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Der größte Schwindel in der Weltgeschichte, das Christentum
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Nachdenker
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Anmeldungsdatum: 23.02.2017
Beiträge: 14

Beitrag(#2086978) Verfasst am: 26.02.2017, 10:42    Titel: Der größte Schwindel in der Weltgeschichte, das Christentum Antworten mit Zitat

Wer sich nicht über das Christentum empört, kennt es nicht.

Dr. Dr. Joachim Kahl - Das Elend des Christentums-

Ein gewichtiges Goethewort

Johann Wolfgang von Goethe schrieb an einen Freund, er habe nie größere Scheiße vernommen, als die katholische Glaubenslehre (wörtlich).

Janosch

Das Christentum ist in sofern interessant, das man z.B. schon vor der Geburt des Jesus und des Johannes wusste, es wird ein Junge und das ohne Geschlechtsverkehr! Was für ein Wunder, was für eine Dummheit!
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Religion stützt sich vor allem und hauptsächlich auf die Angst

Bertrand Russell
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Lebensnebel
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Beiträge: 937

Beitrag(#2086984) Verfasst am: 26.02.2017, 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn man etwas Lesestoff zu Goethe haben will:
http://www.ursulahomann.de/GoetheUndDieReligion/komplett.html
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Nachdenker
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Anmeldungsdatum: 23.02.2017
Beiträge: 14

Beitrag(#2086989) Verfasst am: 26.02.2017, 11:56    Titel: Goethe Antworten mit Zitat

Danke für die ausführlichen Hinweise auf Goethe. Vieles stimmt, einiges scheint zugedichtet. Man kann nämlich nicht in einen Menschen hineinschauen und das eigene Denken ist auch an das eigene Leben gebunden. In der damaligen Zeit Goethes was es noch nicht so weit mit der eigenen Meinungsbildung. Heute hat man es nicht mehr so mit der Kirche. Die Kirchen bleiben bis auf Weihnachten leer .
So ein bisschen Schmu am "heiligen Fest" an dem die Scheinheiligkeit gefeiert wird macht sich ganz gut und der Fresstagsbraten mundet mit kirchlichem Geläut noch ein wenig besser.
Ich ziehe die Natur einem erfundenen Gott vor. Denn die Natur betrügt nicht! Amen
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 5542

Beitrag(#2087007) Verfasst am: 26.02.2017, 12:55    Titel: Re: Goethe Antworten mit Zitat

Nachdenker hat folgendes geschrieben:

Ich ziehe die Natur einem erfundenen Gott vor. Denn die Natur betrügt nicht! Amen


Na gut, dann noch etwas zum Lesen, diesmal "Über die Natur". Smilie
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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

Friedrich Nietzsche
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tillich (epigonal)
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Beitrag(#2087008) Verfasst am: 26.02.2017, 13:22    Titel: Re: Der größte Schwindel in der Weltgeschichte, das Christentum Antworten mit Zitat

Nachdenker hat folgendes geschrieben:
Wer sich nicht über das Christentum empört, kennt es nicht.

Nun, ich sollte wohl mein Wissen darüber erweitern.
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Gelobt sei der große und allbarmherzige Bananenaufhänger,
der uns die Früchte in die Bäume hängt!
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Kat
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Beiträge: 257

Beitrag(#2087155) Verfasst am: 27.02.2017, 06:05    Titel: Re: Goethe Antworten mit Zitat

Nachdenker hat folgendes geschrieben:
Ich ziehe die Natur einem erfundenen Gott vor. Denn die Natur betrügt nicht! Amen


Ich glaube, Du hast eine etwas zu idealistische Vorstellung von der "Natur"

Was ist denn mit einem Schmetterling, auf dessen Flügel stilisierte Augen abgebildet sind, um seine Fressfeinde abzuschrecken?
Den Anglerfisch, den Laternenfisch, die ihre Beute mit betrügerischen Mitteln anlocken, ebenso wie fleischfressende Pflanzen mit Aasgeruch Fliegen anlocken.
Die ungiftige Schlange, die mit ihrem Körpermuster eine giftige Schlange imitiert?
Die Kuckucksmutter, die ihre Eier einfach in fremde Nester legt?

Google doch einfach mal nach "Natur und Betrug"
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



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Beitrag(#2087181) Verfasst am: 27.02.2017, 11:36    Titel: Re: Goethe Antworten mit Zitat

Kat hat folgendes geschrieben:
Nachdenker hat folgendes geschrieben:
Ich ziehe die Natur einem erfundenen Gott vor. Denn die Natur betrügt nicht! Amen


Ich glaube, Du hast eine etwas zu idealistische Vorstellung von der "Natur"

Was ist denn mit einem Schmetterling, auf dessen Flügel stilisierte Augen abgebildet sind, um seine Fressfeinde abzuschrecken?
Den Anglerfisch, den Laternenfisch, die ihre Beute mit betrügerischen Mitteln anlocken, ebenso wie fleischfressende Pflanzen mit Aasgeruch Fliegen anlocken.
Die ungiftige Schlange, die mit ihrem Körpermuster eine giftige Schlange imitiert?
Die Kuckucksmutter, die ihre Eier einfach in fremde Nester legt?

Google doch einfach mal nach "Natur und Betrug"

Google findet Stichwörter, aber nicht unbedingt in einem sinnvollen Kontext.

Betrug setzt Bewusstsein voraus und die Kenntnis von der Wahrnehmung und den Reaktionsmechanismen des Betrogenen (Theory of Mind). Das gibt es beim Menschen, das gibt as ansatzweise beim Schimpansen, und was wir bei dem Rest sehen, sind keine bewussten Vorgänge in dieser Art, sondern Handlungsmuster, die sich als erfolgreich vererbt haben, also nicht auf individuellen Entscheidungen beruhen.

Die Natur betrügt uns nicht, aber sie wird keine Hemmungen haben, uns aufzufressen, wenn wir uns inadäquat verhalten und ihre Zeichen falsch deuten. Diese Aussage gilt für die Zeichen, die einzelne Organsismen senden genauso wie für die Signale, die vom Ganzen ausgehen. Der Natur sind wir egal, wenn man den Zustand, dass sie weder zielt noch bewertet, sondern einfach abläuft, so bezeichnen will.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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Nachdenker
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Beiträge: 14

Beitrag(#2087197) Verfasst am: 27.02.2017, 13:13    Titel: Gott oder NATUR Antworten mit Zitat

Der Mensch braucht die Natur, aber die Natur braucht nicht den Menschen.
Der Mensch meint, er braucht einen Gott aber wozu braucht ein unfähiger Gott den unfähigen Menschen?
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Beitrag(#2087204) Verfasst am: 27.02.2017, 14:28    Titel: Re: Gott oder NATUR Antworten mit Zitat

Nachdenker hat folgendes geschrieben:
Der Mensch braucht die Natur, aber die Natur braucht nicht den Menschen.
Der Mensch meint, er braucht einen Gott aber wozu braucht ein unfähiger Gott den unfähigen Menschen?


Ich schrieb schon mal, dass die Essenz der Religion nicht ein Glaube an *Gott* ist, sondern ein Unglaube an den Menschen und sein soziales und wissenschaftliches schöpferisches Potenzial.

Das heisst: auch wer formal und noch so wütend auf *Götter* schimpft aber gleichzeitig seinen Unglauben an "den unfähigen Menschen" betont, der ist genau so religiös wie derjenige, der weiterhin Geistern und Göttern frönt ...-
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Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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Beitrag(#2087207) Verfasst am: 27.02.2017, 14:36    Titel: Antworten mit Zitat

Nun, dass du quasi alle allgemein üblichen Begriffe deiner persönlichen Ideologie gemäß umdefinierst, ist nicht neu.

Persönlich finde ich es eher amüsant, wie es bei dir (und ein paar anderen) insbesondere das Wort "Religion/religiös" ist, dessen Bedeutung nahezu beliebig hingebogen wird, um auf alles zu passen, was man doof findest, so als wäre "Religion" der Spitzenbegriff für "das ist doof". Dieser diffamierende Gebrauch des Wortes hat was von einem Abwehrzauber.
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Beitrag(#2087208) Verfasst am: 27.02.2017, 14:41    Titel: Re: Gott oder NATUR Antworten mit Zitat

Nachdenker hat folgendes geschrieben:
Der Mensch braucht die Natur, aber die Natur braucht nicht den Menschen.
....

Die Natur braucht überhaupt nichts, sie existiert einfach, solange sie existiert, und die Bestandteile, die ihre Existenz ausmachen, sind nicht nicht festgeschrieben.
Der Mensch ist ein genau definierter Teil der Natur. Damit sind auch die Bedingungen für seine Existenz festgeschrieben.
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Beitrag(#2087213) Verfasst am: 27.02.2017, 14:50    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Nun, dass du quasi alle allgemein üblichen Begriffe deiner persönlichen Ideologie gemäß umdefinierst, ist nicht neu.

Persönlich finde ich es eher amüsant, wie es bei dir (und ein paar anderen) insbesondere das Wort "Religion/religiös" ist, dessen Bedeutung nahezu beliebig hingebogen wird, um auf alles zu passen, was man doof findest, so als wäre "Religion" der Spitzenbegriff für "das ist doof". Dieser diffamierende Gebrauch des Wortes hat was von einem Abwehrzauber.


Ich finde in dem oben von mir gesagten Sinne sogar die Geschichte von Adam, Eva und dem Apfel der Erkenntnis bezeichnend. Da trauen sich die Menschen zu, aus eigener Kraft die Welt zu erkennen, ohne *Gott* und das ist die Ursünde schlechthin, also an die eigene Erkenntnisfähigkeit der Welt zu glauben und nicht an das, was *Gott* den Menschen einredet - nämlich, dass genau dies sündhaft sei und *Gott* eben derjenige sei, welcher ...-
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Beitrag(#2087226) Verfasst am: 27.02.2017, 16:29    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Nun, dass du quasi alle allgemein üblichen Begriffe deiner persönlichen Ideologie gemäß umdefinierst, ist nicht neu.

Persönlich finde ich es eher amüsant, wie es bei dir (und ein paar anderen) insbesondere das Wort "Religion/religiös" ist, dessen Bedeutung nahezu beliebig hingebogen wird, um auf alles zu passen, was man doof findest, so als wäre "Religion" der Spitzenbegriff für "das ist doof". Dieser diffamierende Gebrauch des Wortes hat was von einem Abwehrzauber.


Ich finde in dem oben von mir gesagten Sinne sogar die Geschichte von Adam, Eva und dem Apfel der Erkenntnis bezeichnend. Da trauen sich die Menschen zu, aus eigener Kraft die Welt zu erkennen, ohne *Gott* und das ist die Ursünde schlechthin, also an die eigene Erkenntnisfähigkeit der Welt zu glauben und nicht an das, was *Gott* den Menschen einredet - nämlich, dass genau dies sündhaft sei und *Gott* eben derjenige sei, welcher ...-

Das mag man so sehen. Damit hast du aber überhaupt nicht begründet, warum etwas anderes, was auch ohne "Gott" auskommt, aber eine andere Sicht auf den Menschen hat, als du sie gut findest, dann auch auf einmal Religion sein soll.
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smallie
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Beitrag(#2087240) Verfasst am: 27.02.2017, 19:50    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Persönlich finde ich es eher amüsant, wie es bei dir (und ein paar anderen) insbesondere das Wort "Religion/religiös" ist, dessen Bedeutung nahezu beliebig hingebogen wird, um auf alles zu passen, was man doof findest, so als wäre "Religion" der Spitzenbegriff für "das ist doof". Dieser diffamierende Gebrauch des Wortes hat was von einem Abwehrzauber.

Abwehrzauber ist gut.

Es ist leicht, Religion zum Sündenbock zu machen, für das, was Menschen und Menschengruppen so anstellen. Dann braucht man sich keine Gedanken mehr darüber zu machen, warum Menschen und Menschengruppen eben anstellen, was sie anstellen. Dann würde das, was man Religion vorwirft, plötzlich auf den Menschen zurückfallen. Nicht die Religion hat den Menschen zu dem gemacht, was er ist. Der Mensch hat sich die Religion so gemacht, wie er sie haben wollte, und wie die zufälligen Umstände es begünstigten.

Das könnte glatt eine weitere historische Kränkung des Menschengeschlechts werden. So wie ich meine Pappenheimer kenne, sind die auch ohne Religion in der Lage, vergleichbaren Mist zu machen.




PS:

"der Mensch" und "die Religion" sind natürlich unzulässige Personifikationen gesellschaftlicher Vorgänge. Ich sollte Roß und Reiter nennen, aber dazu müßte ich bei Adam und Eva anfangen. zwinkern



PPS:

Hier fehlt mir ein "keine". Hab's ergänzt:

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Damit hast du aber überhaupt nicht begründet, warum etwas anderes, was auch ohne "Gott" auskommt, aber eine andere Sicht auf den Menschen hat, als du sie gut findest, dann auch auf einmal keine Religion sein soll.

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Skeptiker
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Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 12769
Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2087243) Verfasst am: 27.02.2017, 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Persönlich finde ich es eher amüsant, wie es bei dir (und ein paar anderen) insbesondere das Wort "Religion/religiös" ist, dessen Bedeutung nahezu beliebig hingebogen wird, um auf alles zu passen, was man doof findest, so als wäre "Religion" der Spitzenbegriff für "das ist doof". Dieser diffamierende Gebrauch des Wortes hat was von einem Abwehrzauber.

Abwehrzauber ist gut.

Es ist leicht, Religion zum Sündenbock zu machen, für das, was Menschen und Menschengruppen so anstellen. Dann braucht man sich keine Gedanken mehr darüber zu machen, warum Menschen und Menschengruppen eben anstellen, was sie anstellen. Dann würde das, was man Religion vorwirft, plötzlich auf den Menschen zurückfallen. Nicht die Religion hat den Menschen zu dem gemacht, was er ist. Der Mensch hat sich die Religion so gemacht, wie er sie haben wollte, und wie die zufälligen Umstände es begünstigten.

Das könnte glatt eine weitere historische Kränkung des Menschengeschlechts werden. So wie ich meine Pappenheimer kenne, sind die auch ohne Religion in der Lage, vergleichbaren Mist zu machen.




PS:

"der Mensch" und "die Religion" sind natürlich unzulässige Personifikationen gesellschaftlicher Vorgänge. Ich sollte Roß und Reiter nennen, aber dazu müßte ich bei Adam und Eva anfangen. zwinkern



PPS:

Hier fehlt mir ein "keine". Hab's ergänzt:

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Damit hast du aber überhaupt nicht begründet, warum etwas anderes, was auch ohne "Gott" auskommt, aber eine andere Sicht auf den Menschen hat, als du sie gut findest, dann auch auf einmal keine Religion sein soll.


Soweit ich tillich verstanden habe, kommt da kein "kein" hin, weil er ja meint, ich würde so vieles unter Religion subsummieren, was mir nicht gefällt. Smilie

Das ist aber nicht mein Stil und ich habe in meinem kurzen statement an *Nachdenker* einfach nur formuliert, was ich für die Essenz jeder Religion halte, übrigens unabhängig davon, ob es da *Götter* gibt, oder nicht.

Und diese Essenz ist m.E. die Verneinung des menschlichen Potenzials in sozialer und wissenschaftlicher Hinsicht.

Es gibt auch in Teilen der Philosophie ähnliche Negationen menschlicher Fähigkeiten, etwa im philosophischen Pessimismus oder bei einigen Autoren der Postmoderne. Man könnte hier vielleicht die innere Verwandtschaft zur Religion diskutieren, was jedenfalls nicht abwegig wäre. Aber eben aufgrund jenes gemeinsamen, für jede Religion einschlägigen Merkmals und nicht wegen bloßen Nichtgefallens ...- Cool
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 5542

Beitrag(#2087245) Verfasst am: 27.02.2017, 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:
...Der Mensch hat sich die Religion so gemacht, wie er sie haben wollte, und wie die zufälligen Umstände es begünstigten. [...]

PS:

"der Mensch" und "die Religion" sind natürlich unzulässige Personifikationen gesellschaftlicher Vorgänge. Ich sollte Roß und Reiter nennen, aber dazu müßte ich bei Adam und Eva anfangen. zwinkern


Wenn du weißt, daß es falsch ist, warum machst du es dann? Nicht "der Mensch die Religion so gemacht, wie er sie haben wollte", sondern bestimmte Menschen haben dieses getan, und den anderen eingeredet, sie sei vom "Himmel" gefallen. So hat die Religion, die die einen gemacht haben, die anderen dazu gemacht, was sie waren und sind.

Dauert nicht viel länger (also keinesfalls bis Adam und Eva), erzeugt aber in den Köpfen der Leser ein klareres Bild - und die berechtigte Frage, nach dem WER und dem WARUM. So entsteht Wissen und Erkenntnis. So wie du es geschrieben hast, ist es irgendwie keiner und alle gewesen. So ist das eben mit schlecht gemachten Ausreden.

Womit wir zu den Pappenheimern kämen. Die auch nur wieder dazu dienen, der (deiner?) Religion eine Ausrede zu verschaffen. Denn was man mit Religionen machen kann, Menschen so systematisch zu verdummen, daß sie die dazu nötigen Maßnahmen nicht nur nicht bekämpfen, sondern auch noch beklatschen, das wurde zwar auch schon mit anderen Ideologien versucht, war aber nicht nachhaltig. Es ist offenbar der "transzendente" Bezug, der besonders wirksam das kritische Vermögen vieler Menschen außer Kraft setzt.
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Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 15106

Beitrag(#2087274) Verfasst am: 27.02.2017, 23:42    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Soweit ich tillich verstanden habe, kommt da kein "kein" hin, weil er ja meint, ich würde so vieles unter Religion subsummieren, was mir nicht gefällt. Smilie

Das ist aber nicht mein Stil und ich habe in meinem kurzen statement an *Nachdenker* einfach nur formuliert, was ich für die Essenz jeder Religion halte, übrigens unabhängig davon, ob es da *Götter* gibt, oder nicht.

Und diese Essenz ist m.E. die Verneinung des menschlichen Potenzials in sozialer und wissenschaftlicher Hinsicht.

Es gibt auch in Teilen der Philosophie ähnliche Negationen menschlicher Fähigkeiten, etwa im philosophischen Pessimismus oder bei einigen Autoren der Postmoderne. Man könnte hier vielleicht die innere Verwandtschaft zur Religion diskutieren, was jedenfalls nicht abwegig wäre. Aber eben aufgrund jenes gemeinsamen, für jede Religion einschlägigen Merkmals und nicht wegen bloßen Nichtgefallens ...- Cool

Naja. Du formulierst da etwas als "Essenz" bzw. "für jede Religion einschlägiges Merkmal", was jedenfalls nicht im allgemein üblichen Begriffsinhalt liegt, was allerdings wesentlicher Teil deiner Ablehnung der Religion ist. Und dann sagst du:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
auch wer formal und noch so wütend auf *Götter* schimpft aber gleichzeitig seinen Unglauben an "den unfähigen Menschen" betont, der ist genau so religiös wie derjenige, der weiterhin Geistern und Göttern frönt ...-

Also auch jemand, der sich selbst nicht als religiös sieht, ist es deiner Meinung nach dennoch, weil er diese von dir abgelehnte und der Religion zugeschriebene, aber nach allgemein üblicher Begriffsverwendung nicht zwingend zur Religion gehörige Merkmal teilt.

Also, du nimmst an, A gehöre zwingend und eindeutig zu U. Jetzt siehst du aber: A kommt auch bei X vor. Eine mögliche Folgerung wäre: Die Annahme ist falsch. Deine Folgerung ist gerade: X sei eigentlich auch U.
Und dabei ist immer noch nicht belegt, dass A überhaupt zwingend zu U gehört.

Gut, jetzt gerade ruderst du freilich auch von "ist genau so religiös" auf "Man könnte hier vielleicht die innere Verwandtschaft zur Religion diskutieren" zurück. In der Tat, diese Aufwertung des philosophischen Pessimismus oder einiger AUtoren der Postmoderne könnte man diskutieren.
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Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 15106

Beitrag(#2087276) Verfasst am: 27.02.2017, 23:45    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Es ist offenbar der "transzendente" Bezug, der besonders wirksam das kritische Vermögen vieler Menschen außer Kraft setzt.

Naja, man könnte auch argumentieren, dass ein transzendenter Bezug - also etwas über die tatsächliche Lebensumwelt hinausgehendes - eine kritische Haltung überhaupt erst ermögliche. Wobei ich nicht behaupten wollte, dass das notwendigerweise ein religiöser Bezug sein müsse.
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Beiträge: 26446

Beitrag(#2087281) Verfasst am: 28.02.2017, 00:00    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Naja, man könnte auch argumentieren, dass ein transzendenter Bezug - also etwas über die tatsächliche Lebensumwelt hinausgehendes - eine kritische Haltung überhaupt erst ermögliche.


Und diese Argumentation sieht wie aus?
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Nachdenker
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Beitrag(#2087361) Verfasst am: 28.02.2017, 16:15    Titel: Christenirrrtum Antworten mit Zitat

Das Christentum ist keine Religion, einfach nur ein Christenirrtum.
Über Religion zu sprechen dagegen ein Komfort. Religion kann man nicht lernen,
entweder man hat eine oder lässt es.
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Beitrag(#2087380) Verfasst am: 28.02.2017, 19:44    Titel: Re: Christenirrrtum Antworten mit Zitat

Nachdenker hat folgendes geschrieben:
Das Christentum ist keine Religion, einfach nur ein Christenirrtum.

Warum reibst du dich so am Christentum? Es gibt weit schlimmere Religionen und Sekten.
Zitat:
Religion kann man nicht lernen,
entweder man hat eine oder lässt es.

Nein, gläubige Eltern lassen ihre Kinder taufen und schicken sie in den Religionsunterricht (zum Lernen). Dagegen kann sich kein Baby und auch kein Kind wehren.
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Schlumpf
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Anmeldungsdatum: 17.11.2007
Beiträge: 2491
Wohnort: Ost-Bayern

Beitrag(#2087381) Verfasst am: 28.02.2017, 19:48    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
...Der Mensch hat sich die Religion so gemacht, wie er sie haben wollte, und wie die zufälligen Umstände es begünstigten. [...]

PS:

"der Mensch" und "die Religion" sind natürlich unzulässige Personifikationen gesellschaftlicher Vorgänge. Ich sollte Roß und Reiter nennen, aber dazu müßte ich bei Adam und Eva anfangen. zwinkern


Wenn du weißt, daß es falsch ist, warum machst du es dann? Nicht "der Mensch die Religion so gemacht, wie er sie haben wollte", sondern bestimmte Menschen haben dieses getan, und den anderen eingeredet, sie sei vom "Himmel" gefallen. So hat die Religion, die die einen gemacht haben, die anderen dazu gemacht, was sie waren und sind.

Dauert nicht viel länger (also keinesfalls bis Adam und Eva), erzeugt aber in den Köpfen der Leser ein klareres Bild - und die berechtigte Frage, nach dem WER und dem WARUM. So entsteht Wissen und Erkenntnis. So wie du es geschrieben hast, ist es irgendwie keiner und alle gewesen. So ist das eben mit schlecht gemachten Ausreden.

Womit wir zu den Pappenheimern kämen. Die auch nur wieder dazu dienen, der (deiner?) Religion eine Ausrede zu verschaffen. Denn was man mit Religionen machen kann, Menschen so systematisch zu verdummen, daß sie die dazu nötigen Maßnahmen nicht nur nicht bekämpfen, sondern auch noch beklatschen, das wurde zwar auch schon mit anderen Ideologien versucht, war aber nicht nachhaltig. Es ist offenbar der "transzendente" Bezug, der besonders wirksam das kritische Vermögen vieler Menschen außer Kraft setzt.

Na endlich mal was Vernünftiges von dir nach deinem wiederholten Pauschalurteil, dass sich atheistische Religionskritiker nur ihre Vorurteile bestätigen würden.
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Beiträge: 15106

Beitrag(#2087384) Verfasst am: 28.02.2017, 20:42    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Naja, man könnte auch argumentieren, dass ein transzendenter Bezug - also etwas über die tatsächliche Lebensumwelt hinausgehendes - eine kritische Haltung überhaupt erst ermögliche.


Und diese Argumentation sieht wie aus?

Für einen Hebel braucht man einen festen Punkt.
Wenn auch, wie gesagt, nicht notwendig einen religiösen, Ideen wie Freiheit oder Gerechtigkeit tuns auch, aber auch die sind ja transzendent gegenüber der Lebenswelt. Aber es kann eben auch religiös sein, insofern eine religiöse Vorstellung jede weltliche Macht relativieren kann.
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Beitrag(#2087386) Verfasst am: 28.02.2017, 21:07    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Für einen Hebel braucht man einen festen Punkt.


Nur daß es den nicht gibt. Und jeder Glaube, religiös oder nicht, in seinem Besitz zu sein, ist eine Illusion. Das sollte sich auch bis zu dir herumgesprochen haben.
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Kramer
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Beitrag(#2087398) Verfasst am: 28.02.2017, 22:38    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Naja, man könnte auch argumentieren, dass ein transzendenter Bezug - also etwas über die tatsächliche Lebensumwelt hinausgehendes - eine kritische Haltung überhaupt erst ermögliche.


Und diese Argumentation sieht wie aus?

Für einen Hebel braucht man einen festen Punkt.
Wenn auch, wie gesagt, nicht notwendig einen religiösen, Ideen wie Freiheit oder Gerechtigkeit tuns auch, aber auch die sind ja transzendent gegenüber der Lebenswelt. Aber es kann eben auch religiös sein, insofern eine religiöse Vorstellung jede weltliche Macht relativieren kann.


Verstehe ich nicht. Am Kopf kratzen
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tillich (epigonal)
schiebt den Wal



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
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Beitrag(#2087401) Verfasst am: 28.02.2017, 23:15    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Für einen Hebel braucht man einen festen Punkt.


Nur daß es den nicht gibt. Und jeder Glaube, religiös oder nicht, in seinem Besitz zu sein, ist eine Illusion. Das sollte sich auch bis zu dir herumgesprochen haben.

Das Schöne am Kritisieren ist ja, dass dafür die Vorstellung eines solchen Punktes völlig ausreicht. Ob es z.B. Freiheit und Gerechtigkeit "gibt", ist nicht notwendig dafür, in ihrem Namen Kritik zu üben.
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Marcellinus
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Beiträge: 5542

Beitrag(#2087405) Verfasst am: 28.02.2017, 23:27    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Für einen Hebel braucht man einen festen Punkt.

Nur daß es den nicht gibt. Und jeder Glaube, religiös oder nicht, in seinem Besitz zu sein, ist eine Illusion. Das sollte sich auch bis zu dir herumgesprochen haben.

Das Schöne am Kritisieren ist ja, dass dafür die Vorstellung eines solchen Punktes völlig ausreicht. Ob es z.B. Freiheit und Gerechtigkeit "gibt", ist nicht notwendig dafür, in ihrem Namen Kritik zu üben.


Entschuldige, ich dachte, es ginge dir um ernstzunehmende Argumente. Wenn es dir nur um bloßes Meckern geht, hast du natürlich Recht.
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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

Friedrich Nietzsche
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tillich (epigonal)
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Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 15106

Beitrag(#2087406) Verfasst am: 28.02.2017, 23:42    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Für einen Hebel braucht man einen festen Punkt.

Nur daß es den nicht gibt. Und jeder Glaube, religiös oder nicht, in seinem Besitz zu sein, ist eine Illusion. Das sollte sich auch bis zu dir herumgesprochen haben.

Das Schöne am Kritisieren ist ja, dass dafür die Vorstellung eines solchen Punktes völlig ausreicht. Ob es z.B. Freiheit und Gerechtigkeit "gibt", ist nicht notwendig dafür, in ihrem Namen Kritik zu üben.

Entschuldige, ich dachte, es ginge dir um ernstzunehmende Argumente. Wenn es dir nur um bloßes Meckern geht, hast du natürlich Recht.

Sind die Beispiele, die ich nannte - "Freiheit" und "Gerechtigkeit" - , für dich keine ernstzunehmenden Bezugspunkte für Kritik?
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 5542

Beitrag(#2087407) Verfasst am: 28.02.2017, 23:49    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Für einen Hebel braucht man einen festen Punkt.

Nur daß es den nicht gibt. Und jeder Glaube, religiös oder nicht, in seinem Besitz zu sein, ist eine Illusion. Das sollte sich auch bis zu dir herumgesprochen haben.

Das Schöne am Kritisieren ist ja, dass dafür die Vorstellung eines solchen Punktes völlig ausreicht. Ob es z.B. Freiheit und Gerechtigkeit "gibt", ist nicht notwendig dafür, in ihrem Namen Kritik zu üben.

Entschuldige, ich dachte, es ginge dir um ernstzunehmende Argumente. Wenn es dir nur um bloßes Meckern geht, hast du natürlich Recht.

Sind die Beispiele, die ich nannte - "Freiheit" und "Gerechtigkeit" - , für dich keine ernstzunehmenden Bezugspunkte für Kritik?


Nein, solange hinter den Worten kein Inhalt steht, ist es einfach nur blaue Luft.
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 26446

Beitrag(#2087408) Verfasst am: 28.02.2017, 23:57    Titel: Antworten mit Zitat

Was bedeutet "transzendent gegenüber der Lebenswelt"? In welchem Sinn wird hier der Begriff Transzendenz verwendet: "Die menschliche Vorstellungskraft übersteigend" - "jenseits der Erfahrung liegend" - "jenseits des Gegenständlichen" oder eine andere Bedeutung?
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