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Kanadische Politik...
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Wilson
zwischen gaga und dada



Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 10262
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2157372) Verfasst am: 15.11.2018, 19:14    Titel: Antworten mit Zitat

Kanada: Filme gegen Selbstmord
ARTE Reportage

https://www.arte.tv/de/videos/083569-000-A/kanada-filme-gegen-selbstmord/

Zitat:
Die jungen Leute von den First Nations zwischen 15 und 35 Jahren leiden unter den schwierigen Lebensbedingungen in den Reservaten sowie der noch immer tiefen Kluft zwischen traditioneller und moderner Lebensweise. Wapikoni will helfen, diese Traurigkeit zu überwinden: So nennt sich eine Hilfsorganisation mit einem Filmstudio auf Rädern.


Zitat:
Wer bin ich und was gelte ich in dieser Gesellschaft? An dieser Frage und an den möglichen Antworten zerbrechen viele junge Seelen – und eben 5 bis 6-mal mehr indianische als weiße

_________________
"als ob"
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 39091
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2157378) Verfasst am: 15.11.2018, 22:38    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Indigenous women kept from seeing their newborn babies until agreeing to sterilization, says lawyer

Sterilizations happened as recently as 2017, Saskatchewan lawsuit alleges


@beachbernie
2017, really?


Speziell in Saskatchewan gab es in der Beziehung ziemliche üble Machenschaften.(Auch in British Columbia und in Alberta wurde zeitweise zwangssterilisiert) Der Grund war eine Provinzregierung, die offen an die "Rassenlehre" europaeiischer "Rassenkundler" (inklusive der der deutschen Nazis) anknüpfende "wissenschaftliche Forschung" förderte und deren Ergebnisse implementierte. Deshalb gab es so viele Zwangssterilisationen vor allem von indigenen Frauen.


Das war mir gar nicht bekannt, dass sich die europäische *Rassenkunde* auch in Amerika in dieser Form niedergeschlagen hat. Aber das waren ja nicht die einzigen rückständigen Teile der europäischen Kultur.

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Zunaechst wurde das ganz offen als rassisch begründete Eugenik praktiziert und als diese Art von "Eugenik" nach dem Krieg aus bekannten Gründen in Verruf geriet wurden diese Programme unter anderem Etikett, nun aus angeblichen sozialen Gründen, weitergeführt. Es wurden weiter Zwangssterilisation vorgenommen unter dem Vorwand Nachwuchs verhindern zu muessen, dessen Eltern nicht in der Lage seien fuer diese Kinder zu sorgen. Es wurde allerdings nicht mehr so ganz offen praktiziert. Das Mittel der Wahl war nun Frauen, denen z.B. der Blinddarm entnommen wurde, ohne deren Einverständnis einzuholen waehrend der gleichen Operation zu sterilisieren und dies zu verschweigen. Deshalb gibt es auch keine verlässlichen Zahlen darueber wieviele Frauen auch noch nach dem Krieg betroffen waren. Viele dürften das selbst nie bemerkt haben, was mit ihnen gemacht wurde.

Nach den mir vorliegenden Informationen wurden diese Programme überwiegend in den 60ger Jahren eingestellt. Mancherorts liefen sie noch bis in die 70ger weiter und einzelne Ärzte führten solche, nun eigentlich illegalen Eingriffe auch in den 90ger Jahren noch durch (schliesslich wurden die an den Zwangssterilisationen beteiligten Ärzte nicht nur nie bestraft, sondern konnten unbehelligt bis zu ihrer Pensionierung weiterpraktizien!). Oft wurde dabei behauptet, dass es medizinische Gründe fuer den Eingriff gegeben haette, was im Einzelfall oft schwer zu widerlegen war.

Von Fällen bis 2017 ist mir konkret nichts bekannt und mich wuerde sehr interessieren, was genau der Hintergrund dieser Fälle ist, soweit sie existieren.

Alles in allem handelt es sich bei den fraglichen Vorgängen um einen recht hässlichen dunklen Fleck in der kanadischen Geschichte.


Eigentlich der exportierten europäischen Geschichte, welche ja leider auch in zahlreiche andere Regionen der Erde exportiert wurde.



Der "Wissenstransfer" funktionierte in dem Fall auch andersherum. "Rassenhygieniker" orientierten sich waehrend des 3.Reiches auch schon mal an "wissenschaftlicher Forschung", die vor allem in den 20ger Jahren vor allem in Saskatchewan durchgeführt wurde.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 39091
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2157379) Verfasst am: 15.11.2018, 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Jetzt waere die Gelegenheit günstig die Saudis beim Wort zu nehmen, den Vertrag als "in beiderseitigem Einvernehmen" fuer aufgelöst zu erklaeren und anzukündigen auch künftig keine Rüstungsgüter an Saudi-Arabien zu liefern, solange sich die Menschenrechtssituation dort nicht erheblich verbessert hat.

"Solange sich die Menschenrechtssituation dort nicht erheblich verbessert hat". Bei einem Regime wie diesem kann man schlichtweg überhaupt nicht sicher sein, ob sie sich nicht wieder verschlechtert, auch wenn sie sich mal zufälligerweise verbessert hat. Solange in Saudi-Arabien dieses Regime an der Macht ist, gehören dorthin einfach keine Waffen geliefert.


Ich denke auch, dass eine dauerhafte Verbesserung der Menschenrechtssituation in Saudi-Arabien erst nach einem Regimewechsel und neuer, säkularer Verfassung moeglich sein wird.
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