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Unendlich viele Multiversen und Doppelgänger-Schlussfolgerung

 
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deirfloo
Globulisierungsgegner



Anmeldungsdatum: 26.06.2006
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Beitrag(#2161994) Verfasst am: 07.01.2019, 19:31    Titel: Unendlich viele Multiversen und Doppelgänger-Schlussfolgerung Antworten mit Zitat

Im Buch "Unser mathematisches Universum" von Tegmark bin ich auf folende Behauptung gestoßen:
Wenn es unendlich viele Multiversen gibt, folgert daraus zwangsläufig, dass es auch ein anderes Universum mit einem Doppelgänger von mir gibt, genaugenommen sogar unendlich viele.
Meine Frage: ist das nicht falsch?
Denn wenn es unendlich viele gibt, gibt es doch auch unendlich viele Möglichkeiten und also auch unendlich viele Möglichkeiten OHNE Doppelgänger.
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Skeptical scrutiny is the means, in both science and religion, by which deep thoughts can be winnowed from deep nonsense.
Carl Sagan

was ich grade höre: http://www.cantosonor.eu
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step
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Beitrag(#2162006) Verfasst am: 07.01.2019, 20:05    Titel: Re: Unendlich viele Multiversen und Doppelgänger-Schlussfolgerung Antworten mit Zitat

deirfloo hat folgendes geschrieben:
Im Buch "Unser mathematisches Universum" von Tegmark bin ich auf folende Behauptung gestoßen:
Wenn es unendlich viele Multiversen gibt, folgert daraus zwangsläufig, dass es auch ein anderes Universum mit einem Doppelgänger von mir gibt, genaugenommen sogar unendlich viele.
Meine Frage: ist das nicht falsch?
Denn wenn es unendlich viele gibt, gibt es doch auch unendlich viele Möglichkeiten und also auch unendlich viele Möglichkeiten OHNE Doppelgänger.

Wo siehst Du einen Widerspruch, Ihr könntet doch beide recht haben?
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Was ist der Sinn des Lebens? - Keiner, aber Leere ist Fülle für den, der sie sieht.
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deirfloo
Globulisierungsgegner



Anmeldungsdatum: 26.06.2006
Beiträge: 1121

Beitrag(#2162016) Verfasst am: 07.01.2019, 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

Es stört mich das "zwangsläufig".
An anderer Stelle steht: mit hundertprozentiger Sicherheit.
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 21054
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Beitrag(#2162017) Verfasst am: 07.01.2019, 21:26    Titel: Antworten mit Zitat

deirfloo hat folgendes geschrieben:
Es stört mich das "zwangsläufig". An anderer Stelle steht: mit hundertprozentiger Sicherheit.

Ja, und was ist da falsch?
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deirfloo
Globulisierungsgegner



Anmeldungsdatum: 26.06.2006
Beiträge: 1121

Beitrag(#2162019) Verfasst am: 07.01.2019, 21:28    Titel: Antworten mit Zitat

Dass es eben auch unendlich viele Möglichkeiten ohne Doppelgänger gibt, es also nicht zwangsläufig eines mit Doppelgänger geben muss.
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step
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Beitrag(#2162020) Verfasst am: 07.01.2019, 21:31    Titel: Antworten mit Zitat

deirfloo hat folgendes geschrieben:
Dass es eben auch unendlich viele Möglichkeiten ohne Doppelgänger gibt, es also nicht zwangsläufig eines mit Doppelgänger geben muss.

Ich kann von einer unendlichen Menge (zum Beispiel rationale Zahlen) eine unendliche wegnehmen (zum Beispiel ganze Zahlen), und es bleiben doch unendlich viele übrig.
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Marcellinus
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Beiträge: 6327

Beitrag(#2162022) Verfasst am: 07.01.2019, 21:34    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
deirfloo hat folgendes geschrieben:
Dass es eben auch unendlich viele Möglichkeiten ohne Doppelgänger gibt, es also nicht zwangsläufig eines mit Doppelgänger geben muss.

Ich kann von einer unendlichen Menge (zum Beispiel rationale Zahlen) eine unendliche wegnehmen (zum Beispiel ganze Zahlen), und es bleiben doch unendlich viele übrig.

In einem von Menschen geschaffenen Symbolsystem mag das angehen, in der Wirklichkeit sind das Fantasievorstellungen ohne Wert. Am Ende sind es Wortspielereien, mehr nicht.
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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

Friedrich Nietzsche
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deirfloo
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Anmeldungsdatum: 26.06.2006
Beiträge: 1121

Beitrag(#2162024) Verfasst am: 07.01.2019, 21:37    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
deirfloo hat folgendes geschrieben:
Dass es eben auch unendlich viele Möglichkeiten ohne Doppelgänger gibt, es also nicht zwangsläufig eines mit Doppelgänger geben muss.

Ich kann von einer unendlichen Menge (zum Beispiel rationale Zahlen) eine unendliche wegnehmen (zum Beispiel ganze Zahlen), und es bleiben doch unendlich viele übrig.


Das sind genau meine Gedanken.
Solange es immer noch unendlich viele Möglichkeiten gibt, gibt es unendlich viel Raum für Paralleluniversen ohne Doppelgänger.
Wenn ich unendlich oft würfle mit einem Würfel, der unendlich viele Seiten hat, heißt das nicht, dass zwangsläufig irgendwann zB die 3 kommen muss. Es gibt unendlich viele andere Zahlen.
Klar kann 3 kommen, muss aber nicht.
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step
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Beitrag(#2162025) Verfasst am: 07.01.2019, 21:37    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
... in der Wirklichkeit sind das Fantasievorstellungen ohne Wert.

Mal abgesehen davon, daß ich da anderer Meinung bin: Es ging hier nicht um eine Nutzenbewertung, sondern um eine logische bzw. mathephysikalische Bewertung der Aussage "Wenn es unendlich viele Multiversen gibt, ..."
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step
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Beiträge: 21054
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Beitrag(#2162027) Verfasst am: 07.01.2019, 21:41    Titel: Antworten mit Zitat

deirfloo hat folgendes geschrieben:
Solange es immer noch unendlich viele Möglichkeiten gibt, gibt es unendlich viel Raum für Paralleluniversen ohne Doppelgänger.
Wenn ich unendlich oft würfle mit einem Würfel, der unendlich viele Seiten hat, heißt das nicht, dass zwangsläufig irgendwann zB die 3 kommen muss. Es gibt unendlich viele andere Zahlen.
Klar kann 3 kommen, muss aber nicht.

Ach so, Du denkst an den Fall, daß die Mächtigkeit der Möglichkeiten bzw. Freiheitsgrade größer wäre als die der Universen. Ich vermute, daß Tegmark hier von einem Typ Multiversum spricht, wo das nicht der Fall ist, aber dazu müßtest Du mal genau reinschauen
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Marcellinus
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Beiträge: 6327

Beitrag(#2162028) Verfasst am: 07.01.2019, 21:48    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
... in der Wirklichkeit sind das Fantasievorstellungen ohne Wert.

Mal abgesehen davon, daß ich da anderer Meinung bin: Es ging hier nicht um eine Nutzenbewertung, sondern um eine logische bzw. mathephysikalische Bewertung der Aussage "Wenn es unendlich viele Multiversen gibt, ..."

Logik, Mathematik einerseits und Physik andererseits sind ganz unterschiedliche Bereiche. Erstere sind menschengemachte Symbolsysteme, letzteres eine theoretisch-empirische Wissenschaft. Bei ersteren sind sowohl Gegenstand als auch Modelle menschliche Vorstellungen, bei letzterer die Modelle zwar auch, der Gegenstand, dessen Eigenschaften sie zu beschreiben versuchen, aber nicht. Den Unterschied sollte man schon berücksichtigen.
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deirfloo
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Beitrag(#2162030) Verfasst am: 07.01.2019, 21:58    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für den Hinweis.
Er spricht von Ebene-I-Multiversen.
"In ihnen treten dieselben Naturgesetze in Erscheinung wie in unserem beobachtbaren Universum, doch läuft ihre Geschichte anders ab. Einige Theoriemodelle gehen davon aus, dass die exponentielle Inflation niemals aufhört (als sogenannte Ewige Inflation), was bedeuten würde, dass es unendlich viele Universen im Ebene-I-Multiversum gäbe, mit allen Geschichten, die die Naturgesetze erlauben."

Dann heißt das, dass obwohl beide unendlich sind, die Möglichkeiten bzw. Freiheitsgrade in dem beschriebenen Multiversum obwohl unendlich, so doch kleiner sind als die der reinen Anzahl, unendlich.

Das spricht für mich dann aber logisch gegen die Existenz dieser Ebene-I-Multiversen.
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step
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Beitrag(#2162132) Verfasst am: 08.01.2019, 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

deirfloo hat folgendes geschrieben:
Danke für den Hinweis. Er spricht von Ebene-I-Multiversen.

Aha - siehe auch hier:
https://en.wikipedia.org/wiki/Multiverse#Level_I:_An_extension_of_our_Universe
https://selfawarepatterns.com/2014/04/09/tegmarks-level-i-multiverse-infinite-space/

deirfloo hat folgendes geschrieben:
... Dann heißt das, dass obwohl beide unendlich sind, die Möglichkeiten bzw. Freiheitsgrade in dem beschriebenen Multiversum obwohl unendlich, so doch kleiner sind als die der reinen Anzahl, unendlich. Das spricht für mich dann aber logisch gegen die Existenz dieser Ebene-I-Multiversen.

Nein, die Möglichkeiten innerhalb eines endlichen Teiluniversums (Hubble-Volume) wären sogar endlich.
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kereng
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Beitrag(#2162149) Verfasst am: 08.01.2019, 15:20    Titel: Re: Unendlich viele Multiversen und Doppelgänger-Schlussfolgerung Antworten mit Zitat

deirfloo hat folgendes geschrieben:
Denn wenn es unendlich viele gibt, gibt es doch auch unendlich viele Möglichkeiten

Diese Schlussfolgerung habe ich nicht verstanden.
Aber inzwischen hat step ja schon dahin geschrieben, dass es nur endlich viele sind.
Liegt das an endlich vielen Quantenzuständen, also daran, dass Raum, Zeit oder was auch immer, nicht kontinuierlich sind wie die reellen Zahlen, sondern diskret wie die ganzen Zahlen?
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
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Beitrag(#2162202) Verfasst am: 08.01.2019, 19:59    Titel: Re: Unendlich viele Multiversen und Doppelgänger-Schlussfolgerung Antworten mit Zitat

kereng hat folgendes geschrieben:
Liegt das an endlich vielen Quantenzuständen, also daran, dass Raum, Zeit oder was auch immer, nicht kontinuierlich sind wie die reellen Zahlen, sondern diskret wie die ganzen Zahlen?

In Tegmarks Gedankenexperiment reicht es aus, wenn die Zahl der Kombinationen von Zuständen der Elementarteilchen endlich sind.
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