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Kirchensubventionen stoppen!
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omg
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Anmeldungsdatum: 18.05.2017
Beiträge: 14

Beitrag(#2096173) Verfasst am: 23.05.2017, 17:37    Titel: Kirchensubventionen stoppen! Antworten mit Zitat

Hallo,

wie einige von euch sicher wissen, bekommen die Kirchen jedes Jahr riesige Milliardensubventionen. Selbstverständlich von allen Steuerzahlern finanziert. Also auch von Konfessionslosen! Oben drauf bekommen die Kirchen natürlich noch die Kirchensteuer ihrer Schäfchen.

Im Jahr 2014 waren es ca. 17,3 Milliarden Euro. Für eine detaillierte Auflistung einfach dem Link folgen.

Zusätzlich fließen nochmal ca. 50 Milliarden Euro jährlich überwiegend an Diakonie und Caritas und noch einiges mehr. Alles nachzulesen im Link oben.

Aktuell geht keine relevante Partei dieses Thema offensiv an. Verständlicherweise, man will ja die christlichen Wähler nicht verprellen.

Deshalb wurde die Partei der Humanisten**gegründet.
(...**...)
Wir (konfessionslosen) müssen zusammenhalten und selbst die Kirchensubventionen stoppen und die Einflussnahme der Kirchen in diversen Gremien verhindern.

[url=]**[/url]

Ich freue mich auf eure Fragen und Kritik (es dürfen auch gern positive Kommentare sein Sehr glücklich ).

mfg omg

Hier noch ein Artikel über die Partei der Humanisten.

**Parteienwerbung und Links zur Partei vorläufig entfernt. Rücksprache zum grundsätzlichen Umgang mit Parteienwerbung wird mit dem Betreiber gehalten. astarte

Edit: Nach Rücksprache mit dem Betreiber und Diskussion im Team, wurde beschlossen, direkte Parteienwerbung aus Gründen der Praktikabilität und Gleichbehandlung weiterhin grundsätzlich nicht zuzulassen. Die Seiten der Parteien sind für jeden im Netz ja leicht zu finden. Diskussionen über Parteien und Inhalte von Parteiprogrammen etc. können wie bisher natürlich stattfinden.
Das Team

_________________
Stoppt die Subvention der Kirchen aus Steuergeldern!
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 20037
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2096339) Verfasst am: 25.05.2017, 15:33    Titel: Antworten mit Zitat

@ omg

Ich habe mich eben mal auf Eurer Website umgesehen, und möchte auf einen kleinen Gedankenfehler hinweisen: Die Kirchen sind nicht so mächtig, weil die Parteien Angst vor dem Einfluss der Pastoren auf die belämmerten Wähler haben, sondern weil die Kirchen ihre Seilschaften auch in den Parteien haben, bis in die Parteiführungen.

Eine interessante Statistik, nach der ich noch suche, wäre die Konfessionsverteilung im Parlament vergleichen mit der im Land. Ich gehe davon aus, dass bereits das sehr aufschlussreich ist, noch lustiger dürfte das mit dem Kabinett sein.

Diese Zahlen sind wenige genug, dass man sie einmal für das jeweilige Land und einmal für den Bund auch auf jedes Wahlplakat setzen kann, um die ganze Problematik zu veranschaulichen.

Ansonsten gibt es noch ein weiteres Buch von Carsten Frerk, das die ganze Problematik auch außerhalb des Geldes aufzeigt: Kirchenrepublik Deutschland. Diese Arbeit zeigt eine Verbandelung von Kirchen und Republik, die zugenommen hat, während der Einfluss der Kirchen über ihre Mitglieder gleichzeitig abgenommen hat.

Die Milliarden sind eine Sache. Der direkte Einfluss, der das Weiterfließen dieser Milliarden sichert, ist auf Dauer kritischer.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 5513

Beitrag(#2096342) Verfasst am: 25.05.2017, 16:13    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:

Die Milliarden sind eine Sache. Der direkte Einfluss, der das Weiterfließen dieser Milliarden sichert, ist auf Dauer kritischer.


So isses! Und deshalb ist es zumindest in dieser Hinsicht vollkommen egal, welche Partei man wählt, und eine weitere Splitterpartei ohne irgendeine soziale Basis wird daran genau nichts ändern.
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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

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Naastika
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Anmeldungsdatum: 23.11.2003
Beiträge: 6018
Wohnort: an der Fütterungsstelle der Eichhörnchen

Beitrag(#2096345) Verfasst am: 25.05.2017, 17:03    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:

Die Milliarden sind eine Sache. Der direkte Einfluss, der das Weiterfließen dieser Milliarden sichert, ist auf Dauer kritischer.


So isses! Und deshalb ist es zumindest in dieser Hinsicht vollkommen egal, welche Partei man wählt, und eine weitere Splitterpartei ohne irgendeine soziale Basis wird daran genau nichts ändern.



Nö, das ist nicht egal. Es gibt sehr wohl Parteien, die zumindest AUCH säkuläre und damit durachaus kirchenkritische Arbeitsgemeinschaften haben. Und diese haben auch Einfluss auf das Programm der Partei und deren politische Parlamentsarbeit. (Das das teilweise innerparteilich zäh ist, ist ein anderer Punkt, aber von nichts kommt nichts..)

Oder schon mal von einer säkulären Arbeitsgemeinschaft in der CDU gehört?

Daher aus meiner Sicht: Die bereits bestehenden Parteien je nach eigener politischer Präferenz säkulär unterwandern.. zynisches Grinsen
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 5513

Beitrag(#2096346) Verfasst am: 25.05.2017, 17:17    Titel: Antworten mit Zitat

Naastika hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:

Die Milliarden sind eine Sache. Der direkte Einfluss, der das Weiterfließen dieser Milliarden sichert, ist auf Dauer kritischer.


So isses! Und deshalb ist es zumindest in dieser Hinsicht vollkommen egal, welche Partei man wählt, und eine weitere Splitterpartei ohne irgendeine soziale Basis wird daran genau nichts ändern.



Nö, das ist nicht egal. Es gibt sehr wohl Parteien, die zumindest AUCH säkuläre und damit durachaus kirchenkritische Arbeitsgemeinschaften haben. Und diese haben auch Einfluss auf das Programm der Partei und deren politische Parlamentsarbeit. (Das das teilweise innerparteilich zäh ist, ist ein anderer Punkt, aber von nichts kommt nichts..)

Oder schon mal von einer säkulären Arbeitsgemeinschaft in der CDU gehört?

Daher aus meiner Sicht: Die bereits bestehenden Parteien je nach eigener politischer Präferenz säkulär unterwandern.. zynisches Grinsen


Na, dann wandere mal schön! Vermutlich haben allein die beiden chr. Kirchen mehr Lobbyisten in den Reihen aller(!) im Bundestag vertretenen Parteien, als alle säkularen Organisationen zusammen Mitglieder haben. Das Rennen hast du verloren, noch bevor es begonnen hat.
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Naastika
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Beiträge: 6018
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Beitrag(#2096348) Verfasst am: 25.05.2017, 17:19    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:

Die Milliarden sind eine Sache. Der direkte Einfluss, der das Weiterfließen dieser Milliarden sichert, ist auf Dauer kritischer.


So isses! Und deshalb ist es zumindest in dieser Hinsicht vollkommen egal, welche Partei man wählt, und eine weitere Splitterpartei ohne irgendeine soziale Basis wird daran genau nichts ändern.



Nö, das ist nicht egal. Es gibt sehr wohl Parteien, die zumindest AUCH säkuläre und damit durachaus kirchenkritische Arbeitsgemeinschaften haben. Und diese haben auch Einfluss auf das Programm der Partei und deren politische Parlamentsarbeit. (Das das teilweise innerparteilich zäh ist, ist ein anderer Punkt, aber von nichts kommt nichts..)

Oder schon mal von einer säkulären Arbeitsgemeinschaft in der CDU gehört?

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Na, dann wandere mal schön! Vermutlich haben allein die beiden chr. Kirchen mehr Lobbyisten in den Reihen aller(!) im Bundestag vertretenen Parteien, als alle säkularen Organisationen zusammen Mitglieder haben. Das Rennen hast du verloren, noch bevor es begonnen hat.


NEIN!

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vrolijke
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Beitrag(#2096349) Verfasst am: 25.05.2017, 17:20    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:

Die Milliarden sind eine Sache. Der direkte Einfluss, der das Weiterfließen dieser Milliarden sichert, ist auf Dauer kritischer.


So isses! Und deshalb ist es zumindest in dieser Hinsicht vollkommen egal, welche Partei man wählt, und eine weitere Splitterpartei ohne irgendeine soziale Basis wird daran genau nichts ändern.



Nö, das ist nicht egal. Es gibt sehr wohl Parteien, die zumindest AUCH säkuläre und damit durachaus kirchenkritische Arbeitsgemeinschaften haben. Und diese haben auch Einfluss auf das Programm der Partei und deren politische Parlamentsarbeit. (Das das teilweise innerparteilich zäh ist, ist ein anderer Punkt, aber von nichts kommt nichts..)

Oder schon mal von einer säkulären Arbeitsgemeinschaft in der CDU gehört?

Daher aus meiner Sicht: Die bereits bestehenden Parteien je nach eigener politischer Präferenz säkulär unterwandern.. zynisches Grinsen


Na, dann wandere mal schön! Vermutlich haben allein die beiden chr. Kirchen mehr Lobbyisten in den Reihen aller(!) im Bundestag vertretenen Parteien, als alle säkularen Organisationen zusammen Mitglieder haben. Das Rennen hast du verloren, noch bevor es begonnen hat.


Naja; wenn man von vornherein die Händen in den schoss legt, führt gewiss nicht zum ziel.
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Marcellinus
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Beitrag(#2096353) Verfasst am: 25.05.2017, 18:08    Titel: Antworten mit Zitat

Naastika hat folgendes geschrieben:

NEIN!

Niemals aufgeben, niemals kapitulieren!! zynisches Grinsen


vrolijke hat folgendes geschrieben:

Naja; wenn man von vornherein die Händen in den schoss legt, führt gewiss nicht zum ziel.


Und das beides ist jetzt eine Ausrede für Realitätsverlust? Ein Therapie kann nicht funktionieren, wenn schon die Diagnose falsch ist.
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Naastika
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Beitrag(#2096354) Verfasst am: 25.05.2017, 18:20    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:

NEIN!

Niemals aufgeben, niemals kapitulieren!! zynisches Grinsen


vrolijke hat folgendes geschrieben:

Naja; wenn man von vornherein die Händen in den schoss legt, führt gewiss nicht zum ziel.


Und das beides ist jetzt eine Ausrede für Realitätsverlust? Ein Therapie kann nicht funktionieren, wenn schon die Diagnose falsch ist.



Aha, und das allgemeine Frauenwahlrecht war auch so ein Selbstgänger?
Die unter Realitätsverlust leidenden Suffragetten haben sich auch gesagt, das wird´s nix und sind Tee trinken gegangen?
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vrolijke
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Beiträge: 31741
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Beitrag(#2096355) Verfasst am: 25.05.2017, 18:30    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:

NEIN!

Niemals aufgeben, niemals kapitulieren!! zynisches Grinsen


vrolijke hat folgendes geschrieben:

Naja; wenn man von vornherein die Händen in den schoss legt, führt gewiss nicht zum ziel.


Und das beides ist jetzt eine Ausrede für Realitätsverlust? Ein Therapie kann nicht funktionieren, wenn schon die Diagnose falsch ist.

Es kann nur heißen: neue säkulare Partei gründen, oder in den Parteien säkulare Arbeit leisten.
Beides ist möglich.
Eine säkulare Partei, die plötzlich ordentlich Stimmen bekäme, verändert in andere Parteien das Denken.
Siehe die Grünen, und jetzt die AFD.
Wer sich noch erinnert; als die Grünen ihre erste Erfolgen hatten, entdeckten andere Parteien plötzlich auch grüne Themen.
Man kann jetzt beobachten, dass durch die Erfolge der AFD, andere Parteien gehörig nach rechts schwenken.
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 5513

Beitrag(#2096359) Verfasst am: 25.05.2017, 18:48    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:

Es kann nur heißen: neue säkulare Partei gründen, oder in den Parteien säkulare Arbeit leisten.
Beides ist möglich.
Eine säkulare Partei, die plötzlich ordentlich Stimmen bekäme, verändert in andere Parteien das Denken.
Siehe die Grünen, und jetzt die AFD.
Wer sich noch erinnert; als die Grünen ihre erste Erfolgen hatten, entdeckten andere Parteien plötzlich auch grüne Themen.
Man kann jetzt beobachten, dass durch die Erfolge der AFD, andere Parteien gehörig nach rechts schwenken.


Nein, das heißt es eben nicht!

Die Grünen hatten eine einfache Idee: Umweltschutz (oder ehrlicher: Ablehnung der Atomenergie), und sie hatten eine soziale Basis: die Bürgerinitiativen. Trotzdem war es schwer genug. Die AfD hatte ursprünglich auch eine einfach Idee: die Ablehnung des Euro. Hat nicht funktioniert. Dann kann die Sache mit den Flüchtlingen. War wie ein Geschenk. Trotzdem ist die Sache ziemlich unsicher, weil die soziale Basis fehlt.

Die Säkularen haben diese einfach Idee nicht. Weg mit den Kirchen ist eben einfach keine Idee für die, die gar nicht in einer Kirche sind. Und eine soziale Basis haben sie auch nicht. Stattdessen teilen sich die wenigen Aktivisten ein Wirrwarr von politischen und weltanschaulichen Kleinstorganisationen und Minivereinen, die sich unter einander auch noch die Pest an den Hals wünschen. Weil man diese Auseinandersetzung nicht wirklich verstehen kann, schreiben die Beteiligten dicke Bücher, die keiner liest, außer den Beteiligten. Daher wächst diese Szene auch nicht, und wird es auch auf absehbare Zeit nicht tun.

Die größte Lebenslüge von allen aber ist die Behauptung, man vertrete das Drittel Konfessionslose dieser Republik. Erstens weiß dieses Drittel gar nichts von ihrem „Glück“, und zweitens würde es sich nicht vertreten fühlen, selbst wenn es das wüßte.

Was also tun? (Ja, ich weiß, diese Frage ist nicht neu). Als erstes einmal eine Idee formulieren, für die es ein wahrnehmbares und definierbares Zielpublikum (die soziale Basis) gibt. Ich denke, damit ist man die nächsten Jahre ausgelastet - wenn die Beteiligten sich nicht in diesem Prozeß der Ideenfindung gegenseitig umgebracht haben werden. Wenn man davon ausgehen kann, daß ein Subset von ihnen hier in diesem Forum aufeinandertrifft, gibt das zu den schönsten Befürchtungen Anlaß. Ansonsten macht sich jede säkulare Organisation ob ihrer erkennbaren Bedeutungslosigkeit nur lächerlich.
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Naastika
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Anmeldungsdatum: 23.11.2003
Beiträge: 6018
Wohnort: an der Fütterungsstelle der Eichhörnchen

Beitrag(#2096362) Verfasst am: 25.05.2017, 19:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ich fürchte, Marcellinus hat recht.
Der rein säkuläre Ansatz ist zu wenig. Ich persönlich würde jedenfalls nicht auf Einsatz für die Grünen verzichten, um micht jetzt für eine neue säkuläre Partei einsetzen.

Die Rettung der menschlichen Zivilisation durch nachhaltigem Umgang mit begrenzten Ressourcen ist nun mal wichtiger, als den Theisten in die Suppe zu spucken. Und in meiner Partei kann ich nun mal beides.. Auf den Arm nehmen


edith. nun is aber gut..
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Lila Einhorn
posthumanistischer Quantum-Feminist



Anmeldungsdatum: 30.11.2013
Beiträge: 196

Beitrag(#2096367) Verfasst am: 25.05.2017, 19:49    Titel: Antworten mit Zitat

Die Kirchen in Deutschland sind doch bereits tot. Intellektuell Bankrott, kaum noch echten Rückhalt in der Jugend, eigenständige, religiös gefestigte Menschen findet man allenfalls noch unter Rentnern oder bald Rentern in nennenswerter Zahl - und die sterben gerade reihenweise weg. Wer mit solchen Menschen ein Problem hat, muss nur abwarten.

Letztlich sind die beiden Grokirchen heute nichts weiter als der esoterisch angehauchte Arm der Parteien und linker "NGOs". Man sieht es heute beim Kirchentag (mit Merkel, Obama, usw). Eine ideologische und inhaltliche Eigenständigkeit ist allenfalls noch bei Freikirchen und katholischen Splittergruppen zu erkennen, die aber höchstens Krümel vom Staat erhalten - nichts über das sich eine Auseinandersetzung lohnen würde. Die Trennung von Staat und Religion ist nicht nur längst vollzogen, es geht sogar noch weiter: Vom Staat geförderte säkulare Ideologien haben das Christentum aus den Kirchen vertrieben, die sich jetzt weitgehend auf Folklorenpflege beschränken.

"Humanisten", die heute noch gegen "kirchliche Privilegien" kämpfen, haben entweder die Entwicklung der letzten Jahrzehnte total verschlafen oder es geht ihnen nur darum, ihre eigene Folklore zu bewahren. In ihrer Jugend, vor Jahrzehnten, mag das mit dem Kampf gegen die damals eigenständigen, mächtigen Kirchen noch ein interessanter Schauplatz gewesen sein und man konnte sich in dem Kampf selbstverwirklichen. Jetzt ist der einst mächtige Gegner besiegt, aber weil es so schön war, plärrt man halt weiter die alten Parolen in die Welt. Sich jetzt im Alter ein neues Betätigungsfeld zu suchen, ist nicht so einfach; man ist intellektuell eingerostet, hat nicht mehr die Kraft, sich neue Gebiete zu erschließen.

Auch als Atheist fallen mir viele Gründe ein, die Kirchen zu subventionieren. Irgendjemand muss die Rentner bespaßen, und ihre Jugendgruppen dienen als Auffangbecken für psychisch Labile und andere Problempersonen. Ohne ein wenig esoterischen Hokuspokus geht das alles eben nicht. Bestehende Strukturen zu zerschlagen, reicht nicht aus. Man müsste zuerst Alternativ-Programme entwickeln. Aber warum sollte man das wollen? Die Kirchen erfüllen doch ihren Zweck, sind historisch gewachsen und im Volk verankert. Alternativ-Programme aus dem Nichts zu erschaffen, wäre vielleicht weitaus kostspieliger.
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DonMartin
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Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 3916

Beitrag(#2096368) Verfasst am: 25.05.2017, 20:11    Titel: Antworten mit Zitat

Lila Einhorn hat folgendes geschrieben:
Die Kirchen in Deutschland sind doch bereits tot.
...
"Humanisten", die heute noch gegen "kirchliche Privilegien" kämpfen, haben entweder die Entwicklung der letzten Jahrzehnte total verschlafen oder es geht ihnen nur darum, ihre eigene Folklore zu bewahren.
...

Daumen hoch!
Ich wundere mich auch bisweilen, mit welchem Eifer man auf dieses tote Pferd eindrischt.
Wenn überhaupt, dann droht "Gefahr" eher von der religiösen Rechten, also dem Volk, was sich auf den kath&kreuz-Portalen herumtreibt und ihren Ablegern im RL (Beverfoerde, Störchin, AfD & DfA). Die liegen aber mit der Amtskirche über kreuz
(pun intended).
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 20037
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2096370) Verfasst am: 25.05.2017, 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

Lila Einhorn hat folgendes geschrieben:
Die Kirchen in Deutschland sind doch bereits tot. Intellektuell Bankrott, kaum noch echten Rückhalt in der Jugend, eigenständige, religiös gefestigte Menschen findet man allenfalls noch unter Rentnern oder bald Rentern in nennenswerter Zahl - und die sterben gerade reihenweise weg. Wer mit solchen Menschen ein Problem hat, muss nur abwarten.

Letztlich sind die beiden Grokirchen heute nichts weiter als der esoterisch angehauchte Arm der Parteien und linker "NGOs". ....

Das ist eine Verkehrung der Tatsachen, was Du hier schreibst. Dass den Kirchen die Schafe wegrennen, ist ein Sache. Ihre politische Macht ist eine ganz andere, und die ist heute größer als in den 50ern - es sind inzwischen alle Wege bestens geschmiert, übrigens auch bei den Grünen, ich vermute, sogar bei den Linken.

Ich habe bisher meistens grün mit der 2t-Stimme und SPD mit der 1st-Stimme gewählt. Die sind mir aber inzwischen als Übel auch nicht mehr gering genug, um sie zu wählen. Und wenn ich meine Stimme schon "verfallen" lasse, d.h. keine Partei wähle, die meine Meinung vertreten könnte - es tut zur Zeit auch keine - , dann kann ich das Stimme-Wegwerfen auch auf eine Art machen, die eine Richtung anzeigt. Das ist mit den Humanisten möglich.
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Alchemist
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 20736
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2096371) Verfasst am: 25.05.2017, 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Lila Einhorn hat folgendes geschrieben:
Die Kirchen in Deutschland sind doch bereits tot.
...
"Humanisten", die heute noch gegen "kirchliche Privilegien" kämpfen, haben entweder die Entwicklung der letzten Jahrzehnte total verschlafen oder es geht ihnen nur darum, ihre eigene Folklore zu bewahren.
...

Daumen hoch!
Ich wundere mich auch bisweilen, mit welchem Eifer man auf dieses tote Pferd eindrischt.
Wenn überhaupt, dann droht "Gefahr" eher von der religiösen Rechten, also dem Volk, was sich auf den kath&kreuz-Portalen herumtreibt und ihren Ablegern im RL (Beverfoerde, Störchin, AfD & DfA). Die liegen aber mit der Amtskirche über kreuz
(pun intended).


Wenn ihr meint...

Ich sehe immer noch überall kirchliche Privilegien:
Arbeitsrecht, Ethik- und Rundfunkräte, vom Staat organisierte Beitragseintreibung, Staatsleistungen und vom Staat bezahlte Oberfuzzys und was weiß ich noch.

Mit den Augen rollen
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Naastika
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Anmeldungsdatum: 23.11.2003
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Beitrag(#2096373) Verfasst am: 25.05.2017, 20:30    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Lila Einhorn hat folgendes geschrieben:
Die Kirchen in Deutschland sind doch bereits tot.
...
"Humanisten", die heute noch gegen "kirchliche Privilegien" kämpfen, haben entweder die Entwicklung der letzten Jahrzehnte total verschlafen oder es geht ihnen nur darum, ihre eigene Folklore zu bewahren.
...

Daumen hoch!
Ich wundere mich auch bisweilen, mit welchem Eifer man auf dieses tote Pferd eindrischt.
Wenn überhaupt, dann droht "Gefahr" eher von der religiösen Rechten, also dem Volk, was sich auf den kath&kreuz-Portalen herumtreibt und ihren Ablegern im RL (Beverfoerde, Störchin, AfD & DfA). Die liegen aber mit der Amtskirche über kreuz
(pun intended).


Wenn ihr meint...

Ich sehe immer noch überall kirchliche Privilegien:
Arbeitsrecht, Ethik- und Rundfunkräte, vom Staat organisierte Beitragseintreibung, Staatsleistungen und vom Staat bezahlte Oberfuzzys und was weiß ich noch.

Mit den Augen rollen



Das stimmt.
Deren Auswirkungen bewegen sich allerdings unterhalb der Fühlbarkeitsschwelle der Bevölkerung (ausser die arbeitsrechtlichen Privilegien, auch die tun nur den in kirchlichen Einrichtungen Beschäftigten weh..)

Und wenn schon ein Freigeist (..?) LilaEinhorn schreibt, "Die Kirchen erfüllen doch ihren Zweck, sind historisch gewachsen und im Volk verankert.", was ist von dem Wahlvolk zu erwarten..
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Beitrag(#2096375) Verfasst am: 25.05.2017, 20:38    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
....

Die Säkularen haben diese einfach Idee nicht. Weg mit den Kirchen ist eben einfach keine Idee für die, die gar nicht in einer Kirche sind. ....

Weg mit den Kirchen kann es auch nicht sein. Die Kirchen sind ja primär nur der organisatorische Kopf eines durch sie definierten Bevölkerungsanteils, wenn auch mit einer historisch bedingt gruseligen Macht. Worum es nur gehen kann, ist eine Reduzierung dieser Macht in eine angemessene Größe, was wirtschaftlich durchaus Folgen hätte: Die kirchliche Wirtschaft, insgesamt knapp mehr als unsere Automobilwirtschaft mit Zulieferbetrieben, würde zur normalen Wirtschaft ohne besondere Vergünstigungen werden, der Tendenzschutz würde an vielen Ecken wegfallen, was z.B. bedeuten würde, dass der Pflegebereich an die restliche Lohnentwicklung angekoppelt werden könnte usw.. Wenn man das wirklich durchspielt, krempelt das unseren Staat erheblich weiter um, als sich die meisten vorstellen.

Wenn man den kirchlich nicht organisierten aber zeigen kann, dass die etablierten Parteien bereits von sich aus darauf verzichten, das überhaupt in Angriff zu nehmen - die Verhältnisse von Kirchenmitgliedern zu Nichtkirchenmitgliedern in den Parlamenten relativ zu denen in den Ländern könnten soetwas gerade im Osten sehr einfach zeigen, dann wäre das etwas völlig anderes als Weg mit den Kirchen.

Es geht um die Verteilung demokratischer Macht. Warum sollte da die Parität zwischen Christen und Nichtchristen nicht genauso zu einem Thema gemacht werden können, wie die zwischen Männlein und Weiblein?
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DonMartin
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Beiträge: 3916

Beitrag(#2096376) Verfasst am: 25.05.2017, 20:43    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:

Ich sehe immer noch überall kirchliche Privilegien:
Arbeitsrecht, Ethik- und Rundfunkräte, vom Staat organisierte Beitragseintreibung, Staatsleistungen und vom Staat bezahlte Oberfuzzys und was weiß ich noch.

Das sind aber bestenfalls klägliche Überreste.
Arbeitsrecht ist sicher ein Ärgernis, aber zum einen wurde das bereits von den Kirchen selber durchlöchert,
zum andern wird auch hier der stete Tropfen den Stein höhlen.
Die "Beitragseintreibung" (vermutlich meinst Du die Kirchensteuer) betrifft eh nur die Vereinsmitglieder und die lässt der Staat sich extra bezahlen (ca 3% der KiSt, wimre). Ausserdem macht das die Kirchen gefügiger. Die schärfsten Gegner der KiSt sind daher nicht nur Atheisten, sondern religiöse Fundis.
Falls Du mit "Oberfuzzys" Bischöfe meinst: ja die hält der Staat sich wie Beamte, dafür müssen sie auch schonmal den Eid auf die jeweilige Landesverfassung schwören, sie können nicht einfach so drauflossemmeln wie ihre Kollegen im säkularen Frankreich oder Italien.
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panta rhei



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 18381
Wohnort: Sine Nomine

Beitrag(#2096377) Verfasst am: 25.05.2017, 20:45    Titel: Antworten mit Zitat

Naastika hat folgendes geschrieben:
Deren Auswirkungen bewegen sich allerdings unterhalb der Fühlbarkeitsschwelle der Bevölkerung (ausser die arbeitsrechtlichen Privilegien, auch die tun nur den in kirchlichen Einrichtungen Beschäftigten weh..)


Wir reden hier in D ueber den groeszten Sektor des Arbeitsmarktes (nach dem Staat) und dieser dehnt sich doch weiter aus! Immer wieder schluepfen bislang nichtkonfessionelle Sozialaeinrichtungen unter das Dach der kirchlichen Sozialkonzerne, um die Betriebsraete loszuwerden und die Loehne senken zu koennen.

Das kirchliche Arbeitesrecht trifft auch gerade jene, welche durch dieses gar nicht erst in den Sektor gelangen.

Es trifft zudem potentielle Nutzer dieser oeffentlich finanzierten Einrichtungen. Wenn es in einer Stadt nur noch kirchliche Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen gibt ...
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Sermon
panta rhei



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Beitrag(#2096378) Verfasst am: 25.05.2017, 20:54    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
{...]Kirchensteuer) betrifft eh nur die Vereinsmitglieder und die lässt der Staat sich extra bezahlen (ca 3% der KiSt, wimre).


Die unbegrenzte Abzugsfaehigkeit der Kirchensteuer trifft den gesamten Staat.

Der Kirchensteuerabzug geschieht vor der Lohnpfaendungsfaehigkeit (z.B. Unterhaltsansprueche).
Mit 3% koennten die Kirchen kein eigenes Mitgliedsbeitragsbetreibungysystem realisieren.
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DonMartin
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Beitrag(#2096379) Verfasst am: 25.05.2017, 21:19    Titel: Antworten mit Zitat

Sermon hat folgendes geschrieben:

Mit 3% koennten die Kirchen kein eigenes Mitgliedsbeitragsbetreibungysystem realisieren.

Jeder Karnickelverein schafft es, seine Mitgliedsbeiträge einzutreiben, das wäre also nicht der Punkt.
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 10146

Beitrag(#2096380) Verfasst am: 25.05.2017, 21:24    Titel: Antworten mit Zitat

Lila Einhorn hat folgendes geschrieben:
"Humanisten", die heute noch gegen "kirchliche Privilegien" kämpfen, haben entweder die Entwicklung der letzten Jahrzehnte total verschlafen oder es geht ihnen nur darum, ihre eigene Folklore zu bewahren. In ihrer Jugend, vor Jahrzehnten, mag das mit dem Kampf gegen die damals eigenständigen, mächtigen Kirchen noch ein interessanter Schauplatz gewesen sein und man konnte sich in dem Kampf selbstverwirklichen. Jetzt ist der einst mächtige Gegner besiegt, aber weil es so schön war, plärrt man halt weiter die alten Parolen in die Welt.

showtime
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



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Beitrag(#2096382) Verfasst am: 25.05.2017, 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Lila Einhorn hat folgendes geschrieben:
Die Kirchen in Deutschland sind doch bereits tot.
...
"Humanisten", die heute noch gegen "kirchliche Privilegien" kämpfen, haben entweder die Entwicklung der letzten Jahrzehnte total verschlafen oder es geht ihnen nur darum, ihre eigene Folklore zu bewahren.
...

Daumen hoch!
Ich wundere mich auch bisweilen, mit welchem Eifer man auf dieses tote Pferd eindrischt.
Wenn überhaupt, dann droht "Gefahr" eher von der religiösen Rechten, also dem Volk, was sich auf den kath&kreuz-Portalen herumtreibt und ihren Ablegern im RL (Beverfoerde, Störchin, AfD & DfA). Die liegen aber mit der Amtskirche über kreuz
(pun intended).


Wenn ihr meint...

Ich sehe immer noch überall kirchliche Privilegien:
Arbeitsrecht, Ethik- und Rundfunkräte, vom Staat organisierte Beitragseintreibung, Staatsleistungen und vom Staat bezahlte Oberfuzzys und was weiß ich noch.

Mit den Augen rollen

Das siehst Du sehr wahrscheinlich richtig.

@ Lila Einhorn
Klär mich doch mal auf, welche Entwicklungen der letzten Jahre und Jahrzehnte ich verschlafen habe. Du brauchst jetzt also nur die kirchlichen Privilegien und Subventionen aufzuzählen, von denen ich nach Deiner Meinung nicht mitbekommen habe, dass sie gestrichen wurde.

Und dann habe ich noch einen Vorschlag:
Ich habe da oben einen Buchtitel von Carsten Frerk genannt: Kirchenrepublik Deutschland. Das Buch ist neu, und Frerk hat auch nur ein ganzes Jahr dafür recherchiert. Ein Kenner wie Du wird da sicher reinsehen und mit dem ersten Blick erkennen können, was Frerk alles verschlafen hat und was man völlig anders beurteilen müsste. Für Fachleute wie Dich ist übrigens auch eine elektronische Form dieses Buches mit erweitertem Quellenteil erhältlich .
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Sermon
panta rhei



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
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Wohnort: Sine Nomine

Beitrag(#2096385) Verfasst am: 25.05.2017, 21:35    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Sermon hat folgendes geschrieben:

Mit 3% koennten die Kirchen kein eigenes Mitgliedsbeitragsbetreibungysystem realisieren.

Jeder Karnickelverein schafft es, seine Mitgliedsbeiträge einzutreiben, das wäre also nicht der Punkt.


Warum straeuben sich dann die Kirchen so dagegen, ihre eigenen Angelegenheiten selbst zu erledigen?
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Marcellinus
Outsider



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Beiträge: 5513

Beitrag(#2096398) Verfasst am: 25.05.2017, 22:03    Titel: Antworten mit Zitat

Sermon hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Sermon hat folgendes geschrieben:

Mit 3% koennten die Kirchen kein eigenes Mitgliedsbeitragsbetreibungysystem realisieren.

Jeder Karnickelverein schafft es, seine Mitgliedsbeiträge einzutreiben, das wäre also nicht der Punkt.


Warum straeuben sich dann die Kirchen so dagegen, ihre eigenen Angelegenheiten selbst zu erledigen?


Weil sie mehr Geld haben wollen, als ihnen freiwillig gezahlt würde.
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



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Beitrag(#2096423) Verfasst am: 26.05.2017, 00:28    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Sermon hat folgendes geschrieben:

Mit 3% koennten die Kirchen kein eigenes Mitgliedsbeitragsbetreibungysystem realisieren.

Jeder Karnickelverein schafft es, seine Mitgliedsbeiträge einzutreiben, das wäre also nicht der Punkt.

Das ist schon deshalb ein Punkt, weil Vereinsbeiträge beim Karnickelzüchterverein bei allen Vereinsmitgliedern gleich hoch sind und die Kirchen abseits der Beiträge, die sie im Moment erhalten, (noch) keinen automatischen Einblick in die Einkommenslage ihrer Mitglieder haben. Schon alleine, dass das als Steuer gehandhabt wird, dass also Vereinsbeiträge hier einkommensabhängig sind, und das, obwohl das normale Mitglied nie als Geschäftstüchtiger eine Beitrittserklärung abgegeben hat, zeigt die besondere Stellung dieses Vereins.
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Zuletzt bearbeitet von fwo am 26.05.2017, 00:36, insgesamt einmal bearbeitet
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
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Beitrag(#2096424) Verfasst am: 26.05.2017, 00:31    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:

Ich sehe immer noch überall kirchliche Privilegien:
Arbeitsrecht, Ethik- und Rundfunkräte, vom Staat organisierte Beitragseintreibung, Staatsleistungen und vom Staat bezahlte Oberfuzzys und was weiß ich noch.

Das sind aber bestenfalls klägliche Überreste.....

Das ist jetzt sehr diffus. Auch an Dich die Frage: Welche Privilegien und Subventionen wurden konkret abgeschafft?
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DonMartin
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Beitrag(#2096427) Verfasst am: 26.05.2017, 01:47    Titel: Antworten mit Zitat

Sermon hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Sermon hat folgendes geschrieben:

Mit 3% koennten die Kirchen kein eigenes Mitgliedsbeitragsbetreibungysystem realisieren.

Jeder Karnickelverein schafft es, seine Mitgliedsbeiträge einzutreiben, das wäre also nicht der Punkt.


Warum straeuben sich dann die Kirchen so dagegen, ihre eigenen Angelegenheiten selbst zu erledigen?

Tut sie das?
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DonMartin
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Beitrag(#2096428) Verfasst am: 26.05.2017, 01:52    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:

Das ist jetzt sehr diffus. Auch an Dich die Frage: Welche Privilegien und Subventionen wurden konkret abgeschafft?

Das Thema hatten wir doch schon öfter.
Das mMn wichtigste Privileg, nämlich die eigenen Moralvorstellungen der Gesellschaft zu diktieren,
ist weitgehend weg.
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