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Die *offene Gesellschaft* und ihre (barbarischen) Freunde
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 5300

Beitrag(#2080424) Verfasst am: 26.12.2016, 16:22    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Kurz, wenn "Westen" mit menschenverachtenden Systemen kooperiert, ist es ein "systemischer Fehler", wenn "Osten" das tut, ist es - ja, was auch immer?

Von "Westen" und "Osten" war in meinem Beitrag überhaupt keine Rede. Mit den Augen rollen


Ich war zu faul, mehr ins Detail zu gehen. Am Ende sind es immer noch die ideologischen Fronten des Kalten Krieges.
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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

Friedrich Nietzsche
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Tarvoc
/leftypol/



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 32634
Wohnort: Bonn

Beitrag(#2080425) Verfasst am: 26.12.2016, 16:23    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Ich war zu faul, mehr ins Detail zu gehen.

Du warst zu faul, noch mehr Details in meinen Beitrag hineinzulesen, die in ihm gar nicht drinstehen? Zu dumm aber auch! Motzen
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There is always a lever. You just have to find it.
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Skeptiker
springt nicht über jedes Stöckchen



Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 12376
Wohnort: Lovetown

Beitrag(#2080426) Verfasst am: 26.12.2016, 16:46    Titel: Re: Die *offene Gesellschaft* und ihre (barbarischen) Freunde Antworten mit Zitat

Keller hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:


Danke, sehr gute Beispiele für die enge Kumpanei zwischen dem Mörderregime und der *open society* namens BRD. Auch diverse wissenschatliche/universitäre Instituten lassen sich regelmäßig von saudischen Delegationen besuchen. Auch hier geht es um profitable Kooperationen.

Saudi Arabien erfüllt in der Tat für den Westen gleich mehrere Funktionen. Es ist:

- Rohstofflieferant
- Technologieimporteur
- Ordnungsfaktor im nahen Osten
- Ordnungsfaktor gegen Arbeiterbewegungen und Gewerkschaften
- Hebel für regime changes in nicht ganz so willfährigen Staaten

Zwar wurde der Export von *Kleinschusswaffen* nach Saudi Arabien von der deutschen Regierung gestoppt, aber es werden z.B. weiterhin Ersatzteile für Militärflugzeuge geliefert, ganz zu schweigen von den Waffenlieferungen anderer westlicher Konzerne und ihrer Staaten.

Als der Blogger Raif Badawi durch Peitschenhiebe gefoltert und gebrochen werden sollte, hörte man aus dem deutschen Kanzleramt keine Silbe des Protests. Bei anderen Gelegenheiten ist das ganz anders, da wird dann schnell mal ein *neuer Hitler* entdeckt und das ganze Programm über Wirtschaftssanktionen, UN-Resolutionen und Militärinterventionen ausgepackt.

Saudi Arabien ist aber nur ein - besonders drastisches - Beispiel für die verlogenen Doppelstandards westlicher ... wie sagt man ... *Demokretin ... äh ... kratien* ...-


Kann es sein, dass du entweder

a) Saudi Arabien für ein einen dem Westen gegenüber willfährigen Staat hältst
b) oder keine Ahnung hast, was Willfährigkeit eigentlich heißt, du das Wort aber so schweinemäßig intellektuell und kritischgeistig findest, dass du es einfach zu gerne verwendest?

Übrigens: schon möglich, dass das Kanzleramt sich nicht zu Badawi geäußert hat. Ich gehe auch davon aus, dass sich BmFSJ, BmF oder das BSprA ebenfalls nichts geäußert haben. Solche Dinge fallen nämlich in die Zuständigkeit des AA. Und siehe da:

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-08/raif-badawi-saudi-arabien-frank-walter-steinmeier-pressefreiheit

Also nochmal: deine Strategie für Saudi Arabien und die dortige Arbeiterbewegung?


An einer Arbeiterbewegung in den arabischen und Maghreb-Staaten hat die *offene Gesellschaft* ebenso wenig Interesse wie die dortigen Herrscherfamilien. Deswegen wurden ja vom Westen auch die Dschihadisten in Gang gesetzt.

Was der Westen tun könnte? Zunächst könnte er einiges unterlassen, z.B. Waffen an Saudi Arabien und Katar zu liefern.

Auch könnte die *freie Welt* aufhören, Taliban, IS, AlQaida sowie Ukrainische Nazis zu pimpern. Das wäre schon sehr viel für's erste. Freilich müsste der Westen dann auch mal seine eigenen blinden Flecken gegen rechts beheben, was wohl selbst für die besten Augenärzte ein schwerer Fall sein dürfte; man denke nur an die NSU-*Aufklärung* ...- Mit den Augen rollen
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"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 32634
Wohnort: Bonn

Beitrag(#2080427) Verfasst am: 26.12.2016, 16:56    Titel: Re: Die *offene Gesellschaft* und ihre (barbarischen) Freunde Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Was der Westen tun könnte? Zunächst könnte er einiges unterlassen, z.B. Waffen an Saudi Arabien und Katar zu liefern.

Aber denk' doch an die ganzen Jobs, die dabei auf dem Spiel stehen!!
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Skeptiker
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Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 12376
Wohnort: Lovetown

Beitrag(#2080428) Verfasst am: 26.12.2016, 17:01    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:
Dank an Skeptiker für den passenden Weihnachts-Thread. Mr. Green


Gerne, ich hoffe, es ergeben sich fruchtbare Gespräche. Auf den Arm nehmen

smallie hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Oder braucht ihr ein bisschen Hilfe bei der Themenstellung? Daß man zurecht beispielsweise kritisieren könnte, wie man mit fragwürdigen Regimen fraternisiert, und gleichzeitig allerdings moralisierend gegenüber anderen Gesellschaften auftritt?

Mir scheint, genau das war Skeptikers Absicht.

Von daher müßtet ihr euch eigentlich einig sein.


So habe ich mich auch verstanden, danke smallie ...- zwinkern
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Skeptiker
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Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 12376
Wohnort: Lovetown

Beitrag(#2080429) Verfasst am: 26.12.2016, 17:15    Titel: Re: Die *offene Gesellschaft* und ihre (barbarischen) Freunde Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Was der Westen tun könnte? Zunächst könnte er einiges unterlassen, z.B. Waffen an Saudi Arabien und Katar zu liefern.

Aber denk' doch an die ganzen Jobs, die dabei auf dem Spiel stehen!!


Das ist eine Debatte, die in den Gewerkschaften und unter den Angestellten und Arbeitern geführt werden muss.

Es gibt einige Initiativen von in- und außerhalb, aber sie müssen noch stärker werden:

http://www.taz.de/%215088302/
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Aktivitaeten-der-Gewerkschafte.272.0.html
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vrolijke
Bekennender Pantheist
Moderator



Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 30929
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Beitrag(#2080450) Verfasst am: 26.12.2016, 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

Mach mal jemand spasseshalbe eine Umfrage.
Auf welchen Betrag die Befragten bereit sind, jährlich drauf zu verzichten, wenn dafür nur Geschäfte gemacht werden mit "nicht-Schurken-Staaten".

Ihr glaubt nicht, wie weit menschliche Gier geht.

Man kann natürlich auch weiterhin an "das Gute im Mensch" glauben. Das gilt aber nicht, wenn Mensch in Masse gemeint ist.
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
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Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, Postfeminist



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 34935
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2080469) Verfasst am: 26.12.2016, 23:13    Titel: Re: Die *offene Gesellschaft* und ihre (barbarischen) Freunde Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Was der Westen tun könnte? Zunächst könnte er einiges unterlassen, z.B. Waffen an Saudi Arabien und Katar zu liefern.

Aber denk' doch an die ganzen Jobs, die dabei auf dem Spiel stehen!!



Jo. Auch die Folterknechte in saudischen Knaesten muessen schliesslich von irgendwas leben. Böse
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Stoppt die Bajuwarisierung der Kurpfalz jetzt!
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater - treibt den Kessel



Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 9835
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2080481) Verfasst am: 27.12.2016, 00:12    Titel: Re: Die *offene Gesellschaft* und ihre (barbarischen) Freunde Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Was der Westen tun könnte? Zunächst könnte er einiges unterlassen, z.B. Waffen an Saudi Arabien und Katar zu liefern.

Aber denk' doch an die ganzen Jobs, die dabei auf dem Spiel stehen!!


Das ist eine Debatte, die in den Gewerkschaften und unter den Angestellten und Arbeitern geführt werden muss.

Es gibt einige Initiativen von in- und außerhalb, aber sie müssen noch stärker werden:

http://www.taz.de/%215088302/
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Aktivitaeten-der-Gewerkschafte.272.0.html


Eine ganz schwierige Kiste. Da geht es ans Eingemachte. Und schon für sich alleine sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall auf der einen und die IG Metall politisch sehr einflussreich. Praktisch kein Kanzler kann es sich aber erlauben, beide in trauter Eintracht gegen sich aufzubringen.
Aber interessant ist auch, dass selbst für heute erklärte AfD-Sympathisanten sehr schnell Schluss mit lustig ist, wenn es da an Besitzstände geht. Da werden in Sachen Saudi-Arabien, Katar und noch so einige andere Länder sämtliche Überzeugungen pronto über Bord geworfen.
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Ausser Hypochondrie habe ich alle Krankheiten.

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AdvocatusDiaboli
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Anmeldungsdatum: 12.08.2003
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Beitrag(#2080483) Verfasst am: 27.12.2016, 00:59    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Mach mal jemand spasseshalbe eine Umfrage.
Auf welchen Betrag die Befragten bereit sind, jährlich drauf zu verzichten, wenn dafür nur Geschäfte gemacht werden mit "nicht-Schurken-Staaten".

Ihr glaubt nicht, wie weit menschliche Gier geht.

Man kann natürlich auch weiterhin an "das Gute im Mensch" glauben. Das gilt aber nicht, wenn Mensch in Masse gemeint ist.


Da "wir" nach Ansicht einiger hier im Forum doch längst selbst zu den Schurkenstaaten gehören, sollten wir nichts mehr importieren oder exportieren. zwinkern Wer braucht schon Bananen?
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AdvocatusDiaboli
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Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 20975
Wohnort: München

Beitrag(#2080484) Verfasst am: 27.12.2016, 01:02    Titel: Re: Die *offene Gesellschaft* und ihre (barbarischen) Freunde Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Was der Westen tun könnte? Zunächst könnte er einiges unterlassen, z.B. Waffen an Saudi Arabien und Katar zu liefern.

Aber denk' doch an die ganzen Jobs, die dabei auf dem Spiel stehen!!


Philosophenjobs an der Uni sicher nicht. zynisches Grinsen
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AdvocatusDiaboli
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Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 20975
Wohnort: München

Beitrag(#2080485) Verfasst am: 27.12.2016, 01:04    Titel: Re: Die *offene Gesellschaft* und ihre (barbarischen) Freunde Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Was der Westen tun könnte? Zunächst könnte er einiges unterlassen, z.B. Waffen an Saudi Arabien und Katar zu liefern.

Aber denk' doch an die ganzen Jobs, die dabei auf dem Spiel stehen!!



Jo. Auch die Folterknechte in saudischen Knaesten muessen schliesslich von irgendwas leben. Böse


Die haben auch Familien. An die denkt natürlich keiner außer mir. Weinen
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AdvocatusDiaboli
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Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 20975
Wohnort: München

Beitrag(#2080496) Verfasst am: 27.12.2016, 11:57    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Kurz, wenn "Westen" mit menschenverachtenden Systemen kooperiert, ist es ein "systemischer Fehler", wenn "Osten" das tut, ist es - ja, was auch immer?

Von "Westen" und "Osten" war in meinem Beitrag überhaupt keine Rede. Mit den Augen rollen


Ich war zu faul, mehr ins Detail zu gehen. Am Ende sind es immer noch die ideologischen Fronten des Kalten Krieges.


Gut, man kann einwenden, dass Staaten wie Russland und China auch nicht den Anspruch haben, Menschenrechte zu schützen. Hingegen führen westliche Staaten Demokratie und MR wie eine Monstranz vor sich her. Da kann man schon höhere moralische Ansprüche an diese stellen. Nur sind Moral und Wohlstand selten miteinander vereinbar. Wenn schon ein Moralstaat wie die BRD im eigenen Land ein diskriminierendes HartzIV-Regime installiert wirken moralische Appelle an andere Staaten wie Heuchelei.
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smallie
Mädchen.



Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 2189

Beitrag(#2080506) Verfasst am: 27.12.2016, 14:03    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Popper war eine extrem konservativer & neoliberaler Philosoph, dem - was viele nicht wissen - auch weniger an einer Weiterentwicklung der Welt gelegen war, sondern eher an der Verteidigung westlicher Dominanz und des fortgesetzten Führens von (Welt-)Ordnungskriegen. Beweis:

Zitat:
POPPER: Unser erstes Ziel heute muß der Friede sein. Der ist sehr schwer zu erreichen in einer Welt wie der unseren, wo Leute wie Saddam Hussein und ähnliche Diktatoren existieren. Wir dürfen hier nicht davor zurückschrecken, für den Frieden Krieg zu führen. Das ist unter den gegenwärtigen Umständen unvermeidbar. Es ist traurig, aber wir müssen es tun, wenn wir unsere Welt retten wollen. Die Entschlossenheit ist hier von entscheidender Bedeutung.

SPIEGEL: Krieg führen, um die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen zu stoppen?

POPPER: Es gibt derzeit nichts Wichtigeres, als die Verbreitung dieser Wahnsinnsbomben zu verhindern, die schon am schwarzen Markt gehandelt werden. Die Staaten der zivilisierten Welt, die nicht verrückt geworden sind, müssen hier zusammenarbeiten. Denn noch einmal: Eine einzige Sacharow-Bombe entspricht der Stärke von mehreren tausend Hiroschima-Bomben. Das heißt, daß in jedem dichtbesiedelten Staat die Detonation einer einzigen Bombe Millionen Opfer fordern würde, ganz abgesehen von den Strahlenopfern, die im Laufe vieler Jahre an den Folgen zugrunde gehen würden. An diese Dinge darf man sich nicht gewöhnen. Hier muß gehandelt werden.

SPIEGEL: Die Amerikaner sollten also erneut gegen Saddam vorgehen, wenn es Anzeichen gibt, daß er sich die Bombe verschafft?

POPPER: Nicht nur gegen Saddam. Es muß eine Art Einsatztruppe der zivilisierten Welt für solche Fälle geben. Im überholten Sinne pazifistisch vorzugehen wäre Unsinn. Wir müssen für den Frieden Kriege führen. Und selbstverständlich in der am wenigsten grausamen Form. Die Verwendung der Bombe muß, da es sich um Gewalt handelt, mit Gewalt verhindert werden.


http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13682439.html

So kenn ich Popper gar nicht. Eine etwas andere Facette.

Das Interview stammt übrigens aus dem Jahr 1992, also kurz nach dem zweiten Golfkrieg. Popper spricht davon, was zu tun wäre, sollte sich Saddam Hussein auf dem Schwarzmarkt eine Fusionsbombe beschaffen. Das sehe ich nicht unbedingt als Imperialismus. Es könnte auch Sorge oder Panik sein. Ist es fies, wenn ich dazu sage, daß Popper damals schon 90 war?


Im Interview findet sich folgende Perle. Es ist ein Lehrstück, wie man moralische Überlegenheit herstellt, in dem man den Gegner dämonisiert. Propagandatypisch ist der großzügige Umgang mit Fakten.


Zitat:
SPIEGEL: Sie meinen das Pokern mit dem Aufstellen sowjetischer Atomraketen 1962 im Kuba des Fidel Castro?

POPPER: Chruschtschow hatte einen vernichtenden Überfall auf die USA geplant. Er wich erst zurück, als die Amerikaner bereit waren anzugreifen.

Der Atomphysiker Andrej Sacharow hat in seinem Buch "Mein Leben" geschrieben, daß sogar "bei künstlich verminderter Stärke" sein superstarkes Produkt, wie er es nannte, die Stärke der Bombe von Hiroschima um mehrere tausendmal überstieg. Von diesen Sprengladungen waren 36 schon nach Kuba gekommen. Wenn man "mehrere" bloß durch drei ersetzt, so sind das 108 000 Hiroschima-Bomben. Das muß man sich einmal vorzustellen versuchen. In seiner Abschiedsrede sagte Gorbatschow, daß es von diesen Bomben rund 30 000 gibt.

Die Kuba-Krise offenbarte, wozu der Marxismus in seiner Zielsetzung fähig war: die gewaltsame Zerstörung des Kapitalismus mit Kernwaffen zu versuchen. Das darf man nie vergessen. Nicht nur Amerika wäre bei diesem Angriff zugrunde gegangen, die ganze Welt wäre im atomaren Strahlenbad zugrunde gegangen - obwohl das einige grauenhafte Jahre gedauert hätte.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13682439.html


Die Geschichte geht ein bisschen anders:

    - UdSSR stationiert Raketen auf Kuba.
    - Vorher hat die NATO Atomwaffen in der Türkei stationiert.
    - Davor hat die UdSSR Atomwaffen in Osteuropa stationiert.
    - Davor hat sich die NATO vorbehalten, auf einen konventionellen Angriff mit Atomwaffen zu antworten.

Am Ende wurden die Raketen aus Kuba abgezogen, weil Kennedy im Gegenzug die Atomwaffen aus der Türkei abzog - im Geheimen.

Woher hat Popper seine Version? Der Verdacht liegt nahe, daß das damals die offizielle Version war und Popper auf die Propaganda hereingefallen ist.



Auf Zahlen reduziert sieht die Sache so aus. Kuba-Krise war 1962.



Wohlwollend ausgelegt sagen die Zahlen, daß die atomare Aufrüstung der USA eine Antwort auf die stalinistische Bedrohung war. Was sie nicht hergeben, ist das marxistische Ziel der gewaltsamen Zerstörung des Kapitalismus mit Kernwaffen.

Warum fällt mir jetzt Orwell ein?
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AdvocatusDiaboli
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Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 20975
Wohnort: München

Beitrag(#2080509) Verfasst am: 27.12.2016, 15:13    Titel: Antworten mit Zitat

Nicht vergessen: Selbst in der Hochzeit des Kalten Krieges haben die weltzerstörenden Marxisten aus der Sowjetunion den imperialistischen Klassenfeind mit Erdgas versorgt. Und Russland setzt das Geschäft fort, obwohl der böse Westen in der Ukraine den Dritten Weltkrieg plante. zwinkern Handel zu beidseitigem Vorteil überwindet auch ideologische Grenzen. Hat Skeptiker bei der Kaderschulung wieder nicht aufgepasst.
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 21826

Beitrag(#2080512) Verfasst am: 27.12.2016, 15:37    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Klassischer Kategorienfehler.
Offene Gesellschaften pflegen Bündnisse mit menschenverachtenden Staaten, ja. Und daß dem so ist sollte kritisiert werden. Aber es ist nicht ein Fehler, der aus der Verfasstheit der offenen Gesellschaft resultiert.

Insofern Karl Poppers Konzept der "Offenen Gesellschaft" Kapitalismus nebst Staatensystem mit einschließt und es hier primär um finanzielle Interessen von Konzernen und Nationalstaaten geht, ist das sehr wohl "ein Fehler, der aus der Verfasstheit der offenen Gesellschaft resultiert".


Woran denken wir, wenn wir über Kommunismus diskutieren? An die MEW? Enver Hodscha? Lenin? Stalin? Mao? Honecker? Den lachhaften Kim Jong il? Oder Pol Pot?

Wir diskutieren vor dem Hintergrund dieses Jahrzehnts, in dem Meinungsfreiheit, Selbstbestimmung oder Toleranz gegenüber autoritären, völkischen Ideen anscheinend weltweit an Attraktivität verlieren. Das sind ein paar Grundzüge der offenen Gesellschaft.
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zelig
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Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 21826

Beitrag(#2080513) Verfasst am: 27.12.2016, 15:48    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:
Insofern sollte der Threadtitel ganz ausgeschrieben eher lauten: "Die offene Gesellschaft hält sich für moralisch überlegen, pflegt aber trotzdem ihre (barbarischen) Freunde."


Ich weiß nicht wie er heißen sollte, jede/r kann den Titel selbst wählen. Aber sagen wir so, in die Kritik über den bigotten Trauermasch zu Charly Hebdo würde ich miteinstimmen.
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 9843

Beitrag(#2080521) Verfasst am: 27.12.2016, 16:50    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Nicht vergessen: Selbst in der Hochzeit des Kalten Krieges haben die weltzerstörenden Marxisten aus der Sowjetunion den imperialistischen Klassenfeind mit Erdgas versorgt. Und Russland setzt das Geschäft fort, obwohl der böse Westen in der Ukraine den Dritten Weltkrieg plante. zwinkern Handel zu beidseitigem Vorteil überwindet auch ideologische Grenzen.

https://www.youtube.com/watch?v=7dRliYlRljA

zwinkern
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Hebart
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Anmeldungsdatum: 09.12.2015
Beiträge: 431

Beitrag(#2080617) Verfasst am: 28.12.2016, 01:41    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Nicht vergessen: Selbst in der Hochzeit des Kalten Krieges haben die weltzerstörenden Marxisten aus der Sowjetunion den imperialistischen Klassenfeind mit Erdgas versorgt. Und Russland setzt das Geschäft fort, obwohl der böse Westen in der Ukraine den Dritten Weltkrieg plante. zwinkern Handel zu beidseitigem Vorteil überwindet auch ideologische Grenzen.

https://www.youtube.com/watch?v=7dRliYlRljA

zwinkern


Ein zu optimistischer Zukunftsausblick... leider...
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Anmeldungsdatum: 09.12.2015
Beiträge: 431

Beitrag(#2080619) Verfasst am: 28.12.2016, 01:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hebart hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Nicht vergessen: Selbst in der Hochzeit des Kalten Krieges haben die weltzerstörenden Marxisten aus der Sowjetunion den imperialistischen Klassenfeind mit Erdgas versorgt. Und Russland setzt das Geschäft fort, obwohl der böse Westen in der Ukraine den Dritten Weltkrieg plante. zwinkern Handel zu beidseitigem Vorteil überwindet auch ideologische Grenzen.

https://www.youtube.com/watch?v=7dRliYlRljA

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Ein zu optimistischer Zukunftsausblick... leider...

https://www.youtube.com/watch?v=Q0l4TP7qaZ4
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tillich (epigonal)
schiebt den Wal



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 14774

Beitrag(#2080639) Verfasst am: 28.12.2016, 13:44    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde lieber nicht.
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Gelobt sei der große und allbarmherzige Bananenaufhänger,
der uns die Früchte in die Bäume hängt!
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 9843

Beitrag(#2080646) Verfasst am: 28.12.2016, 14:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hebart hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Nicht vergessen: Selbst in der Hochzeit des Kalten Krieges haben die weltzerstörenden Marxisten aus der Sowjetunion den imperialistischen Klassenfeind mit Erdgas versorgt. Und Russland setzt das Geschäft fort, obwohl der böse Westen in der Ukraine den Dritten Weltkrieg plante. zwinkern Handel zu beidseitigem Vorteil überwindet auch ideologische Grenzen.

https://www.youtube.com/watch?v=7dRliYlRljA

zwinkern


Ein zu optimistischer Zukunftsausblick... leider...

Das am Ende des Videos ("Evangelium", "Antlitz Gottes") und die Heilsversprechung stellt sich selbst in eine Ecke, das ist eher eine heutige Form der Religion(Markt/Technik/Fortschritts-Glaube).
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Gödelchen
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Anmeldungsdatum: 17.11.2016
Beiträge: 118

Beitrag(#2080771) Verfasst am: 29.12.2016, 19:07    Titel: Philou 23 Antworten mit Zitat

Wenn wir weiter in unseren Schuhen auf dem Weg in die Zukunft gehen wollen, dann sollten wir darauf achten die Schuhe zu schnüren und nicht mit offenen durch die Gegend zu latschen.
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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
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Beitrag(#2080785) Verfasst am: 29.12.2016, 22:16    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Woran denken wir, wenn wir über Kommunismus diskutieren?

Das ist mir doch egal, was in deinem persönlichen Kopfkino abgeht, wenn du das Wort Kommunismus hörst. Ich habe etwas über Kapitalismus gesagt, über den überhaupt kritisch nachzudenken du dich anscheinend auf diese Weise weigerst.
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Beitrag(#2080816) Verfasst am: 30.12.2016, 09:02    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Woran denken wir, wenn wir über Kommunismus diskutieren?

Das ist mir doch egal, was in deinem persönlichen Kopfkino abgeht, wenn du das Wort Kommunismus hörst. Ich habe etwas über Kapitalismus gesagt, über den überhaupt kritisch nachzudenken du dich anscheinend auf diese Weise weigerst.


zelig hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Klassischer Kategorienfehler.
Offene Gesellschaften pflegen Bündnisse mit menschenverachtenden Staaten, ja. Und daß dem so ist sollte kritisiert werden. Aber es ist nicht ein Fehler, der aus der Verfasstheit der offenen Gesellschaft resultiert.

Insofern Karl Poppers Konzept der "Offenen Gesellschaft" Kapitalismus nebst Staatensystem mit einschließt und es hier primär um finanzielle Interessen von Konzernen und Nationalstaaten geht, ist das sehr wohl "ein Fehler, der aus der Verfasstheit der offenen Gesellschaft resultiert".


Woran denken wir, wenn wir über Kommunismus diskutieren? An die MEW? Enver Hodscha? Lenin? Stalin? Mao? Honecker? Den lachhaften Kim Jong il? Oder Pol Pot?

Wir diskutieren vor dem Hintergrund dieses Jahrzehnts, in dem Meinungsfreiheit, Selbstbestimmung oder Toleranz gegenüber autoritären, völkischen Ideen anscheinend weltweit an Attraktivität verlieren. Das sind ein paar Grundzüge der offenen Gesellschaft.


Um den Zusammenhang zu Deinem Kopfkino über die offene Gesellschaft herzustellen. Aber wo Du recht hast, das könnte mir eigentlich auch egal sein.
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quadium
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Beitrag(#2080830) Verfasst am: 30.12.2016, 13:48    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Mach mal jemand spasseshalbe eine Umfrage.
Auf welchen Betrag die Befragten bereit sind, jährlich drauf zu verzichten, wenn dafür nur Geschäfte gemacht werden mit "nicht-Schurken-Staaten".

Ihr glaubt nicht, wie weit menschliche Gier geht.


Das interessiert mich jetzt. Immer ran mit Deinem Insiderwissen!
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vrolijke
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Beitrag(#2080831) Verfasst am: 30.12.2016, 13:49    Titel: Antworten mit Zitat

quadium hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Mach mal jemand spasseshalbe eine Umfrage.
Auf welchen Betrag die Befragten bereit sind, jährlich drauf zu verzichten, wenn dafür nur Geschäfte gemacht werden mit "nicht-Schurken-Staaten".

Ihr glaubt nicht, wie weit menschliche Gier geht.


Das interessiert mich jetzt. Immer ran mit Deinem Insiderwissen!

Lese es noch mal.
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Tarvoc
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Beitrag(#2080834) Verfasst am: 30.12.2016, 14:09    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Um den Zusammenhang zu Deinem Kopfkino über die offene Gesellschaft herzustellen.

Willst du bestreiten, dass Kapitalismus zu Poppers Konzeption der offenen Gesellschaft dazugehört? Mit den Augen rollen
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zelig
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Beitrag(#2080836) Verfasst am: 30.12.2016, 14:31    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Um den Zusammenhang zu Deinem Kopfkino über die offene Gesellschaft herzustellen.

Willst du bestreiten, dass Kapitalismus zu Poppers Konzeption der offenen Gesellschaft dazugehört? :roll:


Willst Du bestreiten, daß der Begriff in einem politisch veränderten Kontext angegriffen wird?
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Tarvoc
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Beitrag(#2080841) Verfasst am: 30.12.2016, 15:33    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Um den Zusammenhang zu Deinem Kopfkino über die offene Gesellschaft herzustellen.

Willst du bestreiten, dass Kapitalismus zu Poppers Konzeption der offenen Gesellschaft dazugehört? Mit den Augen rollen

Willst Du bestreiten, daß der Begriff in einem politisch veränderten Kontext angegriffen wird?

Ich sehe das Argument nicht. Als ob sich die aufgezeigten Widersprüche und Problematiken von Poppers Begriff der offenen Gesellschaft nur dadurch von selbst auflösen, dass sich der politische Kontext ändert.
Ich nehme mal nicht an, dass du du hier gerade für die Stillstellung von Ideologiekritik zum Zweck der Aufrechterhaltung des Status Quo plädierst. Nur weiss ich leider nicht, was du mit dieser Bemerkung sonst willst.
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