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Staat im Po: Mexiko
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AdvocatusDiaboli
verschläft den Diskurs



Anmeldungsdatum: 12.08.2003
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Wohnort: München

Beitrag(#2082228) Verfasst am: 11.01.2017, 16:19    Titel: Staat im Po: Mexiko Antworten mit Zitat

In Mexiko protestieren die Massen gegen Korruption, Preiserhöhungen und die unfähige Elite. Mexiko ist wirtschaftlich abhängig von den USA. Trumps angekündigte Politik wird die Krise noch verschärfen. Ich befürchte schon seit dem Drogenkrieg, dass Mexiko zu einem Failed State wird. Über 50 Millionen Menschen an der Armutsgrenze werden nicht auf ewig tatenlos bleiben.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/mexiko-proteste-gegen-regierung-wegen-preiserhoehungen-a-1129497.html

Wie seht Ihr die Zukunft Mexikos?
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Was dem Ockham sein Rasiermesser, ist dem Addi sein Hackebeil.

"Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite" Deniz Y.

"Gott vergisst, Addi nie."
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater - treibt den Kessel



Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 10325
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2082231) Verfasst am: 11.01.2017, 16:47    Titel: Re: Staat im Po: Mexiko Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
In Mexiko protestieren die Massen gegen Korruption, Preiserhöhungen und die unfähige Elite. Mexiko ist wirtschaftlich abhängig von den USA. Trumps angekündigte Politik wird die Krise noch verschärfen. Ich befürchte schon seit dem Drogenkrieg, dass Mexiko zu einem Failed State wird. Über 50 Millionen Menschen an der Armutsgrenze werden nicht auf ewig tatenlos bleiben.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/mexiko-proteste-gegen-regierung-wegen-preiserhoehungen-a-1129497.html

Wie seht Ihr die Zukunft Mexikos?


Ich persönlich sehe aber für Mexiko rabenschwarz. Bei so viel Korruption und den Problemen mit den Drogenkartellen kann man schon jetzt nicht wirklich von einem Land mit einer "staatlichen Ordnung" sprechen. Es bleibt auch abzuwarten, welche Rolle Russland und China da spielen werden. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die USA möglicherweise mit Trum einen aussenpolitisch eher schwachen Präsidenten von Putins Gnaden haben werden.

Ansonsten: Mexiko ist ein südländisch geprägtes Land. Die Staats- und Regierungschefs sind sehr oft Maulhelden, die eine blumige und kraftmeierische Sprache sprechen - aber nichts von ihren vollmundigen Versprechungen und grossspurigen Ankündigungen umsetzen.
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Ich fordere: JEDEM VOLLPFOSTEN SEIN EIGENES "Mimi-Mimi!"
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schtonk
Korinthenliegenlasser
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Beiträge: 9418

Beitrag(#2082235) Verfasst am: 11.01.2017, 17:25    Titel: Re: Staat im Po: Mexiko Antworten mit Zitat

sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
In Mexiko protestieren die Massen gegen Korruption, Preiserhöhungen und die unfähige Elite. Mexiko ist wirtschaftlich abhängig von den USA. Trumps angekündigte Politik wird die Krise noch verschärfen. Ich befürchte schon seit dem Drogenkrieg, dass Mexiko zu einem Failed State wird. Über 50 Millionen Menschen an der Armutsgrenze werden nicht auf ewig tatenlos bleiben.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/mexiko-proteste-gegen-regierung-wegen-preiserhoehungen-a-1129497.html

Wie seht Ihr die Zukunft Mexikos?


Ich persönlich sehe aber für Mexiko rabenschwarz. Bei so viel Korruption und den Problemen mit den Drogenkartellen kann man schon jetzt nicht wirklich von einem Land mit einer "staatlichen Ordnung" sprechen. Es bleibt auch abzuwarten, welche Rolle Russland und China da spielen werden. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die USA möglicherweise mit Trum einen aussenpolitisch eher schwachen Präsidenten von Putins Gnaden haben werden.

Ansonsten: Mexiko ist ein südländisch geprägtes Land. Die Staats- und Regierungschefs sind sehr oft Maulhelden, die eine blumige und kraftmeierische Sprache sprechen - aber nichts von ihren vollmundigen Versprechungen und grossspurigen Ankündigungen umsetzen.

Ich sehe da auch schwarz, obwohl ich gestehen muss, nicht umfassend über Mexikos Probleme informiert zu sein.
Ab und zu kann man etwas über diese Land lesen (s. mein Signatur), oder man sieht einen Bericht im TV.
Jedoch reichen die paar Informationen mir aus, um sehr pessimistisch zu sein.
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Es ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von allen. - Karl Valentin
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
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Beitrag(#2082239) Verfasst am: 11.01.2017, 17:51    Titel: Re: Staat im Po: Mexiko Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Ich befürchte schon seit dem Drogenkrieg, dass Mexiko zu einem Failed State wird.

Der war on drugs ist ein US-Krieg, zwingt die jemand diesen (so) zu führen?
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Religionskritik-Wiesbaden
homo est creator Dei



Anmeldungsdatum: 04.11.2008
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Beitrag(#2082245) Verfasst am: 11.01.2017, 18:44    Titel: Warten, warten - bald kommt Trump mit den Beilchen, dem Hacke-hacke-Beilchen Antworten mit Zitat

Failed State?,

das dauert. Ein entscheidendes Kriterium war ja bisher immer das Bevölkerungswachstum eines Staates.
Mexiko konnte sein Plus zu einem Gutteil immer an die USA abgeben.
Dies wird es nun nur schwer können - zumindest auf 4 Jahre.

Bisher war das Bevölkerungswachstum von Mexiko daher zwar kritisch,
aber immer noch nicht so wie bei Krisenstaaten im arabischen Raum, wo es derzeit kracht, knirscht und scheppert.

Mexiko geschätzt 2014:
Bevölkerungswachstum: 1,21% (2014 est.)
http://www.indexmundi.com/de/mexiko/bevolkerungswachstum.html

Syrien hatte vor dem Krieg über einen längeren Zeitraum ein Wachstum größer 2,
und dann sind halt für die vielen Jungen nicht genügend Jobs.
http://www.indexmundi.com/g/g.aspx?c=sy&v=24&l=de

Da sich so ein Druck über Jahre aufbaut,
rechne ich erst in paar Jahren mit einer Explosion des Kessels,
vielleicht erst in 10 Jahren.
Aber nur wenn Trump und seine Politik noch eine Wiederwahl schaffen,
also 8 Jahre der Deckel drauf bleibt.

Es liegt halt aber auch nicht alleine Trump
- Mexiko wie auch andere derartig bedrohte Länder können ja auch selbst etwas gegen diese Krise der Jugendmasse tun. Aber in einem katholischen Land ist das halt schwer.
Schulterzucken
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sehr gut
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Beitrag(#2082248) Verfasst am: 11.01.2017, 19:20    Titel: ... Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Syrien hatte vor dem Krieg über einen längeren Zeitraum ein Wachstum größer 2,
und dann sind halt für die vielen Jungen nicht genügend Jobs.
http://www.indexmundi.com/g/g.aspx?c=sy&v=24&l=de

Da sich so ein Druck über Jahre aufbaut,
rechne ich erst in paar Jahren mit einer Explosion des Kessels,
vielleicht erst in 10 Jahren.

Flüchtlinge (Irakkrieg..) wurden in Syrien nicht mit zur Bevölkerung gezählt: Da beide Länder die Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 nicht unterzeichnet haben ist der Status der Flüchtlinge immer noch der von Gästen oder Touristen.

""Nach Schätzung des UN-Hochkommissars für Flüchtlinge (UNHCR) Antonio Guterres befinden sich mindestens 1.8 Mio. Vertriebene im Irak sowie etwa 2.2 Mio. als Flüchtlinge in der Nahost Region. (...) Die überwiegende Mehrheit befindet sich in Syrien (1,5 Mio. bei einer Einwohnerzahl von 18 Mio.) und Jordanien."
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Religionskritik-Wiesbaden
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Beitrag(#2082249) Verfasst am: 11.01.2017, 19:42    Titel: Bevölkerungswachstumskrise Teil II Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Syrien hatte vor dem Krieg über einen längeren Zeitraum ein Wachstum größer 2,
und dann sind halt für die vielen Jungen nicht genügend Jobs.
http://www.indexmundi.com/g/g.aspx?c=sy&v=24&l=de

Da sich so ein Druck über Jahre aufbaut,
rechne ich erst in paar Jahren mit einer Explosion des Kessels,
vielleicht erst in 10 Jahren.

Flüchtlinge (Irakkrieg..) wurden in Syrien nicht mit zur Bevölkerung gezählt: Da beide Länder die Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 nicht unterzeichnet haben ist der Status der Flüchtlinge immer noch der von Gästen oder Touristen.

""Nach Schätzung des UN-Hochkommissars für Flüchtlinge (UNHCR) Antonio Guterres befinden sich mindestens 1.8 Mio. Vertriebene im Irak sowie etwa 2.2 Mio. als Flüchtlinge in der Nahost Region. (...) Die überwiegende Mehrheit befindet sich in Syrien (1,5 Mio. bei einer Einwohnerzahl von 18 Mio.) und Jordanien."


mmh,
vom IS weiß man ja - dass dieser vor allem aus sunnitischen EX-Irakern gebildet wurde.

Bei den Flüchtlingen trotz ihrer großen Zahl bin ich mir nicht so sicher - in wie weit diese destabilisierend wirkend. Flüchtlingsaufstände hatten Syrien und Jordanien ja schon früher bei den Palästinensern.

Flüchtlinge sind in den meisten Ländern dort vom Arbeitsmarkt oder Weiterbildungsmöglichkeiten weitestgehend ausgeschlossen - die Afghanen im Iran sind hierfür ein Beispiel.
Die UN und NGOs kümmern sich 'dürftig' um diese.

Sie befinden sich also nicht in direkter Konkurrenz zu den anderen, vielleicht gleichaltrigen jungen Syrern. Diese waren sich selbst Konkurrenz genug auf dem dünnen Arbeitsmarkt,
dann noch der von Dir gepostete Hinweis auf die Dürreperiode - und es war genug Druck im Kessel.

Selbst wenn es also Dürre und Irakkrieg nicht gegen hätte - bei gleichbleibenden Bevölkerungswachstum wäre eine Krise irgendwann auch gekommen.
In den Staaten des Maghreb sieht es ähnlich düster aus.

Die eigentliche Katastrophe geht demnächst vom Gazastreifen aus.
In spätestens 5 Jahren geht es dort los - oder man findet eine Migrationslösung für die zu vielen Menschen dort.
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2083639) Verfasst am: 26.01.2017, 03:02    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.spiegel.de/politik/ausland/mexiko-wuetende-reaktionen-auf-trumps-anordnung-zum-mauerbau-a-1131753.html

In Mexiko führt Trumps Ankündigung des Mauerbaus zu heftigen Reaktionen. Präsident Peña Nieto soll seine geplante USA-Reise abblasen, fordern Politiker aller Parteien. Die Mauer scheint die Mexikaner vorübergehend zu einen. Diese lenkt natürlich auch von innenpolitischen Problemen ab. Mexiko ist abhängig von der Wirtschaftsmacht USA. Rund 80% der mexikanischen Exporte gehen in die USA.
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 6034

Beitrag(#2083661) Verfasst am: 26.01.2017, 12:07    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/mexiko-wuetende-reaktionen-auf-trumps-anordnung-zum-mauerbau-a-1131753.html

In Mexiko führt Trumps Ankündigung des Mauerbaus zu heftigen Reaktionen. Präsident Peña Nieto soll seine geplante USA-Reise abblasen, fordern Politiker aller Parteien. Die Mauer scheint die Mexikaner vorübergehend zu einen. Diese lenkt natürlich auch von innenpolitischen Problemen ab. Mexiko ist abhängig von der Wirtschaftsmacht USA. Rund 80% der mexikanischen Exporte gehen in die USA.


Nimmt man das in Mrd. $, ist der Unterschied zwischen US-Exporten nach Mexiko und Mexiko-Exporten in die USA nicht mehr so krass: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bild-1131514-1098575.html
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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

Friedrich Nietzsche
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 37390
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2083692) Verfasst am: 26.01.2017, 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/mexiko-wuetende-reaktionen-auf-trumps-anordnung-zum-mauerbau-a-1131753.html

In Mexiko führt Trumps Ankündigung des Mauerbaus zu heftigen Reaktionen. Präsident Peña Nieto soll seine geplante USA-Reise abblasen, fordern Politiker aller Parteien. Die Mauer scheint die Mexikaner vorübergehend zu einen. Diese lenkt natürlich auch von innenpolitischen Problemen ab. Mexiko ist abhängig von der Wirtschaftsmacht USA. Rund 80% der mexikanischen Exporte gehen in die USA.


Ich kenne da jetzt so ad hoc keine Zahlen, vermute aber stark, dass ein grosser Teil der mexikanischen Exporte in die USA aus Erdoel besteht.

Wer ist da jetzt von wem abhaengig?

Vielleicht sollten sich Kanada und Mexiko zusammentun und dem Trump immer dann, wenn er zu frech wird, einfach den Oelhahn zudrehen? Sehr glücklich
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“Authoritarian agendas have gone too far.” (Lindsay Shepherd)------------ Stoppt die Bajuwarisierung der Kurpfalz jetzt!
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AdvocatusDiaboli
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Anmeldungsdatum: 12.08.2003
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Wohnort: München

Beitrag(#2083700) Verfasst am: 26.01.2017, 21:24    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/mexiko-wuetende-reaktionen-auf-trumps-anordnung-zum-mauerbau-a-1131753.html

In Mexiko führt Trumps Ankündigung des Mauerbaus zu heftigen Reaktionen. Präsident Peña Nieto soll seine geplante USA-Reise abblasen, fordern Politiker aller Parteien. Die Mauer scheint die Mexikaner vorübergehend zu einen. Diese lenkt natürlich auch von innenpolitischen Problemen ab. Mexiko ist abhängig von der Wirtschaftsmacht USA. Rund 80% der mexikanischen Exporte gehen in die USA.


Ich kenne da jetzt so ad hoc keine Zahlen, vermute aber stark, dass ein grosser Teil der mexikanischen Exporte in die USA aus Erdoel besteht.

Wer ist da jetzt von wem abhaengig?

Vielleicht sollten sich Kanada und Mexiko zusammentun und dem Trump immer dann, wenn er zu frech wird, einfach den Oelhahn zudrehen? Sehr glücklich


Ölimporte der USA aus Mexiko sind vergleichsweise gering. Die machen etwa 6-7% aus. da liefert Venezuela derzeit noch mehr. Kanada exportiert allerdings fünfmal soviel Öl in die USA wie Mexiko. Sprich doch mal freundlich mit Herrn Trudeau... Sehr glücklich

Quelle:
https://www.eia.gov/dnav/pet/pet_move_impcus_a2_nus_ep00_im0_mbbl_m.htm


Mexiko liefert vor allem Autos und Elektrogeräte - die werden auch gleich hinter der Grenze produziert...
https://ustr.gov/countries-regions/americas/mexico

Zitat:
Imports

Mexico was the United States' 3rd largest supplier of goods imports in 2015.

U.S. goods imports from Mexico totaled $295 billion in 2015, up 0.2% ($667 million) from 2014, and up 73% from 2005. U.S. imports from Mexico are up 638% from 1993 (pre-NAFTA). U.S. imports from Mexico are up 638% from 1993 (pre-NAFTA).

The top import categories (2-digit HS) in 2015 were: vehicles ($74 billion), electrical machinery ($63 billion), machinery ($49 billion), mineral fuels ($14 billion), and optical and medical instruments ($12 billion).


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unquest
weißer, privilegierter und heteronormativer Mann



Anmeldungsdatum: 10.10.2010
Beiträge: 3030
Wohnort: 2311 N. Los Robles Avenue in Pasadena

Beitrag(#2083706) Verfasst am: 26.01.2017, 22:12    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/mexiko-wuetende-reaktionen-auf-trumps-anordnung-zum-mauerbau-a-1131753.html

In Mexiko führt Trumps Ankündigung des Mauerbaus zu heftigen Reaktionen. Präsident Peña Nieto soll seine geplante USA-Reise abblasen, fordern Politiker aller Parteien. Die Mauer scheint die Mexikaner vorübergehend zu einen. Diese lenkt natürlich auch von innenpolitischen Problemen ab. Mexiko ist abhängig von der Wirtschaftsmacht USA. Rund 80% der mexikanischen Exporte gehen in die USA.

Frei nach Friedman könnte man gegen den Mauerbau sein. Illegale Einwanderung ist eine win-win-win Situation. Der illegale profitiert, da er besser lebt (sonst würde er heimkehren). Der amerikanische Mittelstand kann sich Hausangestellte leisten. Und der Staat ist zu keinerlei Leistungen verpflichtet.

Gleichzeitig gilt aber politisch, dass es kein Recht zur Einwanderung gibt. Worüber regen sich die Mexikaner also auf? Über die Mauer haben sie kein Recht sich aufzuregen; höchstens über die Forderung an den Kosten beteiligt zu werden. Das kann ich wiederum verstehen, denn ein Staat darf ja seinen Bürgern nicht verbieten ihr Land zu verlassen.
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Religionskritik-Wiesbaden
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Beitrag(#2085924) Verfasst am: 13.02.2017, 19:34    Titel: 20.000 Gerechte und Millionen Schafe - Mexiko zeigt sein Desinteresse Antworten mit Zitat

In Mexiko gibt es wohl keine relevante Zivilgesellschaft,
die gegen einen Mauerbau ist.
Klingt hart,
aber wenn ich lese oder wie heute Morgen im DLF höre,
das zu einer Großdemonstration in Mexiko Stadt gegen den Mauerbau und die Trumpsche Antimexikanerpolitik nur 20.000 Menschen an einem Sonntag auf die Straße gehen,
dann sollte uns - fern dieser Grenze - das ganze auch am Arsch vorbeigehen,
so wie es wohl den meisten Mexikanern an dem selbigen.

Zitat:
Großdemonstrationen gegen Donald Trump
Tausende Mexikaner haben ihren Unmut gegen die Politik von US-Präsident Trump gezeigt: In Sprechchören und auf Plakaten forderten die Demonstranten Brücken statt Mauern.

Rund 20.000 Demonstranten trafen sich in Mexiko-Stadt, sie forderten von dem US-Präsidenten mehr Respekt vor ihrem Land.

Die überwiegend in weiß gekleideten Demonstranten riefen in Sprechchören: "Wir wollen Brücken, keine Mauern."


Mit den Augen rollen

20.000 bei einer Stadt von 9 Millionen und 20 Millionen im Ballungsraum,
das ist ein Witz,
und auch journalistisch nicht als Großdemonstration zu bezeichnen.
Mancher Fußballverein in Mexiko mobilisiert mehr Menschen -
und wenn der Papst oder ein anderer katholischer Paradiesvogel vorbei schleicht,
da robben sie zu Millionen hin.

Wenn man sich zudem vor Augen führt,
das es in Mexiko eine gute Kommunikationsstruktur gibt,
eine relativ zu anderen Ländern der Region normal entwickelte Schulbildung,
dann ist dies um so erstaunlicher.
Zudem gibt es nicht gerade wenige NGOs vor Ort.

Und trotzdem nur 20.000 Demonstranten.
Offensichtlich muss eine Mauer erst da sein - damit man sie 'begreifen' kann.

Nur zum Vergleich,
in Rumänien demonstrieren derzeit Hundertausende,
das sind berichtenswerte Großdemonstrationen.

Meine Antwort auf Mexiko:
Solange sie sich selbst nicht erkennbar für 'ihre' vermeintlichen Probleme interessieren,
beschäftige ich mich lieber mit europäischen Fragestellungen,
eher mit Rumänien,
als mit so einem Mauerbauprojekt an ferner, ferner Grenze,
oder dem Trumpschen Mexikanerbashing.
Es scheint ja selbst für die Betroffenen wichtigeres zu geben.

@mitlesende Journalisten
die Überschrift hätte eigentlich heißen müssen,

Nur 20.000 Demonstranten gegen Donald Trump
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sehr gut
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Beitrag(#2085930) Verfasst am: 13.02.2017, 20:33    Titel: Re: 20.000 Gerechte und Millionen Schafe - Mexiko zeigt sein Desinteresse Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Offensichtlich muss eine Mauer erst da sein - damit man sie 'begreifen' kann.

Ist nicht so das zwischen USA+Mexiko jetzt keine Grenzbefestigungen existieren würden


(rechts Mexiko, links USA)

Eine "Mauer" würde aber den bereits existierenden Aufwand erhöhen die Grenze 'illegal' überschreiten zu können bzw für noch mehr wie bisher dies nicht mehr zu ermöglichen.

Das ganze ist auch kein neues (Wahlkampf)-Thema: "Die illegale Einwanderung wurde erstmals 1992 im Wahlkampf zwischen Präsident George Bush und Bill Clinton zum hart umstrittenen Politikfeld. Nach der Wahl Clintons machten republikanische Abgeordnete die Einwanderung zum Thema der Kritik am demokratischen Präsidenten. Clinton reagierte darauf mit dem Ausbau der Grenzschutzanlagen." (wiki)
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Religionskritik-Wiesbaden
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Beitrag(#2085974) Verfasst am: 14.02.2017, 00:16    Titel: Re: 20.000 Gerechte und Millionen Schafe - Mexiko zeigt sein Desinteresse Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Offensichtlich muss eine Mauer erst da sein - damit man sie 'begreifen' kann.

Ist nicht so das zwischen USA+Mexiko jetzt keine Grenzbefestigungen existieren würden

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/91/Border_Mexico_USA.jpg/640px-Border_Mexico_USA.jpg
(rechts Mexiko, links USA)

Eine "Mauer" würde aber den bereits existierenden Aufwand erhöhen die Grenze 'illegal' überschreiten zu können bzw für noch mehr wie bisher dies nicht mehr zu ermöglichen.

Das ganze ist auch kein neues (Wahlkampf)-Thema: "Die illegale Einwanderung wurde erstmals 1992 im Wahlkampf zwischen Präsident George Bush und Bill Clinton zum hart umstrittenen Politikfeld. Nach der Wahl Clintons machten republikanische Abgeordnete die Einwanderung zum Thema der Kritik am demokratischen Präsidenten. Clinton reagierte darauf mit dem Ausbau der Grenzschutzanlagen." (wiki)


ja,
wobei es noch zwei Tage dazu noch diese sehr 'schöne' oder besser 'gut' gemachte Dokumentation in der ARTE Mediathek gibt:

http://www.arte.tv/guide/de/054726-000-A/broken-land
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sehr gut
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Beitrag(#2086038) Verfasst am: 14.02.2017, 20:00    Titel: Re: 20.000 Gerechte und Millionen Schafe - Mexiko zeigt sein Desinteresse Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
ja,
wobei es noch zwei Tage dazu noch diese sehr 'schöne' oder besser 'gut' gemachte Dokumentation in der ARTE Mediathek gibt:

http://www.arte.tv/guide/de/054726-000-A/broken-land

Danke Smilie , eine »'schöne' oder besser 'gut' gemachte Dokumentation«
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Beitrag(#2094427) Verfasst am: 10.05.2017, 01:41    Titel: Antworten mit Zitat

http://edition.cnn.com/2017/05/09/americas/mexico-second-deadliest-conflict-2016/index.html

Zitat:
It was the second deadliest conflict in the world last year, but it hardly registered in the international headlines. As Syria, Iraq and Afghanistan dominated the news agenda, Mexico's drug wars claimed 23,000 lives during 2016 -- second only to Syria, where 50,000 people died as a result of the civil war.


Weinen
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Beitrag(#2105065) Verfasst am: 20.08.2017, 02:45    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.sueddeutsche.de/panorama/mexiko-alles-total-ausser-kontrolle-1.3627921

Zitat:
Mehr als 12 000 Menschen sind alleine in den ersten sieben Monaten 2017 von den Drogenkartellen in Mexiko schon ermordet worden.


Mexiko erlebt Gewalt ungeheuren Ausmaßes für die Drogensüchtigen in den USA... Die Verteilungskämpfe unter den Banden werden härter, selbst das Militär ist hilflos.
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Anmeldungsdatum: 23.03.2015
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Beitrag(#2116643) Verfasst am: 04.12.2017, 12:33    Titel: Antworten mit Zitat

Etwas weiter südlich von Mexiko sieht es nicht viel besser aus.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-12/praesidentschaftswahlen-honduras-massenproteste-juan-orlando-hernandez-wahlfaelschung schrieb:

Zitat:
Präsidentschaftswahl stürzt Honduras ins Chaos

Zitat:
Das Land mit seinen acht Millionen Einwohnern gilt als eines der ärmsten und gefährlichsten in Mittelamerika. In den vergangenen Tagen kam es auch zu Plünderungen.

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72. Generalversammlung der Vereinten Nationen, Presse-Mitteilung
http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 2304

Beitrag(#2122091) Verfasst am: 15.01.2018, 23:52    Titel: Venezuela Antworten mit Zitat

Auch Venezuela steht kurz vor der Staats-Pleite, obwohl das Land riesige Öl-Reserven hat.
Die sozialistische Regierung hat eine galoppierende Inflation produziert und das Land ruiniert.
Supermärkte werden geplündert.

https://www.welt.de/politik/ausland/article172515692/Venezuela-Mehrere-Menschen-waehrend-schwerer-Militaeroperation-getoetet.html
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72. Generalversammlung der Vereinten Nationen, Presse-Mitteilung
http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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Wilson
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Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 9501
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2122092) Verfasst am: 15.01.2018, 23:59    Titel: Antworten mit Zitat

https://amerika21.de/2018/01/193290/venezuela-reiseverkehr-aussenhandel
auch interessant i diesem zusammenhang:
Zitat:


Der Schmuggel mit subventionierten Lebensmittel aus Venezuela auf die besagten Inseln ist von der venezolanischen Journalistin Madelaine García dokumentiert worden. Sie fand in Supermärkten von Aruba Lebensmittel aus Venezuela, die dort zu weit überhöhten Preisen weiterverkauft werden. Als Beleg fotografierte sie venezolanischen Tunfisch in Büchsen und veröffentlichte das Material auf ihrer Twitter-Seite.


steht einiges dort über venezuela, aber "die (springer) welt" ist natürlich fraglos eine ausreichende sowie unhinterfragbare quelle.

ach und zu mexiko:

https://amerika21.de/2018/01/193259/mexiko-praesidentschaftswahl
In Mexiko kann die Linke gewinnen
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unquest
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Beitrag(#2122094) Verfasst am: 16.01.2018, 00:52    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
https://amerika21.de/2018/01/193290/venezuela-reiseverkehr-aussenhandel
auch interessant i diesem zusammenhang:
Zitat:


Der Schmuggel mit subventionierten Lebensmittel aus Venezuela auf die besagten Inseln ist von der venezolanischen Journalistin Madelaine García dokumentiert worden. Sie fand in Supermärkten von Aruba Lebensmittel aus Venezuela, die dort zu weit überhöhten Preisen weiterverkauft werden. Als Beleg fotografierte sie venezolanischen Tunfisch in Büchsen und veröffentlichte das Material auf ihrer Twitter-Seite.


steht einiges dort über venezuela, aber "die (springer) welt" ist natürlich fraglos eine ausreichende sowie unhinterfragbare quelle.

ach und zu mexiko:

https://amerika21.de/2018/01/193259/mexiko-praesidentschaftswahl
In Mexiko kann die Linke gewinnen

Was ist daran interessant? Niemand würde bestreiten, dass sich auch im Sozialismus Märkte bilden, auch wenn sie dort Schwarzmarkt heissen.
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Wilson
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Beitrag(#2122095) Verfasst am: 16.01.2018, 01:03    Titel: Antworten mit Zitat

unquest hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
https://amerika21.de/2018/01/193290/venezuela-reiseverkehr-aussenhandel
auch interessant i diesem zusammenhang:
Zitat:


Der Schmuggel mit subventionierten Lebensmittel aus Venezuela auf die besagten Inseln ist von der venezolanischen Journalistin Madelaine García dokumentiert worden. Sie fand in Supermärkten von Aruba Lebensmittel aus Venezuela, die dort zu weit überhöhten Preisen weiterverkauft werden. Als Beleg fotografierte sie venezolanischen Tunfisch in Büchsen und veröffentlichte das Material auf ihrer Twitter-Seite.


steht einiges dort über venezuela, aber "die (springer) welt" ist natürlich fraglos eine ausreichende sowie unhinterfragbare quelle.

ach und zu mexiko:

https://amerika21.de/2018/01/193259/mexiko-praesidentschaftswahl
In Mexiko kann die Linke gewinnen

Was ist daran interessant? Niemand würde bestreiten, dass sich auch im Sozialismus Märkte bilden, auch wenn sie dort Schwarzmarkt heissen.


unsichtbar ist weitaus lächerlicher als schwarz.
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Wilson
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Beitrag(#2122096) Verfasst am: 16.01.2018, 01:38    Titel: Antworten mit Zitat

derrr marrrrkt, das lammm... Schamane in Aktion

ein ganz aktuelles beispiel noch: es geht um die wurst, besser: ein wurstkartell. da fühle ich mich schon ästhetisch irgendwie entfremdet.

Zitat:
15.01.2018 - 15:23 Uhr

Der Wursthersteller Rügenwalder sowie zwei Manager des Konzerns wurden zu einer Geldstrafe von rund 5,5 Mio. Euro verurteilt! Das Oberlandesgericht Düsseldorf sah den Tatbestand der verbotenen Preisabsprache als bestätigt an.

Der Vorwurf: Zwischen 2006 und 2009 soll der Wursthersteller wettbewerbswidrig mit anderen Herstellern der Branche Preiserhöhungen abgesprochen haben.

http://www.bild.de/geld/wirtschaft/geldbussen/ruegenwalder-zu-millionengeldbusse-verurteilt-54484700.bild.html

autorisiert von der bild-presse sogar!
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unquest
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Beitrag(#2122114) Verfasst am: 16.01.2018, 11:59    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
derrr marrrrkt, das lammm... Schamane in Aktion

ein ganz aktuelles beispiel noch: es geht um die wurst, besser: ein wurstkartell. da fühle ich mich schon ästhetisch irgendwie entfremdet.

Zitat:
15.01.2018 - 15:23 Uhr

Der Wursthersteller Rügenwalder sowie zwei Manager des Konzerns wurden zu einer Geldstrafe von rund 5,5 Mio. Euro verurteilt! Das Oberlandesgericht Düsseldorf sah den Tatbestand der verbotenen Preisabsprache als bestätigt an.

Der Vorwurf: Zwischen 2006 und 2009 soll der Wursthersteller wettbewerbswidrig mit anderen Herstellern der Branche Preiserhöhungen abgesprochen haben.

http://www.bild.de/geld/wirtschaft/geldbussen/ruegenwalder-zu-millionengeldbusse-verurteilt-54484700.bild.html

autorisiert von der bild-presse sogar!

Und was ist kritikwürdig, wenn das Wettbewerbsrecht durchgesetzt wird?
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Tarvoc
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Beitrag(#2122122) Verfasst am: 16.01.2018, 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

unquest hat folgendes geschrieben:
Niemand würde bestreiten, dass sich auch im Sozialismus Märkte bilden, auch wenn sie dort Schwarzmarkt heissen. 

Falls du den Ostblock meinst, so waren Schwarzmärkte nun wirklich nicht die einzigen Märkte dort. Zu den Zeiten von Lenins NEP verstand sich die Sowjetunion sogar explizit auch nach eigenem Selbstverständnis als (wenigstens partielle) Marktwirtschaft. Zur späteren extremen Selbstverleugnung diesbezüglich kam man erst unter Stalin - aber auch während und nach Stalin gab es weiterhin marktförmigen Austausch. (Wenn es in der Sowjetunion außer Schwarzmärkten keine Märkte gegeben hätte, wie kann es dann sein, dass nach wie vor praktisch sämtliche Produkte Warenform annahmen? Ein staatlich durchorganisierter Markt ist eben immer noch ein Markt.)
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2127450) Verfasst am: 13.03.2018, 09:56    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.spiegel.de/politik/ausland/mexiko-mindestens-30-kandidaten-vor-wahl-getoetet-a-1197769.html

Weinen
Zitat:
Kriminelle Organisationen versuchen in Mexiko immer wieder, Einfluss auf die Politik zu nehmen - und schaffen unliebsame Politiker aus dem Weg. Vor den Wahlen im Sommer sind bereits mindestens 30 Kandidaten getötet worden. "Wir zählen schon etwa 30 Morde an Menschen, die an den Wahlen teilnehmen wollten", sagte Innenminister Alfonso Navarrete.


Unfassbar.
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Religionskritik-Wiesbaden
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Beitrag(#2127453) Verfasst am: 13.03.2018, 11:01    Titel: Grenzland Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
(...)

Weinen
Zitat:
Kriminelle Organisationen versuchen in Mexiko immer wieder, Einfluss auf die Politik zu nehmen -(...)


Unfassbar.


Filmtipp für Dich: Sicario (Dank an Wilson wegen der Musik erst darauf gestossen)

Er ist vollständig (wie mir scheint) auf engl. auf YouTube

https://www.youtube.com/watch?v=AxgiG5IQueY

Ansonsten ist nicht nur Mexiko im Allerwertesten,
Belize hat eine doppelt so hohe Mordrate wie M.

Und wenn man das weiß, ist es schwierig von den USA zu verlangen, den Zaun einzureissen.
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Grey
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Beitrag(#2127476) Verfasst am: 13.03.2018, 15:51    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/mexiko-mindestens-30-kandidaten-vor-wahl-getoetet-a-1197769.html

Weinen
Zitat:
Kriminelle Organisationen versuchen in Mexiko immer wieder, Einfluss auf die Politik zu nehmen - und schaffen unliebsame Politiker aus dem Weg. Vor den Wahlen im Sommer sind bereits mindestens 30 Kandidaten getötet worden. "Wir zählen schon etwa 30 Morde an Menschen, die an den Wahlen teilnehmen wollten", sagte Innenminister Alfonso Navarrete.


Unfassbar.


War mal mit einem mexikanischen Austauschstudenten joggen. Der war total überrascht, dass man in Deutschland frei zwischen Erntefeldern durchlaufen durfte ohne erschossen zu werden.
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schtonk
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Beitrag(#2127479) Verfasst am: 13.03.2018, 17:21    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/mexiko-mindestens-30-kandidaten-vor-wahl-getoetet-a-1197769.html

Weinen
Zitat:
Kriminelle Organisationen versuchen in Mexiko immer wieder, Einfluss auf die Politik zu nehmen - und schaffen unliebsame Politiker aus dem Weg. Vor den Wahlen im Sommer sind bereits mindestens 30 Kandidaten getötet worden. "Wir zählen schon etwa 30 Morde an Menschen, die an den Wahlen teilnehmen wollten", sagte Innenminister Alfonso Navarrete.


Unfassbar.

Ja, es ist im wahrsten Sinne des Wortes nicht zu 'fassen', was in lateinamerikanischen Staaten vor sich geht.
Man liest die Zahlen, kann sie aber nicht mit der eigenen Lebenswelt in Einklang bringen. Eine völlig andere Welt, weit weg von uns.
Da kann man nur froh sein. Weinen


Kürzlich las ich einen Bericht dazu in der FR, den gibts auch online:

Zitat:
Die gefährlichste Region der Welt

Mord, Gewalt, Repression: In Lateinamerika sind die Täter auch die Staaten selbst.
...
„Lateinamerika hat sich zur gewalttätigsten und gefährlichsten Region der Welt entwickelt,“ betont die AI-Amerika-Direktorin. El Salvador, Honduras und Mexiko beklagten eine Zahl von Toten, die kaum in Kriegsgebieten erreicht würde. „Nicht mal in Regionen mit bewaffneten Konflikten werden so viele Menschenrechtsverteidiger und Reporter ermordet wie in Lateinamerika.“
...
Ein krasser Fall ist Mexiko, wo 36 000 Menschen als verschwunden gelten und vergangenes Jahr 29 168 ermordet wurden. Das entsprach einer Steigerung der Morde gegenüber 2016 um 23 Prozent und stellte die höchste Zahl dar, seit 1997 mit den Dokumentationen begonnen wurde. Jeden Tag werden 70 Menschen ermordet. Die überwältigende Zahl von ihnen stirbt bei Kämpfen des organisierten Verbrechens um Routen und Reviere oder bei Auseinandersetzungen der Kartelle mit den Sicherheitskräften.

http://www.fr.de/politik/lateinamerika-die-gefaehrlichste-region-der-welt-a-1462368

fett v mir
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