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Die Deutschen sind böse, sehr böse - The Germans are evil, very evil!
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Sind die Deutschen böse, sehr böse?
So 'pauschal' möchte ich das gerne mit JA beantworten.
25%
 25%  [ 2 ]
So 'pauschal' kann man das nicht sagen.
0%
 0%  [ 0 ]
Was soll das mit dem 'pauschal' - Lokführer würden andere Worte benutzen.
25%
 25%  [ 2 ]
Wenn Amerikaner deutsche Vorfahren haben, dann ja.
25%
 25%  [ 2 ]
Das muss man unbedingt differenziert betrachten. Manchmal Ja - manchmal Nein
25%
 25%  [ 2 ]
Stimmen insgesamt : 8

Autor Nachricht
sünnerklaas
Mietzekatzenkater - treibt den Kessel



Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 10161
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Beitrag(#2096562) Verfasst am: 27.05.2017, 09:54    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Wenn Amerikaner deutsche Prukte kaufen, hat das andere Gründe als den Preis - das sind Qualität und das daran hängende Image.


Man sehe sich allein einmal die Ursachen für die schon seit vielen Jahren bestehende tiefe Krise der US-Automobilbauer an. Die wurden und werden durch immer wiederkehrende schwerwiegende Qualitätsprobleme hervorgerufen.
Und bei diejenigen US-Firmen, die am Weltmarkt erfolgreich sind, sitzen in den Entwicklungsabteilungen praktisch keine US-Amerikaner. Das liegt unter anderem an dem grottenschlechten US-Bildungssystem. Aber das würden Trump und Co. ja am allerliebsten komplett privatisieren und noch weiter herunter fahren.
_________________
"Bullshit ist eine dritte Kategorie zwischen Wahrheit und Lüge" (Harry Frankfurt)

Ausser Hypochondrie habe ich alle Krankheiten.

Ich fordere: JEDEM VOLLPFOSTEN SEIN EIGENES "Mimi-Mimi!"
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Skeptiker
linksunten



Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 12668
Wohnort: Lovetown

Beitrag(#2096570) Verfasst am: 27.05.2017, 10:22    Titel: Antworten mit Zitat

sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Wenn Amerikaner deutsche Prukte kaufen, hat das andere Gründe als den Preis - das sind Qualität und das daran hängende Image.


Man sehe sich allein einmal die Ursachen für die schon seit vielen Jahren bestehende tiefe Krise der US-Automobilbauer an. Die wurden und werden durch immer wiederkehrende schwerwiegende Qualitätsprobleme hervorgerufen.
Und bei diejenigen US-Firmen, die am Weltmarkt erfolgreich sind, sitzen in den Entwicklungsabteilungen praktisch keine US-Amerikaner. Das liegt unter anderem an dem grottenschlechten US-Bildungssystem. Aber das würden Trump und Co. ja am allerliebsten komplett privatisieren und noch weiter herunter fahren.


Genau, alles, was profitabel ist, wird privatisiert und kommerzialisiert, ob in den USA oder in der EU, auch zukünftig.

Das ist gesamtökonomisch betrachtet eine Katastrophe und ein großer Rückschritt nach bisherigen erfolgreichen Verstaatlichungen etwa des Bildungssystems.

Aber die USA wird das ausgleichen durch eine selektive Einwanderungspolitik, wo sie sich die Spezialisten, die sie nicht selber ausbilden, von auswärts herein holen.

Derzeit fährt Trump einen Protektionismus mit dem mittelfristigen Ziel, den technologischen Vorsprung Chinas und Deutschlands aufzuholen um dann, wenn dies geschafft ist, die Grenzen des *freien* Warenverkehrs wieder zu öffnen.
_________________
°
"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 1634

Beitrag(#2096583) Verfasst am: 27.05.2017, 15:32    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Schon Michael Jackson sang "I'm bad, I'm bad - really, really bad".
Im Maximalpigmentierten-Jargon hiess das doch "Ich bin ganz toll", oder?
Also was soll's.


Wieso benutzt man eigentlich solch bescheuerten Wörter?


Ja wer wohl....


So weit ich mich erinnere, heißt "bad" im New Yorker Slang allgemein so was wie "toller Hecht", auch im Sinn von Michael Jacksons Song, aber unabhängig von der Hautfarbe verwendet.

Das beste Beispiel für die Bedeutungslosigkeit der Hautfarbe gab Michael Jackson unfreiwillig selbst, indem sich seine Hautpigmente mit seiner Vitiligo Erkrankung verabschiedeten, während er stets derselbe blieb.

http://www.brigitte.de/gesund/gesundheit/eine-haut-wie-michael-jackson--vitiligo-10128508.html
_________________
72. Generalversammlung der Vereinten Nationen, Presse-Mitteilung
http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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DonMartin
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Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 3771

Beitrag(#2096584) Verfasst am: 27.05.2017, 16:26    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Schon Michael Jackson sang "I'm bad, I'm bad - really, really bad".
Im Maximalpigmentierten-Jargon hiess das doch "Ich bin ganz toll", oder?
Also was soll's.


Wieso benutzt man eigentlich solch bescheuerten Wörter?

Das gute alte "Neger" ist halt verboten.
Dann muss man eben auf pc-Gaga ausweichen.
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Bravopunk
Unvollender



Anmeldungsdatum: 08.03.2008
Beiträge: 24826
Wohnort: Edo

Beitrag(#2096588) Verfasst am: 27.05.2017, 17:01    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Schon Michael Jackson sang "I'm bad, I'm bad - really, really bad".
Im Maximalpigmentierten-Jargon hiess das doch "Ich bin ganz toll", oder?
Also was soll's.


Wieso benutzt man eigentlich solch bescheuerten Wörter?

Das gute alte "Neger" ist halt verboten.
Dann muss man eben auf pc-Gaga ausweichen.


"Maximalpigmentierte" ist genaugenommen kein PC-Gaga. Es ist eine Verhohnepiepelung davon, die darauf beruht, dass erst "Schwarze", dann "Farbige", dann "Dunkelhäutige" von den PClern für zu diskriminierend empfunden wurde. Derzeit ist man da auf PoC (People of Colour) umgestiegen, was aber vielerorts auch schon wieder kritisiert wird, weil es sich noch immer auf die Farbe fixiert und, nebenbei bemerkt, auch keine ausreichende Möglichkeit der Klassifizierung genetischer Populationen bietet.

Aber solln se doch. Schulterzucken Über kurz oder lang wird sich das durchsetzen, dass am besten geeignet ist. Die kulturelle Evolution wird die unbrauchbaren Begriffe schon irgendwann rausmendeln. Smilie
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tillich (epigonal)
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Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 14990

Beitrag(#2096592) Verfasst am: 27.05.2017, 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Schon Michael Jackson sang "I'm bad, I'm bad - really, really bad".
Im Maximalpigmentierten-Jargon hiess das doch "Ich bin ganz toll", oder?
Also was soll's.


Wieso benutzt man eigentlich solch bescheuerten Wörter?

Das gute alte "Neger" ist halt verboten.
Dann muss man eben auf pc-Gaga ausweichen.


"Maximalpigmentierte" ist genaugenommen kein PC-Gaga. Es ist eine Verhohnepiepelung davon, die darauf beruht, dass erst "Schwarze", dann "Farbige", dann "Dunkelhäutige" von den PClern für zu diskriminierend empfunden wurde.

"Schwarze" ist mw durchaus OK. Um sich sprachlich halbwegs anständig zu benehmen, muss man eigentlich nur den einen Begriff meiden, von dem jeder weiß - auch DonMartin offensichtlich -, dass er heute als beleidigend empfunden wird. In manchen Kreisen wird nach noch besseren Begriffen gesucht, ja, aber wenn man da nicht über alles auf dem neuesten Stand ist, ist das eigentlich nicht anstößig.

Was Don martin hier macht, ist, sich darüber lustig zu machen, dass es heute zum guten Ton gehört, Leute nicht mit als beleidigend empfundenen Wörtern zu belegen. Dazu kann sich jetzt jeder sein Teil denken. Das Wort "Maximalpigmentiert" wird denn auch mW idR in dezidiert antiantirassistischen reisen benutzt (das war jetzt pc für rechtsextrem).
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DonMartin
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Beiträge: 3771

Beitrag(#2096596) Verfasst am: 27.05.2017, 20:06    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Was Don martin hier macht, ist, sich darüber lustig zu machen, dass es heute zum guten Ton gehört, Leute nicht mit als beleidigend empfundenen Wörtern zu belegen.

Jou. Und ich finde, das gehört auch so.
Ich finde nämlich weder "Neger" beleidigend noch Mohrenköpfe, und auch zum Sarotti-Mohren fällt mir nur Süsses ein und sonst nichts.
Es ist halt zu dämlich, wenn eine Betroffenheitselite meint, mit einer Art Neusprech den Kolonialismus ungeschehen zu machen.
Und auch daran, dass die Bewohner Afrikas auch heute noch die A-Karte haben, ändern Sprachsäuberungen rein gar nichts.
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vrolijke
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Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2096597) Verfasst am: 27.05.2017, 20:14    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Was Don martin hier macht, ist, sich darüber lustig zu machen, dass es heute zum guten Ton gehört, Leute nicht mit als beleidigend empfundenen Wörtern zu belegen.

Jou. Und ich finde, das gehört auch so.
Ich finde nämlich weder "Neger" beleidigend noch Mohrenköpfe, und auch zum Sarotti-Mohren fällt mir nur Süsses ein und sonst nichts.
Es ist halt zu dämlich, wenn eine Betroffenheitselite meint, mit einer Art Neusprech den Kolonialismus ungeschehen zu machen.
Und auch daran, dass die Bewohner Afrikas auch heute noch die A-Karte haben, ändern Sprachsäuberungen rein gar nichts.


Wenn das weiterdiskutiert werden sollte, machs bitte per Kopie-Paste, und ziehe es in den Thread: Sprache und Diskriminierung.
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Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

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beachbernie
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Beitrag(#2096602) Verfasst am: 27.05.2017, 22:22    Titel: Antworten mit Zitat

Darf ich hoeflichst darauf hinweisen, dass es in diesem Thread nicht um Menschen mit dunkler Hautfarbe geht, sondern um Deutsche?

Da gibt es endlich mal einen richtig deutschlandkritischen Thread (Deutschlandkritik kommt ja generell viel zu kurz in diesem Forum!) und sofort wird der wieder umfunktioniert.

Also bitte mehr Kritik an Deutschland und Deutschen hier und nicht soviel vom Thema abschweifen. Mit den Augen rollen


Es wird ja ueberhaupt wieder Zeit diese Deutschen mehr in die Schranken zu weisen und ihnen nicht immer in vorauseilendem Gehorsam kulturell entgegenzukommen, z.B. indem manche von moslemischen Frauen verlangen ihr Kopftuch abzulegen, wenn sie in Deutschland zu Besuch sind. Einfach unerhoert welche Frechheiten sich die Deutschen herausnehmen! Sehr glücklich
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luc
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Beitrag(#2096603) Verfasst am: 27.05.2017, 23:31    Titel: Antworten mit Zitat

Es scheint nicht besonders erwünscht, Deutschland zu kritisieren. Ich lese auch in einem französischsprachigen Forum. Die gleichen Reflexe, wenn man Frankreich kritisiert. Bei englischen Foren habe ich nicht nachgeschaut aber ich kann mir vorstellen, dass es genauso dämlich zugeht.
Wir sprechen hier von der deutschen Wirtschaft und von den Problemen, die eventuell entstehen und schnell wird das Thema gewechselt und es wird geblödet. Mit den Augen rollen
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2096606) Verfasst am: 27.05.2017, 23:50    Titel: Antworten mit Zitat

luc hat folgendes geschrieben:
Es scheint nicht besonders erwünscht, Deutschland zu kritisieren. Ich lese auch in einem französischsprachigen Forum. Die gleichen Reflexe, wenn man Frankreich kritisiert. Bei englischen Foren habe ich nicht nachgeschaut aber ich kann mir vorstellen, dass es genauso dämlich zugeht.
Wir sprechen hier von der deutschen Wirtschaft und von den Problemen, die eventuell entstehen und schnell wird das Thema gewechselt und es wird geblödet. Mit den Augen rollen


Eigentlich geht es in diesem Thread um das dumme Geschwaetz eines Dummschwaetzers, den ernst zu nehmen nicht lohnt.

Ich bin echt erstaunt mit welcher Ernsthaftigkeit Trumps Geplapper hier behandelt wird. Mensch Kinder, morgen schawaetzt der wieder genau andersrum, wenn es ihm opportun erscheint!
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luc
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Beitrag(#2096609) Verfasst am: 28.05.2017, 00:34    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
Es scheint nicht besonders erwünscht, Deutschland zu kritisieren. Ich lese auch in einem französischsprachigen Forum. Die gleichen Reflexe, wenn man Frankreich kritisiert. Bei englischen Foren habe ich nicht nachgeschaut aber ich kann mir vorstellen, dass es genauso dämlich zugeht.
Wir sprechen hier von der deutschen Wirtschaft und von den Problemen, die eventuell entstehen und schnell wird das Thema gewechselt und es wird geblödet. Mit den Augen rollen


Eigentlich geht es in diesem Thread um das dumme Geschwaetz eines Dummschwaetzers, den ernst zu nehmen nicht lohnt.

Ich bin echt erstaunt mit welcher Ernsthaftigkeit Trumps Geplapper hier behandelt wird. Mensch Kinder, morgen schawaetzt der wieder genau andersrum, wenn es ihm opportun erscheint!


Dass Trump sich sehr primitiv ausdrückt, wissen wir schon. Dass er ein Problem anspricht, nämlich die Ausrichtung der deutschen Wirtschaft und den Exportüberschuss, ist vielleicht eine Überlegung wert, egal wie er es thematisiert. Andere haben es auch thematisiert: Macron, Lagarde. Zipras, Rajoy, Junker....
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abbahallo
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Beitrag(#2096611) Verfasst am: 28.05.2017, 00:36    Titel: Antworten mit Zitat

Bloß den Exportüberschuß wird man dann immer noch diskutieren, besonders mit den EU-Partnern. Ich erinnere mich sogar gelesen zu haben, dass selbst Schäuble darin auch Probleme sieht, die er nicht anderen Staaten als Hausaufgaben aufdrücken kann.
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DonMartin
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Anmeldungsdatum: 13.08.2013
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Beitrag(#2096617) Verfasst am: 28.05.2017, 01:09    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht macht einer der vielen Wirtschaftsexperten hier mal den Erklärbär:
Exportüberschuss heisst doch, etwas verkürzt ausgedrückt,
dass deutsche Werktätige rackern ohne Ende, und dann alles ans Ausland verschenken, oder?
Wenn man das etwas mehr ventilieren könnte, vor allem dem deutschen Werktätigen...

Es gibt allerdings auch Experten, die sagen, Trump habe - wen wundert's - mal wieder Müll geredet:
http://www.n-tv.de/wirtschaft/US-Konzerne-uebertreffen-deutsche-Autobauer-article19862464.html
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abbahallo
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Anmeldungsdatum: 10.12.2012
Beiträge: 1796

Beitrag(#2096619) Verfasst am: 28.05.2017, 02:20    Titel: Antworten mit Zitat

Die Werktätigen, die die europäischen Schlachthöfe ruinieren, sind zum großen Teil Osteuropäer mit Werksverträgen in deutschen Fabriken.

Autos sind für den Handelsüberschuß gegenüber den USA kein gutes Beispiel, weil die meisten deutschen Autos in USA auch dort produziert werden. Ich weiß nicht, womit die deutsche Industrie dort ihren Überschuß erwirtschaftet, vermute Maschinenbau. Für die Amis wird auch wohl ärgerlich sein, dass sie das meiste ihrer Agrarprodukte auf EU-Märkten wegen der Gentechnik nicht loswerden.

Die FAZ erklärt recht einfach und trotzdem ziemlich zutreffend. http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/exportueberschuesse-deutschlands-wirtschaft-ist-zu-stark-warum-14981097.html

Ich fände ja gut, wenn man endlich die Leiharbeit verteuerte und überhaupt den Niedriglohnsektor eindämmte. Investitionsbedarf gibt es auch reichlich, also einiges, was man gegen das Handelsungleichgewicht tun kann, ist durchaus in unserem Interesse.
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DonMartin
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Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 3771

Beitrag(#2096620) Verfasst am: 28.05.2017, 03:34    Titel: Antworten mit Zitat

abbahallo hat folgendes geschrieben:
Für die Amis wird auch wohl ärgerlich sein, dass sie das meiste ihrer Agrarprodukte auf EU-Märkten wegen der Gentechnik nicht loswerden.

Nachtigall, ick hör dir trapsen.
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DonMartin
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Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 3771

Beitrag(#2096621) Verfasst am: 28.05.2017, 03:38    Titel: Antworten mit Zitat

abbahallo hat folgendes geschrieben:

Ich fände ja gut, wenn man endlich die Leiharbeit verteuerte und überhaupt den Niedriglohnsektor eindämmte.

Beides scheint hierzulande aber politisch gewollt. Man erinnere sich an das Gezerre um den Mindestlohn.
So gesehen wäre es gar nicht mal schlecht, wenn Trump manchen Herrschaften in den Hintern träte.
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Bravopunk
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Anmeldungsdatum: 08.03.2008
Beiträge: 24826
Wohnort: Edo

Beitrag(#2096622) Verfasst am: 28.05.2017, 04:25    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Darf ich hoeflichst darauf hinweisen, dass es in diesem Thread nicht um Menschen mit dunkler Hautfarbe geht, sondern um Deutsche?


Da gibt es durchaus eine Schnittmenge. Aber das nur nebenbei.

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Da gibt es endlich mal einen richtig deutschlandkritischen Thread (Deutschlandkritik kommt ja generell viel zu kurz in diesem Forum!) und sofort wird der wieder umfunktioniert.

Also bitte mehr Kritik an Deutschland und Deutschen hier und nicht soviel vom Thema abschweifen. Mit den Augen rollen


Es wird ja ueberhaupt wieder Zeit diese Deutschen mehr in die Schranken zu weisen und ihnen nicht immer in vorauseilendem Gehorsam kulturell entgegenzukommen, z.B. indem manche von moslemischen Frauen verlangen ihr Kopftuch abzulegen, wenn sie in Deutschland zu Besuch sind. Einfach unerhoert welche Frechheiten sich die Deutschen herausnehmen! Sehr glücklich


Ich frag mich ja manchmal, ob muslimische Frauen auch in der Sauna Kopftuch tragen müssen. Am Kopf kratzen Will das Thema aber hier nicht vertiefen. Smilie

Ehrlich gesagt hab ich von Handel und Wirtschaft zu wenig Ahnung, um die Aussage Trumps in dieser Beziehung ausreichend einschätzen zu können. Da es aber, nach meiner Lesung, wohl Konsens ist, dass ein Exportüberschuss was Schlechtes ist, auch wenn ich nicht ganz entziffern kann, a) warum und b) wie man als Exporteur daran auch nur irgendetwas ändern kann oder gar Schuld daran trägt (da sollten doch lieber die Importländer versuchen Produkte herzustellen, die den eigenen Export ankurbeln und durch Konkurrenz die Exportländer in ihrem Export einschränken... so denke ich mir das jedenfalls Schulterzucken), nehme ich diese Kritik Trumps mal einfach so hin und hänge mich lieber daran auf, wie scheiße sie formuliert ist. Auf den Arm nehmen

Dieses "bad, very bad" ist nicht nur sein typischer, verblödet wirkender Rede- und Schreibstil, mit der betonten Wiederholung, wie so Dreijährige es im Kindergarten machen. Nein. Außerdem ist diese Formulierung auch so herrlich twitterig. Sehr glücklich Ein Präsident, der den Großteil seiner Aussagen und Reden im Twitterformat unterbringt. Toll. Wie modern. ... skeptisch
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Dunno What Went Wrong 6_9

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abbahallo
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Anmeldungsdatum: 10.12.2012
Beiträge: 1796

Beitrag(#2096625) Verfasst am: 28.05.2017, 10:20    Titel: Antworten mit Zitat

Ich empfehle noch mal den FAZ-Artikel, der macht auch Therapievorschläge.

So wie beachbernie sich den Exportausgleich vorstellt, läuft es auf ein Wettrennen um möglichst niedrige Löhne, Sozialabgaben und Steuern hinaus. Das wollen die europäischen Länder begreiflicherweise nicht. Deshalb, Trump hin oder her, mit den anderen Europäern wird man darüber reden müssen. So furchtbar fände ich es gar nicht, wenn ein großes staatliches Investitionsprogramm aufgelegt würde, schließlich sind in den mageren Jahren reichlich Straßen, Brücken und Schulen verkommen und Geld ist ja schließlich jetzt da. Das ändert zwar zunächst mal nichts an dem Ungleichgewicht zur USA, aber an den Ausschreibungen können andere Europäer gut partizipieren.

Trump kann sich ja inzwischen überlegen, wie seine Steuerpläne mit seinen Infrastrukturmaßnahmen zu vereinbaren sind.
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tillich (epigonal)
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Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 14990

Beitrag(#2096631) Verfasst am: 28.05.2017, 10:37    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Exportüberschuss heisst doch, etwas verkürzt ausgedrückt,
dass deutsche Werktätige rackern ohne Ende, und dann alles ans Ausland verschenken, oder?

Wenn es verschenkt würde, entstünde ja kein Exportüberschuss, der ja nicht nach Produkten, sondern bezahlten Preisen berechnet wird.

Aber es wird natürlich bezahlt; und aus dauerhaften Ungleichgewichten entstehen dann Schuldenkrisen, mit den bekannten Folgen.

DonMartin hat folgendes geschrieben:
abbahallo hat folgendes geschrieben:

Ich fände ja gut, wenn man endlich die Leiharbeit verteuerte und überhaupt den Niedriglohnsektor eindämmte.

Beides scheint hierzulande aber politisch gewollt. Man erinnere sich an das Gezerre um den Mindestlohn.

Ja natürlich. Man wollte die deutsche Wirtschaft immer noch konkurrenzfähiger machen, wegen Arbeitsplätze und so. (Konzerngewinne mögen auch irgendwie interessant sein.) Die handelspolitischen Folgen waren da grad so egal.

DonMartin hat folgendes geschrieben:
So gesehen wäre es gar nicht mal schlecht, wenn Trump manchen Herrschaften in den Hintern träte.

Wobei es natürlich absurd wäre, anzunehmen, Trumps Hinterntritte wären irgendwie durchdacht, logisch oder sozial ausgerichtet.
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Beitrag(#2096650) Verfasst am: 28.05.2017, 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

abbahallo hat folgendes geschrieben:

Ich fände ja gut, wenn man endlich die Leiharbeit verteuerte und überhaupt den Niedriglohnsektor eindämmte. Investitionsbedarf gibt es auch reichlich, also einiges, was man gegen das Handelsungleichgewicht tun kann, ist durchaus in unserem Interesse.


Das wird mit der CDU und ganz besonders mit der CSU nicht machbar sein. Die Union sucht ja schon seit langem Gründe dafür, den Gesetzlichen Mindestlohn wieder los zu werden - oder ihn zumindest zu durchlöchern.
Die Niedriglohnsektor funzt nur bei einem großen Angebot an freien Arbeitskräften. Die Flüchtliingskrise im Sommer 2015 muß denen wie ein Sechser im Lotto mit Superzahl vorgekommen sein. Da kamen sehr viele neue Arbeitskräfte, die zu Dumpinglöhnen beschäftigt werden können.
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Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 10066

Beitrag(#2096652) Verfasst am: 28.05.2017, 12:32    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Exportüberschuss heisst doch, etwas verkürzt ausgedrückt,
dass deutsche Werktätige rackern ohne Ende, und dann alles ans Ausland verschenken, oder?
Wenn man das etwas mehr ventilieren könnte, vor allem dem deutschen Werktätigen...

Die Kriegsverlierer Deutschland/Japan wurden Exportweltmeister, die arbeit[et]en für andere.
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luc
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Anmeldungsdatum: 15.04.2010
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Wohnort: Nice. Paris. Köln

Beitrag(#2096657) Verfasst am: 28.05.2017, 12:54    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Exportüberschuss heisst doch, etwas verkürzt ausgedrückt,
dass deutsche Werktätige rackern ohne Ende, und dann alles ans Ausland verschenken, oder?
Wenn man das etwas mehr ventilieren könnte, vor allem dem deutschen Werktätigen...

Die Kriegsverlierer Deutschland/Japan wurden Exportweltmeister, die arbeit[et]en für andere.

Dass sie für die anderen arbeiten, halte ich für eine deutsche Legende, die immer wieder an dubiosen Stammtischen bis zum Erbrechen wiederholt wird. Die anderen arbeiten genauso viel oder sogar mehr, nur die Rahmenbedingungen sind andere. Mit den Augen rollen
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abbahallo
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Anmeldungsdatum: 10.12.2012
Beiträge: 1796

Beitrag(#2096662) Verfasst am: 28.05.2017, 13:27    Titel: Antworten mit Zitat

Weder Lohnabhängige noch Volkswirtschaften arbeiten gezielt für andere. Sie können aber anderen schaden oder nutzen, je nachdem, wie die Bedingungen gesetzt werden und wie langfristig dabei gedacht wird.

Der Mindestlohn ist für die Exportüberschüsse nur sehr mäßig ausschlaggebend, denn die Leiharbeit in Exportbetrieben liegt immer noch deutlich darüber, wenn auch erheblich unter Tarif.

Was die in CDU/CSU sich vorstellen, hat keinen Einfluß darauf, was volkswirtschaftlich richtig ist. Immerhin ist die EU-Krise in den Köpfen angekommen und sie wird nicht per deutschen Diktat und bestimmt nicht ohne Frankreich lösbar sein. Wenn die SPD nicht so schreiend blöde wäre, könnte sie ein ziemlich gutes Wahlprogramm schreiben. Sieht aber gar nicht so aus.
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Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 10066

Beitrag(#2096670) Verfasst am: 28.05.2017, 16:00    Titel: Antworten mit Zitat

luc hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Exportüberschuss heisst doch, etwas verkürzt ausgedrückt,
dass deutsche Werktätige rackern ohne Ende, und dann alles ans Ausland verschenken, oder?
Wenn man das etwas mehr ventilieren könnte, vor allem dem deutschen Werktätigen...

Die Kriegsverlierer Deutschland/Japan wurden Exportweltmeister, die arbeit[et]en für andere.

Dass sie für die anderen arbeiten, halte ich für eine deutsche Legende, die immer wieder an dubiosen Stammtischen bis zum Erbrechen wiederholt wird. Die anderen arbeiten genauso viel oder sogar mehr, nur die Rahmenbedingungen sind andere. Mit den Augen rollen

Besiegte Länder, die zu Reparationen/Tribut/o.ä. verpflichtet wurden, mussten diese irgendwo herbekommen. Wer Bodenschätze hatte oder Fabriken baute/hatte konnte eine Wirtschaft aufbauen die diese Reparationen erwirtschaftet, der Rest des Landes trägt diese Wirtschaft.

Nach Ablauf der Reparationen besteht diese nicht für den eigenen Bedarf betriebene Exportwirtschaft aber, und könnte auf bezahltem Export umschalten.

Nach dem WK1 war diese Reparationswirtschaft grösser, nach WK2 trug ~97% der Reparationen die sowjetische Besatzungszone.

Die USA hatten ein anderes Problem, deren aufgebaute Kriegswirtschaft existierte und wurde Teil der Wirtschaft(und damit auch Macht), darin sind die auch heute Exporteur Nr1.
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luc
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Beitrag(#2096676) Verfasst am: 28.05.2017, 17:03    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Exportüberschuss heisst doch, etwas verkürzt ausgedrückt,
dass deutsche Werktätige rackern ohne Ende, und dann alles ans Ausland verschenken, oder?
Wenn man das etwas mehr ventilieren könnte, vor allem dem deutschen Werktätigen...

Die Kriegsverlierer Deutschland/Japan wurden Exportweltmeister, die arbeit[et]en für andere.

Dass sie für die anderen arbeiten, halte ich für eine deutsche Legende, die immer wieder an dubiosen Stammtischen bis zum Erbrechen wiederholt wird. Die anderen arbeiten genauso viel oder sogar mehr, nur die Rahmenbedingungen sind andere. Mit den Augen rollen

Besiegte Länder, die zu Reparationen/Tribut/o.ä. verpflichtet wurden, mussten diese irgendwo herbekommen. Wer Bodenschätze hatte oder Fabriken baute/hatte konnte eine Wirtschaft aufbauen die diese Reparationen erwirtschaftet, der Rest des Landes trägt diese Wirtschaft.

Nach Ablauf der Reparationen besteht diese nicht für den eigenen Bedarf betriebene Exportwirtschaft aber, und könnte auf bezahltem Export umschalten.

Nach dem WK1 war diese Reparationswirtschaft grösser, nach WK2 trug ~97% der Reparationen die sowjetische Besatzungszone.

Die USA hatten ein anderes Problem, deren aufgebaute Kriegswirtschaft existierte und wurde Teil der Wirtschaft(und damit auch Macht), darin sind die auch heute Exporteur Nr1.


Nach dem 2. Weltkrieg hat Deutschland kaum Reparationen bezahlt, dafür einen Schuldenerlass und einen Marshallplan von den Amerikanern bekommen, damit der Kommunismus vermieden wird. Die Infrastruktur war zwar stark beschädigt, war aber immer noch vorhanden. Abgesehen davon hat Westdeutschland viele Flüchtlinge aus den Ostgebieten aufgenommen müssen, die sehr gut ausgebildet waren. So konnte das Wirtschaftswunder entstehen. Das hat mit dem angeblichen Fleiß der Deutschen wenig zu tun und sollte eher ohne Romantik und die übliche Selbstgefälligkeit analysiert werden.


Zuletzt bearbeitet von luc am 28.05.2017, 17:05, insgesamt einmal bearbeitet
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vrolijke
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Beitrag(#2096677) Verfasst am: 28.05.2017, 17:04    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn alles kaputt ist, und neu aufgebaut wird, kann man in der Regel viel effizienter produzieren.
Einer der Gründe, wieso in Deutschland viel produktiver gewirtschaftet wird und wurde.
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sehr gut
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Beitrag(#2096679) Verfasst am: 28.05.2017, 17:45    Titel: Antworten mit Zitat

luc hat folgendes geschrieben:
Nach dem 2. Weltkrieg hat Deutschland kaum Reparationen bezahlt, dafür einen Schuldenerlass und einen Marshallplan von den Amerikanern bekommen,

Du reduzierst da aber "Deutschland" auf Westdeutschland.

"Als die Reparationen 1953 für beendet erklärt wurden, hatte die SBZ/DDR die höchsten im 20. Jahrhundert bekanntgewordenen Reparationsleistungen erbracht.
Die Reparationen der DDR betrugen insgesamt 99,1 Mrd. DM (zu Preisen von 1953) – die der Bundesrepublik Deutschland demgegenüber 2,1 Mrd. DM (zu Preisen von 1953). Die DDR/SBZ trug damit 97–98 % der Reparationslast Gesamtdeutschlands – pro Person also das 130-fache."

(Wikipedia)

(SBZ= sowjetische Besatzungs-Zone)
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abbahallo
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Beiträge: 1796

Beitrag(#2096680) Verfasst am: 28.05.2017, 18:00    Titel: Antworten mit Zitat

Richtig, aber für die heutige Situation ist das halt nicht nachwirkend.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, Postfeminist



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 35588
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2096700) Verfasst am: 28.05.2017, 19:52    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Wenn alles kaputt ist, und neu aufgebaut wird, kann man in der Regel viel effizienter produzieren.
Einer der Gründe, wieso in Deutschland viel produktiver gewirtschaftet wird und wurde.



Pass auf, was Du postest. Am Ende liest das der Trump und verlangt, dass Ihr die Bomben, denen Ihr Eure Produktivitaet verdangt, nachtraeglich bezahlt.
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