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Tanzverbot — gibt es Neuigkeiten?
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Samson83
Gegenaufgeklärt



Anmeldungsdatum: 18.01.2013
Beiträge: 5313

Beitrag(#1994474) Verfasst am: 06.04.2015, 18:15    Titel: Antworten mit Zitat

Misterfritz hat folgendes geschrieben:

nur ist eben deine einstellung, dass du eine abschaffung schade fändest, kein argument.
und schon gar kein argument dafür, einen grossteil der dts. bevölkerung (mitnichten alle christen wollen diesen feiertag als stillen feiertag haben) in der gestaltung des feiertages einzuschränken.

Quatsch. "Ich will aber" ist eines der stärksten und respektabelsten Argumente, die sich überhaupt denken lassen.
_________________
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Misterfritz
mini - mal



Anmeldungsdatum: 09.03.2006
Beiträge: 21867
Wohnort: badisch sibirien

Beitrag(#1994492) Verfasst am: 06.04.2015, 19:58    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
OK, sorry. Ich wollte damit sagen, daß ich mit der Prämisse diskutiere, die Gesellschaft wolle einen Tag, "an dem eine umfassendere Stille (als die im Privaten realisierbare) eintritt". Das halte ich für gegeben. Ich diskutieren nicht die Frage, ob das so ist oder nicht. Wenn es nicht so wäre, dann gäbe es ausreichend Möglichkeiten, eine Änderung herbeizuführen.

das nimmst DU an, weil dir das die liebere prämisse ist. warum wird denn immer wieder versucht, dieses verbot zu kippen? weil alle deiner prämisse folgen?
dass das bisher nicht geklappt hat, heisst ja nicht, dass es nicht gewünscht wäre.
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Pfirsich
registrierter User



Anmeldungsdatum: 11.05.2014
Beiträge: 781

Beitrag(#1994493) Verfasst am: 06.04.2015, 20:01    Titel: Antworten mit Zitat

Ich warte eigentlich nur darauf, dass diese Diskussion zuende ist, um dann als eine Art Lesezeichen zu vermerken, dass auch auf T-online diskutiert wurde.

Ob das schon ein Fortschritt ist?
Oder tun die das jedes Jahr?
Genau das möchte ich wissen.
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 23041

Beitrag(#1994494) Verfasst am: 06.04.2015, 20:12    Titel: Antworten mit Zitat

Misterfritz hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
OK, sorry. Ich wollte damit sagen, daß ich mit der Prämisse diskutiere, die Gesellschaft wolle einen Tag, "an dem eine umfassendere Stille (als die im Privaten realisierbare) eintritt". Das halte ich für gegeben. Ich diskutieren nicht die Frage, ob das so ist oder nicht. Wenn es nicht so wäre, dann gäbe es ausreichend Möglichkeiten, eine Änderung herbeizuführen.

das nimmst DU an, weil dir das die liebere prämisse ist. warum wird denn immer wieder versucht, dieses verbot zu kippen? weil alle deiner prämisse folgen?
dass das bisher nicht geklappt hat, heisst ja nicht, dass es nicht gewünscht wäre.


Stell Dir nur mal vor, die Prämisse wäre korrekt (wenn Du diesen Punkt anders einschätzt, dann ist das auch OK).

Dann könnte es aus meiner Sicht immer noch gewichtige Gründe gegen die jetzige Regelung geben. _Diese_ Diskussion interessiert mich. Ich kann mich in das Unbehagen hineinversetzen. Die Lust an diesem Tag zu Tanzen ist jedoch ein schlechtes Argument. Das würde niemanden überzeugen.
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Misterfritz
mini - mal



Anmeldungsdatum: 09.03.2006
Beiträge: 21867
Wohnort: badisch sibirien

Beitrag(#1994499) Verfasst am: 06.04.2015, 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Misterfritz hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
OK, sorry. Ich wollte damit sagen, daß ich mit der Prämisse diskutiere, die Gesellschaft wolle einen Tag, "an dem eine umfassendere Stille (als die im Privaten realisierbare) eintritt". Das halte ich für gegeben. Ich diskutieren nicht die Frage, ob das so ist oder nicht. Wenn es nicht so wäre, dann gäbe es ausreichend Möglichkeiten, eine Änderung herbeizuführen.

das nimmst DU an, weil dir das die liebere prämisse ist. warum wird denn immer wieder versucht, dieses verbot zu kippen? weil alle deiner prämisse folgen?
dass das bisher nicht geklappt hat, heisst ja nicht, dass es nicht gewünscht wäre.


Stell Dir nur mal vor, die Prämisse wäre korrekt (wenn Du diesen Punkt anders einschätzt, dann ist das auch OK).

Dann könnte es aus meiner Sicht immer noch gewichtige Gründe gegen die jetzige Regelung geben. _Diese_ Diskussion interessiert mich. Ich kann mich in das Unbehagen hineinversetzen. Die Lust an diesem Tag zu Tanzen ist jedoch ein schlechtes Argument. Das würde niemanden überzeugen.

nun, wer ein verbot haben/behalten will, sollte begründen, warum tanzen/konzerte/kabarett verboten sein muss. warum ist es für dich wichtig, dass für andere, die nicht an den kram glauben, solche verbote zu bestehen haben?
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 38403
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#1994505) Verfasst am: 06.04.2015, 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Misterfritz hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
OK, sorry. Ich wollte damit sagen, daß ich mit der Prämisse diskutiere, die Gesellschaft wolle einen Tag, "an dem eine umfassendere Stille (als die im Privaten realisierbare) eintritt". Das halte ich für gegeben. Ich diskutieren nicht die Frage, ob das so ist oder nicht. Wenn es nicht so wäre, dann gäbe es ausreichend Möglichkeiten, eine Änderung herbeizuführen.

das nimmst DU an, weil dir das die liebere prämisse ist. warum wird denn immer wieder versucht, dieses verbot zu kippen? weil alle deiner prämisse folgen?
dass das bisher nicht geklappt hat, heisst ja nicht, dass es nicht gewünscht wäre.


Stell Dir nur mal vor, die Prämisse wäre korrekt (wenn Du diesen Punkt anders einschätzt, dann ist das auch OK).

Dann könnte es aus meiner Sicht immer noch gewichtige Gründe gegen die jetzige Regelung geben. _Diese_ Diskussion interessiert mich. Ich kann mich in das Unbehagen hineinversetzen. Die Lust an diesem Tag zu Tanzen ist jedoch ein schlechtes Argument. Das würde niemanden überzeugen



Beim Tanzverbot handelt es sich um einen schwerwiegenden Eingriff in die persoenlichen Freiheitsrechte der Individuen ohne ausreichende vernuenftige Begruendung.

Der Staat hat prinzipiell schon das Recht die Freiheitsrechte seiner Buerger zu beschneiden. Er ist allerdings in der Pflicht dies in jedem Einzelfall ausreichend zu begruenden. Z.B. kann eine Begruendung so aussehen, dass manche Verbote noetig sind um die Freiheitsrechte anderer zu schuetzen (z.B das Verbot nachts im Vorgarten eine Kettensaege anzuwerfen und so der gesamten Nachbarschaft den Schlaf zu rauben). Bei einem allgemeinen Tanzverbot greift diese Art der Begruendung schon mal nicht.

Kann der Staat ein Verbot nicht ausreichend begruenden, so hat er es zu unterlassen, frei nach dem Grundsatz "So viele Verbote wie notwendig und so wenig Verbote wie moeglich".
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astarte
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 38730

Beitrag(#1994507) Verfasst am: 06.04.2015, 21:40    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:

Stell Dir nur mal vor, die Prämisse wäre korrekt (wenn Du diesen Punkt anders einschätzt, dann ist das auch OK).

Dann könnte es aus meiner Sicht immer noch gewichtige Gründe gegen die jetzige Regelung geben. _Diese_ Diskussion interessiert mich. Ich kann mich in das Unbehagen hineinversetzen. Die Lust an diesem Tag zu Tanzen ist jedoch ein schlechtes Argument. Das würde niemanden überzeugen



Beim Tanzverbot handelt es sich um einen schwerwiegenden Eingriff in die persoenlichen Freiheitsrechte der Individuen ohne ausreichende vernuenftige Begruendung.

Nein, schwerwiegend finde ich den nun nicht.

Zitat:

Der Staat hat prinzipiell schon das Recht die Freiheitsrechte seiner Buerger zu beschneiden. Er ist allerdings in der Pflicht dies in jedem Einzelfall ausreichend zu begruenden. Z.B. kann eine Begruendung so aussehen, dass manche Verbote noetig sind um die Freiheitsrechte anderer zu schuetzen (z.B das Verbot nachts im Vorgarten eine Kettensaege anzuwerfen und so der gesamten Nachbarschaft den Schlaf zu rauben). Bei einem allgemeinen Tanzverbot greift diese Art der Begruendung schon mal nicht.

Kann der Staat ein Verbot nicht ausreichend begruenden, so hat er es zu unterlassen, frei nach dem Grundsatz "So viele Verbote wie notwendig und so wenig Verbote wie moeglich".

Das allerdings sehe ich ebenso. ich finde auch ganz angenehm, dass an Sonn- und Feiertagen nicht Rasengemäht werden darf (in Bayern jedenfalls: https://de.wikipedia.org/wiki/Mittagsruhe#Deutschland ) Wobei ich es auch keinem Nachbarn nachtrage, wenn er mal sonst keine Zeit findet, und den einzig trockenen Tag in der Woche nutzt oder so. Ich trage auch der Kirche im Ort nicht nach, dass am frühen Ostersonntag während der Osternachtsmette um halb eins die Glocken anfangen zu läuten wie wild. Ich bin ja tolerant.

Aber ob jemand nun an bestimmten Tagen abends einer Disco tanzt oder in der Kirche singt, das soll derjenige wenn er möchte mit seinem Pfarrer, aber vor allem mit sich selbst ausmachen dürfen. Da muss der Staat sich nicht einmischen, der hat auch genug anderes zu tun.
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Alchemist
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Beitrag(#1994511) Verfasst am: 06.04.2015, 21:55    Titel: Antworten mit Zitat

Übrigens, ich persönlich gehe gar nicht tanzen anKarfreitag und habe es in zukunft auch nicht vor.
Vielleicht bin ich bereits zu alt. Verlegen

Ich kann mich aber an etwas erinnern aus meiner Feierzeit ich war wohl Anfang 20.
Und es war in der Stammdisco im Ort am Gründonnerstag.

Um Mitternacht wurde dann die Tanzfläche gesperrt und alle standen aber weitergin teinkend um diese herum. Was für eine absurde Situation und das hat mich bis heute geprägt: ich habe damals nicht verstanden und verstehe es bis heute nicht, dass uns jemand musik und Tanz verbieten wollen würde und dass jemand gestört worden wäre.

Daher bin ich gegen dieses Tanzverbot
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Commander Vimes
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Beitrag(#1994520) Verfasst am: 06.04.2015, 23:28    Titel: Antworten mit Zitat

TheStone hat folgendes geschrieben:
Ahriman hat folgendes geschrieben:

Aber mal andersrum: Ihr atheistischen Meckerer, der Karfreitag ist nun mal (soviel ich weiß) der höchste Feiertag der KK, nicht Weihnachten. (Klar, ein Foltermord ist ja auch viel geiler als die Geburt eines Kindes). Daß ihr da einen freien Tag habt, darüber solltet ihr froh sein und das Maul halten. Denn wenn (mal nur so angenommen) die Kirche abgeschafft würde, dann müßtet ihr von rechts und links wegen an dem Freitag wie dem folgenden Montag arbeiten - und könntet auch nicht tanzen oder Karussell fahren.


Wieso einem Christen mehr arbeitsfreie Tage zustehen sollten, als einem Atheisten leuchtet mir nicht ein. Wieso die Feiertage durch die Abschaffung der Kirchen wegfallen sollten, demzufolge ebenso wenig.


Wenn Feiertage (egal ob religiös oder nicht) wegfallen würden, würde sich das in der einen oder anderen Form in einem Ausgleich widerspiegeln - entweder höherer Lohn oder Freizeitausgleich durch einen zusätzlichen Urlaubstag. Bei Lohnverhandlungen jeder Art sind Wochenenden, Urlaub und Feiertage selbstverständlich eingepreist. Ändern sich die Parameter, dann ändern sich über kurz oder lang auch die Ergebnisse. Als vor einigen Jahren den Arbeitgebern die Pflegeversicherung als Zusatzkosten aufgedrückt wurden, hat man dafür den Buß- und Bettag als gesetzlichen Feiertag gestrichen. Quid pro quo - so einfach ist das.

Das ständig vorgebrachte "Argument", die Atheisten sollten doch gefälligst froh über den zusätzlichen freien Tag sein, ist daher ausgemachter Blödsinn.

Mir persönlich wäre ein zusätzlicher Urlaubstag, den ich nehmen kann, wann ich will, doch um einiges lieber, als ein festgestzter Termin.
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There is a rumour going around that I have found God. I think this is unlikely because I have enough difficulty finding my keys, and there is empirical evidence that they exist.
(Terry Pratchett)
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Commander Vimes
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Anmeldungsdatum: 25.01.2013
Beiträge: 863
Wohnort: Ankh-Morpork

Beitrag(#1994521) Verfasst am: 06.04.2015, 23:49    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Ich fänd's schade, wenn so ein allgemein stiller Tag untergehen würde.
Die Gründe für die Ablehnung würde ich in zwei Kategorien einteilen. Die eine lehnt die christlichen Wurzeln ab. Die andere das gesetzliche Stillegebot, weil man anscheinend 365 Tage im Jahr tanzen möchte (bisschen polemisch, schon klar). Was soll man nun wirklich tun, wenn die Kritiker beispielsweise per Volksentscheid die Angelegenheit regeln könnten?


Ganz ehrlich: Die Welt geht nicht davon unter, wenn an einem Tag mal die Disco leise und die Tanzschuhe kalt und trocken bleiben. Die Tatsache, dass wir in einem freien Land leben, wird auch nicht dadurch unterwandert, dass man einem Tag irgendetwas mal nicht darf. Dadurch verwandelt sich Deutschland noch lange nicht in einen unfreien Gottesstaat.

Allerdings würde sich daran auch nicht direkt etwas ändern, wenn man hier und da weitere Verbote installieren würde. Keine Soap Operas an Sonntagen im Fernsehen, kein Schachspiel am Strand, kein Wäschewaschen am Gründonnerstag, kein Fußball am 1. Mai, alle chatrooms geschlossen zu Neujahr... Begründungen? Denkt euch welche aus. Sind auch nur an den Haaren herbeigezogene Beispiele, da kann jeder nach Belieben die Liste fortsetzen mit seiner Meinung nach sinnigeren Vorschlägen. Alles davon wäre zu verschmerzen. Man könnte es hinnehmen, ohne dass es gravierende Einschränkungen auf das eigene Leben hätte. Trotzdem sind es allesamt Beschneidungen der individuellen Freiheit. Und eine solche sollte meiner Ansicht nach gut begründet sein. Beim Tanzverbot am Karfreitag kann ich keine überzeugende Begründung erkennen. Jeder gläubige Christ kann, so er denn will, diesen Tag in Ruhe und Stille verbringen. Warum das aber auch für diejenigen gelten soll, die das nicht wollen, obgläubig oder nicht, erschließt sich mir nicht.
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Pfirsich
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Anmeldungsdatum: 11.05.2014
Beiträge: 781

Beitrag(#1994525) Verfasst am: 07.04.2015, 04:27    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Keine Soap Operas an Sonntagen im Fernsehen, kein Schachspiel am Strand, kein Wäschewaschen am Gründonnerstag, kein Fußball am 1. Mai, alle chatrooms geschlossen zu Neujahr...

Keine WM-Endspiele am 4. Advent! Sehr glücklich



Edit: Ein Jahr lang keine Fernsehkrimis mehr am Samstag, Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag!!!
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Pfirsich
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Anmeldungsdatum: 11.05.2014
Beiträge: 781

Beitrag(#1994526) Verfasst am: 07.04.2015, 04:35    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, aber, um wieder ernster zu werden: Der Wegfall des Tanzverbotes am Karfreitag würde für unsere Regierung das Eingeständnis bedeuten, dass sie trotz des C im Namen der Kanzlerinnenpartei das C in der Gesellschaft nicht auf Level von vor der letzten Wahl hat halten können.

Zwar: Wirklichen Einfluss hat sie darauf ja nicht. Und doch mag sich so mancher dann denken: Für was wähle ich Euch eigentlich noch!?!
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Fake
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Beitrag(#1994535) Verfasst am: 07.04.2015, 08:48    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Ich würde die Abschaffungsforderung folgendermaßen begründen:

- Die Möglichkeit für jeden Bürger, einen Tag in "Stille" zu verbringen, ist sicher eine nette Sache. Allerdings ist die Entscheidung, ob und an welchem Tag dies geschieht, Privatsache, ähnlich wie auch die Wahl des Urlaubstermins.

- Sollte die Gesellschaft wirklich einen Tag wollen, an dem eine umfassendere Stille (als die im Privaten realisierbare) eintritt, so sollte an einem solchen Tag vor allem das verboten werden, das im öffentlichen Raum am meisten Krach macht. Also nicht nur Arbeit und Handel, sondern Flugzeuge, Autos, Motorräder, Bahnen, Glockengeläut, ...

- Die positive Religionsfreiheit (also etwa die Möglichkeit, am Karfreitag ungestört um den verstorbenen Jesus zu trauern) wird durch eine Aufhebung des Tanzverbots nicht angetastet, da sie im privaten Bereich oder in den aureichend vorhandenen Kultstätten vollzogen werden kann, wo die Gläubigen sowieso Hausrecht haben.

- Die Begründung der stillen Tage mit Verweis auf den Kult einer speziellen Religion ist ein Anachronismus und in einem aufgeklärten Gemeinwesen nicht zu rechtfertigen.


*unterschreib*

Ich würde noch etwas ergänzend hinzufügen:

- Besinnung und Besinnlichkeit lässt sich nicht verordnen

- Auch wenn die christliche Glaubensgemeinschaft derzeit noch mit ca. 60 % eine Mehrheit in D stellt, so verstößt es doch mMn gegen das Prinzip des Minderheitenschutzes ihre Glaubenssätze und Feiertage staatlicherseits höher zu stellen als die anderer bzw. Ungläubige zu zwingen sich ihnen gemäß zu verhalten.

*auch unterschreib*

Und auch ich möchte ergängen:

- Ich bestreite, dass ein relevanter Teil der Bevölkerung am Volkstrauertag tatsächlich trauert. Trauern ist ein Gefühl, das sich nicht ein- und ausschalten lässt. Man kann nicht willentlich steuern, wann man traurig ist und wann nicht. Nach meiner Erfahrung hat jeder Mensch ohnehin seine eigenen Trauertage. Oft ist es ein Datum, das individuell an den geliebten verstorbenen Menschen erinnert, wie die der Geburtstag oder Todestag.

- Eine generelles Tanzverbot verstößt gegen Art. 12 GG (Berufsfreiheit), weil es in die Berufsausübungsfreiheit von Gastwirten eingreift. Die Wochenenden sind die ertragreichsten Tage in der Gastronomie. Umsatzeinbußen kann man einem Unternehmer nur zumuten, wenn es dafür sachliche Gründe vorliegen. Die betroffenen Interessen müssen gegeneinander abgewogen werden. Wenn sich die Struktur einer Gesellschaft ändert, muss das hin und wieder überprüft werden. Was vor 50 Jahren gerechtfertigt war, muss es heute nicht mehr sein.
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Fake
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Anmeldungsdatum: 11.11.2011
Beiträge: 3548

Beitrag(#1994536) Verfasst am: 07.04.2015, 08:58    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
OK, dann wäre es für dich akzeptabel/akzeptabler, wenn man die Regelung beibehalten, aber die Begründung öffnen würde? Sagen wir, als allgemeinen Tag der Stille umfirmieren würde. Der individuell noch den Bezug auf die religiöse Tradition zuließe, aber nicht vorgibt.

Ich bin ganz allgemein dagegen, dass mir der Staat vorschreibt, was ich an einem bestimmten Tag zu tun habe. Das Tanzverbot ist aufzuheben, weil es keine überzeugenden Gründe dafür gibt, es aufrechtzuerhalten. In dubio pro libertate!

p.s.: Als Alternative schlage ich vor, den "GoTopless day" zum gesetzlichen Feiertag zu machen: http://gotopless.org/
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Ratio
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Anmeldungsdatum: 13.10.2014
Beiträge: 1327

Beitrag(#1994541) Verfasst am: 07.04.2015, 09:20    Titel: Antworten mit Zitat

Commander Vimes hat folgendes geschrieben:

Mir persönlich wäre ein zusätzlicher Urlaubstag, den ich nehmen kann, wann ich will, doch um einiges lieber, als ein festgestzter Termin.


Eben. Ich träume sogar davon, dass der Sonntag ebenfalls als Arbeitstag geöffnet wird und man somit alle 5 Wochen gleich 2 Wochen Urlaub nehmen kann, wenn man dafür über den gegebenen Zeitraum einfach an allen 7 Tagen arbeitet. Aber das ist wohl Geschmackssache. Manch Ruhe Liebender würde dies sicher nicht begrüßen.
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Zoff
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Anmeldungsdatum: 24.08.2006
Beiträge: 21549

Beitrag(#1994542) Verfasst am: 07.04.2015, 09:21    Titel: Antworten mit Zitat

Commander Vimes hat folgendes geschrieben:
(..)
Wenn Feiertage (egal ob religiös oder nicht) wegfallen würden, würde sich das in der einen oder anderen Form in einem Ausgleich widerspiegeln - entweder höherer Lohn oder Freizeitausgleich durch einen zusätzlichen Urlaubstag. (..)


Davon würde ich nicht ausgehen, siehe die Abschaffung des Buß- und Bettags.
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Pfirsich
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Anmeldungsdatum: 11.05.2014
Beiträge: 781

Beitrag(#1994546) Verfasst am: 07.04.2015, 09:37    Titel: Antworten mit Zitat

Ratio hat folgendes geschrieben:
Commander Vimes hat folgendes geschrieben:

Mir persönlich wäre ein zusätzlicher Urlaubstag, den ich nehmen kann, wann ich will, doch um einiges lieber, als ein festgestzter Termin.


Eben. Ich träume sogar davon, dass der Sonntag ebenfalls als Arbeitstag geöffnet wird und man somit alle 5 Wochen gleich 2 Wochen Urlaub nehmen kann, wenn man dafür über den gegebenen Zeitraum einfach an allen 7 Tagen arbeitet. Aber das ist wohl Geschmackssache. Manch Ruhe Liebender würde dies sicher nicht begrüßen.

Das ist aber arg kurz gedacht.

1. Als ich in der Pflege gearbeitet habe, war ich nach einem 11-Tages-Pensum jedes Mal fix und fertig.
(Freilich: Zwischendurch werktags frei zu haben, war schon schön. Ich beneide die Friseure heute noch darum.)

2. Wenn eine Firma mal anfängt, ihre Dienste sonntags anzubieten, wird da von Seiten der Kunden vermutlich schnell ein Anspruch draus.
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Skeptiker
linksunten



Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 13725
Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#1994552) Verfasst am: 07.04.2015, 10:11    Titel: Antworten mit Zitat

Commander Vimes hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Ich fänd's schade, wenn so ein allgemein stiller Tag untergehen würde.
Die Gründe für die Ablehnung würde ich in zwei Kategorien einteilen. Die eine lehnt die christlichen Wurzeln ab. Die andere das gesetzliche Stillegebot, weil man anscheinend 365 Tage im Jahr tanzen möchte (bisschen polemisch, schon klar). Was soll man nun wirklich tun, wenn die Kritiker beispielsweise per Volksentscheid die Angelegenheit regeln könnten?


Ganz ehrlich: Die Welt geht nicht davon unter, wenn an einem Tag mal die Disco leise und die Tanzschuhe kalt und trocken bleiben. Die Tatsache, dass wir in einem freien Land leben, wird auch nicht dadurch unterwandert, dass man einem Tag irgendetwas mal nicht darf. Dadurch verwandelt sich Deutschland noch lange nicht in einen unfreien Gottesstaat.

Allerdings würde sich daran auch nicht direkt etwas ändern, wenn man hier und da weitere Verbote installieren würde. Keine Soap Operas an Sonntagen im Fernsehen, kein Schachspiel am Strand, kein Wäschewaschen am Gründonnerstag, kein Fußball am 1. Mai, alle chatrooms geschlossen zu Neujahr... Begründungen? Denkt euch welche aus. Sind auch nur an den Haaren herbeigezogene Beispiele, da kann jeder nach Belieben die Liste fortsetzen mit seiner Meinung nach sinnigeren Vorschlägen. Alles davon wäre zu verschmerzen. Man könnte es hinnehmen, ohne dass es gravierende Einschränkungen auf das eigene Leben hätte. Trotzdem sind es allesamt Beschneidungen der individuellen Freiheit. Und eine solche sollte meiner Ansicht nach gut begründet sein. Beim Tanzverbot am Karfreitag kann ich keine überzeugende Begründung erkennen. Jeder gläubige Christ kann, so er denn will, diesen Tag in Ruhe und Stille verbringen. Warum das aber auch für diejenigen gelten soll, die das nicht wollen, obgläubig oder nicht, erschließt sich mir nicht.


Und einen Volksentscheid will er. Geschickt, geschickt. Cool

Ich sehe diese Vorstöße als ziemlich unverschämt an und sie beweisen einmal mehr, was es bedeutet, wenn Religiöse sich in öffentliche Angelegenheiten einmischen und weitere Vorschriften einführen, die auch noch für alle verbindlich sein sollen. Das ist genau das Übergriffige, das ich bereits an anderer Stelle beschrieben habe und welches allein von der Religion ausgeht und nicht umgekehrt.

Und - huiii! - unter dem *demokratischen* Deckmantel jetzt auch noch. Wie modern und so gar nicht antik. Schließlich wäre dann ja *abgestimmt* worden. Und Abstimmung ist *Demokratie* ...- noc
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°
"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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step
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Beitrag(#1994556) Verfasst am: 07.04.2015, 10:44    Titel: Antworten mit Zitat

Fake hat folgendes geschrieben:
Ich bestreite, dass ein relevanter Teil der Bevölkerung am Volkstrauertag tatsächlich trauert.

Ein Grund dafür ist sicher, daß wir in Deutschland schon so lang keinen Krieg und keine Gewaltherrschaft mehr hatten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Volkstrauertag
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Was ist der Sinn des Lebens? - Keiner, aber Leere ist Fülle für den, der sie sieht.
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Ratio
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Anmeldungsdatum: 13.10.2014
Beiträge: 1327

Beitrag(#1994557) Verfasst am: 07.04.2015, 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

Pfirsich hat folgendes geschrieben:
Ratio hat folgendes geschrieben:
Commander Vimes hat folgendes geschrieben:

Mir persönlich wäre ein zusätzlicher Urlaubstag, den ich nehmen kann, wann ich will, doch um einiges lieber, als ein festgestzter Termin.


Eben. Ich träume sogar davon, dass der Sonntag ebenfalls als Arbeitstag geöffnet wird und man somit alle 5 Wochen gleich 2 Wochen Urlaub nehmen kann, wenn man dafür über den gegebenen Zeitraum einfach an allen 7 Tagen arbeitet. Aber das ist wohl Geschmackssache. Manch Ruhe Liebender würde dies sicher nicht begrüßen.

Das ist aber arg kurz gedacht.

1. Als ich in der Pflege gearbeitet habe, war ich nach einem 11-Tages-Pensum jedes Mal fix und fertig.
(Freilich: Zwischendurch werktags frei zu haben, war schon schön. Ich beneide die Friseure heute noch darum.)

2. Wenn eine Firma mal anfängt, ihre Dienste sonntags anzubieten, wird da von Seiten der Kunden vermutlich schnell ein Anspruch draus.


1. Die Basis für die Betrachtung war, dass du ggf. pro Woche zwei zusätzliche Urlaubstage erhältst. Die kannst du natürlich auch weiterhin an Samstagen und Sonntagen verwenden. Ist ja kein Zwang.

2. Ich sehe darin kein Problem.
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Ahriman
boshafter Spötter



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Beitrag(#1994571) Verfasst am: 07.04.2015, 11:35    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
Yep, das ist auch meine spontane Assoziation. Zumal, wenn man bedenkt, welchen ursprünglich puritanisch-pietistischen Hintergrund hier auch eine Rolle spielt - der Mensch sollte seiner Sündhaftigkeit zerknirscht gedenken und weltlichen Freuden entsagen.

"Stell dich in die Ecke und schäm dich!"
Machte man mit Kindern, ich kenn das aus dem Kindergarten. Zu meiner Kinderzeit hatte man noch sehr antike Erziehungsmethoden. Der erwachsene Mensch wird demgemäß von Kirche und Staat in die Ecke gestellt.
Bravo hat folgendes geschrieben:
Woher soll man sonst auch billig den weinhaltigen Versatzstoff bekommen, den man zum Abendmahl ausschenkt.

Ist doch wohl nur bei den Protestanten. So viel ich weiß schenken die katholischen Priester nicht aus, sie saufen selber. Da ist das sicher eine bessere Sorte. Oder irre ich mich da?
Auf jeden Fall finde ich es sehr passend, wenn am Karfreitag "Stirb langsam" im TV gesendet wird.
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Ahriman
boshafter Spötter



Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 15885
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Beitrag(#1994594) Verfasst am: 07.04.2015, 12:33    Titel: Antworten mit Zitat

Übrigens:
Am Karfreitag um 22.15 Uhr lief bei VOX "Kick-Ass". Die Programmzeitschrift "TV-Spielfilm" bewertet ihn: Lustig, aber krass, ein Film wie ein Arschtritt.
In dem Film wird ein Mann lebendig verbrannt und ein zehnjähriges Mädchen brutal bis aufs Blut zusammengeschlagen, an die Wand geklatscht und auf den Boden geschmettert.
Ich habe mich a.a.O. schon dazu geäußert.
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Pfirsich
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Beitrag(#1994596) Verfasst am: 07.04.2015, 12:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
Übrigens:
Am Karfreitag um 22.15 Uhr lief bei VOX "Kick-Ass". Die Programmzeitschrift "TV-Spielfilm" bewertet ihn: Lustig, aber krass, ein Film wie ein Arschtritt.
In dem Film wird ein Mann lebendig verbrannt und ein zehnjähriges Mädchen brutal bis aufs Blut zusammengeschlagen, an die Wand geklatscht und auf den Boden geschmettert.
Ich habe mich a.a.O. schon dazu geäußert.

Im Grunde mag ich die Privaten, aiuch wenn ich sie, v. a. wegen der vielen Werbung (TV), kaum einschalte. Sie haben den Öffentlich-Rechtlichen ganz schön Beine gemacht, dem Radio und dem Fernsehen.

ARD und ZDF werden wohl nie wieder zeitgleich 2 Silvesterparties vom selben Regisseur ausstrahlen.
Und wenn die Privaten an Karfreitag die Puppen tanzen lassen, dann tanzen schon mal die.

Freilich: Im Radio wird mir mittlerweile zu viel gedutzt. Wenn ein Moderatorenpaar auf ziemlich beste Freunde macht, frage ich mich, ob die sich außerhalb des Studios überhaupt grüßen.
Aber dass Nachrichtensprecher Anzug und Schlips tragen, wie Th. Gottschalk aus seiner Anfangszeit beim BR zu berichten weiß, und sich die Steifheit bis in die hintersten Winkel des Landes überträgt, gehört damit zum Glück der Vergangenheit an.

Über den Film habe ich mich ebenfalls a. a. O. schon geäußert.
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Lord Snow
I am the one who knocks



Anmeldungsdatum: 05.09.2006
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Beitrag(#1994684) Verfasst am: 07.04.2015, 18:20    Titel: Antworten mit Zitat

Matthias Matussek, diese Pf...e, mal wieder:

http://www.kath.net/news/50085

Argh
_________________
Ich irre mich nie! Einmal dachte ich, ich hätte mich geirrt, aber da hatte ich mich getäuscht

"Der Gott, der Gott sterben läßt, um Gott zu besänftigen"...Hundert Folianten, die für oder wider das Christentum geschrieben worden sind, ergeben eine geringere Evidenz als der Spott dieser zwei Zeilen.
Denis Diderot
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Schlumpf
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Anmeldungsdatum: 17.11.2007
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Beitrag(#1994685) Verfasst am: 07.04.2015, 18:23    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist das Erfolgsgeheimnis des Christentums, den Gläubigen ein schlechtes Gewissen einzureden. Das macht diese abhängig von der Sündenvergebungsmaschinerie der Kirchen. Deshalb wurde auch schon die Erbsünde erfunden, um uns Menschen von vorneherin schlecht zu machen.
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Pfirsich
registrierter User



Anmeldungsdatum: 11.05.2014
Beiträge: 781

Beitrag(#1994686) Verfasst am: 07.04.2015, 18:29    Titel: Antworten mit Zitat

Lord Snow hat folgendes geschrieben:
Matthias Matussek, diese Pf...e, mal wieder:

http://www.kath.net/news/50085

Argh


Also, da muss ich doch eine Lanze für die "Welt" brechen. Sie bietet durchaus auch Bestandsaufnahmen ohne Rechtsdrall, darunter die interessantesten, die ich in den vergangenen 12 Monaten gelesen habe (Es ging um die evangelische Mitgliedschaftsstudie).

Mehr habe ich zu dem Artikel nicht zu sagen, als dass diese Zeitung auch den Ist-Zustand der Glaubenslandschaft hierzulande neben den von einzelnen herbeigeschriebenen Soll-Zustand stellt.
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smallie
Mädchen.



Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 2697

Beitrag(#1994710) Verfasst am: 07.04.2015, 20:35    Titel: Antworten mit Zitat

Tanzverbot - es hat auch was Gutes...
















































...erlaubt es mir doch, einen derben Taliban-Vergleich in den Raum zu stellen. zynisches Grinsen Mr. Green
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smallie
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Beiträge: 2697

Beitrag(#1994717) Verfasst am: 07.04.2015, 21:14    Titel: Antworten mit Zitat

Zum Kopftuch-Thema sagte ich:

smallie hat folgendes geschrieben:
Ganz weit oben auf meiner Liste des Tuns und Unterlassen steht: "sag andern nicht, was sie tun sollen, ...

Das erlaubt mir, nun auch beim Tanzverbot Gleiches einzufordern. Wenn man den Leuten den Anblick eines Kopftuches in einer staatlichen Institution zumuten kann, dann wird man ihnen auch zumuten können, daß sie den Gedanken ertragen, in irgendeiner Örtlichkeit, die zu besuchen niemand gezwungen ist, könnten Menschen tanzen.


*seufz* - aber ob ein Appell an die Logik weiterhilft?


Was ich überhaupt nicht verstehe:

wie kann man am Karfreitag trauern, wenn man doch schon weiß, wie die Geschichte ausgeht. Da müßte ich mich schon in einen merkwürdigen Zustand der Bewußtseinsspaltung zwingen, um nicht schon am Karfreitag über die Auferstehung zu jubeln. Oder das ganze Jahr über zu trauern, denn der Karfreitag findet jeden Tag statt; irgend jemandem werden irgendwo die Nägel ins Fleisch getrieben, zumindest sprichwörtlich.

Noch ein Grund unsäglicher Trauer fällt mir ein:

wie ist es möglich, daß über eine Milliarde Menschen einer Geschichte anhängen, in der der Vater seiner eigenen Verfehlungen wegen den Sohn opfert? Im Jahre 2015 hat das etwas von Zivilisationsbruch. (Sogar der oft als rückständig bezeichnete Islam lehnt diese Vorstellung als barbarisch ab.)
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Commander Vimes
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Beiträge: 863
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Beitrag(#1994744) Verfasst am: 07.04.2015, 23:13    Titel: Antworten mit Zitat

Zoff hat folgendes geschrieben:
Commander Vimes hat folgendes geschrieben:
(..)
Wenn Feiertage (egal ob religiös oder nicht) wegfallen würden, würde sich das in der einen oder anderen Form in einem Ausgleich widerspiegeln - entweder höherer Lohn oder Freizeitausgleich durch einen zusätzlichen Urlaubstag. (..)


Davon würde ich nicht ausgehen, siehe die Abschaffung des Buß- und Bettags.


Der Buß- und Bettag wurde (wie ich bereits schrieb) nicht ersatzlos gestrichen! Die Gegenleistung besteht darin, dass die Arbeitgeber die Mehrkosten der damals neu eingeführten Pflegeversicherung tragen. Die höhreren Lohnkosten hätte man auch durch Lohnkürzungen finanzieren können. Dass mein Arbeitgeber für mich in die Pflegeversicherung einzahlt ist de facto eine Lohnerhöhung.
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There is a rumour going around that I have found God. I think this is unlikely because I have enough difficulty finding my keys, and there is empirical evidence that they exist.
(Terry Pratchett)
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Beiträge: 803

Beitrag(#1994746) Verfasst am: 07.04.2015, 23:34    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich könnte mich den Forderungen nach "Der Staat soll da nichts vorschreiben" schon unterstützen, wenn dieses Prinzip auch in allen anderen Bereichen des Lebens gelten würde.

Dann hätten wir eben völlig voneinander isolierte Parallelgesellschaften innerhalb des Staates. Ich hätte eigentlich auch nichts dagegen. Nur diejenigen, die beim Tanzverbot einen auf "liberal" machen sind bei diversen anderen Themen leider extrem staatstotalitär, nämlich immer wenn es darum geht ihre Ideologie mit Gewalt allen anderen aufzuzwingen.
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