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Ein Thread für Überlegungen, die sonst nirgendwo hinpassen
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schtonk
Korinthenliegenlasser
Moderator



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 8166

Beitrag(#2103311) Verfasst am: 03.08.2017, 13:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ratio hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
Ratio hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:

Ratio hat folgendes geschrieben:
Fehlende Empathie und Reflexionsfähigkeit (durchaus auch synonym für einen geringen IQ).

Völlig falsch.


Es wäre begrüßenswert, wenn du das noch begründen würdest. Wieso schließt du das kategorisch und einheitlich aus?

Langsam. Fangen wir mit dir an. Wie belegst du deine obige Aussage über die Synonymität von fehlender Empathie/Reflexionsfähigkeit und geringem IQ?


Bei zweiter, überdachter Belegung garnicht - den Teil hätte ich weglassen sollen, da gebe ich dir Recht. Die Faktoren korrelieren wohl eher weniger. Dass ich das schrieb war vermutlich dem Unmut über die Thematik und das Ereignis geschuldet.

Ok, kann ich gut verstehen. Umgangssprachlich würde man von dummen Idioten sprechen. In der Sprache der Jugend hört dich das so an:

https://www.youtube.com/watch?v=kq8SDedMUiQ#t=04m58s
_________________
Es ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von allen. - Karl Valentin
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Ratio
huhu



Anmeldungsdatum: 13.10.2014
Beiträge: 1315

Beitrag(#2103313) Verfasst am: 03.08.2017, 13:52    Titel: Antworten mit Zitat

schtonk hat folgendes geschrieben:
Ratio hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
Ratio hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:

Ratio hat folgendes geschrieben:
Fehlende Empathie und Reflexionsfähigkeit (durchaus auch synonym für einen geringen IQ).

Völlig falsch.


Es wäre begrüßenswert, wenn du das noch begründen würdest. Wieso schließt du das kategorisch und einheitlich aus?

Langsam. Fangen wir mit dir an. Wie belegst du deine obige Aussage über die Synonymität von fehlender Empathie/Reflexionsfähigkeit und geringem IQ?


Bei zweiter, überdachter Belegung garnicht - den Teil hätte ich weglassen sollen, da gebe ich dir Recht. Die Faktoren korrelieren wohl eher weniger. Dass ich das schrieb war vermutlich dem Unmut über die Thematik und das Ereignis geschuldet.

Ok, kann ich gut verstehen. Umgangssprachlich würde man von dummen Idioten sprechen. In der Sprache der Jugend hört dich das so an:

https://www.youtube.com/watch?v=kq8SDedMUiQ#t=04m58s


Smilie
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 22208

Beitrag(#2103363) Verfasst am: 04.08.2017, 09:26    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Wenn man das Verhalten der anderen insgesamt als therapeutische Intervention sieht, hat es aber wahrscheinlich eher einen positiven Effekt als offene Empathie oder Entsetzen: Ein Grund für einen derart inszenierten Abgang ist die Aussicht auf einen letzten Moment der Macht, die im Ablehnen der erwarteten Hilfsangebote besteht. Die Nachricht, dass diese Angebote ausbleiben, dürfte einige von derartigen Versuchen abhalten.


Da wäre ich skeptisch, ob eine paradoxe Intervention wirklich mehr bringt als Zuwendung. Auch würde ich nicht per se bei einem Fenster-Sprung von einer Inszenierung ausgehen. Der Sprung aus dem Fenster könnte schlicht situativ die einfachste Möglichkeit sein, den Suizid zu realisieren. Wie Du würde ich am gaffenden Mob wahrscheinlich vorbeigehen. Aber es wäre schon wichtig sicherzustellen, daß ein professionelles Team bereits vor Ort wäre. Das würde man sowieso nur stören, wenn man mitgaffen würde.

Dennoch zu den anfeuernden Gaffern und Selfi-Fotografen. Zeigt sich in denen nicht eine Rohheit ganz spezieller Qualität? Wären das die Leute, die den Schauder einer öffentlichen Hinrichtung genießen könnten? Noch schnell das Bratwürstchen verschlingen, ein Like in die Luft zum Henker, um dann die Hand frei für ein ganz persönliches Erinnerungsfoto der Exekution zu haben?
_________________
What game shall we play today?
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Ahriman
boshafter Spötter



Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 15097
Wohnort: 89250 Senden

Beitrag(#2103368) Verfasst am: 04.08.2017, 10:32    Titel: Antworten mit Zitat

Beeindruckt hat mich diese Stelle im Film, und jetzt hier muß ich dran denken:
Robocop schmeißt einen Geiselnehmer aus dem Fenster. Man sieht einen Kameramann, der mit dem fallenden Körper mitzieht, bis der "Platsch!" unten liegt.
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Samson83
Gegenaufgeklärt



Anmeldungsdatum: 18.01.2013
Beiträge: 4577

Beitrag(#2103373) Verfasst am: 04.08.2017, 10:56    Titel: Antworten mit Zitat

Einer gesetzlich legitimierten Hinrichtung oder auch einem Gladiatorenkampf würde ein Grosspublikum zusehen. Mangels Vorhandensein bleiben flache Substitute. Et is wie et is; was soll die Aufregung.
_________________
"Diese Religion ist voll die Seuche." Donmartin
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 1722

Beitrag(#2103377) Verfasst am: 04.08.2017, 11:27    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
Ratio hat folgendes geschrieben:

Inwiefern müssen denn fehlendes Einfühlungsvermögen in die Situation des Suizidgefaehrdeten einerseits, sowie fehlende Reflexion der Wirkung des eigenen Handelns (zum Sprung motivieren) andererseits erläutert werden?
Darüber hinaus wäre natürlich noch denkbar, dass die Reflexion und Einfühlung stattfindet, der zurufende Gaffer aber trotz dessen nichts an seinem Handeln auszusetzen hat, weil er den SG abwertend betrachtet, aus welchem Weltbild heraus auch immer.

Deine Aussage, die schtonk falsch fand, lautete:
Ratio hat folgendes geschrieben:
Fehlende Empathie und Reflexionsfähigkeit (durchaus auch synonym für einen geringen IQ).

Was für ein Zusammenhang besteht denn zwischen dem Intelligenzquotienten und Empathie?
(Unter IQ verstehe ich das Ergebnis eines der gebräuchlichen Intelligenztestes.)
Reflexionsfähigkeit - ich nehme an, du meinst Selbstreflektionsfähigkeit - gut da könnte ich mir eine gewisse Relation vorstellen. Dagegen kann ich mir sehr gut vorstellen, dass jemand mit hohem IQ über wenig Empathie verfügt, bzw diese geringer ausgeprägt sein kann, als bei jemand mit geringerem IQ

Empathie ist ein Bestandteil Emotionaler Intelligenz (EQ) (wird aber selten gemessen).
Der EQ ist ein Bestandteil des IQ.
Insbesondere bei Männern (also seltener bei Frauen) treten IQ und EQ weniger abhängig voneinander auf, da bei Männern die linke und rechte Gehirn-Hälften weniger vernetzt sind als bei Frauen.
Daher findet man mehr Verbrecher unter Männern, aber auch mehr Genies, verglichen zu Frauen.
Es gibt typische Männer-Berufe, in denen ein hoher IQ bei gleichzeitig niedrigem EQ von Vorteil sind:
Jäger - ein hoher EQ würde diese beim schießen von Tieren behindern.
Chirurgen - ein hoher EQ würde diese beim aufschneiden von Menschen behindern.
Juristen - ein hoher EQ würde diese im Umgang mit dem Leid der Kläger psychisch stark belasten.
(Man beachte die Frage von Samson. http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2103269#2103269 )
Polizisten - ein hoher EQ würde diese beim schießen auf Kriminelle und im Umgang mit ständigen Konflikten behindern.
Soldaten - ein hoher EQ würde diese beim schießen auf den Feind und im Umgang mit Kriegsleid behindern.
Dagegen erfordern typische Frauen-Berufe einen hohen EQ:
Psychologin/ Psychotherapeutin
Soziologin
Krankenpflegerin
Altenpflegerin
Wobei in den genannten Berufen die psychische Belastung auch sehr hoch sein kann.
Bei
Rezeptionistin
Verkäuferin
Arzthelferin
sieht es diesbezüglich besser aus.
_________________
72. Generalversammlung der Vereinten Nationen, Presse-Mitteilung
http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 20018
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2103378) Verfasst am: 04.08.2017, 11:31    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Wenn man das Verhalten der anderen insgesamt als therapeutische Intervention sieht, hat es aber wahrscheinlich eher einen positiven Effekt als offene Empathie oder Entsetzen: Ein Grund für einen derart inszenierten Abgang ist die Aussicht auf einen letzten Moment der Macht, die im Ablehnen der erwarteten Hilfsangebote besteht. Die Nachricht, dass diese Angebote ausbleiben, dürfte einige von derartigen Versuchen abhalten.


Da wäre ich skeptisch, ob eine paradoxe Intervention wirklich mehr bringt als Zuwendung. Auch würde ich nicht per se bei einem Fenster-Sprung von einer Inszenierung ausgehen. Der Sprung aus dem Fenster könnte schlicht situativ die einfachste Möglichkeit sein, den Suizid zu realisieren. Wie Du würde ich am gaffenden Mob wahrscheinlich vorbeigehen. Aber es wäre schon wichtig sicherzustellen, daß ein professionelles Team bereits vor Ort wäre. Das würde man sowieso nur stören, wenn man mitgaffen würde.

Dennoch zu den anfeuernden Gaffern und Selfi-Fotografen. Zeigt sich in denen nicht eine Rohheit ganz spezieller Qualität? Wären das die Leute, die den Schauder einer öffentlichen Hinrichtung genießen könnten? Noch schnell das Bratwürstchen verschlingen, ein Like in die Luft zum Henker, um dann die Hand frei für ein ganz persönliches Erinnerungsfoto der Exekution zu haben?

@ zelig: Das sind verschiedene Ebene, die Du da ansprichst:
In der Beurteilung der Gaffer sind wir uns einig - da ist es mir auch ziemlich egal, ob es sich um einen Unfall oder um einen Selbstmord handelt. Und Gaffer sind ganz einfach zu erkennen: Es sind immer mehr als zwei. Wenn man zuerst eintrifft, fasst man selbst an und sorgt auch für die "richtige" Hilfe, ansonsten trollt man sich. Das kann ich für einen Unfall auch von mir selbst sagen, weil ich mich schon so erlebt habe.

Was den Sprung aus dem Fenster angeht: Wenn da einer aufmacht und springt, ist es bestimmt keine Inszenierung. Wenn einer lange genug steht, bis da Leute kommen, halte ich das schon für ziemlich wahrscheinlich, dass es sich um eine Inszenierung handelt.

Zur paradoxen Intervention: Mein Kommentar bezog sich im Wesentlichen auf die Wirkung, die die Berichte über genau diesen Vorfall voraussichtlich bei anderen Inszenierungswilligen auslösen.

Wenn ich selbst da als erster ankäme? Das Folgende sind nur Vermutungen: Polizei rufen und mich trollen, weil ich Schreien auf Entfernung nicht für hilfreich halte. Bei einer Möglichkeit zum Gespräch, also einer physischen Nähe halte ich Folgendes für wahrscheinlich: Es gibt nachvollziehbare Gründe kontrolliert abzutreten, also bin ich dagegen, grundsätzlich abzuraten. Ich würde wahrscheinlich eher dazu neigen, nach einer Frage, ob er/sie sich das wirklich überlegt hat, meine anatomischen Kenntnisse dazu zu benutzen, auszumalen, wie die unterschiedlichen Arten aufzukommen sich im abschließenden Bild äußern würden - nur, damit den Leuten für die unterschiedlichen Landungen klar ist, wie sie nachher im Sarg aussehen. (Und im Fall eines Sprunges wäre ich nachher auch neugierig, ob meine Betrachtung realistisch war.)

Für denjenigen, der Person und Fall dessen, der da steht nicht sehr genau kennt, ist das Ergebnis egal welcher Ansprache sowieso nicht einmal annähernd vorhersehbar. Wer an der Stelle versucht, sich eine Verantwortung für den anderen einzureden, kann auch gleich mitspringen. Aber inwieweit ich selbst mich nach so einem Vorfall gefühlsmäßig davon distanzieren könnte, weiß der Henker.
_________________
Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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schtonk
Korinthenliegenlasser
Moderator



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 8166

Beitrag(#2105722) Verfasst am: 27.08.2017, 21:55    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:

[...]
Ich bin sogar der feste Meinung, dass jeder Mensch irgendwie "Schauspieler" ist. (...)


Dazu gibt es einen Soziologie-Klassiker: "Wir alle spielen Theater" von Erving Goffman (1969). Gut lesbar auch für Nicht-Soziologen.
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