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Brexit
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Zoff
Sternenstaub



Anmeldungsdatum: 24.08.2006
Beiträge: 21459
Wohnort: Frankfurt

Beitrag(#2098250) Verfasst am: 12.06.2017, 10:09    Titel: Antworten mit Zitat

luc hat folgendes geschrieben:
(..)

Kleine Bemerkung am Rande: Die Merkel würde sich gern mit der Störchin zusammentun, wenn es um ihren Machterhalt geht.


Ist das so?

Beleg?
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Wenn ich eine Welt wie Gott geschaffen hätte, wäre ich auch weggezogen. (Federico Fellini)
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater - treibt den Kessel



Anmeldungsdatum: 29.09.2006
Beiträge: 10232
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2101196) Verfasst am: 13.07.2017, 08:11    Titel: Antworten mit Zitat

Ein interessanter Beitrag im österreichischen Standard von Joschka Fischer zum Thema Brexit:

Ein Brexit-Zug nach nirgendwo
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"Bullshit ist eine dritte Kategorie zwischen Wahrheit und Lüge" (Harry Frankfurt)

Ausser Hypochondrie habe ich alle Krankheiten.

Ich fordere: JEDEM VOLLPFOSTEN SEIN EIGENES "Mimi-Mimi!"
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, Postfeminist



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 35998
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2101225) Verfasst am: 13.07.2017, 12:36    Titel: Antworten mit Zitat

Zoff hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
(..)

Kleine Bemerkung am Rande: Die Merkel würde sich gern mit der Störchin zusammentun, wenn es um ihren Machterhalt geht.


Ist das so?

Beleg?


Ich habe da auch meine Zweifel.

Hat Merkel auch gar nicht noetig. Potentielle Koalitionspartner stehen schon Schlange, da hat sie es nicht noetig sich auf so unsichere Kantonisten wie die AfD einzulassen, die ja bereits in den Landesparlamenten zeigen wieviel Muehe sie haben auch bloss eine Landtagsfraktion zusammenzuhalten.

Merkels groesste politische Leistung besteht ja gerade darin, dass sie sich machtpolitisch so positioniert hat, dass im Herbst ohne sie wohl kaum eine Bundesregierung gebildet werden kann und der einzige Weg zur Macht fuer ihre politische Konkurrenz ueber sie und ihre Partei fuehrt. Wer also eine Machtoption haben will, muss sich Merkel als Koalitionspartner andienen und dies werden mit Sicherheit alle im kuenftigen Bundestag vertretenen Parteien (mit Ausnahme der Linken) machen. Warum also hier unnoetige politische Risiken eingehen?
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater - treibt den Kessel



Anmeldungsdatum: 29.09.2006
Beiträge: 10232
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2103299) Verfasst am: 03.08.2017, 10:22    Titel: Antworten mit Zitat

Schöner Beitrag im Tagessspiegel:

"Das englische Gift im Brexit"

Darin (Hervorhebung von mir):

Zitat:
Das Lachen vergeht einem allerdings bei der Lektüre der neuesten Umfrage des YouGov-Instituts. Sie deutet darauf hin, dass sich die Fronten in Großbritannien verhärten – ein Jahr nach dem knappen EU-Referendum. Demnach sind 61 Prozent derer, die den EU-Austritt befürworten, der Meinung, ein „erheblicher Schaden“ für die britische Wirtschaft sei ein Preis, den man für den Brexit zahlen sollte.

Sich selber schaden ist üblicherweise kein Ausweis von Vernunft. Aber es kommt noch dicker: 39 Prozent dieser Austrittsbefürworter (und damit eine Zahl, die potenziell für das knappe Ergebnis des Referendums von Bedeutung ist) würden es in Kauf nehmen, wenn sie selbst oder ein Familienmitglied in Folge des Brexits den Job verlieren. Vor allem EU-Gegner im Rentenalter würden es akzeptieren, wenn es nach einem Brexit dem eigenen Land schlechter ginge (71 Prozent) oder ein Familienmitglied, also Sohn, Tochter, Enkel, arbeitslos würde (50 Prozent).


Der Aufstand der Rollatoren schiebenden Gerontofraktion.

Und es droht den Briten richtig spürbares Ungemach - zum Beispiel im Bereich des internationalen Verkehrs. Die Regierung von Theresa May ergeht sich in endlosen Streitereien. Dabei fallen wichtige Dinge, wie Abkommen zum Flug- und Fährverkehr zu und von GB unter den Tisch zu fallen. Mit Vollzug des Brexits drohen da sehr schwere Einschnitte - darauf hat schon Ryan-Air-Chef O'Leary richtigerweise hingewiesen. Mangels Abkommen werden die allermeisten Verbindungen ab Vollzug des Brexits vorraussichtlich eingestellt werden müssen. Übrig blieben dann im Flugverkehr die nationalen Carrier, wie Lufthansa, Air France, KLM etc.. Deren Preise werden entsprechend hoch bis sehr hoch sein - und die Zahl der Verbindungen üebrschaubar. Auch in Sachen Eurotunnel und sämtliche Fährverbindungen müssen neue Abkommen geschlossen werden - das bekommt die Regierung May aber - wieder infolge interner Querelen - nicht gebacken. Man hat noch nicht einmal angefangen, Verhandlungen in die Wege zu leiten.
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Zuletzt bearbeitet von sünnerklaas am 03.08.2017, 10:43, insgesamt einmal bearbeitet
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Ratio
huhu



Anmeldungsdatum: 13.10.2014
Beiträge: 1322

Beitrag(#2103300) Verfasst am: 03.08.2017, 10:38    Titel: Antworten mit Zitat

sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
Schöner Beitrag im Tagessspiegel:

"Das englische Gift im Brexit"

Darin (Hervorhebung von mir):

Zitat:
Das Lachen vergeht einem allerdings bei der Lektüre der neuesten Umfrage des YouGov-Instituts. Sie deutet darauf hin, dass sich die Fronten in Großbritannien verhärten – ein Jahr nach dem knappen EU-Referendum. Demnach sind 61 Prozent derer, die den EU-Austritt befürworten, der Meinung, ein „erheblicher Schaden“ für die britische Wirtschaft sei ein Preis, den man für den Brexit zahlen sollte.

Sich selber schaden ist üblicherweise kein Ausweis von Vernunft. Aber es kommt noch dicker: 39 Prozent dieser Austrittsbefürworter (und damit eine Zahl, die potenziell für das knappe Ergebnis des Referendums von Bedeutung ist) würden es in Kauf nehmen, wenn sie selbst oder ein Familienmitglied in Folge des Brexits den Job verlieren. Vor allem EU-Gegner im Rentenalter würden es akzeptieren, wenn es nach einem Brexit dem eigenen Land schlechter ginge (71 Prozent) oder ein Familienmitglied, also Sohn, Tochter, Enkel, arbeitslos würde (50 Prozent).


Der Aufstand der Rollatoren schiebenden Gerontofraktion.


Ob man das Umfrageergebnis in irgendeiner Weise als erschreckend oder negativ empfindet hängt davon ab, welche Motive man bei den Brexit-Befürwortern vermutet. Ich halte es für wahrscheinlich, dass auch keiner der Rentner sich sagt "Mir doch Wurst, was mit meiner Familie passiert" - viel eher wird der bejahenden Antwort wohl zugrunde liegen, dass er selbst eine Reihe von Vorteilen im Brexit vermutet, die einen temporären Arbeitsplatzverlust schnell kompensieren.

Und nebenher: Kann sich jemand einen Reim drauf machen, warum, augenscheinlich, unter den Befürwortern jeweils denselben Personen beide Fragen gestellt wurden(die Zahl der Befragten Personen ist mit 2043 identisch), wohingegen dies bei den Brexit-Gegnern nicht so war (Frage 1 2248 Wähler, Frage 2 1159 Wähler) ?
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater - treibt den Kessel



Anmeldungsdatum: 29.09.2006
Beiträge: 10232
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2103301) Verfasst am: 03.08.2017, 10:52    Titel: Antworten mit Zitat

Ratio hat folgendes geschrieben:
Ich halte es für wahrscheinlich, dass auch keiner der Rentner sich sagt "Mir doch Wurst, was mit meiner Familie passiert" - viel eher wird der bejahenden Antwort wohl zugrunde liegen, dass er selbst eine Reihe von Vorteilen im Brexit vermutet, die einen temporären Arbeitsplatzverlust schnell kompensieren.


Von hier lebenden britischen Kollegen und Bekannten weiß ich, dass viele Ältere in GB sehr darunter leiden, dass ihre Kinder und Enkelkinder im (kontinental-europäischen) Ausland leben. Da dürfte der Traum von der Familie im Raum stehen, bei der alle jeden Abend oder zumindest jedes Wochenende am großen Tisch zusammen kommen. Ich kenne einen Fall, wo es inzwischen einen Riesenkrach mit den angejahrten Eltern, Onkels und Tanten gibt, weil die beiden wegen des Brexits die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt haben. Die wollen aus Wut jetzt nicht einmal mehr ihre Enkelkinder mehr sehen.
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Ratio
huhu



Anmeldungsdatum: 13.10.2014
Beiträge: 1322

Beitrag(#2103302) Verfasst am: 03.08.2017, 11:07    Titel: Antworten mit Zitat

sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
Ratio hat folgendes geschrieben:
Ich halte es für wahrscheinlich, dass auch keiner der Rentner sich sagt "Mir doch Wurst, was mit meiner Familie passiert" - viel eher wird der bejahenden Antwort wohl zugrunde liegen, dass er selbst eine Reihe von Vorteilen im Brexit vermutet, die einen temporären Arbeitsplatzverlust schnell kompensieren.

. Ich kenne einen Fall, wo es inzwischen einen Riesenkrach mit den angejahrten Eltern, Onkels und Tanten gibt, weil die beiden wegen des Brexits die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt haben. Die wollen aus Wut jetzt nicht einmal mehr ihre Enkelkinder mehr sehen.


skeptisch
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DonMartin
registrierter User



Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 4037

Beitrag(#2103322) Verfasst am: 03.08.2017, 15:23    Titel: Antworten mit Zitat

Wimre war ein wesentliches Brexit-Motiv schlichte Fremdenfeindlichkeit.
Insoweit verstaendlich, als UK anscheinend massive Probleme mit zugewanderten Islam-Anhaengern hat.
Absurderweise wollen sie aber lieber die eher christlichen Osteuropaeer loswerden Am Kopf kratzen
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Zoff
Sternenstaub



Anmeldungsdatum: 24.08.2006
Beiträge: 21459
Wohnort: Frankfurt

Beitrag(#2107904) Verfasst am: 23.09.2017, 22:59    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-09/brexit-rede-theresa-may-moodys-rating-grossbritannien

Es geht bergab..
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sünnerklaas
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Anmeldungsdatum: 29.09.2006
Beiträge: 10232
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2113041) Verfasst am: 02.11.2017, 15:20    Titel: Antworten mit Zitat

Ein geordneter Brexit rückt in immer weitere Ferne. Das Kabinett May und die Torys zerlegen sich in Sexismus-Vorwürfen.
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