinen Gläschen. Würg. Bei irischem Whisky habe ich das Problem nie gehabt. Nach einem schönen Essen - einfach lecker. Kein Nachbrennen, angenehmer Geschmack, kein dicker Kopf danach.
sicherlich gibt es auch bei schottischem whskey qualitätsunterschiede (ich kann z.b. Bunnahabhain empfehlen).
aber da wollte ich gar nicht drauf hinaus, sondern nur, dass scotch niemals whiskey aus schottland ist zwinkern
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smallie
monkey business!?



Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 2084

Beitrag(#2059846) Verfasst am: 24.06.2016, 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

Schlumpf hat folgendes geschrieben:
dass ein großer Teil des Volkes zu dumm ist zum Abstimmen, auch zum Wählen.


luc hat folgendes geschrieben:
wenn die Stimme eines Menschen mit einem IQ eines Knäckebrots so viel zählt wie die Stimme eines Wirtschaftsexperten?


neurosemantik hat folgendes geschrieben:
Das kommt davon, wenn man die unmündigen, antisozialen,
rechtspopulistischen und fremdenfeindlichen Wählermehrheiten an die Urnen lässt.

Diese Rhetorik erzeugt bei mir Sympathie für die Brexit-Anhänger. Was ihr da macht ist ein Schlag ins Gesicht für alle die sich erlauben, anderer Meinung zu sein. Vielleicht ist es genau diese Art von Großkotzigkeit, die den einen oder anderen Briten an der EU stört, insbesondere wenn sie von Fritz, the Hun kommt. Mit den Augen rollen



Casual3rdparty hat folgendes geschrieben:
für mich ist GB in der EU ein reiner freeloader. schmeißt sie raus und belegt sie mit einer saftigen finanztransaktionssteuer...

GB ist Nettozahler in der EU. Was meinst du mit freeloader? Außerdem gibt es in GB schon lange eine stamp tax für Aktiengeschäfte. Im Gegensatz zu Deutschland.

Du bist auf Propaganda hereingefallen.
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Misterfritz
mini - mal



Anmeldungsdatum: 09.03.2006
Beiträge: 21867
Wohnort: badisch sibirien

Beitrag(#2059847) Verfasst am: 24.06.2016, 20:28    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:
Diese Rhetorik erzeugt bei mir Sympathie für die Brexit-Anhänger. Was ihr da macht ist ein Schlag ins Gesicht für alle die sich erlauben, anderer Meinung zu sein. Vielleicht ist es genau diese Art von Großkotzigkeit, die den einen oder anderen Briten an der EU stört, insbesondere wenn sie von Fritz, the Hun kommt. Mit den Augen rollen
den briten ist seit über 30 jahren eingetrichtert worden, dass die eu scheisse ist - von briten... irgendwann fruchtet das dann auch ...
http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2059797#2059797
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, Postfeminist



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 34423
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2059849) Verfasst am: 24.06.2016, 20:34    Titel: Antworten mit Zitat

Misterfritz hat folgendes geschrieben:
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:

Na dann mal Prost
...übrigens: ich finde ja irischen Whisky besser als Scotch.

NeinNein
scotch ist das gebräu, dass die amis herstellen, schotten brennen shottisch whiskey


Unsinn! Die Amis nennen ihre Plaerre "Bourbon".
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sünnerklaas
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Anmeldungsdatum: 29.09.2006
Beiträge: 9454
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2059850) Verfasst am: 24.06.2016, 20:40    Titel: Antworten mit Zitat

Auch interessant: am Ende wird Johnsons seine grössten Fans, die Quittung bezahlen lassen - die sozial Abgehängten.
Ich frage mich nur gerade - was passiert, wenn solche Leute, wie Johnson sich auch für die Dümmsten entlarvt und dann fertig haben... Abgewirtschaftet hat das Land schon Margret Thatcher - Johnson wird das Land komplett an die Wand fahren.
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astarte
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 36427

Beitrag(#2059851) Verfasst am: 24.06.2016, 21:17    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:

Das wird sowieso noch für richtigen Ärger sorgen... Im Grunde ist das Land komplett im Arsch.

Geht schon los:
http://www.n-tv.de/politik/Junge-Briten-wueten-gegen-den-Brexit-article18038591.html

Ja wenn man die Altersverteilung der Abstimmung betrachtet, schon bedenklich: die Alten haben bestimmt, die Jungen wollten das nicht!
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Wolf
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Anmeldungsdatum: 23.08.2004
Beiträge: 16607
Wohnort: Zuhause

Beitrag(#2059852) Verfasst am: 24.06.2016, 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:

Das wird sowieso noch für richtigen Ärger sorgen... Im Grunde ist das Land komplett im Arsch.

Geht schon los:
http://www.n-tv.de/politik/Junge-Briten-wueten-gegen-den-Brexit-article18038591.html

Ja wenn man die Altersverteilung der Abstimmung betrachtet, schon bedenklich: die Alten haben bestimmt, die Jungen wollten das nicht!

So ist das in einer Demokratie. Wer Recht hat, kann überstimmt werden. zwinkern
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abbahallo
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Anmeldungsdatum: 10.12.2012
Beiträge: 1473

Beitrag(#2059853) Verfasst am: 24.06.2016, 21:50    Titel: Antworten mit Zitat

Dass Johnson prime minister wird, scheint so sicher auch nicht zu sein. Es gibt auch Konservative, die ihn für ein ausgemachtes Ekelpaket halten und nicht wählen wollen. Die Regierungsbildung kann da sehr langwierig werden. Ich wette, es dauert bis Jahresende mindestens, bis die EU das Austrittsersuchen auf dem Tisch hat und die Zweijahresfrist anfängt.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 34423
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2059854) Verfasst am: 24.06.2016, 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Wolf hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:

Das wird sowieso noch für richtigen Ärger sorgen... Im Grunde ist das Land komplett im Arsch.

Geht schon los:
http://www.n-tv.de/politik/Junge-Briten-wueten-gegen-den-Brexit-article18038591.html

Ja wenn man die Altersverteilung der Abstimmung betrachtet, schon bedenklich: die Alten haben bestimmt, die Jungen wollten das nicht!

So ist das in einer Demokratie. Wer Recht hat, kann überstimmt werden. zwinkern



....und wer ueberstimmt wird, der kann auswandern. Dann kann's aber ganz schoen bitter werden fuer die alten Ueberstimmer, weil es vor allem die gut ausgebildeten und leistungsfaehigen jungen Leute sind, denen das Abstimmungsergebnis am meisten schadet und die das deshalb am staerksten ablehnen.

Ist nun mal so. Von "nationaler Souveraenitaet" wird man nicht satt und ob die Hooligans und Rechtsradikalen, die sicher im Land bleiben werden, die Renten finanzieren koennen, daran habe ich so meine Zweifel.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 34423
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2059855) Verfasst am: 24.06.2016, 21:55    Titel: Antworten mit Zitat

abbahallo hat folgendes geschrieben:
Dass Johnson prime minister wird, scheint so sicher auch nicht zu sein. Es gibt auch Konservative, die ihn für ein ausgemachtes Ekelpaket halten und nicht wählen wollen. Die Regierungsbildung kann da sehr langwierig werden. Ich wette, es dauert bis Jahresende mindestens, bis die EU das Austrittsersuchen auf dem Tisch hat und die Zweijahresfrist anfängt.


Wenn ich den sehe, muss ich immer an die Rocky Horror Picture Show denken. Sehr glücklich
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Critic
oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
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Beitrag(#2059857) Verfasst am: 24.06.2016, 22:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ad Beitrag:

smallie hat folgendes geschrieben:
Schlumpf hat folgendes geschrieben:
dass ein großer Teil des Volkes zu dumm ist zum Abstimmen, auch zum Wählen.


luc hat folgendes geschrieben:
wenn die Stimme eines Menschen mit einem IQ eines Knäckebrots so viel zählt wie die Stimme eines Wirtschaftsexperten?


neurosemantik hat folgendes geschrieben:
Das kommt davon, wenn man die unmündigen, antisozialen,
rechtspopulistischen und fremdenfeindlichen Wählermehrheiten an die Urnen lässt.

Diese Rhetorik erzeugt bei mir Sympathie für die Brexit-Anhänger. Was ihr da macht ist ein Schlag ins Gesicht für alle die sich erlauben, anderer Meinung zu sein. Vielleicht ist es genau diese Art von Großkotzigkeit, die den einen oder anderen Briten an der EU stört, insbesondere wenn sie von Fritz, the Hun kommt. Mit den Augen rollen


Man kann dennoch der Meinung sein, daß das eine keine sinnvolle Entscheidung war.

Es ist auch so die Frage, wie man entscheiden sollte, je größer die potentiellen Konsequenzen dieser Entscheidung sind: Ob man sich Wurst oder Käse aufs Brot legt und noch ein Gürkchen dazu ißt, kann man "aus dem Bauch heraus" entscheiden. Aber sollte man hier aufgrund von Emotionen entscheiden? Es wurde mit Wellen von Immigranten Angst gemacht, die angeblich von allen Seiten an Großbritanniens Küsten anbrandeten.

Die Entscheidung ist natürlich auch Konsequenz aus der Politik in GB: Wenn man betrachtet, wer "für die EU" abgestimmt hat, dann sieht man schon, das sind Städte, in denen die Wirtschaft potentiell profitiert hat, während das platte Land drumherum und Städte, in denen es nicht so gut läuft, fast durchweg "für den Austritt" gestimmt haben. Es kann sein, daß man die Schuld für derartige Entwicklungen auf die EU "abgewälzt" hat, indem man behauptet hat, die britische Regierung sei nicht mehr der Souverän im Land. Das stimmt so natürlich nicht.

Es wurden auch Zahlen präsentiert, was die EU-Mitgliedschaft angeblich koste, die nicht stimmen. Jetzt könnte ich sagen, als im Internet-Zeitalter aufgewachsener Mensch kann ich das nachprüfen, was Nigel Farage oder Boris Johnson behaupten. Das scheint die Mehrheit der Jüngeren in GB wohl auch getan zu haben. Aber ein Rentner geht vielleicht - auf Basis irgendwelcher Vorstellungen von Fairness o.ä. - davon aus, daß das, was man ihm erzählt, auch stimmt?! Aber schon jetzt sagen die ja, hat gar nicht gestimmt. Aber um zu gewinnen, kann man das ja schonmal machen, <s>die Leute belügen, sie würden sich dadurch, daß sie ihre Einflußmöglichkeiten noch weiter beschneiden, ihre Souveränität zurückholen</s>.

Die haben es jetzt geschafft, daß sich jetzt Briten, die sich durchaus als Europäer fühlen, für die Hälfte (bzw. 37.5% oder so, nämlich Zustimmung*Turnout) ihrer Landsleute z.T. schämen. Gut, ob jetzt die andere Seite überall die Wahrheit gesagt hat, weiß ich auch nicht.

Jedenfalls aber werden sich in der nächsten Zeit auch erstmal zentrifugale Tendenzen in ganz Europa entfalten, aus Frankreich, NL, Polen etc. gibt es ja schon entsprechende Kommentare. Vorhersagen sind natürlich immer schwierig, aber die Erfahrung lehrt ja, daß Projekte der Rechtspopulisten in der Regel scheitern. Es könnte also sein, daß die Lage für Großbritannien auf längere Sicht schwieriger wird. Und wenn man in fünf Jahren bemerken sollte, oh, war doch nicht so gut, wird ein Zurück nicht so einfach.


Man könnte natürlich jetzt auch wieder so ins Verhandeln kommen wie das bei einer Hiobsbotschaft so ist, ob man das vielleicht doch noch abwenden kann: Den Artikel hat ja ein Nutzer auch verlinkt -- Die Abstimmung ist rein rechtlich nicht bindend, die rechtlich gesehen Zuständigen, die mehrheitlich anderer Meinung sind als die Wähler, die abgestimmt haben, könnten sich immer noch anders entscheiden. Aber das wäre dann ein weiterer "politischer Selbstmord", die Chance dafür sieht nicht groß aus.
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Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

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Zuletzt bearbeitet von Critic am 24.06.2016, 22:23, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Quéribus
Eretge



Anmeldungsdatum: 21.07.2003
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Beitrag(#2059858) Verfasst am: 24.06.2016, 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Misterfritz hat folgendes geschrieben:
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Na dann mal Prost
...übrigens: ich finde ja irischen Whisky besser als Scotch.

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scotch ist das gebräu, dass die amis herstellen, schotten brennen shottisch whiskey


Unsinn! Die Amis nennen ihre Plaerre "Bourbon".


"shottisch" ist ein etwas seltsamer Mix aus dem deutschen (schottisch) und englischen (scotch) Wort.

Und "Scotch" ist tatsächlich die korrekte Bezeichnung für schottischen Whisky (egal ob Single Malt, Blended etc)


das dt Adjektiv "schottisch" entspricht auf engl "scotch".
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Wenn ich Josef wäre und meine künftige Frau würde mir erzählen, dass sie schwanger ist, nachdem sie mit einem gutaussehenden Mann wie diesem Engel allein war, würde ich mir ein paar Gedanken über den Engel machen.
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BlueAngel
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Beitrag(#2059861) Verfasst am: 24.06.2016, 22:24    Titel: Antworten mit Zitat

Viele Antidemokraten zeigen jetzt wieder ihr wahres Gesicht. Sie beschimpfen die Bürger, die sowieso zu doof sind über irgendwas selbst zu entscheiden und die am besten entmündigt werden sollen. Direkte Demokratie, die sonst von allen Seiten gefordert wird, macht man nun schlecht, nur weil das Ergebnis nicht passt. Und es kommen Argumente, die man sonst nur von Diktatoren und Autokraten hört.

72,2% Wahlbeteiligung ist unglaublich hoch für eine Volksabstimmung. Das ist mehr als bei Bundestagswahlen in Deutschland wählen gehen. Meiner Meinung nach war das Brexit-Referendum eine Sternstunde der Demokratie. Sowas sollte es viel öfter geben, auch in Deutschland.
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sünnerklaas
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Beitrag(#2059862) Verfasst am: 24.06.2016, 22:38    Titel: Antworten mit Zitat

Wolf hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:

Das wird sowieso noch für richtigen Ärger sorgen... Im Grunde ist das Land komplett im Arsch.

Geht schon los:
http://www.n-tv.de/politik/Junge-Briten-wueten-gegen-den-Brexit-article18038591.html

Ja wenn man die Altersverteilung der Abstimmung betrachtet, schon bedenklich: die Alten haben bestimmt, die Jungen wollten das nicht!

So ist das in einer Demokratie. Wer Recht hat, kann überstimmt werden. zwinkern


Das Ergebnis ist das Kennzeichen eines schweren Generationskonflikts.
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Critic
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Beitrag(#2059863) Verfasst am: 24.06.2016, 23:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ad Beitrag:

BlueAngel hat folgendes geschrieben:
Viele Antidemokraten zeigen jetzt wieder ihr wahres Gesicht. Sie beschimpfen die Bürger, die sowieso zu doof sind über irgendwas selbst zu entscheiden und die am besten entmündigt werden sollen. Direkte Demokratie, die sonst von allen Seiten gefordert wird, macht man nun schlecht, nur weil das Ergebnis nicht passt. Und es kommen Argumente, die man sonst nur von Diktatoren und Autokraten hört.


Das Referendum zeigt aber auch, wie politische Diskussion funktioniert: Es wird viel mit Befindlichkeiten oder mit Ängsten operiert. Und wem der Ausblick auf die EU vor allem mit Ängsten behaftet ist, oder wer das Gefühl hat, diese EU könne ihm nichts bieten, der wählt sich raus. Auch dann, wenn die Gründe, warum es ihm nicht so gut geht, wie es sein könnte, nicht in der EU liegen.

Das muß nicht einmal mit Dummheit zu tun haben, denn auch viele durchaus intelligente Leute argumentierten im Vorfeld der Abstimmung als EU-Gegner. Nur ob das wirklich stringente Gründe für einen Austritt waren, oder ob es nicht auch im nationalen oder im europäischen Sinne eine Lösung für die Vorbehalte hätte geben können?

(Der Regierung ist in dem Sinne vielleicht auch ihr Taktieren auf die Füße gefallen. Immerhin fällt in absehbarer Zeit aber auch ein gewichtiges Argument weg, warum dieses oder jenes nicht so richtig funktioniert: Man kann die EU und ihre Regularien nicht mehr dafür verantwortlich machen, wenn man nicht mehr Mitglied ist und diese nicht mehr befolgen muß.)


Was mir dabei aber auffällt: Die Rechtspopulisten kritisieren "die da oben" für ihre Abgehobenheit, für eine Entmündigung der Bürger, für ihre Politik, die keinen Bezug zu den Menschen habe. Und greifen selbst zu Propaganda, zu zum Teil geradezu diktatorischen Methoden, und vertreten ein Bild der Welt, das mit der Realität wenig zu tun hat. (Beispiele für so etwas kann man ja etwa im AfD-Thread finden: Flüchtlinge brandeten in Wellen in Europa an und verwüsteten das Land. Die Medien müßten kontrolliert werden, damit in Zukunft "ausgewogen" (unverhohlen wird aber mitgeteilt: im Sinne der AfD) berichtet werden könne. Klimawandel? Gibt es nicht. Multikulturalismus? Bääh.) Derartige Vorstellungen gehören durchaus auch zum Inventar der UKIP (1), ,(2). Ist doch merkwürdig, aber persönlich wünsche ich mir doch eine optimistischere Sicht.
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beachbernie
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Beitrag(#2059864) Verfasst am: 24.06.2016, 23:09    Titel: Antworten mit Zitat

BlueAngel hat folgendes geschrieben:
Viele Antidemokraten zeigen jetzt wieder ihr wahres Gesicht. Sie beschimpfen die Bürger, die sowieso zu doof sind über irgendwas selbst zu entscheiden und die am besten entmündigt werden sollen. Direkte Demokratie, die sonst von allen Seiten gefordert wird, macht man nun schlecht, nur weil das Ergebnis nicht passt. Und es kommen Argumente, die man sonst nur von Diktatoren und Autokraten hört.

72,2% Wahlbeteiligung ist unglaublich hoch für eine Volksabstimmung. Das ist mehr als bei Bundestagswahlen in Deutschland wählen gehen. Meiner Meinung nach war das Brexit-Referendum eine Sternstunde der Demokratie. Sowas sollte es viel öfter geben, auch in Deutschland.



In seinen ersten Stellungnahmen bei der gestrigen BBC-Sondersendung, als es noch so aussah als ob die "remain" Seite gewinnen wuerde, hatte Nigel Farage schon mal angekuendigt, dass eine knappe Niederlage fuer ihn nicht das Ende der Austrittsbewegung waere, sondern ein Anfang um es beim naechsten Mal besser zu machen. Nach sonderlich viel Respekt fuer demokratische Entscheidungen klang das aber auch nicht.

Amsonsten kann man durchaus der Meinung sein, dass bei vielen Stimmen fuer den EU-Austritt GBs eine frapierende Uninformiertheit ueber die Fakten und eine bewusste Irrefuehrung der Waehler durch Populisten den Ausschlag gegeben hat.

Der Schuss kann aber fuer die "Sieger" der Abstimmung durchaus ganz schoen boese nach hinten losgehen. Sie haben mit ihrer irrefuehrenden Propaganda bei den Leuten Erwartungen geweckt, die nicht erfuellbar sind. Insbesondere wenn der Wirtschaftsabschwung infolge des Austritts einsetzt, wird bei vielen die grosse Enttaeuschung kommen und dann kann's sehr ungemuetlich werden auf der "souveraenen" Insel und die Eu steht dann als Suendenbock nicht mehr zur Verfuegung.
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BlueAngel
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Beitrag(#2059865) Verfasst am: 24.06.2016, 23:24    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist doch ganz normal, dass in Wahlkämpfen auch emotionalisiert wird. Auch Ängste werden geschürt um Stimmen zu bekommen oder es werden utopische Versprechen abgegeben um Wähler zu locken. Das läuft bei jeder Wahl so. Auch die Brexit-Gegner haben versucht Ängste vor dem Brexit zu schüren, mit Ankündigungen von Rentenkürzungen, Steuererhöhungen etc.

Es ist eben so, dass man viele Wähler mehr über Gefühle wie Angst oder Hoffnung einfängt als über trockene Argumente.

Es gibt in einer Gesellschaft auch immer dumme Menschen und intelligente Menschen. Dass aber die 17 Mio. Brexit-Wähler überwiegend dumm und die 16 Mio. Brexit-Gegner überwiegend intelligent sind ist eine ziemlich bescheuerte These.

Entweder man will eine Demokratie oder nicht. Zur Demokratie gehört, dass es Wahlkämpfe gibt und die mit allen legalen Mitteln geführt werden. Und am Ende hat jeder Bürger eine Stimme, egal ob er Professor ist oder Analphabet.
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beachbernie
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Beitrag(#2059866) Verfasst am: 24.06.2016, 23:27    Titel: Antworten mit Zitat

BBC-world meldet gerade, dass es bereits eine Petitition im Internet gibt, die fordert, dass London seine Unabhaengigkeit von GB erklaert und einen Antrag auf EU-Mitgliedschaft stellt. Bereits weniger als 24 Stunden nach der Verkuendung des Brexit-Ergebnisses haben bereits ca. 90 000 Londoner unterschrieben. Die Initiatoren erklaerten, dass sie diese Petition urspruenglich mehr als Scherz ansahen als ernst gemeint, sie aber voellig verbluefft seien wieviele Londoner die Sache sehr ernst nehmen und sich spontan anboten bei der Kampagne fuer einen Austritt Londons aus Grossbritanien mitzuarbeiten. Lachen


Wird der Nationalstaat GB jetzt nach allen Regeln populistischer Kunst filetiert? Sehr glücklich


Sieht fast so aus als waere gestern in GB irgendein Schlauch geplatzt. Sehr glücklich
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luc
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Beitrag(#2059867) Verfasst am: 25.06.2016, 00:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin entsetzt, geschockt und sauer. Und die nächsten sind wahrscheinlich die Holländer und die Franzosen. Klar hat die EU viele Macken, aber anstatt daran zu arbeiten und sie zu reformieren, gibt es populistische Politiker, die es schaffen, Ängste bei den Wählern zu wecken, mit dem Resultat das wir jetzt kennen. Ein wirklich beschissener Tag und wahrscheinlich beschissene kommende Jahre. Alt gegen jung, arm gegen reich, Stadt gegen Land, Süd gegen Nord, Großbritannien steckt in der Krise aber ganz Europa auch. Europa ist nicht das Problem, sondern die Lösung für vieles.
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Kramer
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Beiträge: 25876

Beitrag(#2059868) Verfasst am: 25.06.2016, 00:41    Titel: Antworten mit Zitat

Alle wollen Demokratie, aber keiner will Populismus. Vielleicht wird es langsam mal Zeit zu erkennen, dass es Demokratie ohne Populismus nicht gibt - nicht geben kann. Ja, die Demokratie ist die beste Regierungsform, die wir bisher haben. Aber ihr grosser Makel ist, dass sie für Populismus anfällig ist, weil sie vom Populismus lebt. Demokratie ist eigentlich synonym mit Populismus.

Ich habe keine Ahnung, wie man das Problem löst, aber indem man künstlich zwischen "demokratisch" und "populistisch" unterscheidet, löst man es garantiert nicht. Man löst es auch nicht, indem man zu autoritären oder elitären Staatsformen zurück kehrt.

Ich glaube, was in allen Demokratien fehlt, ist die Möglichkeit "Nein!" zu sagen, ohne dafür zu irgendetwas "Ja!" sagen zu müssen. Es fehlt die Möglichkeit, allen Parteien, Kandidaten und Parteiprogrammen eine Absage zu erteilen. Es fehlt die Möglichkeit, zu sagen: "Sorry, aber ihr habt alle keinen Plan, ich fühle mich von keinem von Euch vertreten. Denkt da noch mal drüber nach und macht mir ein besseres Angebot!" Es fehlt die Möglichkeit der ungültigen Wahl, weil alle möglichen Wahlmöglichkeiten von der Mehrheit der Wähler abgelehnt wurden.

Es fehlt der Druck auf die Politiker, wirklich die Interessen ihrer Wähler zu verfolgen oder - wenn sie nur ihre eigenen Interessen verfolgen - so zu leben, wie sie es den Ärmsten ihrer Wähler zumuten. Politiker zu sein, sollte keine Karriereoption sein, sondern eine Berufung. Das würde Karrieristen und andere Soziopathen von diesem Beruf fern halten.
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